Schlagwort: Christie

Merkwürdiger Morgen

Normalerweise werde ich ja von den Katzen morgens immer belagert, damit sie nach der schrecklich langen Nacht, in der keine von ihnen geschmust wurde, endlich die ihnen angemessene Aufmerksamkeit bekommen. Das sieht dann auch mal so aus, wenn ich morgens gleich an den Schreibtisch wandere und Baltimore und Logan gleichzeitig kuschelbedürftig sind:

Alle Fotos sind aus einem etwas ungünstigen Winkel aufgenommen worden, denn wenn ich mich bewegt hätte, dann wäre Logan vom Tisch gefallen. Was ich ihm dann doch nicht antun konnte, obwohl ich dann nur noch Baltimore zwischen mir und der Tastatur gehabt hätte! 😉

In den letzten Tagen habe ich aber morgens eher dieses Bild vorgefunden:

Der Platz, auf der gerade wieder auf dem Sofa genutzten Gästebettdecke, ist wohl zur Zeit wichtiger als eventuelle menschliche Aufmerksamkeit. Nur Logans Prioritäten sind wie immer. Der verbringt nämlich zur Zeit die Nacht damit so lange im Bett zu quietschen, bis eine verschlafene Hand sich unter der Bettdecke rausstreckt und ihm den Bauch krault … *ohje*

Baltimore und der Schreibtisch

Ich hatte schon mal geschrieben, dass die Katzen jeden Morgen, wenn ich am Schreibtisch sitze, der Reihe nach vorbeikommen und ihre Streicheleinheiten einfordern. Baltimore ist dabei besonders penetrant … äh … freundlich!

Es beginn damit, dass er laut maunzend ins Zimmer kommt, um sich dann neben dem Schreibtischstuhl auf den Boden zu setzen. Immer auf der linken Seite, immer ganz leise und mit immer größer werdenden Augen.

Wenn ich ihn dann nicht beachte, dann kommt die Charmeoffensive! Er stellt sich auf die Hinterbeine und umklammert die Tischkante. Ich möchte jetzt lieber nicht daran denken, dass dieser kleine Holztisch mich schon seit 15 Jahren begleitet und nun seit ein paar Monaten tagtäglich von Baltimores Krallen bearbeitet wird – bis zum Umzug stand der Tisch nämlich in der katzenfreien Küche und war noch immer makellos!

Spätestens dann muss ich ihn einfach hochheben – alle anderen Katzen sind übrigens ohne Probleme in der Lage von selber auf den Schreibtisch oder meinen Schoß zu springen 😉 – und schmusen. Nun beginnt die Zeit, in der Baltimore zwischen mir und der Tastatur ruht bis er genug Aufmerksamkeit eingeheimst hat.

Als nächstes steht dann eine kleine Runde auf das Bücherregal an – doch leider ist das viel zu häufig schon besetzt und Shandy schätzt es gar nicht, wenn jemand seinen Platz im Auge hat!

Zum Schluss noch ein Foto von Christie – einfach weil es so niedlich ist. 😉

Schlafende Katzen

Normale Katzen schlafen meiner Erfahrung nach gerne so:

Auch diese Haltung scheint sehr bequem zu sein:

Doch Baltimore beweist immer mal wieder, dass er kein normaler Kater ist und hält gern auf diese Weise ein Nickerchen (hier ist zum Glück mal mein Mann das Opfer):

Doch Logan bevorzugt eine Schlafhaltung, die ich noch nie zuvor bei einer Samtpfote gesehen habe – und die ich deshalb mal für euch von allen Seiten fotografierte:

Zum Glück scheint es ihm nicht zu schaden. 😉

Auf den Hund gekommen …

… sind wir nicht, auch wenn man das bei diesem neuen Spielzeug glauben könnte:

Da ich immer auf der Suche nach möglichst robusten Sachen für die Maine-Coon-Kater bin, kam mir vor einigen Wochen der Gedanke, ich könnte mich ja mal beim Hundespielzeug für die beiden Plüschkater umgucken. Normales Katzenspielzeug zerfetzt Baltimore innerhalb weniger Sekunden, deshalb gibt es hier im Haus auch Shandys geliebte Fellbällchen nicht mehr. Die wurden von Christie übrigens immer apportiert, was nicht nur total niedlich war, sondern unser Mädchen körperlich so richtig schön forderte.

Bei den puscheligen Enden dieses Seilknotens hatte ich ein bisschen die Hoffnung, dass die Katzen dadurch zum Spielen animiert werden. Und wirklich gab es von der ersten Sekunde zwei, die total fasziniert davon waren:

Während Christie immer mal wieder am Seil schnupperte und sich manchmal daneben auf den Boden legt, um den Kopf daran zu reiben …

… findet Shandy es ganz toll, wenn er das Spielzeug in die Luft und quer durch das Wohnzimmer werfen kann. Jetzt habe ich zwar etwas Angst, wenn das große Ding gegen die Tische und Regale knallt, finde es aber schön, dass wenigstens einer etwas mit dem neuen Spielzeug anfangen kann! Leider habe ich ihn nicht in Aktion fotografieren können, aber den Größenvergleich finde ich auch ganz spannend. 😉

Der Übergangskratzbaum

Bislang hatte ich für meine vier Katzen neben den Kratzbrettern an den Wänden immer selber gebaute Sachen – und eine schöne stabile Kratztonne, die erst mit dem Einzug der Maine-Coon-Kater die ersten Verschleißerscheinungen zeigte. Fertige (normale) Kratzbäume waren mir zu wackelig, zu schlecht verarbeitet und irgendwie passten sie nie in die Ecken, die wir dafür vorgesehen hatten.

Vor dem Umzug hatten wir beschlossen, dass die selbstgebauten Dinge nun auch ausgedient hätten – und für die neue Wohnung sollte es irgendwann gekaufte, aber qualitative Möbel für die Plüschmonster geben. Doch die Anschaffung dieser Kratzmöbel zieht sich – wie alles andere auch bei dieser Renovierung – noch ein wenig dahin und so musste doch mal ein „Übergangskratzbaum“ her.

Gestern habe ich den Karton vom Geschäft abholen und mit Mühe und Not in die Wohnung schleppen können. Der Karton war nicht nur groß, sondern auch verflixt schwer. Aber da die nette Dame, die mir beim Verladen geholfen hat, ihn vorher durch die mit Blutstropfen besprenkelte Futterküche des Ladens gezogen hatte, waren die Katzen schon vor dem Öffnen des Kartons von der Neuanschaffung begeistert.

Auch während des Aufbaus wurde alles intensiv beschnuppert und ausprobiert und als er dann endlich richtig stand, wurde es Zeit alle Ebenen anzutesten. Christie hat schnell entdeckt, wie toll es doch ist, wenn man aus dem Höhlenversteck heraus die Kater angreifen kann, die vorbeigehen und Shandy überlegte ziemlich lange, ob man von der obersten Plattform gut auf das Bücherregel springen kann (Logan hatte dann später am Abend den Versuch in der anderen Richtung im Kopf, wurde aber erfolgreich von uns daran gehindert). Nachmittags war dann doch unser Bett wieder deutlich reizvoller als der neue Kratzbaum, aber abends wurde er eifrig genutzt und weiter ausprobiert. Ich hoffe sehr, dass das so auch bleibt!

Die Fotos sind alle nicht besonders gut, vor allem könnte man den Eindruck bekommen, dass wir viele ausgestopfte Tiere mit Taschenlampenaugen haben. Und natürlich gelang es mir nicht die schönsten Momente zu bannen – denn die passierten prompt, während der Ladezeit des Blitzes! Oh, und Logan saß die halbe Zeit beim Fotografieren auf meinem Schoß. Aber trotzdem gibt es ein paar Bilder vom neuen Baum und den Plüschmonstern:

Winter, Katzen

Während ich die letzten Tage gut eingespannt war, genießen die Katzen die so langsam hereinbrechenden Wintertemperaturen auf ihre Weise. Und das bedeutet natürlich vor allem auf einer warmen Decke liegen und schlafen!

 

Dabei ist es natürlich von Vorteil, wenn man eine Decke findet, die auch noch durch einen menschlichen Heizkörper gewärmt wird.

 

 

 

 

 

Aber im Zweifelsfall begnügt man sich sogar mit einer anderen Katze und genießt die Wärme ebenso wie die Gesellschaft.

 

 

 

Ganz geschickte Exemplare verstehen es sogar die nette Gesellschaft mit besonders kuscheligen Erholungsorten zu kombinieren, man muss nur mal genauer hingucken!

 

 

So finde ich unsere Madame übrigens ganz besonders niedlich! 🙂

Die Katzenbande: Christie

Als ich Christie das erste Mal sah, sah sie erbärmlich aus! Ein klapperdürres, winziges Kätzchen mit verklebten Fell und noch verklebterem kleinem Gesicht. In einem Pappkarton (und für die Dinger hat sie heute eine regelrecht Schwäche) stand sie vor dem Tierheim-Tor, und so wie sie sich benimmt, schätze ich, dass sie die ersten Lebenstage ohne menschlichen Kontakt hinter sich gebracht hat. Im Tierheim hatte man dann anscheinend in einen bestehenden Katzenschnupfen hineingeimpft – und dementsprechend krank war dieses kleine Bündel geworden.

Doch man versicherte mir, dass Christie nicht mehr ansteckend sei. Da sie als einzige in diesem ländlichen Tierheim jung genug war, um nicht unglücklich zu werden, wenn man sie als reine Wohnungskatze hält – und Shandy nach dem Tod seines Bruders dringend neue Gesellschaft brauchte – nahm ich Christie kurz entschlossen mit nach Hause.

Schnell machte mir der kleine Grautiger klar, dass Menschen nur zum Füttern und Bespielt-werden zu gebrauchen sind. Anfassen, schmusen oder gar Nähe suchen war nicht drin, auch wenn sie sich widerwillig ihre verklebten Augen reinigen ließ. Aber sie war bereit, Shandy von seinem Kummer abzulenken – und das war erst einmal das Wichtigste.

Ein paar Jahre später saßen wir mit angehaltenem Atem auf dem Sofa, neben uns ein Besucher (der übrigens zuhause ein paar Ratten als Haustiere gehalten hat 😉 ), und durften miterleben, wie Christie erst unseren Gast gründlich abschnupperte und dann zu uns rüberkrabbelte und mal bei dem einen, mal bei dem anderen auf dem Schoß tretelte, bis sie sich zum Schlafen einrollte.

Seitdem ist unsere kleine Wildkatze deutlich zutraulicher geworden. Auch wenn man immer noch ein wenig aufpassen muss, so kann man das Madamchen streicheln – manchmal wird sogar auffordernd der Bauch entgegengestreckt. Und spätestens wenn es draußen kälter wird, bevorzugt auch sie die Wärme eines Menschen, um ein Nickerchen zu halten. Nur ihre Neigung, die Wäsche (besonders Handtücher) vom Ständer zu ziehen, um darauf zu schlafen, sorgt immer wieder dafür, dass unser inzwischen so gutes Verhältnis manchmal getrübt wird.

Die drei Kater hat Christie gut im Griff – und wenn ihr mal langweilig ist, mischt sie die Jungs auch kräftig auf. Sie ist diejenige, die gern mal vor dem Katzenklo lauert und dem darin beschäftigten Kater einen Klaps verpasst, sodass er vor Schreck mit dem Kopf gegen den Deckel knallt. Und sie ist auch die einzige, der ich es zutrauen würde, dass sie nach all den Jahren in der Wohnung draußen eine Überlebenschance hätte. Aber solange wir in der Stadt wohnen, müssen die vier mit dem Blick aus dem Fenster zufrieden sein …

Achja, ihren Namen hat Christie von Agatha Christie, denn sie ist – so wie die Autorin es war – abenteuerlustig (auch wenn unsere Katze es wohl nie nach Ägypten schaffen wird 😉 ) und doch sehr scheu, wenn es um fremde Menschen geht …

Von Katzen und ihren Eigenarten

Das Leben mit Katzen kann wunderschön sein – und manchmal auch sehr nervenaufreibend.

Bei vier Wohnungskatzen gibt es die eine oder andere Eigenart, die einem das Leben nicht gerade erleichtert. Unsere Grautigerdame ist so neugierig, dass sie wirklich überall hineinkrabbelt. So muss man gut aufpassen, wenn man mal eben einen Karton auf den Dachboden oder in den Keller bringen will oder eine Reisetasche packt.

Einmal ist es wirklich schon passiert, dass sich das Madamchen in einer Tasche versteckte, die dann von mir gründlich geschlossen wurde. So wollte ich meine Sachen bis zum nächsten Morgen katzensicher bereitstellen, bevor ich abreise. Als aber unsere Katze auch zur Fütterungszeit nicht wieder auftauchte, ging die Suche los. Sie ist auch nicht gerade eine gesprächige Katze und hatte lieber meinen Pyjama als alternative Toilette genutzt, als sich lauthals bemerkbar zu machen. So durfte ich dann meine Tasche auspacken, die Waschmaschine anwerfen – und meinen Rucksack für den nächsten Tag packen.

Gelernt hat Madamchen daraus nichts, sie steckt immer noch überall ihre Nase rein und wird regelmäßig irgendwie eingesperrt, wo sie eigentlich nichts zu suchen hätte.