

























Meine Lektüre im Juli war eine Mischung aus „ich nutze die kühleren Tage für die Scavenger Hunt TBR Book Challenge und SuB-Abbau“ und „ich müsste mich wirklich mal mit den älteren ungelesenen Titeln auf meinem eReader beschäftigen“. Das hat allerdings auch dazu geführt, dass der Großteil der gelesenen Romane nur „nett“ war und nicht herausragend. Aber ein paar Worte will ich zu den Titeln, die ich nicht noch mit einer einzelnen Rezension bedenken möchte, doch verlieren.
„The Undermining of Twyla and Frank“ ist Anfang Juli 2024 veröffentlicht worden und eine Geschichte, die unabhängig von „The Undertaking of Hart and Mercy“ lesbar ist, aber in derselben Stadt (und nach den Ereignissen rund um Hart und Mercy) spielt. Genau genommen sind Twyla und Frank Kollegen von Hart, und nach den Vorkommnissen im ersten Band müssen sie damit zurechtkommen, dass sich ihre Rolle als Tanrian Marshals deutlich verändert hat. Ich mochte, dass es sich dieses Mal um eine „old friends to lovers“-Geschichte handelte, auch wenn ich beide Figuren ab und an gern geschüttelt hätte, weil sie so sehr darauf beharrten, dass sie doch nur Freunde sind.
Außerdem fand ich es spannend, mehr über die Welt, die Megan Bannen für ihre Romane geschaffen hat, zu erfahren – vor allem über den Bereich, in dem vor langer Zeit die Götter eingesperrt waren und in dem es noch so einiges zu entdecken gibt. Auf das Buch hatte ich mich gefreut und es dann auch direkt nach Erscheinen genossen. Den Weltenbau finde ich wirklich faszinierend und die Liebesgeschichte hat mich (trotz der immer mal wieder vorkommenden Begriffsstutzigkeit der Charaktere) gut unterhalten. Den dritten Band („The Undercutting of Rosie and Adam“), der im Juli 2025 erscheinen soll, habe ich dann auch schon mal vorbestellt!
„Summer in Orcus“ lag schon längere Zeit auf meinem eReader, und bei dem Titel dachte ich, dass es ein guter Sommerroman sein könnte. Doch dann habe ich den Roman angefangen und festgestellt, dass Summer der Name der Protagonistin ist. 😉 Genau genommen ist Summer eine Elfjährige, die ihr ganzes Leben lang von ihrer überängstlichen Mutter in Watte eingepackt wurde und an deren Haus eines Tages Baba Yaga in ihrer Hütte vorbeikommt. Ein Handel mit Baba Yaga soll Summer die Erfüllung ihres Herzenswunsches bringen und führt dazu, dass sich das Mädchen in der fantastischen Welt Orcus wiederfindet. Orcus ist voller wunderbarer Kreaturen und magischer Dinge, aber die Bewohner werden von der Königin und ihrem unheimlichen Houndbreaker terrorisiert. In den meisten anderen Jugendfantasy-Romanen wäre Summer nun die langerwartete Heldin, die gegen die Königin und ihren Houndbreaker kämpfen muss, aber Summer ist definitiv keine klassische Heldin.
Ich liebe es, wie T. Kingfisher (Ursula Vernon) in diesem Roman mit den diversen Portal-Fantasy-Elementen spielt und sich dabei weigert, ausgetretene Wege zu beschreiten. Stattdessen entpuppt sich Summer als eine wunderbare Mischung aus kindlicher Neugier/Unerfahrenheit/Gerechtigkeitssinn und einem Pragmatismus, der aus dem Aufwachsen mit einer Mutter entstanden ist, deren Verhalten dafür sorgt, dass Summer regelmäßig in die Rolle der „Erwachsenen“ in ihrer Familie schlüpfen musste. Der Ton in „Summer in Orcus“ richtet sich eher an jüngere Leser*innen als die meisten anderen Bücher der Autorin, aber die Geschichte strotzt trotzdem von unheimlichen und bedrückenden Elementen. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie T. Kingfisher es schafft, all diese fürchterlichen Dinge in wunderbar absurde, fantastische Ideen und humorvolle Szenen einzubetten, so dass ich ihre Romane gleichzeitig rundum genießen und trotzdem (oder gerade deshalb) eine Menge ernsthafter Gedankenanstöße mitnehmen kann.
Die Green-Man-Romane von Juliet E. McKenna werden mir seit Jahren immer wieder in die Timeline gespült – gern auch mit dem Hinweis auf günstige eBook-Ausgaben. Was dazu geführt hat, dass ich 2020 Band 2 und 2023 Band 1 angeschafft habe, um sie jetzt im Juli dann endlich auch zu lesen. Der Protagonist der Urban-Fantasy-Reihe ist Daniel Mackmain, der Sohn eines Menschen und einer Dryade, der vom „Green Man“ zu seinem persönlichen Problemlöser ernannt wurde. Ich mochte Daniel wirklich gern, gerade weil er sich nicht so sehr von anderen Menschen unterscheidet – abgesehen davon, dass seine Verletzungen schneller heilen und er in der Lage ist, übernatürliche Wesen zu sehen. Seine Verbindung zum Green Man hingegen ist für ihn häufig eine Herausforderung, denn sie sorgt dafür, dass er eigentlich nicht sesshaft werden kann.
In „The Green Man’s Heir“ muss Daniel in der ersten Hälfte den Mord an einer jungen Frau lösen, und in der zweiten Hälfte gibt es einen neuen Fall – was mich ehrlich gesagt anfangs etwas irritiert, aber nicht so sehr gestört hat, dass ich nicht hätte weiterlesen wollen. In „The Green Man’s Foe“ hingegen muss sich Daniel um unheimliche Ereignisse rund um ein altes Herrenhaus kümmern. Insgesamt fand ich es wirklich nett, dass ich mit den zwei Romanen drei so unterschiedliche „Fälle“ zu lesen bekam. Juliet E. McKenna bietet eine unterhaltsame und spannende Mischung aus fantastischen Elementen (mit dem Schwerpunkt britische Mythologie) und realistischen (Alltags-)Problemen in unserer heutigen modernen Welt – und das aus der Perspektive eines Mannes, der eine Möglichkeit finden muss, diese beiden gegensätzlichen Seiten seines Lebens auf die Reihe zu bringen. Spätestens nach dem Lesen von „The Green Man’s Foe“ bin ich gespannt darauf, wie es mit Daniel weitergeht und welchen Wesen er sonst noch so begegnen wird.
„Books and Broadswords“ von Jessie Mihalik wurde im Juni von Stephanie Burgis in ihrem monatlichen „Dragons‘ Book Club“ (auf Patreon) empfohlen. Auf gerade mal 149 Seiten finden sich in dieser Veröffentlichung zwei fantastische, cozy Liebesgeschichten, die ich wirklich entspannend und amüsant fand. In der ersten Geschichte verlieben sich eine Drachin und ein ungewöhnlicher Ritter ineinander, in der zweiten dreht sich die Handlung um einen Drachen und eine Herdhexe, die wild entschlossen ist, sein vernachlässigtes Schloss in Ordnung zu bringen. Ich hätte es lieber gesehen, wenn Jessie Mihalik die Handlung/Welt/Protagonist*innen mehr ausgebaut und sich dafür etwas mehr Zeit genommen hätte. Aber ich mochte, dass die Drachen in dieser Welt ihren Hort nach bestimmten persönlichen Kriterien wählen, ich konnte mit dem InstaLove-Element leben und fand das Ganze so nett, dass ich noch mehr davon lesen würde. Oh, und für diejenigen, die lieber keine Sexszenen lesen: Jessie Mihalik hat in den Geschichten selber darauf verzichtet, während diejenigen, die explizite Sexszenen in ihren Liebesgeschichten bevorzugen, für jede Geschichte einen dementsprechenden Epilog lesen können.
Ich habe keine Ahnung mehr, wo ich über „Seafire“ gestolpert bin, aber der Roman lag fünf Jahre auf meinem SuB – und in der Zeit hatte ich vollkommen vergessen, dass es sich dabei um ein Jugendbuch handelt. Es gab viele Elemente, die ich an der Geschichte mochte: Ein Piratenschiff voller junger Frauen, die versuchen, in einer Welt zu überleben, die von einem mächtigen Warlord und seiner Marine beherrscht wird, die Freundschaft zwischen der Protagonistin und ihrer besten Freundin sowie das Zusammenspiel der verschiedenen Personen auf dem Schiff. Dazu sind da noch die verschiedenen (mehr oder weniger freiwilligen) Verbündeten, die die Piratinnen im Laufe der Geschichte finden.
Womit ich allerdings regelmäßig ein Problem hatte, war das unprofessionelle Verhalten der Protagonistin. Ich konnte es der Autorin einfach nicht abnehmen, dass ihre Hauptfigur in wenigen Jahren eine großartige Crew zusammengestellt hat, dass diese Piratin eine Herausforderung für Marineschiffe darstellte und dass sie eine unglaubliche Strategin sein soll. Was vor allem daran lag, dass sie sich den Großteil der Zeit total kindisch verhielt, ein „Geheimnis“ hütete, das von Anfang an auf der Hand lag, und auf den ersten Typen flog, der sich wie ein einigermaßen anständiger Mensch verhielt (und deshalb ihre gesamte Crew wie Dreck behandelte). Ich bin zu alt für diese Art von Protagonistin …


















Auch wenn das heiße Wetter noch nicht vorbei ist, beende ich hiermit meine Sommerpause. Ich muss zugeben, dass ich es überraschend genossen habe, mal zwei Monate (fast vollständig) offline zu sein. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich das in den letzten 25 Jahren schon mal hatte … Den Großteil meiner Zeit habe ich überraschenderweise mit Lesen verbracht und mich durch die Tiefen meines eReaders gewühlt und ein paar längst vergessene ungelesene Romane ausgegraben. Außerdem habe ich mir die Zeit genommen meine Merklisten mal etwas aufzuräumen (und Leseproben von Büchern zu lesen, bei denen ich mir nicht sicher war, ob ich sie wirklich noch auf der Wunschliste behalten möchte).
Was den September angeht, so hoffe ich, dass ich das mit dem Lesen weiterhin ganz gut auf die Reihe bekomme. Die aktuellen Temperaturen (für die kommende Woche sind für unsere Gegend drei „tropische Nächte“ und mehrere schwüle Tage mit über 30 Grad angekündigt) lassen mich zwar eher zur Switch greifen, aber theoretisch könnten im September ja schon die ersten Herbsttage vorkommen. Ansonsten wird es Zeit zu schauen, wie es euch so in den letzten Wochen ergangen ist, mal ein paar Rezensionen zu schreiben, bevor ich all das Gelesene ganz vergesse, und natürlich den Blog wiederzubeleben. Außerdem erwarten mein Mann und ich zum Monatsende Besuch, mit dem wir dann vermutlich eine trubelige Woche verbringen werden.
164 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang
18 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang

Nachdem ich in den letzten Jahren in den Sommermonaten immer Probleme hatte Blogbeiträge auf die Reihe zu bekommen, hatte ich mir Anfang 2024 vorgenommen, dass ich mir in diesem Jahr eine „offizielle Sommerpause“ gönnen werde. Es wird also bis Anfang September keinerlei Blogposts (und auch keine Lese-Sonntage) auf meinem Blog geben. Stattdessen werde ich den Großteil der Zeit offline sein, damit meine chronische Sommergrumpigkeit möglichst wenig Personen auf die Nerven geht. 😉
Wir lesen uns im September wieder! Bis dahin wünsche ich euch einen schönen Sommer! Passt gut auf euch auf! 🙂




















Ich hatte eigentlich nicht vor den gesamten Juni ohne Blogbeitrag zu verbringen, aber irgendwie konnte ich mich auch nicht zum Schreiben aufraffen. Weshalb es definitiv gut ist, dass mein Blog in den nächsten Tagen „offiziell“ in die Sommerpause gehen wird. 😉
Ansonsten kann ich vermelden, dass ich im Juni überraschend viel gelesen habe. Insgesamt waren es 17 Bücher (und 5 Kurzgeschichten und 1 Hörspiel) – davon 12 Bücher unter 300 Seiten, aber auch ein Buch mit über 980 und eins mit über 730, was alles in allem zu einer wirklich befriedigenden Gesamt-Seitenzahl geführt hat. Mein SuB ist zwar nicht geschrumpft, aber trotz Neuzugängen auch nicht weiter angewachsen, was mich wirklich freut. Mal schauen, ob ich den Sommer über weiterhin so viel lesen werde – immerhin in der ersten Juli-Woche sollte es kühl genug bleiben, dass ich sogar zu gedruckten Geschichten oder Sachbüchern greifen kann.
163 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang (164 Titel auf dem SuB Anfang August)
18 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang
Nach den letzten Wochen kann ich sagen, dass selbst kühleres Wetter zu dieser Jahreszeit nicht ausreicht, um die Wohnung ohne Verdunklung kühl zu halten. Was bedeutet, dass ich in den vergangenen zwei Wochen so grumpig war, weil ich trotz der kühleren Temperaturen tagsüber regelmäßig im Dunklen leben musste, dass ich nicht besonders viel (für den Blog) auf die Reihe bekommen habe. Heute soll es immerhin so bewölkt und regnerisch sein, dass ich auf ein paar Stunden mit Tageslicht hoffe – mal schauen, ob das auch wirklich klappt. Viel geplant habe ich für heute nicht. Ich will ein Nachtischrezept (für Lemon Mousse) ausprobieren und eventuell bringe ich heute Nachmittag noch ein paar aussortierte Sachen zu dem neuen Tauschladen im Viertel. Vor allem aber hoffe ich auf ein paar entspannte Lesestunden!
Oh, und da es hier vermutlich nicht so schnell untergeht wie am Ende des Beitrags kommt hier noch der Hinweis, dass es im Juli und August keine Lese-Sonntag auf meinem Blog geben wird, da der von mir in „Sommerpause“ geschickt wird.

Die Regenwand ist schon zu erahnen, aber bislang kommt noch überraschend viel Sonnenschein unter den Wolken hervor. Mal schauen, wie sich das so im Laufe des Vormittags noch so entwickelt … Bislang habe ich meinen Tag entspannt angehen lassen. Ich habe geschaut, was in der Nacht so in meiner amerikanischen Timeline los war, habe ein bisschen im Haushalt rumgepuddelt und die Basismasse für die Lemon Mousse gekocht. So richtig kann ich mich noch gar nicht entscheiden, was ich als nächstes machen mag … vielleicht greife ich einfach erst einmal zur Switch und drehe eine kleine Animal-Crossing-Runde.


Nach dem letzten Update habe ich wirklich erst einmal eine gemütliche Runde „Animal Crossing“ gespielt. Nachdem in den letzten Wochen ein paar neue Nachbarn auf meine Insel gezogen sind, fühlt sich das Spiel wieder ein bisschen „interessanter“ an. Und demnächst will ich mir mal wieder etwas Zeit nehmen, um für die neuen Nachbarn Ferienhäuser einzurichten – ich mag dieses entspannte Rumwuseln auf der Insel. 🙂 Danach gab es erst einmal Frühstück (der Erdbeer-Vanillequark dieses Mal „dekorativ“ in dem Aufbewahrungsbehälter *g*) für mich und dazu habe ich zu der Kurzgeschichte „The Trouble With Toppers“ von L.A. Scott aus der Anthologie „Summer Tales From Cozy Vales“ gegriffen. Die Geschichte wurde aus der Perspektive eines gnomischen Erfinders geschrieben, der befürchtet, dass seine neue Nachbarin – eine gnomische Botanikerin – dafür verantwortlich ist, dass sein Garten auf einmal voller Eicheln ist. Während seine Nachbarin davon ausgeht, dass seine Erfindungen dafür verantwortlich sind, dass ihre Beete ständig verwüstet werden … Das war eine nett zu lesende Geschichte, wenn auch etwas sehr vorhersehbar. Mal schauen, was die Anthologie noch so bringen wird – die Wintervariante davon mochte ich sehr gern.

Nachdem ich die Geschichte beendet hatte, bin ich erst einmal wieder in die Küche gewandert und habe die inzwischen erkaltete Basis für die Lemon Mousse aufgeschlagen und mit (ebenfalls aufgeschlagener) Sahne vermischt und in Gläser gefüllt. Ich denke, das wird heute (und morgen) Abend ein ziemlich leckerer Abschluss fürs Abendessen. 🙂 (Das nächste Mal sollte ich ein bisschen mehr Kurkuma für einen etwas intensiveren Gelbton untermischen.)

Nach dem letzten Update habe ich mich umgezogen und bin zu dem neuen Tauschladen im Viertel gegangen, um ein paar ausgemistete Kleidungsstücke abzugeben. Der Laden hat vor ein paar Wochen aufgemacht, hat drei Nachmittage pro Woche geöffnet (wenn es genügend Freiwillige für die Tage gibt) und ist zu Fuß gut erreichbar – ich hoffe sehr, dass er länger erhalten bleibt! Ich habe noch so viele Sachen im Haus, die ich in den letzten zwei Jahren aussortiert habe und die ich dort im Laufe der Zeit gern noch abgeben würde. (Falls ihr euch wundert, dass ich aussortierte Sachen zwei Jahre lang in der Wohnung lasse: Das Sozialkaufhaus, wo ich die sonst abgegeben hätte, liegt in einem Industriegebiet, das ich nicht problemlos mit dem Öffentlichen Nahverkehr erreichen kann. Weshalb ich für die Fahrt ein Auto miete, was sich aber nur lohnt, wenn ich genug abzugeben (und noch andere Dinge vor)habe.)

Da es anscheinend unmöglich ist etwas in einem Tauschladen abzugeben, ohne mit einem neuen Gegenstand rauszukommen, habe ich für euch gleich noch meine „Neuanschaffung“ fotografiert. *g* Es war ein wirklich glücklicher Zufall, dass die Person, die meine Sachen entgegennahm, gerade eine Tüte mit Handarbeitssachen sortierte und mir dabei die Nadel ins Auge fiel. Eine ähnliche Nadel habe ich nämlich gerade erst in den letzten Tagen auf den Merkzettel für den nächsten Besuch im Kurzwarengeschäft gesetzt. Jetzt muss ich nicht gleich ein ganzes Set kaufen, sondern kann morgen Nachmittag ausprobieren, ob diese Nadel für das geplante Projekt passt.

Nachdem ich wieder zuhause war, habe ich zu „Threads of Life“ von Clare Hunter gegriffen und das Kapitel „Identity“ gelesen, das sich unter anderem um traditionelle palästinensische und ukrainische Stickereien dreht und wie sich diese Traditionen verändern, wenn Gebiete erobert werden oder Personen aus unterschiedlichen Regionen eines Landes auf engem Raum zusammengepfercht werden …

Bevor ich gleich zum Kochen in die Küche gehe, wollte ich hier noch ein Update hinterlassen, auch wenn nicht so viel Zeit seit dem letzten vergangen ist. Heute Nachmittag gab es für mich und meinen Mann noch je zwei Zitronenkuchen-Stückchen. Ich hatte gestern – weil ich die Schale der für den heutigen Nachtisch gekauften Zitronen nutzen wollten – spontan einen Kuchen gebacken. Und weil das so spontan war, habe ich mein klassisches Napfkuchenrezept nicht mit Eiern, sondern mit veganem Ei-Ersatz gemacht. Was dazu führte, dass aus einem „der gelingt immer“-Kuchen eine seltsame Variante wurde, die teils zu trocken und teils zu feucht wurde. Hübsch ist dieser Zitronen-Kuchen definitiv nicht und die Konsistenz fühlt sich beim Essen auch etwas seltsam an, aber er schmeckt wie sehr zitronige, feste Scones – was gar nicht so schlecht ist. *g* Trotzdem werde ich das nächste Mal, wenn ich mit Ei-Ersatz backen will, wohl nach einem veganen Kuchenrezept suchen, statt meine klassischen Rezepte damit abzuwandeln.

Danach habe ich zu „Chalice“ von Robin McKinley gegriffen, um noch etwas weiter das Tageslicht auszunutzen. „Chalice“ habe ich vor kurzem beim Staubwischen in der Hand gehalten und gedacht, dass das doch eigentlich das perfekte Sommerbuch sei mit all den Beschreibungen von Natur, von Imkerei und dem Feuerpriester, der – obwohl er nach seiner Tempelausbildung nicht mehr ganz menschlich ist – nun für das Land seiner Familie und die darauf lebenden Personen verantwortlich ist. Ich habe gerade mal nachgeschaut und festgestellt, dass es acht Jahre her ist, dass ich den Roman gelesen habe. Aber ich habe noch so viele Details präsent, dass es sich anfühlt, als ob es deutlich kürzer her ist – und ich genieße gerade das Wiedersehen mit Mirasol und dem Master sehr.

Zum Abendessen gab es heute Frühkartoffeln mit Kräuterquark (schön wenig Arbeit, wenn ich davon absehe, dass ich für zwei Personen beim Essen Kartoffeln pellen darf) und zum Nachtisch die Lemon Mousse, die wunderbar sauer und erfrischend war. (Beim nächsten Mal würde ich das Rezept aber mit etwas weniger Stärke in der Zitronenmasse ausprobieren.) Nach dem Essen habe ich zum eReader gegriffen und weiter in der Urban-Fantasy-Serie „Demons of Oblivion“ von Skyla Dawn Cameron gelesen. Genau genommen lese ich da gerade den vierten Band („Exhumed“), der aus der Sicht der Vampirin Zara Lain erzählt wird. Ich finde es faszinierend, dass es deutlich spürbar ist, dass die Romane schon vor mehr als zehn Jahren geschrieben wurden, weil sie sehr viele Aspekte der damaligen Urban-Fantasy-Geschichten aufweisen. Auf der anderen Seite gibt es immer wieder Elemente, die ich so noch in keiner anderen vergleichbaren Reihe gefunden habe und die dafür sorgen, dass ich mich wirklich gut unterhalten fühle. (Und das, obwohl ich zwei der drei Personen, aus deren Sicht die Handlung im Laufe der Romane erzählt wird, nicht sooo uneingeschränkt sympathisch finde.)

Aber jetzt wird es langsam Zeit eine letzte Blogrunde zu drehen und mich dann so langsam in Richtung Bett zu bewegen. Ich hatte heute einen schön entspannten Tag und fand es nett, dass Kiya und Neyasha mir wieder Gesellschaft geleistet haben!
Hoffentlich habt ihr alle einen guten Start in die kommende Woche! Gute Nacht! 🙂
***
Heutige Mitleser*innen:
Im Mai habe ich vor allem Fortsetzungen gelesen, was nicht gerade zu vielen Rezensionen geführt hat. Aber ein paar Einzelbände gab es doch, zu denen ich hier noch was sagen kann. Außerdem dachte ich mir, ich könnte hier auch mal Anmerkungen dazu hinterlassen, ob die von mir gelesenen Fortsetzungen mit den ersten Bänden mithalten konnten.
K. J. Charles gehört zu den Autor*innen, von denen ich seit Jahren immer wieder günstige/kostenlose eBooks runterlade und dann doch erst einmal nicht lese. Umso amüsanter fand ich es, dass mein erster gelesener Roman dann nicht nur eine Neuveröffentlichung, sondern K. J. Charles‘ erster Ausflug ins Krimigenre war. „Death in the Spires“ spielt 1905 und wird aus der Perspektive von Jeremy (Jem) Kite erzählt, der vor zehn Jahren zu einer Gruppe von viel versprechenden Oxford-Student*innen gehörte. Als einer von ihnen ermordet wurde, bedeutete das für Jem das Ende seines Studiums. Die Tatsache, dass der Täter nie gefunden wurde, und die Frage, ob Jem vielleicht der Mörder gewesen sein könnte, verhindertete in den vergangenen Jahren jede Hoffnung auf eine einigermaßen sichere berufliche Position. Als er erneut seinen Arbeitsplatz verliert, ist Jem wild entschlossen endlich herauszufinden, wer seinen Freund Toby damals ermordet hat.
Ich muss zugeben, dass ich normalerweise diese Art von Geschichten wirklich nicht mag. Ich habe einfach schon zu viele Krimis gelesen/gesehen, die an Universitäten spielen und in denen in einer Gruppe eng befreundeter Studenten ein Verbrechen passiert (und manchmal auch vertuscht wird). Trotzdem habe ich mich von „Death in the Spires“ gut unterhalten gefühlt, weil K. J. Charles so viele Aspekte in die Geschichte einfließen lässt, die bei anderen Autor*innen in der Regel keine Erwähnung finden. Ihre Figuren haben unterschiedliche gesellschaftliche Hintergründe, sind queer, behindert oder Schwarz und zwei von ihnen gehören zu den ersten Frauen, die in Oxford studieren durften. Das alles führt dazu, dass in dem relativ kurzem Buch (ca. 270 Seiten) sehr viele Elemente für Unterströmungen sorgen, die dem – anfangs etwas naiven Protagonisten – erst nach und nach auffallen. Auch wenn ich als Leserin Jem da regelmäßig voraus war, hat mich das weiterhin neugierig auf die noch kommenden Entwicklungen gemacht, und so war das Buch deutlich befriedigender zu lesen als „klassische“ Varianten dieses Krimithemas.
H.L. Macfarlane und Adie Hart (Hrsg.): Once Updon a Season 3 – Once Upon a Spring (Anthologie)
Eine Anthologie mit sechzehn sehr unterschiedlichen Geschichten rund um das Thema „Frühling“. Während ich normalerweise einen extra Anthologie-Beitrag anlege, um meine Eindrücke und Gedanken zu den einzelnen Geschichten festzuhalten, bin ich hier auf zu viele Texte gestoßen, die mich nicht überzeugen konnten. Ich mochte von Adie Hart „Far Far Away“, eine ungewöhnliche Dornröschen-Variante, in der eine Bibliothekarin das „Dornröschen“ rettet, indem sie ihm hilft, die verlorenen 100 Jahre an Wissen aufzuholen. Das war eine sehr süße Geschichte, die ich mir Freude bereitet hat. Oh, und die Hades-und-Persephone-Geschichte „She Vanishes“ von Josie Jaffrey war auch sehr nett zu lesen, aber sonst haben die meisten Beiträge leider wenig (gute) Eindrücke bei mir hinterlassen.
Im Prinzip kann ich hier noch einmal wiederholen, was ich zum ersten Band („All Our Hidden Gifts“) geschrieben hatte: Ich mochte den zweiten und dritten Teil der The-Gifts-Trilogie, auch wenn ich mir wieder relativ viel Zeit mit dem Lesen gelassen habe, weil ich es so unangenehm fand, mehr über die „konservative/religiöse“ Gruppe zu lesen, die in diesen Romanen die Gegenspieler der Protagonistin Maeve und ihrer Freunde sind. Genau genommen finde ich sogar, dass die Geschichte mit jedem Band besser wird, weil Maeve sich – auch wenn sie immer wieder Mist baut – definitiv weiterentwickelt und erwachsener wird. Außerdem führt Caroline O’Donoghue neue Charaktere ein, die den fantastischen Teil ihrer Welt erweitern und so zu überraschenden Lösungen für das eine oder andere Problem sorgen. Ich habe mich mit der Trilogie sehr gut unterhalten gefühlt und bin gespannt, wie sich die Bücher für mich bei einem Reread irgendwann anfühlen werden.
Noch eine Fortsetzung, zu der ich eigentlich all das, was ich schon zum ersten Band („Death Coach“) geschrieben hatte, noch einmal wiederholen könnte. Aber da ich mich so darüber gefreut hatte, dass Sandra Wickham das Niveau ihres Debütromans mit dieser Fortsetzung halten kann, wollte ich das hier noch einmal extra betonen. In diesem zweiten Teil der Death-Coach-Reihe lernt die Protagonistin Amy mehr über all die fantastischen Elemente in der Welt, die sie bis vor kurzem ignoriert hatte. Genau genommen lernt sie deutlich mehr über Vampire und über die Geister, mit denen sie kommunizieren kann. Außerdem findet sie sich immer mehr in ihrer Rolle als Death Coach zurecht und sammelt weitere Personen um sich herum, die ihr dabei helfen. Ich muss zugeben, dass ich die Nebenfiguren dieses Mal interessanter fand als Amy selbst, aber das ist ja nicht schlimm. Alles in allem ist das eine ungewöhnliche Urban-Fantasy-Reihe, die ich so unterhaltsam finde, dass ich sie weiter im Auge behalten werde.































