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Deborah-Crombie-Lesetag (2)

Da Sayuri und ich beide bis zum Nachmittag relativ wenig zu tun haben, haben wir beschlossen, dass wir heute mit unserem „Deborah Crombie lesen“ weitermachen. Ich hatte ja schon am Montag die ersten Seiten in „Alles wird gut“, dem zweiten Kincaid-und-James-Roman, gelesen und mich darüber gefreut, dass Gemma James in diesem Band eine größere Rolle spielt. Außerdem ist mir das Opfer Jasmine Dent sympathisch – soweit ich das anhand der kurzen Szenen mit ihr (und der Art und Weise wie die Menschen, die mit ihr bekannt waren, über sie reden) beurteilen kann. Wie schon am Montag gilt auch hier: Wer keine Spoiler zu der Krimireihe lesen möchte, sollte diesen Beitrag einfach ignorieren.

Die Handlung beginnt in „Alles wird gut“ relativ gemächlich. Am Anfang gibt es eine Szene mit Jasmine, die darüber nachdenkt, dass es doch ganz gut sei, dass sie den Gedanken an Selbstmord aufgegeben hat. Durch sie wirft man einen ersten Blick auf die Menschen, die in ihrem Leben eine Rolle spielen, nur um kurz darauf – aus der Perspektive von Duncan Kincaid – ihre Leiche zu finden. Da Jasmine Krebs und nur noch wenige Wochen zu leben hatte, geht ihre Pflegerin anfangs von einem natürlichen Tod aus, während Duncan ein komisches Gefühl hat. Durch Jasmines Freundin Margaret erfahren sie von den Selbstmordplänen (und der Verwerfung derselben durch Jasmine), so dass Duncan eine rechtliche Handhabe für eine Obduktion bekommt.

Für den Leser steht natürlich von Anfang an fest, dass Jasmine ermordet wurde, aber es scheint so gar keinen Verdächtigen oder gar ein Motiv zu geben. Vor allem, wenn man bedenkt, dass das Opfer eh nicht mehr lange zu leben hatte. Gemma wird von Duncan zu den Ermittlungen (anfangs inoffiziell) zugezogen und lernt ihn so mal von einer etwas emotionaleren und privateren Seite kennen (was zum Glück die eine oder andere Illusion über ihren Vorgesetzten zerstört und ihr zeigt, dass er deutlich mehr Schwächen hat, als sie bislang geahnt hatte). Ich mag, dass ihre Perspektive deutlich zeigt, wenn er ihrer Meinung nach Mist gebaut hat, auch wenn sie das ihm – der nun einmal ihr Vorgesetzter ist und den sie noch nicht besonders gut kennt – nicht direkt sagen kann.

Oh, und ich fand auch die kleine Szene zwischen Duncan und seinem Nachbarn sehr berührend. Die beiden wohnen zwar im selben Haus und waren beide – auf ihre Weise – mit Jasmine befreundet, hatten aber vorher kaum etwas miteinander zu tun. Und dann gibt es da diese eine Szene, in der die beiden zusammen Rosen pflanzen und sich zum ersten Mal ein bisschen unterhalten – dieses vorsichtige und höfliche „Annähern“ über die gemeinsame Trauer war schön beschrieben. Dafür, dass ich schon am Montag etwas über diesen Part geschrieben hatte, ist mir doch noch ganz schön viel erzählenswertes eingefallen. Ich greife jetzt erst einmal wieder zum Buch und steige heute bei Seite 110 wieder in die Geschichte ein.

Update 10:45 Uhr

Mir fällt beim Lesen gerade auf, dass es bestimmte Typen gibt, die Deborah Crombie immer wieder aufgreift wie zum Beispiel den arroganten Schönling aus reichem Haus (der aber keinen Pfennig besitzt, weil seine Familie ihn am Gängelband führt). Überhaupt scheint sie – wenn ich mich recht erinnere – in den ersten Romanen gewisse Vorurteile gegen Menschen mit viel Geld zu haben. Auf der anderen Seite gibt es hier schon so einige Szenen, die für mich so typisch für die Kincaid-und-James-Romane sind, wie zum Beispiel die Befragung einer ehemaligen Nachbarin von Jasmine. Ein kurzes Zusammentreffen zwischen Kincaid und dieser alten Frau und schon hat man das Gefühl eine genaue Vorstellung von ihrem Charakter zu haben, gerade diese Momente mit Figuren, die man spontan ins Herz schließt, mag ich sehr. Ebenso wie die Passagen, die man aus Gemmas Perspektive verfolgt, in denen man immer wieder gut sehen kann, dass sie zwischen Minderwertigkeitskomplexen aufgrund ihrer Herkunft (ihre Familie macht es ihr auch nicht leicht, da sie ihre Berufswahl überhaupt nicht verstehen können und glücklicher wäre, wenn sie wie ihre Schwester Friseurin geworden wäre) und Selbstbewusstsein/Authorität aufgrund ihres Berufes und der damit schon erbrachten Leistungen schwankt.

Bevor ich weiterlesen kann, muss ich mich erst einmal ein bisschen um die To-do-Liste kümmern, auch wenn ich lieber weiter Zeit mit dem Buch auf dem Sofa verbringen würde. Ich erinnere mich an überraschend viele Details aus „Alles wird gut“ – nur nicht an den Mörder! Mal schauen, ob meine Erinnerung daran wiederkommt, bevor die Geschichte aufgelöst wird, oder nicht. 😉

Update 14:45 Uhr

Möhren, Gurken-Knäcke und Milchkaffee – so langsam hatte ich richtig Hunger. *g*

Zum „Frühstück“ gab es dann die letzten Seiten von „Alles wird gut“ für mich. Ich bin mir nicht so sicher, was ich von der Auflösung halte. Eigentlich hatte man als Leser alle notwendigen Informationen zur Lösung – vor allem, wenn man darüber nachdachte, wer überhaupt eine Gelegenheit gehabt hätte Jasmine mit einer Überdosis Morphium zu ermorden -, aber ich fand das Motiv recht unbefriedigend. Wieso sollte jemand nach so vielen Jahren, wenn man eh schon weiß, dass die Person in wenigen Wochen an einer wirklich scheußlichen Krankheit sterben wird, einen Menschen ermorden? Nicht, dass ich grundsätzlich verstehen würde, was jemanden zum Mord treibt 😉 , aber nach so langer Zeit so zu handeln und als Grund anzugeben, dass man es nicht ertragen hätte, dass Jasmine ihren Frieden mit ihrem Tod und ihrer Krankheit gemacht hätte. Das ist für mich der unstimmigste Part an der Geschichte. Von diesem Teil abgesehen, habe ich mich mit „Alles wird gut“ wieder sehr wohl gefühlt. Gemma und Duncan bekommen so langsam die für sie typischen Charakterzüge verliehen und es ist schön mitzuerleben, wie sie sich besser kennenlernen und zu facettenreicheren Figuren werden, als sie in „Das Hotel im Moor“ waren. Aber vor allem habe ich die kleinen Szenen genossen, für die Deborah Crombie einfach ein Händchen hat und in denen eine Person mit wenigen Sätzen so dargestellt wird, dass man das Gefühl hat, man würde sie mit all ihren Ecken und Kanten kennenlernen und ins Herz schließen. Diese kleinen (Neben-)Figuren, sind diejenigen, die man auch nach dem Lesen noch ein Weilchen mit sich trägt und die der Grund sind, warum der Kriminalteil einem selbst dann stimmig vorkommt, wenn man das Motiv des Täters nicht so ganz nachvollziehbar findet. 😉

Ich werde jetzt erst einmal abwarten bis auch Sayuri den Roman beendet hat und dann schauen wir mal, wann wir den nächsten (fast) freien Tag zum gemeinsamen Lesen finden. Immerhin kann ich sagen, dass durch diese beiden Lesetage in dieser Woche meine Leselust endlich zurückgekommen ist und ich neben dem nächsten Deborah-Crombie-Roman noch ein paar weitere Bücher aus dem Regal gezoge habe, für die ich mir in den nächsten Tagen Zeit nehmen möchte. 🙂

Deborah-Crombie-Lesetag (1)

Ich hatte schon in meinem SuB-Beitrag zum Monatsanfang erwähnt, dass ich in den kommenden Wochen gemeinsam mit Sayuri mal wieder die Krimis von Deborah Crombie lesen möchte. Wir haben uns für heute verabredet, um zu lesen und uns über das Gelesene auszutauschen und wer keine Spoiler zu der Krimireihe lesen möchte, sollte diesen Beitrag einfach ignorieren. Ganz frei kann ich mir heute zwar nicht nehmen, aber zwischen den verschiedenen Verpflichtungen (etwas Arbeit, etwas Haushalt) komme ich definitiv zum Lesen und werde dann hier darüber schreiben.

Es ist schon einige Jahre her, seitdem ich die ersten Teile der Kincaid-und-James-Krimis gelesen habe und gerade den ersten Band („Das Hotel im Moor“) habe ich nicht so oft gelesen wie einige andere Bücher der Reihe, weil der nicht zu meinen Lieblingsteilen gehörten und ich ihn nur als „ganz okay“ in Erinnerung habe. Ich weiß gar nicht, ob ich damals die Reihe überhaupt nach „Das Hotel im Moor“ weiterlesen hätte, wenn ich nicht von einer Freundin gleich die ersten drei Bände geliehen bekommen hätte. Mal schauen, was ich heute so von „Das Hotel im Moor“ halte und ob mir die Geschichte dieses Mal besser gefällt, als ich sie in Erinnerung habe.

Update 11:00 Uhr

Ich finde es lustig, dass ich gleich auf den ersten Seiten über Sätze stolpere, die mich stutzen lasse, weil ich sie nicht mit Duncan Kincaid verbinde. Zu Beginn der Geschichte ist er müde und überarbeitet und dazu passt eine gewisse Frustration darüber, dass man als Polizist nicht weiß, ob die Beweise, die man gesammelt hat, auch wirklich am Ende für eine Verurteilung einer Person ausreichen. Aber ich habe das Gefühl, dass der Kincaid, den ich „kenne“, nicht so verächtlich über Geschworene denken würde, wie man es hier zu Beginn des Buches lesen kann. Außerdem finde ich es spannend, dass er „ehrgeizig“ auf eine Beförderung hingearbeitet hat. Die Motivation stimmt in dem Absatz (er will keinen reinen Schreibtischjob, sondern aktiv ermitteln), aber Ehrgeiz gehört für mich nicht zu seinem Charakter. Immer wieder interessant, dass ich mich so an Kleinigkeiten aufhängen kann …

Die Handlung beginnt in „Das Hotel im Moor“ mit Duncan Kincaid, der nach Monaten voller Überstunden endlich eine Woche Urlaub machen kann und dafür die Reservierung seines Vetters übernimmt, der ein Apartement in einem Timesharing-Hotel gebucht hatte. Gemma James bekommt man auf den ersten Seiten nur kurz als Duncans Untergebene vorgestellt (inklusive der Info, dass sie rothaarig, intelligent, geschieden, zehn Jahre jünger als Duncan und alleinerziehende Mutter ist) – immer wieder schwierig für Autoren die richtige Balance zwischen Informationsvermittlung und natürlichem Gedankenfluß ihrer Protagonisten zu finden. *g* Ich finde es etwas schade, dass die Situation im Hotel dadurch eingeführt wird, dass Duncan gleich beim ersten Betreten unabsichtlich einen Streit zwischen den beiden Geschäftsführern belauscht. Das ist etwas plump gemacht, bei den späteren Büchern geht die Autorin eindeutig raffinierter vor.

Update 14:00 Uhr

Ich mag es immer wieder, wie Deborah Crombie die verschiedenen Charaktere vorstellt. Es geht nicht ganz ohne Klischees bei ihr, aber eine kleine Szene mit einer Frau am Fenster, ein kleiner Moment beim abendlichen Haarebürsten und schon hat man einen guten Eindruck von der Person gewonnen. Manche sind sympathisch, manche definitiv nicht und bei anderen erkennt man schnell, dass sie zwar nicht unsympathisch sind, aber trotzdem keine einfachen Charaktere. Ich mochte das Mordopfer, auch wenn er mit seiner sarkatischen Art bestimmt einige Menschen vor den Kopf gestoßen hat. Mich stört allerdings der örtliche Leiter der Ermittlungen – so ein richtiger Klischee-„Dorfpolizist“: unfähig, unfreundlich und sehr von sich überzeugt. Und natürlich ist er nicht glücklich damit, dass er mit Kincaid einen Mann von Scotland Yard an seinem Tatort hat. Diesen Typ Polizist greifen eigentlich alle Krimiautoren gerne auf, aber das ändert nichts daran, dass ich ihn nicht mag, auch wenn so ein Ermittler natürlich immer einen guten Grund für die Hauptfigur darstellt, um auf eigene Faust zu ermitteln. Hier ist sich Kincaid immerhin bewusst, dass er weder zuständig ist, noch seine Einmischungen erwünscht sind, weshalb er versucht über seinen Vorgesetzten Zugang zu den Ermittlungen zu bekommen. Gemma spielt bis jetzt kaum eine Rolle – noch etwas, das sich zum Glück im Laufe der weiteren Romane ändert.

Knäckebrot mit Gurke an Roman 😉

Die ersten knapp 100 Seiten von „Das Hotel im Moor“ habe ich bislang in kleinen Pausen zwischen der Arbeit gelesen, aber jetzt gönne ich mir erst einmal eine Stunde „Frühstückspause“, um etwas länger am Stück lesen zu können, bevor ich weiter meine To-do-Liste abarbeite. 😉

Update 16:00 Uhr

Das „etwas länger am Stück lesen“ habe ich dann mal spontan auf fast zwei Stunden ausgedehnt, als ich merkte, dass ich nicht mehr so viele Seiten vor mir hatte und so langsam die Erinnerungen an die Auflösung wiederkamen. Der Kniff mit den beiden „Ablenkungsopfern“ ist relativ alt, aber er sorgt immer wieder für Spannung, weil man beim Lesen die ganze Zeit die Opfer, die möglichen Gründe für ihren Tod und natürlich ihr Umfeld im Hinterkopf behält.

Etwas seltsam fand ich Duncans Bedürfnis nach Nähe. Ich hatte das für „Das Hotel im Moor“ (mir fällt gerade auf, dass nicht einmal ein Moor erwähnt wurde, da hat der deutsche Verlag wohl unabhängig vom Inhalt nach etwas stimmungsvollem gesucht *g*) gar nicht so in Erinnerung, auch wenn eine gewisse Melancholie und Sehnsucht – gerade in den ersten Bänden, bevor er mit Gemma eine Familie gründet – schon zu seinem Charakter gehört. Aber hier hatte ich das Gefühl, er würde jede Frau, mit der er sich gut versteht und die er zusätzlich auch noch attraktiv findet, als potenzielle Partnerin in Betracht ziehen – selbst bei der Ärztin, die verheiratet und zufrieden in ihrer Ehe ist.

Der Krimi leidet definitiv an ein paar Kinderkrankheiten, aber grundsätzlich ist da schon viel von dem drin, was ich bei der Autorin schätze. So hat sich „Das Hotel im Moor“ zügig lesen lassen und mich gut unterhalten, ich mochte viele Figuren und die Art und Weise, wie sie beschrieben wurden, und auch Duncan und Gemma (in den wenigen Szenen, in denen sie vorkam,) zeigten schon eine Menge Züge, die ich an ihnen mag und die die Basis für die Entwicklung der beiden Charaktere (in den kommenden Bänden) bilden.

Es war schön endlich mal wieder ein Buch (so ziemlich) am Stück zu lesen, auch wenn ich mich jetzt definitiv auf meine To-do-Liste stürzen muss, damit ich bis 17 Uhr hoffentlich fertig werde. Ich weiß nicht, ob ich vor dem abendlichen Kochen noch einmal zum Buch greifen werde, aber ich denke, ich werde heute Abend noch mit dem zweiten Deborah-Crombie-Band („Alles wird gut“) anfangen. Der Roman liegt eh bereit, da ich die ersten beiden Bände als Doppelband habe, und ich habe große Lust auf die Geschichte im zweiten Teil. 🙂

Update 22:00 Uhr

Sehr dunkles Foto einer Kartoffel-Zucchini-Zwiebel-Frittata

Es hat ein bisschen gedauert, bis ich mit der To-do-Liste und dem Abendessen fertig war, aber in der letzten Stunde habe ich noch in „Alles wird gut“ gelesen und knapp 100 Seiten geschafft. An diesen zweiten Band der Kincaid-und-James-Krimis erinnere ich mich noch sehr gut, denn hier beginnt für mich das Zusammenspiel zwischen Duncan und Gemma, das für mich die Romane von Deborah Crombie so lesenswert macht, und man lernt die beiden Protagonisten deutlich besser kennen als in „Das Hotel im Moor“ (was bedeutet, dass vor allem Gemma endlich mal ein paar gute Szenen bekommt). Außerdem mag ich das Opfer sehr, denn auch wenn man Duncans Nachbarin Jasmine nur in einer kurzen Szene am Anfang kennenlernt, so dreht sich doch die gesamte Geschichte um sie. Bei jedem Gespräch wird deutlich, was für eine wichtige Rolle sie im Leben der wenigen Menschen gespielt hat, denen sie nahe stand, und wie viel Bedeutung es für diese Menschen hat zu erfahren, ob sie eines natürlichen Todes (natürlich nicht!), durch eigene oder durch fremde Hand gestorben ist. Das einzige, was mich bislang irritiert, ist, dass Duncan immer Jasmines Kater Sid(hi) vergisst – aber nun gut, noch ist er kein Katzenmensch. 😉

Ich werde für heute mit dem Lesen aufhören und nur noch ein bisschen „Animal Crossing“ spielen, bevor es (relativ) früh ins Bett geht. Mir hat das gemeinsame Lesen viel Vergnügen bereitet und ich habe endlich mal wieder ein Buch gelesen. Mal schauen, wann Sayuri und ich Zeit finden, um damit weiterzumachen. 🙂

Lese-Sonntag Juni 2019

Seit dem vergangenen Lese-Sonntag gab es hier von mir ja nicht viele Lebenszeichen und auch heute Vormittag wird es etwas ruhiger bleiben, da ich so verpeilt war und die monatliche Frühstücksverabredung mit der ehemaligen Nachbarin auf den heutigen Tag gelegt habe. Um halb neun geht es aus dem Haus, um mal wieder ein neues Café auszuprobieren. Ich muss zugeben, dass wir ohne diese Verabredungen vermutlich weiterhin nur unser Lieblingscafé aufsuchen würden (allerdings gehen wir auch ohne konkreten Anlass selten ins Café *g*).

Unsere sonntägliches Brettspielen haben wir schon gestrichen, nach einem Vormittag unterwegs werde ich das Knie mit Kühlakkus aufs Sofa legen, statt mehrere Stunden am Tisch zu sitzen. Dafür bekomme ich es hoffentlich am Nachmittag mal wieder mit dem Lesen auf die Reihe, wenn ich mehrere unverplante Stunden am Stück dafür habe. Ein bisschen befürchte ich, dass die Unmengen an Büchern, die ich in den vergangenen Wochen gelesen habe, dafür gesorgt haben, dass ich gerade etwas übersättigt bin. Oder es liegt an den Romanen, die ich gerade lese, dass ich so wenig Lust auf Lesezeit habe. Ich habe mir vor einigen Tagen „Death by Dumpling“ noch einmal rausgezogen und finde die Figuren und die Grundidee mit dem „Asia Village“, in dem ein Mord passiert, eigentlich sehr nett, aber die Handlung dümpelt so vor sich hin und das sorgt dafür, dass ich zwischendurch lieber auf dem eReader einen Cozy, zwei historische Liebesromane und den Anfang eines UF-Romans („Cry Wolf“ von Patricia Briggs) gelesen habe. Letzterer packt mich leider auch nicht so recht, obwohl ich die Mercy-Thompson-Reihe von der Autorin ja sehr mag, aber obwohl „Cry Wolf“ der erste Band einer Reihe ist, scheint es eine Menge Vorgeschichte zu geben, die ich nicht kenne. Nun … das Ganze war ein „umsonst mal zum Antesten mitgenommen“-Buch und wenn ich es nicht beende, ist es auch kein großer Verlust. Oder kennt jemand die Reihe und würde mir ernsthaft empfehlen mir die Kurzgeschichte zu besorgen, in der die Vorgeschichte erzählt wird?

Ähm, wenn ich mir so die Textmenge anschaue, dann würde ich sagen, dass das heute mit dem Kommunizieren schon klappen wird. *g* Ich wünsche euch erst einmal einen schönen Vormittag und melde mich irgendwann um die Mittagszeit wieder, wenn wir wieder Zuhause sind. 🙂

Update 14:30 Uhr

Uff, das war eine sehr schöne Frühstücksverabredung mit sehr leckerem Frühstück (Bagel mit Frischkäse und Rührei mit Käse für mich – leider kein Foto, da ich die Kamera vergessen hatte) und viel Redebedarf. Das Café merken wir uns auf jeden Fall für weitere Verabredungen – genau genommen haben mein Mann und ich vor unseren demnächst anstehenden 13. (uff!) Hochzeitstag dort zu begehen. Das einzige ärgerliche an der heutigen Verabredung waren die Nahverkehrsprobleme, die durch die Sperrung eines Viertels (Straßenfest), die Sperrung eines Streckenabschnitts (Baustelle) und die Sperrung dreier U-Bahn-Haltestellen (Schienenarbeiten) erzeugt wurden. So konnten wir nicht einfach in die Straßenbahn steigen und eine Dreiviertelstunde quer durch die Stadt zum Café fahren, sondern mussten uns mit lustigen Umwegen und diversen Umstiegen zum Café vorarbeiten.

Jetzt drehe ich erst einmal eine Blogrunde und dann schaue ich, welche Lektüre/Beschäftigung ich für den Nachmittag wähle. Ich hoffe, ihr hattet schon mal einen entspannten Vormittag! 🙂

Update 18:00 Uhr

eReader-Foto, das gut zeigt, wie dunkel unser Wohnzimmer mit zugezogenen Verdunklungsvorhängen ist, wenn nur durch einen kleinen Spalt „Leselicht“ hereinfällt. *g*

Die letzten 3 1/2 Stunden habe ich auf der einen Seite online zugebracht (immer wieder erstaunlich, wie viel Zeit dabei draufgeht 😉 ) und auf der anderen Seite die Kurzgeschichte „Alpha und Omega“ runtergeladen (Vielen Dank für den Tipp an Susanne) und gelesen. Die Geschichte gefällt mir besser als der Anfang des Romans und sollte mir genügend Geduld bringen, um mit „Cry Wolf“ weiterzumachen, auch wenn ich auf den „mein Wolf hat beschlossen, dass du seine Gefährtin bist“-Anteil gut hätte verzichten können. Immerhin führt das in dieser Geschichte bislang nur zu einem gesteigerten Beschützerinstinkt … *g* Urban Fantasy ohne Liebesgeschichten wäre mir in der Regel lieber, aber ich mag das Genre so gern, dass ich es lese, obwohl es kaum eine Geschichte ohne gibt.

Bis zum Abendessen werde ich noch etwas weiterlesen und danach vermutlich etwas mit meinem Mann fernsehen (und dabei „Blümchen gießen“ – habe ich schon erzählt, dass in acht Monaten das nächste „Animal Crossing“-Spiel erscheinen wird *freu*?).

Update 21:00 Uhr

Bohnen-Erbsen-Möhrensuppe mit Perlgraupen (von gestern). 😉

Da mein Mann heute „gekocht“ hat, wurde unser üblicher Rhythmus etwas auf den Kopf gestellt, also habe ich während der Kochzeit und nach dem Essen weiter in „Cry Wolf“ gelesen und muss zugeben, dass mir die Geschichte mit dem Wissen aus dem Prequel besser gefällt. Außerdem kann ich nun sagen, dass meine Weiße-Bohnen-Suppe auch aufgewärmt schmeckt (einfrieren traue ich mich mit den weißen Bohnen trotzdem nicht – ist das nur ein Vorurteil oder tief vergrabenes Wissen über weiße Bohnen?) und wir haben gerade ein vor ein paar Tagen aufgenommene Quiz-Sendung laufen, zu dem ich „Animal Crossing“ gespielt habe.

Mein Animal-Crossing-Charakter darf in diesem Sommer barfuß rumlaufen. 😉

Da ich heute nicht mehr viel anderes als tun werde, als das Quiz zuende zu schauen und danach vielleicht noch etwas zu lesen, ist das mein letztes Update für heute. Mein Tag war auf jeden Fall entspannt und so mag ich meine Sonntage. 🙂

Ich hoffe, ihr habt euren Lese-Sonntag ebenfalls genossen und mit Tätigkeiten und Geschichten gefüllt, die euch gut getan und gut unterhalten haben. 🙂

Heutige Mitleserinnen:

Natira
Sayuri
Ariana

Lese-Sonntag Mai 2019

Gestern wurde es dank des ESCs etwas später, was bedeutet, dass ich gerade noch nicht so richtig wach bin. Immerhin war es mal wieder lustig die Bemerkungen in meiner Timeline zu den verschiedenen Songs zu lesen – während die Songs selber in der Regel keinen großen Eindruck hinterlassen haben …

Irgendwie war ich in den letzten zwei Woche nicht ganz so fit (keine Ahnung, was ich mir da eingefangen hatte), aber das war okay, denn ich wollte eh nur mit der Nase im Buch versinken und mal eine Weile nichts anderes sehen und hören. 😉 Nachdem ich viel Zeit mit Kinder-, Jugendbüchern und Liebesromanen verbracht habe, bin ich in den letzten Tagen wieder bei Urban Fantasy gelandet. Genau gesagt habe ich mir meinen Vorrat an ungelesenen Mercy-Thompson-Romanen von Patricia Briggs vorgenommen und entspanne mich beim Lesen ganz wunderbar. Aktuell bin ich beim zehnten Band der Reihe („Silence Fallen“) und werde damit auch heute weitermachen.

Außerdem haben mein Mann und ich für heute wieder eine Spielrunde geplant, die wohl etwas länger werden wird. Beim letzten Mal haben wir endlich die erste Herausforderung beim „Hellboy“-Brettspiel erfolgreich beendet, also haben wir uns für heute ein etwas längeres Zufallsszenario vorgenommen. Mir macht das Spiel wirklich Spaß, aber man hat als Spieler relativ wenig Einfluss darauf, ob man erfolgreich aus einer Herausforderung geht, da so viel von den gezogenen Karten und dem Würfelglück abhängt. Eigentlich würden wir auch gern mal wieder „Gloomhaven“ spielen, aber erst einmal wollten wir bei „Hellboy“ etwas regelfester werden, damit wir nicht ständig die diversen Sonderregeln nachschlagen müssen. Nun, mal schauen, was der Tag sonst noch bringt, erst einmal stecke ich meine Nase wieder in mein Buch. 😀

Update 11:00 Uhr

Irgendwie schaffe ich es an den Lese-Sonntagen immer die ersten Stunden des Tages online zu verbringen und nicht so viel Zeit mit Lesen. 😉 Dafür ist der Feedreader geleert und es gibt schon ein paar Mitleserinnen 🙂 und mein Mann und ich haben nebenbei über alles Mögliche geschwatzt. Bevor ich jetzt (wieder) zum Buch greife und endlich erfahre, ob Mercy der Ausbruch gelingt und sie vor ihren Kidnappern fliehen kann, muss ich aber erst einmal in die Küche wandern und den Berg mit Abwasch in Angriff nehmen, der sich seit gestern einfach nicht von selber erledigt hat. Ich weiß auch nicht, wie an einem Tag so viel dreckiges Geschirr entstehen kann, wenn ich doch nur auf dem Sofa sitze und lese … 😉 Danach gibt es dann auch Frühstück für mich, darauf hatte ich bislang noch keine Lust.

Update 13:30 Uhr

UF-Roman an Frühstück. 😉

Nachdem ich mich eben zum Abwasch aufgerafft hatte, kam mir noch die Idee, ich könnte spontan Kuchen für heute Nachmittag backen (schließlich waren da noch vier Eier, die aufgebraucht werden mussten). Danach gab es dann aber wirklich Frühstück für mich und noch ein paar Kapitel in „Silence Fallen“. Mercy ist inzwischen ihrem Entführer entkommen und in Prag gelandet, was für einen Koyoten nicht gerade eine vertraute Umgebung ist. Irgendwie bin ich mir sicher, dass die Geschichte sich nun nicht nur um ihre Entführung und die damit verbundenen politischen Entwicklungen drehen, sondern in Prag auch noch ein paar Dinge extra passieren werden. Immerhin weiß ich schon, dass der örtliche Alpha-Werwolf sehr, sehr alt ist (und Mercy hat als Kind beängstigende Gerüchte über ihn gehört) und sie ist schon dem Geist eines Golems begegnet. *g* Bevor ich aber weiterlese, gibt es erst einmal die geplante „Hellboy“-Runde. Aus dem Nebenzimmer kamen eben schon Beschwerden, dass unser Tisch heute eigentlich nicht ausreicht, weil das Szenario etwas größer ist dieses Mal …

Update 16:00 Uhr

Drei Froschmonster im Kampf gegen drei Agenten, während der Bossgegner aus dem Hinterhalt schießt. *g*

Die heutige „Hellboy“-Runde ging deutlich schneller, als wir erwartet hatten. Aber seitdem wir mit drei Charakteren spielen (wobei wir den dritten Charakter gemeinsam verwalten), geht es deutlich einfacher als zu zweit. Außerdem hatten wir ziemliches Glück beim Würfeln und konnten uns gegenseitig gut unterstützen (also Heilung oder Verstärkung bei Angriffen liefern). Die Aufgabe selber fand ich ziemlich lustig. Wir mussten einen antiken unterirdischen Tempel erkunden und stießen dort – natürlich – auf Monster bzw. am Ende auf Rasputin. Was wir vorher nicht wussten, war, dass sich die Räume verändern würden, wenn wir bestimmte Punkte untersuchten. So mussten wir während des Spiels zweimal das Spielbrett komplett umbauen – was uns aber am Ende wirklich zu Gute kam, weil wir so relativ ungehindert zum Endkampf stürzen konnten. *g*

Abe Sapien und der unterridische Tempel. 😀

Das nächste Szenario haben wir schon rausgesucht, aber so langsam würde ich wirklich gern wieder „Gloomhaven“ spielen, bevor es dafür während des Sommers in unserer Wohnung zu heiß wird.

Jetzt gibt es aber erst einmal Kuchen und danach greife ich wieder zum Buch. 🙂

Update 18:30 Uhr

Kirsch-Clafoutis

Lecker Kuchen und unterhaltsames Buch – ich bin mit den letzten Stunden wirklich zufrieden. 😉 Falls ihr euch wundert, wieso es hier schon wieder (also im monatlichen Abstand *g*) Clafoutis gibt: Er ist schnell zubereitet und ich hatte eh noch vor das Rezept an meine aktuellen Ofenprobleme anzupassen. In zwei kleinen, statt einer großen Form und mit einer höheren Backtemperatur klappt er hervorragend und ich könnte die kleinere Form theoretisch mit dem Kuchen einfrieren, wenn wir den Rest nicht morgen Abend zum Nachtisch essen würden. Ansonsten sieht Mercy momentan in Prag eine Menge Geister, was für sie nicht ganz so ungewöhnlich wäre, wenn es nicht seltsame Nebenwirkungen gäbe, die durch die Begegnung mit dem Golem entstanden sind.

So langsam wird es Zeit in die Küche zu wandern und mit dem Kochen anzufangen, aber bevor ich das mache, schaue ich noch mal, wie es den anderen heute ergangen ist. 🙂

Update 21:30 Uhr

Scharfer Kichererbsen-Eintopf

Zwischen Bloglesen und Kochen bin ich doch glatt noch für eine halbe Stunde auf dem Sofa eingeschlafen, die kurze Nacht macht sich bemerkbar, sobald ich mal nichts tue. *g* Zum Essen (eine scharfen Eintopf mit Kartoffeln, Kichererbsen und Paprika) gab es dann die erste Folge einer Dokumentationsreihe über asiatisches Streetfood. Wir kannten die vorgestellte Köchin aus Bangkok zwar schon (von einer Phil-Folge?), aber es war trotzdem spannend mehr über sie als Person und Streetfood in der Stadt zu erfahren. Danach habe ich „Blümchen gegossen“ und sehr viel mehr werde ich heute Abend nicht mehr tun. Vielleicht lese ich nach meiner gleich folgenden Blogrunde noch ein paar Seiten, aber grundsätzlich plane ich heute früh(er) ins Bett zu gehen.

Meine Animal-Crossing-Nachbarin hat mir ein Geschenk gemacht. *g*

Es war wieder sehr nett mit euch! Wir lesen uns hoffentlich (spätestens) im kommenden Monat wieder. 🙂

Heutige Mitleserinnen:

Natira
Neyasha
Kiya

Lese-Sonntag im Februar 2019

Heute ist wieder der dritte Sonntag im Monat und somit Lese-Tag! Bei mir wird es heute neben den Lesestunden, die ich mir einräumen werde, etwas weniger berechenbar zugehen als sonst, da wir gegen Mittag meine Schwägerin erwarten, die über Nacht bleiben wird. Allerdings bedeutet dies auch, dass mein Mann heute mehrere Stunden mit seiner Schwester unterwegs sein wird, was von mir definitiv für ungestörte Lesezeit genutzt wird. 😉 Da ich in der Woche kaum Zeit gefunden habe mich in die amüsant-absurde Welt des Mocklore-Universums zu verlieren, werde ich weiter in „Splashdance Silver“ von Tansy Rayner Roberts lesen. Von dem Buch hatte ich beim „Faschingslesen von Lyne und Neyasha“ am vergangenen Sonntag schon erzählt und ich freu mich darauf weiter darin zu lesen. Ansonsten liegt auch noch „The Ravenmaster“ von Christopher Skaife in Reichweite – ich folge dem Ravenmaster des Tower of London schon seit einigen Jahren auf Twitter und bin immer wieder hingerissen von seinen Rabenfotos und seiner Vertrautheit mit den Vögeln.

Update 10:00 Uhr

Seit dem Aufstehen habe ich nur wenig Zeit mit Lesen verbringen können, aber ich die Passagen, die ich gelesen habe, fand ich wieder wunderbar absurd und amüsant. Aktuell begleitet ich eine Reisegruppe, die von einer Songwitch/Piraten-Prinzessin angeführt wird und zu der noch ihr Biograf, ein ergeizloser Dieb mit einer Schubkarre voller Silber, ein verräterischer Schwertkämpfer, ein (aktuell sichtbares) Mitglied der unsichbaren Armee, ein (ehemaliger) Pirat/Gargoyle/Monster und ein grünes geflügeltes Schaf gehören. Diese bunte Gruppe ist gerade auf einem Geister-Piratenschiff und steht kurz davor drei Göttinnen zu treffen, die nicht gerade den besten Ruf haben. 😉

Außerdem habe ich festgestellt, dass ich gestern wohl nicht sehr viel Zeit in der Küche verbracht habe. Zumindest hatte ich ziemlich erfolgreich verdrängt, dass da noch Wäsche auf mich wartet, die endlich mal zusammenfalten sollte, und auch eine Runde Abwasch wäre noch fällig. Aber beides kann warten, bis mein Mann und seine Schwester unterwegs sind. Die letzten Tage waren recht gut gefüllt und so langsam sorgt das dafür, dass ich zu viel im Kopf habe, um automatisch meinen Alltagskram auf die Reihe zu bekommen.

Update 12:45 Uhr

Nach dem Schreiben meines letzten Updates hat mein Mann mich etwas abgelenkt, da er während seines Frühstücks auf NHK World eine japanische Dokumentation über die Kodama Whorl Snail gefunden hat und die war wirklich sehr spannend. Die Schnecke stammt anscheinend ursprünglich von Hokkaido, ist aber auch deutlich weiter im Süden auf den Ogasawara-Inseln zu finden und es ist faszinierend zu sehen, wie sehr sich die Schnecke allein auf der Insel Minami Iwo-To von ihrer Ursprungsform in Hokkaido unterscheidet, weil sie sich deutlich den fünf unterschiedlichen Ebenen angepasst hat. Ich wünschte, wir hätten ein detailliertes Programm von dem Sender, da stolpern wir immer wieder über spannende Dokus, aber leider nur zufällig, weil es immer nur grobe Programmüberblicke gibt, die nicht viel zu den gesendeten Sachen aussagen. (Immerhin hat mein Mann noch rechtzeitig entdeckt, dass es da heute auch eine Doku über „The Songs of Studio Ghibli“ gibt – was wir dann aufnehmen werden. *g*)

Und dann traf auch schon unser Besuch ein und wir haben uns gegenseitig auf den neusten Stand gebracht und die Zeit bis zum Aufbruch der beiden mit Schwatzen verbracht. Ich hoffe, mein Mann und seine Schwester haben heute viel Spaß. Während seine Schwester regelmäßig ihre Fußballmannschaft im Stadion anfeuert, kommt mein Mann – dank des Gewinns von VIP-Karten – heute zum ersten Mal in den Genuß von Stadion-Atmosphäre und dabei kann er mit Fußball nicht mal etwas anfangen. 😉 Ich werde jetzt erst einmal eine kleine Online-Runde drehen, dann das Gästebett fertig machen und dann für den Rest des Nachmittags mit meinen Büchern aufs Sofa fallen.

Update 15:30 Uhr

Von der Hausherrin kritisch inspiziertes Gästebett.

Uff, dieses Wetter ist unglaublich. Da sich unsere Wohnung bei Sonnenschein schnell aufwärmt, haben wir seit ein paar Tagen tagsüber die Heizung nicht an und das im Februar! Um mal das Positive daran zu sehen: Ich bin gespannt, wie hoch dann im kommenden Jahr die Nebenkostenrückerstattung ausfällt. Ansonsten habe ich inzwischen alles noch anstehende an Haushalt inklusive Abwasch geschafft, das Gästebett gerichtet und mir einen Milchkaffee gekocht, der den „Glückskeksen“ Gesellschaft leisten darf, die ich heute mitgebracht bekommen habe.

Da ich heute Abend Essen mitgebracht bekomme, kann ich mich nun wirklich für den Rest des Tages einmuckeln und in Ruhe lesen. Was bedeutet, dass ich jetzt erst einmal zu „The Ravenmaster“ greife und mir von ihm etwas über die Raben im Tower of London erzählen lasse.

Oh, und weil ich gerade mit einer für mich neuen Art des Kaffeekochens experimentiere, lasse ich hier mal ein Foto davon da:

Wer braucht schon einen Kaffeefilter, wenn man auch improvisieren kann?

Die Lösung mit kleinem Sieb und Baumwolltaschentuch funktioniert überraschend gut, geht schneller als das Kochen von Espresso mit der kleinen Kanne, ich verbrauche weniger Espressopulver und kann genau die Menge kochen, die ich auch benötige. *g*

Update 18:45 Uhr

Die Stunden seit dem letzten Update habe ich vor allem mit „The Ravenmaster“ verbracht, während ich parallel dazu eine Zeitlang meiner Pflicht als Katzenmöbel nachkam. 😉 Bislang fand ich Christopher Skaifes Buch über seine Arbeit sehr unterhaltsam und informativ. Er erzählt halt von seinem Arbeitsalltag, von den Raben, von der langen Geschichte und vom Leben des Towers. Man merkt, dass ihm die Vögel am Herzen liegen und dass er es gewöhnt ist tagtäglich mit vielen Menschen über seinen Job und die Tiere zu reden. Grob orientiert sich der Aufbau seines Buches – soweit ich das bislang sagen kann – an seinem Tagesablauf, aber er mäandert beim Erzählen ein bisschen durch verschiedene Themengebiete, was das Ganze wirklich gut lesbar macht. Vor allem mag ich es, dass er diverse Dinge anspricht, über die ich mir vorher nie Gedanken gemacht habe wie zum Beispiel die Füchse, die sie im Tower genauso rumtreiben wie in jedem anderen Bereich von London.

Da die beiden „Fußballfans“ gerade auf dem Rückweg sind und mir mein Abendessen (Pizza vom besten Italiener des Viertels) mitbringen werden, aktualisiere ich jetzt mal meinen Beitrag und drehe dann bis zum Essen eine kleine Blogrunde und schaue, ob sich im Laufe des Nachmittags bei den anderen was getan hat. 🙂

Update 21:15 Uhr

Bei sehr leckerer Pizza und einem kleinen Mitbringsel (eine grüne „Milchschnitte“ mit Pistazien) aus der VIP-Lounge habe ich mir erst einmal von meiner Schwägerin und meinem Mann von ihrem Nachmittag erzählen lassen. Und da die beiden sehr viel zu erzählen hatten, habe ich nach dem Essen auch noch zum Strickzeug gegriffen. Als es so schien, als ob der Erzählfluss etwas versickern würde, gab es noch das abendliche „Blümchen gießen“, was sich ebenfalls gut als Begleitung eignet, wenn einem sehr viel erzählt wird. 😉 Zusammengefasst kann ich sagen, dass die beiden wohl kein einziges Tor mitbekommen haben, weil sie relativ wenig Zeit mit Blick aufs Fußballfeld verbracht haben und stattdessen ausführlich die verschiedenen und sehr leckeren Gänge des Buffets gewürdigt haben. (Die Erkenntnis des Tages ist anscheinend, dass man, wenn man sich viel zu voll fühlt, weil man Donauwelle auf all die anderen Gänge gestopft hat, nur eine Runde Frankfurter Würstchen benötigt, um das Völlegefühl in den Griff zu bekommen. Oo)

Für mich ist das hier heute das letzte Update des Tages, statt zum Buch werde ich wieder zum Strickzeug greifen und noch etwas die Gesellschaft genießen. Vielleicht schaffe ich vor dem Schlafengehen noch eine kleine Runde – ansonsten schaue ich morgen Mittag, wie es euch in den letzten Stunden des Tages gegangen ist. Es war auf jeden Fall schön, dass sich heute so viele am Lesetag beteiligt haben! Ich hoffe, ihr hattet alle einen schöne Sonntag und könnt einen guten Start in die Woche genießen! 🙂

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Heutige Mitleserin:

Natira
Kiya
Ariana
Sayuri
Sunny

Faschingslesen mit Lyne und Neyasha

Lyne und Neyasha verbringen an diesem Wochenende zwei Lese-Tage miteinander und nachdem ich die Ankündigung dazu gesehen hatte, wollte ich mich gern anschließen, auch wenn der gestrige Tag schon verplant war. Aber heute klappt es mit ein paar Lesestunden, die ich hoffentlich zum Großteil mit dem „Mocklore Box Set“ von Tansy Rayner Roberts verbringen werde. Obwohl die Autorin mit ihrem Humor und all den fantastischen Elementen in ihren Geschichten genau meinen Geschmack trifft, dauert es doch etwas bis ich die insgesamt 1356 Seiten gelesen habe. Vor allem, da ich aktuell gerade erst beim ersten Roman („Splashdance Silver“) bin und mich die Mocklore-Welt stellenweise noch etwas verwirrt. Aber es gibt eine „Songwitch“ und Piraten und Magie und skrupellose Schwertkämpfer und sie alle sind hinter dem Schatz eines verstorbenen, legendären Piratenkapitäns her.

Update 14:30 Uhr

Heute läuft bei mir und meinem Mann alles etwas langsamer, da wir beide so müde sind. Das ist auch der Grund dafür, dass die heutige Brettspielrunde ausfällt (und die Tatsache, dass mein Mann sich die Switch geschnappt hat und CivVI spielt 😉 ). Dafür muss ich zugeben, dass meine aktuelle Lektüre perfekt für einen etwas müden Lesetag ist, an dem ich keiner komplizierten Handlung folgen mag und mich nur entspannen will, während alle anderen angefangenen Bücher gerade etwas mehr Aufmerksamkeit benötigen. So werde ich wohl noch eine Weile weiter auf der Suche nach dem Piratenschatz sein und all die absurden und seltsamen Einfälle von Tansy Rayner Roberts genießen. Zuletzt habe ich gelernt, dass die Fauna in dem Mocklore-Universum zu schnellen und unerwarteten Mutationen neigt und die dort lebenden Bergziegen deshalb beschlossen, dass sie, wenn sie schon irgendwann mutieren, gezielt bestimmte Elemente als Schwerpunkt setzen. Was irgendwie gegen eine unerwartete Mutation spricht, aber zu sehr praktischen Ergebnissen geführt hat, was nun der Grund ist, warum einer der Nebencharaktere in einer Kutsche unterwegs ist, die auf den Rücken von vier riesigen Bergziegen getragen wird.

Und dann sind da noch die tanzenden Feuergeister und ihr heißer Talentwettbewerb oder die frisch an die Macht gekommene Kaiserin (die schon die vierte Person ist, die in diesem Jahr diese Position innehat, aber im Gegensatz zu ihren Vorgängern will sie nicht mit beiden Händen das Gold der Schatzkammer verprassen, bis sie von ihrem Nachfolger ermordet wird, sondern ist fest entschlossen, die Position zu behalten und Geld aufzutreiben, um die geleerte Schatzkammer wieder zu füllen). Alles sehr seltsam und sehr lustig und obwohl die Hälfte der vorkommenden Personen Piraten (oder Diebe, Betrüger usw.) sind und die andere Hälfte ebenfalls auf der Suche nach dem verlorenen Piratenschatz, gab es noch kein einziges Schiff in der Geschichte. 😉

Update 19:45 Uhr

Dafür, dass ich heute auch viel auf Twitter unterwegs war und zwischendurch ein Nachmittagsschläfchen eingelegt hatte, bin ich ganz schön weit in meinem Buch gekommen. Aber ich werde noch eine ganze Weile damit zu tun haben. Eigentlich ist es ja auch „nur“ mein Nebenbei-Buch für die Stunden, die ich unterwegs bin oder zu müde und unkonzentriert für eines der anderen angefangenen Bücher. Nur gut, dass ich inzwische weiß, dass dieses Parallellesen langfristig doch auch dafür sorgt, dass ich all die Titel, die ich eigentlich sofort lesen will, fertig gelesen bekomme. 😉

Ansonsten ist inzwischen der stürmische Dauerregen des Tages einem wunderschönen Nachthimmel gewichen und ich sitze geduscht im Pyjama auf dem Sofa und warte darauf, dass das Abendessen (ein „Rübli-Auflauf“) aus dem Ofen kommt. Sehr viel werde ich nach dem Essen wohl nicht mehr auf die Reihe bekommen – vor allem, da ich früh ins Bett muss, um morgen früh meinen „Handwerkerdienst“ anzutreten, wenn im Keller gewerkelt wird. Mal schauen, wie das so wird, wenn wir ein paar Stunden weder Wasser noch Heizung haben …

Ich wünsche euch auf jeden Fall noch einen schönen Abend und einen entspannten Start in die Woche. Danke an Lyne und Neyasha für den Lesetag! Es war heute sehr gemütlich mit euch! 🙂

Lese-Sonntag im Januar 2019

Nachdem ich Anfang des Jahres meine Lesebrille kaputt gemacht hatte, bestand der Januar vor allem aus dem Lesen von Manga und kurzen eBooks. Kaum war die neue Brille im Haus, habe ich mich auf das „Abarbeiten“ der Bibliotheksbücher gestürzt und nun bin ich so langsam wieder bereit mich meinem SuB zuzuwenden. Angesichts der Tatsache, dass dieser dank der einen oder anderen Bücherlieferung in der vergangenen Woche schnurstracks auf die 100 zusteuert, ist es nur gut, dass heute wieder der dritte Sonntag im Monat und somit der erste Lese-Sonntag im Jahr 2019 ist. Mein Tag wird vermutlich wie an den meisten anderen Lese-Sonntagen aus ein bisschen Lesen, nachmittags mit meinem Mann ein Brettspiel spielen und ansonsten viel zu viel Zeit im Internet verbringen bestehen. 😉 Aber erst einmal starte ich mit „Mistletoe and Murder“ von Robin Stevens in den Tag, wenn ich nicht doch noch spontan zu einem der beiden anderen angefangenen Bücher („Girl Squads“ von Sam Maggs und „Dreadful Young Ladies and Other Stories“ von Kelly Barnhill) greife – ich bin momentan nicht gerade entscheidungsfreudig …

Update 9:30 Uhr

Die letzten Stunden habe ich doch wirklich etwas in „Mistletoe and Murder“ gelesen. Eigentlich wollte ich den Roman schon um Weihnachten anfangen, aber der Januar ist auch noch okay, um einen Krimi zu lesen, der rund um die Weihnachtszeit spielt. Dieses Mal sind Daisy und Hazel in Cambridge zu Besuch und messen sich bei der Lösung eines Falls mit ihren Rivalen, den „Junior Pinkertons. Ich mag es sehr zu verfolgen, wie sich die beiden Mädchen im Laufe der Reihe entwickeln und welche Charaktere dazu kommen – überhaupt habe ich das Gefühl, dass die „Murder Most Unladylike“-Romane im Laufe der Zeit besser geworden sind, was man ja leider nicht von jeder Reihe sagen kann.

Außerdem habe ich noch ein bisschen zum Thema „Muscheltaucherinnen“ informiert. Ich habe gestern den „Haenyeo“-Eintrag in „Girl Squads“ gelesen und mich die ganze Zeit gefragt, ob ich vor einigen Jahren über diese koreanischen Frauen oder – wie ich es in Erinnerung hatte – über eine Gruppe Japanerinnen eine Dokumentation gesehen hatte. Inzwischen weiß ich, dass ich wirklich über die japanischen Ama einen Film sah und dass ich deshalb so verwirrt war, als Sam Maggs im Text erwähnte, dass die Haenyeo heutzutage nicht mehr die traditionelle Baumwollkleidung zum Apnoe-Tauchen tragen, sondern Taucheranzüge und dass das ganz neue Probleme mit sich bringt. Oh, „Girl Squads“ ist übrigens ein Sachbuch, in dem die Autorin Frauen vorstellt, die gemeinsam etwas Bemerkenswertes erreicht oder getan haben. Das Buch ist aufgeteilt in die Bereiche „Athlete Squads“, „Political and Activist Squads“, „Warrior Squads“, Scientist Squads“ und „Artist Squads“ und ich bin bislang noch ganz am Anfang, fand aber den Ansatz, dass nicht eine einzelne Frau vorgestellt wird, sondern mehrere Gruppen, deren Zusammenarbeit historisch interessant waren, reizvoll.

Jetzt sollte ich mir aber wohl erst einmal ein Frühstück machen, bevor ich mich weiter mit meinen Büchern beschäftige. 😉

Update 12:00 Uhr

Zum Frühstück gab es weitere Kapitel in „Mistletoe and Murder“ für mich (bislang noch kein Mord, aber er wird kommen!) und danach musste ich mich erst einmal um Christie kümmern, die zur Zeit sehr bedürftig ist. Momentan kann ich nicht mal im Bad verschwinden, ohne dass sie vor der Tür lauert und darauf wartet, dass ich wieder rauskomme und mit ihr zum Sofa gehe, um dort für sie als Liegefläche zu fungieren. Sie will nicht mal bespielt werden (oder gar geschmust), aber sie besteht darauf, dass ich viel Zeit mit ihr auf dem Sofa liege, damit sie es warm und kuschelig hat. In der Woche konnte ich das noch verstehen, weil wir wieder einen Handwerker im Treppenhaus hatte und die Geräusche für sie natürlich nicht einordbar und deshalb verstörend sind. Aber so langsam wird mir unser Kätzchen da ein bisschen zu fordernd, vor allem, da sie es sich auch angewöhnt hat nachts sofort Aufmerksamkeit zu verlangen, sobald wir ins Bett gegangen sind. Da wünschte ich mir wirklich, sie hätte es sich nicht vor ein paar Jahren abgewöhnt mit ins Bett zu krabbeln, sondern würde sich dann einfach zu uns gesellen und in Ruhe schlafen lassen …

Oops, mein „passt nicht mehr ins Regal“-SuB ist im Hintergrund deutlich zu sehen. *g*

Update 13:45 Uhr

Sehr viel ist in den letzten zwei Stunden nicht passiert, aber bevor ich mich mit meinem Mann zu unserer sonntäglichen Brettspielrunde zurückziehe, wollte ich hier noch ein kleines Lebenszeichen von mir geben. 😉 Bislang habe ich die Mittagszeit vor allem mit Lesen (weiterhin „Mistletoe and Murder“) Carola-Dunn-Titeln-Recherchieren verbracht – wenn ich demnächst eine große Bestellung in Großbritannien aufgebe, dann seid ihr daran Schuld! 😉

Was Christies Verhalten angeht, so denke ich, dass sie gerade nicht nur Probleme mit dem Handwerker hat, sondern auch etwas gestresst war, weil wir Anfang der Wochen viel unterwegs waren und sie ungewöhnlich häufig allein gelassen haben. Sie ist ja doch daran gewöhnt, dass ich so gut wie den ganzen Tag daheim bin. Außerdem müsste so langsam die Wirkung des Kortisondepots nachlassen (zumindest sind seit der Spritze drei Monate vergangen), was sich zwar noch nicht damit bemerkbar macht, dass sie sich ständig kratzt, aber Grund für ihre Unruhe sein könnte …

Die nächsten Stunden wird das Kätzchen aber leider wieder auf meine Sofapräsenz verzichten müssen, denn ich habe einen Laden zu eröffnen und Abenteurer mit Waffen und anderen Items auszustatten, damit sie die Stadt vor Monstern schützen können! *g*

Update 17:00 Uhr

„Bargain Quest“ war wieder sehr lustig – ich hatte das Spiel viel zu lange nicht mehr gespielt, während mein Mann das momentan regelmäßig mit zur Arbeit nimmt, um sich danach mit Kollegen zum Spielen zusammenzusetzen. Die erste Runde verlief für mich ziemlich katastrophal, weil ich zwar schöne Items für den Verkauf hatte, aber die Helden entweder kein Geld hatten oder mit meinem Angebot nichts anfangen konnte – lustigerweise waren sie insgesamt trotzdem stark genug, um die Monster, die die Stadt bedrohten, zu killen, so dass die erste Runde auch schnell vorbei war. In der zweiten Runde haben wir doppelt so viele Anläufe gebraucht, um die Gegner zu vernichten, dafür habe ich mit meinem Laden sehr, sehr viel Geld verdient, was meine Krämerseele sehr gefallen hat. 😉

Bis es Zeit zum Kochen ist, werde ich jetzt noch eine Blogrunde drehen und dann meine Nase in „Dreadful Young Ladies and Other Stories“ von Kelly Barnhill stecken. Bislang hatte ich nur die erste Geschichte („Mrs. Sorensen and the Sasquatch“) der Anthologie gelesen und das nun schon zum dritten Mal, weil ich den Text online schon zweimal vor der Nase hatte. Jetzt bin ich gespannt, wie mir „Open the Door and the Light Pours Through“ gefällt.

Update 22:00 Uhr

Ich mochte die Geschichte „Open the Door and the Light Pours Through“ sehr gern, auch wenn ich das Ende etwas sehr skurril fand. Der Anfang ist schon mal sehr cool, wenn man verfolgen kann, wie sich ein Mann und seine Frau gegenseitig Briefe schreiben, nachdem er sie wegen der Amerikaner im weltkriegsgeplagten London zu seiner Familie aufs Land geschickt hat. Nach jedem Brief gibt es eine Passage mit den Dinge, die sich die beiden nicht geschrieben haben, die sie aber beschäftigen, und irgendwann kommt der Punkt, an dem er Briefe erhält, die anscheinend nicht mit der normalen Post gekommen sind … Nach der Geschichte bin ich dann doch etwas eingedöst, dabei hatte ich mir fest vorgenommen, dass ich heute nicht wieder beim Lesen einnicke. Immerhin war es nur eine Viertelstunde und dann ging es auch schon ans Kochen. Ich mag diesen Kartoffel-Kichererbsen-Paprika-Eintopf total gern und das Beste daran ist nicht nur, dass er gut schmeckt, sondern dass er auch einfach zu machen ist. *g*

Zum Abschluss des Abends gab es noch den Film „Adventures in Babysitting“ (oder auch „Die Nacht der Abenteuer“). Der Film ist total albern und die 80er-Jahre-Kostüme sind definitiv nicht gut gealtert, aber für mich ist das ein Wohlfühlfilm. Zum Großteil liegt das daran, dass ich den Soundtrack so sehr mag und da es die Musik nicht auf CD gibt (wenn ich nicht gerade über hundert Euro für eine CD investieren will), habe ich mir Ende letzten Jahres mal die relativ günstige DVD gegönnt. Mein Mann kannte den Film noch nicht – ich habe keine Ahnung, wie ihm der entgehen konnte, wo ich den in den letzten Jahren doch immer mal wieder auf Video geschaut hatte – und fand ihn anscheinend nett genug, um ihn aufmerksam bis zum Ende zu schauen. Ich hingegen habe nebenbei etwas gesurft und kommentiert, „Blümchen gegossen“, mit den Füßen zur Musik gewippt und spontan Textpassagen zitiert. Ich kenne den Film definitiv viel zu gut. 😉

Jetzt werde ich nur noch ein paar Seiten lesen und dann ins Bett fallen. Ich habe mich gefreut, dass wir heute wieder mit mehreren Leuten beim Lese-Tag dabei waren und dass ihr euch alle anscheinend wirklich gemütlich gemacht und den Tage genossen habt. Habt einen guten Start in die Woche! 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Natira
Neyasha
Kiya
Sayuri

Lese-Sonntag im Dezember

Momentan leide ich wirklich unter einem akuten Anfall von „Wie schnell die Zeit vergeht!“. 😉 Heute ist also schon der dritte (Advents-)Sonntag im Dezember (nur noch zwei Wochen und das Jahr ist schon wieder vorbei) und damit auch der letzte Lese-Sonntag in diesem Jahr. Was bedeutet, dass wir nun schon seit über einem Jahr regelmäßig den dritten Sonntag im Monat als Lese-Sonntag miteinander verbringen – schön, dass sich das so bewährt hat! Ich gehe mal davon aus, dass das im kommenden Jahr so weiterläuft, oder?

Was den heutigen Lesetag angeht, so habe ich bislang so gar keine Pläne. Nachdem es mir in der vergangenen Woche eigentlich wieder gut ging, hat mich Freitagabend die/eine Erkältung wieder erwischt, was dafür gesorgt hat, dass ich die Hälfte des gestrigen Tages auf dem Sofa verdöst habe. Den Rest der Zeit habe ich mit Netflix (sehr entspannende Gartensendungen *g*) und einem nicht besonders gut geschriebenen eBook verbracht – zum Glück habe ich die Geschichte gestern schon ausgelesen und muss nun nicht mehr die ganze Zeit meinem Mann erzählen, was mich daran gestört hat. 😉 Allerdings stellt mich das wieder vor die Frage, was ich als nächstes lese. Eigentlich hatte ich „Congress of Secrets“ von Stephanie Burgis angefangen und ich mag sehr, sehr viele Elemente an dem Roman. Die Handlung spielt während des Wiener Kongress im Jahr 1814, die Protagonistin Caroline/Karolina ist mir sympathisch, ich bin neugierig auf die Hintergründe der Geschichte und ich mag den fantastischen Anteil inklusive der verwendeten Alchemie und die sehr düstere Atmosphäre. Dummerweise kann ich den Protagonisten Michael nicht leiden und sein Verhalten hat im Laufe der letzten Kapitel zu immer größerer Frustration bei mir gesorgt, was der Grund ist, warum ich gerade nicht weiterlesen mag. Ich bin mir zwar sicher, dass er im Laufe der Geschichte ein „besserer“ Mensch wird, aber aktuell mag ich den Weg dahin nicht verfolgen.

Vielleicht greife ich einfach mal zu einem der Krimis, die ich aus der Bibliothek ausgeliehen habe …

Update 12:45 Uhr

Ich habe keine Ahnung, wo die letzten Stunden geblieben sind, aber in einem Buch habe ich in der Zeit nicht gelesen. 😉 Dafür habe ich den Blick aus dem Fenster genossen, der auch für uns ausnahmsweise mal Schnee bietet – ich kann gar nicht genug von der weißen Pracht bekommen und freue mich sehr, dass es weiterhin schneit! Ansonsten habe ich eine Blogrunde gedreht, meinem Mann zugehört, der mir von seinem aktuellen Spiel (Civ VI – aktuell versucht er die Welt davon zu überzeugen, dass Mothraismus die einzig wahre Religion ist) erzählt hat, einem Impuls folgend spontan ein Buch als Geschenk bestellt (dabei war ich doch so stolz, weil ich eigentlich alle Bestellungen für dieses Jahr erledigt hatte) und habe während des Frühstücks die Leseprobe zu dem ersten Band der „Vintage Trailer Mysteries“ gelesen, die Helma in ihrem aktuellen Blogbeitrag erwähnt hatte.

Es ist schon lustig, dass ich so viele Bücher bei der Hand habe und nun um ein eBook-Bundle rumschleiche, weil die Leseprobe so nett klingt … Bevor ich überlege, womit ich die nächsten Stunden verbringe, muss ich erst einmal Christie versorgen. Da sie so schön bei meinem Mann auf den Beinen geschlafen hat, haben wir die Fütterungszeit spontan verschoben, aber so langsam wird es dann doch Zeit dem Kätzchen frisches Futter hinzustellen. 😉

Update 19:00 Uhr

Nach dem Katzenfüttern (den Plural werde ich bei dem Wort wohl nicht mehr los) ging es für mich mit Wärmflasche und Switch auf die Couch, während mein Mann im Durchgangszimmer ein Brettspiel spielte. Der arme Kerl durfte heute so tun, als wäre er drei Personen, um sein neustes Spiel auszuprobieren – nicht nur, weil ich mich nicht gut genug zum Spielen füllte, sondern auch weil das kein Spiel ist, das ich gern spiele. Als mir beim Pokémon fangen so langsam die Augen zuzufallen drohten, wechselte ich dann zu Tee und eBook – denn natürlich bin ich doch noch bei dem Cozy-Bundle schwach geworden. Die erste Geschichte habe ich inzwischen gelesen – was insgesamt ca. 100 Seiten waren und nach dem Lesen der relativ langen Leseprobe nicht mehr so viel Zeit benötigte. Während nebenan mein Nachbar lauthals mit seinem Besuch redete, sind mir dann doch die Augen zugefallen und ich habe bis kurz vor 19 Uhr geschlafen. Jetzt wird es Zeit das Abendessen zu machen und dann werde ich vermutlich heute nur noch „Blümchen gießen“ und „Wir sind keine Engel“ sehen – ich glaube, der Film ist heute genau das richtige. 🙂

 

Update 23:00 Uhr

Der restliche Abend verging dann wirklich mit Abendessen, „Blümchen gießen“ und „Wir sind keine Engel gucken. Den Film hatte ich mir im November auf DVD gegönnt, nachdem ich mal wieder darüber gejammert hatte, wie selten diese alten Filme noch im Fernsehen zu sehen sind. Früher konnte man sich immerhin darauf verlassen, dass über das Jahr auf den dritten Programmen ein großer Teil alter Filmklassiker gesendet wurde, aber irgendwie scheinen die Zeiten vorbei zu sein. Ich mag die Geschichte von „Wir sind keine Engel“ sehr gern – eine der schönsten weihnachtlichen Geschichten (und das ohne Schnee! 😉 ) mit wunderbaren Charakteren und einem leisen Humor, der mir wirklich zusagt. Heute habe ich den Film zum ersten Mal auf Englisch geschaut und war mal wieder überrascht, wie gut ich inzwischen die Sprache verstehe und wie wenig ich auf die Untertitel angewiesen bin. 🙂 Nachdem es jetzt endlich mit dem Hochladen der Bilder (das hat heute schrecklich lange gebraucht) geklappt hat, falle ich jetzt auch ins Bett. Ich hoffe, ihr habt einen guten Start in die Woche und wenig Stress in den letzten Tagen vor Weihnachten! 🙂

Lese-Sonntag im November

Heute ist wieder der dritte Sonntag im Monat und somit wieder Lese-Tag! Eigentlich war ich davon ausgegangen, dass ich am heutigen Tag sehr viel Zeit mit dem Controller in der Hand verbringen würde, da wir eine Switch vorbestellt hatten, die am Freitag geliefert werden sollte. Doch statt abends mit dem neuen Spielzeug in der Hand von der Arbeit zu kommen, rief mein Mann am Vormittag an und meldete, dass die Lieferung mit den vorbestellten Konsolen verschollen zu sein scheint und nun niemand sagen kann, wann das Gerät eintrifft. Nun, dann muss ich mich heute immerhin nicht zwischen „Pokémon – Let’s Go Evoli!“ oder „Yonder – The Cloud Catcher Chronicles“ und einem meiner Bücher entscheiden, sondern kann gleich mit Stephanie Burgis in den Tag starten.

Am Donnerstag kam der Fahrradkurier vorbei und brachte mir „The Girl with the Dragon Heart“ – auf das Buch hatte ich mich gefreut, seitdem Stephanie Burgis angekündigt hatte, dass es einen Roman aus der Perspektive von Silke, die eine Nebenfigur in „The Dragon with a Chocolate Heart“ war, geben wird. Allerdings habe ich mit der Geschichte noch nicht angefangen, weil ich erst noch einmal den Band rund um die Drachin Aventurine lesen wollte, um meine Erinnerungen an Silke wieder aufzufrischen. Und da ich den Roman gerade mit Konzentration auf Silke lese, fallen mir nun auch so hübsche Beschreibungen besonders ins Auge wie „I liked the way she broke the human rules of behavior by wearing male clothings, and I like her strength and determination, even if she tried to use them to trick me. She might be a human, but there was definitely a touch of dragon to her.“ (Seite 63).

Update 12:00 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich „The Dragon with a Chocolate Heart“ beendet und mich darüber gefreut, dass Aventurines Geschichte auch beim zweiten Lesen so gut für mich funktioniert. Stellenweise hatte ich beim Lesen sogar mehr Spaß als beim ersten Mal, weil ich schon wusste was kommt (oder mich daran erinnerte, dass eine unangenehme Situation sich bald auflösen würde). Ich mag Aventurines Sicht auf das Leben unter Menschen und in der Stadt und ihre Leidenschaft für Schokolade und ihre Bereitschaft hart dafür zu arbeiten, die beste Schokolade der Stadt herzustellen. Einzig ihre Schwäche für Heiße Schokolade mit Chili kann ich nicht ganz so nachvollziehen – ich mag meine Schoko lieber mit weniger scharfen Zutaten. 😉 Frühstück (sehr leckeres Porridge mit Zimt und Apfelmus) gab es auch schon für mich und dazu die ersten drei Kapitel von „The Girl with the Dragon Heart“. Es ist spannend mal eine andere Sicht auf Silke zu bekommen. Aus Aventurines Perspektive hat man das Gefühl, dass Silke für jedes Problem eine Lösung weiß und sich von keiner Situation einschüchtern lässt, aus Silkes Perspektive hingegen lernt man schnell, welche Probleme und Sorgen das Mädchen hat und warum sie durchs Leben geht, als ob sie keine Ängste kennen würde.

Christie ist auch schon versorgt ist und mein Mann wird sich weiter mit Doctor Who beschäftigen – er hat von einem Freund „The Dalek Invasion of Earth“ geschenkt bekommen und ist nicht ganz so hingerissen davon, wenn ich nach seinem regelmäßigem Grummeln gehen kann. Auf jeden Fall habe ich so noch zwei ruhige Stündchen mit meinem Buch, bevor wir heute wieder eine Runde „Gloomhaven“ spielen. An den vergangenen Wochenenden hat es aus verschiedenen Gründen nicht geklappt, so dass wir immer noch das nächste Abenteuer mit meinem Brute in der Stadt vor uns haben.

Update 16:30 Uhr

Nach dem letzten Update habe ich nicht nur weiter gelesen, sondern eine kleine Blogrunde gedreht – um 14 Uhr war es dann aber soweit, dass es mit Gloomhaven losging. Dank all der Erwähnungen bezügliche „Heißer Schokolade“ in meinen Büchern, habe ich mir dazu auch eine gemacht (naja, genau genommen einen Kakao mit zwei gehäuften Teelöffeln Backkakao und einem Löffel Zucker, da ich keine dunkle Schokolade mehr im Haus habe) und diesen Energieschub brauchte ich angesichts des heutigen Szenario auch. *g* Obwohl mein Brute inzwischen mit 18 Lebenspunkten gut gewappnet sein sollte und auch seine Item-Sammlung beachtlich ist, hatten es die heutigen Gegner wirklich in sich und ich habe ein Item nach dem anderen zum Schutz einsetzen müssen, während gleichzeitig meine Lebenspunkte radikal abnahmen. Am Ende kamen dann noch eine Menge neuer Gegner dazu und während ich eine Aktions-Karte nach der anderen abwarf, um mein Überleben irgendwie zu sichern, war ich nur froh, dass wir dieses Mal nicht alle Gegner töten, sondern nur bestimmte Punkte auf dem Spielfeld erreichen mussten. *g*

Jetzt wärme ich mir erst einmal die Füße auf dem Sofa und schaue, was die anderen beiden heute Nachmittag so gemacht haben. Sehr viel zum Lesen komme ich vor dem Kochen vermutlich nicht mehr, aber dafür haben wir (bislang) noch keine Pläne für den Abend. Mal schauen, ob ich meinen Mann dazu überreden kann sich mit sich selber zu beschäftigen oder ob wir uns später für einen Film entscheiden. 😉

Update 21:15 Uhr

Nach dem letzten Update bin ich wirklich nicht mehr viel zum Lesen gekommen, weil ich mich dann doch relativ früh zum Kochen und Abwaschen aufraffen musste. Immerhin wird die heute gekochte „Allgäuer Kartoffelsuppe“ (Kartoffeln, Lauch, Möhren mit Majoran und Kräuter-Schmelzkäse) auch für morgen und vielleicht sogar noch für Dienstag reichen. Da mein Mann zum Essen eine der aufgenommenen Quizsendungen der letzten Woche angemacht hat, habe ich danach erst einmal zu „Animal Crossing“ gegriffen – mitraten und dabei Blümchen gießen klappt ganz gut, während Christie ein paar Streicheleinheiten eingefordert hat. Nachdem ich eben schon bei Sunny und Natira vorbeigeflitzt bin, war das hier auch mein letztes Update für heute. Immerhin werde ich so noch ein paar Seiten vor dem Schlafengehen schaffen, was sehr gut ist, denn gerade ist die Elfendelegation am Hof angekommen und Silke darf nun mit ihrer Aufgabe als Spionin der Kronprinzessin richtig loslegen. Die letzten Tage waren für sie etwas langweilig, weil sie erst einmal lernen musste sich am Hof richtig zu benehmen, damit sie zwischen all den Adeligen nicht auffällt – allerdings muss ich zugeben, dass Silke immerhin die Nächte aktiv genutzt hat, um die diversen Geheimgänge des Palastes aufzustöbern und zu erkunden. Ich bin gespannt, was die Kronprinzessin zu so viel Eigenintiative sagt, wenn sie es herausbekommen sollte (und gehe davon aus, dass die Dame nicht sehr erfreut darüber sein wird :D).

Ich wünsche euch einen guten und stressfreien Start in die Woche! Bleibt oder werdet gesund (aktuell scheint ja so gut wie jeder angeschlagen zu sein) und passt gut auf euch auf. 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Natira
Sunny

Lese-Sonntag im September

Irgendwie habe ich gerade ein Problem wieder in einen funktionierenden Alltag zurückzufinden, aber das ändert natürlich nichts daran, dass der dritte Sonntag im Monat wieder ein Lese-Tag ist. Momentan habe ich einen ganzen Stapel mit angefangenen Büchern auf dem Wohnzimmertisch liegen, finde eigentlich alle sehr reizvoll und kann mich nicht so recht entscheiden, womit ich weiter mache. Außerdem fiel mir gestern Abend auf, dass ich im August (vor der Ankunft des Besuchs) einen weitern „SaB“ ins Regal geräumt hatte (unter anderem ist da die Anthologie dabei, die ich Juni angefangen und dann aus den Augen verloren hatte). Da ich gestern den Cozy („A Trifle Dead“ von Livia Day) beendet habe, an dem ich in den letzten Tagen las, schaue ich mal, ob mich heute einer der Romane aus einem der Stapel locken kann. Oder vielleicht lese ich etwas in den Briefen die sich Astrid Lindgren und Louise Hartung geschrieben haben? Ich schau einfach mal während des Wachwerdens, was mich gerade anspricht.

Update 11:30 Uhr

Seit meinem ersten Lebenszeichen heute morgen, habe ich sehr viel Zeit damit zugebracht ein Buch in der Hand zu halten und einfach vor mich hinzuträumen. Außerdem habe ich meine nächtliche Timeline aufgelesen und erste Kommentare beantwortet, irgendwann war ich aber dann doch soweit, dass ich an Frühstück und erste Lektüre denken konnte. Während mein Mann (der deutlich vor mir gefrühstückt hat) seinen Vormittag mit „Frankensteins Monster im Kampf gegen Ghidorah“ verbracht hat, habe ich weiter in „Ich habe auch gelebt! Briefe einer Freundschaft“ von Astrid Lindgren und Louise Hartung gelesen. In diesem Band wurden die Briefe veröffentlicht, die sich Astrid Lindgren und Louise Hartung zwischen September 1953 und November 1964 schrieben.

Natürlich kann man dort nicht alle über 600 Briefe lese, die die beiden Frauen ausgetauscht haben und einige Texte wurden auch gekürzt, aber man bekommt eine sehr gute Vorstellung von der intensiven Freundschaft zwischen den beiden Frauen. Neben dem Entdecken all der – für mich – neuen Facetten an Astrid Lindgren, finde ich es auch sehr spannend Louise Hartung kennenzulernen, die mir vorher nur dem Namen nach bekannt war. Diese Sammlung von Briefen ist das einzige Buch auf meinem Stapel, das ich bewusst regelmäßig liegen lasse, denn wenn ich es erst einmal wieder in der Hand habe, kann ich kaum aufhören zu lesen. Auf der anderen Seite will ich mir diese Briefe aber auch ein bisschen aufsparen und nicht einfach so runterlesen, weil ich diesen Gedankenaustasch der beiden Frauen so faszinierend und kostbar finde.

Bei meinem Mann läuft nun „Gamera vs. Gyaos“ und ich werde nun bis zum Katzenfüttern noch etwas in den Briefen lesen. Gegen dreizehn Uhr wollen wir mit unser heutigen Spielrunde starten – mal schauen, ob wir das hinbekommen.

Update 13:30 Uhr

So ganz hat es nicht mit der Spielrunde um 13 Uhr geklappt, aber gleich geht es los mit „Obsession“. Mein Mann baut gerade alles auf und ich wandere gleich rüber, um mit ihm um die Gunst der Fairchild-Erben zu wetteifern. 😉 Nach dem Katzenfüttern hatte ich zu „Arsenic for Tea“ von Robin Stevens gegriffen, während mein Mann die erste Folge der Serie „SRI und die unheimlichen Fälle“ geschaut hat (ich gebe Natira die Schuld daran, dass er gerade wieder Lust auf skurrile und trashige japanische Filme hat). „Arsenic for Tea“ schien mir als Einstimmung in die heutige Spielerunde passend zu sein, da die Geschichte in einem britischen Herrensitz spielt. Ich mag die Perspektive der Erzählerin Hazel Wong sehr, ebenso wie ihre Bemerkungen zu ihrer besten Freundin Daisy. Obwohl ich schon weiß, dass ein Mord passiert und wer das Opfer ist, ist die Handlung noch nicht so weit fortgeschritten, dass es auch wirklich zu dem tragischen Ereignis kam. Stattdessen drehen sich Hazels Gedanken momentan sehr um die Beziehungen, die die verschiedenen Familienmitglieder und Gäste zueinander haben. Ich mag diese Art von Geschichten sehr und ich mag, dass dieser zweite Band der „Murder Most Unladylike“-Romane nicht in dem Internat spielt, das die beiden Mädchen besuchen. Jetzt geht es aber erst einmal zur Brettspielrunde: „Obsession“ ist ein Spiel, bei dem es um verarmte britische Familien der höheren Gesellschaft geht, die versuchen genügend Ansehen zu erreichen, um eines ihrer Kinder mit Charles oder Elizabeht Fairchild verheiraten können. Wir haben das Spiel erst vor gut einer Woche bekommen und hatten erst einmal Zeit zum Spielen, aber das hat wirklich Spaß gemacht – mehr zu dem Spiel gibt es dann beim nächsten Update. In der Zwischenzeit habe ich noch eine spielende Christie für euch. 😉

Update 16:45 Uhr

Nachdem ich am vergangenen Sonntag haushoch gewonnen hatte, wurde ich bei der heutigen Spielrunde von meinem Mann vernichtend geschlagen. Spaß gemacht hat es aber trotzdem! *g* „Obsession“ wurde von dem Entwickler Dan Hallagan geschaffen, damit er und seine Frau mal zusammen spielen können, da diese zwar grundsätzlich gern spielt, aber nichts mit den Fantasy- oder Horrorthemen anfangen kann, die häufig vorherrschen.

Bei „Obsession“ spielt man eine von mehreren verarmten Adelsfamilien, die in Derbyshire leben. Nachdem vor Kurzem die beiden reichen Erben Charles und Elizabeth Fairchild in die Gegend gezogen sind, versucht nun jede der Familien, die Aufmerksamkeit der Geschwister zu erregen, in der Hoffnung, eins ihrer Kinder vermögend verheiraten zu können.

Um das Interesse von Charles oder Elizabeth Fairchild auf sich zu ziehen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Man kann sein Anwesen ausbauen (mehr Personal, Sehenswürdigkeiten, gesellschaftliche Veranstaltungen, sportliche Unternehmungen) und so entweder Geld oder Reputation verdienen. Je mehr Ansehen man hat, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass man auch hochrangige Gäste auf in sein Haus einladen kann.

Um mit seinen Gästen – egal, ob hochrangig oder weniger angesehen – etwas unternehmen zu können (was wieder zu Geld oder Ansehen führt), benötigt man natürlich auch das passende Personal. Ohne Bedienstete, die die Bedürfnisse der Besucher stillen können, gibt es keine unterhaltsamen Veranstaltungen zur Unterhaltung der Gäste.

Ich mag an „Obsession“ diese Mischung aus Taktik, Glück und Unterhaltung. Auf der einen Seite kann man natürlich seine Züge planen und versuchen, seine Ressourcen so optimal wie möglich zu investieren, auf der anderen Seite hängt sehr viel auch vom Glück ab (so dass nicht so erfahrene oder nicht so taktisch spielende Leute auch eine Chance gegen erfahrenere Spieler haben). Richtig toll finde ich die ganzen Personenbeschreibungen auf den Karten, die zwar nur kurz sind, aber sehr viel Atmosphäre bringen.

Mir war das Glück heute – wie schon gesagt – nicht hold und so habe ich ständig Gäste in mein Haus eingeladen, deren Ruf nicht so gut war oder die selbst pleite waren und deren Unterhalt deshalb mehr Geld kostete, als er einbrachte. Irgendwie hat „meine Familie“ im Laufe dieses Spiels eine Schwäche für reiche Amerikanerinnen entwickelt, die zwar Geld brachten, aber meinem Ansehen deutlich schadeten – ich glaube, ich muss noch mal mit „meinem Erben“ über seinen Geschmack bei Frauen reden. 😉

Bis zum Kochen werde ich noch eine Runde durch die anderen Blogs machen und dann meine Nase wieder in „Arsenic for Tea“ stecken. Ich bin gerade in der richtigen Stimmung, um auf den Mord an einem ungeliebten Hausgast zu warten. *g*

Update 21:25 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich noch etwas in „Arsenic for Tea“ gelesen (ich mag die Geschichte bislang wirklich gern – inklusive all der Gedanken, die sich Hazel zu den ganzen Ereignissen macht) und dann gekocht. Zum Essen haben wir eine in Lissabon spielenden Folge von „Somebody Feed Phil“ (Netflix) geschaut. Ich liebe diese Sendung, in der es nur darum geht, dass Phil (Philip Rosenthal) in ein Land reist und dort Essen probiert, in der Regel hat er während der Sendung einheimische Führer, Termine in einem Sterne-Restaurant und spontane Begegnungen auf der Straße, bei denen er sich mit Leute über Essen und andere Dinge austauscht. Es macht wirklich Spaß diesem seltsamen Mann beim Essen zuzuschauen, weil er so gerne isst und so begeistert von den verschiedenen Gerichten ist. Allerdings habe ich nach der heutigen Folge sehr große Lust doch endlich mal das portugisische Café (mit der nicht so ansprechenden Homepage) im Viertel auszuprobieren – und sei es nur, um endlich ein Pastel zu probieren! *g*

Da ich bis zum Schlafengehen nur noch etwas „Animal Crossing“ spielen werde, war das mein letztes Update für heute. Es hat wieder viel Spaß gemacht gemeinsam mit euch den Tag zu verbringen und ich wünsche euch einen wunderschönen Start in die kommende Woche! 🙂

Heutige Mitleser:

Natira
Kiya
Helma
Sayuri