Schlagwort: Katzen

Wie soll man da denn arbeiten?

Jeden Morgen gibt es das gleiche Bild hier im Haus: Ich wusel ein bisschen durch die Wohnung, räume auf und lüfte, während die Katzen noch gemütlich eingekuschelt weiterschlafen.

Doch sobald ich mich an den Schreibtisch setze, um ein bisschen Bürokram zu erledigen, Rezensionen zu schreiben oder auch nur Mails zu lesen, wachen die Katzen auf! Wenn Shandy mich nicht schon im Bett zum Schmusen genötigt hat, dann ist er noch nicht wach genug, um auf meinem Schoß zu krabbeln. Aber Baltimore und Logan starten beim ersten Knarzen des Schreibtischstuhls einen Wettlauf, wer den besten Platz zum Schmusen bekommt.

Nachdem Baltimore heute gewonnen hat, krabbelte er zuerst auf meinen Schoß, dann ruhte er eine Weile quer über meinen Nacken liegend auf meinen Schultern (ich sehe jedes Mal danach aus, als ob ich mich kopfüber in eine Dornenhecke gezwängt hätte) und zuletzt beschloss er, dass er meine Post durchgucken müsse.

Immerhin hat er so Platz für Logan gemacht, der die Gelegenheit sofort nutzte und auf meinen Schoß hüpfte. Halb auf mir, halb auf der Tastatur rumstapfend sucht er auf dem Foto noch die beste Position zum Schmusen. Was für ihn bedeutet, dass er jetzt gerade quer über meinen Unterarmen liegen muss. Und jedes Mal, wenn ich es wage meinen rechten Arm zu bewegen, um nach der Maus zu greifen, bekomme ich einen sehr strafenden Blick zu geworfen …

Irgendwann werden die beiden den Schreibtisch wieder verlassen – und dann kommt Shandys Schmusestunde! Nur gut, dass unsere Madame mit den Streicheleinheiten warten kann, bis ich die Dosen mit dem Frischfleisch öffne …

Shakespeare und die Katzen

Immer wenn ich den Staubsauger raushole, um mal ein paar Katzenhaare zu beseitigen, herrscht hier in der Wohnung die große Panik. Erst einmal flüchtet die Viererbande ins Wohnzimmer – wohl wissend, dass das als letztes gereinigt wird. Wenn ich die Wohnzimmertür dann erreiche, haben die Katzen ein Problem, denn ihre Fluchtmöglichkeit scheint hoffnungslos versperrt zu sein. Logan stürzt sich daraufhin todesmutig über den Staubsauger hinweg in den rettenden Flur, rast ins Schlafzimmer und versteckt sich unter der Bettdecke. Shandy wartet ab bis die Tür wieder frei ist und verschwindet dann ebenfalls im Schlafzimmer, wobei sein Zufluchtsort die Fensterbank ist.

Baltimore bleibt cool auf dem Sofa liegen und tut so, als ob er schlafen würde. Ich muss schon sehr aufdringlich mit dem Staubsauger vor seiner Nase herumwedeln, damit er mal seinen Puschelhintern erhebt. Christie hingegen hat beschlossen, dass nur die CD-Regale sicher sind. Von der Fensterbank geht es mit einem großen Sprung auf die Regale und von dort aus werde ich bei meinem Kampf gegen die Wollmäuse beobachtet. Leider hat sie bei einem ihrer letzten Sprünge auf’s Regal eine Videokassette runtergestoßen. So stand ich dann vor einer zersplitterten Kassette und musste befürchten, dass ich sie nicht mehr ersetzen könnte.

Denn „Twelfth Night“ war mir von einer Freundin vor fast zehn Jahren aus London mitgebracht worden – und ich liebe diese Shakespeare-Verfilmung! Die Geschichte um Viola, die sich nach einem Schiffsunglück als Mann verkleidet in die Dienste des Herzogs Orsino tritt, wurde mit Imogen Stubbs als Viola und Helena Bonham Carter als Gräfin Olivia verfilmt. Und auch wenn Ben Kingsley als Narr seine Rolle wunderbar ausfüllt, so finde ich vor allem diese beiden Schauspielerinnen sehenswert. Sogar mit der Sprache habe ich recht wenig Probleme (abgesehen davon, dass einem die grobe Geschichte ja eh bekannt ist) und so habe ich in den letzten Jahren immer wieder diesen Film genossen.

 Zum Glück habe ich dann doch noch einen Anbieter aus Großbritannien gefunden, der eine DVD davon zum Verkauf anbot – und so klingelte gestern der Postbote und brachte mir meinen Ersatz. 🙂 Leider hatte nicht dabei gestanden, dass es eine amerikanische DVD ist. Theoretisch kein Hindernis, unser DVD-Player kann auch amerikanische oder japanische Filme abspielen – nur leider gibt es da zur Zeit noch ein kleines Problem mit dem Anschluss des Players. Entweder gucke ich also „Twelfth Night“ mit einem unübersehbaren und auf die Dauer krankmachendem Grünton oder ich greife doch wieder zu einer DVD, die sich auch über die PS3 abspielen lässt.

Die Katzenbande: Logan

Über Logan hatte ich schon auf Soleils Blog geschrieben. Er ist es auch, dessen schöne Augen für mein altes Blog-Logo herhalten mussten. 🙂

 

 

 

Als Logan zusammen mit seinem Bruder Baltimore bei uns einzog, sah er ziemlich jämmerlich aus. Seine Vorbesitzer hatten ihn an dem Vormittag beim Tierarzt scheren lassen, und so bekamen wir einen nackten und bewusstlosen Kater, der von der Schermaschine nicht wenig Schrammen am Leib hatte. Immerhin hat er so die mehrstündige Fahrt bis zu unserem Zuhause verschlafen, und ihm blieb wenigstens dieser Stress erspart.

Die ersten Stunden in unserer Wohnung verbrachte Logan bewusstlos auf dem Badezimmerfußboden, während immer einer von uns bei ihm lag und ihn wärmte. Während Baltimore sich innerhalb kürzester Zeit wohl fühlte, sahen wir Logan nur, wenn er von Versteck zu Versteck schlich. Ernährt hat er sich in der Zeit von den Trockenfutterbrocken, die wir ihm unter die Kommoden und Schränke geworfen haben, unter die er sich zurückgezogen hatte.

Seine Vorbesitzer hatten ihn scheren lassen, weil der Kater in ihren Augen so wild war. Er würde sich nicht anfassen oder gar bürsten lassen, und wenn man das doch einmal versuchen würde, dann würde einem „das Blut die Arme hinunterlaufen“. Es stimmt schon, dass wir in den vergangenen Jahren die eine oder andere Verletzung von Logan verpasst bekommen haben. Aber nicht, weil unser Kater so wild und aggressiv ist, sondern weil er ein kleiner Angsthase ist, der von einem Moment auf den anderen panisch vom Schoß springt, wenn ihn ein unvertrautes Geräusch aufschreckt.

So nach und nach wuchs sein Fell wieder, und sobald ein paar Millimeter zu sehen waren (und er nicht sofort vor uns weglief), haben wir ihn immer wieder sanft gestreichelt oder mit einer weichen Bürste bearbeitet. Irgendwann war es soweit, dass er ruhig sitzen blieb, wenn ich an ihm vorbeiging. Da habe ich dann angefangen, ihn immer mal wieder spontan hochzuheben und ein Stückchen weiter wieder auf den Boden zu setzen, bevor er noch realisiert hatte, was ich da mit ihm machte.

Inzwischen ist Logan derjenige, der seine Streicheleinheiten besonders energisch einfordert. Mit seinem zarten Maine-Coon-Stimmchen sitzt er neben einem und quietscht so lange, bis man ihn auf den Schoß nimmt und kräftig durchknuddelt. Es vergeht kaum eine Nacht, in der er nicht am Fußende unseres Bettes schläft, und sogar das Bürsten klappt inzwischen prima! Natürlich gefällt es ihm nicht, wenn wir seine ungewöhnlich dichte und schnell filzende Unterwolle bearbeiten, aber in der Regel liegt er geduldig da und lässt sich auch an unangenehmen Stellen das Bürsten gefallen.

Innerhalb unserer Viererbande ist er der heimliche Boss. Während Baltimore und Shandy sich immer mal wieder um die Chefposition raufen, muss Logan nur kurz anzeigen, was er will, und schon hat er seinen Willen durchgesetzt. Ansonsten ist es ihm egal, was die anderen drei so machen, solange er nur seine Ruhe und manchmal einen Spielkameraden hat.

Oh, da wir seinen Namen nach seinem Vermittlungsfoto ausgesucht hatten – und da noch dachten, dass wir einen wilden und unzähmbaren Kater bekommen würden -, heißt er nach der Comicfigur Wolverine. Nun, immerhin die Größe seiner Krallen passt zu seinem Namensgeber, auch wenn sein Gemüt soviel sanfter ist …

 

Die Katzenbande: Baltimore

Baltimore ist unser unerschütterlicher Fels in der Brandung. Vor über vier Jahren kamen er und sein Bruder Logan in unser Haus. Während Logan eine Weile brauchte, bis er sich wohl fühlte, stapfte Baltimore aus dem Transportkorb, erkundete die Umgebung, haute Shandy eine runter – und machte ihm schnell klar, dass er nun der Boss ist.

 

 

Es hat ein bisschen gedauert, bis er und Shandy sich arrangiert hatten – und es gibt immer noch Tage, an denen es Baltimore genießt, meinen kleinen schwarzen Kater in die Ecke zu treiben und mit unschuldigem Gesichtsausdruck zuzuhören, wie Shandy sich aufregt. Sowieso hat Baltimore diesen niedlichen „Ich mach nichts Böses“-Blick perfektioniert. Seinen Namen hat er von meinem Mann bekommen, der ihn nach der Band „Sir Lord Baltimore“ benannt hat. Und dieser Adelstitel passt auch zu unserem Hübschen … 😀

 

Baltimore liebt Menschen, und er liebt es, von ihnen bewundert zu werden. So ist es kein Wunder, dass er auch der Einzige ist, der jeden Besuch freudig begrüßt und innerhalb von Minuten auf den Schoß springt – und er ist auch derjenige, der eine Kamera sieht und sich in Position wirft, statt so schnell wie möglich zu flüchten. Sogar mit meiner Mutter kommt er gut zurecht, die dazu neigt, unsere Katzen zu verfolgen. So schön es ist, dass sie ihre „Enkelkatzen“ schmusen mag, so sehr versetzt sie dabei die sensibleren unter ihnen in Panik. ;D

Jeden kann dieser Kater um die Pfote wickeln und bei einem so unschuldigen Gesichtsausdruck kann man nicht einmal böse sein, wenn er mal wieder seinen Dickkopf durchsetzt und sich unbedingt auf die Schultern desjenigen legen will, der gerade am Schreibtisch arbeitet. An die tiefen Kratzer haben wir uns schon gewöhnt, an das Gewicht im Nacken auch – und so können wir das Schnurren neben dem Ohr einfach genießen …

Ein Problem gibt es allerdings mit ihm: Seine Vorbesitzer haben ihm immer etwas zu Essen auf den Tisch getan, wenn sie selber gegessen haben – und so glaubt Baltimore, dass es sein gutes Recht sei, mit am Tisch zu sitzen. Immerhin haben wir es inzwischen geschafft, dass er seine Pfoten vom Tisch lässt. Aber sobald Besuch im Haus ist, versucht er wieder, einen Weg zum nächsten Teller zu finden. Natürlich mit einem ganz unschuldigen Gesichtsausdruck …

 

 

Zwischen Christie und ihm besteht inzwischen eine ganz besondere Beziehung, die beiden kann man immer wieder kuschelnd finden, während einer dem anderen den Kopf putzt. Nicht einmal mit seinem Bruder ist er so vertraut, auch wenn die beiden Kater manchmal so zusammengeknotet auf dem Sofa liegen, dass man keine Ahnung mehr hat, wem von beiden welche Pfote gehört. Aber die Jungs raufen einfach zu gern miteinander, als dass sich da so liebevolle Szenen ergeben könnten wie mit unserer Grautigerdame.

Die Katzenbande: Christie

Als ich Christie das erste Mal sah, sah sie erbärmlich aus! Ein klapperdürres, winziges Kätzchen mit verklebten Fell und noch verklebterem kleinem Gesicht. In einem Pappkarton (und für die Dinger hat sie heute eine regelrecht Schwäche) stand sie vor dem Tierheim-Tor, und so wie sie sich benimmt, schätze ich, dass sie die ersten Lebenstage ohne menschlichen Kontakt hinter sich gebracht hat. Im Tierheim hatte man dann anscheinend in einen bestehenden Katzenschnupfen hineingeimpft – und dementsprechend krank war dieses kleine Bündel geworden.

Doch man versicherte mir, dass Christie nicht mehr ansteckend sei. Da sie als einzige in diesem ländlichen Tierheim jung genug war, um nicht unglücklich zu werden, wenn man sie als reine Wohnungskatze hält – und Shandy nach dem Tod seines Bruders dringend neue Gesellschaft brauchte – nahm ich Christie kurz entschlossen mit nach Hause.

Schnell machte mir der kleine Grautiger klar, dass Menschen nur zum Füttern und Bespielt-werden zu gebrauchen sind. Anfassen, schmusen oder gar Nähe suchen war nicht drin, auch wenn sie sich widerwillig ihre verklebten Augen reinigen ließ. Aber sie war bereit, Shandy von seinem Kummer abzulenken – und das war erst einmal das Wichtigste.

Ein paar Jahre später saßen wir mit angehaltenem Atem auf dem Sofa, neben uns ein Besucher (der übrigens zuhause ein paar Ratten als Haustiere gehalten hat 😉 ), und durften miterleben, wie Christie erst unseren Gast gründlich abschnupperte und dann zu uns rüberkrabbelte und mal bei dem einen, mal bei dem anderen auf dem Schoß tretelte, bis sie sich zum Schlafen einrollte.

Seitdem ist unsere kleine Wildkatze deutlich zutraulicher geworden. Auch wenn man immer noch ein wenig aufpassen muss, so kann man das Madamchen streicheln – manchmal wird sogar auffordernd der Bauch entgegengestreckt. Und spätestens wenn es draußen kälter wird, bevorzugt auch sie die Wärme eines Menschen, um ein Nickerchen zu halten. Nur ihre Neigung, die Wäsche (besonders Handtücher) vom Ständer zu ziehen, um darauf zu schlafen, sorgt immer wieder dafür, dass unser inzwischen so gutes Verhältnis manchmal getrübt wird.

Die drei Kater hat Christie gut im Griff – und wenn ihr mal langweilig ist, mischt sie die Jungs auch kräftig auf. Sie ist diejenige, die gern mal vor dem Katzenklo lauert und dem darin beschäftigten Kater einen Klaps verpasst, sodass er vor Schreck mit dem Kopf gegen den Deckel knallt. Und sie ist auch die einzige, der ich es zutrauen würde, dass sie nach all den Jahren in der Wohnung draußen eine Überlebenschance hätte. Aber solange wir in der Stadt wohnen, müssen die vier mit dem Blick aus dem Fenster zufrieden sein …

Achja, ihren Namen hat Christie von Agatha Christie, denn sie ist – so wie die Autorin es war – abenteuerlustig (auch wenn unsere Katze es wohl nie nach Ägypten schaffen wird 😉 ) und doch sehr scheu, wenn es um fremde Menschen geht …

Die Katzenbande: Shandy

So viel „Katze“ habe ich auf meinem Blog ja noch nicht gezeigt, also wird es Zeit das zu ändern. 😉 Als ich zehn Jahre alt war, hielten mich meine Eltern für alt genug, um mich um eine Katze zu kümmern. Obwohl wir sehr weit „draußen“ gelebt hatten, hat leider keiner meiner Freigänger sehr lange überlebt – und so bekam ich mit zwölf meinen ersten Hund. Zwischenzeitlich gelange es mir noch einen Streunerkater anzulocken, aber eine gefährliche Krankheit sorgte dafür, dass er nur noch einen gemütlichen Lebensabend bei uns genießen konnte. Danach gab es erst einmal für sehr lange Zeit keine Katzen mehr in meinem Leben, und ich musste mich mit den Samtpfoten meiner Freundinnen trösten.

Zu meinem 29. Geburtstag habe ich mir dann selber zwei Kätzchen geschenkt. Shandy (dessen Name auf eine Figur der Autorin Charlotte McLeod anspielt) und sein Bruder kamen von der Katzenhilfe, waren mit der Hand aufgezogen worden und hatten in ihrem Leben noch nichts anderes kennengelernt als ein winziges Kinderreisebett. Bei mir zogen sie erst einmal ins Badezimmer (auch damit ich erst einmal das Flohproblem in Griff bekommen konnte) und selbst dieser kleine Raum hat die beiden fast überwältigt.

Die beiden Kater haben sich im Laufe der Zeit prima entwickelt, und durch die Handaufzucht waren sie auch schnell sehr stark auf mich geprägt. Doch nach einem Jahr starb Shadow an falsch behandelten Harnsteinen und auch bei Shandy ging es bald danach mit diesem Problem los. Wir sind jahrelang von Tierarzt zu Tierarzt gezogen, haben ein Spezialfutter nach dem anderen ausprobiert, nur um mitzuerleben, wie unser Katerchen alle paar Wochen wieder erkrankte. Drei von vier Harnsteinsorten, die eine Katze haben kann, hat dieser Kater von diesem speziellen Tierarztfutter bekommen – und erst seitdem wir ausschließlich roh füttern ist Shandy gesund.

Wie sehr ihn (und uns) das Ganze belastet hat, ist uns erst aufgegangen, als der Kater zum ersten Mal gesund und fröhlich durch die Wohnung tobte und mit einer Schnur fangen spielte. Denn gespielt hatte er zu dem Zeitpunkt schon seit Jahren nicht mehr. Aber auch sonst ist unser Shandy ein kleines Sensibelchen. Im Laufe der Zeit ist es zwar besser geworden, aber früher wurde er jedes Mal krank, wenn ich es wagte für mehr als eine Nacht wegzufahren.

 

Noch immer ist er extrem auf mich fixiert und besteht darauf, dass er derjenige ist, der auf meinem Schoß schlafen darf, wenn ich lesend auf dem Sofa sitze. Sollte ihm eine der anderen Katzen zuvorgekommen sein, dann bringt Shandy seine schlechte Laune unübersehbar zum Ausdruck. Ich vermute, dass irgendwo in seiner Ahnenreihe auch eine asiatische Katze mitgemischt hat, denn anders kann ich mir den feinen Knochenbau und die manchmal doch sehr durchdringende Stimme kaum erklären.

Achja, fotografieren lässt sich der Herr auch nur sehr widerwillig, was dazu führt, dass ich entweder „schlechte Laune“-Fotos oder Schlaffotos von ihm habe. Die einen sind nicht sehr vorteilhaft – und auf den anderen sieht man nur eine schwarze Pelzkugel …

Von Katzen und ihren Eigenarten

Das Leben mit Katzen kann wunderschön sein – und manchmal auch sehr nervenaufreibend.

Bei vier Wohnungskatzen gibt es die eine oder andere Eigenart, die einem das Leben nicht gerade erleichtert. Unsere Grautigerdame ist so neugierig, dass sie wirklich überall hineinkrabbelt. So muss man gut aufpassen, wenn man mal eben einen Karton auf den Dachboden oder in den Keller bringen will oder eine Reisetasche packt.

Einmal ist es wirklich schon passiert, dass sich das Madamchen in einer Tasche versteckte, die dann von mir gründlich geschlossen wurde. So wollte ich meine Sachen bis zum nächsten Morgen katzensicher bereitstellen, bevor ich abreise. Als aber unsere Katze auch zur Fütterungszeit nicht wieder auftauchte, ging die Suche los. Sie ist auch nicht gerade eine gesprächige Katze und hatte lieber meinen Pyjama als alternative Toilette genutzt, als sich lauthals bemerkbar zu machen. So durfte ich dann meine Tasche auspacken, die Waschmaschine anwerfen – und meinen Rucksack für den nächsten Tag packen.

Gelernt hat Madamchen daraus nichts, sie steckt immer noch überall ihre Nase rein und wird regelmäßig irgendwie eingesperrt, wo sie eigentlich nichts zu suchen hätte.