Schlagwort: Katzen

Sofa-Katzen im November

Als Erstes sollte ich wohl erwähnen, dass wir noch nicht heizen und dass ich deshalb nachmittags zum Schreiben häufig mit dem Netbook unter einer Decke auf dem Sofa verschwinde. Christie findet die Wärme, die ich dabei abgebe, ganz toll und sorgt in der Regel dafür, dass sie auch (oft genug ganz allein) davon profitiert – was mir viele Gelegenheiten gibt, um unsere kleine Kampfkatze zu fotografieren.

Christie hängt auf meinen Knien – und mag definitiv nicht von der Kamera gestört werden. 😀

Christie hat sich mal wieder zwischen mich und die Sofalehne gequetscht. 

Manchmal duldet sie auch eine weitere Wärmequelle an ihrer Seite …

… oder sogar zwei. Was dann für mich der Zeitpunkt ist, an dem ich gern mal wieder frei atmen würde.

Sofa-Christie

Als Christie bei uns einzog, war sie halb wild und ließ sich nicht anfassen. Es hat Jahre gedauert, bis sie zu einem von uns kam und signalisierte, dass sie Aufmerksamkeit haben möchte. Und es immer noch mit einem Risiko verbunden, wenn man sie streichelt, weil ihre Stimmung jederzeit von Genuss zu Aggression umschlagen kann. Man merkt einfach, dass sie als kleine Katze nicht gelernt hat, dass man einem Menschen ruhig vertrauen kann. Umso kostbarer sind die Stunden, die sie mit uns schmust. Dabei ist eine ihre Lieblingspositionen zwischen mir und der Sofalehne, wobei sie ihre Hinterpfoten fest gegen mein Bein stemmt, sich seitlich legt und sich den Bauch kraulen lässt. Dabei passiert es nicht selten, dass sie mit ihren Vorderpfoten meine Hand einfängt und kleine Bisse verteilt, aber das Risiko gehe ich bei dem hübschen Anblick doch gern ein. 😉

Ich kann so nicht lesen!

Auch wenn ich nicht mehr so viele Seiten in „The Cuckoo’s Calling“ vor mir habe, so sollte ich mich langsam ranhalten, damit ich das Buch vor Mittwochvormittag beendet habe.

Wenn man aber nicht mal an den Roman herankommt, weil ein Puschelkater beschlossen hat, dass das Buch ein guter Ruheplatz ist …
… oder dass er unbedingt jetzt bekuschelt werden muss …
… dann wird es wirklich schwierig mit dem Lesen!
Und bei diesem Blick …
… bringe ich es auch nicht übers Herz, Baltimore abzuweisen und
das Buch einfach unter ihm hervor zu ziehen.
Aber immerhin hat mir sein Aufmerksamkeitsbedürfnis die Gelegenheit verschafft, in meinem 1000. Beitrag über zwei Elemente meines Lebens zu schreiben, dir mir sehr wichtig und deshalb seit mehr als fünf Jahren ein großer Bestandteil meines Blogs sind. 😉

Oktober-Katzen

Da ich im Moment wenig Zeit zum Bloggen und wenig Zeit zum Lesen (ich hänge immer noch an „The Cuckoo’s Calling“) habe, aber immerhin zwischendurch mit der neuen Kamera rumspiele, gibt es heute ein paar Katzenfotos für euch.

Baltimore liebt die Kamera und will immer seine Nase ins Objektiv drücken.

Logan hingegen findet es nicht so toll, wenn er fotografiert wird. 😀

Unserer Hübschen wird es zur Zeit schon wieder zu kalt, da hilft nur noch einrollen …

… oder mit einem warmen Menschen schmusen.
Shandy hingegen fühlt sich zur Zeit angenehm entspannt.

„Ausflug“ mit Shandy

Irgendwie schaffen es Katzen ja grundsätzlich so krank zu werden, dass der Tierarzt gerade nicht erreichbar ist. Gestern Abend habe ich beim Wegwischen einer seiner Pfützen feststellen müssen, dass Shandy Blut im Urin hatte – natürlich zu einer Zeit, als der Tierarzt schon geschlossen hatte. Aber so dringend, dass ich nun in die Notfallklinik hätte fahren müssen, war es zum Glück nicht. Der Kater benahm sich relativ normal, hat gut gefressen, bewiesen, dass er pinkeln konnte, mit mir gekuschelt und schien sein ganz normales grumpiges Selbst zu sein. Trotzdem waren wir natürlich die Nacht über unruhig und da ich (dank Erkältung) gerade eh nicht gut schlafen kann, habe ich immer mal wieder ein Ohr auf seine Aktivitäten gehabt.

Heute morgen habe ich dann eine Minute nach Öffnung in der Praxis angerufen, mir einen Termin geben lassen (zum Glück klappte es noch am späten Vormittag) und ausnahmsweise war ich sogar relativ froh über die Pfütze, die ich kurz vor der Abfahrt im Badezimmer fand – so konnte ich immerhin gleich eine Urinprobe mit zum Tierarzt nehmen. Auch das Einladen ging gut, Shandy hatte anscheinend nicht erwartet, dass er dieses Mal einen Ausflug machen würde und ließ sich problemlos in den Transportkorb setzen, und ab ging es auf die Autobahn. Dort hatte ich wieder eine Menge Glück, denn wenige Fahrzeuge vor mir löste sich ein LKW-Reifen in seine Bestandteile auf. Reifenfetzen flogen über die Fahrbahn (die sind selbst kaputt überraschend groß), es kam auf zwei gut gefüllten Fahrbahnen zur kollektiven Vollbremsung, aber es passierte kein einziger Auffahrunfall. Der LKW landete am Ende auf dem Standstreifen (wo er zwei Stunden später immer noch war), der Rest von uns fuhr vorsichtig und langsam an den Reifenresten vorbei und niemandem ist was geschehen – das hätte auch anders ausgehen können.

Beim Tierarzt wurde Shandy dann von Kopf bis Pfote durchgecheckt inklusive Urinuntersuchung und großem Blutbild. Er hat eine Blasenentzündung, die Nierenwerte sind leicht erhöht (was bei seinem Alter häufiger der Fall ist) und müssen im Auge behalten werden (im Dezember gibt es also noch einmal Bluttests). Wenn er gut auf die Tabletten anspricht, die wir mitbekommen haben, dann ist die Sache mit der Blasenentzündung in ein paar Tagen erledigt. Während er die gesamte Fahrt hindurch in einer Tonlage seinen Unmut in die Welt hinausbrüllte, dass mir die Ohren klingelten, war er beim Tierarzt erstaunlich ausgeglichen und ließ alles mit sich machen. Überhaupt scheint es ihm überraschend gut zu gehen, wenn man bedenkt, dass er heute beim Tierarzt war. Seine Hauptsorge bei der Heimkehr war die kurz darauf folgende Fütterung, die natürlich wieder viel zu spät erfolgte und viel zu wenig Futter für ihn versprach, und danach hat er sich auf mir zusammengerollt und ein Verdaungsnickerchen genossen. Irgendwie hatte ich mir die Ergebnisse der heutigen Untersuchung etwas dramatischer vorgestellt und bin sehr erleichtert, dass der Kater so gut beieinander ist.

Gut genug beieinander, um sogar die Aufmerksamkeit bei einer kleinen Fotorunde zu genießen (und irgendwann hätte ich gern eine Kamera, die auch bei diesem Licht schnell genug ist, um seine „auf dem Rücken liegen und das Bauchkraulen genießen“-Bewegungen einzufangen):

Juli-Katzen

Während der heißen Tage in den letzten Wochen wäre es theoretisch relativ einfach gewesen die Katzen zu fotografieren, denn keine von ihnen wollte sich groß bewegen. Doch da wir spätestens ab 11 Uhr vormittags die Rollläden runterlassen, damit die Sonne nicht so in die Wohnung knallt, ist es eigentlich zu dunkel, um die Samtpfoten abzulichten. Ich habe trotzdem das eine oder andere Foto gemacht, das ich euch zeigen mag.

Baltimore
Christie ist schon mal versandfertig 😉
Logan und Baltimore – vollkommen erschöpft

Die beiden alten Coon-Herren leiden unter den warmen Temperaturen mindestens ebenso sehr wie ich und haben in den letzten Wochen (wieder mal) radikal abgenommen. So gut kann ich die beiden Kater den Winter über gar nicht füttern, dass sie den Sommer mit einem „normalen“ Gewicht überstehen. Das finde ich jedes Jahr wieder beängstigend …