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SuB-trahiert (7): Juni

Im Juni hatte ich zwischendurch das Bedürfnis alle Alt-SuB-Titel einfach aus dem Haus zu werfen, die nicht darauf warten, dass ich einen ersten Band noch einmal lese. Eigentlich sollte das SuB-trahieren ja diesem Bedürfnis entgegenwirken, aber wenn ich sechs Monate lang vor dem Regal stehe und immer wieder denke, dass ich einen Titel ganz bestimmt nicht jetzt lesen mag, dann wird es vielleicht doch Zeit etwas radikaler vorzugehen. Somit wurde das SuB-trahieren in diesem Monat vor allem vom Aussortieren bestimmt.

1. Patrick Rothfuss: Der Name des Windes

Das Buch habe ich dreimal insgesamt angefangen und wollte es so gern mögen. Es gab auch einige Sachen, die ich an der Geschichte mochte, aber da ich mich einfach nicht zum Weiterlesen aufraffen kann, wird es nun aussortiert!

2. Craig Russel: Walküre

Ich kann mich beim besten Willen nicht erinnern, warum ich das Buch angeschafft habe. Der Klappentext reizt mich überhaupt nicht (mehr?) und jeden Monat entscheide ich mich von neuem gegen den Roman. Weg damit!

3. Craig Russel: Lennox

Da ich mich auch hier nicht erinnere, warum ich das Buch überhaupt haben wollte und da ich schon dabei bin den Autor auszusortieren …

4. Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt

Ich habe gerade keine Geduld mit historischen Romanen, deren Stil mir nicht liegt. Und wenn ich schon genervt bin, weil die Hauptfigur im Prolog inklusive Apollobildnis-ähnlichen braunen Locken beschrieben wird, dann wird das auch so schnell nichts mehr mit mir und der Geschichte. (Mir ist durchaus bewusst, dass ich in der Beziehung gerade nörgelig bin. 😉 )

5. Frederik Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin

Eine Zeitreisegeschichte für Jugendliche mit Keltenbezug. Das klang eigentlich gut, aber da das Buch nun schon so viele Jahre im Regal steht und ich mich immer für einen anderen Roman entscheide, wenn ich eine neue Lektüre suche, wandert der Titel nun in die Bibliothek.

6. Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

Sehr kurze Krimis zum Mitraten (für Kinder). Den ersten Band davon hatte ich während des Umzugs vor einigen Jahren gelesen, da passten die kurzen Krimis so gut in die Arbeitspausen. “Der heimtückische Hühnermord” hat mir hingegen in den letzten Tagen meine Essenspausen versüßt.

7. Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur

Als das Buch veröffentlicht wurde, fand ich, dass der Klappentext nett klang und war neugierig auf die Geschichte (und den Autor). Aber inzwischen gehört auch der Roman zu denjenigen, die ich mehrfach angelesen habe und die mich einfach nicht packen konnten.

8. Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen

Den Roman habe ich angeschafft, um die Autorin auszuprobieren, und dann hatte ich nie Lust einen Thriller zu lesen, in dem ein Mann überraschende Entdeckungen über seinen Vater macht, der als Wissenschaftler im Nazideutschland aktiv war. Da die Lust auch in den letzten sechs Monate nicht aufkam, wandert es jetzt in den Bücherschrank vor der Bibliothek.

9. Jenna Black: Rosendorn

Ich habe keine Ahnung, warum ich mir das Buch damals angeschafft habe. Bezeichnenderweise habe ich auch prompt bei dem “SuB-Zugang-Beitrag” keine Anmerkung dazu gemacht. Nun, inzwischen habe ich es angelesen, es hat mich nicht gepackt und nun wird es aussortiert!

10. Danny Wallace: Auf den ersten Blick

Eigentlich wollte ich den Roman nicht haben und hätte ihn mir nicht ein Bekannter so dringend ans Herz gelegt, hätte ich dem Buch auch keinen zweiten Blick geschenkt. Aber da es mir so empfohlen wurde, habe ich mehrere Versuche mit der Geschichte gewagt und komme jedes Mal zu dem Schluß: Ich ertrage den Protagonisten nicht! Es tut mir leid, aber ich ärgere mich jedes Mal, wenn ich das Buch im Regal sehe, und darauf habe ich keine Lust mehr!

11. John Dickinson: Das Kind des Schicksals

Irgendwie ist es schon erstaunlich, bei wie viele Fantasy-Trilogien ich in den letzten Jahren das Interesse verliere, bevor ich den dritten Band gelesen habe. Da das auch hier der Fall ist und ich mich nicht einmal aufraffen kann die ersten beiden Teile der Reihe noch einmal anzuschauen, um festzustellen, was ich daran mochte, kommt das Buch nun weg.

12. P.J. Brackston: Es war einmal ein Mord

Ich finde die Grundidee mit den Märchenfiguren und dem Kriminalfall immer noch sehr reizvoll, aber “die Gretel (JA – die Gretel)” und ich kommen wohl auch in Zukunft nicht mehr zusammen …

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Außerdem habe ich die ganzen Bücher von Alan Dean Foster von meiner SuB-Liste geworfen, weil ich die erst dann lesen kann, wenn ich meine alten Bände der Flinx-Reihe aus den Kartons kramen und mit den geliehenen Fortsetzungen, die mir fehlen, kombinieren kann, um dann die bislang auf dem SuB gelisteten Titel in Angriff nehmen zu können.

SuB-trahiert (6): Mai

Nachdem ich im Mai in Arbeitspausen und Wartezimmern lauter historische Liebesromane gelesen habe, blieb nicht so viel Zeit fürs SuB-trahieren. Aber ein paar Titel habe ich doch aus dem SuB gezogen und angelesen …

1. Eoin Colfer: Artemis Fowl 6 – Das Zeitparadoxon

Ich habe die Artemis-Fowl-Romane eigentlich immer gern gelesen. Aber bei diesem Band fehlte mir – natürlich erst nach dem Einzug in mein Bücherregal – irgendwie die Neugier auf die Geschichte. So hat es sehr viele Jahre gedauert, bis ich den Roman endlich aus seiner Folie schälte und die ersten Seiten in Angriff nahm. Dann aber war die Geschichte genau die richtige “Zwischendurchlektüre”. Unterhaltsam, voller vertrauter Figuren und Wendungen und perfekt, um sich beim Lesen ein bisschen zu entspannen.

2. Jo Nesbo: Headhunter

“Headhunter” ist eines dieser Bücher, die ich mir besorgt habe, weil ich einen Autor ausprobieren wollte. Der Klappentext klang gut, aber beim Anlesen bin ich nie über die ersten Seiten hinaus gekommen, weil mir weder die Figuren, noch die geschilderten Ereignisse gefallen haben. Ich habe den Roman immer wieder aus dem Regal gezogen und in diesem Monat dann beschlossen, dass er einen letzten Versuch bekommen soll. Dieses Mal habe ich weiter gelesen als sonst, aber gepackt hat mich die Handlung trotzdem nicht und deshalb wird der Titel jetzt aussortiert.

SuB-trahiert (5): April

Im Moment macht es mir richtig Spaß den SuB zu dezimieren, obwohl mich im März meine englischen Bücher doch noch etwas mehr gelockt haben als der deutsche Alt-SuB. Auch wenn ich fürchte, dass ich in absehbarer Zeit an einem Punkt angelangt sein werde, an dem ich nur noch Bücher im SuB habe, die mich nicht so sehr reizen, finde ich aktuell noch genügend Titel, bei denen ich mich frage, warum ich sie nicht früher (aus-)gelesen habe. Und die anderen werden nach einem gründlichen Anlesen eben einfach aussortiert …

1. Chris Marten: Hydra


Obwohl ich Ende März/Anfang April eigentlich eine ausgeprägte Fantasy-Phase hatte (kein Wunder, nach all den Krimis zum Jahresanfang), habe ich doch als erstes beim SuB-trahieren zu “Hydra” gegriffen. Wenn ich mich richtig erinnere, dann war das so eine Klappentextanschaffung, die mich dann doch nicht gleich zum Lesen verlockt hat. Und nach knapp 100 Seiten habe ich dann beschlossen, dass ich das Buch abbreche und aussortiere. Das Atmosphärischste an der Geschichte war die Anfangsszene (die einen Anschlag im Irak beschreibt), danach hüpfte die Handlung von Figur zu Figur und keine fand ich besonders reizvoll. Richtig schlimm fand ich hingegen, dass einige Charaktere mit einer – gefühlt endlosen – Nabelschau eingeführt wurden. Zum Teil fehlten bei den detaillierten “das wird sie gleich frühstücken und dabei schaut sie auf diese Pflanzen”-Beschreibungen nur die Grammangaben und der beiliegende Gartenplan, um die Bestandsaufnahme zu vervollständigen. Dazu diverse Zitate – sei es von Zsa Zsa Gabor, Friedrich Schiller, Anspielungen auf Kafka usw. -, die oft unpassend eingesetzt waren. Also nicht im falschen Zusammenhang, aber nicht gerade zu dem Charakter passend, der dieses Zitat gerade dachte. Das war mir alles einfach zu gewollt!

2. Karola Hagemann und Ilka Stitz: Jung stirbt, wen die Götter lieben

Eine Zeitlang habe ich in jeden Grafit-Titel, der mir in die Finger kam, einen Blick geworfen, weil mir das Verlagsprogramm grundsätzlich sehr zusagte. “Jung stirbt, wen die Götter lieben” ist ein Überbleibsel aus dieser Zeit und wurde im April nach einem kurzen Anlesen von mir aussortiert. Erst einmal ist die Geschichte der zweite Teil rund um den jungen Römer Quintilianus, was zu – für mich unverständlichen – Anspielungen auf die vorhergehenden Ereignissen zu Beginn der Geschichte führte, dann wurde ich mit der Hauptfigur nicht warm (so ein Jammerlappen!) und dazu kam noch, dass ich gern einmal das Wort “Germane” ohne den Zusatz “blond” gelesen hätte. Mir zu viele Klischees auf den ersten Seiten eines Buchs, das in diesem Jahrtausend geschrieben wurde. (Und ja, ich war etwas ungnädig, nachdem ich mich am selben Tag schon über “Hydra” geärgert hatte.)

3. Thomas Thiemeyer: Nebra

Lustigerweise habe ich das Buch lange vor den “Chroniken der Weltensucher” angeschafft – und dann doch nie gelesen, obwohl ich die Jugendbücher des Autors unterhaltsam fand. Am Karfreitag gab es dann doch endlich mal einen Versuch mit diesem Roman, der prompt zum Abbruch führte. Den Prolog fand ich schlecht geschrieben (Beschreibungen, die ich eher peinlich als atmosphärisch fand, und unbeholfene Formulierungen, um die Namen der Beteiligten nicht nennen zu müssen), die ersten Seiten der aktuellen Handlung sorgten dafür, dass ich von der Protagonistin genervt war und das Gefühl hatte, dass der Autor Infodumping betrieb, damit der Leser das von ihm recherchierte (archäologische) Wissen auch irgendwie präsentiert bekommt. Dafür habe ich einfach keine Geduld aufbringen können.

4. Christoph Marzi: Lyra

Das Buch hatte ich bei Erscheinen vorgemerkt, weil ich mich von diversen Marzi-Fans hatte anstecken lassen. Wenig später musste ich feststellen, dass ein anderer Roman (“Heaven – Stadt der Feen”) des Autors nicht meinen Geschmack getroffen hat. Zu viele blumige und übertriebene Beschreibungen, die bei mir jede aufkeimende Atmosphäre unter Endlos-Sätzen, Adjektiven und verqueren Vergleichen erstickten. Trotzdem wollte ich dem Autor noch eine zweite Chance gönnen, da ich die Grundidee von “Heaven” eigentlich nett fand, musste aber feststellen, dass gerade der Anfang von “Lyra” genau in diesem übertriebenen Stil geschrieben wurde, um das aktuelle Drama im Leben der Hauptfigur zu verdeutlichen. Tja, und dann habe ich mich dabei ertappt, dass ich sämtliche Satzteile, die das Ganze aufblähten, nur noch aus dem Text streichen wollte, und meinem Mann ständig Passagen vorlas, die mich ärgerten, und habe dann – zu seiner großen Erleichterung – beschlossen, dass ich meine Zeit mit einem anderen Buch verbringen sollte.

5. Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade

Und das ist das oben erwähnte “andere Buch”, mit dem ich dann doch noch den Rest des Karfreitags (und Ostersamstag und -sonntag) verbracht habe. Nachdem ich den Heyne-Wettbewerb, dessen Gewinnerin Victoria Schlederer war, damals so gespannt verfolgt hatte, wollte ich den Siegertitel unbedingt lesen. Tja, und dann gab es zu viele Rezensionen auf einmal, in denen auch noch eine anspruchsvolle Schreibweise angemerkt wurde, und der Roman landete erst einmal auf dem SuB. Anspruchsvoll fand ich die Schreibweise beim Lesen nicht, insgesamt hat mir die Geschichte rund um Dejan, Lysander und Mirko gut gefallen. Ich mochte die Zeit, in der die Handlung spielt (1909), die Schauplätze (Prag/Wien), die Figuren und die Art und Weise wie die Autorin in eine “normale” Welt übernatürliche Elemente mischt. Aber ich habe die Geschichte recht distanziert wahrgenommen und hatte kein Problem das Buch zwischendurch ruhen zu lassen, um andere Dinge zu tun, weil ich emotional nicht gepackt wurde. (Mehr zu dem Buch gab es in meinem Lese-Tag-Post vom Ostersonntag.)

6. Siri Lindberg: Nachtlilien

Ich mochte die ersten Bücher (die “Kampf um Daresh”-Trilogie), die ich von Sylvia Englert/Katja Brandis/Siri Lindberg gelesen habe, sehr gern und halte seitdem immer wieder die Augen nach Romanen von der Autorin auf. Als sie also “Nachtlilien” veröffentlichte, wollte ich das Buch unbedingt lesen, obwohl ich etwas skeptisch war, da der Klappentext eine romantische Fantasygeschichte verspricht. Das war dann wohl auch der Grund, warum das Buch so lange auf dem SuB liegen blieb. Bei einem ersten Anlesen hat mich der Roman nicht so recht überzeugt, beim zweiten Versuch einige Tage später hatte ich immer noch keine Lust die Geschichte weiter zu verfolgen und somit wurde auch dieses Buch abgebrochen.

7. Brendan Halpin: I can see clearly now

“Song about you” von dem Autor hatte ich als “unterhaltsam” im Hinterkopf und ich mag diese Flower-Power-Cover irgendwie. Es hätte mich aber abschrecken sollen, dass ich ein paar Jahre nach dem Lesen absolut keine Erinnerungen mehr an den anderen Roman von Brendan Halpin hatte. Und so ist das Fazit zu “I can see clearly now” ganz simpel: Kann man lesen, muss man aber definitiv nicht! (Und es wäre schön mal ein Buch über Musik/Musiker/Musikliebhaber zu lesen, ohne dass ständig alle Drogen nehmen, Sex haben oder gern Sex hätten.)

8. Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)

Das Buch hatte ich vor Jahren schon mal angefangen, als ich mitten im Umzugs- und Renovierungsstress war – und das war eindeutig nicht die richtige Zeit für diesen umfangreichen Roman. Als ich damals dann noch über eine Figur stolperte, die ich nicht leiden konnte, hatte ich das Lesen erst einmal abgebrochen. Bei meinem zweiten Versuch im April kam ich dann doch relativ schnell wieder in die Geschichte rein und habe das Buch im Prinzip in einem Zug durchgelesen. “Tausendsturm” ist eine klassische High-Fantasy-Geschichte inklusive “Zitat aus einem kirchlich-historischem Werk zur Entstehung der Welt”-Prolog, einem Dieb mit großem Herzen, einem Krieger von zweifelhafter Herkunft und seinem charismatischen Bruder, der sich als verlorengegangener Thronerbe entpuppt. Da der Thron aber von einem Übergangskönig besetzt wird, der nicht bereit ist abzudanken, und die Brüder nicht gut miteinander auskommen, gibt es einiges an Konfliktpotenial, das auf die übliche Art und Weise genutzt wird. Der Roman hat sich gut lesen lassen, es gab ein paar atmosphärische Beschreibungen (z.B. von einer Eisenmine, in der ein brutaler Schläger über alle anderen Sklaven herrscht) und ein paar nette Ideen. Ich glaube nicht, dass ich die Reihe langfristig behalten werde, aber es war jetzt auch keine Zeitverschwendung den Band gelesen zu haben.

9. Michael Rothballer: Feuerzwinger (Das Vermächtnis der Schwerter 2)
10. Michael Rothballer: Götterschild (Das Vermächtnis der Schwerter 3)

Da ich gerade so schön in der Reihe drin war, habe ich gleich auch noch den zweiten und den dritten Band vom SuB befreit und gelesen. Große Qualitätsunterschiede habe ich bei den drei Teilen der Reihe nicht bemerkt – was immerhin auch bedeutet, dass der zweite Band jetzt nicht so viel schlechter war als die anderen, etwas, das man bei einer Trilogie ja nicht unbedingt erwarten darf. Es bleibt bei nett und unterhaltsam, auch wenn die Serie das Genre nicht gerade neu erfindet.

SuB-trahiert (4): Februar

Im Februar klappte es wieder ganz gut mit dem SuB-trahieren einiger älterer ungelesener Bücher aus meinem Regal. Auch wenn ich das Verhältnis zwischen gelesenen und aussortierten Romanen im Januar sehr bedauerlich fand, ist es grundsätzlich ein gutes Gefühl, den SuB (mehr oder weniger) systematisch durchzugehen und zu reduzieren – vor allem, wenn man dann auch noch einen Großteil der Bücher wirklich gelesen und nicht nur aussortiert hat.

1. Andreas Schwarz: flip rouge

Eines dieser Bücher, bei denen ich mich nach ca. sechs Jahren auf dem SuB nicht mehr daran erinnern kann, wie es überhaupt in meinen Besitz kam. Es kann sein, dass ich damals neugierig auf das Verlagsprogramm war und deshalb ein paar Titel antesten wollte. “flip” rouge ist zwar von einem deutschen Autor, aber eine sehr französische Geschichte – und das liegt mir ja oft nicht so recht. In kurzen Abschnitten und mit ständigen Perspektivwechseln erzählt Andreas Schwarz von neuen, tödlichen Drogen, von einem erfahrenen Polizisten, einer Ausreißerin und vielen, vielen anderen Elementen, die zusammengesetzt eine Handlung rund um den Machtkampf zwischen alten und aufstrebenden Drogenkartellen ergeben. Mit gut 250 Seiten war der Titel dann doch schnell gelesen, hat mich aber nicht genügend berührt, um einen nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen.

2. Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud

Noch eines dieser Bücher, bei denen ich keine Ahnung habe, wie es auf dem SuB landete. Noch ein französischer Krimi von einem deutschen Autor. Aber dieses Mal geht es um den Mord an einem jungen Mädchen und die Folgen, die dieser auf einen kleinen Ort hat – so eine Krimiphase muss man doch nutzen, um die dementsprechenden Romane aus dem Regal zu ziehen, zu lesen und zu rezensieren.

3. Quentin Bates: In eisigem Wasser

Bei diesem Buch weiß ich immerhin wie es auf dem SuB gelandet ist: Ich mag Island-Krimis eigentlich gern (auch wenn ich keine Reihe wirklich aufmerksam verfolge) und hatte es deshalb ebenso wie den kurz darauf erscheinenden weiteren Island-Titel des Autors auf die Wunschliste gesetzt. Dann habe ich den Roman ab und an aus dem Regal gezogen, angelesen und dann entschieden, dass ich nicht in der richtigen Stimmung dafür wäre. Zum Glück war ich in diesem Februar dann endlich mal bereit für das Buch und somit geht es HIER zur Rezension! 😉

4. Quentin Bates: Kalter Trost

Da mir “In eisigem Wasser” so gut gefiel, habe ich den zweiten Band rund um Gunnhildur auch noch vom SuB befreit. 🙂 “Kalter Trost” verfügt über die gleiche angenehme Atmosphäre wie der erste Band, obwohl Island dank der großen Finanzkrise in diesem Roman gerade total zusammenbricht und viele Menschen vor lauter Geldnot nicht wissen, wie es für sie weitergehen soll. Auch hier mochte ich die Charaktere und die ganzen Details zu dem Leben in Island, allerdings fand ich hier den Kriminalfall etwas zu verworren und gewollt und auch in diesem Band hat sich der Autor etwas zu sehr auf all die Klischees über böse Politiker und skrupellose Geschäftsleute gestürzt. Trotzdem hat mir das Lesen wieder viel Spaß gemacht, denn Island, die Figuren und die unaufgeregte Art der Erzählung passten gerade genau zu meiner Leselaune.

SuB-trahiert (3): Januar

Nachdem es im Dezember aus Zeitgründen nicht so gut lief mit dem Abbau des Alt-SuBs, habe ich mich im Januar nicht nur auf einen Haufen Neuzugänge gestürzt, sondern auch wieder an ein paar ältere Titel gewagt.

1. Ami Tan: Der Geist der Madame Chen
Eines dieser Bücher, das bei mir eingezogen ist, weil sich der Klappentext gut anhörte – und dann hatte ich nie Lust es endlich mal anzufangen. In diesem Monat war es dann endlich soweit, ich habe den Roman aus dem Regal gezupft und angefangen zu lesen. Erst einmal war ich überrascht, als ich in Einleitung mitgeteilt bekam, dass die Geschichte auf Texten basiert, die die Autorin bei einer Frau gefunden hat, die als Medium den Bericht eines Geistes aufschrieb. Nun … immerhin eine interessante Einleitung, die die passende Stimmung für das Buch schafft. Denn die Handlung wird erzählt aus der Sicht der frisch verstorbenen Bibi Chen, die als Geist eine Gruppe von Freunden bei ihrer Reise nach Burma begleitet. Eigentlich hätte Bibi die Reiseleiterin dieses Unternehmens sein sollen und so hatte sie nicht nur sämtliche Stationen der Reise sorgfältig arrangiert, sondern sich auch monatelang um den perfekten Ablauf gekümmert. Doch nun liegt die Organisation in der Hand des nicht gerade durchsetzungsfähigen Bennies und prompt geht schon am ersten Reisetage einiges schief.

Da Bibi in ihrer Geistform sämtliche Informationen von ihren Freunden erfühlt, kann sie als Erzählerin auch die inneren Gedanken und Gefühle der Reisenden wiedergeben. Das war für mich eines der größten Probleme an dem Roman. Denn so konnte ich auch alle Beweggründe der diversen Mitreisenden verfolgen – und die fand ich durch die Bank nicht lesenswert. Jede einzelne Figur war etwas verschroben, was ich normalerweise gern lese, aber vor allem kamen sie mir alle so schrecklich dumm vor. Ich konnte weder die Motivationen der verschiedenen Leute verstehen, noch Sympathie für sie aufbringen. Dazu kam, dass sich einige Beschreibungen endlos hinzogen, während die Passagen, die mir gut gefielen und die mehr über China und Burma beinhalteten, in all dem “zwischenmenschlichen” Geschwurbel untergingen. Nach zwei Tagen Lesezeit und mehr als der Hälfte des Buches habe ich dann abgebrochen, weil ich mich nicht zum Weiterlesen motivieren konnte, obwohl ich die Geschichte eigentlich gern gemocht hätte.

2. Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage
Auch bei diesem Buch hatte mich der Klappentext eigentlich angesprochen, aber als ich es dann endlich in den Händen hielt, hatte ich schon so viele Meinungen dazu gesehen, dass ich den Roman erst einmal ins Regal stellte. Dann habe ich die Geschichte als Hörbuch gehört und musste wieder einmal feststellen, dass “Lad Lit” einfach nicht mein Genre ist. Trotzdem wollte ich das Buch nicht einfach raussortieren ohne einmal reingelesen zu haben, weshalb es noch auf dem SuB blieb. Nun aber habe ich die ersten Kapitel gelesen und da ich die Hauptfigur weiterhin einfach nur nervig finde, wird der Roman aussortiert!

3. Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Als ich vor einiger Zeit einen Krimi von Corinna Kastner las, fiel mir auf, dass ich von ihrem Mann noch einen Roman auf dem SuB habe. Der stammt noch aus der Zeit, als ich auf historische Romane schon keine Lust mehr hatte, bei historischen Kriminalromanen aber noch eine Ausnahme machte. Trotzdem hat es dann einige Jahre gedauert, bis ich den Titel gelesen habe. Die Handlung spielt 1671 in Amsterdam und die Hauptfigur ist der Amtsinspektor Jeremias Katoen, der die Morde an zwei ehrenwerten Männern lösen soll. Beide waren Mitglieder einer Gruppe von Tulpenliebhabern, obwohl die Blume Jahrzehnte nach dem Ende des Tulpenfiebers in den Niederlanden keinen guten Ruf mehr genießt. Den Fall selber fand ich nicht so besonders spannend, dafür gab es hier und da einige schöne Alltagsszenen, die das Leben in Amsterdam zu dieser Zeit beschrieben und recht atmosphärisch geschrieben waren. So hätte ich das Buch vermutlich mit einem “ganz nett, auch wenn ich nicht mehr davon lesen muss” weggelegt, wenn ich die Hauptfigur sympathischer gefunden hätte.

Jeremias Katoen ist der Sohn eines Seemanns und hat sich aufgrund seiner Fähigkeiten seine Position erarbeitet, er ist nett zu einem Waisenjungen, den er zu Beginn der Geschichte kennenlernt, und er macht sich so langsam Gedanken darüber, ob es nicht Zeit wird eine Familie zu gründen. So weit, so gut. Aber es gab immer wieder Momente, in denen ich die Gedanken des Mannes unangenehm fand. Seine Ansichten zu den verschiedenen Frauen in der Handlung (egal, ob es nun “Nachtgängerinnen”/Dirnen oder angesehene Geschäftsfrauen oder Töchter/Ehefrauen waren) fand ich unangemessen und unausgewogen – die Dirnen widerten ihn an, aber eine “ehrenwerte” Witwe, die nach gerade mal zwei gewechselten Sätzen mit ihm auf ihrem Teppich Sex hat, käme als potenzielle Ehefrau in Frage. Und auch die alle paar Seiten aufkommende Aussage, dass er sich als Teil der großartigen Niederlande sieht, deren Bürger ehrsam, strebsam und gewissenhafte Arbeiter (und damit anscheinend irgendwie besser als der Rest der Welt) sind, war mir auch nach dem zweiten Mal schon über.

4. Renata Petry: Hilgensee
Ich habe absolut keine Ahnung, wie dieses Buch auf meinen SuB gekommen ist. Es könnte sich dabei um ein Geschenk handeln. Auf jeden Fall kam es mir beim Rausziehen aus dem Regal so vor, als hätte ich vorher noch kein Blick auf den Klappentext geworfen. Dafür war der Roman die passende Wahl für die letzten Tage – und wurde somit von mir gelesen und rezensiert.

5. Francesco de Filippo: Gezeichnet
Ab und an finde ich einen Mafia-Krimi ganz nett und das war wohl auch der Grund, warum dieser Roman vor Jahren auf dem SuB gelandet ist. Freitagabend suchte ich dann nach einem kurzem Buch, das ich vor Monatsende noch lesen könnte und habe den Titel angefangen. Nach wenigen Seiten konnte ich sagen, dass die auf dem Klappentext erwähnte “ebenso harte wie fesselnde Sprache” absolut nicht mein Ding ist. Die Geschichte wird in einem Monolog-artigen Stil von einem – sich selbst sehr wertschätzenden – Kleinkriminellen erzählt und nach einem schnellen Vorblättern musste ich feststellen, dass das die gesamten 266 Seiten so weitergeht. Nicht mein Ding, weg damit!

SuB-trahiert (2): Dezember

Weiter geht es mit dem Wühlen durch den Alt-SuB! Ich habe übrigens inzwischen beschlossen, dass alles zum Alt-SuB gehört, was länger als 6 Monate in meinem Besitz ist. Aber Vorrang haben die Titel, die schon ein paar Jahre ungelesen im Regal stehen. Leider lief es im Dezember aus Zeitgründen nicht ganz so gut, aber vielleicht kann ich das jetzt im Januar wieder “ausgleichen”.

1. Tom Kahn: Das Tibetprojekt
Ein Thriller, bei dem ich mich doch etwas frage, wie er auf meinem SuB gelandet ist. Wobei ich ja eine Zeitlang schon sehr experimentierfreudig war, wenn es im Kriminalromane und Thriller ging, weil ich hoffe, dass mich endlich mal wieder ein Autor packen könnte. Hier geht es um einen Historiker, der in Tibet seltsame Vorfälle erkunden soll, die mit einer Nazi-Expedition aus dem Jahr 1938 zusammenhängen, bei der damals der Urspung der “arischen Rasse” gesucht wurde. Meine Meinung zu dem Roman möchte ich mal so ausdrücken: Ich kann verstehen, dass der Autor die Geschichte unter Pseudonym veröffentlicht hat, ich kann allerdings nicht verstehen, dass sich ein Verlag bereit erklärt hat dieses Buch zu veröffentlichen.

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Eigentlich könnte ich auch folgende Titel noch als “SuB-trahiert” bezeichnen, auch wenn ich meine Sachbücher hier auf dem Blog nicht offiziell aufliste:

Ebba D. Drolshagen: Der freundliche Feind – Wehrmachtssoldaten im besetzten Europa
Zur Rezension geht es HIER.

Anke Dörrzapf und Claudia Lieb: Marco Polos wunderbare Reisen
Zur Rezension geht es HIER.

SuB-trahiert (1): November

Im Oktober hatte ich einen kleinen Rappel und hätte am Liebsten 90% meines SuBs aus der Wohnung geworfen. Da mir das aber doch etwas zu radikal vorkam und ich mich gut genug kenne, um zu wissen, dass ich das am Ende bedauern würde, hatte ich stattdessen vorgenommen, in den nächsten Wochen den SuB mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Statt mich vor allem auf Leihbücher, Bibliotheksbücher und die Neuankömmlinge zu konzentrieren, wollte ich gezielt Bücher aus dem SuB ziehen und anlesen. Entweder würden sie mich dann doch mal packen, so dass ich sie gleich weiterlese, oder ich könnte sie ohne schlechtes Gewissen aussortieren, weil sich mein Buchgeschmack nun mal im Laufe der letzten Jahre geändert hat.

Weil es mich ja immer motiviert, wenn ich zu meinen Projekten Listen anlegen kann, gibt es hier den ersten “SuB-trahiert”-Beitrag, in dem ich aufliste, welche SuB-Titel welches Schicksal ereilt hat. 😉 Geschrumpft ist der SuB im November (auch dank der Geburtstagszugänge) definitiv nicht, aber immerhin ein paar ältere Titel habe ich mir genauer angeschaut.

1. Thomas Finn: Schwarze Tränen
Zur Rezension geht es HIER

2. Boris Meyn: Die Schattenflotte (Comissarius Bischop Bd. 5)

Dass dieser Krimi der fünfte Band einer Serie rund um den Anwalt (und Hobbydetektiv) Sören Bischop ist, habe ich erst herausgefunden, als ich schon mit dem Lesen angefangen hatte. Der Verlag hat es natürlich nicht für notwendig gehalten, diese Information auf dem Roman oder im Katalog zu vermerken. Die Geschichte war ganz okay und enthielt einige interessante Beschreibungen von Hamburger Gebäuden rund um die Jahrhundertwende (also 1900), hat mich aber nicht richtig fesseln oder gar auf weitere Bücher des Autors neugierig machen können.

3. Gabriella Wollenhaupt: Grappa und die keusche Braut
Grundidee klang gut und die Geschichte hat mir definitiv besser gefallen als vor ein paar Jahren “Es muss nicht immer Grappa sein”. Aber so richtig sagen mir die Protagonistin und der Humor dieser Reihe nicht zu. Beendet habe ich das Buch vor allem, weil es so schön dünn war – weitere Grappa-Titel werde ich wohl nicht lesen. Allerdings hätte ich da noch einen historischen Roman von der Autorin …

4. Gabriella Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
…, den ich nach gut 50 gelesenen Seiten aussortiert habe. Eigentlich finde ich die Zeit (1845) und die damalige Situation der Weber in Deutschland, die eine gewisse Rolle im Roman spielt, sehr interessant. Aber mich haben die Charaktere zum Großteil ziemlich kalt gelassen, die meisten fand ich sogar auf Anhieb unsympathisch, und die ständigen Perspektivwechsel und die Ausdrucksweise der Figuren haben mir auch nicht gefallen. Also raus aus dem SuB damit!