Schlagwort: Lese-Sonntag

Lese-Sonntag im Februar 2024

Schon der zweite Lese-Sonntag in diesem Jahr … es fühlt sich an, als sei der letzte schon ewig her, und gleichzeitig habe ich nicht das Gefühl, als ob ich in den vergangenen Wochen irgendwas nennenswertes getan hätte. Ich lese weiterhin diverse Bücher parallel, einige davon – wie die Edward-Hopper-Anthologie und „Fake History“ von Jo Hedwig Teeuwisse – hatte ich schon während des vergangenen Lese-Sonntags erwähnt. Für heute habe ich keine großen Pläne, ich habe Lust zu lesen und mein Mann und ich wollen eine weitere Brettspielrunde mit „Cthulhu – Death May Die“ spielen. Das ist dann unser vierter Versuch die aktuelle Herausforderung siegreich zum Ende zu bringen, bislang scheiterten wir immer daran, dass der Charakter meines Mannes den Verstand verlor und meine Figur allein keine Chance hatte. Außerdem haben wir uns vorgenommen heute Abend zusammen einen Film zu schauen, mal schauen, ob wir das dieses Mal auch wirklich machen oder uns wieder spontan umentscheiden …

Update 11:00 Uhr

Ein geöffnetes Buch mit Gedichten. Auf der rechten Seite das Gedicht "When They Say You Shouldn't Talk About It", dessen Text lautet: When They Say You Shouldn't Talk About It/Remember that the only bridges/not worth burning are the bridges/you feel save enough to cross/because the people on the other side/have seen you after the wildfire, after the ashes of who you were,/watching the ambers of who you are becoming/and continue to love you through it all.

Den Vormittag über habe ich heute … ziemlich viel Zeit verloren. *g* Ich weiß gar nicht, was ich in dieser Zeit gemacht habe. Was ich sagen kann, ist, dass ich heute morgen ein Gedicht von Nikita Gill („When They Say You Shouldn’t Talk About It“ aus „these are the words – Fearless verse to finde your voice“) gelesen habe. Außerdem habe ich mir mit meinem Mann Videos zu dem Videospiel „Silent Hope“ angeschaut, das gerade 50% runtergesetzt ist und dessen Demo wir daraufhin runtergeladen haben. Uuund ich habe „The Gifts That Bind Us“ von Caroline O’Donoghue angefangen – was die Fortsetzung von „All Our Hidden Gifts“ ist. Das Buch habe ich in der vergangenen Woche geliefert bekommen und nachdem ich eben so schnell wieder drin in der Geschichte war, werde ich mich wohl vor allem heute damit beschäftigen. Aber erst einmal gibt es jetzt Frühstück für mich! 🙂

Die Taschenbuchausgabe von "The Gifts That Bind Us" auf einer orangen Decke. Das Coverdesign erinnert grob an eine Tarotkarte.

(Nachtrag: Mir fällt gerade noch ein, dass ich ja auch „Animal Crossing“ gespielt habe – vielleicht ist es doch nicht so verwunderlich, dass der Vormittag so schnell vorbei gegangen ist. *g*)

Update 15:00 Uhr

Ein weißer Teller mit zwei Scheiben Brot, die mit Salatblättern, Kichererbsen-Masse und eingelegten roten Zwiebeln belegt sind.

Nach dem letzten Update habe ich dann erst einmal gefrühstückt. Genau genommen gab es die Reste vom gestrigen Abendessen, das aus frisch gebackenem Roggenbrot, Salatblättern, einer Kichererbsen-Paprika-Gurken-Masse und eingelegten Roten Zwiebeln bestand. Danach ging es dann zu unserer Brettspielrunde … Es war – wie schon erwähnt – unser vierter Versuch dieses Szenario zu bewältigen und endete nach gerade mal einer Viertelstunde damit, dass der Charakter meines Mannes (schon wieder!) gestorben ist. Da sich für die kurze Spielzeit der Aufbau nicht gelohnt hätte, haben wir direkt im Anschluss einen erneuten Versuch gewagt und dieses Mal sehr knapp gewonnen!

Ein kleiner Ausschnitt aus einem "Cthulhu – Death May Die"-Szenario, bei dem eine menschliche Figur mit einer Axt in der Hand umgekippt vor einem großen Monster liegt.
Ein weiterer Ausschnitt aus dem gleichen "Cthulhu – Death May Die"-Szenario, bei dem der gleiche menschliche Charakter vor einer umgekippten Cthulhu-Figur steht.
Ein Charakterblatt, bei dem ein kleiner grüner Tentakel auf einer Leiste steht, bei der nur noch zwei freie Felder bis zu einem Totenschädel zu sehen sind.
Ein Charakterblatt für die Figur "Ms. Borden". Neben dem Charakterblatt ist eine Charte zu sehen mit dem Namen "Barnabus Marsh" und eine Beschreibung auf der Karte besagt, dass diese Figur dem Charakter Schaden an der geistigen Gesundheit ersparen kann.

Dabei muss ich zugeben, dass wir sehr, sehr viel Glück hatten! Erst einmal haben wir zu Beginn der zweiten heutigen Runde sehr wenige Karten gezogen, die für ein Fortschreiten von Cthulhu gesorgt hätten (was uns mehr Zeit verschaffte, um unser Ziel zu erreichen, bevor wir gegen deutlich stärkere Gegner kämpfen mussten) und dann habe ich auch noch die Extrakarte „Barnabus Marsh“ gezogen und konnte sie an meinen Mann weiterreichen. Diese Karte sorgte dafür, dass mein Mann „Stresspunkte“ (das sind die mit dem Blitzsymbol) eintauschen konnte, um die geistige Gesundheit seines Charakters zu erhalten – womit der Teil, der sonst dafür gesorgt hat, dass sein Charakter dem Wahnsinn verfiel und starb, ganz knapp vermieden werden konnte. Und es war wirklich knapp, wir hätten beide die nächste Runde nicht überstanden, wenn er nicht mit seinem letzten Angriff Cthulhu besiegt hätte.

Das war (laut dem Brettspielforum, in dem mein Mann sich rumtreibt,) das herausfordernste Szenario des Grundspiels und nun bin ich gespannt, wie es dann beim nächsten Mal weitergeht. Eine Runde haben wir noch vor uns, bevor wir alle Kampagnen des Grundspiels durch haben, und dann schauen wir mal, ob wir mit der Erweiterung weitermachen oder erst einmal wieder zu einem anderen Spiel wechseln …

Update 19:00 Uhr

Eine Untertasse mit sechs einzelnen Stückchen Schokolade - drei davon mit kandierten Mintblättern - und in der oberen Bildecke eine große Tasse mit Milchschaum.

Nachdem ich heute Nachmittag erst einmal ein paar Kapitel in „The Gifts That Bind Us“ gelesen habe, gab es einen Milchkaffee (und etwas Schokolade) für mich, während ich bei Youtube stöberte und nichts zum Gucken fand. Was dann dazu führte, dass ich „nur kurz“ die Demon von „Silent Hope“ anspielte und für den Rest des Nachmittags dabei hängen blieb. Das Spiel ist genau das, was ich von so einem Hack’n’Slash-Game erwarte plus ein paar niedlichen Charakteren, etwas Item-Sammeln und Basteln. Ich hoffe, dass ich damit ein paar entspannte Abende vor mir habe – sehr viel Aufmerksamkeit oder Reflexe scheint es nicht zu erfordern. *g*

Eine Switch auf einer orangen Decke, die den Startbildschirm des Spiels "Silent Hope" zeigt.

Jetzt wird es aber wirklich Zeit das Abendessen zu kochen und dann steht ja noch die Filmverabredung mit meinem Mann aus. 🙂

Update 22:15 Uhr (letztes Update)

Eine Auflaufform mit sechs Wraps, die knusprig und goldbraun gebacken wurden.

Tja, aus der Filmverabredung wurde heute nichts, da mein Mann als wir mit dem Kochen fertig waren keine Lust mehr auf einen längeren Film hatte. Er hat in den letzten Wochen auch wirklich sehr viele Filme gesehen, aber schade ist es schon, weil wir nur am Wochenende gemeinsam Filme gucken … Stattdessen habe ich schon beim Essen mein nächstes eBook angefangen und die ersten Seiten in „Lady Avely’s Guide to Truth and Magic“ von Rosalie Oaks gelesen. Von der Autorin habe ich schon länger ein Buch auf dem eReader, das ich mal umsonst mitgenommen habe. Aber so richtig gereizt hat mich jetzt erst der neuste Roman von ihr, der sich um Lady Judith Avely dreht, die eine Angelegenheit aus ihrer Vergangenheit (soweit ich die bisherigen Andeutungen verstanden habe) endlich regeln will.

Ein angeschalteter eReader, dessen Bildschirm das Cover von "Lady Avely's Guide to Truth and Magic" zeigt.

Dummerweise stolpert sie dabei über einen alten Freund, der in seinem Herrensitz von schwebenden Schädeln geplagt wird. Ich habe eine Schwäche für Geschichten, deren Protagonistinnen schon etwas älter sind, und ich mag diese Mischung aus „historischem“ Roman und Magie. Hier verfügt Judith über die magische Fähigkeit zu hören, wenn jemand lügt, und es gibt eine Verbindung zwischen Personen mit Magie und „feenhaften“ Vampiren Vampiric, die ich interessant finde. Ich glaube, mit dem Buch werde ich noch viel Spaß haben. 😀 Aber bevor ich weiterlese, schaue ich noch einmal nach Kiya und meinen Kommentaren.

Das war heute ein relativ lesearmer „Lese-Sonntag“, aber ich habe den Tag mit so einigen angenehmen Beschäftigungen genossen und das ist ja der Sinn des Ganzen. 🙂 Ich hoffe, ihr hattet ebenfalls einen angenehmen Sonntag und könnt morgen erholt in eine – hoffentlich nicht ganz so stressige – Woche starten!

***

Heute mit dabei:

  • Natira (in den Kommentaren)
  • Kiya

Lese-Sonntag im Januar 2024

Die ersten drei Wochen des neuen Jahres sind schon wieder vorbei und ich habe eben prompt erst einmal „Januar 2023“ bei der Überschrift geschrieben. Es wird wohl noch ein paar Monate dauern, bis ich mich an das neue Datum gewöhne. 😉 Immerhin habe ich in den letzten Tagen wieder in einen Rhythmus gefunden, der mir genügend Lesezeit lässt, und das habe ich prompt genutzt, um diverse Bücher/Comics/Manga parallel zu lesen. Während ich bei den Comics gern mal ohne „SuC“ wäre (was noch sehr lange dauert, weil allein mit den Elfquest-Sammelbände fast 4000 ungelesene Seiten vor mir liegen,) wühle ich mich bei den Manga gerade durch meine Regale, um zu schauen, was ich da vielleicht mal aussortieren kann. Was natürlich dazu führt, dass ich ganz viele Bände noch einmal lesen muss, um zu einem Urteil zu kommen. Und weil Romane, Comics und Manga ja nicht genug sind, um meine Lesezeit zu füllen, habe ich nebenbei auch noch eine Anthologie und ein Sachbuch angefangen … Meine Tage haben definitiv zu wenig Stunden. *g*

Neben all den Büchern, die ich heute weiterlesen möchte, haben mein Mann und ich für heute Vormittag noch eine Brettspielrunde mit „Cthulhu – Death May Die“ geplant. Außerdem habe ich einen Sauerteig im Kühlschrank, den ich gleich noch zu Frühstücksbrötchen verarbeiten will. Damit sollte ich mal anfangen – sobald ich mich wach genug fühle, um dabei nicht zu viele Fehler zu machen …

Update 10:00 Uhr

Uiuiui, mal schauen, ob das mit meinen Brötchen noch was zum Frühstück wird (nur gut, dass ich immer so spät frühstücke)! Im Rezept stand, dass der Teig entweder fünf Stunden bei Zimmertemperatur oder über Nacht im Kühlschrank gehen soll und als ich ihn heute morgen aus dem Kühlschrank holte, zeigte er keinerlei Anzeichen von nächtlicher Aktivität. Jetzt hoffe ich, dass ihn etwas Zeit vor der Wohnzimmerheizung so weit wiederbelebt, dass ich ihn heute noch zu Brötchen verarbeiten kann. Ich bin gespannt, was das wird … Ansonsten habe ich etwas in der Wohnung rumgewuselt, den Abwasch vom Abendessen erledigt, mich mit einer Fehlermeldung auf meinem Blog rumgeärgert, mich online rumgetrieben und eine Runde auf meiner Animal-Crossing-Insel gedreht. Und während ich dieses kleine Update schreibe, baut mein Mann schon mal unser Brettspiel auf, damit wir das gleich spielen können.

Update 13:30 Uhr

Das war heute eine wirklich amüsante Spielrunde! Das heutige Brettspiel („Cthulhu – Death May Die“) hatte sich mein Mann zu Weihnachten geschenkt, weil es das Spiel mit allen Erweiterungen im Angebot gab. Bislang haben wir vier Kampagnen gespielt (und die Hälfte davon mussten wir zweimal spielen, weil wir beim ersten Mal gescheitert waren) und es ist immer wieder spannend wie unterschiedlich sich die verschiedenen Runden anfühlen. Heute haben mein Mann und ich mit einem Ranger (Morgan) und einer Nonne gespielt. Beide Figuren hatten keine besonders guten Angriffsmöglichkeiten, waren dafür aber „zäh“, was nach etwas Aufleveln bedeutete, dass sie Angriffe zum Teil ignorieren konnten. Das war auch das einzige, was uns heute gerettet hat – eine weitere Runde hätten wir nicht überstanden, aber so haben wir es knapp geschafft „Die Schwarze Ziege“ zu besiegen.

Was auch lustig war, war, dass wir heute in einem Museum unterwegs waren, so dass wir nicht nur mit Monstern und Kultisten zu tun hatten, sondern auch mit Museumswächtern. Diese konnten wir natürlich nicht einfach besiegen, sondern wir mussten dafür sorgen, dass sie uns nicht erwischten, während wir versuchten Artefakte zu klauen, mit denen wir das Ritual der Kultisten zur Beschwörung der Monster unterbrechen konnten. Die Nonne meines Mannes war zwischendurch so von Monstern umringt, dass ich schon dachte, dass das Spiel vorbei sei – und wenig später hatte ich so viele Monster in dem kleinen Raum versammelt, in dem ich war, dass wir die Figuren neben das Spielfeld stellen musste, weil nicht genug Platz war … Alles in allem haben wir viel Spaß mit unserer heutigen Brettspielrunde gehabt und ich bin gespannt, wohin es uns dann beim nächsten Mal verschlägt (wenn ich einen türkischen Arzt ohne nennenswerte Kampfoptionen spielen werde).

Ein Teller mit zwei Möhren, einer aufgeschnittenen Kohlrabi und einem Schälchen mit Salzcrackern. Dahinter ist ein Stapel mit mehreren Büchern und eine kleine Sturmlaterne zu sehen.

Da mein Brötchenteig immer noch etwas arg träge ist, gab es zum Frühstück dann ein paar Salzcracker, die mein Mann gestern zum Ausprobieren gekauft hat. (Lecker, aber sehr salzig!) Außerdem habe ich ein bisschen in meinem aktuellen eBook „Brute of All Evil“ von Devon Monk gelesen. Das ist der neunte (und letzte?) Teil der Ordinary-Magic-Reihe und obwohl das Lesen des achten Bands schon eine Weile her ist, finde ich es wieder sehr nett in dem Ort Ordinary (in dem die Götter Urlaub machen) unterwegs zu sein. Die Brötchen werde ich dann wohl erst heute Nachmittag backen können – nur gut, dass wir für heute Abend Lieferessen geplant haben! *g*

Update 17:15 Uhr

Blick in ein geöffnetes Buch. Zu sehen ist Eintrag Nr. 21. von "Fake History" mit dem Titel "This Second World War photo shows a German soldier using a mobile phone" inklusive Foto und dem Anfang des Debunking-Texts.

Nach dem letzten Update habe ich erst einmal eine Weile mit Bloglesen und -kommentieren verbracht, bevor ich wieder zum Buch gegriffen habe. Genau genommen habe ich einen Eintrag in „Fake History – 101 Things that Never Happend“ gelesen, der sich darum drehte, wie Jo Hedwig Teeuwisse herausfand, an welchem Ort und für welche Produktion ein Foto geschossen wurde, das vor einigen Jahren online herumging als „Beweis“ dafür, dass Soldaten im Zweiten Weltkrieg Smartphones hatten. Dieses Mal kein „Fake“, der besonders glaubwürdig war (was nicht bedeutet, dass es keine Personen gäbe, die diese Behauptung glauben würden), aber wie immer interessant, welche Wege nötig waren, um herauszufinden unter welchen Umständen genau das Foto entstanden ist.

Das Cover der Anthologie "In Sunlight or in Shadow" mit einem Ausschnitt eines Edward-Hopper-Gemäldes, das eine Frau in einem blauen Hosenanzug neben einer Treppe zeigt.

Danach habe ich eine Kurzgeschichte („Rooms by the Sea“ von Nicholas Christopher) in der „In Sunlight or in Shadow“-Anthologie gelesen. Ich muss zugeben, dass ich mit der Anthologie nicht ganz warm werde, obwohl ich die Grundidee (jede Geschichte basiert auf einem Gemälde von Edward Hopper) sehr mag. Die heute gelesene Geschichte dreht sich unter anderem um ein Gebäude am Meer, das auf unerklärliche Weise im Laufe der Jahre immer mehr Räume bekommt, bis sich selbst die aktuelle Besitzerin nicht mehr darin zurechtfindet. Beim Lesen bin ich von „Was lese ich hier?“ über „Da sind ein paar nette Details, die meine Fantasie anregen“ bis „DAS ist deine Auflösung?!“ gewandert – und ich glaube, ich muss das noch etwas sacken lassen, bevor ich mir eine Meinung zu dieser Kurzgeschichte bilden kann.

Eine große Tasse mit einer Milchschaumhaube, links daneben steht eine kleine Schale mit Schokoladenstücken, rechts dahinter ein Stapel Bücher. Das oberste Buch zeigt als Cover eine üppige rosa Blüte vor einem schwarzem Hintergrund.

Danach wurde es Zeit für Kaffee (und Schokolade) und „The Paper Garden“ von Molly Peacock. Ich bin noch am Anfang dieser Biografie und finde Mary Delany als Person und als Künstlerin sehr faszinierend, muss aber zugeben, dass ich den Schreibstil von Molly Peacock (die vor dieser Veröffentlichung vor allem für ihre poetry collections bekannt war) etwas gewöhnungsbedürftig und sehr viel blumiger als mir persönlich lieb ist … Das ändert nichts daran, dass Mary Delany eine interessante Frau mit einem spannendem Leben war, von dem ich gerne lese. Aber wenn ich gewusst hätte, dass ich den Schreibstil von Molly Peacock so ungern lese, hätte ich zu dem eBook mit Mary Delanys Briefen gegriffen.

Update 20:30 Uhr

Eine weiße Schale, die zur Hälfte mit Reis und zur Hälfte mit Mandel-Curry und Kartoffelbällchen (gut versteckt in der Currysauce) gefüllt ist.

Die Zeit seit dem letzten Update war vor allem von Essen geprägt. *g* Nachdem ich noch ein bisschen in „The Paper Garden“ gelesen hatte, haben wir bei dem guten indischen Restaurant im Viertel unser Abendessen bestellt und während wir auf die Lieferung wartete, habe ich die Brötchen rundgewirkt und zum Gehen in den beleuchteten (nicht beheizten!) Ofen gestellt. Mein Malai Kofta war wieder köstlich – ich finde es lustig, dass mein indisches Lieblingsessen in dem Restaurant am Wochenende immer etwas schärfer gewürzt ist als in der Woche (während mein Mann heute eine spürbar mildere Sauce bei seinem Curry mit Hühnerfleisch hatte als sonst).

Ein Backblech mit Backpapier, auf dem mehrere goldbraun gebackene Brötchen liegen.
Ein aufgeschnittenes Brötchen mit einer schönen, wenn auch etwas unregelmäßigen Krume.

Nachdem wir mit dem Essen fertig waren, habe ich den Ofen angeworfen und endlich meine Brötchen gebacken. Da meine Unterhitze nicht funktioniert, kann ich beim Backen nicht richtig Schwaden, weshalb die Brötchen nicht superkross geworden sind. Aber sie haben eine Kruste und eine Krume mit deutlichen Luftlöchern! Lustigerweise sind ein paar der Brötchen so aufgegangen, dass sie einen kleinen „Fuß“ bekommen haben (und wenn ich nicht Angst gehabt hätte, dass sie trocken werden, hätte ich das Blech am Ende besser einmal gedreht und noch für weitere drei Minuten drin gelassen). Alles in allem bin ich angesichts der Probleme, die ich heute Vormittag mit dem Teig hatte, aber wirklich zufrieden mit dem Ergebnis. Die erste Geschmacksprobe haben wir auch schon gemacht – das Brötchen war viel, viel zu heiß und deshalb noch etwas feucht innen, aber sehr lecker!

Das Cover von "The Body in the Blitz", das drei Kinder vor einem grünen Hintergrund zeigt. Ein asiatisch wirkendes Mädchen sitzt dabei mit einem Buch in der Hand an der oberen Kante des Covers, ein rothaariges Mädchen läuft darunter mit einer Lupe in der Hand und auf der rechten Seite steht ein Schwarzer Junge und streichelt eine orangefarbende Katze.

Den Rest des Abends werde ich jetzt noch mit „The Body in the Blitz“ verbringen. Das ist der zweite Band der „Ministry of Unladylike Activity“-Reihe von Robin Stevens und dieses Mal haben Fionnuala, May und Eric ihren ersten offiziellen Einsatz als Spione und stolpern dabei über eine Leiche in einem ausgebombten Gebäude. Ich habe gestern Abend erst mit dem Buch angefangen und freue mich gerade sehr über das Wiedersehen mit den drei Detektiven. 🙂

Update 23:00 Uhr (letztes Update)

Ich hatte heute Abend viel Spaß mit „The Body in the Blitz“ und mit all den Informationen, die Robin Stevens über die Arbeit für den britischen Geheimdienst im Zweiten Weltkrieg in die Geschichte eingebaut hat. Ich bin mir sicher, die Autorin hat ebenfalls „Between Silk and Cyanide“ gelesen. *g* Nuala, May und Eric lernen Nachrichten zu codieren und decoden und überraschend viele Personen in ihrem aktuellem privaten Umfeld haben entweder Kontakt zum Ministerium oder zum Britischen Museum. Außerdem gibt es nicht nur eine unidentifizierte weibliche Leiche, sondern auch gleich zwei Frauen, die in den letzten Monaten ohne weiteres Lebenszeichen verschwunden sind. Oh, und Daisy (die gemeinsam mit Mays Schwester Hazel die Protagonistin der Vorgänger-Reihe war) befindet sich anscheinend im besetzten Frankreich und es gibt schon seit längerer Zeit kein Lebenszeichen von ihr. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf morgen Nachmittag, wenn ich hoffentlich weiterlesen kann. Jetzt geht es für mich aber erst einmal ins Bett!

Es war wieder einmal nett mit euch gemeinsam den Lese-Sonntag zu verbringen! Ich hoffe, ihr hattet einen schönen Tag und könnt erholt in die neue Woche starten! Bis bald! 🙂

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Heutige Mitleser*innen:

Lese-Sonntag im Dezember fällt aus!

Mein Mann und ich liegen seit einer Woche mit Corona flach und ich glaube nicht, dass ich am Sonntag fit genug sein werden, um einen Lesetag mit euch zu verbringen. Ich muss gestehen, ich hatte mir die Vorweihnachtszeit in diesem Jahr gemütlicher vorgestellt, aber das lässt sich ja nun nicht ändern …

Ich hoffe, euch geht es soweit gut und ihr könnt das dritte Adventswochenende entspannt genießen!

Lese-Sonntag im November 2023

Nachdem ich im Oktober so viel gelesen hatte, hat es sich in den vergangenen beiden Wochen so angefühlt, als ob ich überhaupt nicht zum Buch gegriffen hätte. Was nicht stimmt – ich habe eigentlich jeden Tag gelesen! Ich habe nur nicht durchgehend das selbe Buch gelesen, weshalb ich bislang nur drei Titel beendet habe … was sich ziemlich unbefriedigend anfühlt. Mal schauen, ob ich heute mal den ganzen Tag bei einem Roman bleibe oder ob ich weiterhin von Buch zu Buch flattere. Aber erst einmal muss ich wach werden (und das Geschirr von gestern Abend abwaschen) und irgendwann im Laufe des Tages wollen mein Mann und ich eine Brettspielrunde mit „Heat“ einlegen. Da haben wir am vergangenen Wochenende eine „Meisterschaft“ (also drei Spiele, die aufeinander aufbauen,) begonnen und es wäre nett, wenn wir die im November noch fertig bekommen würden.

Update 11:00 Uhr

Ein bewölkter Himmel, der von rechts nach links immer blauer aussieht. Über dem Himmel ist eine kleine Fenstergaube zu erahnen, darunter sind Wohnhäuser und im Hintergrund ein Kirchturm zu erkennen.

Der Vormittag ist mal wieder schneller vergangen als erwartet. Immerhin habe ich nicht nur sämtlichen Pflichtkram hinter mich gebracht, sondern auch endlich alle Kommentare beantwortet und den Feedreader geleert. In letzter Zeit geht der immer etwas unter und ich habe keine Ahnung warum. Eigentlich hatte ich überlegt, dass ich nun frühstücken könnte. Aber da der Himmel gerade überraschend wenig bewölkt ist, werden wir das Tageslicht nutzen und erst einmal unsere Bespielrunde einlegen.

Update 14:30 Uhr

Das war eine wirklich lustige Brettspielrunde! Während ich in der letzten Woche haushoch verloren habe und auf dem sechsten Platz landete, lief es heute richtig gut. Bei „Heat“ (genau genommen „Heat – Pedal to the Metal“) wird ein Rennauto durch das Ausspielen von Karten gesteuert und in der ersten Runde hatte ich da ziemlich viel Pech. Aber mein letzter Zug war so erfolgreich, dass ich nicht nur alle vor mir fahrenden Autos überholt habe, sondern auch noch eine Bonuskarte bekam, die ich dann bei der nächsten Runde (am kommenden Sonntag) einsetzen kann.

Das "Siegerpodest" bei Heat, das auf das Spielbrett gedruckt wurde. Auf Platz 1 steht ein grüner Rennwagen, auf Platz 2 ein gelber, Platz 3 wird von einem schwarzen eingenommen und dahinter liegen blau, silber und rot.

Uff, die Updates dauern gerade wirklich lange. Ich übe immer noch mit den verschiedenen Blöcken umzugehen, die es bei WordPress gibt. Ich habe erst vor kurzem das Plugin entfernt, das den „Classic Editor“ bereit gestellt hat, und muss jetzt immer noch gut schauen wo ich was finde. Meine Blogbeiträge werden in den nächsten Wochen wohl noch eine Weile etwas … variieren, bis ich mich damit wohler fühle. Aktuell wüsste ich gern, wie ich es hinbekomme, dass die Bilder in neuen Tabs geöffnet werden. Ich weiß, dass ich das schon mal hinbekommen hatte, nur weiß ich nicht mehr wie … *g*

Eine große, dampfende Tasse auf einem kleinen Tischchen. Daneben die Taschenbuchausgabe von "Once We Were Witches" von Sarah Driver.

Jetzt aber endlich ein bisschen lesen …

Update 18:00 Uhr

Eine Hefeschnecke auf einem Teller, im Licht des dahinterliegenden Fensters glänzen Zuckerguss-Linien auf der Hefeschnecke. Daneben steht eine große Tasse mit Milchschaumhaube.

Nach dem letzten Update habe ich ein bisschen in „Once We Were Witches“ gelesen. Den Anfang der Geschichte fand ich soweit ganz nett, ich bin aber nicht weit genug gekommen, dass mich die Handlung wirklich gepackt hätte, bevor ich mich von meinem Mann habe ablenken lassen. Da er gestern unterwegs war, haben wir heute anscheinend einiges an Kommunikation nachzuholen. *g* Gegen 16 Uhr habe ich mir dann einen Milchkaffee gemacht und dazu gab es eine der Hefeschnecken, die ich gestern gebacken habe. Eigentlich wollte ich ja in diesem Herbst mal wieder Zimtschnecken backen, aber da mein Mann keinen Zimt mag, wurden es dieses Mal Apfel-Marzipan-Schnecken mit (etwas) Vanillezuckerguss. Sehr lecker!

Da ich beim Essen ungern ein (gedrucktes) Buch in der Hand halte, habe ich „Claws and Contrivances“ von Stephanie Burgis angefangen. Das ist der zweite Band der Regency-Dragon-Reihe und die Handlung dreht sich um Rose Tregarthe, die Schwester von Elinor, die im ersten Teil die Protagonistin war. Da einer der beendeten Romane in diesem Monat der Reread von „Scales and Sensibility“ war, weil ich die in diesem Sommer erschienene Fortsetzung endlich mal lesen wollte, schien das eine vernünftige Wahl für ein neues (weiteres *g*) eBook. Ich muss zugeben, dass ich „Scales and Sensibility“ zwar sehr mag, aber doch sehr froh bin, dass die Situation von Rose deutlich besser ist als die ihrer Schwester – ich hoffe auf jeden Fall, dass es sehr viele amüsante Szenen mit den Cousinen gibt, mit denen sie zusammenlebt. Während ich bei Elinors Geschichte auf ihre Cousine Penelope gut hätte verzichten können (auch wenn es dann eigentlich keine Handlung mehr gegeben hätte 😉 ).

Bevor ich überlege, mit welchem Buch ich heute den Tag ausklingen lasse, muss ich erst einmal das Abendessen kochen. Der heutige Sonntag ist wirklich überraschend schnell vorbeigegangen. Oo

Update 22:00 Uhr (letztes Update)

Das Kochen hat heute etwas länger gedauert, aber dafür habe ich auch noch genügend Kartoffelsuppe im Topf, damit ich morgen nicht kochen muss. Mit Kochen, Essen und den Rest der dieswöchigen „The Taste“-Folge schauen ist die Zeit seit dem letzten Update erstaunlich schnell rumgegangen. Ich drehe gleich noch eine Blogrunde und hoffe, ich finde dann vor dem Schlafengehen noch etwas Muße, um ein paar weitere Seiten zu lesen, aber das wird vermutlich nicht mehr sehr viele sein.

Alles in allem ist dieser Sonntag wirklich schnell vorbeigegangen! Ich fand es schön, dass wir heute wieder gemeinsam einen Lesetag miteinander verbringen konnten! Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche! Vielleicht könnt ihr euch ja in den kommenden nass-grauen Tagen ab und an irgendwo gemütlich einrollen und ein paar Seiten lesen. 🙂

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Heutige Mitleser*innen:

Lese-Sonntag im September 2023

Schon wieder ein Lese-Sonntag und traditionell beginne ich auch heute mit einer Runde Jammern übers Wetter. 😉 Ich weiß, dass es im September dafür noch zu früh ist, aber ich bin so langsam wirklich bereit für den ersten Frost! Wobei ich zugeben muss, dass die aktuellen hohen Tagestemperaturen sogar erträglich sind. Aber ich mag nicht mehr nach Hause kommen und das Bedürfnis nach einer Dusche statt einer heißen Schokolade und Kuscheldecke haben …

Ansonsten habe ich gerade ein bisschen das Gefühl, dass das hier der letzte entspannte Tag für die kommenden drei Wochen sein wird. Denn in den nächsten 14 Tagen will ich versuchen die Unordnung, die sich seit Ende April in unserer Wohnung ausgebreitet hat, in den Griff zu bekommen. Um dann in der ersten Oktoberwoche ein paar nette Tage mit Besuch verbringen können … Heute also noch einmal ein Sonntag auf dem Sofa mit Büchern und der Switch und gemütlichem Bloggen und morgen wartet auf mich eine ordentliche To-do-Liste. 😉

 

Update 11:00 Uhr

Der Vormittag ist überraschend schnell mit etwas Hausarbeit und online rumtreiben vergangen. Ich finde es immer wieder spannend zu sehen, worüber ich so stolpere, während ich meinen Feedreader leere. Heute war es das australische „Indigenous Voice to Parliament referendum“, zu dem ich dann noch ein bisschen mehr gelesen habe. Aber jetzt wird es langsam Zeit zu meinen Büchern zu greifen und die Tatsache auszunutzen, dass wir inzwischen auch tagsüber die Wohnung nicht mehr vollständig verdunkeln müssen. Es ist zwar nicht mehr so schön bewölkt wie noch vor einer Stunde, als ich das Foto gemacht habe, aber die Sonne ist soweit rumgewandert, dass wir im Wohnzimmer mit Tageslicht sitzen können!

Blick aus einem geöffneten Fenster auf einen bewölkten Himmel über Wohnblöcken, im Vordergrund sind zwei Bücher auf einem kleinen Tisch zu sehen.

Was meine Bücher angeht, so werde ich heute vermutlich bei „The Woman all Spies Fear“ (eine Biografie über Elizebeth Smith Friedman von Amy Butler Greenfield) und „Soul Taken“ von Patricia Briggs bleiben. Ich habe in den letzten Tagen so viele Bücher angefangen, um dann am nächsten Tag zu einem anderen Titel zu greifen, dass ich es ausnutzen muss, dass mich gestern Abend „Soul Taken“ so gut unterhalten hat. Ich finde es wirklich lästig, dass ich so viele gute Romane in Reichweite habe, die mich beim Lesen gut unterhalten, die aber nicht zu meiner aktuellen Stimmung passen und deshalb von mir erst einmal zur Seite gelegt werden. Der Stapel mit den angefangenen Titeln wächst so ins unendliche und das ist unbefriedigend. Aber nun gut, der Herbst ist in Reichweite und spätestens ab der zweiten Oktoberwoche werde ich mir sehr, sehr viele Lesestunden gönnen!

 

Update 13:30 Uhr

Die Hardcoverausgabe von "The Woman All Spies Fear".

Bei „The Woman All Spies Fear“ bin ich gerade erst im September 1940 angekommen. Elizebeth Smith Friedman und ihr Mann arbeiteten zu dieser Zeit für unterschiedliche (konkurrierende) Regierungsorganisationen der USA und waren bis über beide Ohren damit beschäftigt das Kriegstreiben der verschiedenen Länder zu beobachten, auch wenn die USA zu diesem Zeitpunkt noch nicht offiziell in den Zweiten Weltkrieg involviert war. Was ich bei diesem Buch besonders spannend finde, ist die Tatsache, dass Elizebeth Smith Friedman sich ihre Fähigkeiten als Codebreakerin vor allem während der Prohibition angeeignet hat, weil sie für die Küstenwache arbeitete, die gegen den Alkoholschmuggel vorging. Das bedeutet, dass Elizebeth Smith Friedman jahrelang (und ganz allein) massenhaft Nachrichten von Schmugglern entziffern musste, während diese viel Geld für Profis ausgaben, die dafür sorgten, dass die Morsenachrichten der Verbrecher aufwändig verschlüsselt wurden. Ich glaube, das ist das erste Mal, dass ich in einem Sachbuch unabhängig von Krieg und Spionage über Codes und Codebreaking lese. Und da ich gerade erst „Between Silk and Cyanide“ beendet habe, wo Leo Marks Arbeit auf schon bestehenden Codingsystemen basiert, ist es natürlich besonders beeindruckend von diesem Ehepaar zu lesen, das ohne größeres Vorwissen in diesen Bereich geriet. Was mir bei dem Buch nicht ganz so gut gefällt, ist, dass die Autorin immer wieder zukünftige Ereignisse andeutet – womit ich in einem Roman leben kann, wenn es gut gemacht wird, aber bei einer Biografie fühlt sich das für mich nach schlechtem Stil an …

 

Update 16:00 Uhr

Uff, nach dem letzten Update ist bei mir erst einmal einige Zeit dafür draufgegangen, mich durch Linienpläne des Öffentlichen Nahverkehrs zu arbeiten. Mein Mann reserviert gerade Tische in den Restaurants, in denen wir Anfang Oktober mit dem Besuch essen gehen wollen, und wollte dafür Fahrpläne und Ankunftszeiten wissen. Was dazu führte, dass wir uns mit Haltestellenverlegungen, Ersatzverkehrplanung und abweichender Linienführung für Hin- und Rückwege beschäftigt haben. Und ganz ehrlich, die App des RMV ist nicht immer optimal, wenn bestimmte Bedingungen bei der Suche erfüllt sein, oder wir in Betracht ziehen müssen, dass eine der Person nach längerer Krankheitsphase nicht besonders gut zu Fuß sein wird. (Außerdem ist es manchmal anstrengender, wenn der Besuch keine Umstände machen will und deshalb nicht genau sagt, was gewünscht/möglich ist oder nicht, weil wir so versuchen die verschiedenen unausgesprochenen Aspekte mitzudenken.)

Because household help was in short supply in wartime Washington, Elizebeth did a second shift when she got home. It was a time of shortage and limited labor-saving devices, and housework could take hours. As a farmer's daughter, Elizebeth had the skills to be self-reliant, but it was hard to find the time – and the supplies. It would be a cinch to make the blouse [I need],“ she wrote once, „if I ever had five minutes – plus the hours it would take to find the material.“ At one point, she had a local restaurant drop off daily dinners for her teenage son, just to be sure he got fed. Under pressure at work and at home, Elizebeth often worried about her family. William was at the top of her list ...

Aber zurück zu „The Woman All Spies Fear“: Ich war schon zu Beginn von Elizebeth Smith Friedmans Karriere darüber gestolpert, dass sie nur deshalb Vollzeit arbeiten konnte, weil die Haushälterinnen die Erziehung der Kinder übernommen hatten – und dass das nur kurz angerissen wurde. Sonst wird viel erwähnt, dass sie trotz ihrer Arbeit so viel Zeit wie möglich mit ihrer Familie und Freunden verbracht hätte, und erst auf Seite 194 ist die Doppelbelastung wieder ein Thema, weil der Krieg durch den damit einhergehenden Personalmangel das Ganze verschärft. Ich verstehe, dass hier Elizebeth Smith Friedmans Arbeit und ihre Erfolge im Bereich des (De-)Coding das Wichtige sind, habe aber das Gefühl, dass das Ganze vielleicht noch etwas mehr in einen zeitlichen/gesellschaftlichen Kontext hätte eingeordnet werden müssen. Überhaupt hege ich beim Lesen (so spannend ich das Buch finde) immer wieder den Gedanken, ich hätte das Lesen der Original-Tagebücher deutlich mehr genossen. Gern in einer Fassung wie bei denen von Anne Lister, wo kleine Anmerkungen helfen die erwähnten Figuren oder Ereignisse einzuordnen – selbst wenn das bedeuten würde, dass ich tagelang die selben kleinlichen Gedanken zu irgendwelchem Alltagskram lesen müsste. Dieser Alltagskram ist nämlich überraschend oft wirklich interessant, weil da Aspekte erwähnt werden, die sonst keinen Einzug in die Geschichtsbücher finden …

Links zwei gestapelte Bücher, im Vordergrund rechts eine weiße Untertasse mit ein paar kleinen Stückchen karamellfarbender Schokolade, dahinter eine sehr große Tasse mit Milchschaumhaube.

Obwohl ich nicht mehr so viele Seiten in der Biografie vor mir habe, habe ich jetzt erst einmal das Bedürfnis nach weniger Information und mehr Vergnügen und werde jetzt zu „Soul Taken“ greifen. Ich finde es lustig, dass ich bei jedem Band der Mercy-Thompson-Reihe am Ende das Gefühl habe, dass erst einmal alles gut ist, und dann am Anfang des nächsten Teils die Stimmung ganz schnell von amüsant zu bedrohlich umschlägt. Jetzt also Milchkaffee, Salz-Karamell-Schokolade und sehr unterhaltsame Urban Fantasy!

 

Update 18:30 Uhr

Bevor ich gleich zum Kochen in die Küche wandere und dann zum Essen mit meinem Mann einen Film schaue, gibt es hier noch ein kurzes Update von mir. Den restlichen Nachmittag habe ich mich sehr gut von „Soul Taken“ unterhalten gefühlt. Wobei ich zugeben muss, dass die Abstände zwischen den einzelnen Bänden immer wieder dazu führen, dass ich Details oder Figuren vergesse und erst beim Lesen dann wieder darüber stolpere. Aber Patricia Briggs ist in der Regel ganz gut darin diese Elemente so auftauchen zu lassen, dass ich nicht das Gefühl habe, sie würde Umwege gehen um Hintergründe zu erklären – und trotzdem gibt es genügend Hinweise, damit ich das Vergessene wieder einordnen kann. Ich denke, ich werde mit dem Roman in den nächsten Tagen noch viel Spaß haben. 🙂

Das nächste Update gibt es wohl erst kurz vor meinem Schlafengehen, aber dann kann ich noch ein bisschen von dem Film („Ghost Story“ von 1981, der letzte Film mit Fred Astaire! Oo) erzählen, den wir heute Abend schauen, und für Kiya Fotos von meinem Hof in „Fae Farm“ machen.

 

Update 23:30 Uhr (letztes Update)

Eine Schale mit goldgelber Suppe, in der ein paar Kräuter schwimmen.

Heute gab es zum Abendessen eine Suppe mit pürriertem Mais und auch wenn es sehr lecker war, so finde ich den Aufwand im Vergleich zum Ergebnis ziemlich unbefriedigend. Ich glaube nicht, dass ich die Suppe noch einmal machen werden … Während des Essens haben wir dann mit „Ghost Story“ angefangen und der Film, den ein Kollege meinem Mann geliehen hat, ist überraschend schlecht! Kein Wunder, dass keiner von uns bislang von dem Film gehört hatte, obwohl mein Mann eine Schwäche für ältere Horrorfilme hat und ich eine Zeitlang eine Schwäche für unbekanntere Fred-Astaire-Filme hatte.

Die BluRay-Hülle von "Ghost Storie" mit einem schwarz-weißem Cover, das ein altmodisches Haus und einen Vollmond in weiß vor einem schwarzen Hintergrund zeigt.

Die Handlung basiert auf einem Roman von Peter Straub und dreht sich um vier ältere Männer, die befürchten, dass sie von dem Geist einer Frau verfolgt werden. Wieso sie von ihrem Geist verfolgt werden, liegt auf der Hand, aber es dauert fast zwei Stunden mit einem Rückblick nach dem anderen bis der Film auf den Punkt kommt. Dazu kommt die schlechteste Schauspielerleistung, die ich je von Fred Astaire, Melvyn Douglas, Douglas Fairbanks Jr., John Houseman, Craig Wasson and Alice Krige gesehen habe – und ich muss zugeben, dass mir Craig Wasson nur als Nebendarsteller diverser Serien aus den 80er und 90er Jahren ein Begriff ist. Ich hoffe sehr, dass all die alten Schauspieler richtig gut dafür bezahlt wurden, dass sie ihre Karriere mit diesem Machwerk beendeten.

Zwei Fae-Farm-Screenshots. Link mit ein paar abgeernteten Gemüsebeeten und einem ganz nett gestalteten Bereich rund um einen Pflanztisch, rechts eine ziemlich chaotische Farm mit Blumenbeeten und Geräten, die wild verstreut rumstehen.

Zum Abschluss des Tages habe ich noch eine gute Stunde „Fae Farm“ gespielt. Ich finde das Spiel wirklich entspannend und wusel momentan jeden Abend noch eine Runde auf meiner Farm rum oder sammel in den Dungeons Edelsteine ein, bevor ich ins Bett gehe. Der „Storyteil“ des Spiels ist ziemlich einfach und ich bin da schon ziemlich weit gekommen, wenn ich bedenke, dass es erst vor zehn Tagen veröffentlicht wurde. Aber es gibt so viele kleine Nebenquests und Dinge, die ich noch machen will, dass ich vermutlich bis zum DLC im Dezember gut damit beschäftigt sein werde. Ich mag die niedliche Optik und dass alles so stressfrei ist, auch wenn es schön wäre, wenn die Zeit im Spiel anhalten würde, während die Spieler*innen im Menü beschäftigt sind.

Ich habe heute wieder einen sehr schönen, entspannenden Sonntag, auch wenn ich den Abend lieber mit einem unterhaltsameren Film verbracht hätte. 😉 Es war auf jeden Fall wieder nett heute den Tag gemeinsam mit euch zu verbringen! Habt einen guten Start in die Woche! 🙂

 

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Heutige Mitleserinnen:

Kiya
Anette

Lese-Sonntag im August 2023

Puhhh … das war wieder eine unangenehm heiße Nacht mit wenig Schlaf! Ich hoffe, ich habe aus diesem Sommer gelernt, dass ich im kommenden Jahr offiziell eine Sommerpause einplanen werde. Denn – wie hier eindeutig in den letzten Wochen zu sehen war – ich bin nicht gerade kommunikativ während der Sommerzeit, nicht einmal, wenn es (wie zu Beginn dieses Monats) eine kurze Phase mit kühleren Temperaturen gibt … Immerhin habe ich mich in den letzten Tagen intensiv darauf konzentriert Pläne für den Herbst zu machen, um meine Stimmung zu heben – und die Aussicht auf lauter gemütliche Sachen, auf die ich mich freue, hat wirklich für eine Verbesserung meiner Laune gesorgt. Ich habe eine sehr lange Liste mit Punkten wie „Apple Pie backen“ und „Fae Farm spielen“ (und „alle angefangen Bücher beenden, die sich neben dem Sofa stapeln“ 😉 ).

Bevor es aber Zeit wird diese Liste abzuarbeiten müssen wir wohl oder übel noch einige schwül-heißen Tage überstehen. 🙁 Da es gestern selbst am späten Abend mit fast 30 Grad viel zu heiß in der Wohnung war, um noch den Abwasch zu erledigen, darf ich den heute als erstes in Angriff nehmen. Was etwas Zeit dauern wird, denn mir ist gerade ständig schwindelig und ich muss mich bei stehenden Tätigkeiten alle paar Minuten hinsetzen, um nicht umzukippen. Danach schaue ich mal, was für ein Buch ich mir heute schnappen werde. Meine aktuellen eBooks sind alle nicht so packend, dass ich gerade große Lust aufs Weiterlesen habe. Vielleicht werde ich heute Vormittag auch einfach etwas Zeit mit Leseproben verbringen und schauen, ob mich davon dann etwas genügend reizt, um dann dabei zu bleiben …

 

Update 9:30 Uhr

So, der Abwasch ist erledigt (mein Mann ist zum Glück aufgewacht und hat mir noch geholfen), die Wohnung ist rundum verdunkelt und der Ventilator läuft. Den Rest des Tages muss ich das Sofa (und den Ventilator) nur verlassen, wenn ich was zu Essen holen will. 😉 Außerdem habe ich gerade mal geschaut, welche eBooks ich mir in diesem Jahr gekauft, aber noch nicht gelesen habe, und welche davon gerade interessant ausschauen. Ich denke, ich werde gleich einmal einen Blick auf „All the Murmuring Bones“ von Angela Slatter, „Bitter Medicine“ von Mia Tsai, „Glass Girl“ von Dorothy Winsor und „The Twisted Ones“ von T. Kingfisher werfen. Wenn mich davon keins packt, habe ich noch so einige weitere Titel auf dem eReader, aber diese vier Titel schauen gerade am vielversprechensten aus.

 

Update 13:00 Uhr

Ein angeschalteter eReader, auf dessen Bildschirm in schwarzweiß das Cover von "All the Murmuring Bones" zu sehen ist. Neben dem Titel stechen vor allem eine "Meerjungfrauenschwanzflosse", die am unteren Rand des Covers zu sehen ist und ein Hintergrundmuster, das an Schuppen oder Wellen erinnert, hervor.

Nach dem letzten Update habe ich erst einmal die Leseprobe von „All the Murmuring Bones“ von Angela Slatter gelesen und muss zugeben, dass ich jetzt noch ein Stückchen neugieriger auf den Roman bin, als ich es schon beim Kauf war. Zumindest der Anfang lässt sich sehr gut lesen mit einer sehr klaren, aber auch etwas überraschenden Bildhaftigkeit. Die Geschichte scheint fantastischer zu sein, als ich es ursprünglich erwartet hatte (zumindest gab es schon ein paar Erwähnungen von Zaubern, die vor einer Beerdigung oder zur Erhöhung des Ertrags des Küchengartens gesprochen wurden,) und sorgte dafür, dass ich mir dann einen Youtube-Kanal suchte, der sich um die richtige Aussprache von irischen Namen drehte. 😉

Zwei Animal-Crossing-Figuren an einem Strand, die vor einer Gruppe von Olmekischen Kolossalköpfen für ein Selfie posieren.

Nach der Leseprobe habe ich erst einmal eine Runde bei „Animal Crossing“ gedreht, weil mein Mann ins Spiel gegangen war und wir schon länger mal wieder Items austauschen wollten. Seitdem ich rund um die Fahrt zu meinen Eltern einige Wochen Pause eingelegt hatte, klappt es nicht mehr so recht mit dem regelmäßigen spielen bei mir. Was ich ehrlich gesagt etwas schade finde, ich mochte meine tägliche kleine Runde über die Insel, auf der anderen Seite ist halt schon vor längerer Zeit Alltag ins Spiel eingekehrt und den bekomme ich gerade nicht so gut auf die Reihe. 😉

Das Cover von "Bitter Medicine" auf dem schwarzweißen eReader-Bildschirm. Es sind zwei Figuren zu sehen, die einander lose im Arm halten. Die männliche Figur hat deutlich erkennbare Elfenohren, die weibliche Figur wehende lange Haare.

Nach dem Spielen habe ich mir Frühstück (Porridge) gemacht und beim Essen dann die Leseprobe von „Bitter Medicine“ von Mia Tsai gelesen. Ich mag die vielen kleinen magischen Elemente, die schon auf den ersten Seiten rund um die Kalligrafie, die die Protagonistin Elle beherrscht, erwähnt werden, muss aber zugeben, dass ich gerade keine Lust auf Fantasy habe, bei der Inhaltsangabe (und Cover) deutlich auf eine Liebesgeschichte hinweisen. Bevor ich mich entscheide, ob ich zu „All the Murmuring Bones“ greife oder vorher noch die anderen beiden Leseproben anteste, drehe ich erst einmal eine kleine Blogrunde.

 

Update 18:15 Uhr

Das schwarzweiße Cover von "Glass Girl" auf meinem eReader-Bildschirm, das einen Torbogen zeigt, der den Eindruck erweckt, das er ins Nichts führt, und aus dem Lichtstrahlen fallen.

Ich finde es immer wieder faszinierend, wie viel wählerischer ich im Laufe der Zeit bei der Wahl meiner Lektüre geworden bin (und wie wenig Hemmunge ich trotzdem habe Romane zu lesen, von denen ich von Anfang an weiß, dass sie im besten Fall „nett“ sind). Als Jugendliche habe ich mich systematisch durch jedes Buch „gefressen“, das mir vor die Nase kam und auch nur einigermaßen interessant vorkam. Heute hingegen lese ich eine Leseprobe (in diesem Fall „Glass Girl“ von Dorothy Winsor) und denke, dass das zwar nett geschrieben ist und ich es schön finde, dass die Autorin direkt zu Beginn deutlich macht, dass Glasfenster ein Luxusobjekt in ihrer Welt sind, dass ich aber jetzt in diesem Moment keine Lust auf diese Art von siebzehnjährige Protagonistin habe. (Mit „diese Art“ meinte ich hier, dass eine gewisse Naivität durchschimmert, die bei der gleichaltrigen Protagonistin von „All the Murmuring Bones“ definitiv nicht zu spüren war.)

Das Cover von "The Twisted Ones" ist auch im Original schwarz weiß und wirkt mit seiner etwas verwirrt aussehenden Schriftart und den schwarzen Schatten, die von oben herabwuchern, passenderweise schon sehr nach einem Horrorroman.

Und weil ich dann nur noch eine von den heute morgen geöffneten Leseproben ungelesen hatte, habe ich mir auch noch die von „The Twisted Ones“ angeschaut (die sich gut lesen lies und mir grundsätzlich gefällt) und dann beschlossen, dass ich doch zu „All the Murmuring Bones“ greifen werde, weil es atmosphärischer ist und mich am meisten reizt. Das hätte ich auch etwas kürzer halten können, aber ich habe es genossen mir heute mal ein paar von meinen gehorteten eBooks genauer anzuschauen und sie ein bisschen mehr in die passenden Leselaunen-Schubladen zu stecken.

Zitat aus "All the Murmuring Bones": Other families might have stories of curses, cold lads and white ladies, but we have old gods, merfolk and monsters. I never doubted, when I was little, that these stories were true. Now, less a child, I'm not so sure.

So viel habe ich dann leider doch nicht gelesen, weil mich die Müdigkeit überwältigte und ich lieber eine Runde Sofaschlaf eingelegt habe. Aber ich kann sagen, dass mir der Roman bislang gut gefällt, ich mag es die Perspektive der Protagonistin Miren zu verfolgen und ich glaube, dass dieser Absatz aus dem Buch die Atmosphäre – soweit ich das bislang sagen kann – sehr gut einfängt. Es fühlt sich (sehr entfernt!) nach „The Fall of the House of Usher“ an, aber aus einer weiblichen Perspektive und in einer fantastischen Welt und mit tödlichen Meerwesen …

Ich denke, ich werde später am Abend weiterlesen, aber jetzt drehe ich erst einmal eine Blogrunde und dann wird es Zeit fürs Abendessen.

 

Update 22:00 Uhr (letztes Update)

Seit dem letzten Update habe ich die nachmittags vorbereitete Focaccia gebacken, die wir dann zusammen mit einem Salat zum Abendessen hatten. Dazu haben wir die erste Folge von „The Big Nailed It! Baking Challenge“ geschaut, wobei es mir gefiel, dass hier die Kandidat*innen (im Gegensatz zu „Nailed It!“ zwei Profis zur Seite gestellt bekommen, die ihnen etwas auf die Finger schauen und mit Backtipps helfen). Das Ganze war am Ende genauso chaotisch und lustig wie das Original, aber durch die Profi-Hilfe deutlich befriedigender zu gucken. Danach habe ich dann noch weiter in „All the Murmuring Bones“ gelesen und mich sehr gut damit unterhalten gefühlt. Ich bin sehr gespannt wie die Geschichte weitergeht und werde heute Abend aufpassen müssen, dass ich mich davon nicht zu lange vom Schlafengehen abhalten lasse. Nachdem ich in den letzten Tagen etwas unzufrieden mit meiner Lektüre war, bin ich froh, dass ich jetzt mal wieder etwas erwischt habe, das mir so viel Spaß macht.

Bevor ich aber wieder zum Buch greife, möchte ich noch diesen Blogbeitrag beenden und sagen, dass ich es wieder sehr schön fand heute gemeinsam mit euch den Lese-Sonntag zu verbringen. Egal wie wenig kommunikativ ich gerade bin, so ein Plauderbeitrag und der Austausch mit euch heben doch immer meine Laune! Ich hoffe, ihr habt morgen einen guten Start in die Woche und haltet die kommenden heißen Tage noch durch (bis es am Ende der Woche hoffentlich zur heute vorhergesagten Abkühlung kommt)! Passt gut auf euch auf! 🙂

 

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Heutige Mitleserinnen:

Birthe
Neyasha
Kiya

Lese-Sonntag im Juli 2023

So langsam kommen wir in dem Teil des Sommers an, in dem ich vor lauter Müdigkeit normalerweise wirklich nichts mehr auf die Reihe bekomme. Trotzdem haben wir uns gestern aufgerafft und uns (zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie) mit der ehemaligen Nachbarin zum Café-Frühstück getroffen und ich habe mich mit ihr fürs kommende Wochenende zu einem Kinobesuch verabredet. Dafür, dass gerade ekelhaftestes Sommerwetter ist, bin ich also erschreckend aktiv. 😉 Nach einer heißen und schwülen Nacht voller Gewitter ist es heute früh ein bisschen abgekühlt und nachdem die frühen Morgenstunden deshalb etwas erholsameren Schlaf mit sich brachten, bin ich gespannt, ob ich den heutigen Tag ohne Mittagsschlaf durchhalte. Aber erst einmal starte ich mit einer kleinen Runde Abwasch und etwas Online-Zeit in den Tag, später muss ich dann mal schauen, welches Buch ich heute lese. So richtig packen mich meine aktuellen Titel nicht und ich denke, ich werde noch einmal meinen eBook-Bestand durchstöbern müssen, um zu schauen, ob mich doch noch einer der Romane anspricht.

 

Update 10:30 Uhr

Ich glaube, eine*r meiner Nachbarn*innen hat vergessen den Wecker auszustellen, bevor das Haus verlassen wurde. Ich habe nämlich nach dem Veröffentlichen des Beitrags eine halbe Stunde lang mit einem Geräusch von Draußen leben müssen, das wie ein Alarmsignal klang, das auf dem Verbindungsgeräusch eines Faxgeräts basierte und immer die selbe Tonfolge aufwies. So etwas treibt mich ja die Wände hoch – vor allem, wenn ich keinerlei Möglichkeit habe das Geräusch zu stoppen! Zum Glück hörte es dann nach einer halben Stunde auf und ich konnte mich wieder auf meinen Kram konzentrieren. 😉

Inzwischen habe ich also das Geschirr von gestern Abend abgewaschen, ein bisschen online gesurft, mich mit meinem Mann unterhalten und meinen eReader durchstöbert. Hängengeblieben bin ich dabei bei „Guardian of Chaos“ von Michelle Manus. Ich weiß noch, dass der Roman (oder genauer gesagt die Reihe) auf Twitter von irgendjemand sehr gelobt wurde und dass es das eBook im Mai für 99 Cent zu kaufen gab. Aber an irgendwelche inhaltlichen Aussagen kann ich mich nicht erinnern, was dafür sorgt, dass ich ziemlich unbefangen an die Geschichte herangehe. Bislang habe ich nur erfahren, dass die Protagonistin Nyx Fortuna heißt, 25 Jahre alt ist, keinerlei Erinnerungen an ihre Vergangenheit hat und von den meisten Personen nicht wahrgenommen wird. Außerdem lag eine Art „Fluch“ auf ihr, der dafür sorgte, dass sie die Stadt Tampe (in Arizona) nicht verlassen konnte, ohne um ihr Leben zu fürchten.

Ein angeschalteter eReader, dessen Bildschirm das Cover von "Guardian of Chaos" von Michelle Manus zeigt. Auf dem Cover ist eine Frau in Jeans, T-Shirt und kurzer Jacke zu sehen, die einen Schwert trägt, dessen Griff hinter ihrer Schulter zu sehen ist. Im Hintergrund ist ein schattenhafter Greif zu erahnen.

Zu Beginn der Geschichte ist sie verzweifelt genug, dass sie sich trotzdem in einen Greyhound Bus setzt, nur um kurz vor Phoenix voller unerträglicher Schmerzen und mit blutender Nase und Ohren aus dem Fahrzeug zu flüchten. Doch statt auf dem Boden der Tankstelle, an der sie den Bus verlassen hat, das Bewusstsein zu verlieren, landet sie in einer Art Parallelwelt, wo Nyx (ohne dass sie irgendwelche Erklärungen bekommt) zu Wächterin einer Weltenportal-Grenzstation ernannt wird. Die Grenzstation selber klingt wunderbar magisch-gemütlich – im Prinzip ein Buch-Café mit magischem Avatar, das als Einreisekontrolle für Weltenreisende dient. Weiter bin ich noch nicht gekommen, aber ich bin gespannt, was Nyx da noch so erlebt und welche Hintergrundgeschichte hinter Nyx „Fluch“ und ihrer Vergessbarkeit steckt und was es mit den vielen Welten und der Grenzstation auf sich haben. Ich denke also, dass ich heute (erst einmal) bei dem Roman bleiben werde.

 

Update 13:30 Uhr

Links eine grüne Schale mit Milchreis und einer großzügigen Portion Apfelmus, daneben ist eine grüngemusterte Tasse, in der ein Teesieb mit Teeblättern hängt, zu sehen.

Falls sich jemals jemand fragen sollte, was die chronische Übermüdung durch die sommerlichen Temperaturen mit mir macht: Nur die Tatsache, dass das Sieb im Weg war, hat mich gerade davon abgehalten Apfelmus in meinen Tee zu löffeln statt in meine Milchreis-Schale. Ich glaube nicht, dass ich dieses kulinarische Erlebnis genossen hätte. 😉

Ein Foto von meinem Laptop-Bildschirm. Links ist der Audible-Player mit dem Cover von "A Little Night Murder" zu sehen. Der Bildschirm-Hintergrund zeigt eine Zeichnung des Künstlers Satoshi Matsuura, die einen sehr niedlichen schweineähnlichen Ork darstellt.

Beim Milchreiskochen habe ich ein bisschen in meinen aktuellen Hörbuch weitergehört. „A Little Night Murder“ von Matthew Costello und Neil Richards ist der zweite Teil der Mydworth-Mysteries, eine Krimireihe, die in Großbritannien in den 1920er Jahren spielt und in der ein britischer Adeliger und seine amerikanische Ehefrau gemeinsam Mordfälle lösen. Den ersten Teil fand ich ganz unterhaltsam und mir kommt es gerade sehr entgegen, dass die Geschichten mit etwas über drei Stunden Hördauer nicht so lang sind, allerdings gibt es immer wieder Momente, die aus der Sicht der Protagonistin geschrieben wurde, in denen ich das Gefühl habe, dass es sich bemerkbar macht, dass zwei Männer die Autoren sind. Wie gesagt, die Hörbücher sind unterhaltsam, aber ich habe auch kein Problem eine Viertelstunde vorm Ende das Ganze zu unterbrechen, um zu irgendeinem anderen Zeitpunkt weiterzuhören.

Ein Ausschnitt aus "Guardian of Chaos" mit folgendem Text: "You don't remember anything?" Nyx shook her head. "Damnedest thing. The first morning I can remember I woke up with a letter taped to my hand. It said the apartment I was in was paid in my name for the next year, gave me my ID and social security card and stuff, and told me I had a scholarship to Arizona State. "I thought it must be a joke at first. That I had friends or something who's given me a temporary memory-loss drug and were having a good laugh at me." I should know. I waited until all the food ran out. Then I waited another two days, anyway. "You never found out who wrote the letter?"

Mit „Guardian of Chaos“ fühle ich mich weiterhin gut unterhalten. Inzwischen hat Nyx ihrem Grenzstations-Avatar ihre Situation erklärt, erfahren, dass ihre Vorgängerin eine Assistentin angeheuert hat (die sich als waffenbestückte Amazone herausstellte) und vom „Galaktischen Rat“ den Auftrag bekommen eine Person, die illegal in die Welt eingereist ist, während Nyx und ihre Vorgängerin die Positionen getauscht haben, zu jagen. Denn als Wächterin der Grenzstation ist es nun einmal ihre Aufgabe dafür zu sorgen, dass illegal eingereiste Personen keinen Zugang bekommen und da ist es auch vollkommen egal, dass Nyx zum Zeitpunkt der Einreise noch gar nicht im Amt war. Insgesamt fühlt es sich an, als ob die Autorin eine gute Mischung aus einer sympathischen Protagonistin (mit einer etwas absurden, aber nicht uninteressanten Vorgeschichte) und vertrauten SFF-Elementen gesponnen hätte. Die Stadt rund um die Grenzstation hat zum Beispiel die klassischen RPG-Einkaufsmöglichkeiten „Apotheke“, „Waffenladen“ und „Junkshop“, es gibt Leylines, die die Reisen zwischen den verschiedenen (magischen) Galaxien ermöglichen und der Avatar der Grenzstation ist in der Lage mit Magie die Einrichtung (inklusive Lebensmittel und Kleidung) an Nyx Vorlieben anzupassen – was dazu führt, dass mich die Station an das magische Inn in den „Innkeeper-Chronicles“ von Ilona Andrews erinnert. Ich mag solche magische Gebäude und schwanke nun gerade sehr zwischen „ich will mehr Szenen in der Station lesen“ und „ich bin neugierig auf weitere Details zum Weltenbau“. *g*

 

Update 16:30 Uhr

Zwei sehr große Gläser, die auf einer Küchenarbeitsplatte stehen. Das linke Glas enthält Eiskaffee, das rechte Glas (das einen Tom-Nook-Aufdruck hat) enthält Eisschokolade.

Seit dem letzten Update habe ich ziemlich durchgehend gelesen – nur unterbrochen von dem Zubereiten unseres heutigen „Nachmittagssüß“ (genauer gesagt Eiskaffee für mich und Eisschokolade für meinen Mann). Die Protagonistin Nyx ist inzwischen einer Gruppe mörderischer Söldner begegnet, was zu einem heftigen Kampf geführt hat, hat ihre ersten Bekanntschaften in der Stadt gemacht und mehr über ihre eigene Familiengeschichte erfahren. Lustigerweise finde ich die Geschichte trotz der Kämpfe und all der nicht so schönen Dinge, die Nyx bislang erfahren hat, überraschend heimelig – was dazu führt, dass mich selbst die etwas vorhersehbaren Entwicklungen nicht stören, während ich die kleinen unerwarteten Wendungen sehr genieße. Wenn das so weitergeht, werde ich das Buch wohl vor dem Schlafengehen beendet haben, auch wenn ich später fürs Kochen und Film schauen eine Weile das Lesen unterbrechen muss.

 

Update 21:30 Uhr (letztes Update)

Nach dem letzten Update habe ich weiter gelesen, bis es für mich Zeit zum Kochen wurde. Zum Essen haben wir dann eine Folge „Document 72 Hours“ gesehen, die dieses Mal drei Tage lang die Personen begleitet hat, die mit Wassertaxis zwischen den japanischen Inseln Kakeroma und Amami Oshima pendeln. Ich mag ja diese kleinen Einblicke in den japanischen Alltag, die diese Sendungen bieten, und finde es immer wieder schön entspannend so die Woche zu beenden. Nach dem Essen war es dann draußen kühl genug, dass wir (endlich!) die Verdunklung öffnen und Tageslicht reinlassen konnten, was ich genutzt habe, um ein Kapitel in „The Grimoire of Grave Fates“ zu lesen.

Die Taschenbuchausgabe von "The Grimour of Grave Fates", die an meiner Sofalehne lehnt.

In dem Buch erzählen 18 Autor*innen in ebenso vielen Kapiteln aus der Sicht von 18 Personen die Ereignisse rund um einen Mord in einer magischen Universität. Im Moment amüsiere ich mich sehr darüber, dass es relativ zu Beginn eine magische Botschaft gab, die dank eines Unfalls in der gesamten Universität verbreitet wurde und die eine „erwählte Person“ erwähnte – und weil es nun einmal eine magische Institution ist und so gut wie jede Person, die dort studiert aus einem Kulturkreis stammt, in der es mindestens eine Prophezeiung rund um eine „erwählte Person“ gibt, denken ziemlich viele, dass sie damit gemeint wären. Solche Elemente mag ich sehr, vor allem, wenn sie zu so abwechslungsreichen Geschichten führen, die Stückche für Stückchen zum Gesamtbild beitragen. Noch weiß ich nicht, warum das Opfer ermordet wurde (auch wenn viele ein Motiv gehabt hätten), aber immerhin weiß ich inzwischen, wieso der Ermordete an dem Ort war, an dem er gefunden wurde.

Bis zum Schlafengehen werde ich jetzt aber wieder zu „Guardian of Chaos“ greifen. Nyx bricht gerade sämtliche Regeln, die sie bislang für ihren neuen Job gelernt hat, und ich bin gespannt, welche Folgen das für sie haben wird. 😉 Ich verabschiede mich also für heute von euch und hoffe, dass ihr einen guten Start in die Woche habt! 🙂

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Heutige Mitleserin:

Natira

Lese-Sonntag im Juni 2023

Nachdem ich jetzt ein paar Wochen lang nicht gebloggt habe, fühlt es sich ein bisschen so an, als ob ich das Bloggen verlernt hätte. Nur gut, dass heute wieder ein Lese-Sonntag ist, denn so ein bisschen (buchiges) Geplauder bekomme ich bestimmt auf die Reihe, auch wenn ich gerade etwas leseunlustig bin. Obwohl der Sommer gerade erst anfängt, ist es bei uns schon wieder so warm, dass wir von frühmorgens bis abends die Wohnung verdunkeln müssen, um einigermaßen erträgliche Temperaturen zu halten. Was bedeutet, dass ich in den kommenden Wochen vor allem eBooks lesen werde – und natürlich gibt es unter den unzähligen ungelesenen Titeln auf dem eReader keinen einzigen, auf den ich gerade wirklich Lust hätte! Mal schauen, welches Buch mich heute vielleicht doch noch packen (oder zumindest gut unterhalten) kann. Aber bevor ich zum eReader greife, springe ich erst einmal unter die Dusche, solange die Temperaturen noch einigermaßen erträglich sind.

 

Update 10:00 Uhr

Ein weißer Teller, auf dem oben eine sehr große Möhre und darunter zwei getoastete Brotscheiben mit Butter und Gurkenscheiben liegen. Rechts davon ist eine sehr große Tasse mit schwarzem Tee mit Milch zu sehen, darüber lässt sich ein metallenes Teesieb mit Teeblättern erahnen.

In den vergangenen Stunden bin ich schön langsam in den Tag gestartet. Ich habe das Geschirr vom Abendessen abgewaschen, meinen Sauerteig-Ansatz gefüttert (mein erster Versuch eigenen Sauerteig anzusetzen – ich bin gespannt, ob ich damit nächste Woche meine erste Backrunde starten kann) und habe entspannt geduscht und rieche nun – dank meiner Körperpflege – für den Rest des Tages etwas aufdringlich nach Zitrone. *g* Außerdem habe ich meine nächtliche Timeline aufgelesen und etwas Zeit mit Youtube-Videos verbracht – was heute morgen dazu geführt hat, dass ich nicht nur wunderschöne Meeresbilder von der japanischen Insel Ishigaki, sondern auch schneebedeckte Wiesen auf Hokkaido genießen konnte. Wobei ich zugeben muss, dass die Veröffentlichungsdaten der beiden Videos ungefähr einen Monat auseinanderliegen – ich bin mir sicher, dass selbst auf Hokkaido inzwischen kein Schnee mehr liegt. 😉 Da ich überraschend hungrig bin, gibt es jetzt erst einmal Frühstück und wer weiß, vielleicht entscheide ich mich dabei dann auch mal für ein Buch.

 

Update 13:45 Uhr

Der erleuchtete Bildschirm meiner Switch, der meine Spielfigur inmitten eines kleinen Bambuswäldchens, dessen Boden mit lila Anemonen bedeckt ist, zeigt.

Nach dem letzten Update habe ich erst einmal eine kleine Animal-Crossing-Runde eingelegt und all die Blumen ausgegraben, die der gestrige Regen auf meiner Insel hat sprießen lassen. Dann beschloss ich spontan, dass ich endlich mal das Kommentar-Benachrichtungs-Problem in Angriff nehmen würde, das mein Blog seit ein paar Wochen hat. (Ich weiß nicht, ob ihr noch Kommentare erfolgreich abonnieren könnt, aber bei mir gibt es in letzter Zeit nur Fehlermeldungen.) Es sieht so aus, als ob das Plugin, das ich dafür installiert habe, inzwischen viel zu veraltet ist – und selbst nach einer guten Stunde Suche, habe ich keins gefunden, dass mir eine einfache Kommentarabo-Möglichkeit mit Bestätigung durch die Person, die die Benachrichtung bekommen will, zur Verfügung stellt. Da muss ich in den nächsten Tagen noch mal weitersuchen – oder wenn ihr Tipps für mich habt, dann nehme ich die auch gern entgegen!

Ein angeschalteter eReader, der in schwarzweiß das Cover von "Lost Lake" von Sarah Addison Allen zeigt. Das Cover zeigt einen Weg, der rechts und links von dichten Büschen und Bäumen, in denen große runde Laternen hängen, gerahmt wird.

Inzwischen habe ich dann doch auch mal zum eReader gegriffen und mich – nach einigem Stöbern – für „Lost Lake“ von Sarah Addison Allen entschieden. Ich bin mir noch nicht sicher, ob die Geschichte meine aktuelle Stimmung trifft. Genau genommen bin ich mir nicht so ganz sicher, ob die Autorin wirklich meinem Geschmack entspricht (ich hatte in den letzten Wochen schon „Garden Spells“ von ihr gelesen und fand es ganz nett, aber auch etwas unrund), aber wenn dieser Roman so ähnlich ist wie ihr anderes Buch, dann passt er zumindest zu meiner aktuellen Aufmerksamkeitsspanne. 😉 Der Prolog von „Lost Lake“ spielt in Paris im Jahr 1962 und erzählt von Eby und ihrem Mann George, die dort ihre Flitterwochen verbringen, das erste Kapitel geht dann weiter mit Ebys Großnichte Kate, die eine alte Postkarte von Eby findet, die ihre Mutter vor vielen Jahren vor ihr versteckt hatte. Laut Klappentext will Eby noch einen letzten Sommer an dem See verbringen, an dem sie gemeinsam mit ihrem Mann George einige Ferienhäuser vermietet hatte, bevor ein neuer Besitzer die gesamte Gegend neu bebaut. Kate und ihre Tochter Devin beschließen währenddessen spontan Eby zu besuchen …

 

Update 18:00 Uhr

In den vergangenen Stunden habe ich nicht nur entspannt in meinem Buch gelesen, sondern auch eine ausgiebige Mittagsschlafrunde eingelegt. So langsam bin ich wieder in meinem Sommerrhythmus angekommen, was bedeutet, dass meine Nächte kurz und mein Mittagsschlaf fester Bestandteil meines Tages ist. 😉 „Lost Lake“ bietet bislang eine nette, wenn auch etwas arg vorhersehbare Geschichte. Großtante Eby wird es zu viel die Ferienhäuser am See instand zuhalten, weshalb sie jetzt ihr Grundstück verkaufen will, und so haben sich einige Gäste eingefunden, um noch einen letzten Sommer am See zu verbringen. Dazu kommen noch die Bewohner des kleinen Ortes, zu dem der Lost Lake gehört, die jetzt – wo bekannt wird, dass Eby verkaufen will – feststellen, wie wichtig ihnen doch Eby war und wie sehr sie sie in den letzten Jahren vernachlässigt haben. Das Ganze ist ein bisschen kitschig, ein bisschen „magisch“ (also die Art Magie, die als Magie bezeichnet wird, aber genauso gut „Tagträumerei“ und Zufall sein könnten) und immer mal wieder recht amüsant, wenn es um die beiden älteren Damen geht, die seit vielen Jahren zu Ebys Sommergästen gehören. Ich glaube nicht, dass ich Bulahdeen und Selma in der Realität so amüsant fände, aber als Buchfiguren finde ich die beiden gegensätzlichen Freundinnen nett geschrieben. Ich denke, ich werde noch ein bisschen weiterlesen bis mein Mann soweit ist, dass er das Abendessen serviert. Das habe ich gestern Abend schon zubereitet, damit ich bei dem heutigen Wetter nicht in der Küche stehen muss.

 

Update 21:30 Uhr (letztes Update)

Eine Schale mit Nudelsalat mit Ofengemüse und Feta.

Seit dem letzten Update habe ich (natürlich! *g*) keine Seite gelesen, dafür habe ich mich etwas online rumgetrieben, bis das Abendessen (kalter Nudelsalat mit Ofengemüse und Feta – sehr lecker, den mache ich diesen Sommer bestimmt noch öfter) serviert wurde und dann haben wir dazu einen Film geschaut. Genau gesagt haben wir „Yes, Madam“, einen der ersten Filme von Michelle Yeoh (gemeinsam mit Cynthia Rothrock in den Hauptrollen), gesehen. Es ist schon etwas seltsam heutzutage einen typischen 80er-Jahre-Hongkong-Film zu schauen – vor allem, da nicht alle Elemente der Geschichte … äh … besonders gut gealtert sind. 😉 Aber ich finde es faszinierend die Kampfchoreografien zu sehen und gleichzeitig ziemlich erschreckend, was damals bei diesen Filmen als akzeptable Risiken für Stunts gesehen wurden.

Das Menü von "Yes, Madam", in dem diverse Varianten des Films, die zur Verfügung stehen aufgeführt sind, dazu noch so einige Extras - vor allem Audiokommentare.

Lustig fand ich es auch zu sehen, wie viele Auswahlmöglichkeiten wir beim Schauen hatten – wir haben uns erst einmal mit der chinesischen „Home Video Mix“-Variante plus englischen Untertiteln begnügt. Aber irgendwann werden wir uns bestimmt noch durch die diversen Audiokommentare arbeiten. *g* Sehr lange werde ich nicht mehr wachbleiben, weil ich morgen früh einen Termin am anderen Ende der Stadt habe – und da die Straßenbahn in unserem Viertel ausfällt, werde ich extra früh aufbrechen müssen. Das hier ist also mein letztes Update für heute. Es war nett mal wieder einen entspannten Lese-Sonntag zu verbringen und ich habe mich gefreut, dass Natira sich mir dabei angeschlossen hat.

Ich hoffe, ihr hattet auch ein entspanntes Wochenende und habt morgen einen guten Start in die Woche. Passt bei dem Wetter (die ersten tropischen Nächte des Jahres und tagsüber 32 Grad und Gewitter für die nächsten Tage 🙁 ) gut auf euch auf!

 

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Heutige Mitleserin:

Natira

Lese-Sonntag im April 2023

So ganz kann ich es nicht glaube, dass der April schon halb vorbei ist und heute wieder ein Lese-Sonntag vor mir liegt. Allerdings ist das Wetter angemessen „aprilig“ (was heute morgen vor allem grau und regnerisch bedeutet), was für einen Lese-Sonntag perfekt ist. Bevor ich mich aber mit meinem Buch auf dem Sofa einrollen kann, muss ich noch etwas wacher werden, die letzten Spuren vom Abendessen beseitigen und etwas gegen meine verspannungsbedingten Kopfschmerzen unternehmen. Ich freue mich darauf später Zeit mit meinem aktuellen Roman („Yesterday Crumb and the Teapot of Chaos“) zu verbringen und zusammen mit meinem Mann eine Runde mit dem Brettspiel „Heat“ zu spielen.

 

Update 11:00 Uhr

Ein kleiner Tisch, der vor einem Fenster steht. Auf dem Tisch steht links hinten eine hohe schmale Glasvase mit einer einzelnen gelben Tulpe, daneben eine dampfende orange-rote Tasse mit einem Drachenmuster und davor liegt die Taschenbuchausgabe von "Yesterday Crumb and the Teapot of Chaos".

Ich habe inzwischen Topf und Teller von gestern Abend abgewaschen, mich etwas mit meinem Mann verquatscht, eine kurz Yogarunde für Schultern und Nacken gemacht (und mein Gesicht rund ums Kiefergelenk massiert) und bin dann unter die Dusche gesprungen. Da ich noch nicht bereit fürs Frühstück bin, kuschel ich mich erst einmal mit einem Tee und meinem Buch aufs Sofa und schaue wie das Wild Feast für Yesterday startet. Gestern Abend habe ich schon miterleben dürfen, wie der Teashop, in dem Yesterday lebt, von der Feenkönigin gestohlen wurden, und nun hofft sie, dass sie ihr magische Zuhause zurückbekommt, wenn sie bei dem ungewöhnlichen Kochwettbewerb gewinnt.

 

Update 13:15 Uhr

Ein weißes Set, auf dem ein weißer Teller mit einer kleinen Quiche steht und daneben eine grüne Schale mit Salat, Karottenstiften, "Linsentofu", Sesam und Tahini. Am oberen Rand des Fotos ist ein eReader zu erahnen.

Sehr viel habe ich dann doch nicht in meinem Buch gelesen, weil ich dann doch überraschend großen Hunger bekam. Also habe ich den Kühlschrank geplündert und mir zu der kleinen Lauch-Quiche, die ich gestern Abend schon zum Auftauen rausgeholt hatte, noch einen Salat mit „Linsentofu“ gemacht. Mit diesen „Nicht-Tofu-Varianten“ experimentiere ich zur Zeit ein bisschen. Diese Runde ist mir etwas zu feucht geraten, so dass sie sich nicht so gut anbraten ließ. Aber die Gewürzmischung, die ich untergemischt hatte, hat sehr gut gepasst und ich mag die cremige Konsistenz zum Salat. Zum Frühstück habe ich ein paar Seiten in meinem aktuellen eBook („Veiled Magic“ von Deborah Blake) gelesen und danach habe ich dann auf dem Sofa wieder zu Yesterday gegriffen.

Die Taschenbuchausgabe von "Yesterday Crumb and the Teapot of Chaos" auf einer orangen Decke liegend, daneben eine halb geleerte Teetasse.

 

Update 16:15 Uhr

Ein Spielbrett, das eine Rennstrecke zeigt, am oberen und unteren Rand liegen Karten, die ausschauen, als ob die Spieler sie noch auf die Hand nehmen müssten. Rechts neben dem Spielbrett sind ein paar weitere Spielelemente zu erahnen.

Nach dem letzten Update haben wir uns zu einer Runde „Heat“ hingesetzt. Das Brettspiel ist vor kurzem erst veröffentlicht worden und die Spieler bestreiten dabei ein Autorennen. Dabei werden die Autos, die nicht von Spielern gesteuert werden mit „vorprogrammierten“ Steuerelementen verwaltet, die jede Runde neu gezogen werden. Ich muss gestehen, dass das Thema jetzt eigentlich nicht so mein Ding ist, aber das Spiel macht mir überraschend viel Spaß – und das nicht nur, weil mein grünes Rennauto heute gewonnen hat. 😉

Eine Zusammenstellung aus vier Fotos: Links oben sind die Spielemente zu sehen, mit denen die Autos gesteuert werden, die nicht von realen Spielern genutzt werden. Rechts oben sind die Karten zu sehen, die von den Spielern gezogen und ausgespielt werden müssen, um ihre Autos zu steuern, links unten ist ein Blick aufs Spielfeld während das Rennen läuft und rechts unten ist ein von mir ausgespielter Zug zu sehen.

Das Spiel ist eigentlich ganz simpel, die Spieler müssen Karten von ihrer Hand ausspielen, um ihr Auto weiterbewegen zu können, dabei ist es wichtig, dass die Autos nicht zu schnell um die Kurven fahren (dafür müssen dann Strafen bezahlt werden), aber natürlich dürfen einen die Konkurrenten auch nicht zu sehr abhängen. Dabei spielen Faktoren wie der Gang, der eingelegt wurde (und der bestimmt wie viele Karten ausgespielt werden dürfen), Stresselemente (die zu unvorhersehbaren Bewegungen führen) und Überhitzung des Motors (für die im Prinzip „Strafkarten“ ausgespielt werden müssen) eine Rolle. Mein Mann hatte heute ziemlich viel Pech beim Kartenziehen und dazu noch einmal einen ziemlich unüberlegten strategischen Fehler gemacht, weshalb er auf dem fünften Platz landete (und eine Runde länger spielen musste als ich).

Eine Ecke des Spielfelds, auf dem die Siegerpositionen zu sehen sind. Ein grünes Auto steht dabei auf der ersten Position.

Insgesamt ist „Heat“ für mich eine gute Mischung aus Strategie (wie spiele ich am Besten die Karten aus, die ich auf der Hand habe, und wie gut kann ich den Überblick über noch nicht aufgedeckte Karten behalten) und Glück (beim Nachziehen der Karten). Außerdem geht so eine Runde ziemlich schnell – unser heutiges Spiel war mit 1 1/2 Stunden das Längste, das wir bislang gespielt haben, da die Italien-Rennstrecke drei statt zwei Umrundungen erforderte.

Danach habe ich noch ein bisschen gelesen und jetzt koche ich mir erst einmal einen Kaffee, bevor ich eine Blog- und Kommentarrunde drehe. 🙂

 

Update 19:00 Uhr

Ein kleiner Tisch, der vor einem Fenster steht. Auf dem Tisch ist eine gelbe Tulpe in einer schmalen Glasvase zu sehen, davor ein farbenfrohes Taschenbuch und daneben eine große Tasse mit einer Milchschaumhaube. Der Himmel, der durch das Fenster zu sehen ist, ist grau und bewölkt.

Nachdem mein Kaffee fertig war, habe ich mir erst einmal etwas Zeit zum Kommentieren und Bloglesen genommen – und dabei immer wieder Pause gemacht, um die Blumen in unserem Wohnzimmer anzuschauen. So sehr ich die Katzen vermisse, so finde ich es doch schön, dass wir in der katzenfreien Wohnung nun ab und an Blumen haben können, ohne Unfälle befürchten zu müssen … Nach ein paar weiteren gelesenen Seiten habe ich erst einmal zur Switch gegriffen und eine Runde bei „Animal Crossing“ gedreht.

Der Blick in das Haus meines Animal-Crossing-Nachbarns Nathan. Sein Raum wurde mit einer Fototapete und einem Wiesenteppich gestaltet. Die Möbel sind aus robustem Holz und neben einer Holzstammbank steht ein Stapel mit Büchern.

Nachdem mein neuer Nachbar Nathan schon seit zwölf Tagen auf meiner Animal-Crossing-Insel lebt, war ich froh, dass ich endlich einmal sein Haus betreten konnte. Ich muss zugeben, dass mich der Buchstapel neben seiner Baumstammbank ganz schön überrascht hat, er wirkt nicht gerade nach jemandem, der gern liest. 😉 Nach dem Spielen habe ich mich online etwas ablenken lassen und nicht nur ein Bagelrezept rausgesucht, das ich morgen oder Dienstag wohl backen werde, sondern auch zugeschaut, wie Danny Banner Meerschweinchenporträts in Öl gemalt hat. Jetzt sollte ich aber wirklich mal mit dem Kochen anfangen, so langsam ist es doch etwas spät geworden …

 

Update 22:15 Uhr

Nach dem letzten Update habe ich dann wirklich direkt mit Kochen angefangen und parallel schon mal so weit wie möglich den Abwasch gemacht. Zum Essen gab es eine Folge der aktuellen Staffel „Next in Fashion“. Ich kann mit Laufsteg-Mode eigentlich überhaupt nichts anfangen, finde es aber spannend den einzelnen Designern beim Entwerfen zuzuschauen und zu verfolgen welche Aspekte sie zu welchen Themen ausarbeiten. Faszinierend ist es auch, dass es ein paar Personen gibt, die ihren eigenen Stil bei jedem Thema beibehalten können, ohne dass es wirkt als würden sie immer das Gleiche machen, während andere keinen eigenen Stil zu haben scheinen … Manchmal stehe ich aber am Ende auch nur da und frage mich, wieso sämtliche Juroren so angetan von einem Outfit sind, während ich so gar nicht den Reiz daran sehen kann. *g*

Danach habe ich noch etwas in meinem „Yesterday Crumb“-Band gelesen und finde die Geschichte weiterhin wunderbar entspannend (obwohl natürlich viele aufregende und dramatische Dinge in Yesterdays Leben passieren). Jetzt bin ich langsam aber soweit, dass ich Schlafen gehen könnte. Bevor ich aber ins Bett wandere, drehe ich noch eine Blog- und Kommentarrunde. Es war heute wieder sehr nett mit euch gemeinsam den Lese-Sonntag zu verbringen – ich hoffe, ihr hattet ebenso viel Spaß wie ich dabei! Habt einen guten Start in die kommende Woche. 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Neyasha
Kiya
Natira
Birthe