Kategorie: Katzen

Baltimore und der Schreibtisch

Ich hatte schon mal geschrieben, dass die Katzen jeden Morgen, wenn ich am Schreibtisch sitze, der Reihe nach vorbeikommen und ihre Streicheleinheiten einfordern. Baltimore ist dabei besonders penetrant … äh … freundlich!

Es beginn damit, dass er laut maunzend ins Zimmer kommt, um sich dann neben dem Schreibtischstuhl auf den Boden zu setzen. Immer auf der linken Seite, immer ganz leise und mit immer größer werdenden Augen.

Wenn ich ihn dann nicht beachte, dann kommt die Charmeoffensive! Er stellt sich auf die Hinterbeine und umklammert die Tischkante. Ich möchte jetzt lieber nicht daran denken, dass dieser kleine Holztisch mich schon seit 15 Jahren begleitet und nun seit ein paar Monaten tagtäglich von Baltimores Krallen bearbeitet wird – bis zum Umzug stand der Tisch nämlich in der katzenfreien Küche und war noch immer makellos!

Spätestens dann muss ich ihn einfach hochheben – alle anderen Katzen sind übrigens ohne Probleme in der Lage von selber auf den Schreibtisch oder meinen Schoß zu springen 😉 – und schmusen. Nun beginnt die Zeit, in der Baltimore zwischen mir und der Tastatur ruht bis er genug Aufmerksamkeit eingeheimst hat.

Als nächstes steht dann eine kleine Runde auf das Bücherregal an – doch leider ist das viel zu häufig schon besetzt und Shandy schätzt es gar nicht, wenn jemand seinen Platz im Auge hat!

Zum Schluss noch ein Foto von Christie – einfach weil es so niedlich ist. 😉

Stöckchen: Katzen

Bei Sylvia und Natira habe ich dieses Stöckchen gefunden und konnte nicht daran vorbeigehen. 😉

1) Wann hast du dein Diplom im Dosen- und Türöffnen gemacht?

Wenn diese Frage so verstanden werden soll, ab wann ich für meine erste Katze verantwortlich war: Das müsste so 1980 gewesen sein. Nicki war zwar der Familienkater, aber ich war diejenige, die sagte, wann er zum Tierarzt musste, und ich war diejenige, die die Entscheidung treffen musste, als er nach einem Unfall mit einem Auto eingeschläfert wurde …

2) Was schätzt du, wie oft du am Tag aufstehst, nur um einer mauzenden Katze die Tür zu öffnen?

Aufstehen muss ich in der Regel gar nicht, da unsere vier reine Wohnungskatzen sind – und nur Shandy wird zweimal am Tag in „Einzelhaft“ gefüttert und bekommt nach dem Fressen die Tür geöffnet. Aber manchmal schließt Shandy die Wohnzimmertür vor der Nase der anderen Katzen – und Logan sagt dann lauthals Bescheid, dass er nicht reinkommt.

3) Was war das Peinlichste, was du jemals deiner Katze zuliebe getan hast?

Zu dieser Frage fällt mir einfach nichts ein. Vielleicht müsste die von jemandem beantwortet werden, der mich und meine Katzen persönlich kennt. 😉

4) Wie viel Zeit verwendest du darauf, im Supermarkt Katzenfutter zu kaufen?

Nicht besonders viel. Erst einmal gibt es bei uns nur wenig Fertigfutter und dann weiß ich ja, was ich haben will und packe es ohne großen Zeitaufwand ein. Wenn es allerdings um das frische Fleisch geht, dann kann das schon mal etwas dauern, da der Tierfutterladen an den Frischfleischtagen immer sehr gut besucht ist und ich manchmal umdisponieren muss, wenn eine Sorte schon ausverkauft ist.

5) Wie viel Mühe machst du dir mit dem Futter? Kochst du auch mal selbst für die Katze?

Ich koche nicht für die Katzen. Je nachdem welche Fleischsorte wir gerade verfüttern, benötige ich zwischen 1 und 1,5 Stunden pro Woche, um die Sachen zu portionieren und einzufrieren. Beim Füttern werden dann nur noch die aufgetauten Fleischportionen auf die einzelnen Näpfe verteilt.

6) Bringst du Abwechslung in die Marken und Sorten?

Abwechslung beim Fleisch: Ja, soweit es geht, abhängig davon, was die Monster gerade mal wieder gut fressen und ob ich mal wieder aufpassen muss, dass nicht zuviel Knochenstückchen oder so im Futter sind.

Bei Fertigfutter bleibe ich lieber bei einer erprobten Marke, auch wenn ich da bei jeder Mahlzeit eine andere Sorte verfüttere. Jeder Markenwechsel kann im schlimmsten Fall zu Durchfall, Erbrechen und anderen Nebenwirkungen führen, die ich lieber vermeiden will.

7) Schläft deine Katze im Bett? Wenn ja: Wieviel Platz bleibt für dich? Darfst du dich bewegen?

Zum Glück schlafen selten alle vier mit im Bett, auch wenn das schon mal vorkommen kann. In der Regel bleiben nur die Maine-Coon-Kater die ganze Nacht über bei uns, wobei wir uns inzwischen ganz gut arrangiert haben. Nur manchmal gibt es Phasen, in denen Logan darauf besteht bei einem von uns auf dem Kopf – oder Kopfkissen – zu schlafen, was arg lästig ist. Im Schlaf mache ich leider mehr Platz, als für mich gut ist und wache deshalb nicht selten etwas verspannt auf. Aber trotzdem habe ich keine Hemmungen mich zu bewegen, so dass es auch schon mal passieren kann, dass einer der Kater unter meinem Bein eingequetscht wird. Shandy hingegen schläft, wenn er im Bett bleibt, auf meiner Hüfte und läuft dann bei jeder Umdrehung mit.

8) Was war das Schlimmste/Ekligste, was dir deine Katze je angeschleppt hat (platzend vor Stolz)?

Hm, das ekelhafteste Beutestück brachte mir mein dritter Kater Felix vor vielen Jahren. Damals hatten wir einen Nachbarn, der seine Hühner noch selber geschlachtet hat – und Felix brachte eines Tages im Sommer durch die offene Terrassentür einen Hühnerkopf mit in die Wohnung!

9) Du bist verliebt. Unsterblich. In einen absolut wunderbaren Menschen. Er sagt: “Die Katze oder Ich!” Wer geht?

Jemand, der mich vor ein solches Ultimatum stellen würde, wäre kein „absolut wunderbarer Mensch“. Wenn jemand mit Katzen nicht zusammenleben will, dann ist das ja in Ordnung, dann muss man eben einen Kompromiss finden, aber so eine Aussage wäre definitiv ein Grund für mich die Beziehung sofort zu beenden. Zum Glück stellt sich die Frage gar nicht, denn mein Mann ist inzwischen auf seine Weise genauso vernarrt in die Biester wie ich es bin.

10) Kaufst du deiner Katze Spielzeug? Wo und was?

Ja, natürlich! Wo immer mir etwas über den Weg läuft, was für alle vier geeignet zu sein scheint. Also nichts, was Baltimore fressen oder Shandy zerbeißen würde. Es müsste robust genug sein, um Logan zu überleben, und ansprechend für Christie. Natürlich gibt es auch Spielzeuge, die nur für eine Katze gekauft wurden, aber trotzdem müssen diese Teile in diesem Haushalt überleben.

11) Bemerkst du die Katzenhaare auf deinen Klamotten noch?

Ohja! Und ich fluche regelmäßig darüber, vor allem seitdem die Coon-Kater bei uns eingezogen sind. Wir haben zuhause nur noch alte Klamotten an, die nicht nur verhaart sind, sondern auch das eine oder andere Loch von den Katzenkrallen aufweisen, da beim Schmusen schon mal was passieren kann. Das ist etwas peinlich, wenn es überraschend an der Tür klingelt, aber damit müssen Besucher leben können. Und die Sachen für „draußen“ werden immer direkt weggehängt, damit sich keine Katze daran reiben und ihre Spuren hinterlassen kann. Was natürlich so nie funktioniert und dazu führt, dass wohl jeder – trotz Kleiderbürste, Klebebandattacken und ähnliche Enthaarungsversuche – sehen kann, dass wir mit Katzen leben. Irgendwann hätte ich gern einen Wäschetrockner, das ist nämlich das wirksamste Mittel gegen die lästigen Haare …

Mein bester Mitarbeiter …

Während meiner Arbeit am Schreibtisch gibt es jemanden, der immer bereit ist mich zu unterstützen. Baltimore liegt quer über meinen Schultern und rammt mir seine Krallen in den Oberarm, setzt sich mit dem Hintern auf die Maus (und schickt dabei auch gern einmal erst zur Hälfte geschriebene Emails ab), blockiert die Tastatur und tut auch sonst alles, damit ich weiß, dass er immer für mich da ist.

Doch sogar der bester aller Mitarbeiter erliegt irgendwann der Hitze:

Schlafende Katzen

Normale Katzen schlafen meiner Erfahrung nach gerne so:

Auch diese Haltung scheint sehr bequem zu sein:

Doch Baltimore beweist immer mal wieder, dass er kein normaler Kater ist und hält gern auf diese Weise ein Nickerchen (hier ist zum Glück mal mein Mann das Opfer):

Doch Logan bevorzugt eine Schlafhaltung, die ich noch nie zuvor bei einer Samtpfote gesehen habe – und die ich deshalb mal für euch von allen Seiten fotografierte:

Zum Glück scheint es ihm nicht zu schaden. 😉

Katzenpfoten

In den letzten Tagen bin ich immer wieder auf die Jagd nach Katzenpfoten gegangen – leider sind nicht besonders viele akzeptable Fotos dabei herausgekommen. Aber trotzdem mag ich euch meine Puschelpfötchen mal zeigen.

Da Christie ein wenig überredet werden musste, damit sie still hält, spreizt sie das Pfötchen unmerklich, was meinen Finger erstaunlich klein wirken lässt. Normalerweise sind mein Daumen und Christies Pfoten nämlich ungefähr gleichgroß.

Logan setzt seine Pfoten immer schön manierlich nebeneinander.

Von unten wollte er seine Pfoten einfach nicht herzeigen, aber dafür kann man mit meinem Finger im Hintergrund die Größe der Pfote erahnen – und sehen, wie haarig das Kerlchen zwischen den Ballen ist. Das sind schon fast Hobbitfüße! 😉

Baltimore ist da schon etwas weniger haarig, was dieses Foto beweist – ein Glücksfall, denn normalerweise sehen meine Versuche seine dicken Pfoten abzulichten, eher so aus:

Shandy hingegen war dieses Mal erleichtert, dass er nur seine Pfote präsentieren sollte und hat sich zu dieser Aufnahme (die mich wieder verwirrt, weil er doch eigentlich so schlanke Pfoten und keine Pranken hat) überreden lassen:

Auf den Hund gekommen …

… sind wir nicht, auch wenn man das bei diesem neuen Spielzeug glauben könnte:

Da ich immer auf der Suche nach möglichst robusten Sachen für die Maine-Coon-Kater bin, kam mir vor einigen Wochen der Gedanke, ich könnte mich ja mal beim Hundespielzeug für die beiden Plüschkater umgucken. Normales Katzenspielzeug zerfetzt Baltimore innerhalb weniger Sekunden, deshalb gibt es hier im Haus auch Shandys geliebte Fellbällchen nicht mehr. Die wurden von Christie übrigens immer apportiert, was nicht nur total niedlich war, sondern unser Mädchen körperlich so richtig schön forderte.

Bei den puscheligen Enden dieses Seilknotens hatte ich ein bisschen die Hoffnung, dass die Katzen dadurch zum Spielen animiert werden. Und wirklich gab es von der ersten Sekunde zwei, die total fasziniert davon waren:

Während Christie immer mal wieder am Seil schnupperte und sich manchmal daneben auf den Boden legt, um den Kopf daran zu reiben …

… findet Shandy es ganz toll, wenn er das Spielzeug in die Luft und quer durch das Wohnzimmer werfen kann. Jetzt habe ich zwar etwas Angst, wenn das große Ding gegen die Tische und Regale knallt, finde es aber schön, dass wenigstens einer etwas mit dem neuen Spielzeug anfangen kann! Leider habe ich ihn nicht in Aktion fotografieren können, aber den Größenvergleich finde ich auch ganz spannend. 😉

Der Übergangskratzbaum

Bislang hatte ich für meine vier Katzen neben den Kratzbrettern an den Wänden immer selber gebaute Sachen – und eine schöne stabile Kratztonne, die erst mit dem Einzug der Maine-Coon-Kater die ersten Verschleißerscheinungen zeigte. Fertige (normale) Kratzbäume waren mir zu wackelig, zu schlecht verarbeitet und irgendwie passten sie nie in die Ecken, die wir dafür vorgesehen hatten.

Vor dem Umzug hatten wir beschlossen, dass die selbstgebauten Dinge nun auch ausgedient hätten – und für die neue Wohnung sollte es irgendwann gekaufte, aber qualitative Möbel für die Plüschmonster geben. Doch die Anschaffung dieser Kratzmöbel zieht sich – wie alles andere auch bei dieser Renovierung – noch ein wenig dahin und so musste doch mal ein „Übergangskratzbaum“ her.

Gestern habe ich den Karton vom Geschäft abholen und mit Mühe und Not in die Wohnung schleppen können. Der Karton war nicht nur groß, sondern auch verflixt schwer. Aber da die nette Dame, die mir beim Verladen geholfen hat, ihn vorher durch die mit Blutstropfen besprenkelte Futterküche des Ladens gezogen hatte, waren die Katzen schon vor dem Öffnen des Kartons von der Neuanschaffung begeistert.

Auch während des Aufbaus wurde alles intensiv beschnuppert und ausprobiert und als er dann endlich richtig stand, wurde es Zeit alle Ebenen anzutesten. Christie hat schnell entdeckt, wie toll es doch ist, wenn man aus dem Höhlenversteck heraus die Kater angreifen kann, die vorbeigehen und Shandy überlegte ziemlich lange, ob man von der obersten Plattform gut auf das Bücherregel springen kann (Logan hatte dann später am Abend den Versuch in der anderen Richtung im Kopf, wurde aber erfolgreich von uns daran gehindert). Nachmittags war dann doch unser Bett wieder deutlich reizvoller als der neue Kratzbaum, aber abends wurde er eifrig genutzt und weiter ausprobiert. Ich hoffe sehr, dass das so auch bleibt!

Die Fotos sind alle nicht besonders gut, vor allem könnte man den Eindruck bekommen, dass wir viele ausgestopfte Tiere mit Taschenlampenaugen haben. Und natürlich gelang es mir nicht die schönsten Momente zu bannen – denn die passierten prompt, während der Ladezeit des Blitzes! Oh, und Logan saß die halbe Zeit beim Fotografieren auf meinem Schoß. Aber trotzdem gibt es ein paar Bilder vom neuen Baum und den Plüschmonstern:

Katzenfotos!

Da ich (dank der Handwerker in der Nachbarwohnung) eh gerade nichts auf die Reihe bekomme, gibt es hier noch eine Runde Katzenfotos!

Baltimore habe ich bei seiner Entspannung überrascht, was ihn nicht allzu erfreut hat:

Und Shandy wurde bei einer ausgiebigen Putzaktion von mir bespitzelt: