Schlagwort: Persönliches

Mermaid Gloves!

Wer in den letzten Tagen meine Beiträge und die Kommentare gelesen hat, wird wissen, dass wir noch immer nicht heizen. Trotzdem gibt es natürlich genügend Momente, an denen mir eine heiße Tasse Tee nicht reicht, um wieder warm zu werden. Vor allem die Hände werden beim Tippen und Lesen immer so schnell kalt – und das führt auch dazu, dass ich abends in den letzten Tagen kaum noch Seiten geschafft habe.

Aber genau für diese Zeiten hatte ich mir vor einiger Zeit von Susanne Handschuhe gewünscht. Im September hat sie sie mir zugeschickt – und sie sind wunderschön geworden!

Wenn ich den beiliegenden Zettel richtig verstanden habe, dann hat sie die Wolle selber gesponnen (ich liebe diesen Blauton!) und dann mit dem von mir gewünschten Muster verarbeitet. Das Muster basiert auf einem Sockenmuster, dessen Bezeichnung ich leider nicht entziffern kann, und als Handschuhe verstrickt wurden daraus „Mermaid Gloves“.

Die Handschuhe gehen bis zum Ellenbogen und zum Tippen muss ich den Bereich über den Fingern leider umschlagen, weil ich sonst nur drei Finger frei habe. Aber ansonsten klappt das Schreiben mit den Handschuhen ganz wunderbar und ich habe endlich warme Hände, wenn ich am Schreibtisch arbeite oder bei den Temperaturen lese. 🙂

Wenn der Winter nicht zu kalt wird, dann werde ich sie wohl auch durchgehend draußen tragen, ansonsten müssen sie bei richtig eisigen Temperaturen dann doch meinen dicken Lederhandschuhen weichen – so wenig kälteempfindlich ich inzwischen eigentlich bin, so hasse ich es doch, wenn ich kalte Hände habe. 😉

Noch einmal ganz vielen lieben Dank für die schönen Handschuhe, Susanne!

Eine Winterkatze im Herbst-Stress

Ich fürchte, die nächsten Tage wird es hier etwas ruhig zugehen, denn ich bin ein bisschen im Stress. Morgen kommt Besuch und bei der Gelegenheit habe ich schon mal mit meinem Herbstputz angefangen. Außerdem habe ich in den letzten Wochen ein paar Verpflichtungen nicht auf die Reihe bekommen, die ich (nach dem Besuch) dringend nachholen muss – und der Garten will auch noch etwas gepflegt werden, bevor es in die Winterpause geht. Drückt mir die Daumen, dass ich es zumindest auf die Reihe bekomme ein paar Zwiebeln zu setzen, damit es im Frühling auf den Beeten blüht!

Seit letzten Freitag (erst gab es PC-Probleme, dann hatte am Wochenende mein Mann Geburtstag) habe ich übrigens auch keine Blogrunde mehr machen können und ich fürchte, ihr werdet auch noch den Rest der Woche auf Kommentare von mir verzichten müssen – ebenso wie auf Blogbeiträge. Dafür habe ich aber schon vor einiger Zeit „Kapitelweise“ vorgearbeitet und dafür gesorgt, dass ihr immerhin damit in dieser Woche pünktlich versorgt werdet.

Nebenbei habe ich in den letzten Tagen immerhin endlich die Stoffe für meinen nächsten Quilt gewaschen und gebügelt – ich muss mir unbedingt merken, dass das ganz hervorragend geht, wenn der Stoff die Nacht über auf dem Balkon war und noch morgenfeucht ist. Und bei meiner Herbstputz- und Aufräumaktion habe ich es sogar endlich geschafft die Fenster von den letzten Aufklebern zu befreien, die die Vormietertochter hinterlassen hat. Dafür war aber dann doch die Anschaffung eines extra Schabers nötig. *seufz* Logan scheint übrigens auch kaum noch aus der Putzstimmung herauszufinden. 😉

Außerdem habe ich endlich die (vermutlich) letzte Runde mit Frühchensachen auf den Weg geschickt. So konnte ich am Samstagmorgen 14 Babydecken, 53 Mützen, 32 Paar Söckchen, 1 Stirnband (ich gebe zu, die machen mir keinen Spaß) und 8 Regenwürmer („Socken“ ohne Ferse) auf den Weg schicken.

So, und nun drückt mir die Daumen, dass ich nach den Tagen mit dem lieben Besuch meine Verpflichtungen schnell auf die Reihe bekommen, damit ich schnell wieder Luft für den Blog habe! Schließlich will ich noch ein paar Rezensionen (zum Beispiel zu „Hexenheide“) mit euch teilen, euch von dem tollen Überraschungspäckchen von Katrin von den BuchSaiten erzählen (das von mir schon ausgiebig genutzt wird) und wieder in Ruhe eure Blogs angucken und kommentieren.

Oh, da fällt mir ein: Auch wenn ich im Stress bin, so habe ich den PC doch jeden Tag an, also habt keine Angst, dass mir eure Kommentare entgehen. Die landen prompt bei mir im Emailfach – und so werde ich auch weiter so zeitnah wie möglich darauf reagieren! Und nun geht es für mich weiter mit dem Abarbeiten meiner endloslangen Liste und der Vorfreude auf den morgen eintreffenden Besuch!

Handtaschen!

Lang ist es her, da erzählte ich von meinen neuen Handtaschen. Genauer gesagt davon, dass ich mir welche selber machen wollte. Zwei sollten es werden und so sollten sie aussehen. Das Stricken und Filzen war schnell erledigt – ich habe mich auch brav an die Anleitung gehalten! Dann ging die Suche nach Schnallen und Reißverschlüssen los und entwickelte sich zur größten Herausforderung an diesem Projekt.

So schöne breite Reißverschlüsse waren einfach nicht aufzutreiben oder wenn ich welche fand, dann waren sie gleich lang genug für eine Strickjacke. Noch schlimmer war es mit den Schnallen. Die gab es überhaupt nicht! Oder zumindest nicht in einer Art, die annähernd passend gewesen wäre. Irgendwann bin ich dann (dank eines Tipps unserer Vormieterin) über ein kleines Handarbeitsgeschäft gestolpert. Da gab es zwar auch keine Schnallen, aber dafür kürzere Reißverschlüsse und eine riesiger Auswahl an Knöpfen.

Jetzt musste ich nur (noch einmal) die fertig gefilzten Handtaschen waschen und trocknen lassen, da ich (nach dem Fund von zwei toten Motten) lieber kein Risiko eingehen wollte. Freitagabend habe ich dann die beiden Teile fertig gestellt und bin nach einigen zerstochenen Fingern (ich näh lieber eine große Patchworkdecke als noch einmal Reißverschlüsse in so kleine Taschen!) war ich fertig.

Die Taschen sind kleiner geworden, als ich nach gedacht hätte. Ich schätze mal, dass sie beim Filzen so um ein Drittel geschrumpft sind – natürlich habe ich vergessen sie vorher auszumessen. Die Henkel sind deutlich kürzer als ich nach dem Bild erwartet hätte, aber das stört mich nicht, da ich so eine Tasche eh in der Hand tragen würde. Dafür gefallen mir immer noch die Farben sehr gut und die Knöpfe sind in meinen Augen ein passender Blickfang (wenn man schon keine Schnallen haben kann 😉 ). Zum Größenvergleich liegt ein normales Taschenbuch dabei, in die größere Tasche bekomme ich es mit vorsichtigem Stopfen sogar hinein.

Jetzt brauche ich nur noch einen Anlass, um mal eine der Taschen auszuführen. Für meinen Alltag taugen sie doch eher nicht … 😀

Warum rezensiere ich welches Buch?

Ich lese deutlich mehr Bücher, als ich auf diesem Blog rezensiere – sogar mehr Bücher, als man anhand meiner Angaben bei „Ich lese gerade“ nachvollziehen kann, da ich den Bereich nicht immer so schnell aktualisiere, wie ich lese.

Zwischen dem 1. Januar 2010 und dem 31. August 2010 habe ich zum Beispiel 198 Bücher, Comics und Hörbücher „konsumiert“, aber nur 47 Titel rezensiert. Dabei gehe ich bei der Wahl der Sachen, die ich für den Blog rezensiere, rein nach Bauchgefühl. Ich nehme mir immer deutlich mehr vor (mein Mann „liebt“ den Buchstapel neben dem PC), aber wenn zu viel Zeit zwischen dem Lesen und dem Schreiben verstrichen ist, dann kommt ein Buch eben einfach so ins Regal, ohne dass ich es besprochen habe.

Ich rede nicht unbedingt über jedes Buch, das mich total begeistert oder enttäuscht hat, und ich schreibe nicht über jede Leihgabe, auch wenn ich mir mit denen mehr Mühe gebe als mit meinen eigenen Titeln. Ich bespreche relativ wenige Sachbücher (habe ich überhaupt schon mal eins besprochen? – ne, noch keine Sachbuch-Rezension im Blog, auch wenn da mal wieder eins auf eine Besprechung wartet). Die Rezensionen gehen quer durch alle Genres – Kinderbücher machen mir Spaß, darüber schreibe ich gern, vor allem, wenn mich eins wirklich gut unterhalten hat. Liebesromane erkunde ich gerade recht systematisch, also gibt es auch davon erstaunlich viele auf meinem Blog. Krimis sind – ebenso wie Fantasygeschichten – eine alte Leidenschaft von mir, werden aber zur Zeit nicht so häufig von mir besprochen, weil ich immer weniger finde, über die ich was Aussagekräftiges zu schreiben habe. Viele sind einfach nett, während mir andere das Gefühl geben, dass ich genau diese Geschichte schon x-mal gelesen habe – und damit mag ich mich dann nicht länger beschäftigen.

Es gibt den einen oder anderen Titel, den ich bespreche, weil er auf scheinbar allen anderen Buchblogs erwähnt wird. Nicht, weil ich mitziehen will – auch wenn ich zugebe, dass mein Leseverhalten auch von den Rezensionen anderer beeinflusst wird -, sondern häufig, weil ich Punkte ansprechen will, die ich anders empfunden habe oder die mir bei anderen Kritiken gefehlt haben. Andere Bücher bespreche ich, weil mir jemand beim SuB-Zuwachs einen Kommentar hinterlassen hat, dass er auf meine Meinung gespannt ist und noch überlegt, ob der Roman etwas für ihn ist.

Auffällig finde ich es immer, dass auf anderen Blogs immer wieder in den Kommentaren erwähnt wird, dass die Leser es so toll finden, wenn Bücher außerhalb des Mainstreams besprochen werden. Doch bei mir muss ich feststellen, dass das dann auch die Beiträge sind, zu denen die wenigsten Leute etwas zu sagen haben. Also werde ich es weiterhin so halten, dass ich einfach rezensiere, worauf ich Lust habe, und ihr müsst dann auch mal damit leben, wenn auf meinem „Buchblog“ in einem Monat nur zwei Rezensionen online gehen.

Ich werde auch keine „Kurzrezensionen“ einführen und nur ein paar Sätze zu einem Buch sagen, denn 1. fällt es mir meistens schwer, mich kurz zu fassen, und 2. will ich mich nicht selbst verpflichten, jedes gelesene Buch hier vorzustellen. Dann würde das Bloggen zur Arbeit, statt ein angenehmes Hobby zu sein – und Arbeit habe ich an anderer Stelle schon genug. Dafür habe ich mich von Natira „breitschlagen“ lassen, am Ende des Jahres mal eine Liste aller gelesenen Titel einzustellen, die ihr dann nach Herzenslust kommentieren dürft. Na ja, wenn denn einer von euch die Geduld hat, um sich die ganzen aufgeführten Bücher, Hörbucher und Comics anzugucken. 😉

Was für ein Tag!

Eigentlich hätte ich als Titel folgende Überschrift wählen müssen: Wer braucht schon einen Freitag, den 13., wenn er einen Donnerstag, den 19., haben kann? Gleich zu Beginn: Kocht euch einen Tee oder Kaffee, setzt euch bequem hin und nehmt euch Zeit, denn dieser Blog-Beitrag wird vermutlich schrecklich lang werden.

Dabei fing der Tag eigentlich ziemlich gut an! Um neun Uhr hatte ich alle Verpflichtungen außer Haus hinter mich gebracht und vor mir lag ein Tag, an dem ich viel am PC erledigen wollte – und an dem ich mich nicht außer Reichweite der Türklingel entfernen wollte, da ich ein Paket erwartete. Nach einem sehr leckerem Frühstück – okay, ich schummel, das Frühstück gab es eher gegen Mittag, aber so lässt es sich besser erzählen – musste ich feststellen, dass es neue Rückmeldungen zu meinem Problem mit den „Seiten“ bei meinem Blog gab und Irina hatte einen Verdacht, wo das Übel seine Ursache hätte.

Das führte dazu, dass Irina so lieb war und den Chat anwarf, um mit mir zusammen weiter auf meinem Testblog rumzuprobieren. Die Blogprobleme, unsere Versuche sie zu beheben und … äh … kleinere Schwierigkeiten auf Irinas Blog haben den Tag zwar unproduktiv, aber dafür umso lustiger gemacht.

Nebenbei habe ich ständig die Versandverfolgung im Auge gehabt – ebenso wie Natira, die freundliche Absenderin des erwarteten Pakets. Denn mit dem Paket hatte es schon so einigen Ärger gegeben, seit es am Montag bei der Postfiliale aufgegeben und später im Start-Paketzentrum bearbeitet wurde. Nach einer nächtlichen Reise gelangt es anscheinend heil in „meinem“ Ziel-Paketzentrum an – und wurde Dienstag wieder auf den Heimweg geschickt! Also durfte Natira am Mittwoch in ihrer Mittagspause nach Hause eilen und das Paket zum zweiten Mal auf den Weg schicken.

So saßen wir am Donnerstag beide gebannt vor dem PC, aktualisierten ständig die Versandverfolgung, hofften, dass alles gut gehen würde – und waren erleichtert, als die Meldung kam, dass das Paket im Zustellfahrzeug verladen worden war. Nun konnte ja eigentlich gar nichts mehr passieren, oder? Doch kurz vor 16 Uhr kam dann von Natira die Frage: „Und? Noch alles heile?“ – und während ich mich noch fragte, was sie meinen könnte, sprang auch mein Paketverfolgungsfenster bei der Aktualisierung auf „12:39 Uhr – Die Sendung wurde erfolgreich zugestellt.“

Tja, nur war sie nicht bei mir zugestellt worden! Ich bin also sofort rausgeflitzt und habe geguckt, ob ich eine Nachricht im Briefkasten habe. Das wäre ärgerlich gewesen, da ich den ganzen Tag zuhause war (die ganze Woche schon schiebe ich wegen erwarteter Pakete meine Außentermine immer weiter auf!), aber möglich, da die wohnungshütende Nachbarstochter den Tag über ständig rund ums Haus zugange war und das Paket vielleicht angenommen hatte, weil sie dachte, ich sei nicht da. Aber keine Nachricht im Briefkasten, kein Paket im Treppenhaus, vor der Tür oder sonst wo – und kein Nachbar im Haus, der mir hätte Auskunft geben können.

Eine weitere Betrachtung der Versandverfolgung ergab, dass das Paket angeblich in die Hände des Empfängers übergeben wurde und dass da angeblich eine Unterschrift geleistet wurde, die zumindest zum Teil mit meinem Nachnamen übereinstimmt. Während Natira schon befürchtete, sie könnte bei der Adresse einen Fehler gemacht haben, habe ich bei DHL angerufen. Wo man mir natürlich erst einmal nicht weiterhelfen konnte, mir aber versprach, dass man sich darum kümmern würde.

Während ich schon Pläne schmiedete, die mit Wurfblättern und Suchplakaten in der Nachbarschaft, weiteren Drohanrufen bei DHL und anderen panikhaften Gedanken zu tun hatten, kam mein Mann nach Hause und bekam die ganze Geschichte natürlich brühwarm erzählt. Sowas beruhigt mich immer ein wenig, aber ihm tut es irgendwie nicht so gut, wenn er bei seiner Heimkehr Katastrophenmeldungen bekommt … *hüstel*

Gefühlte Stunden später (eigentlich war es erst kurz vor 18 Uhr) klingelte es an der Tür. Ein Mann, der in einer Querstraße zu unserer wohnt – die übrigens dem Namen nach keinerlei Ähnlichkeit mit unserer Adresse hat – , hatte gerade bei seiner Heimkehr unter seiner Treppe zwei(!) Pakete für mich gefunden. Er hatte keine Ahnung, wie die dahin gekommen sind, meinte, dass bei ihm im Haus auch niemand die Sendung tagsüber angenommen haben könnte und wunderte sich doch sehr über die ganze Sache. Zum Glück war er so lieb und hat die beiden Sendungen gleich vorbeigebracht! Bei dem einen Päckchen wusste ich gar nicht, dass es schon unterwegs war – und hätte somit auch nicht so schnell einen Suchauftrag bei DHL aufgegeben – und bei dem Paket von Natira handelt es sich um liebe Leihgaben, die zum Teil auch schwer zu ersetzen gewesen wären. Ich darf gar nicht daran denken, was hätte sein können, wenn der Finder nicht so ehrlich gewesen wäre …

Heute morgen habe ich wieder bei DHL angerufen, meine Beschwerde noch einmal vorgetragen (und war, wie ich zugeben muss, überrascht, wie detailliert mein Anruf von gestern aufgenommen worden war), habe von der abendlichen Entwicklung erzählt und hatte dabei eine hörbar erschütterte Mitarbeiterin am Telefon. Mal gucken, was da noch kommt – und ob da noch was kommt. So langsam bin ich einfach misstrauisch, denn das ist nicht das erste Problem mit DHL, seitdem wir hier wohnen.

Aber vermutlich seid ihr nun auch neugierig, was ich denn so bekommen habe. 🙂 Das kleine und unerwartete Päckchen brachte mir dieses Buch:

Ein Bildband, den ich schon sehr lange im Auge habe und von dem ich gehofft hatte, dass ihn mir mal irgendjemand zu Geburtstag oder Weihnachten schenken würde. Nun ist er vergriffen und ich hatte das wahnsinnige Glück eine noch eingeschweißte Ausgabe in perfektem Zustand günstig zu erjagen! Das Öffnen der Folie hebe ich mir für einen besondern Moment auf, wenn ich genau weiß, dass ich ein paar ruhige Stunden mit Humphrey Bogart verbringen kann.

Von Natira gab es DVDs und Bücher geliehen, die mir die nächsten Abende versüßen werden. Ich muss ja zugeben, dass ich mich vor allem auf ein Wiedersehen mit „Buffy“ freue – und sehr hoffe, dass mir die Serie immer noch so gefällt wie früher -, während mein Mann sogar das Gucken seiner japanischen Roboter-Trash-Serie aus den 70er-Jahren für „Ashes to Ashes“ unterbrechen will. Auf jeden Fall habe ich wieder eine Menge Nachschub für „Natira ist Schuld“-Beiträge bekommen. 😉

Und dann gab es da noch ein Extra … eine Überraschung, die der Grund für das Abschicken des Päckchens war. Die ansonsten so nette Natira hatte mich nämlich am Samstag gefragt, wie neugierig ich sei. Als ich dann antwortete, dass ich leider ein schrecklich neugieriger Mensch bin, kam dann nur ein „ich habe eine Überraschung für dich und schicke sie Montag ab“. Argh, mit solchen Andeutungen kann man mich ja so richtig quälen! Das war gar nicht nett! Und dann schaukelt die Post das Paket noch über 1000km durch die Gegend und dann die Aufregung, weil es verschwunden war und … Gar nicht gut, nene, da hilft es auch nicht mehr, wenn man sich vornimmt, dass man einfach nur in Ruhe abwartet und Tee trinkt.

Vor allem, da ich ja in der letzten Zeit wieder mal auf der Suche nach der perfekten Teetasse war. Ständig sehe ich lauter schöne (Tee)Tassen auf den diversen Blogs, die an der Tassen-Challenge teilnehmen, und selber bin ich so unzufrieden mit meinen Tassen. Naja, es verstecken sich noch welche in einem Umzugskarton, aber die sind auch schon alle mindestens zehn Jahre alt (und zum Großteil angeschlagen und wurden nur aus sentimentalen Gründen noch mitgenommen) und ich will doch nur eine schöne neue Tasse, die wieder Lust auf’s Trinken macht. Aber weder in der Stadt, noch hier in der Nähe fand sich eine Tasse, die meinen Vorstellungen entsprach.

Irgendwie kam es wohl dazu (und ich habe doch fast gar nicht gejammert!), dass sich in Natira der Verdacht regte, dass ich mich über eine neue Tasse freuen würde und deshalb fand ich diese beiden Schmuckstücke im Paket:

Das feurige Stück soll wohl eine Anspielung sein, die ich fast gar nicht verstehe, auch wenn sie vielleicht mit Drachenanhängern und Drachenblicken zu tun haben könnte. Ich finde die Tasse wunderschön! So warme Farben, so dünn und schön geschwungen und perfekt für Tee!

Und diese ist auch einfach nur toll! Schöne Farben, bunt, aber nicht grell und ein süßes Motiv! Ganz ehrlich, ich hasse es normalerweise, dass man als Katzenhalter immer Sachen mit Katzen geschenkt bekommt – aber diese Katze, die ist absolut großartig! 😀 Und die Form der Tasse passt nicht nur für Tee, ich hatte auch gleich Lust daraus eine Runde Milch zu trinken. Ich finde es übrigens sehr lustig (und manchmal lästig), dass ich bestimmte Getränke nur aus bestimmten Tassen oder Gläsern mag , aber so ist es nun mal.

Ganz vielen lieben Dank, liebe Natira! Du hast mir eine große Freude mit den beiden Tassen gemacht!

Nun werde ich mir einen Tee kochen, hoffen, dass der Paketbote heute Post für meinen Mann dabei hat (sonst wird der nach der Geschichte von gestern noch verrückt aus Sorge um seine Schallplatten aus England) und eine meiner neuen Tassen einweihen. Nun bleibt mir nur noch die Qual der Wahl …

BuchSaitige Überraschung!

Vor einiger Zeit (genauer gesagt im Dezember 2009) hatte Katrin von den Buchsaiten im Selbstversuch Schokolade gemacht. Und da ich eine nette, aufopferungsvolle und so gar nicht gierige Person bin, hatte ich mich natürlich als Testesser angeboten. 😉

Die liebe Katrin hatte wohl auch versucht für mich eine Tafel herzustellen, aber Stress, Pech bei den Zutaten und allerlei andere Dinge kamen dann dazwischen – und ich muss zugeben, dass ich das Ganze inzwischen ganz vergessen hatte. Schließlich hatte ich gesagt, dass sie mir nur dann eine Tafel anfertigen darf, wenn es für sie keinen Stress bedeutet! Sie hatte ihr Versprechen allerdings nicht vergessen, war aber inzwischen auf eine andere Idee gekommen. Und nach einer vorsichtigen Anfrage, ob ich denn das wohl auch mögen würde, klingelte gestern die Postbotin bei mir.

Das hier hat sie mir in die Hand gedrückt – und es raschelte beim Schütteln! ;D

Und wer das jetzt nicht auf den ersten Blick erkannt hat: Es ist selbstgemachtes Müsli!

Die beiliegende Postkarte erzählte mir sogar, was alles genau dafür verwendet wurde:
Kernige Haferflocken, ganze Mandeln, Leinsamen, Sonnenblumenkerne, Honig, Zimt und ein Hauch Rapsöl. Und ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie gut es gerochen hat, als ich gestern die Dose geöffnet hatte! Na, bei so einer Aussicht auf mein Frühstück, habe ich es heute sogar geschafft und bin früh zum Einkaufen gedüst!

Und da ich normalerweise ein Müsli-mit-Milch-Esser bin, wurde die erste Portion gleich damit probiert:

Und da Katrin so entsetzt von der Vorstellung zu sein schien, habe ich es auch noch mit der von ihr vorgeschlagenen Joghurt-Version probiert – was übrigens auch deutlich hübscher aussieht. 😉

Geschmeckt haben beide Varianten hervorragend – das Müsli ist wirklich superlecker!

Ganz vielen lieben Dank, Katrin, für diese Bereicherung meines Frühstücks! 🙂

Kulinarisches (für Natira): Kräuterbutter und Spanisches Omelett

Natira und ich haben uns gestern Abend kurz zum Thema Essen ausgetauscht und da sie mich um ein Rezept gebeten hat, dachte ich mir, dass ich es eigentlich gleich hier einstellen könnte, wenn ich es eh aufschreibe. 😉

Eins sollte ich vielleicht vorweg sagen: Ich koche eigentlich sehr gern, aber auf gar keinen Fall jeden Tag! Und so habe ich während meiner Studentenzeit erleichtert entdeckt, dass es haufenweise Tiefkühl-Kräuter und –Gemüsemischungen gibt. Das ist nicht nur einfach zu lagern und für eine Person gut portionierbar, sondern man hat auch gleich mehrere Gemüse (oder Kräuter) in einer Packung. Also steht meine Alltagsküche unter dem Motto: „Schnell und so einfach wie möglich – und ganz viel aus der Tiefkühltruhe“. 😉

So, und nun gibt es die Rezepte der letzten zwei Tage – leider konnte ich nur von der Kräuterbutter ein Foto machen, der Rest war schon aufgegessen, bevor wir darüber geredet hatten. Sehr lecker – das kann ich nur noch mal sagen! 😉

Kräuterbutter-Grundrezept (von meiner Schwiegermutter)

250g (gesalzene) Butter
1 Päckchen TK-Kräuter
gut vermischen und mit Pfeffer (und bei Bedarf noch etwas Salz) abschmecken

Wir hatten aber am Sonntag zu unseren Pellkartoffeln folgende Kombinationen:

Schnittlauch-Butter

125g Butter
1/2 Päckchen TK-Schnittlauch
Salz
Pfeffer

Italienische Kräuterbutter

125g Butter
1/2 Päckchen „Italienische Kräuter“ (in der Mischung sind rote Zwiebeln, Petersilie, Basilikum, grüner Knoblauch, Thymian und Oregano)
großzügig Salz
großzügig Pfeffer

diese Buttermischung hatten wir dann noch halbiert und in die zweite Portion ungefähr 1 Teelöffel Tomatenmark gegeben.

Die Butter habe ich zusammen mit den Kräutern in je eine Schüssel getan und das Ganze ungefähr zwei Stunden einfach stehen lassen. Dann hatte die Butter Zimmertemperatur und die Kräuter waren aufgetaut und ich konnte alles gut vermischen. Das lässt sich auch gut in der Mittagspause machen (wenn die Butter morgens aus dem Kühlschrank genommen wurde), da die Mischungen besser schmecken, wenn sie noch etwas durchgezogen sind.

Alle drei Sorten haben sehr gut zu den Pellkartoffeln gepasst, allerdings hatte ich bei der Variante mit dem Tomatenmark ständig das Gefühl, ich müsste noch ein paar Nudeln kochen. 😉

Was mich darauf bringt, dass ich beim nächsten Mal von der Butter etwas mehr machen könnte, um am nächsten Tag frische Nudeln darin zu schwenken. Das stell ich mir sehr lecker vor! Außerdem wäre das ein drittes Essen, das man auf Basis der Pellkartoffel-mit-Kräuterbutter-Mahlzeit machen kann, ohne groß Arbeit zu investieren.

Denn am Montag gab es bei uns die restlichen Pellkartoffeln (davon koche ich immer genug für zwei Tage) als „Spanisches Omelett mit Schnittlauch“.

Grundrezept für unser „Spanisches Omelett“

Pellkartoffeln vom Vortag (Mengenangaben? Sorry, das kann ich nicht sagen, denn das hängt davon ab, wieviel Hunger wir am Vortag hatten. 😉 )
1/3 bis 1/2 Packung TK-Zwiebeln
1,5 bis 2 Eier pro Person
Salz
Pfeffer

„Spanisches Omelett mit Schnittlauch“ (für 2 Personen)

8 mittelgroße Kartoffeln
4 Eier
1/2 Packung TK-Schnittlauch
1/3 Packung TK-Zwiebeln
Salz
Pfeffer
Etwas scharfes Paprikapulver

Die Eier werden in einer Schüssel verquirlt, leicht gesalzen und mit den Kräutern gemischt. Die Kartoffeln pelle ich, schneide sie in Würfeln und brate sie in einer beschichteten Pfanne in etwas Öl an. Dann gebe ich Zwiebeln, Salz, Pfeffer und Paprikapulver hinzu, vermische noch einmal alles gründlich und gieße die Eimasse darüber. Dann stell ich den Herd runter (Stufe 1 von 3 bei der alten Elektroplatte, Stufe 2 von 10 bei der neuen Induktionsplatte), setze einen Deckel auf die Pfanne und lasse das Omelett ca. 20 Minuten stocken. Wenn die Oberfläche fest ist, kann man davon ausgehen, dass es durchgebacken ist.

Achja, aufgewärmt (im Ofen oder in der Pfanne) schmeckt es auch sehr gut, wenn man zuviel gemacht hat. Ich finde, dass das Omelett einfach eine bestimmte Dicke benötigt, damit es lecker ist, also habe ich oft auch noch etwas am nächsten Tag davon.

Unser Standartrezept ist übrigens mit Paprika. Wenn ich die scharfen Paprika bekomme, dann verzichte ich auf das Paprikapulver und gebe dafür noch etwas Knoblauch in das Essen. Aber ich habe das Omelett auch schon ohne Zwiebeln, Knoblauch und Paprikapulver gemacht, weil ich noch einen Rest einer Gemüsemischung mit Mais, Karotten, Brokkoli aufbrauchen wollte – dafür gab es dann Petersilie in die Eimasse. Solange man Eier und Kartoffeln hat, kann man mit dem Rezept fast alle Gemüsereste aufbrauchen und es schmeckt immer.

Und zum Schluss gibt es noch ein Foto von meinem heutigen Frühstück: Baguette mit den Resten der Kräuterbutter


Links ist die „Italienische Kräuterbutter“, in der Mitte die „Rote Variante der italienschen Kräuterbutter“ und rechts die „Schnittlauch-Butter“ – welche auf Baguette ganz besonders lecker schmeckte.

Eine Augustwoche mit Bibendum (Teil 2)

Donnerstag
Bibendums Geburtstag und deshalb gab es zum Frühstück (welches wie immer liebevoll von meinem Mann gemacht wurde) unser Geschenk. Kurz darauf sind die beiden losgezogen, um eine Runde Bowling zu spielen. Ich habe mich gedrückt, da meine Schulter muckte und wieder etwas Haushalt auf mich wartete – schon erstaunlich, wie schnell der Abwasch anwächst, wenn ich tagsüber nicht allein zuhause bin. 😉 Aber so zufrieden, wie die beiden mit ihrem Vormittag waren, denke ich nicht, dass ich groß vermisst wurde. Nach dem Bowling hat Bibendum die restlichen Geschenke aus dem Kofferraum geholt und in Ruhe bewundert. Ich muss gestehen, dass ich beim Anblick der tollen Teekanne schon Lust hatte, meine „irgendwann für den Haushalt kaufen“-Liste zu erweitern.

Die Zeit bis zum geplanten Essen in dem Lokal um die Ecke haben wir dann mit der Torte überbrückt, während Bibendum das neue DS-Spiel getestet hat. Bevor Bibendum in den Kommentaren wieder lästert: Ja, ich habe das Spiel auch ausprobiert, begeistert sogar, denn ich mag solche Knobelspiele – und es könnte vielleicht sein, dass unser Haushalt auch demnächst damit bereichert wird. 😀

Das Essen war wieder einmal absolut köstlich – nicht ohne Grund steht das Restaurant auf unserer Liste mit den Dingen, die wir bei jedem Besuch erledigen müssen! Donnerstag saßen wir zum ersten Mal zum Essen im Garten, was eigentlich sehr schön war. Allerdings irritierte mich die Teichpumpe ein wenig, die für ein anhaltendes Plätschergeräusch sorgte (und über die Stühle möchte ich auch kein Wort verlieren – kann aber anmerken, dass mein Mann mir nach dem Aufstehen Beistand leisten musste, bis meine eingeschlafenen Beine wieder so wollten wie ich). Aber die Bedienung war aufmerksam, das Essen köstlich (wir hatten alle drei Sandwiches – für mich wieder in der vegetarischen Variante – , die einfach absolut lecker waren) und der Nachtisch war auch unglaublich gut. Zum zweiten Mal etwas schokoladiges, allerdings dieses Mal für jeden von uns eine eigene Portion Mousse au Chocolat auf Himbeerspiegel. Mein Mann war so hingerissen davon, dass er am Samstag am Liebsten schon wieder Essen gegangen wäre …

Freitag
Im Nachhinein frage ich mich schon, warum wir am Freitag in ein Einkaufszentrum gegangen sind. Denn ganz viele Dinge, die wir da eigentlich erledigen wollten, hatten wir schon am Dienstag getan. Allerdings – und so langsam wird es schon fast peinlich, wie sehr wir mit unsere Besuch auf das Thema Essen fixiert sind – gibt es dort die beste Wurst in der Stadt (und ehrlich gesagt auch fantastische Pommes, auch wenn diese Woche doch erstaunlich „frittierte Kartoffel“-lastig war) und somit wurde auch dieser Punkt von der „mit Bibendum erledigen“-Liste gestrichen. Aber vorher gab es noch einen Besuch in dem Laden mit den gebrauchten Spielen, in dem mein Mann schon vor Wochen ein Spiel entdeckt hatte, welches er eigentlich gerne hätte und … Nun gut, dieses Mal hat er es mir unter die Nase halten können, was natürlich besser ist, als mir am Telefon zu beschreiben, warum er das Spiel jetzt doch nicht kaufen wird. 😉

Danach haben wir uns kurz getrennt und während Bibendum und mein Mann einen großen Elektronikladen angesteuert haben, bin ich in die Buchhandlung gestürzt. Eigentlich hatte ich schon am Dienstag noch heimlich ein Buch für Bibendum kaufen wollen, aber Wetter, wehe Füße und die Tatsache, dass Bibendum doch wirklich mit mir zusammen in die Buchhandlung gehen wollte ;), haben mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. So habe ich am Freitag die Gelegenheit genutzt (angeblich bin ich allein in die Buchhandlung, damit mein Mann nicht wieder miterleben muss, dass ich anfange in einem fremden Laden Bücher umzuräumen – so weit hergeholt ist die Begründung auch nicht, aber ich darf hier vermelden, dass ich tapfer über all die Unordnung hinweggesehen habe und mich wie ein normaler Kunde benahm!) und habe ein wenig gestöbert. Für Bibendum war schnell das Buch „Stadt, Land, Mord“ von Ann Granger gefunden, nachdem ich bei „Der gehetzte Uhrmacher“ befürchtete, dass ihr die Geschichte zu blutig würde. Von der Ann Granger hingegen mochte Bibendum die „Markby & Mitchell“-Romane und Jessica Campbell, um die sich die neue Reihe der Autorin dreht, arbeitete früher für Alan Markby. Ich kenne das Buch noch nicht, hoffe aber, dass Bibendum es durchgelesen hat, wenn wir uns Anfang Dezember wieder sehen, und dass ich es mir dann leihen kann. 😀

Für mich musste ich ja nun auch noch etwas kaufen, sonst wäre ja aufgeflogen, dass ich nur unter einem Vorwand in die Buchhandlung gedackelt war. Eigentlich hatte ich einen seichten Liebesroman im Kopf, davon habe ich nämlich kaum noch welche im SuB und das wäre eine schöne Abwechslung zu den anderen Romanen, die die nächsten Tage auf mich warten. Aber als ich schon an der Kasse stand, fiel mein Blick auf „Hex Hall – Wilder Zauber“ und mit Irinas Meinung dazu im Hinterkopf, habe ich dann doch noch eben meinen Kitschroman gegen diesen Titel ausgetauscht (gelesen ist das Buch auch schon und deshalb gibt es demnächst einen weiteren „Irina ist Schuld“-Beitrag bei mir).

Nachdem wir uns wieder getroffen hatten, haben wir noch ein paar Läden angeguckt, gegessen und meinen Mann in den Spieleladen geschickt, damit er sich endlich sein Spiel („Might & Magic – Clash of Heroes“) kauft und dann ging es nach Hause. Bibendum wollte in der Nacht nach heimfahren und so haben wir uns wieder auf dem Sofa erholt, Geburtstagstorte gegessen und geschwatzt, bis es Zeit war das Auto zu beladen und Abschied zu nehmen. Wir haben den Besuch wieder sehr genossen – und freuen uns schon auf Februar, wenn Bibendum und ich wieder ein Konzert der „Wise Guys“ besuchen wollen.

Samstag
Leider hat unsere Hecke die letzten regnerischen Wochen zum Anlass genommen, um kräftig zu wachsen. Also ging es wieder raus in den Garten und während ich die Hecke gründlich gestutzt habe, hat mein Mann hinter mir aufgeräumt und das Unkraut aus der Kieskante am Haus entfernt. Ganz ehrlich, so ist Gartenarbeit zwar immer noch anstrengend, aber deutlich netter, als wenn ich das allein machen muss. Nachdem das erledigt war, hat mein Mann beschlossen, dass es nun Zeit zum Erholen wäre – tja, und so habe ich den restlichen Tag mit „Hex Hall“ verbracht. Naja, nicht nur, denn das Buch war schneller durch als mir lieb sein konnte und dann hat mir mein Mann sein neues Spiel ans Herz gelegt. Ich habe mich ernsthaft dagegen gewehrt, denn ich weiß ja wie es endet, wenn man mir ein neues Spiel vor die Nase hält, aber letztendlich habe ich mich dazu breitschlagen lassen und es angespielt …

Sonntag
Obwohl ich in der Woche immer wieder versucht habe meinen Feed-Reader durchzugucken und die „unwichtigen“ Beiträge zu überfliegen, war ich erschlagen, als ich Sonntagmorgen wieder reinguckte. Also habe ich den Sonntag (abgesehen von der Zeit, die ich mit Kräuterbutter anrühren und Pellkartoffeln essen beschäftigt war 😉 ) damit zugebracht Blogbeiträge und Artikel zu lesen und zu kommentieren, ein bisschen zu twittern und Emails zu beantworten. Und ich habe… äh … das neue Spiel meines Mannes gespielt … natürlich nur, weil ich nicht noch mehr Bücher lesen wollte, die ich noch nicht besprochen habe! Und weil ich meinen Mann nicht enttäuschen wollte, der es mir am Samstag doch so ans Herz gelegt hatte. Auch wenn er Sonntag irgendwie den Eindruck erweckte, dass er das auch gern mal wieder in die Hände bekommen würde … 😉

So, nun ist die Woche mit Bibendum vorbei und es wird für mich wieder Zeit brav zu sein und den Tag am Schreibtisch zu verbringen. Das sollte dann auch dazu führen, dass hier mal wieder mehr Buchbesprechungen auftauchen und nicht nur Renovierungs- und Urlaubsposts. Oder vermisst ihr etwa vor allem die Katzenfotos? Das könnte ich schnell in Ordnung bringen! 😉

Eine Augustwoche mit Bibendum (Teil 1)

Montag
Nachdem wir am Wochenende endlich das Wohnzimmer fertig machen konnten (keine Möbel mehr in Kartons, die noch aufgebaut werden müssen!), habe ich den Montagvormittag mit Putzen und dem Zerkleinern von Verpackungsmaterial verbracht. Denn das Bibendum hatte sich zum üblichen „Augustbesuch“ angekündigt und so sollte die Wohnung blitzen und blinken – naja, soweit man das mit vier Katzen hinbekommt. Zum Glück war die Papiertonne gerade erst geleert worden, nach all den aufgebauten Möbeln war doch einiges an Papiermüll angefallen – und es wäre für Bibendum sicherlich nicht so schön gewesen, wenn sie ihr „Gästezimmer“ mit unserem Müll hätte teilen müssen.

Dank eines kleinen Staus, in den Bibendum geraten war, hatten wir sogar noch etwas Zeit, um nach der Putzaktion die Füße hochzulegen, bevor es an der Tür klingelte. Und nach dem anstrengenden Tag (für uns Putzen, für Bibendum viele Stunden auf der Autobahn – zum Glück war es in den letzten Tagen nicht so heiß!) wurden nur noch der nächste Tag geplant, der Pizza-Lieferant gerufen und gegessen. Sehr leckere Pizza übrigens, auch wenn ich als Vegetarier lieber auf die „HolloBollo“-Variante verzichtet habe, die Bibendum und mein Mann sich schmecken ließen.

Da es am nächsten Tag in die Stadt gehen sollte – und mir inzwischen von unseren Vormietern ein Handarbeitsladen empfohlen worden war -, habe ich noch die gefilzten Handtaschen rausgekramt, für die ich noch Reißverschlüsse und Schnallen suchte. Leider musste ich dabei feststellen, dass in der Zwischenzeit zwei Motten darin verendet sind und so werden sie demnächst noch eine Runde in der Waschmaschine drehen, bevor ich sie endlich fertig stellen kann.

Dienstag
Der Vormittag begann sehr gemütlich und mit einem steten Blick zum Himmel, denn eigentlich sollte mein Mann den Rasen mähen. Doch dank der kleinen Schauer, kam er an dem Tag noch um diese Pflicht herum und so ging es nach dem Katzenfüttern auf in die große Stadt. Noch waren wir nicht ganz sicher, ob wir auch ins Kino gehen würden, eigentlich hatten wir alle drei Lust darauf, aber wir waren nicht so ganz mit der Auswahl zufrieden. So wurde dieser „Bummel mit Besuch“ eher zu einer „Winterkatze geht mal wieder etwas einkaufen“-Tour.

Ich hab Schuhe anprobiert, die nach den perfekten Schuhen für den Garten aussahen (und dann beschlossen die richtige Größe in einer ansprechenden Farbe online zu bestellen) und nach einem halben Jahr Suche endlich passende Reißverschlüsse für meine Taschen gefunden (leider keine Schnallen, aber dafür gibt es jetzt dicke Knöpfe als Blickfang – mir reicht es mit der erfolglosen Suche!), außerdem gab es einen Milchkaffee für Bibendum und einen superleckeren Frappuchino für mich, während mein Mann eine Post suchen durfte (unsere Zweigstelle hat Dienstags natürlich geschlossen) und in der Kleinmarkthalle fand ich noch zwei schöne Keramikschalen für Katzengras und einen viel zu verlockenden Stand mit Trockenobst. Dazu sollte ich vielleicht sagen, dass ich bislang jede Trockenobst-Variante ekelhaft fand, aber an diesem Stand gab es wirklich viele leckere Sorten und so haben wir für uns Cranberries, Erdbeeren (mir deutlich zu süß, die schmecken wie Geleefrüchte) und Mango (superlecker!) mitgenommen.

Zuletzt haben wir sogar noch ein Geburtstagsgeschenk für Bibendum gefunden. Auch das hat inzwischen schon Tradition, da Bibendum nie irgendwelche Wünsche äußert, geht es immer zusammen durch die Geschäfte und dann wird irgendwas gekauft. Dieses Mal hat mein Mann Bibendum zu „Picross 3D“ für den DS überredet – schließlich wollte er sich dieses Spiel immer schon einmal angucken … (ja, auch das hat – soweit ich informiert wurde – Tradition, mein Mann überredet Bibendum zu Geschenken, die ihn interessieren) Zum Glück stellte sich am Donnerstag dann heraus, dass es auch für Bibendum das richtige Geschenk war. 😉
Abgeschlossen wurde der Tag dann mit einem sehr leckeren Essen (Rippchen und Pommes für Bibendum, Burger mit Pommes für meinen Mann und Salat und scharfe Kartoffelscheiben für mich) und dazu köstliches dunkles Rout-Bier – und weil wir so neugierig, aber auch schrecklich satt waren, haben wir uns dann noch zu dritt eine Portion Brownie mit Vanilleeis, Vanillesauce und Sahne und einen Vanille-Milchshake geteilt. 🙂

Mittwoch
Da es die letzten Nächte immer erst gegen drei Uhr ins Bett ging, wurde an diesem Tag ausgeschlafen! Dann haben Bibendum und mein Mann Lebensmittel eingekauft und ich habe meinen Mann zum Rasenmähen abgeordert, während Bibendum und ich den Tag langsam angingen. Nachmittags warteten dann drei Ladungen Wäsche und der Abwasch auf mich und zusammen haben eine Runde Carcassonne (mit abgewandelten Regeln 😀 ) gespielt. Sehr nett – auch wenn Bibendum schon wieder gewonnen hat. 😉 Abends habe ich dann noch Pasta mit einer Gemüse-Mascarpone-Sauce gekocht (schnell und lecker) und neben dem Kochen eine Geburtstagstorte für Bibendum vorbereitet. Der restliche Abend wurde dann gemütlich verschwatzt … 🙂

Das Wohnzimmer ist fertig!

Nachdem wir ja schon vor ein paar Tagen feststellen mussten, dass uns zum neuen Büroschrank ein paar Teile fehlen, hatten wir uns schon darauf eingerichtet, dass wir das Wohnzimmer nicht fertig bekommen würde, bevor unsere Besuch eintrifft.

Aber dann gab es am Samstag noch Überraschungspost aus Schweden:

Eigentlich war das Wochenende ja schon mit einer Aufräum- und Putzaktion für den Besuch verplant gewesen, aber bei solch tatkräftiger Hilfe, dachten wir, dass wir uns doch noch eben auf die Möbel stürzen sollten.

Und bevor der Büroschrank in die Ecke geschoben werden konnte, musste noch ein Kalender aufgehängt werden – der wartet ja auch erst seit dem Januar darauf. Die dafür erforderliche Schraube erforderte zum ersten Mal den Einsatz unserer (relativ) neuen Bohrmaschine, was uns schnell herausfinden ließ, dass die Erbauer dieses Hauses nicht nur schöne dicke Ziegelsteine für die Innenwände, sondern auch sehr viel Sand für die Fugenmasse verwendet haben. Ein 6er-Bohrer bringt perfekte Löcher für einen 8er-Dübel – zumindest bei den Innenwänden. Bei den Außenwänden wird die Sache dann richtig lustig und so habe ich bei ein paar Bohrlöchern dann noch etwas pfuschen müssen. Immerhin hielt der Kalender und machte sich ganz gut über dem Büroschrank. Achja, wer genau hinguckt, sieht, dass die dritte Tür unten noch fehlt – da da vom Hersteller eine Schublade für Hängemappen eingeplant war, die wir nicht gebrauchen können, muss ich da noch etwas basteln …

Nachdem der Büroschrank endlich stand, haben wir die Bohrlöcher für die Katzenbrücke ausgemessen und die angebracht. Danach konnten wir auch die Kommode (auf der zur Zeit der PC steht), meinen kleiner Holztisch (der gerade als Schreibtisch herhalten muss) und das Regal mit meinem SuB wieder an die Wand schieben. Leider ist die Kommoden-Tisch-Kombination ein kleinen Tick breiter als der Schreibtisch (der immer noch in der Küche als „Herd“ und „Arbeitsplatte“ herhalten muss) und deshalb kommt es nicht ganz genau hin mit der orangen Wand und dem Bücherregal. Wenn der Schreibtisch auch wieder ins Wohnzimmer gewandert ist, dann soll die Farbkante genau neben dem Schrank enden (nachdem ich das Ganze am Wochenende auch noch ein paar Mal ausgemessen habe, bin ich mir auch sicher, dass das passt!)

Natürlich mussten die Katzen dann auch gleich die neue Arbeitsecke erkunden:

Nachdem die „Büromöbel“ endlich wieder am richtigen Platz standen, konnten wir auch die kleinen Regale aneinanderschrauben und an die Wand dübeln, in denen unsere DVDs und Videospiele Platz finden sollten – nachdem wir vor kurzem zwei neue davon gekauft hatten, ist die Wand jetzt auch mit Regalen gut ausgestattet und wir haben sogar gerade noch etwas Luft, um die zuletzt gehörten Hörbücher und ein paar Musik-CDs darin unterzubringen (der Großteil der CDs befindet sich ansonsten noch in den Umzugskartons und wird erst ausgepackt, wenn wir anfangen die „Bibliothek“ einzurichten).

Und natürlich musste auch hier gleich die Haltbarkeit meiner Anbringung getestet werden, in dem Shandy mit Schwung hinaufsprang und alles inspizierte:

Zuletzt habe ich dann ein bisschen geschwächelt und habe so zum ersten Mal erleben dürfen, dass mein Mann ein Möbel (fast ohne Hilfe! 😀 ) aufgebaut hat. Aber der neue Fernsehschrank lag ihm auch besonders am Herzen – und wurde nach dem Aufbauen natürlich gleich eingerichtet. Vielleicht fällt euch die Pappe unter unserem Fernseher auf. Die muss da liegen, da das alte Schätzchen schrecklich spitze Füße hat und ohne Schutz sofort die Oberfläche verkratzen würde. Und da der Fernseher eh am Ende seines Lebens ist (die Bildstörungen sind langsam sehr bedenklich, von den anderen seltsamen Dingen, die das Gerät macht, will ich gar nicht reden), muss das als Übergangslösung reichen!

Am Ende waren wir alle ganz schön kaputt, …

… aber das Wohnzimmer sah auch ganz schön gut aus!

Aktuelles Renovierungsfazit:
Eine glückliche Winterkatze mit einem renovierten Wohnzimmer, schönen neuen Möbeln, einer anregenden Wandfarbe hinter dem Schreibtisch, einem Kalender, der schon vor Monaten aufgehängt werden sollte – und das Bedürfnis jetzt ein paar Tage gemütlich mit Lesen und Schreiben zu verbringen.

Oh, und für diejenigen, die sich über meine Badezimmerjammerei gewundert haben, gibt es hier noch ein Foto von den Fliesen (mit angeklebter neuer Badewannenmatte, die dieses Mal in passendem 70er-Jahre-Design glänzen darf).