Schlagwort: Dies und Das

Dies und Das (2)

Es ist schon einige Jahre her, da habe ich ein Buch gelesen mit einem Mann, der ein Regengott war, ohne es zu wissen. Egal, wo dieser Mann hinging, Regenwolken folgten ihm auf Schritt und Tritt. Ich kann mich nicht mal mehr erinnern, von welchem Autor das Buch war, aber dieser Regengott ist bei mir hängengeblieben. In den letzten Tagen musste ich recht oft an diese Figur denken, denn egal wie gut das Wetter war, solange ich im Haus war: Sobald ich einen Fuß vor die Tür setzte, fing es an, in Strömen zu regnen.

Am Mittwoch hatte ich das Glück, dass ich auf den Pannendienst, der meinem Auto Starthilfe geben sollte, noch im Sonnenschein warten konnte. Sobald ich aber auf der Autobahn war, zogen tiefdunkle Wolken auf und ich fand mich inmitten eines zwischen Hagel und Starkregen schwankenden Wolkenbruchs wieder. Nicht gerade mein liebstes Wetter, um einige Kilometer durch die Gegend zu düsen, damit die Batterie sich wieder aufladen kann.

Auch am Donnerstag ging ich aus dem Haus und alles war trocken und friedlich – nur um wenige Minuten später (natürlich war ich zu dem Zeitpunkt schon wieder auf der Autobahn) dicken Regen zu bringen. Dummerweise lerne ich ja nicht aus meinen Fehlern, so dass ich weiterhin im T-Shirt aus dem Haus gehe und dann schnell bis auf die Haut nass werde, wenn ich mein Auto verlassen muss. (Bei Busfahrten ist es in den letzten Wochen übrigens ähnlich gewesen: Zum Bus komme ich noch bei trockenem Wetter, nach der Busfahrt lande ich im strömenden Regen … ) Mit zwei Katzentransportkörben in den Händen gibt es natürlich auch keine Gelegenheit, einen Regenschirm zu tragen, so dass ich so langsam wirklich darüber nachdenke, ob ich nicht doch eine Regenjacke benötige. Auf der anderen Seite ist dieses „Winterwetter“ ja bald auch vorbei und wir landen bei dem deutlich berechenbareren Aprilwetter, das dann wieder ein halbes Jahr andauert. 😉

Apropos Katzentransportkörbe: Unsere beiden Samtpfoten durften gestern mal wieder einen Ausflug zum Tierarzt machen. Nach einem freundlichen „Ich dachte schon, Sie hätten den Tierarzt gewechselt, weil ich Sie so lange nicht gesehen habe!“ durfte mir der Doktor bestätigen, dass es Baltimore zur Zeit erstaunlich gut geht. Irgendwann wird der Tag kommen, an dem der Tumor verhindert, dass er weiter fressen kann, und an dem er so geschwächt sein wird, dass wir eine endgültige Entscheidung treffen müssen, aber noch scheint dieser Tag überraschend weit weg zu sein. Baltimore frisst relativ gut, auch wenn er nur bestimmte Futtersorten ohne große Anstrengungen aufnehmen kann und es für ihn das einfachste ist, wenn wir ihm Sachen in die Schnauze stecken. Und der Tumor hat sich in den vergangenen acht Wochen auch nicht so radikal entwickelt, dass wir alarmiert sein müssten. Wenn ich überlege, wie schlecht es dem Kater im vergangenen Jahr teilweise ging, so ist es wirklich unglaublich, wie gut er sich zur Zeit hält!

Christie hingegen fühlt sich momentan nicht ganz so wohl, sie hat irgendwelche undefinierbaren Hautprobleme und hat sich an inzwischen vier Stellen blutig gekratzt. Der Tierarzt vermutet, dass es eine Futterallergie ist, aber da wir in den letzten sechs Monaten in der Hinsicht eigentlich nichts verändert haben, können wir nicht so schnell den Finger darauf legen, was diese Allergie ausgelöst haben könnte. Erst einmal hat sie einen Medikamentencocktail bekommen, der den Juckreiz unterdrücken und die Heilung der Haut beschleunigen soll. Wenn es damit in den nächsten Tagen gut verheilt, müssen wir sie in den nächsten Wochen nur im Auge behalten, ob es wiederkommt. Es könnte theoretisch aber auch sein, dass wir Glück haben und es nur eine einmalige Sache ist. Wir werden sehen … Abgesehen von dem Juckreiz geht es der Madame allerdings gut. Sie ist so rund wie nie zuvor, liegt den Großteil des Tages auf der Heizung, wo sie sich die Wampe wärmt, und mischt ab und an den armen Baltimore auf, der zu gutmütig ist, um sich gegen sie zu wehren.

Ansonsten gibt es eigentlich gar nichts zu erzählen. Ich wusel so vor mich hin, mein Mann und ich testen an den Wochenenden immer wieder Carsharing-Autos, weil unser Wagen den TÜV-Termin am Ende des Jahres nicht mehr überleben wird und wir schon mal überlegen, wie es dann weitergeht, und die ersten Leute kündigen ihre Besuchsabsichten für dieses Jahr an und wollen Termine absprechen. Langweilig wird es vermutlich in den kommenden Monaten nicht … 😉

Dies und Das (1)

Nachdem Feier- und Urlaubstage nun so gut wie vorbei sind und wir diese Tage wirklich sehr gemütlich verbracht und rundum genossen haben, wird es Zeit wieder in den Alltag hineinzufinden. Lustigerweise habe ich – abgesehen von dem letzten Sachbuch für die Challenge – zwischen Weihnachten und dem 3. Januar keine einzige Buchseite gelesen. Dafür ging es dann am ersten Montag in diesem Jahr mit „Untold“ von Sarah Reese Brennan los – und ich musste feststellen, dass es ganz seltsam ist, dass ich in diesem Jahr meine gelesenen englischen Titel nicht separat auf meiner Challenge-Seite zähle.

Neben dem ganz normalem Alltag, gibt es ein paar Dinge, die ich in diesem Jahr (ernsthaft) in Angriff nehmen möchte und weil ich es eigentlich ganz angenehm finde, wenn ich eine Liste habe, an der ich mich orientieren kann (und die nicht in meinem üblichen Notizzettel-Stapel untergeht), gibt es hier eine Aufstellung dazu:

– Das kleine Zimmer streichen.
(Was bedeutet, dass ich wieder einige Buchstapel und viele andere Dinge herumräumen darf.)

– Drei Schränke für Comicboxen für das kleine Zimmer bauen, damit ich den Platz im Balkonzimmer anderweitig nutzen kann..
(Diese Schränke dienen gleichzeitig als Testläufe für meine geplanten Bücherregale.)

– Die Näharbeiten an dem großen Quilt beenden und das eigentliche Quilten in Angriff nehmen.
(Da mir immer kleinere Projekte dazwischen kommen, zieht sich dieser Quilt schon seit Jahren hin.)

– Das große Beet im Garten weiter bepflanzen.

– Ein gutes Sauerteigbrot backen.

– Vorhänge für das kleine Zimmer nähen.

– Endlich mal wieder eine Zeichnung in Angriff nehmen (- was auch bedeutet, dass ich vorher meine Materialien rauskramen und sichten sollte).

Damit sollte ich in den nächsten Monaten ganz gut beschäftigt sein, denn jede mit der Hand genähte Naht benötigt ja auch so ihre Zeit. Ich habe auf jeden Fall versucht nicht zu viele Punkte auf die Liste zu setzen. Mal schauen, was Ende des Jahres davon verwirklicht wurde. 😉

Dies und Das (7): Weihnachten und SuB-Zuwachs im Dezember (2)

Ich habe mir vor dem Schreiben dieses Beitrags meinen „Nach-Weihnachts-Post“ von letztem Jahr angeschaut und musste sehr schmunzeln, wie unterschiedlich diese beiden Jahre gelaufen sind. Habe ich im vergangenen Jahr bis zum späten Nachmittag gewuselt und die Wochen vor Weihnachten unheimlich viele Projekte in Angriff genommen (und zum Großteil sogar beendet! :D), so lief es in diesem Dezember bei mir so geruhsam wie möglich. Dieser Vorsatz hat auch unsere Feiertage bislang bestimmt und wird noch bis nach Silvester beibehalten.

Am Weihnachtstag waren wir so früh am Morgen einkaufen, dass wir um acht Uhr stressfrei wieder zu Hause waren, danach habe ich nur noch die traditionelle Panna Cotta zubereitet, während mein Mann (nach einem wagemutigen Ausflug in die Innenstadt) eine Runde mit dem Staubsauger durch die Wohnung gedreht hat und danach gab es bis zum Abend nur noch Sofa, Keksteller, Bücher und Spiele, wobei die in den letzten Wochen eingetroffenen Geschenke von Freunden und Familienmitgliedern schon dekorativ auf dem Tisch lagen.

Etwas erschlagen haben mich die Geschenke schon, vor allem, nachdem mir bewusst wurde, dass nur zwei der vielen Päckchen für meinen Mann waren, weil dieser sich in diesem Jahr Gutscheine für eine größere Anschaffung gewünscht hat. Bei mir hingegen macht es sich bemerkbar, dass ich inzwischen so viele englische Bücher lese – und die deutlich billiger sind als deutsche Romane. Und da all meine Lieben anscheinend ihren Etat gründlich genutzt haben, kam es zu einem beachtlichen SuB-Zuwachs. Mein Mann meinte nach einem Blick auf die Stapel schon, dass er froh sei, dass er nicht meine SuB-Liste aktualisieren müsste – zur Strafe habe ich ihn dann Autoren und Titel vorlesen lassen, während ich die Romane eintrug. 😉

Der erste Feiertag lief dann eigentlich genauso entspannt weiter. Nach einem gemütlichen Frühstück (und „Arthur Weihnachtsmann“ schauen) hat sich mein Mann den Laptop geschnappt und per Voice-Chat und Brettspielsoftware mit seinen Freunden gespielt, während ich Nudelsalat und Nachtisch gemacht habe. Damit war das Kochen für gleich drei Tage erledigt und mit Milchkaffee und Keksen ging es wieder aufs Sofa. Trotz des bereitgelegten Buches (natürlich ein geliehenes Sachbuch, weil ich mich bei der Auswahl mal wieder nicht entscheiden kann *g*) habe ich allerdings nicht besonders viel gelesen, sondern lieber etwas gedümpelt, ein Nachmittagsschläfchen eingelegt und die beiden superschmusigen Katzen geknuddelt.

Wie gesagt, so wird es wohl die kommenden Tage auch weitergehen – wenn auch vielleicht mit etwas mehr Lesezeit – und genauso gefällt es mir gerade sehr gut! Ich hoffe, eure Feiertage verlaufen ebenfalls so stressfrei wie möglich und ihr habt den Weihnachtsabend so verbracht, wie ihr es euch vorgestellt hattet. 🙂

Dies und Das (6): Verwöhntag und SuB-Zuwachs im November

Wie in jedem November lassen sich mein Geburtstag, an dem ich mich gründlich verwöhnen lasse, und mein „SuB-Zuwachs“ nicht voneinander trennen. Auch in diesem Jahr habe ich diesen Verwöhntag rundum genossen. Mein Mann hat die Gelegenheit genutzt und ein paar Tage freigenommen, um noch ein paar Urlaubstage abzubauen, und so sind wir morgens in unser Lieblingscafé gegangen und haben den Tag mit einem gemütlichen und sehr leckeren Frühstück begonnen.

Ich mag dieses Café wirklich sehr, es ist auf eine entspannte Weise trubelig, das Publikum ist total gemischt und passt vielleicht gerade deshalb erstaunlich gut zusammen und das Essen ist sehr lecker mit qualitativen, regionalen (Bio-)Zutaten. Und wenn man Sonderwünsche hat oder noch eine Extrascheiben von dem leckeren Brot haben möchte, weil noch so viele Leckereien zu probieren sind, dann geben einem der Besitzer und die Angestellten das Gefühl, als ob sie sich freuen würden, dass sie etwas für einen tun können. Es ist familiär und trotzdem kann man schön für sich bleiben, wenn man einfach nur seine Ruhe haben möchte. 😉

Auf dem Rückweg vom Café haben wir dann noch ein paar Erledigungen abgearbeitet und bei der Gelegenheit noch bei einer Bäckerei Kuchen für den Nachmittag gekauft – weil wir uns nicht entscheiden konnten, wurden es dann genügend Stücke, um auch noch was zum Nachtisch am Abend zu haben. Nur gut, dass mein Mann und ich eh immer den Kuchen teilen, damit wir möglichst viele Geschmacksrichtungen probieren können, sonst wäre die Entscheidung noch schwieriger geworden.

Nach dem Katzenfüttern habe ich mich dann auf meine Geschenke gestürzt – so viele tolle Bücher! – und den Rest des Tages dann nur noch mit dem Telefon in der Hand verbracht. Es war wieder ein wunderschöner Geburtstag mit so vielen lieben Menschen, die an mich gedacht (und meinen Wunschzettel geplündert) haben! 🙂

All die tollen Bücher sorgen natürlich auch dafür, dass der (englische) SuB wieder ansteigt, aber damit kann ich gerade ganz gut leben. Genau genommen sind folgende Titel neu bei mir eingezogen:

Simon/Simon/Schmidt/Knezevic: Das große Buch vom Brot

Ein sehr ausführliches Buch rund ums Brot mit ausführlich bebilderten klaren Anleitungen und sehr lecker klingenden Rezepten. Mal schauen, ob ich in diesem Jahr noch meinen ersten eigenen Sauerteig ansetze oder erst einmal mit gekauftem experimentiere. Auf jeden Fall werde ich das Brot- und Brötchenbacken in den nächsten Monaten noch etwas ernster angehen. 🙂

Marie Brennan: The Tropic of Serpents
Marie Brennan: Voyage of the Basilisk
[Fortsetzungen von „A Natural History of Dragons“]

Diana Pharaoh Francis: The Black Ship
[Fortsetzung von „The Cipher“]

Cindy Pon: Serpentine
[Jugendfantasy mit chinesischen Einflüssen]

Patricia C. Wrede: Snow White and Rose Red
[Märchenadaption von einer Lieblingsautorin! *hach*]

Morgan Keyes: Darkbeast
[Märchenhafte Jugendfantasy zum Ausprobieren – ein erstes Anlesen macht schon sehr viel Lust auf die Geschichte!]

Jessica Kremser: Frau Maier sieht Gespenster
[Fortsetzung von „Frau Maier fischt im Trüben“ und „Frau Maier hört das Gras wachsen“]

Diana Pharaoh Francis: Bitter Night
Diana Pharaoh Francis: Crimson Red
[Nicht SuB-relevant, da schon als deutsches eBook gelesen.]

D.B. Jackson: Thieve’s Quarry
[Fortsetzung von „Thieftaker“]

Dies und Das (5): Die Sache mit der Wolle

Dass ich in den letzten Jahren eigentlich nur noch Socken gestrickt habe, dürftet ihr inzwischen alle wissen – die einzigen Ausnahmen in den letzten sechs Jahren waren ein Schal (selten genutzt, weil selbst im allertiefsten Winter schrecklich warm), zwei Mützen (immer noch nicht gespannt und vernäht *hüstel*) und zwei Handtaschen (die ich zwar immer noch hübsch finde, aber eigentlich auch nie nutze, da ich eher ein Rucksack-Mensch – oder ganz ohne Tasche unterwegs – bin). Das ganze Sockenstricken sorgt dafür, dass sich im Laufe der Zeit einige Reste ansammeln.

Manchmal kaufe ich dann einfarbige Wolle, die zu meinen Resten passt, und verarbeite die mit den Resten zu Ringelsocken. Doch irgendwann habe ich dann auch davon ein Reste übrig und dann beginnt das große Puzzeln.

Jedes Mal denke ich, ich sollte nur noch einfarbige Wolle verarbeiten und auf die gemusterten Knäuel verzichten, denn die sind so schlecht kombinierbar. Aber dann sehe ich im Angebotskorb meines Wollladens doch wieder eine Farbkombination, die mich anspricht, und dann werde ich wieder schwach. Also werde ich wohl weiterhin alle paar Monate versuchen mit meinen Resten eine einigermaßen ansprechende Farbzusammenstellung zu finden, bei der die Wollmenge ausreicht, um Ringelsocken zu stricken.

Das erste Sockenpaar wird also aus grauen, blauen, blaugraugemusterten und brombeerfarbenden Ringeln bestehen – und danach versuche ich mich vermutlich an orange, orange-weiß-meliert und mittelgrün … 😉

Dies und Das (4): Wochenende

Endlich Wochenende! Dieser Monat war bislang wirklich anstrengend. Ich habe viel zu tun und dazu kommt, dass ich nachts zu wenig schlafe, weil ich nicht früher als sonst ins Bett komme, aber trotzdem jeden Morgen um sechs Uhr aufstehen muss. Das Ganze macht mich etwas unkommunikativ, außerdem passiert wenig, worüber ich plaudern könnte, und obwohl ich gerade trotz allem erstaunlich viel zum Lesen komme, sind dabei keine Bücher, die ich rezensieren mag. Ich hoffe, dass das spätestens im Oktober wieder etwas besser wird.

Erst einmal bin ich wild entschlossen, mich an diesem Wochenende vor allem zu erholen. So wild entschlossen, wie man sein kann, wenn man seit drei Tagen fast nur noch Regen vor dem Fenster sieht und dabei daran denkt, dass man sich ja zum Nachbarschaftsfest, das heute Abend auf dem Rasen hinter dem Haus stattfindet, angemeldet hatte. Dank des Dauerregens steht der Rasen ziemlich unter Wasser und ich habe keine Schuhe, die mit solcher Nässe umgehen könnten und in denen ich eine Weile stehen könnte. (Meine Gartenschuhe sind die einzigen, die zumindest von unten wasserdicht wären, aber bequem sind die nicht …) Es sieht aber auch nicht danach aus, als ob die Party von den Organisatorinnen abgesagt würde, was immerhin bedeutet, dass ich nicht umsonst gestern ein Kilo Hefeteig angesetzt habe. Ich bin gespannt, was das noch wird. Im schlimmsten Fall endet das Fest für mich sehr früh und bringt eine sehr heiße Dusche vor dem Schlafengehen mit sich. 😉

Bis es soweit ist, den Teig in den Ofen zu werfen, bleibe ich auf meinem Sofa und lese weiter in „Flammenwüste“. Den Anfang fand ich schon mal sehr nett, auch wenn ich überrascht war, dass es wohl eher ein Jugendbuch ist. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass viele Verlage auf eine solche Altersangabe inzwischen verzichten, in der Hoffnung, dass die Geschichte Jugendlichen und Erwachsenen gefällt. Bei mir haben sie da ja häufig Glück, auch wenn ich immer ein paar Seiten benötige, um mich darauf einzustellen. Aber ich könnte mir vorstellen, dass es genügend Erwachsene gibt, denen aufgrund der jugendlichen Perspektive der Roman nicht gefällt, während es gewiss einige Jugendliche gibt, die auf das Buch gar nicht erst aufmerksam werden, obwohl es ihnen gefallen könnte. In meinen Augen ist das auf jeden Fall ein ungeschicktes Vorgehen.

Während ich mit meinem Buch auf dem Sofa sitze, schläft Christie auf der Armlehne (auf die ich gern meine Füße legen würde) und sieht unheimlich niedlich aus. Man möchte gar nicht glauben, was für eine kleine Nervensäge sie zur Zeit ist. Denn jedes Mal, wenn wir versuchen, Baltimore – der durch den wachsenden Tumor Probleme beim Fressen hat – etwas extra zu füttern, kommt die Madame an und klaut dem armen Kerl regelmäßig das Futter unter der Nase weg. Inzwischen hat sie auch ein paar beeindruckende Extrapolster bekommen und sich so von unserer leichtesten zu unserer schwersten Katze entwickelt. 😉

Was die beiden Kater angeht, endet jeder Tierarztbesuch mit einem zwiespältigen Gefühl, denn es geht ihnen jedes Mal schlechter als beim vorherigen Termin, aber besser als erwartet. Die beiden leben jetzt schon so viele Wochen mit ihren Erkrankungen und scheinen – trotz der damit verbundenen Probleme – das Leben noch so zu genießen. Hatte Shandy sich in den ersten Monaten noch stark zurückgezogen, so sucht er jetzt wieder deutlich mehr Nähe. Er vergräbt beim Schmusen seinen Kopf in meiner Hand und wenn wir nachts ins Bett gehen, legt er sich zwischen unsere Kopfkissen. Wir genießen diese Momente sehr …

Dies und Das (3)

Erst das dritte „Dies und Das“ in diesem Jahr – ich hatte anscheinend bislang nicht so viel Plauderbedarf. 😉

Die jedes Jahr stattfindende Besuchswoche mit Bibendum ist gestern vorbeigangen. Wie immer war es total nett und entspannt und wir haben uns miteinander wohlgefühlt. Allerdings fiel uns am Freitag, als mein Mann in der Stadt von einem Arbeitskollegen gefragt wurde, was wir denn in der Woche gemacht hätten, auf, dass wir die aktiveren Sachen von unserer Liste (Schwimmen, Bowling u.ä.) gar nicht auf die Reihe bekommen haben. Dafür gab es wieder Restaurant- und Cafébesuche mit sehr leckerem Essen, ein paar Stadtbummel (ich habe neue Schuhe gefunden! :D) und Bibendum und mein Mann haben sich stundenlange Billiardschlachten (an der PS3) geliefert. *g*

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So richtig glücklich bin ich mit dem Garten noch lange nicht. Es ist alles imer noch im Umbruch und viele Pläne musste ich für dieses Jahr wieder auf Eis legen. Dafür mag ich gerade meine beiden Balkonkästen (inklusive der bewässernden Frösche) sehr. Die Margeritenblüten fallen zwar regelmäßig der Hitze zum Opfer, aber da auch immer wieder neue Blüten kommen, hoffe ich darauf, dass ich im Herbst noch etwas von der Blume habe. Wenn es Zeit ist, die Balkonkästen im Herbst zu entfernen, wandern die Pflanzen in den Garten und ich bin gespannt, was davon den Winter überlebt.

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Ich trau mich kaum, es zu schreiben, aber den Katern geht es zur Zeit erstaunlich gut. Shandy nimmt zwar leider kontinuierlich ab, aber seine Werte sind – angesichts der kaputten Nieren – in Ordnung und er hat in den letzten Wochen deutlich an Sicherheit und Kraft zurückgewonnen. Seit einer knappen Woche ist er sogar wieder in der Lage, auf den Kratzbaum zu klettern oder über die Brücke auf das Bücherregal zu springen. Bei Baltimore wächst der Tumor zwar weiter und er ist inzwischen regelmäßig auf Schmerzmittel angewiesen, aber seitdem er zweimal am Tag eine winzige Portion Insulin gespritzt bekommt, ist er munterer und hat sogar deutlich zugenommen. Dafür, dass wir uns im Juni sicher waren, dass sie den Monat nicht überleben würden, genießen sie das Leben doch gerade ganz schön. Ich hoffe, es läuft so noch eine Weile weiter … 🙂

Dies und Das (2): Ich lese …

…, aber ich schreibe gerade nicht darüber.

Auf der einen Seite habe ich wenig Ruhe zum Schreiben (und Kommentieren – sorry!), auch weil die Sorgen mit den zwei Katern kein Ende nehmen. Beide waren in den letzten 2 1/2 Wochen je 5 Tage beim Tierarzt einquartiert und haben stark abgebaut, zeigen aber glücklicherweise immer wieder, dass sie Streicheleinheiten und leckeres Futter noch genießen können und noch lange nicht aufgegeben haben.

Auf der anderen Seite lese ich gerade Titel, zu denen mir nichts zu schreiben einfällt. Darunter fallen Bücher, die ich schon mal gelesen (und vielleicht sogar rezensiert) habe und bei denen ich genau weiß, dass sie mich ablenken können, es aber auch nicht schlimm ist, wenn ich mal ein paar Seiten lang nicht so aufmerksam bin. Oder Reihenfortsetzungen zu Serien, bei denen ich die vorhergehenden Bände schon nicht (mehr) besprochen habe, weshalb ich mich nicht zu einer Rezension aufraffen kann. Oder ich greife zu Mangareihen und entspanne mich damit – unter anderem habe ich in diesem Monat schon die 14 Love-Hina-Bände gelesen (und dabei festgestellt, dass ich die Anime-Serie ein bisschen lieber mag, weil die Geschichte da früher endet und so einige Irrungen und Figuren wegfallen). Außerdem habe ich mir einen Band mit Sherlock-Holmes-Kurzgeschichten auf den Wohnzimmertisch gelegt und lese immer mal wieder eine davon.

Theoretisch könnte ich eine Rezension zu „Mit Miss Marple aufs Land“ schreiben, aber das schiebe ich vor mir her, weil meine Gedanken zu dem Titel noch nicht so richtig geordnet sind. Und ich hoffe, ich kann in den nächsten zwei Wochen genügend Motivation und Konzentration zusammenkratzen, dass ich „Der Atlantik“ noch vor dem Abgabetermin der Bibliothek fertigbekomme, denn der Titel ist schon vorgemerkt und kann deshalb nicht verlängert werden. Eigentlich hat das Buch gut angefangen, aber es benötigt doch etwas mehr Aufmerksamkeit als eine Kurzgeschichte, ein schon bekannter Roman oder ein locker-leichter Fantasy-Cozy-Mystery …

Was ich eigentlich sagen will: Hier auf dem Blog ist es gerade ruhiger und wird wohl noch eine Weile so bleiben, aber ich bemühe mich, ab und an ein Lebenszeichen zu hinterlassen und mich auch bei euch hier und da mit einem Kommentar zu melden. 🙂

Dies und Das (1): Urlaubsende

Da mein Mann heute wieder zur Arbeit muss, ist unser „Urlaub“ nun offiziell zu Ende. Aber ein paar kleine Erinnerungen mag ich doch noch an die vergangenen Tage hier festhalten, bevor der Alltag wieder losgeht.

Die gemeinsamen Tage mit der besuchenden Familie begannen mit einer Apfeltarte in unserer Wohnung.

So früh am Tag und doch so dunkel.
Am nächsten Morgen wurden wir dann vom Schnee überrascht, der den ganzen Tag fiel, bis sich eine schöne dichte Schneedecke über die Stadt gelegt hatte. Während der Tag mit einem leckeren Frühstück in einem Café begann, konnten wir noch nicht so ganz glauben, dass der Winter jetzt doch noch Einzug gehalten hatte. Doch spätestens als der Wind immer schneidender wurde, mussten wir einsehen, dass bei dem Wetter gemütliche Stadtbummel und Spaziergänge von der Liste der geplanten Dinge gestrichen werden mussten.
So verbrachten wir die folgenden Tage vor allem in Cafés und Restaurants, unterbrochen von Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, kurzen Fußmärschen durch die Stadt, Aufwärmrunden in kuscheligen Lounges und einer unvergesslich sonnig-frostigen Stadtrundfahrt in einem ungeheizten Bus, bei dem nur eine Plane den Fahrgast auf dem Oberdeck von draußen trennte. *g* Ich glaube nicht, dass ich je zuvor so viel heißen Milchkaffee getrunken habe, und wir haben viel geschwatzt und erzählt und die Zeit miteinander genossen. Die gemeinsamen Tage waren viel zu schnell vorbei.

So köstlicher Maronen-Creme-Kuchen. 🙂
So schön die Zeit mit dem Besuch war, so angenehm war es auch, dass wir dann an den ersten Tagen dieses Jahres keinerlei Verabredungen oder Termine hatten. Wir haben die Füße hochgelegt, die schrecklich vernachlässigten Katzen beschmust und verhätschelt, viel geredet und gespielt, DVDs geschaut und gelesen. Während ich noch versuchte, genügend Ruhe zu finden, um endlich mal wieder einen Harry-Dresden-Roman zu lesen, hat sich mein Mann auf unsere neue Box mit den James-Bond-Romanen gestürzt und so viel Gefallen daran gefunden, dass er gleich drei Bücher hintereinander weggelesen hat. 😀 

Um das kulinarische Verwöhnen noch einmal auszukosten, gab es gestern Abend (wie schon am Weihnachtsabend) eine leckere Ofengemüse-Frittata und sehr feinen Himbeer-Milchreis zum Nachtisch. Wir haben weiter die Nase in unsere Bücher gesteckt und die letzten Urlaubsstunden ausgekostet. Aber heute hat uns dann der Alltag wieder und neben der restlichen Flur-Renovierung sowie den angefangenen und nicht fertiggenähten Projekten liegen für mich auch schon das erste Sachbuch für dieses Jahr und ein Buch aus dem Alt-SuB bereit. Ich bin gespannt, wann ich wieder meinen gewohnten Rhythmus gefunden habe und anfange, über Bücher zu bloggen. 😉

Ach ja, als Entschuldigung für den wirklich ohrenbetäubenden Lärm, der – vor allem durch vier aufgedrehte Kinder – in der Silvesternacht in der Wohnung über uns entstanden war, gab es von den zerknirschten Nachbarn eine Flasche Wein und eine Blume. Jetzt hoffe ich nur, dass das arme Pflänzchen auf meiner Küchenfensterbank überlebt … 

Dies und Das (10): Weihnachten/Adventslesen/Renovierungskram

Wie schon erwartet, wurde unser Weihnachtsfest ungewöhnlich geschäftig. So habe ich am 24. erst gegen 17 Uhr meine Leiter und die Renovierungssachen weggeräumt, und dann dauerte es noch ein bisschen, bis das Essen im Ofen, die Geschenke auf dem (frisch gestrichenen und deshalb wieder wunderschönen) Tisch lagen und wir den Abend genießen konnten. Es gab übrigens eine Gemüse-Frittata und zum Nachtisch ganz traditionell Panna Cotta mit Mango-Kompott. So eine fantastische Mango hatten wir noch nie, allerdings war ich etwas zu ungeduldig beim Auslösen der Panna Cotta aus der Form, so dass das Schneeflockenmuster ziemlich verlaufen ist. *g* Nach dem Essen haben wir ganz in Ruhe und genüsslich unsere Geschenke ausgepackt und einen gemütlichen Abend miteinander verbracht.

Gaaanz überraschend gab es ein paar neue Bücher für mich zu Weihnachten … und ein paar Bücher … und eine CD und ein Spiel. 😀 Nur gut, dass die Schuber nicht auf den SuB wandern, weil ich die Geschichten eigentlich schon kenne. „Eigentlich“, weil die Bond-Romane (die meinem Mann und mir geschenkt wurden) von Cross Cult neu übersetzt und ungekürzt veröffentlicht wurden und weil ich bei den Sherlock-Holmes-Bänden zwar davon ausgehe, dass ich im Laufe der Jahre alle Geschichten gelesen habe, aber nicht 100%ig sicher sein kann, weil ich die in unterschiedlichen Ausgaben aus verschiedenen Bibliotheken ausgeliehen hatte.

Der erste Feiertag verlief dann überraschend entspannt, weil der Trocknungszustand meines Flurs keine großen Renovierungsfortschritte erlaubte. Also habe ich umdisponiert, mich damit abgefunden, dass ich vor dem Eintreffen des Besuchs eh nicht fertig werde, und den Tag entspannter verbracht als vorher erwartet. Ich habe sogar Zeit gefunden, um endlich (!) das Mumin-Buch zu beenden, das ich während des Adventslesens angefangen hatte. Die Geschichte und die Zeichnungen sind so knuffig – der nächste Band steht schon auf meinem Wunschzettel. 😀

Da heute unser Besuch eintrifft, wird der Flur in den nächsten Tagen von mir erst einmal in Ruhe gelassen. Und auch für weitere Lesestunden habe ich wohl erst einmal nur wenig Zeit, immerhin habe ich seit dem 4. Advent noch zwei Hörbücher – „Der Mord an Roger Ackroyd“ und „Mord im Orientexpress“ von Agatha Christie – gehört. So habe ich zwar während des Adventslesens lange nicht so viel Zeit mit Büchern verbracht, wie ich gehofft hatte, aber ich habe den Austausch mit den anderen Lesern wieder sehr genossen. Vielen Dank an Ariana, dass sie das ermöglicht hat!

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Aktueller Projektstand:


– Regalbrett gestrichen und in der Küche angebracht
– kleiner Esstisch gestrichen und gegen den großen Schreibtisch im Wohnzimmer ausgetauscht
– Sofatisch gestrichen
– Schlafzimmervorhänge fertig genäht
– Sofabezüge genäht (Ersatzbezüge angefangen)
– Wohnzimmervorhänge weitergenäht (noch nicht beendet)
– Flurrenovierung angefangen (noch zwei Arbeitstage bis zur Fertigstellung)