Nach meiner Sommerpause freue ich mich heute besonders auf den heutigen Lese-Sonntag. Dabei weiß ich noch gar nicht so recht, womit ich mir den Tag vertreiben will – abgesehen davon, dass mein Mann und ich definitiv eine Brettspielrunde einlegen werden. Ich habe einen Stapel mit Büchern, die ich eigentlich im Sommer lesen wollte und die von mir noch eine Chance bis Ende September bekommen (im Oktober wird es dann Zeit zu dem Stapel mit „Herbstbüchern“ zu greifen, der langsam anwächst *g*). Außerdem hätte ich mal wieder Lust zu Puzzeln, aber da mein Mann die nächsten drei Tage Urlaub hat und dann den Tisch für Solospiele nutzen will, wäre es ungeschickt, wenn ich heute ein Puzzle anfangen würde. Wenn ich mich dazu aufraffen könnte, gäbe es auch noch die eine oder andere Rezension, die ich eigentlich noch schreiben möchte … Erst einmal aber muss ich wach genug werden, um noch ein bisschen rumzuwuseln, und dann schaue ich, womit ich in den gemütlichen Teil des Tages starte.
Update 11:30 Uhr

Der Vormittag ist angenehm entspannt vergangen. Ich habe ein bisschen aufgeräumt, den Abwasch von gestern Abend erledigt, geduscht und dann „Animal Crossing“ gespielt. Außerdem habe ich eine Kurzgeschichte aus „The Super Sunny Murder Club“ gelesen, genau genommen die Geschichte „Window Pain“ von Sharna Jackson. Die Handlung wird aus der Perspektive von Paul erzählt, der sich in seinen Sommerferien vor der Hitze und den Pollen in seinem Zimmer versteckt und die Vorgänge in der gegenüberliegenen Schule beobachtet – was dazu führt, dass er einen Streit zwischen zwei Lehrkräften miterlebt, sowie eine verdächtige nächtliche Aktion, die ihn zu der Überzeugung bringt, dass dort ein Mord geschehen ist. Ich fand die Geschichte nett und unterhaltsam – muss aber zugeben, dass ich diese Anthologie bislang nicht ganz so nett finde wie „The Very Merry Murder Club“. Nachde ich jetzt noch gefrühstückt (und mit meinem Mann über den gerade seinen Geist aufgebenden Fernseher und eine eventuelle Neuanschaffung diskutiert habe) geht es jetzt erst einmal zum Brettspielen.

Update 15:30 Uhr

Unsere heutige „Keep the Heroes Out“-Runde hat wieder viel Spaß gemacht. Seitdem wir das Spiel im Juli bekommen haben, haben wir schon so einige Male gespielt und es war immer lustig. In diesem Brettspiel gehören die Spieler zu einer Gruppe von Monstern, die ein Dungeon betreiben und die sich regelmäßig gegen eindringende Helden verteidigen müssen. Dabei sorgen die unterschiedlichen Szenarien immer wieder für neue Ausgangssituationen – dieses Mal hatten wir Monster (mein Mann spielte Gnolle, ich spielte Ratten) den Verdacht, dass eine gegnerische Gruppe unseren Bibliothekar bestechen würde, um an Insider-Informationen zu kommen. Was dazu führte, dass die besonderen Gegner für diese Spielrunde unter bestimmten Bedingungen unsere Schatztruhen hätten ausräumen können – was wir natürlich verhindert haben! *g* Wir sind ziemlich erfolgreich bei diesem Spiel, wenn auch nur auf der leichtesten Stufe. Bei unseren bisher einzigen Versuch mit einem höheren Schwierigkeitsgrad sind wir hoffnungslos gescheitert – ich bin gespannt, ob das beim nächsten Mal besser wird, da wir inzwischen die verschiedenen Monstergruppen und ihre Fähigkeiten besser kennen.

Nach dem Brettspielen habe ich zu „The Forgotten Magic“, den ersten Teil der Artezans-Reihe gegriffen. Ich mochte bislang alles, was ich von L.D. Lapinski gelesen habe und der Anfang von dieser neuen Reihe gefällt mir bislang auch. Die Geschichte wird aus der Perspektive des elfjährigen Ed(ward) erzählt. Ed nimmt zum Beginn der Sommerferien gemeinsam mit seiner Zwillingsschwester Elodie an einer Zeremonie teil, die enthüllen soll, über welche Form von Magie die Kinder verfügen (oder ob sie vielleicht keinerlei Magie haben). Edward ist schrecklich nervös und ängstlich und die Tatsache, dass bei dieser Zeremonie so viele Personen anwesend sind, macht es für ihn nicht einfacher. Bislang lese ich überraschend gern aus Eds Perspektive, obwohl er so eine Ansammlung von Ängsten und Neid und Fluchtgedanken ist, und ich bin gespannt, wie es mit ihm weitergeht. Das Buch scheint für mich heute genau das richtige zu sein – was mich ein bisschen erleichtert, nachdem ich in den letzten Tagen so viele Romane angefangen habe, um am nächsten Tag zu einem anderen Titel zu greifen.
Update 19:00 Uhr

Den Nachmittag über habe ich weiter in „The Forgetten Magic“ gelesen und mich sehr darüber gefreut wie L.D. Lapinski mit Eds negativen Gefühlen umgeht. Ich mag es sehr, dass Ed als Figur eifersüchtig sein darf, ohne dass ihn das zu einem unangenehmen Charakter macht. Er steht zu seinen negativen Gefühlen und auch wenn ihm das nicht leicht fällt, so versucht er vernünftig mit ihnen umzugehen und seine Mitmenschen nicht darunter leiden zu lassen. Sobald ihm bewusst wird, dass die andere Person keine Schuld daran hat, dass er sich gerade schlecht fühlt, versucht er sich wie ein anständiger Mensch zu verhalten.

Bislang ist die Handlung relativ einfach gestrickt (das Buch ist halt für eine Zielgruppe zwischen 8 und 10 Jahren gedacht), aber die Themen, die angesprochen werden sind ziemlich breit gefächert. Vor allem aber gefällt mir diese Mischung aus zuckersüßen und unterschwellig bedrohlichen Elementen, die durch die Vergangenheit der Artezans und durch die Dinge, die Ed nach der Zeremonie herausfindet. (Sorry, da versuche ich gerade Spoiler zu vermeiden. *g*) Ich bin mir sicher, ich werde heute Abend noch etwas weiterlesen, aber vorher werde ich einige Zeit mit Abendessen kochen (und essen) beschäftigt sein.
Update 22:00 Uhr (letztes Update)

Zum Abendessen gab es heute Matar Paneer mit Reis – seitdem unser Biokisten-Anbieter auch Paneer im Sortiment hat, experimentier ich wieder mehr mit indischen Rezepten. Bei Matar Paneer mag ich diese Mischung aus leichter Schärfe, Cremigkeit (die durch den Paneer und Cashew-Mus in der Sauce kommt) und der Süße der Erbsen. Außerdem lässt sich das Ganze relativ einfach kochen, der größte Zeitaufwand kommt durch das Anbraten des Paneer …
Nach dem Essen habe ich erst einmal etwas Abwechslung gebraucht und zu „The Old Man in the Corner“ von Baroness Orczy gegriffen. Diese Sammlung von Kurzgeschichten wurde 1909 veröffentlicht und die Geschichten drehen sich um einen namenlosen alten Mann, der regelmäßig in einem Café sitzt und der jungen Journalistin Polly Burton erzählt, was seiner Meinung nach die Lösung für aufsehenerregende Kriminalfälle sei. Dabei fasst er erst einmal zusammen, wie genau das Verbrechen passiert ist, dann fügt er die Informationen hinzu, die durch die Polizei (und eventuell vor Gericht) gesammelt wurden, um in einem dritten Teil seine Schlussfolgerungen zu präsentieren. Ich habe heute den zweiten Fall rund um einen Diamantenraub gelesen und fand die Lösung relativ offensichtlich, aber insgesamt fühle ich mich von den Geschichten gut unterhalten. Es wird schon deutlich, dass sich die Autorin von den Sherlock-Holmes-Veröffentlichungen hat inspirieren lassen, aber ihre Geschichten sind kein reiner Abklatsch und haben eine andere Atmosphäre.

Nach „The Old Man in the Corner“ habe ich wieder zu „The Forgotten Magic“ gegriffen und werde vermutlich vor dem Schlafengehen auch noch ein paar weitere Seiten darin lesen. Da ich aber nicht mehr so lange aufbleiben werde, ist dies mein letztes Update für heute. Ich habe den heutigen Lese-Sonntag mal wieder sehr genossen! Danke, Kiya, dass du dich mir heute angeschlossen hast – ich hoffe, du hattest einen ebenso netten Tag wie ich!
Habt einen guten Start in die neue Woche! Wir lesen uns – hoffentlich – wieder während des Herbstlesens. 🙂
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Heutige Mitleserin:































































