Alle Artikel von Konstanze

Herbstlesen im Oktober 2024 (Sonntag, 13.10.)

Das Herbstlesen-Logo für 2024. Das Logo zeigt im unteren Drittel gelb belaubte Bäume, am linken Bildrand einen dunkelrot belaubten Baum und darüber einen bewölkten Himmel. Über dem Himmel ist der Schriftzug "Herbstlesen im Oktober 2024" zu lesen.

Guten Morgen! Gestern bin ich nach dem letzten Update und der anschließenden Blogrunde wirklich zügig im Bett verschwunden und habe es genossen zum Geräusch des strömenden Regens einzuschlafen. Den heutigen Tag will ich vor allem mit meinen angefangenen Büchern („The Babysitters Coven“, „Wolfskin“ und „Ghost Squad“) verbringen.

Außerdem haben mein Mann und ich eine weitere Runde „Keep the Heroes Out!“ geplant und irgendwann am Nachmittag werde ich mit der Zubereitung des Abendessens beginnen, da es heute Zwiebelkuchen geben soll und der einige Zeit benötigt. Jetzt aber starte ich erst einmal langsam in den Tag – so sehr ich das aktuelle graue Wetter mag, so sorgt es doch dafür, dass ich morgens noch länger zum Wachwerden benötige als sowieso schon. 😉

Update 11:00 Uhr

Die letzten Stunden habe ich damit verbracht diverse Dinge in Zeitlupe zu erledigen – zumindest hat es sich so angefühlt. *g* Wobei mir beim Abwaschen durch den Kopf gegangen ist, dass ich es wirklich mag, wenn ich morgens als erstes lauter alltägliche Dinge tue, die keinerlei Denkfähigkeit erfordern. Das erlaubt es mir langsam wach zu werden und trotzdem das Gefühl zu haben, ich hätte schon was geschafft. Danach habe ich eine kleine Runde „Animal Crossing“ gespielt und weiter in „The Babysitters Coven“ gelesen. Außerdem habe ich mir eben noch einen Pfefferminztee gekocht, weil mir gerade ziemlich kalt ist und heißer Tee da genau richtig klingt. Die nächsten Stunden werde ich vermutlich mit einem Buch vor der Nase auf dem Sofa verbringen, weil mein Mann heute erst am (frühen) Nachmittag „Keep the Heroes Out!“ spielen will.

Update 14:00 Uhr

Nach dem letzten Update habe ich erst noch ein bisschen gelesen und mir dann den Rest Spitzkohl-Eintopf von gestern zum Frühstück aufgewärmt. Beim Frühstücken habe ich mich ein bisschen online rumgetrieben (zu viele neue Youtube-Videos, um mich für eins zu entscheiden, und meine englischsprachige Timeline ist voll im US-Wahlkampf-Modus), nur um dann noch ein bisschen weiter in „The Babysitters Coven“ zu lesen. Da ich das Buch zum zweiten Mal lese, habe ich das Gefühl, ich erinnere mich zu gut an die interessanten Details, während ich gleichzeitig überrascht bin vom Anteil an Highschool-Drama. Den Teil hatte ich ziemlich gut verdrängt. *g* Da mein Mann dann seine geplanten Aktivitäten für den Vormittag schon erledigt hatte, haben wir unsere heutige Runde „Keep the Heroes Out!“ gespielt.

Ein kleiner Ausschnitt des KeepTheHeroesOut-Spielbretts, der einen Raum mit Laborausstattung zeigt, in dem ein Pappmarker mit drei Ausrufezeichen zu sehen ist. Daneben lässt sich ein Schatzraum mit einem Drachen erahnen.

Das heutige Szenario enthielt zum ersten Mal das „Labor“ (der Raum mit den Ausrufezeichen), der es ermöglichte einen Gegner ins Verließ zu stecken und dafür eine fremde Fähigkeit (genau gesagt eine Karte aus einem fremden Set, das in unser Waren-Angebot gemischt wurde) zu übernehmen. Das war ziemlich lustig, weil es dem eigenen Kartendeck auf einmal überraschende Möglichkeiten verlieh. Dazu kam dann noch, dass bei jedem gezogenen Krieger (es gibt als Gegner Krieger, Magier, Schurken und Bogenschützen) ein Gegner extra ins Dungeon kam, weshalb wir heute wirklich schnell mit dem Spiel fertig gewesen sind – obwohl mein Mann von seinen vier Spielfiguren in der Regel gerade mal eine auf dem Spielfeld hatte. *g* Es war auf jeden Fall wieder sehr lustig und ich bin jetzt schon gespannt, was für Sonderbedingungen am kommenden Wochenende mit dem nächsten Szenario das Spiel beeinflussen werden. Jetzt aber krabbel ich zum Aufwärmen erst einmal wieder unter meine Sofadecke, trinke eine weitere Tasse mit heißem Tee und drehe eine kleine Blogrunde.

Update 17:00 Uhr

Meine „kleine Blogrunde“ hat dann doch eben ein bisschen länger gedauert als erwartet – was auch daran liegt, dass ich mich heute von jedem Bisschen (wie z.B. von einem Chocolate-Chips-Scone-Rezept, das ich wohl in den nächsten WochenTagen ausprobieren muss) ablenken lasse. Dann aber wurde es Zeit endlich weiter in „Ghost Squad“ zu lesen und mitzuerleben wie Lucely und ihre beste Freundin Syd auf einem Friedhof einen Zauberspruch ausprobieren. Mal davon abgesehen, dass es nur noch wenige Tage bis Halloween sind, scheint es mir etwas unüberlegt „A Spell to Wake the Sleeping“ gerade an diesem Ort auszuführen, aber ich bin ja auch keine verzweifelte Zwölfjährige. 😉

Ich finde es gerade sehr gemütlich mit brennenden Kerzen in der Dämmerung auf dem Sofa zu sitzen, während ich herausfinde wie es mit Lucely weitergeht, nachdem sie diesen Zauber ausgesprochen hat. Trotzdem werde ich gleich (also nach einer weiteren Blog- und Kommentarrunde) erst einmal in die Küche wandern und mit der Vorbereitung fürs Abendsessen anfangen.

Update 22:00 Uhr (letztes Update)

Wie ich erwartet hatte, hat die Zubereitung des Zwiebelkuchens ziemlich lange gebraucht (und wir hätten ihn ruhig zehn Minuten früher aus dem Ofen holen können *g*). Aber die Arbeit hat sich auch gelohnt, denn der Zwiebelkuchen ist wirklich lecker geworden und ich freue mich schon darauf, dass ich morgen noch einmal davon essen kann. Ansonsten haben wir die vorletzte Folge von „Culinary Class War“ geschaut und mit den sieben Kandidaten mitgelitten, die versuchten den letzten Platz fürs Finale zu erreichen. Die Aufgabe, die sie dafür bewältigen mussten, wurde als „Koch-Hölle“ bezeichnet und bestand darin, dass sie in 30 Minuten ein Tofu-Gericht zubereiten sollten, bei dem der Tofu im Mittelpunkt stehen sollte.

Weitere Bewertungskriterien waren die Ausführung und die Kreativität und nach den 30 Minuten schied einer der Kandidaten aus, woraufhin das Ganze von vorne begann. So viel unterschiedliche und erstklassige Tofu-Gerichte zu kochen, war definitiv eine Herausforderung für die Kandidaten, und die körperliche Anstrengung hat für weitere Schwierigkeiten gesorgt. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, welcher der Kandidaten ins Finale einzieht. Diese Sendung ist wirklich überraschend faszinierend und ich mag das Konzept wirklich sehr. Aber ich glaube nicht, dass sich diese Sendung so noch einmal wiederholen lässt, weil die Besonderheit in dieser Mischung aus hochwertigen Köchen als Kandidaten, einem überraschend fairem Konzept und zwei großartigen Juroren liegt.

Und nachdem gerade unsere Internetverbindung ausfiel, aktualisiere ich jetzt lieber schnell meinen Beitrag, ohne noch mehr zu schreiben! Ich wünsche euch eine gute Nacht und einen stressfreien Start in die Woche. Es war schön mit euch gemeinsam das Wochenende zu verbringen! 🙂

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Heutige Mitleser*innen:

Herbstlesen im Oktober 2024 (Samstag, 12.10.)

Das Herbstlesen-Logo für 2024. Das Logo zeigt im unteren Drittel gelb belaubte Bäume, am linken Bildrand einen dunkelrot belaubten Baum und darüber einen bewölkten Himmel. Über dem Himmel ist der Schriftzug "Herbstlesen im Oktober 2024" zu lesen.

Eigentlich hatten mein Mann und ich vor unsere zweite Urlaubswoche durchgehend mit Erholung zu verbringen. Einfach nur lesen und puzzeln und mit der Konsole in der Hand auf dem Sofa sitzen und spielen. Stattdessen haben wir uns einen neuen Fernseher kaufen müssen …

Was dann dazu führte, dass wir die gesamte Verkabelung unserer Geräte im Wohnzimmer neu sortiert haben – inklusive der Anbringung von Kabelschächten auf den Fußbodenleisten. Weshalb wir nicht nur das Sofa abrücken, sondern auch das Billy-Regal mit meinem SuB und das Kallax-Regal mit unserer Videospiele- und Filmsammlung ausräumen und von der Wand abziehen mussten. Was wiederum dazu führte, dass wir einige Spiele und Filme aussortiert haben, alles wieder gründlich saubergemacht und dann ordentlich verstaut haben. Donnerstagnachmittag waren wir damit fertig und gestern hatten wir dann beide das Gefühl, wir bräuchten jetzt Urlaub … *g*

Trotz all dieser Aktivitäten haben wir es geschafft nicht nur das am vergangenen Sonntag angefangene Puzzle zu beenden, sondern gleich noch ein zweites Puzzle anzufangen. Wir genießen das gemeinsame Puzzeln gerade sehr und werden damit heute auf jeden Fall weitermachen! Ansonsten habe ich in der vergangenen Woche „Pumpkin Spice & Poltergeist“ (von Ali K. Mulford und K. Ellen Morrison) und gestern Nachmittag die zweite Hälfte von „The Whispering Walls“ (von Phil Hickes) gelesen. Was bedeutet, dass ich gleich mal schauen muss, welches Buch ich mir für heute vornehme. Aber vorher starte ich mit der üblichen kleinen Onlinerunde und etwas Haushaltskram in den Tag, während ich so langsam wach(er) werde!

Update 11:00 Uhr

In den letzten Stunden habe ich mich online rumgetrieben, das Geschirr vom Abendessen abgewaschen, Grießpudding gekocht und noch ein paar weitere Haushaltssachen erledigt. Außerdem habe ich eine kurze Runde „Animal Crossing“ gespielt, ein paar Seiten in „The Babysitters Coven“ von Kate Williams und die ersten beiden Kapitel in „Wolfskin“ von W.R. Gingell“ gelesen und im Vorbeigehen ein paar Puzzleteile angelegt. „The Babysitters Coven“ mochte ich beim ersten Lesen so sehr, dass ich mir die Fortsetzung besorgt hatte, auch wenn ich mit ein paar Elementen nicht ganz so glücklich war. Heute morgen fühlte ich mich hingegen etwas ungeduldig beim Lesen, wenn es um Esmes Schulerlebnisse ging, weil ich wenig Lust auf Teenie-Drama und Jammern über Sportumkleideräume hatte. Mal schauen, wie es damit später weitergeht.

Was „Wolfskin“ angeht, so gehört der Roman zu der „The Two Monarchies Sequence“ von der ich schon „Spindle“ gelesen hatte. Viel kann ich zu der Geschichte noch nicht sagen, aber ich genieße die märchenhafteren Elemente und werde damit vermutlich noch ein paar nette Stunden verbringen können. Aber erst einmal geht es zurück ans Puzzle, bevor mein Mann es ganz alleine fertigstellt. 😉

Update 14:30 Uhr

Nach dem letzten Update bin ich ins andere Zimmer gegangen, um mit meinem Mann weiter zu puzzeln. Lustigerweise hatten wir gestern Nachmittag noch gemeint, dass wir das Puzzle vermutlich heute nicht fertig bekommen, obwohl wir normalerweise gemeinsam drei Tage für ein 1000-Teile-Puzzle benötigen. Aber am Ende lief es – trotz all der verwirrenden Blüten vor braunem Hintergrund – überraschend gut, so dass wir das Puzzle heute fertig bekommen haben.

Da ich das Puzzeln nicht fürs Essen unterbrechen wollte, knurrte mein Magen ziemlich, als wir fertig waren. Also gab es Frühstück (mit Küchenfoto, weil ich zu ungeduldig war, um mein Essen ins Wohnzimmer zu tragen *g*) für mich, während mein Mann das heute gelieferte neue Kabel an den Blu-ray-Player anschloss.

Update 18:00 Uhr

Ein kleiner Tisch mit einer großen Tasse Milchkaffee, links dahinter eine kleine brennende Sturmlaterne und rechts davon ein Buch, auf dem drei Schokokugeln liegen. Im Hintergrund kann man aus dem Fenster auf einige Wohnhäuser und einen fahlgrauen Himmel blicken.

Der Nachmittag ist mir heute ein bisschen entglitten. Ich habe ein paar Seiten in „The Babysitters Coven“ gelesen, ein bisschen mit meinem Mann geplaudert, ein Video zu Ende geschaut, das ich gestern Abend angefangen hatte, und dann bin ich in einem Rezeptrecherche-Kaninchenloch verloren gegangen. *g* Ich fürchte, ich werde in den nächsten Wochen mal wieder etwas intensiver backen und kochen müssen, um all die in den letzten Tagen entdeckten Rezepte auszuprobieren. Wobei ich mir gut überlegen muss, wann ich die English Muffins mit Sauerteig mache, weil ich gestern morgen erst frisch gebackenes Sauerteigbrot eingefroren habe und damit eigentlich für die nächsten zwei Wochen versorgt bin. Sooo viel Tiefkühlkapazität habe ich nicht, dass ich daneben noch English Muffins unterbringen kann …

Die Taschenbuchausgabe von "Ghost Squad" auf einer orangen Decke. Das Cover zeigt zwei Schwarze Mädchen auf Fahrrädern. Das linke Mädchen trägt die Haare zum Afro gestylt, das recht Mädchen hat einen lockigen Pferdeschwanz. Die beiden Mädchen sind von mehreren Geistern umgeben. Eine Geisterkatze sitzt im Fahrradkorb eines der Mädchens.

So richtig Lust hatte ich danach weder auf „The Babysitters Coven“, noch auf „Wolfskin“, weshalb ich – klug wie ich bin 😉 – ein weiteres Buch angefangen habe. „Ghost Squad“ liegt schon zwei Jahre auf meinem SuB, aber in diesem Jahr ist es endlich auf meinem Herbststapel gelandet. Die Geschichte wird aus der Sicht der zwölfjährigen Lucely erzählt, deren Familie die Fähigkeit hat Geister zu sehen. Wobei genau genommen nur noch Lucely diese Fähigkeit hat, denn ihr Vater hat seine Gabe verloren, als Lucelys Mutter ihn verlassen hat. Ich mochte den Anfang sehr, in dem man mitverfolgen kann, wie sehr Lucely von all den (schon verstorbenen) Familienmitgliedern umsorgt wird. So fühlt es sich an, als ob das Mädchen inmitten einer trubeligen, liebevollen Großfamilie lebt. Aber natürlich bleibt es nicht so harmonisch und schon bald muss sich Lucely um die finanzielle Situation ihrer Familie und eine übernatürliche Bedrohnung Gedanken machen.

Update 22:30 Uhr

Nachdem das Abendessen heute etwas arg spät fertig war und wir zum Essen eine etwas längere Folge von „Culinary Class War“ (das ist ein überraschend spannender Kochwettbewerb und es ist sehr, sehr selten, dass wir so intensiv bei einer Sendung dranbleiben wie bei dieser) geschaut haben, hatte ich heute Abend nicht mehr so viel Lesezeit. Aber die Zeit, die ich hatte, habe ich mit „Ghost Squad“ verbracht, weil ich diese Mischung aus heimelig und unheimelig gerade sehr mag.

Da ich inzwischen ziemlich müde bin, ist das hier mein letztes Update für heute. Es war wieder sehr nett gemeinsam mit euch den Tag zu verbringen! Morgen geht es mit dem Herbstlesen (und meinen angefangenen Büchern) weiter! Bis dahin wünsche ich euch eine gute Nacht! 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Lese-Eindrücke September 2024

Meine Lektüre im September bestand vor allem aus Büchern, die ich eigentlich im Sommer lesen und die ich nicht ein weiteres Jahr auf dem SuB liegen lassen wollte. Aber das sind Romane, die ich eigentlich noch „richtig“ rezensieren will, während hier vor allem die eBooks landen, die ich parallel zu meinen SuB-Titeln gelesen habe.

Meghan Ciana Doidge: Cupcakes, Trinkets, and Other Deadly Magic (Dowser Series Book 1)

Bei dem Titel (und nach der Leseprobe) hatte ich von „Cupcakes, Trinkets, and Other Deadly Magic“ einen netten Cozy Mystery mit fantastischen Elementen erwartet und war umso überraschter, dass sich das Buch als solide Urban-Fantasy-Geschichte entpuppte. Ich mochte die Protagonistin Jade, auch wenn sie ab und an etwas arg naiv dachte und handelte, außderdem gefielen mir die fantastischen Elemente, die die Autorin sich für diesen Roman ausgedacht hat. Und obwohl ich die Identität des Mörders am Ende des ersten Kapitels schon erahnen konnte (und da war der Mord im Buch noch nicht einmal passiert!), habe ich mich gut genug unterhalten gefühlt, dass ich den zweiten Band der Reihe auf meine Merkliste gesetzt habe. Es ist gerade schwierig genug für mich, neue Urban-Fantasy-Autor*innen zu finden (vor allem welche, die keinen „Romance-Schwerpunkt“ in ihre Handlung einbauen), so dass ich über die paar nicht so gelungenen Punkte hinwegsehen kann und dem zweiten Teil eine Chance geben mag.

Baroness Orczy: The Old Man in the Corner

Baroness Orczy ist eine der Krimiautorinnen der 1920er Jahre, die mir bislang noch nicht untergekommen war, und ich fand, dass die Grundidee (junge Journalistin bekommt von einem alten Mann in einem Café die Hintergründe zu aktuellen Verbrechen erklärt) ganz reizvoll klang. Leider konnte mich diese Sammlung von kurzen Geschichten dann doch nicht überzeugen. Der Aufbau jeder Geschichte ist gleich: Der namenlose alte Mann fasst im ersten Kapitel für die Journalistin zusammen, was für ein Verbrechen begangen wurde, um dann im zweiten Kapitel die Informationen zu ergänzen, die durch die Ermittlungen der Polizei und eventuelle Gerichtsverhandlungen aufgedeckt wurden. Zum Abschluss erzählt er der jungen Frau dann, was seiner Meinung nach die Lösung des Ganzen ist – Mansplaining in Reinkultur also und deutlich weniger unterhaltsam als erhofft.

Das ist jetzt nicht so viel anders als andere Cozy Mysteries, aber hier fand ich viele Auflösungen ziemlich durchschaubar, und es frustrierte mich, dass ich als Leserin nie erfuhr, ob der alte Mann recht hatte. Das Gespräch mit der Journalistin schien am Ende keinerlei Folgen für den/die Verbrecher oder die Opfer zu haben, so dass sich durch diese Denkspiele nichts änderte, während sich gleichzeitig der alte Mann auf die Schulter klopfte, weil er so viel klüger als alle anderen ist und einfach nur keine Lust hat, der Polizei auf die Sprünge zu helfen … Dazu kamen noch so einige ableistische und rassistische Elemente, die ich bei anderen Autor*innen dieser Zeit nicht (so gehäuft) gefunden habe. Das alles führt dazu, dass ich nicht noch mehr von Baroness Orczy lesen möchte.

Tansy Rayner Roberts: This Enchanted Island (Teacup Magic 6)

„This Enchanted Island“ ist der sechste Teil der Teacup-Magic-Reihe, und während sich theoretisch jeder Band einzeln lesen lässt, würde ich doch empfehlen, die Veröffentlichungsreihenfolge einzuhalten, um keine Spoiler für weitere Handlungsentwicklungen zu bekommen. Die erste Hälfte dieser Geschichte spielt auf der Caliban, einem Schiff, das von Freibeutern der Königin gesteuert wird, und auf dem Metis Seabourne Zuflucht findet. Die Besatzung besteht aus einem Haufen sehr individueller Personen, und es hat mir viel Spaß gemacht, Metis Abenteuern mit den unterschiedlichen Charakteren auf der Caliban zu folgen. Richtig amüsant wurde es dann aber, als sie alle miteinander auf einer verzauberten Insel landeten und sich die Handlung in eine Richtung entwickelte, die eine sehr deutliche „Alice im Wunderland“-Atmosphäre mit ein paar Sprenkeln von Shakespeares „Sommernachtstraum“ aufkommen ließ. Ich mag die Teacup-Magic-Geschichten wirklich gern und habe das Gefühl, dass Tansy Rayner Roberts sich mit jedem Band noch einmal steigert. 🙂

Cathy Yardley: Role Playing

Ich weiß nicht mehr, wer auf Bluesky „Role Playing“von Cathy Yardley erwähnt hatte, aber ich hatte den Eindruck gewonnen, dass es sich dabei um eine amüsante Liebesgeschichte mit einer ungewöhnlichen Ausgangssituation handelte, und das schien mir passend für meine Laune Anfang September. Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht der 48jährigen Maggie und des 50jährigen Aiden erzählt, die sich über ein Online-RPG angefreundet haben. Allerdings denkt Maggie, dass Aiden ein Collegestudent um die 20 ist, während er glaubt, dass sie eine um die 80 Jahre alte Rentnerin ist (und ich muss Cathy Yardley hoch anrechnen, dass sie diese Idee glaubwürdig rüberbringt!). Als die beiden dann herausfinden, wie sehr sie sich in ihrer Einschätzung geirrt haben, wird es wirklich lustig – auch weil parallel von ihrem Umfeld die ganze Zeit Bemühungen laufen, die beiden (mit anderen Personen!) zu verkuppeln. Was mich zu dem Teil der Geschichte bringt, der weniger amüsant und leicht ist, sondern sich ernsthaft damit beschäftigt, wie sehr die Erwartungen von Familie und Freundeskreis – selbst wenn es gut gemeint ist – eine Person verletzten können.

Ich mochte es zu verfolgen, wie die Freundschaft zwischen Maggie und Aiden dazu führt, dass beide sich selbst etwas besser kennenlernen, mehr über die eigenen Bedürfnisse herausfinden und im Anschluss dann eben auch in der Lage waren, darüber nachzudenken, was für eine Beziehung sie eigentlich führen wollen. Mir gefiel es sehr, dass die beiden Charaktere definitiv erwachsene Personen mit einer Vergangenheit, die sie geprägt hat, waren und dass das dazu führte, dass sich nur sehr langsam aus einer überraschenden Freundschaft mehr entwickelte. Ich fand beide Charaktere wirklich sympathisch – Aiden, der eine gutmütige und aufmerksame Person ist, ebenso wie Maggie, die sich immer wieder auf einer Gratwanderung zwischen grumpiger Einsiedlerin und „in dieser Situation muss ich meinem Sohn zuliebe höflich sein“ wiedergefunden hat. Insgesamt war „Role Playing“ sehr lustig und voller wunderbarer Szenen mit den beiden Hauptfiguren. Außerdem habe ich beim Lesen immer wieder innegehalten, um über bestimmte Aspekte in der Geschichte nachzudenken, und mehr kann ich von einem Liebesroman wirklich nicht erwarten.

Herbstlesen im Oktober 2024 (Sonntag 06.10.)

Das Herbstlesen-Logo für 2024. Das Logo zeigt im unteren Drittel gelb belaubte Bäume, am linken Bildrand einen dunkelrot belaubten Baum und darüber einen bewölkten Himmel. Über dem Himmel ist der Schriftzug "Herbstlesen im Oktober 2024" zu lesen.

Die vergangenen Tage waren sehr schön und sehr trubelig. Wir haben mit der Schwiegerfamilie viel unternommen und dabei das eine oder andere Eckchen der Stadt gesehen, das wir bislang noch nicht entdeckt hatten. Aber so schön die Zeit war, so froh bin ich dann doch, dass ich heute einfach zuhause bleiben und die Füße hochlegen kann.

Während mein Mann gerade noch einmal unterwegs ist, um seine Familie zu verabschieden, starte ich langsam in den Tag. Ich möchte heute viel Zeit auf dem Sofa verbringen und lesen (das habe ich in den vergangenen Tagen definitiv vermisst)! Auf der anderen Seite haben mein Mann und ich gestern noch darüber gesprochen, dass wir beide gerade Lust aufs Puzzeln haben und dass da noch so einige ungepuzzelte Motive liege, die wir gemeinsam machen wollten. Außerdem haben wir immer noch viel Spaß an „Keep the Heroes Out!“, so dass das ebenfalls eine Option ist. Aber erst einmal werde ich mich wohl online etwas rumtreiben und mich dann für ein Buch entscheiden, das ich heute lese.

Update 10:30 Uhr

Ein kleiner Tisch mit einer großen Tasse mit Pfefferminztee und einer Plüschwärmflasche, die wie ein sehr bunter Vogel ausschaut. Auf der Wärmflasche liegt die Taschenbuchausgabe des ersten Bands der Shadowhall-Academy-Reihe von Phil Hicks.

Mein Mann ist immer noch unterwegs, so dass ich gleich wohl erst einmal eine Runde lesen werde. Bislang habe ich den Tag damit verbracht, dass ich meinen Feedreader geleert (und ein paar Kommentare gelesen) habe, bei Bluesky geschaut habe, ob in den letzten Tagen was Interessantes passiert ist, und den Abwasch der letzten Tage (ein paar Gläser, Tassen und Besteck) erledigt habe. Alles läuft gerade etwas langsamer, weil ich ziemlich müde bin und mir immer noch der Kopf von all den Sinneseindrücken schwirrt, die die letzten Tage mit sich gebracht haben. Aber ich habe mir gerade einen Pfefferminztee und eine Wärmflasche gemacht und ein Buch aus dem „Herbststapel“ gezogen und werde mich jetzt damit auf dem Sofa einrollen, bis mein Mann zurückkommt.

Update 13:30 Uhr

Das elfte Szenario von Keep the Heroes Out, das ein quadratförmiges Dungeon zeigt, in dem Poltergeister und Skelette gegen eindringende Helden kämpfen. Außerdem liegt eine Drachenfigur im Gefängnis des Dungeons.

Mein Mann kam dann prompt kurz nach dem letzten Update nach Hause und nach einem kurzem Austausch über unsere weitere Planung haben wir uns dann darauf geeinigt, dass wir erst einmal eine Runde „Keep the Heroes Out!“ spielen würden. Das heutige Szenario spielte in eine relativ kompaktem Dungeon und drehte sich darum, dass wir am Vorabend (als wir zu einer kleinen PlünderEinkaufsrunde aufgebrachen) wohl die Tür zum Dungeon offen gelassen haben, so dass das geliebte Haustier unserer Drachendame weggelaufen ist. Die Drachin war nicht gerade begeistert darüber und so mussten wir uns dieses Mal nicht nur mit einfallenden Helden herumschlagen, sondern auch dafür sorgen, dass die Drachendame uns in ihrem Zorn nicht gleich miterledigte. Das war wieder lustig und herausfordernd – und wir haben nur mit sehr viel Glück vermeiden können, dass unsere Drachin uns erledigte. *g* Jetzt gibt es erst einmal Frühstück auf dem Sofa und danach schauen wir mal, ob (bzw. wann) wir mit Puzzeln anfangen.

Ein weißer Teller mit einem aufgeschnittenem Brötchen auf einem kleinen Tisch. Das Brötchen ist zur Hälfte mit Butter und die andere Hälfte mit Brombeermarmelade beschmiert. Neben den Brötchenhälften liegen zwei Möhrenstücke. Neben dem Teller steht eine hexenkesselförmige Tasse mit einer sehr voluminösen Milchschaumhaube.

Update 17:00 Uhr

Eine grüne Puzzlematte auf der eine geöffnete Tüte mit Puzzleteilen liegt. Links von der Tüte ist eine geöffnete Schachtel mit weiteren Puzzleteilen, im Hintergrund sind zwei Hände zu sehen, die Teile sortieren.

Das wird wohl heute wieder ein etwas lesearmer „Lesetag“, aber das ist ja auch okay. 🙂 Nach einem entspannten Frühstück und einer kleinen Kommentarrunde, habe ich mich noch eine halbe Stunde dösend unter der Sofadecke aufgewärmt und dann haben wir angefangen zu puzzeln. Unser heute angefangenes Puzzle ist eine Karte der USA – was uns ganz passend schien, um unser vor einiger Zeit angelerntes Wissen rund um US-Bundesstaaten und -Hauptstädte mal wieder aufzufrischen. Neben dem Puzzeln haben wir Musik („Bohren & der Club of Gore“) gehört, was schön entspannend war. Eigentlich wollten wir nur eine Stunde puzzeln, aber irgendwie ist es doch mal wieder länger geworden als geplant … Jetzt bleibe ich aber für den Rest des Tages unter meiner Decke und stecke meine Nase (nach einer kleinen Blogrunde) erst einmal ins Buch!

Eine Puzzlematte auf der der fertige Rahmen eines Puzzles liegen. An der unteren Kante sind noch weitere Puzzleteile angelegt, auf denen die Fahnen der Bundesstaaten der USA zu sehen sind.

Update 20:30 Uhr

Nach dem letzten Update habe ich doch wirklich mal zum Buch gegriffen und in „Shadowhall Academy – The Whispering Walls“ von Phil Hickes gelesen. Bislang finde ich die Geschichte sehr nett, ich habe die Protagonistin Lilian Jones kennengelernt, habe mit ihr die ersten Tagen an ihrer neuen Schule erlebt und zugeschaut, wie sie sich mit ihren drei Mitbewohnerinnen angefreundet hat. Und dann gibt es da noch die seltsamen Geräusche in der Wand und eine Legende, die in der Schule erzählt wird … Ich fühle mich gut unterhalten, auch wenn mich die Geschichte bislang noch nicht so richtig gepackt hat.

Eine Pizza in einer geöffneten Pappschachtel. Die Pizza hat einen knusprig gebackenen Teig und ist üppig mit Zwiebeln und Ananas belegt.

Zum Abendessen gab es heute dann Lieferpizza (wir hatten Glück, dass die Pizzeria trotz der diversen Straßensperren wegen des heutigen Fußballspiels geliefert hat) und dazu haben wir eine Folge „Culinary Class War“ geschaut. Das ist ein Wettbewerb zwischen sehr unterschiedlichen koreanischen Köch*innen. Diese Teilnehmer*innen wurden vor Beginn des Wettbewerbs in zwei Klassen unterteilt. Das weiße Team bestand aus 20 Köch*innen, die schon Sterne oder andere Auszeichnungen erkocht haben oder seit Jahrzehnten die gehobene koreanische Küche prägen. Das schwarze Team startete mit 80 Teilnehmer*innen, von denen nach einem ersten Ausscheidungskochen 20 Personen in die nächste Runde kamen. Diese 80 Köch*innen sind zum Teil Leute, die keinerlei Kochausbildung haben, die gerade erst mit ihrer Ausbildung fertig sind oder die zwar ihren Lebensunterhalt mit Kochen verdienen, aber in weniger anerkannten Bereichen wie die Grundschul-Kantinen-Köchin oder die Streetfood-Anbieter.

In der zweiten Runde traten dann jeweils eine Person aus dem schwarzen gegen eine Person aus dem weißen Team an. Obwohl wir uns eigentlich nicht für koreanische Küche interessieren, ist es unglaublich spannend zu sehen, wie sich diese Köch*innen schlagen, wenn sie unter diesen Bedingungen in einen Wettbewerb gehen müssen. Dazu kommt noch, dass die zweite Runde von den (wirklich sympathischen) Juroren blind verkostet wurde. Sie wussten also weder wer gekocht hatte, noch wie das Essen ausschaute, das ihnen serviert wurde. Das sorgte ziemlich häufig für überraschende Bewertungen. Wir sind inzwischen bei der dritten Wettbewerbsrunde angelangt, in der ein weißes Team gegen ein schwarzes Team antreten muss. Jedes Team muss 100 Portionen kochen – und es war wirklich faszinierend zu sehen, wie schwierig das für die Kochgrößen war. Da gab es nicht nur sehr viel Ego-Probleme, sondern auch so Aussagen wie „Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal ein Schwein zerteilt habe. Das machen sonst meine Angestellten.“ Mein größtes Problem mit der Sendung ist, dass jede Folge mit einem Cliffhanger endet. *g*

Links die Taschenbuchausgabe von The Babysitter Coven, rechts die Taschenbuchausgabe von Shadowhall Academy. Auf dem rechten Buch liegt ein Cadbury-Schokoriegel.

Für den Rest des Abends werde ich jetzt noch zu einem Buch greifen. Wobei ich nicht weiß, ob ich weiter in „The Whispering Walls“ lese oder ob ich meine Nase in „The Babysitters Coven“stecke. Letzeres wäre ein Reread, da ich in den nächsten Woche die Fortsetzung vom SuB befreien möchte.

Update 23:00 Uhr (letztes Update)

Da ich die letzte Stunde mehr mit Sekundenschlaf als mit Lesen verbracht habe, wird es definitiv Zeit ins Bett zu gehen! Ich bin dann doch bei „The Whispering Walls“ geblieben und habe damit heute etwas mehr als die Hälfte des Romans gelesen. Was angesichts der Schriftgröße und Seitenzahl nicht sehr viel ist, aber es war genau das Richtige für einen Tag, an dem ich eher energie- und konzentrationslos war und mich immer wieder dabei ertappte, dass ich wegdöste. *g*

Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass sich mir heute gleich drei Personen beim Herbstlesen angeschlossen haben. Das war ein schöner Auftakt für die Aktion und ich hoffe, ihr habt den Tag genießen können. Habt einen guten Start in die kommende Woche! Vielleicht lesen wir uns ja an den nächsten Wochenenden dann wieder!

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Heutige Mitleser*innen:

Oktober-SuB 2024

Nachdem der September (sowohl insgesamt, als auch lesetechnisch) gut angefangen hatte, habe ich im letzten Drittel des Monats eine gute Woche mit einer besonders unangenehmen Erkältung (wenn auch zum Glück wirklich nur eine Erkältung!) flachgelegen. Ich habe nicht einmal mehr lesen können, weil die Kopfschmerzen so heftig waren, dass ich nicht mal meine Brille tragen konnte. *argh* Weshalb ich die letzten drei Tage dann versucht habe meinen Kreislauf wieder so sehr auf die Reihe zu bekommen, dass ich den Rest dieser Woche hoffentlich fit genug für unseren Besuch bin. Die fehlende Lesezeit hat sich auch auf all die Bücher ausgewirkt, die ich eigentlich noch lesen wollte, aber immerhin habe ich den Großteil meiner angefangenen „Sommerbücher“ beendet bekommen.

Bevor ich meinen Stapel mit „Herbstbüchern“ (wann habe ich eigentlich angefangen saisonale Stapel zu machen?!) in Angriff nehme, werden wir erst einmal in den nächsten Tagen mit der Schwiegerfamilie unterwegs sein werden. Wegen einer unumgänglichen Planänderung wurden aus einer Woche eher 3 1/2 gemeinsame Tage. Aber ich denke, wir haben ein ganz schönes Programm zusammengestellt, mit dem alle Freude haben werden. Wenn ich danach dann das Gefühl habe, ich will nie wieder den Öffentlichen Nahverkehr benutzen oder ganz allgemein irgendwelche fremden Menschen(massen) sehen, startet auch schon der erste Herbstlesen-Sonntag und ich kann mich mit meinen Büchern auf dem Sofa einrollen. 😉

Belletristik-SuB:

  1. Julie Abe: Tessa Miyata is no Hero
  2. Tomi Adeyemi: Children of Blood and Bone
  3. Sufiya Ahmed: Rosie Raja – Churchill’s Spy
  4. Becky Albertalli: Leah on the Offbeat
  5. Hanna Alkaf: The Weight of our Sky
  6. Kaia Anderson: Sisters in Arms
  7. Sophie Anderson: The Thief Who Sang Storms
  8. Kelley Armstrong: The Gryphon’s Lair (A Royal Guide to Monster Slaying 2)
  9. Kelly Barnhill: Iron Hearted Violet
  10. Kelly Barnhill: The Ogress and the Orphans
  11. Kelly Barnhill: When Women Were Dragons
  12. T. J. Berry: Space Unicorn Blues
  13. Holly Black: The Coldest Girl in Coldtown
  14. Lila Bowen: Conspiracy of Ravens (The Shadow 2)
  15. Natasha Bowen: Skin of the Sea
  16. Nicholas Bowling: Song of the Far Isles
  17. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk – A Memoir by Lady Trent
  18. Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes – A Memoir by Lady Trent
  19. Marie Brennan: Within the Sanctuary of Wings – A Memoir by Lady Trent
  20. Sarah Rees Brennan: Tell the Wind and Fire
  21. Sarah Rees Brennan: In Other Lands
  22. Stephanie Burgis: The Raven Throne (The Raven Heir 2)
  23. Rachel Caine: Paper and Fire (The Great Library 2)
  24. Julie Campbell: The Mysterious Visitor (Trixie Belden 4)
  25. Jennifer Carson: To Find a Wonder
  26. Beth Cato: Breath of Earth (Blood of Earth #1)
  27. Amber Chen: Of Jade and Dragons
  28. David Chandler: A Thief in the Night (Ancient Blades 2)
  29. David Chandler: Honor Among Thieves (Ancient Blades 3)
  30. Rin Chupeco: Wicked as You Wish (A Hundred Names for Magic 1)
  31. Rin Chupeco: The Bone Witch
  32. Dhonielle Clayton: The Marvellers
  33. Orlagh Collins: All the Invisible Things
  34. Alyssa Colman: The Gilded Girls (Gilded Magic 1)
  35. Helen Corcoran: Daughter of Winter and Twilight
  36. Leah Cypess: Thornwood (Sisters Ever After 1)
  37. April Daniels: Dreadnought (Nemesis 1)
  38. Benjamin Dean: Me, My Dad and the End of the Rainbow
  39. Sarah Driver: Once we were Witches
  40. Sarah Beth Durst: Race the Sands
  41. Joseph Elliott: The Good Hawk (Shadow Skye 1)
  42. Louise Erdrich: The Birchbark House
  43. Hafsah Faizal: A Tempest of Tea
  44. Catherine Fisher: The Velvet Fox (The Clockwork Crow 2)
  45. Francesca Gibbons: A Clock of Stars 1 – The Shadow Moth
  46. Laura Ann Gilman: Silver on the Road
  47. Nicole Glover: The Conductors
  48. Mira Grant: Parasite (Parasitology 1)
  49. Mira Grant: Symbiont (Parasitology 2)
  50. Mira Grant: Chimera (Parasitology 3)
  51. Alex Grecian: The Black Country (Scotland Yard’s Murder Squat 2)
  52. Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
  53. Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
  54. Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
  55. Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
  56. Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
  57. Christian Handel (Hrsg.): Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln (Anthologie)
  58. Rachel Hartman: Seraphina
  59. Phil Hickes: Shadowhall Academy 1 – The Whispering Walls
  60. Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
  61. Jim C. Hines: Terminal Alliance
  62. Tanya Huff: Wizard of the Grove
  63. D. B. Jackson: Thieves‘ Quarry (Thieftaker #2)
  64. D. B. Jackson: A Plunder of Souls (Thieftaker #3)
  65. Sharna Jackson: The Good Turn
  66. Diana Wynne Jones: Crown of Dalemark (The Dalemark Quartet 4)
  67. Diana Wynne Jones: Dogsbody
  68. Diana Wynne Jones: Power of Three
  69. Diana Wynne Jones: Fire and Hemlock
  70. Kalyn Josephson: Ravenfall
  71. Michelle Ruiz Keil: All of Us with Wings
  72. Celine Kiernan: Geisterpfade
  73. Celine Kiernan: Königspfade
  74. Mary Robinette Kowall: The Calculating Stars
  75. Sarah Kuhn: Heroine’s Journey (Heroine Complex 3)
  76. Sarah Kuhn: From Little Tokyo with Love
  77. R. F. Kuang: The Poppy War
  78. Lillie Lainoff: One for All
  79. E. Latimer: Escape to Witch City
  80. Patrice Lawrence: The Elemental Detectives
  81. Yoon Ha Lee: Dragon Pearl
  82. Y.S. Lee: The Body at the Tower (The Agency 2)
  83. Y.S. Lee: The Traitor in the Tunnel (The Agency 3)
  84. Y.S. Lee: Rivals in the City (The Agency 4)
  85. Elizabeth Lim: Six Crimson Cranes
  86. Judy I. Lin: A Magic Steeped in Poison
  87. Darcie Little Badger: Elatsoe
  88. Cixin Liu: The Three-Body Problem
  89. Kari Maaren: Weave a Circle Round
  90. Janelle McCurdy: Mia and the Lightcasters (Umbra Tales 1)
  91. Seanan McGuire: Middlegame
  92. Seanan McGuire: Angel of the Overpass (Ghost Roads 3)
  93. Robin McKinley: Dragonhaven
  94. Anna-Marie McLemore: Blanca and Roja
  95. Wendy McLeod MacKnight: The Copycat
  96. Sangu Mandanna: Kiki Kallira Conquers a Curse (Kiki Kallira 2)
  97. Karen M. McManus: Two can Keep a Secret
  98. Kate Milford: The Boneshaker
  99. Kate Milford: Bluecrowne
  100. Kate Milford: The Thief Knot
  101. Maya Montayne: Nocturna
  102. Bethany C. Morrow: A Song Below Water
  103. Tamsyn Muir: Gideon the Ninth
  104. Julie Murphy: Faith – Taking Flight
  105. Julie Murphy: Faith – Greater Hights
  106. Bishop O’Connell: The Stolen
  107. Nnedi Okorafor: Akata Warrior (Akata Witch 2)
  108. Claribel A. Ortega: Ghost Squad
  109. Mark Oshiro: The Insiders
  110. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): The Starlit Wood – New Fairy Tales (Anthologie)
  111. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): Robots vs. Fairies (Anthologie)
  112. S. A. Patrick: A Vanishing of Griffins (Song of Magic 2)
  113. Tamora Pierce: Tempests and Slaughter
  114. C. L. Polk: Stormsong (Kingston Cycle 2)
  115. C. L. Polk: Soulstar (Kingston Cycle 3)
  116. Cindy Pon: Sacrifice (Serpentine 2)
  117. Sarah Prineas: Dragonfell
  118. Philip Reeve: Larklight
  119. Rebecca Roanhorse: Trail of Lightning (The Sixth World 1)
  120. Rebecca Roanhorse: Race to the Sun
  121. John Scalzi: Fuzzy Nation
  122. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  123. A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
  124. A. G. Slatter: The Briar Book of the Dead
  125. Barbara Sleigh: The Kingdom of Carbonel
  126. Jessica Spotswood/Tess Sharpe: Toll and Trouble – 15 Tales of Women and Witchcraft (Anthologie)
  127. Helenka Stachera: Fin and the Memory Curse
  128. Lucy Strange: Sisters of the Lost Marsh
  129. Esme Symes-Smith: Sir Callie and the Champions of Helston
  130. Emily J. Taylor: Hotel Magnifique
  131. Charles den Tex: Die Zelle
  132. Aiden Thomas: Cemetery Boys
  133. Angie Thomas: Nic Blake and the Remarkables – The Manifestor Prophecy
  134. Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
  135. Sarah Tolcser: Song of the Current
  136. Hana Tooke: The Unadoptables
  137. Adrienne Tooley: Sweet & Bitter Magic
  138. Tiffany Trent: Unnaturalist
  139. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  140. Linda Urban: Almost There and Almost Not
  141. Anne Ursu: Breadcrumbs
  142. Dominique Valente: Witchspark
  143. Renee Watson: Piecing Me Together
  144. Jaye Wells: Dirty Magic (Prospero’s War 1)
  145. Martha Wells: All Systems Red (Murderbot Diaries 1)
  146. Martha Wells: The Cloud Roads
  147. Jen Williams: The Ninth Rain (The Winnowing Flame Trilogy 1)
  148. Kate Williams: The Babysitters Coven 2 – For Better or Cursed
  149. Amy Wilson: Angel and Bavar
  150. Katherine Woodfine: The Midnight Peacock (The Sinclair’s Mysteries 4)
  151. Katherine Woodfine: Peril in Paris (Taylor and Rose 1)
  152. Katherine Woodfine: Spies in St. Petersburg (Taylor & Rose 2)
  153. Katherine Woodfine: Villains in Venice (Taylor & Rose 3)
  154. Katherine Woodfine: Nightfall in New York (Taylor & Rose 4)
  155. Xinran: Gerettete Worte
  156. Jy Yang: The Black Tides of Heaven
  157. Kelly Yang: Front Desk
  158. Damaris Young: The Switching Hour
  159. Katie Zhao: The Dragon Warrior
  160. Xiran Jay Zhao: Iron Widow
  161. Xiran Jay Zhao: Zachary Ying and the Dragon Emperor
  162. Amélie Wen Zhao: Song of Silver, Flame Like Night
  163. Ibi Zoboi: Pride

162 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang

Sachbuch-SuB (noch immer unvollständig):

  1. Bernadette Banner: Make, Sew and Mend
  2. Francis Burney: Journals and Letters
  3. Caroline Criado Perez: Invisible Women – Exposing Data Bias in a World Designed for Men
  4. Brunhilde Dähn: Berlin Hausvogteiplatz
  5. Lydia Edwards: How to Read a Suit – A Guide to Changing Men’s Fashion from the 17th to the 20th Century
  6. Ruth Goodman: How to be a Victorian
  7. Molly Guptill Manning: When Books Went to War
  8. Lindsey Fitzharris: The Butchering Art – Joseph Lister’s Quest to Transform the Grisly World of Victorian Medicine
  9. Kameron Hurley: The Geek Feminist Revolution
  10. Jennifer Kloester: Georgette Heyer’s Regency World
  11. Bea Koch: Mad & Bad – Real Heroines of the Regency
  12. Natalie Livingstone: The Mistresses of Cliveden
  13. Philip Mansel: Prince of Europe – The Life of Charles-Joseph de Ligne
  14. Catherine Ostler: The Duchess Countess – The Woman who Scandalised a Nation
  15. Molly Peacock: The Paper Garden – An Artist Begins Her Life’s Work at 72
  16. Tom Reiss: The Orientalist – In Search of a Man Caught Between East and West
  17. Hallie Rubenhold: Lady Worsley’s Whim – An Eigtheenth-Century Tale of Sex, Scandal and Divorce
  18. Lauren Stowell/Abby Cox: The American Duchess Guide to 18th Century Dressmaking
  19. Kimberley Wilson: Unprocessed – What Your Diet is Doing to Your Brain

19 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang

L. D. Lapinski: The Forgotten Magic (Artezans 1)

„The Forgotten Magic“ hat seit dem Frühling darauf gewartet, dass ich das Buch vom SuB ziehe. Der erste Band der neuen Reihe von L. D. Lapinski wird aus der Perspektive des elfjährigen Ed(ward) erzählt, der – ebenso wie seine Väter und seine Zwillingsschwester – zu den Artezans gehört, was bedeutet, dass die Familie in der Lage ist, Magie zu wirken. Wobei Ed und seine Schwester Elodie erst in diesen Sommerferien herausfinden werden, ob sie wirklich über Magie verfügen, und wenn ja, was für eine Magie das sein könnte. Im Laufe der Geschichte gibt es so einige Hintergrundinformationen zu der Magie der Artezans und wieso diese Magie in den vergangenen vierhundert Jahren immer seltener und schwächer wurde, aber erst einmal wird von all den größeren und kleineren magischen Dingen erzählt, die das Leben der Artezans bis heute prägen.

L. D. Lapinski nimmt sich dabei viel Zeit, um Ed und sein Umfeld vorzustellen, wobei vor allem Eds etwas zwiespältiges Verhältnis zu seiner Schwester im Mittelpunkt steht. Gerade weil die beiden Zwillinge sind, kann Ed es nicht so recht nachvollziehen, dass er und Elodie solch gegensätzliche Persönlichkeiten haben. So ist Elodie voller Vorfreude auf das sommerliche Artezan-Camp, das neben ihrem Zuhause abgehalten wird, während Ed schon bei der Vorstellung an all die Menschenmassen von Fluchtgedanken beherrscht wird. Nicht selten ist Ed neidisch auf seine Schwester, während sie gleichzeitig seine beste Freundin und engste Vertraute ist. Dies führt dazu, dass sich eben auch ein nicht so geringer Teil der Handlung darum dreht, dass Ed mit seinen negativen Gefühlen und Impulsen fertig werden und einen klügeren und bewussteren Umgang damit finden muss.

Ich verrate jetzt mal so viel, dass Eds größter Wunsch (nämlich über beeindruckende Magie zu verfügen) in Erfüllung geht und dass ihm danach erst bewusst wird, dass solch eine Magie nicht einfach zu beherrschen ist. Was bedeutet, dass Ed mehr über seine (alb)traumhafte Magie (und sich selbst) herausfinden muss, um mit seinen neuen Fähigkeiten keinen Schaden anzurichten. Während ich sonst häufig Probleme habe, Sympathien für solche Protagonisten zu entwickeln, habe ich es hier überraschend gern verfolgt, wie Ed mit sich selbst ringt. Obwohl Ed sich immer (wissentlich!) unverantwortlich verhält, gelang es L. D. Lapinski, ihn so darzustellen, dass ich sein Verhalten selbst dann nachvollziehen konnte, wenn ich dabei zusehen musste, wie er gerade großen Mist baute. Ich finde es übrigens faszinierend, wie sehr ich mich beim Lesen (und Rezensieren) dieses Buchs auf Eds Charakterentwicklung konzentriert habe, obwohl es so viele wunderbare fantastische Elemente in diesem Roman gibt, die ich erwähnen könnte.

L. D. Lapinski hat mit den Artezans eine interessante Mischung aus vertraut wirkender und überraschender magischer Gesellschaft geschaffen. Außerdem begegnen einem während des Sommercamps so viele Figuren mit ungewöhnlichen (und nicht immer nützlichen) magischen Fähigkeiten. Besonders die Person, die die Kinder beim Umgang mit ihrer neuentdeckten Magie unterstützen soll, aber auch die Väter von Ed und Elodie fand ich wirklich sympathisch, und ich hatte Spaß daran, mir vorzustellen, wie sich ihre fantastischen Fähigkeiten wohl einsetzen ließen. Für mich war „The Forgotten Magic“ genau die passende Mischung aus fantastischen Ideen, amüsanten und nachdenklichen Momenten und einer immer intensiver werdenden unheimlichen Atmosphäre. Auch wenn einige Wendung für mich etwas vorhersehbar waren, habe ich es genossen, Eds Weg dahin zu verfolgen. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Band („The Whispering World“), der für März 2025 angekündigt ist, und bin gespannt, wie es mit Ed, Elodie und der Magie der Artezans weitergehen wird.

Lucy Strange: The Secret of the Nightingale Wood

Nachdem ich vor 3 1/2 Jahren (wieso ist das schon wieder so lange her?!) „The Ghost of Gosswater“ von Lucy Strange gelesen hatte, wollte ich unbedingt noch mehr von der Autorin lesen – was dazu geführt hat, dass ich Anfang des Monats „The Secret of the Nightingale Wood“ vom SuB gefischt habe. Das Buch spielt kurz nach dem Ersten Weltkrieg in Großbritannien und wird aus der Perspektive der elfjährigen Henry (Henrietta) erzählt. Von Anfang an steht fest, dass ein Vorfall rund um ihren älteren Brüder Robert Henrys Familie zutiefst erschüttert hat und dass ihr Vater deshalb mit der gesamte Familie von London in ein kleines Haus an der Küste gezogen ist. Doch der Umzug allein macht natürlich nicht alles wieder gut, und so verbringt Henry einen ziemlich einsamen Sommer, in dem sie keinen Kontakt mit ihrer kranken Mutter hat, ihr Vater beruflich im Ausland ist und sich Nanny Jane vor allem um Henrys Mutter und das Baby (mit dem Spitznamen „Piglet“) kümmert.

Es gibt viele Passagen in „The Secret of the Nightingale Wood“, die sich nach klassischen britischen Kinderbüchern anfühlen, wie zum Beispiel die Momente, in denen Henry das unvertraute Haus oder den angrenzenden Wald hinter dem Grundstück erkundet. Sie lernt so einige neue Menschen kennen, und während manche davon liebenswert skurril oder vertrauenserweckend sind, gibt es doch auch immer wieder Personen, die Henry Angst machen. Das sorgt für viele Momente, die wunderschön und heimelig zu lesen sind, ohne einen vergessen zu lassen, dass die grundsätzliche Stimmung in dieser Geschichte deutlich weniger entspannt ist. Denn neben all den altmodisch-gemütlichen Beschreibungen gibt es noch die Elemente, die auf diese Weise definitiv nicht in Kinderbuchklassikern angesprochen werden. So steht von Anfang an steht fest, dass Henrys Familie um ihren Bruder Robert trauert, auch wenn nicht genau gesagt wird, was mit ihm passiert ist.

Diese Trauer hat Henrys Mutter krank gemacht, auch wenn das Mädchen nicht genau versteht, was mit ihrer Mutter passiert. Was ihr hingegen nur zu bewusst ist, ist, dass der Arzt, der ihre Mutter behandelt, keine Person ist, der das Wohl ihrer Patient*innen am Herz liegt. Stattdessen scheint dieser Arzt davon fasziniert zu sein, dass er endlich eine Möglichkeit hat, „weibliche Hysterie“ zu erforschen. Was ich – als erwachsene Person, die genau weiß, was diese Art von „Forschung“ zu dieser Zeit beinhaltete – beim Lesen mindestens ebenso beängstigend fand wie Henry. Dazu gibt es noch einige Nebenstränge, die sich zum Beispiel um eine rätselhafte Frau im (titelgebenden) Wald drehen oder um ehemalige Soldaten, die im Krieg Verletzungen davon getragen haben. Zu viel will ich hier nicht verraten, denn ich fand es wirklich reizvoll, all diese Dinge aus Henrys Sicht zu erleben.

Henry ist eine wundervolle Protagonistin, die mit viel Fantasie und Mut versucht, ihre zerbrechende Familie zusammenzuhalten und ihre Mutter zu beschützen. Sie hat nicht immer die klügsten Ideen, aber gerade das führt regelmäßig zu unterhaltsamen Szenen, die einen Ausgleich zu den eher düsteren Passagen bilden. Trotzdem muss ich zugeben, dass ich es herzzerreißend fand, diesen Roman zu lesen, und immer wieder Pausen benötigte, weil ich mit all diesen Charakteren so mitgelitten habe. Für mich als erwachsene Leserin waren einige Elemente in der Geschichte wirklich schwer zu ertragen, was definitiv daran lag, dass ich eben über mehr Wissen verfügte als Henry (oder die 10- bis 12jährige Zielgruppe des Romans). Trotzdem kann ich im Nachhinein sagen, dass ich das Lesen von „The Secret of the Nightingale Wood“ genossen habe und dass so einige Szenen immer noch in mir nachklingen – weshalb ich mir inzwischen den Roman „Sisters of the Lost Marsh“ von Lucy Strange bestellt habe (dessen Inhaltsbeschreibung nach einem wunderbar gruseligem Herbstlesebuch klingt).

Ankündigung: Herbstlesen im Oktober 2024

Da in zwei Wochen schon das erste Herbstlesen-Wochenende ist, wird es langsam Zeit, einen offiziellen Ankündigungsbeitrag fürs diesjährige Herbstlesen zu veröffentlichen! In diesem Jahr freue ich mich besonders auf den Herbst und habe schon einen ganzen Stapel mit Büchern, die ich im Oktober lesen will, bereit liegen. Aber natürlich werde ich meine Zeit an den Herbstlesen-Wochenende nicht nur mit Lesen verbringen, sondern auch noch mit anderen Dingen, die mir Freude bereiten.

Es wäre schön, wenn sich auch in diesem Jahr ein paar Mitleser*innen fänden, die sich mir an dem einen oder anderen Wochenende anschließen und sich mit mir (und untereinander) austauschen mögen. Ich lesen einfach so gerne davon, wie ihr eure Zeit verbringt, um ein möglichst entspanntes und erholsames Wochenende zu verbringen, und wenn ich Glück habe, gibt es nebenbei noch den ein oder anderen Anstoß für eine neue Lektüre (oder ein neues Hobby – denn davon habe ich ja bekanntermaßen viel zu wenige *g*).

Das Herbstlesen-Logo für 2024. Das Logo zeigt im unteren Drittel gelb belaubte Bäume, am linken Bildrand einen dunkelrot belaubten Baum und darüber einen bewölkten Himmel. Über dem Himmel ist der Schriftzug "Herbstlesen im Oktober 2024" zu lesen.

Da sich der Besuch der Schwiegerfamilie etwas verschoben hat und ich deshalb an dem ersten Oktober-Samstag unterwegs sein werde, startet das „Herbstlesen im Oktober“ in diesem Jahr erst am 6. Oktober (Sonntag) und endet am 27. Oktober (Sonntag). Das bietet uns einen Sonntag und drei vollständige Wochenenden, um möglichst viel Zeit mit Büchern, Spielen, Puzzles, Handarbeiten, Spaziergängen, Backen und all den anderen unterhaltsamen und entspannenden Dingen zu verbringen. Wenn ihr gern einen Anlaufpunkt für den 5. Oktober hättet, kann ich morgens einen Beitrag veröffentlichen, aber ich werde dann wohl erst am späten Abend wieder auf den Blog zugreifen können. Ansonsten gibt es von mir wieder an jedem Samstag und an jedem Sonntag einen neuen Beitrag, in dem ich im Laufe des Tages davon erzähle, womit ich meine Zeit verbracht habe. Aber natürlich ist es auch möglich, einen Sammelbeitrag für das Herbstlesen oder einen Beitrag pro Wochenende zu verfassen.

Wichtig wäre es mir, dass ihr an den Tagen, an denen ihr mitmacht, einen Kommentar mit einem Hinweis auf eure Teilnahme (und einem Link zum dementsprechenden Beitrag) unter meinem aktuellen Post hinterlasst, damit ich euch verlinken kann. Der Austausch mit den anderen „Herbstleser*innen“ ist schließlich immer einer der nettesten Aspekte dieser Aktion, und wenn es einen zentralen Ort gibt, an dem alle Links gesammelt werden, geht das am besten. (Und da es zur Zeit anscheinend Probleme mit meinem Feed gibt: Ich veröffentliche meine Beiträge an den Herbstlesen-Tagen vor 8 Uhr! Schaut bitte im Zweifelsfall direkt auf dem Blog nach, auch wenn euer Feedreader keinen Beitrag anzeigen sollte!)

Ich muss zugeben, dass ich mich schon sehr auf diesen gemütlichen Start in den Herbst freue, und ich hoffe, es geht euch genauso!

Celia Lake: Pastiche (Charms of Albion 1)/Mysterious Charm 0.5 bis 7

Eigentlich hatte ich diesen Text als Teil meiner Lese-Eindrücke für den August geschrieben, aber dann wurde er so lang, dass ich ihn doch lieber in einem extra Beitrag veröffentliche:

„Pastiche“ war eins der ersten eBooks, die ich mir in diesem Jahr auf den eReader geladen hatte, und es war das Buch, das im August dafür gesorgt hat, dass ich danach in acht Tagen acht (neu angeschaffte) Bücher gelesen habe. Genau genommen habe ich im Anschluss die vollständige Mysterious-Charm-Reihe*Titel der Reihe der Autorin gelesen, weil ich nach diesem ersten Roman der „Charms of Albion“-Reihe wissen wollte, ob mir anderen Bücher von Celia Lake auch gefallen würden. Da es den ersten Band der „Mysterious Charm“-Reihe umsonst herunterzuladen (und die Vorgeschichte als Bonus für Newsletter-Abonnenten) gab, habe ich die also ausprobiert – und dann konnte ich nicht aufhören, weiterzulesen. Ich weiß nicht, ob mich die Geschichten der Autorin auch so gepackt hätten, wenn ich nicht in der Zeit so übermüdet und so verzweifelt auf der Suche nach entspannenden Romanen gewesen wäre. Aber für diesen Zustand waren sie einfach perfekt, und ich bin wild entschlossen, irgendwann noch weitere Reihen von Celia Lake zu lesen. Die Autorin schreibt Liebesgeschichten, die in Albion spielen, einer magischen Parallelgesellschaft innerhalb unserer unmagischen Welt – genau genommen im britischen Teil dieser Welt zwischen den Jahren 1880 und dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

Einige ihre Figuren sind traumatisiert, verletzt oder behindert, und die Geschichten scheuen definitiv nicht vor all den Herausforderungen und Ungerechtigkeiten zurück, die damit einhergehen. Es gibt auf der Homepage von Celia Lake zu jeder ihrer Geschichten Content Warnings, damit jede/r Leser*in selbst entscheiden kann, ob bestimmte Themen lieber gemieden werden. Trotz dieser ernsthaften Elemente würde ich die bislang gelesenen Geschichten als „cozy“ bezeichnen, da es in der Regel darum geht, dass Personen – häufig mit sehr unterschiedlichen Hintergründen – zusammenfinden, um gemeinsam Probleme zu bewältigen. Keines dieser Probleme entsteht dadurch, dass diese Charaktere nicht miteinander reden (im Gegenteil, es gibt wirklich viel Austausch zwischen den Figuren, was ich sehr wohltuend fand) und am Ende sind in der Regel nicht nur diese Probleme gelöst, sondern diese fantastische Welt ist dadurch sogar ein kleines Stückchen besser geworden. Mir gefällt es auch, dass die Geschichten (mehr oder weniger) lose miteinander verknüpft sind. Für die von mir gelesenen Romane benötigte ich kein Vorwissen, fand es aber angenehm, immer wieder auf Figuren zu treffen, die ich aus den schon gelesenen Büchern kannte.

Eine kleine „Warnung“ sollte ich zu den Büchern vermutlich mitgeben: Die Autorin ist Bibliothekarin, und das macht sich bemerkbar! Genau genommen bedeutet das, dass es so einige Passagen in den Geschichten gab, in denen Informationen zu den verschiedenen Themen auftauchten. Gut recherchierte und sehr ausführliche Informationen – was ich persönlich genossen habe, was aber nicht gerade für eine zügig voranschreitende Handlung sorgt. Die bislang von mir gelesenen Romane von Celia Lake hatten alle eine eher gemächlich erzählte Geschichte, und häufig wurde darauf verzichtet, einen potenziellen „Endkampf“ zu beschreiben. Stattdessen gab es dann einen Sprung zu einer Aufarbeitung der Ereignisse für alle beteiligten Figuren, die dafür sorgte, dass diee Charaktere dann (mehr oder weniger) unbehelligt von den vorherigen Ereignissen in die Zukunft schauen konnten. Für mich ist das definitiv in Ordnung, auch wenn ich zugeben muss, dass ich dieses Vorgehen beim ersten Mal überraschend fand. Aber ich vermute, dass das eine Erzählweise ist, die nicht jedem liegt …

* Mysterious-Charm-Reihe: 0.5 Ancient Trust (gibt es aktuell von der Autorin für ihre Newsletter-Abonnenten), 1. Outcrossing (zur Zeit kostenlos herunterladbar), 2. Goblin Fruit, 3. Magician’s Hoard, 4. Wards of the Roses, 5. In The Cards, 6. On the Bias, 7. Seven Sisters