Schlagwort: Dies und Das

Dies und Das (9)

Wenn ich mir diese Empfehlungen, basierend auf meinen bisherigen Hörbuch-Downloads anschaue, bin ich überraschend glücklich. Noch so viele Stunden mit Mrs. Pollifax liegen vor mir! 😀 Aber wo kommt der Tad-Williams-Titel her?

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Seit Sonntag  muss Shandy zweimal am Tag Tabletten verabreicht bekommen und ich bin wieder einmal froh, dass das mit diesem Kater so problemlos funktioniert. Bei den anderen drei Katzen ist es oft ein Kampf, bis Tabletten geschluckt werden, und nicht selten sind wir am Ende alle miteinander genervt und mich zieren im schlimmsten Fall so einige Kratz- und Biss-Spuren. Shandy hingegen schluckt von klein auf brav alles, was ich ihm in die Schnauze lege, solange ich dabei ein Leckerli in der Hand halte, das er danach auch fressen darf.

Gestern habe ich dann Leckerli und Tabletten auf der Flurkommode bereit gelegt und mich umgedreht, um den Kater zu suchen, als ich aus dem Augenwinkel mitbekam, wie er schon von selbst auf die Kommode sprang, Tabletten und Leckerli fraß, als ob es keinen Unterschied gäbe, und mich dann anschaute, als ob er nach mehr fragen wollte. Seitdem lege ich nur noch ein Häufchen mit Medizin und Leckerchen auf die Kommode, passe dann auf, dass die anderen Katzen keine Leckerli klauen, und schaue zu, wie Shandy mit Begeisterung seine Tabletten frisst.

Ihm geht es übrigens deutlich besser, auch wenn er immer noch viel schläft. Wenn das so weitergeht, dann sehen wir den Tierarzt – zumindest wegen Shandy – wohl wirklich erst zur Kontrolle der Nierenwerte im Dezember wieder. 🙂

Dies und Das (8)

Elena hat mir in den letzten Tagen ein paar Fragen rund um das Lesen und das Bloggen zukommen lassen, meine Antworten könnt ihr hier lesen: Teil 1 und Teil 2

Dabei musste ich 1. meine Vermutung revidieren, dass Elena nur reine Buchblogger interviewt, und 2. hatte ich mich vorher gefragt, ob Elena mir auch die Genre-Frage stellen würde – und wenn ja, welches Genre sie als mein „Hauptgenre“ annehmen würde. Ich persönlich scheitere nämlich immer an der Frage, was ich denn besonders gern lese. 😉

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Ich habe in den letzten Tagen festgestellt, dass ich dazu neige, Kataloge, die mir ins Haus flattern, an drei verschiedenen Orten zu sammeln, weil ich sie „später in Ruhe anschauen will“. Natürlich kommt es so gut wie nie dazu – und sowieso schau ich in der Regel eher direkt im Geschäft oder online, ob ich dort Sachen finde, die meinem Bedarf entsprechen. Das hat dazu geführt, dass ich in der letzten Woche einen insgesamt 50 cm hohen Stapel mit Klamotten-, Möbel-, Handarbeits- und Werzeugkatalogen dem Papiermüll zugeführt habe. Erschreckenderweise habe ich viele dieser Kataloge schon mehrfach abbestellt, und trotzdem lande ich ständig wieder von Neuem im Verteiler. Das ist nicht nur eine immense Rohstoffvergeudung, sondern auch ungemein lästig.

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Durch meine Timeline fallen mir auch immer mal wieder interessante Modeblogs auf, obwohl mich das Thema eher wenig interessiert. Auf jeden Fall habe ich in den letzten Wochen den Eindruck gewonnen, dass auf Modeblogs gerade „weniger ist mehr“ das große Thema ist. Nicht weniger Stoff am Körper, sondern weniger Kleidung im Schrank. Statt vieler Shirts für wenig Geld lieber ein qualitatives Stück für etwas mehr Geld. Grundsätzlich finde ich diese Tendenz natürlich sehr gut, es wundert mich aber immer wieder, dass es für einige Menschen so eine große Erkenntnis ist, dass sie ihre Unmengen an Kleidung gar nicht tragen können und dass sie damit auch nicht zufrieden sind.

Vielleicht liegt es daran, dass meine Mutter auch so eine „Schnäppchenkäuferin“ ist, die sich immer wieder günstige Sachen gekauft hat, die sie am Ende nicht getragen hat, weil die Farbe nicht richtig war/der Schnitt doch nicht gefiel/sie nichts hatte, was sie damit hätte kombinieren können/sie ein ähnliches Kleidungsstück viel lieber mochte usw. Als Teenager habe ich regelmäßig mit meiner Mutter ihren Schrank ausgemistet, während sie hingegen ständig versuchte, mich zu neuen Kleidungsstücken zu überreden.

Aber ich mag meine vertrauten Kleidungsstücke. Ich habe ein T-Shirt im Schrank, das ich 1996 gekauft habe und immer noch heiß und innig liebe. Es ist vielleicht etwas enger geworden, die Knöpfe sind ausgebleicht und die Farbe ist nicht mehr ganz so intensiv wie früher, so dass ich es vor allem nutze, um es im Winter unter anderen Shirts zu tragen, aber ich finde es immer noch hübsch. Ich verbinde viele Erinnerungen mit dem Shirt und der warme Braunton gehört immer noch zu meinen Lieblingsfarben. Ich muss nicht jede Saison neue Sachen kaufen, wenn ich genügend Kleidung im Haus habe, die ich mag und die mir steht. So einfach ist das. 😉

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Am Dienstag ist mir übrigens mal wieder aufgefallen, dass es Dinge gibt, die ich beruflich super hinbekomme und privat nur ganz schlecht. Dabei sind die Bedingungen für beides gleich, da ich doch von Zuhause aus arbeite. Wenn ich beruflich etwas verschicke, dann mache ich den Brief oder das Paket sofort fertig und bringe es entweder direkt zur Post oder nehme es mit, wenn ich mittwochs oder samstags eh unterwegs bin.

Wenn ich privat etwas verschicken will, dann lege ich das Ganze erst einmal zur Seite und nehme mir vor, spätestens am nächsten Tag einen Umschlag rauszukramen oder nach einem passenden Karton zu schauen. Dann möchte ich oft noch eine Karte dazulegen – was natürlich bedeutet, dass ich schauen muss, ob ich noch eine passende im Haus habe oder vielleicht eine besorgen muss. Außerdem brauche ich natürlich noch etwas Polstermaterial, damit alles auch heil ankommt und oft ist es so, dass ich nur noch eben ein Buch lesen müsste, um das auch noch zu verschicken. Natürlich nehme ich mir dann vor, dass ich das Buch als Nächstes lesen werde, was dann doch nicht so schnell passiert. Außerdem könnte ich ja, wenn ich eh schon zur Post fahren muss, auch noch eine weitere private Sendung mitnehmen – nur müsste ich dafür ja vorher noch … Nun, ihr könnt es euch vermutlich denken.

Immerhin bekomme ich es in der Regel auf die Reihe, pünktlich Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke auf den Weg zu bringen. Was dann auch endlich dazu führt, dass ich all die anderen aufgeschobenen Sendungen gleich mitnehmen kann … 😉

Dies und Das (7)

Als Bibendum am Montag ankam, teilte sie uns mit, dass meine Schwiegereltern dringend eine Salzlieferung benötigen würden. Seitdem wir vor einigen Jahren in Göttingen gewohnt haben, sind wir auf das dortige Siedesalz geeicht und haben die Schwiegereltern gleich angesteckt. Also haben wir – da unser eigener Salzvorrat ebenfalls zur Neige geht – eine Expresslieferung bestellt, von der Bibendum dann die Hälfte mitnehmen sollte, um sie an die Schwiegereltern weiterzureichen.

Mittwoch kam das Paket an – nur waren wir zu dem Zeitpunkt noch mit absolut köstlichen Leckereien in einem Café beschäftigt. Da anscheinend kein Nachbar da war, der mein Paket hätte entgegennehmen können, gab es eine Benachrichtigung mit der Mitteilung, dass wir am Donnerstag (ab 12 Uhr!) unser Paket in der Filiale abholen könnten.

Donnerstag sind wir also direkt nach meinem Zahnarzttermin und einem ebenfalls köstlichem Frühstück in einem anderen Café zur Filiale gefahren. Während ich im Auto wartete, versuchten mein Mann und Bibendum, unsere 20 Kilo Salz abzuholen. Leider vergeblich, denn angeblich wäre der Lieferwagen mit den Paketen noch nicht da gewesen. Es war ja auch erst halb eins …

Freitag fuhren Bibendum und mein Mann wieder los, während ich Pizzateig knetete (und kurz darauf den Küchenschrank von Motten befreite Oo). Es dauerte überraschend lange, bis die beiden von ihrer Paketabholungsrunde wiederkamen – ohne Paket. Nach einem ausführlichen Telefonat mit dem „Kundenservice“ stellte sich dann heraus, dass unsere Salzlieferung wohl am Mittwoch (oder Donnerstag) von jemandem in der Postfiliale auf den falschen Stapel gelegt wurden, so dass unser Paket dann irgendwann von DHL abgeholt und wieder zurück ins Paketzentrum gebracht wurde. Vermutlich ist das Paket gerade auf dem Weg zurück zur Saline … wo mein Mann dann auch gleich angerufen hat, um klarzustellen, dass wir immer noch unser Salz haben wollen und nicht wir diejenigen waren, die das Paket zurückgeschickt haben. Mal abgesehen davon, dass das Ganze schon so ärgerlich wäre, klappt es nun natürlich nicht mit einer rechtzeitigen Zustellung, damit Bibendum bei ihrer Abfahrt das Salz mit in den Norden nehmen kann.

Da es regelmäßig mit den Postfilialen (der alten und der aktuellen) solche Probleme gibt, sind solche Erlebnisse für mich dann doch wieder ein Grund, um selbst für die ärgerlichsten Nachbarn immer wieder die Pakete anzunehmen.

Davon abgesehen war die Woche aber bislang einfach nur sehr, sehr schön. Nette Gesellschaft, viel zu lachen und so viele tolle neue Restaurant- und Café-Neuentdeckungen. 😀

Nachtrag: Kaum jammere ich auf dem Blog über ein verirrtes Paket, da klingelt eine Stunde später der Paketbote und bringt uns 20 Kilo Salz. Anscheinend hatte doch noch jemand im „Zielpaketzentrum“ aufgepasst und unser Paket für heute wieder zu den Lieferungen sortiert – ich vermute sogar, dass es der Paketbote selber war, der dafür gesorgt hat, dass da doch noch was richtig lief. Inzwischen kennen wir uns ja … 🙂

Dies und Das (6)

37 Grad … mein Auto zeigte mir um elf Uhr 37 Grad an! Ich verstecke mich dann mal für den Rest des Tages hinter heruntergelassenen Rollläden und halte mich an meiner Wasserflasche fest. (Für diejenigen, die mich persönlich kennen: Ja, bei dem Wetter trinke sogar ich Wasser statt Tee. 😉 )

Eigentlich wollten wir heute ins Kino gehen und „Wenn der Wind sich hebt“ sehen, aber bei der Hitze haben wir den Kinobesuch um eine Woche verschoben. Im Kino selbst ist es zwar klimatisiert, aber der Weg dahin ist mir bei dem Wetter zu anstrengend und auf das ebenfalls geplante Essengehen habe ich bei den Temperaturen auch keine so große Lust.

Stattdessen haben wir heute Vormittag – nach einem sehr frühen und schnellen Wochenendeinkauf – den Optiker aus der Nachbarschaft unsicher gemacht. Am Mittwoch war ich beim Augenarzt und durfte mir so unangenehme Worte anhören wie „Altersweitsichtigkeit“ und „Gleitsichtbrille“ – der charmante Optiker war heute dann etwas irritiert wegen meines Brillenwunsches, weil er meinte, dass ich dafür doch zu jung sei. Ich gebe zu, das tut dann doch ganz gut, auch wenn es vermutlich nur eine „ich bin nett zur Kundin“-Aussage war. 😉

Eine Gleitsichtbrille wird es dann doch nicht, die wäre nicht so ideal, um am Bildschirm zu arbeiten, aber eine Fernsichtbrille brauche ich, wenn ich weiter Auto fahren will. Ich werde also in Zukunft mit zwei Brillen jonglieren und muss zugeben, dass ich mich sehr über meine neue Brille freue. Ich habe ein hübsches Gestell gefunden, das mir gut steht, und ich habe noch nie zuvor so einen angenehmen Optikerbesuch erlebt. Gute und ausführliche Beratung, mehrere hübsche Gestelle zur Auswahl, die mir alle ziemlich gut standen, und mir wurde nicht vorgeschrieben, wie ich meine Brille zu tragen hätte. Stattdessen wurde gefragt, wie und warum ich meine Brille so auf der Nase sitzen habe, wie ich sie nun mal trage – und nun wird die Brille an meine Trageweise angepasst. Doch, das war fein und ich freu mich jetzt schon darauf, die neue Brille in der nächsten Woche abholen zu können.

Ansonsten werde ich wohl meine volle To-do-Liste etwas zusammenstreichen und bei den angekündigten heißen (und schwülen) Tagen etwas mehr Zeit als geplant auf dem Sofa verbringen und lesen. Überhaupt habe ich in den letzten Tagen erstaunlich viel gelesen und eigentlich würde ich auch gern über einen Großteil der gelesenen Bücher schreiben, aber irgendwie reicht die Konzentration immer nur für den ersten Absatz einer Rezi und ein paar Stichworte. Mal schauen, ob sich das in den nächsten Tagen ändert. Wenn nicht, dann gibt es am Ende des Monats vermutlich einen schrecklich langen Beitrag mit „Leseeindrücken“.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende – und holt euch keinen Sonnenbrand! 😉

Dies und Das (5)

Ich habe keine Ahnung, wann ich das letzte Mal zu einem Buch gegriffen habe. Nein, ganz so stimmt es nicht, ich habe am Freitag einen Titel vom Leihstapel gefischt, ungefähr zwei Stunden mit den ersten drei Seiten verbracht und dann beschlossen, dass ich wohl damit leben muss, dass das Lesen von Romanen gerade nicht drin ist. Mein letztes Buch ist bestimmt schon zwei Wochen her, auch wenn ich weiterhin beim Rumwurschteln Hörbücher verschlinge.

Seid gestern Abend greife ich immerhin wieder zum Manga und lese „20th Century Boys“, damit ich am Wochenende mit meinem Mann die Verfilmungen anschauen kann. Sehr coole Reihe!

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Dafür versuche ich mir gerade wieder mehr Mühe beim Kochen (und Backen) zu geben. Sobald die Temperaturen höher werden, vergeht mir die Lust aufs Essen und die Wärme der Gasflamme in der Küche schreckt mich noch mehr ab. Also muss ich mir bewusst das Kochen vornehmen, mehr Sorgfalt aufwenden und mich kulinarisch ein bisschen verwöhnen, damit ich mich zum „normalen“ Essen aufraffen kann. Rausgekommen ist dabei in den letzten Tagen folgendes:

Frische Erdbeeren mit Joghurtsauce
Frühlingszwiebel-Tarte (aus „Täglich vegetarisch“)
Erdbeertorte
(Die Antwort meines Mannes auf „Magst du am Wochenende frische Erdbeeren essen?“)

Gefüllte Hefeteig-Rollen

Restverwertung, nachdem laut Rezept mindestens die doppelte Menge Frühlingszwiebeln auf die Tarte gehört hätten. Ehrlich gesagt schmecken sie uns kleingehackt und in Hefeteig gerollt noch besser als als Tarte.

Hirsebrei mit Himbeeren und Joghurt
Das perfekte Frühstück für heiße Tage.

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Da das Wetter zur Zeit etwas zu nass für den Garten ist und ich ja auch schon mal angefangene Sachen (die Vorhänge, die Flurtapeten *seufz*) liegen lasse, wenn mir was „Wichtigeres“ in den Sinn kommt, beschäftige ich mich momentan in meiner freien Zeit – zumindest solange es noch Tageslicht gibt – mit einem neuen Nähprojekt. Dazu sollte ich vielleicht erzählen, dass wir zwei kleine Sofas besitzen, die ich vor langer Zeit in einem Gebrauchtmöbelkaufhaus erstanden habe. Als die beiden Sofas bei mir einen Platz fanden, musste ich feststellen, dass sie ursprünglich mal einen recht intensiven blaugrünen Farbton hatten, auch wenn ich sie in „Grau“ gekauft habe. 13 Jahre später sind die Sofas immer noch Grau, aber das Leder ist inzwischen so kaputt, dass es an so einigen Stellen gerissen ist – und ausnahmsweise sind die Katzen an den Schäden vollkommen schuldlos.

Obwohl ich seit einigen Monaten die Augen nach Ersatz aufhalte, finde ich keine Sitzgelegenheiten, die ich so bequem finde und deren Preis-/Leistungsverhältnis mich überzeugt. Also habe ich beschlossen, dass ich erst einmal Überwürfe für die Sofas benötige. Eigentlich sollen sie braun werden, da das eine warme Farbe ist, die gut zu den Wänden und den vorhandenen Kissen passt, aber natürlich gab es das Material nicht mehr in dem Ton. Jetzt stichel ich also in Dunkelblau vor mich hin, wie immer mit der Hand, so dass es einige Zeit kostet.

Dies und Das (4)

Irgendwie bringt es nichts, wenn man diverse Blogbeiträge vorbereitet hat, wenn man diese nicht auch irgendwann freischaltet. Um wieder etwas in Schwung zu kommen, gibt es den obligatorischen Jammer- „Dies und Das“-Beitrag. Blöderweise gibt es gerade neben Arbeit, Haushalt und Katzen nur zwei Dinge, über die ich zur Zeit reden kann:

Für dieses Jahr habe ich mir zwei Projekte vorgenommen. Einmal will ich den Garten fast vollständig roden und die neue Bepflanzung planen (und spätestens im Herbst angehen) und dann steht die Flurrenovierung an. Ich habe immer noch keine Ahnung, wie ich mit vier Katzen in der Wohnung die Türrahmen lackieren soll, ohne dass Katzen festkleben oder die Rahmen bis auf Hüfthöhe mit Haaren verziert werden, aber irgendwann muss ich das ja in Angriff nehmen.

Blöderweise splittet sich die Tapete auf, wenn man sie von der Wand entfernen will, was bedeutet, dass ich stellenweise erst die obere Schichte abziehe, dann die Holzsplitter der Rauhfasertapete entferne, um zuletzte winzige Papierfitzelchen abzukratzen. Aber ich habe ja Zeit, höre dabei ein Hörbuch und kann mir währenddessen Gedanken darüber machen, was ich mit all den entdeckten Macken, die bislang unter der Tapete versteckt waren, mache. Faszinierend finde ich die großen Löcher in der Wand oder die hügelartig zugespachtelten Dübel, die von den Vormietern nicht aus der Wand geholt wurden. Aber auch die Fugen zwischen Türrahmen und Wand sind nicht uninteressant … Lustig wird es auch noch, wenn ich die Tapete endlich vollständig abgekratzt habe (was noch einige Regentage dauern wird, weil ich mir damit keinen Stress mache) und das Abreißen der Holzdecke vor mir liegt. Aber ich habe noch ein paar Monate Zeit, ich will erst mit dem Verputzen und Lackieren anfangen, wenn die sommerlichen Temperaturen für eine kurze Trockenzeit sorgen können.

Was den Garten angeht, so habe ich inzwischen einige nachbarliche Hilfsangebote bekommen. Komischerweise alle für „demnächst“ oder „nicht heute“ … Im Moment stehe ich immer zwei Stunden lang da und bearbeite mit Rosen- und Astschere, sowie einem Fuchsschwanz die Thuja (es geht doch nichts über geeignetes Werkzeug 😉 ). Nach zwei Vormittagen habe ich dann genügend tragbare Stücken beieinander, um meinen Kofferraum vollzuladen und den „Strauchschnitt“ zum Recyclinghof zu fahren. Noch zwei solcher Vormittage und ich müsste endlich das hintere Drittel meines Gartens – zumindest oberirdisch – freigelegt haben. Abgesehen von den Stammresten der Thuja … sehr dicke Stämme … direkt am Zaun … irgendwie bezweifel ich, dass ich die mit dem Fuchsschwanz problemlos bewältigt bekomme, aber ich werde es natürlich trotzdem demnächst versuchen.

Da es in den letzten zwei Tagen endlich ein bisschen geregnet hat (und hoffentlich in den nächsten Tagen noch etwas regnen wird), kann ich dann vielleicht ans Ausgraben der Wurzeln gehen. Bislang bin ich nämlich weder mit dem Spaten, noch mit der Spitzhacke in den Boden gekommen. Irgendeine Lösung muss ich da aber in den nächsten Wochen noch finden …

Ach ja, natürlich würde ich schneller vorankommen, wenn ich mehr als zwei Stunden pro Tag arbeiten würde. Aber dank meiner (relativ neu entdeckten) Pollenallergie huste ich nach einiger Zeit im Garten, als ob ich meine Lungen loswerden wollte. Ich bin mir sicher, dass ich dabei von der Geräuschentwicklung mit jedem Langzeitraucher mithalten kann. Zwei Stunden hingegen halte ich ganz gut durch (vor allem, wenn ich danach sofort unter die Dusche hüpfe) und bin den Rest des Tages trotzdem noch einsatzfähig.

Trotzdem waren die letzten Wochen ganz schön anstrengend, da die Gartenarbeit und das Tapetenkratzen zusätzlich zu meinen anderen täglichen Verpflichtungen geschafft werden wollten. Dazu kommt noch, dass sich die Katzen etwas vernachlässigt fühlen, weil ich mich mehrmals die Woche vormittags verkrümel und sie ganz allein lasse. Bei Logan führt das dazu, dass er sich mitten in der Nacht in den Kopf setzt, dass er jetzt sofort dringend Aufmerksamkeit benötigt. Diese verschafft er sich, in dem er auf uns rumhüpft bis wir wach genug sind, um ihn aus dem Bett zu werfen. Während Shandy auf anderem – nicht weniger anstrengendem – Weg zeigt, dass Frühling ist, er sich vernachlässigt fühlt und die Nachbarkater viel zu häufig vor unseren Fenstern rumlungern …

Nachdem ich in der Nacht von Sonntag auf Montag (also heute) insgesamt elf ungestörte Stunden am Stück geschlafen habe, um dann einen Großteil des heutigen regnerischen Tages mit Hörbuch hören („Tote Beete“ ist endlich beendet!), Katzen schmusen und DS spielen zu verbringen, fühle ich mich besser als seit Wochen. Ich hoffe, dass das erst einmal so bleibt, vor allem da sich schon wieder ein paar anstrengendere Arbeitstage ankündigen.

Und jetzt überfliege ich noch ein paar der -theoretisch fertigen – Blogbeiträge und plane die Freischaltung für die nächsten Tage! 😉

Dies und Das (3): Bohren-Konzert

Nachdem meinem Mann und mir vor kurzem aufgefallen war, dass wir in all den Jahren unserer Beziehung noch nie gemeinsam bei einem Konzert waren, mussten wir das endlich mal ändern. Auf meine Musik hat er in der Regel keine Lust, während ich seine Musik zum Teil nur mit körperlichem Unwohlsein hören kann. Mit „Bohren und der Club of Gore“ fanden wir aber einen gemeinsamen Nenner – er mag die Band seit Jahren, ich entdecke diese ruhige, jazzartige, melancholische und beinahe meditative Musik gerade erst für mich.

Als wir aufbrachen, fiel mir erst einmal wieder auf, wie selten ich noch abends ausgehe. Ich bin so sehr aus der Übung, dass ich ganz nervös werde und natürlich viel zu früh starte. Und so war die Fahrt im Dunklen über die Autobahn auch erstaunlich anstrengend, obwohl mein Mann den perfekten Kartenleser abgab. 😉 Vor dem Veranstaltungsort – eine Halle, die von der Architektur her sehr an einen riesigen Übersee-Container erinnerte – angekommen, standen wir noch vor unserem Auto als wir schon von einem Passanten (gekleidet in ein „Gegen Nazis“-Shirt) gefragt wurden, ob er hier am richtigen Ort sei. Daraufhin entspann sich ein etwas seltsames, aber auch nettes Gespräch über den jeweiligen Herkunftsort (alle miteinander von weit weg zugereist :D), das Leben auf dem Land (keine Nachbarn, die sich bei Partys beschweren, dafür muss man sich nachts den Weg mit der Taschenlampe suchen) und ähnliche Sachen, bis der Typ seine Begleitung aus dem Auto holen ging.

Wir gingen dann schon mal ins Foyer und nicht nur anhand der Wartenden konnte man schon feststellen, dass die Örtlichkeit etwas alternativ und links angehaucht war (so seltsam es klingt, allein anhand des Geruchs beim Öffnen der Tür hätte ich das schon sagen können), auch wenn das Konzertpublikum an sich ein breites Spektrum bot. Kurz darauf wurde der Einlass schon freigegeben und wir suchten uns einen bequemen Sitz mit gutem Blick auf die Bühne. Sitz-Konzerte sind ja immer so eine Sache, aber in diesem Fall ist ein bequemer Stuhl wirklich angebracht, da die Musik tatsächlich sehr ruhig ist.

Kaum saßen wir, setzte sich neben uns ein Paar – Mitte bis Ende 50 – und erkundigte sich bei meinem Mann, was für Musik denn für den Abend zu erwarten sei, sie hätten von der Band noch nie was gehört … Und dann versuchte mein Mann Worte zu finden, um die sehr langen und hallenden Töne, den sehr speziellen Sound, die Atmosphäre und das Besondere an „Bohren und der Club of Gore“ zu beschreiben, während sich wenige Minuten später jemand aus der Reihe davor umdrehte, zustimmte oder ergänzte – und man doch das Gefühl hatte, dass das Paar sich noch keine Vorstellung von dem Ganzen machen konnte. Was eigentlich kein Wunder war.

Beim Reinkommen sah man schon die halbdunkle Bühne, auf der die Instrumente nur minimal beleuchtet waren. Als das Konzert dann anfing, verschwand auch dieses Licht, während die Musiker mit einer Taschenlampe in der Hand den Weg suchten – und viel heller wurde es das ganze Konzert über nicht. Winzig kleine farbige Strahler sorgte für genügend Licht, dass die Künstler ihre Instrumente spielen und bei Bedarf von einem Platz zum anderen wechseln konnten, während fast 1 1/2 Stunden lang der ganze Raum nur von der Musik erfüllt war. Es fällt mir wirklich schwer, die Musik zu beschreiben – Natira gegenüber habe ich sie vor kurzem als „Blaue Stunden“-Musik bezeichnet und beim Konzert gab es ein Stück, bei dem ich dachte, dass es perfekt wäre für einen dialog-armen französischen Film (gibt es dialog-arme französische Filme?), der in einem fahrenden Zug bei strömendem Novemberregen spielt. Die Stücke haben etwas Noir-Artiges, Melancholisches, aber auch beruhigend Meditatives, wenn man sich erst einmal darauf einlässt. Es ist spannend, wenn man so bewusst die einzelnen Töne wahrnehmen kann und trotzdem das Zusammenspiel der Instrumente so präsent ist.

Ich gehe sonst gern auf Konzerte, bei denen man rumspringt und tanzt und mitsingt und sich richtig auspowert, und das hier war genau das Gegenteil davon. Nach diesem Abend mit „Bohren und der Club of Gore“ hatte ich eher das Gefühl, ich hätte Energie getankt, wäre ein bisschen mehr bei mir angekommen und hätte Stress abladen können. Ein ziemlich schönes Gefühl war das und ist es immer noch – gerade weil es den anderen Zuschauern ebenso zu gehen schien und das Ganze so noch intensiver wirkte.

Dies und Das (2): Sockenstricken

In den letzten Wochen habe ich ganz viele Blogbeiträge angefangen und kaum einen davon beendet. Ich hoffe, dass sich das bald mal wieder ändert, denn ich neige dazu solche Anfänge irgendwann zu löschen, wenn sie zu lange daliegen. Und da die „Dies und Das“-Beiträge  mich oft motivieren, wird es wohl mal wieder Zeit für eine Runde „Belanglose Dinge aus dem Leben der Winterkatze“. 😉

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Eigentlich nähe ich immer noch an meinen Wohnzimmervorhängen. Die Motivation ist niedrig, außerdem ist es lästig, dass der Stoff so steif ist, dass ich nicht einfach durchnähen kann, sondern jeden Stich gezielt setzen muss. Ihr seht schon, der perfekte Stoff für Vorhänge! 😀 Inzwischen überlege ich schon, ob ich die Schlafzimmervorhänge vorziehe, die sollten schnell gefertigt sein, da der Stoff deutlich geschmeidiger ist und somit deutlich schneller ordentlich nähen lässt. Dass ich mit der Hand auch immer entsetzlich kleine Stiche mache, ist auch keine Hilfe.

Um also mal wieder ein schnelles Erfolgserlebnis zu haben und die Sockenschublade wieder aufzustocken, habe ich mir zur Jahreswende neue Sockenwolle gegönnt. Aber irgendwie ist bei diesem Sockenprojekt der Wurm drin und von „schnellem Erfolg“ kann ich da nicht sprechen. Normalerweise stricke ich Socken mit 3er-Nadeln aus Holz, die gehen fix, sehen gut aus und sitzen. Doch noch hübscher und bequemer sind die Socken, die ich früher aus 2er-Nadeln gestrickt habe, allerdings habe ich in der Größe nur Metallnadeln und die finde ich deutlich unangenehmer als Nadeln aus Holz oder Bambus. Also habe ich mir zum Jahresende nicht nur neue Sockenwolle, sondern auch teure Nadeln in der Stärke 2,25 aus Veilchenholz gegönnt und so ging es dann weiter:

– Einige Tage später die Nadeln ausgepackt, festgestellt, dass mir welche in 3,25 geschickt wurde, Mail an die Verkäuferin geschrieben.
– Drei Tage später neue Nadeln inklusive Porto für die Rücksendung der ersten Nadellieferung erhalten. Am selben Abend Maschen für Socken aufgenommen und losgestrickt.
– Wieder ein paar Tage später halte ich 1 1/2 wunderschöne Socken in den Händen. Der fertig Socken passt perfekt, sitzt gut, hat eine tolle Schaftlänge und die (angeblich wirklich hässliche :D) Farbe gefällt mir so gut wie erhofft. Allerdings muss ich feststellen, dass die Wolle nicht mehr für den fehlenden Fuß reichen wird und ribbel schweren Herzens wieder auf.
– Am nächsten Tag also der Neuanfang mit ein paar Maschen weniger und einem kürzerem Schaft. Dieses Mal komme ich nur bis zur ersten Ferse und es macht „knack“ – und ich halte zwei unfassbar teure Zahnstocher aus Veilchenholz in der Hand. Natürlich gibt es von diesem Anbieter keine einzelnen Nadeln und ein komplett neues Nadelspiel möchte ich dann doch nicht kaufen.

– Wieder aufribbeln und ein weiterer Neuanfang – jetzt mit 3er-Nadeln. Aber glücklich war ich damit nicht, ich wollte doch dieses Mal feinere Socken stricken. Nach mehreren Anfängen hatte ich dann erst einmal aufgeben und die Wolle weggepackt.
– Dann traf ein überraschendes Päckchen von meiner Mutter ein, mit der ich am Telefon über mein kaputtes Nadelspiel gesprochen hatte. Inhalt war ein Nadelspiel aus Bambus mit 2mm-Nadelstärke – ich wusste gar nicht, dass es die inzwischen so fein gibt! Also wieder die Wolle rausgeholt und angefangen zu stricken, doch wohl war mir mit den Bambusnadeln nicht. Ich weiß, dass Bambus nicht nur biegsam, sondern auch stabil ist, aber diese Nadeln haben sich beim Stricken so durchgebogen, dass ich mich kaum traute die nächste Masche aufzunehmen. (Dazu kommt, dass ich inzwischen eigentlich nur noch mit den kürzeren Handschuh-Nadelspielen stricke, was meine Mutter sich aber wohl nicht gemerkt und deshalb ein normal langes Nadelspiel besorgt hat.)
– Inzwischen habe ich den angefangenen Socken dann doch auf meine alten Metallnadeln gepackt (dabei ist mir aufgefallen, dass ich die vor ungefähr 25 Jahren aus dem Bestand meiner Mutter gemopst habe – ganz schön lange her). Die erste Ferse ist fertig und ich betrachte (trotz weniger Maschen und ziemlich kurzem Schaft) mit bangem Blick mein Wollknäuel. Nur gut, dass ich so schlichte Socken stricke und mich nicht auch noch jedes Mal von neuem durch ein Muster arbeiten muss, aber trotzdem wäre es schön, wenn ich bei diesem Versuch auch zu einem tragbaren Ergebnis kommen würde.
– Wenn die Wolle wieder nicht reicht (was ich total seltsam finde, denn normalerweise habe ich am Ende meiner Socken immer noch Wolle übrig – mit ein Grund, warum ich mit dem Stricken für Frühchen angefangen hatte), dann muss ich wohl eine zweite Farbe besorgen und Ringelsocken machen …

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Eigentlich würde ich ganz gerne mal wieder etwas Größeres oder Komplizierteres als Socken stricken. Aber für Draußen sind mir gestrickte Sachen in der Regel zu warm und für die Wohnung lohnt es sich auch nicht, da die vier Monsterkatzen sich ja doch nicht davon abhalten zu lassen, mich mit ihrem Milchtritt zu bearbeiten. Und ihr wollt gar nicht wissen, was das für Folgen hat, wenn man Gestricktes trägt. So groß ist meine Neigung zum Kunststopfen dann doch nicht, dass ich mir das freiwillig antue.

Und da ich schon bei diesem Thema festhänge: Erinnert ihr euch noch an meine UFO-Liste vom Oktober? Die Mützen, die darauf standen, sind natürlich immer noch nicht vernäht. Ich schiebe es auf den fehlenden Winter. Hätte ich einen Anlass gehabt, um eine Mütze zu tragen, hätte ich das bestimmt schon in Angriff genommen! Ganz bestimmt …

Dafür sind die Flanelltaschentücher inzwischen fertig. Noch gab es keine Gelegenheit sie ausgiebig zu testen, aber sie fühlen sich schon mal schön weich und kuschelig an. Wir warten also auf die nächste größere Erkältung für einen Intensivtest. 😉

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Zum Schluss gibt es noch ein Beispiel aus der Kategorie „Dinge, die die Winterkatze glücklich machen“:

Nachdem ich nun doch beschlossen habe, dass ich mir wieder Möbel selber baue, und da ich ja keine vollständig eingerichtete Werkstatt mehr dafür zur Verfügung habe, habe ich mir eine Bohrschablone für Taschenbohrungen gegönnt. Das ist die simpelste Form der verdeckten Verbindungen, wenn man nicht mit (Flach-)Dübeln arbeiten möchte. Als nächstes steht dann eine vernünftige Stichsäge auf dem Wunschzettel … 😉

Dies und Das (01) und SuB-Zuwachs Januar

Wenn ich überlege, dass ich in diesem Monat schon fünf Bücher (darunter die 1136 Seiten der „Drachenflüsterer-Saga“) gelesen habe, dann kann ich wohl hoffen, dass meine Neuzugänge nicht so lange auf dem SuB liegen bleiben werden. Vor allem, da mein Mann seit heute wieder zur Arbeit geht und ich so meinen Tag wieder nach meinem Rhythmus strukturieren kann. So schön es ist, wenn wir so viel Zeit miteinander verbringen können, so merke ich nach ein paar Wochen doch auch immer, dass ich mich wieder nach meinem langweiligen Alltag sehne. 😉

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Wobei der Alltag so langweilig nicht ist, solange die Handwerker weiterhin über unserem Kopf die Wohnung renovieren. Allerdings hege ich nach den erhöhten Aktivitäten in den letzten zwei Wochen die Hoffnung, dass die Renovierung in den letzten Zügen liegt. Heute klang es schon nach dem Anbringen von Fußbodenleisten (Hämmern, Schritte, Hämmern) … Jetzt müssen wir nur noch so viel Glück haben, dass die zukünftigen Nachbarn keinen so schweren Schritt haben, bessere Musik hören als die Handwerker und sich nicht regelmäßig quer durch die Wohnung unterhalten. Da ich nicht abschätzen kann, wie weit der Lärm von uns nach oben dringt, sollte ich mir vielleicht auch noch wünschen, dass sie sehr fest schlafen, damit Logans nächtliche Gesangseinlagen sie nicht stören.

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Und da ich schon bei den Nachbarn bin: Nachdem wir in den letzten Monaten immer wieder spontane Kurz-Meetings im Treppenhaus mit unseren Nachbarn abgehalten haben, gibt es nun eine offizielle Regelung zum Treppenhaus Reinigen. (Wobei sich die eine Hälfte der Hausbewohner darüber einig ist, dass die andere das mit dem Putzen wohl nicht hinbekommen wird – aber hey, jede zweite Woche ein geputztes Treppenhaus zu haben ist besser, als gar kein geputztes Treppenhaus zu haben.) Irgendwie finde ich das Leben in so einem Mehrparteienhaus immer wieder faszinierend … 😉 Ein weiteres positives Ergebnis unserer Beratungen ist eine neue Verteilung des Rasenmäh-Dienstes. Nun mähen wir pro Wohnpartei nicht mehr ein Jahr lang am Stück die große Gemeinschaftsfläche, sondern monatlich im Wechsel! Da ich in diesem Jahr wieder dran gewesen wäre (und ich dazu noch in den letzten zwei Jahre regelmäßig für die nicht-mähenden Parteien eingesprungen bin), bin ich sehr glücklich, dass ich in diesem Jahr ab Juni nur noch zugucken muss, wie die anderen sich mit dieser Arbeit abmühen dürfen. 😀

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Jetzt aber zu den Neuzugängen! Schon vor ein paar Tagen kamen drei englische Titel bei mir an, die ich mir zur Reihenergänzung gegönnt habe:

Jennifer Estep: Mythos Academy 4 – Crimson Frost
Jennifer Estep: Mythos Academy 5 – Midnight Frost
Diana Pharaoh Francis: Horngate Witches 4 – Blood Winter

Bei der „Mythos Academy“-Serie überlege ich noch, ob ich sie in absehbarer Zeit lese oder ob ich auf den angekündigten sechsten Band warte, um die Reihe dann in einem Zug genießen zu können.

„Blood Winter“ habe ich – gleich nach dem Vorgängerband „Shadow City“ – schon gelesen. Band 3 fand ich deutlich besser als Band 4, aber insgesamt habe ich mich auch damit gut unterhalten gefühlt. Leider habe ich bislang nicht rausgefunden, ob die Autorin die Reihe weiterführen wird. Wenn ja, dann benötigt sie – angesichts ihres bisherigen Veröffentlichungsrhythmus – vermutlich wieder vier Jahre, bevor der fünfte Teil erscheint.

Heute kamen dann noch – neben einem großen Stapel Manga und drei Comics – vier deutsche Titel bei mir an:

Kelly McCullough: Die Klinge von Namara
[Die Fortsetzung von „Die zerborstene Klinge“ – ich freu mich schon auf weitere Abenteuer mit dem Krieger Aral und seinem Finsterling Triss!]

P.J. Brackston: Es war einmal ein Mord
[„Ein Hänsel und Gretel Krimi“ wie es im Untertitel heißt. Mal wieder so ein Buch, von dem ich das Schlimmste erwarte und doch meine Neugierde nicht zügeln konnte. *g*]

Bea Rauenthal: Dreikönigsmord
Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
[Band 1 und 2 einer Zeitreise-Krimi-Reihe. Hinter „Bea Rauenthal“ steckt Beate Sauer und nachdem diese auf dem – leider inzwischen gelöschten – Gemeinschaftsblog „Die Seitenspinnerinnen“ ein bisschen darüber erzählt hatte, bin ich sehr neugierig geworden. Mal gucken, was mich da erwartet. Mit dem ersten Teil reise ich ins Mittelalter, der zweite Teil führt einen in die Kaiserzeit – langweilig wird das bestimmt nicht.]

Dies und Das (11)

Eigentlich dachte ich, dass ich mit den Pralinen, die ich am Wochenende gemacht habe, nun wirklich durch wäre mit den Weihnachtsgeschenken.

Gestern Abend fiel mir dann ein, dass ich heute eigentlich ein Weihnachtspäckchen an eine Freundin schicken wollte – und das ich das dementsprechende Geschenk noch nicht gemacht hatte. Inzwischen kann ich sagen, dass ich gut zwei Stunden brauche, um eine Buchtasche für ein US-Paperback mit der Hand zu nähen. Oh, und dass ich es nie schaffe die Druckknöpfe symmetrisch anzubringen …

„Spider’s Bite“ durfte dann schon mal ausprobieren, ob die Tasche auch wirklich die richtige Größe hat. 😉

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Seitdem wir hier wohnen, nehme ich für die Nachbarn die Pakete an, wenn die nicht da sind. Das ist für die Paketboten angenehmer, deren Arbeitsbedingungen ja nicht gerade ideal sind, und für die Nachbarn auch, da die nächstgelegene Postfiliale keine berechenbaren oder gar arbeitnehmerfreundliche Öffnungszeiten hat. Wenn aber in der Vorweihnachtszeit viermal am Tag der Paketbote klingelt, dann wird es mir doch etwas viel. Und manchmal würde ich gern meinen Küchentisch auch mal problemlos nutzen können, ohne die Nachbarpakete vorher wegräumen zu müssen.

Auf der anderen Seite gab es in den letzten Tagen diese Momente, wenn der Paketbote mir mit einem verlegenen „Danke“ ein paar Bonbons in die Hand gedrückt hat oder die Nachbarin mit einer Weinflasche vor der Tür stand und erzählte, dass der FedEx-Bote sie angerufen hat, um begeistert zu erzählen, dass das Paket von der Nachbarin angenommen wurde und dass er das in dieser Stadt schon seit Monaten nicht mehr erlebt hätte. (Was vermutlich daran lag, dass das der erste FedEx-Bote war, den ich je zu Gesicht bekommen habe. ;D)

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Auf Twitter habe ich heute schon genug darüber gejammert, trotzdem kommt hier noch ein bisschen Gejammer zum Thema Handwerker. Die Nachbarwohnung über uns ging im Sommer auf einen anderen Besitzer über und im August fingen dann die Renovierungen an. Ich weiß nicht, was für eine Firma da beauftragt wurde, aber wir haben in den vergangenen Monaten zwar keinen durchgehenden Baulärm gehabt, dafür aber sehr viel Lärm zu ungewöhnlichen Zeiten. Nicht selten saßen wir hier zu den 20-Uhr-Nachrichten und hofften vergeblich, dass nun endlich mal Ruhe wäre, oder wir mussten Sonntagsvormittags erleben, dass der Sprinter vom Handwerker vor der Tür geparkt wurde und dann die Arbeit losging.

Ich gebe zu, dass diese Handwerker nichts dafür können, dass es keinen nennenswerten (Tritt-)Schallschutz in diesem Haus gibt. Wir wohnen in einem sehr alten und sehr hellhörigem Haus und haben uns im Laufe der Zeit auch daran gewöhnt, dass wir vom Wecker der inzwischen ausgezogenen Nachbarin immer wach wurden, dass wir frühmorgens mitbekommen, wenn der Nachbar von der Arbeit nach Hause kommt oder genau wissen, wann der andere Nachbar wieder seine Tochter zu Besuch hat und morgens mit ihr zum Kindergarten muss. Aber Baumlärm ist eben doch noch etwas anderes als die alltäglichen Nebengeräusche, die gedämpfter und auch vertrauter sind.

Heute hat einer der Handwerker dann wohl die Fußböden in der Wohnung über uns mit schwerem Gerät geschliffen. Das klang, als ob ich mit den Katzen in einer Flugzeugturbine sitzen würde – und im Gegensatz zu dem Handwerker stand mir und den Tieren kein Gehörschutz zu Verfügung. Bei der Gelegenheit hat sich auch mal wieder gezeigt, dass unsere Wohnung auch dringend eine gründliche Renovierung nötig hätte, denn jedes Mal, wenn der Handwerker oben gegen die Wand stieß, rieselten bei mir Putz und Sand von der Decke. Außerdem haben die Vibrationen dazu geführt, dass im Flur die gläsernen Lampenschirme von der Decke gefallen sind – zum Glück sind die sehr robust und sind nicht zersprungen. Außerdem wurden weder die Katzen noch ich davon getroffen.

Laut Flurfunk soll die Wohnung Mitte Januar vermietet werden und ich hoffe, dass sich der Lärm bis dahin (und auch nach einem eventuellen Einzugstermin) in Grenzen hält und wir die kommenden Feiertage (glaubt mir, wir befürchten da inzwischen das Schlimmste) in Ruhe genießen können.