Wie immer kann ich am Sonntagmorgen sagen: „So viel wie erhofft habe ich gestern nicht gelesen.“, aber das ist ja auch nicht schlimm, sondern zeigt nur, dass ich meine Zeit eben anderweitig zum Entspannen genutzt habe. 🙂
Die Nacht war etwas arg kurz. Also, noch kürzer als sowieso schon. Eine gute Stunde nach dem Einschlafen bin ich nämlich wieder geweckt worden, weil Shandy auf die Bettdecke meines Mannes gepinkelt hatte. Eigentlich darf ich mich nicht beschweren, denn seitdem er krank ist, hat er kaum noch markiert (früher hingegen mehrmals am Tag), aber morgens um ein Uhr aufzustehen, um das Bett neu zu beziehen, die Matratze trocken zu legen und die ganze Bescherung in den Keller zu bringen, ist nicht gerade meine Vorstellung von einem erholsamen Einschlafen. Für heute Nachmittag plane ich jetzt schon fest ein kleines Sofaschläfchen ein!
Jetzt aber gibt es erst einmal eine schöne große Tasse Tee und einige Seiten in „Terrier“ von Tamora Pierce. Die erste Ladung Wäsche ist angestellt, die Brötchen fürs Frühstück backen im Ofen auf, Baltimore ist versorgt und mein Mann ist wieder ins Bett gegangen, so dass ich erst einmal meine Ruhe haben werde.
Diejenigen Mitleser, die gestern einen Beitrag für das gesamte Wochenende erstellt haben, habe ich schon am Ende des Posts verlinkt. Wer sonst noch mitmachen möchte, kann sich wie immer in den Kommentaren melden und wird dann in der Liste ergänzt.
Update 10:15 Uhr
Das Wetter ist so grau, dass ich heute morgen schon eine Kerze angezündet habe. Und bevor ich wieder zu „Terrier“ gegriffen habe, habe ich zum Frühstück (ist es nicht toll, dass es endlich wieder leckere Birnen gibt?! Frühstück mit Birnen ist perfektes Frühstück!) die zweite Kurzgeschichte aus „Westward Weird“ gelesen. „The Last Master of Aeronautical Winters“ von Larry D. Sweazy hat mir das Gefühl gegeben, als ob die Geschichte zu einer größeren Reihe gehören würde, aber ich kann sie keiner der Serien zuordnen, die der Autor auf seiner Homepage aufgeführt hat. Umso spannender, dass seine Einführung in die Welt bei mir dieses Gefühl erzeugt hat. Der Protagonist, Ethan Lockwood, ist der illegitime Sohn eines ungenannten Königs, der zwar eine jährliche Apanage erhält (solange er seine Herkunft nicht verrät), aber trotzdem immer wieder gezwungen ist, Geld zu verdienen, um seinen Lebensstandard finanzieren zu können. So führt ein Auftrag von Buffalo Bill den Mann und seinen Leibwächter Raul in die schwebende Stadt New Ithanca, wo das Böse herrschen soll. Die Geschichte ist locker geschrieben, der Protagonist war mir sympathisch, der Leibwächter so gut vorbereitet, dass ich gern mehr von ihm lesen würde, die Handlung unterhaltsam – und wenn es mehr über diese Figuren und die Welt gäbe, würde ich einen Versuch mit einem Roman von dem Autor wagen.
So sieht es übrigens aus, wenn ich kurz das Sofa verlasse, um im Keller die nächste Waschmaschine zu starten. Madame war gar nicht erfreut, als sie mir wieder Platz machen musste. Dafür liegt sie jetzt wieder auf meinen Schienbeinen und sorgt dafür, dass sich meine Knie anfühlen, als ob sie gleich durchbrechen würden. 😉
Update 13:15 Uhr
Inzwischen bin ich ein ganzes Stückchen mit „Terrier“ weitergekommen. Vielleicht fange ich heute sogar noch den zweiten Band an, nachdem ich jetzt so schön in der Geschichte und Welt wieder drin bin. Lustigerweise schreibe ich hier immer wieder Absätze über den Inhalt, weil es so viel gibt, was ich euch über das Buch erzählen mag, lösche die dann aber wieder, weil ich denke, dass das besser ausführlicher in einer Rezension dargestellt werden kann. Also verkneife ich mir meine Bemerkungen weiterhin und verfasse einfach heute Nachmittag oder Anfang der Woche eine Rezension zu dem Titel, in der ich euch all meine Gedanken mitteile.
Ansonsten steckt die zweite Ladung Wäsche im Trockner, die Katzen sind gefüttert, der FeedReader ist geleert, die Teilnehmer-Liste aktualisiert und ich greife jetzt erst einmal zum DS, um ein bisschen zu spielen.
Update 17:00 Uhr
Eigentlich wollte ich ja schön heute Nachmittag schlafen und zwischendurch habe ich mich wie Baltimore gefühlt, der schon den ganzen Tag nicht von seinem Kissen weggehen mag. Aber als ich dann wirklich einschlafen wollte, klingelte mein „die Wäsche ist fertig“-Wecker und nachdem ich stapelweise Handtücher zusammengelegt und verstaut hatte, war ich auch schon über den toten Punkt hinaus. Dafür nagte so langsam der Hunger an mir und hat mich dazu gebracht mir eine Zimt-Marzipan-Schnecke und zwei Mais-Plätzchen (in Ahornblatt-Form! Gebt es endlich zu! ;D) zu holen. Und weil ich nicht müde genug zum Schlafen, aber zu müde zum englischen Lesen bin, gab es dazu „Muminvaters wildbewegte Jugend“ von Tove Jansson. Das Buch will ich schon lange lesen und es ist perfekt für einen gemütlichen und entspannten Nachmittag (- auch wenn das Wetter vielleicht eher nach „Sturm im Mumintal“ verlangen würde).
Die Geschichte beginn damit, dass der Muminvater sich eine ganz schreckliche Erkältung einfängt – und als ihn dann noch die Vorstellung beunruhigt, dass er sterben könnte, ohne dass seine Familien von all seinen Abenteuern gehört hat oder dass sie gar die schon gehörten Erlebnisse vergessen könnten, beginnt er seine Memoiren aufzuschreiben. Sein Leben begann auf die schrecklichste Weise, denn er wurde – obwohl von Anfang an feststand, dass er ein Genie sein müsse – in einer schnöden Einkaufstasche vor einem Waisenhaus ausgesetzt! Einem Waisenhaus, in dem die kleinen Mumintrolle häufiger gewaschen als geschmust wurden und in dem es unnatürlich ordentlich war! Außerdem durfte man dort keine Krabbeltiere halten, es gab keine Geheimverstecke und war überhaupt unerträglich! Und jetzt muss ich bis zum Abendessen weiterlesen, um zu erfahren, wie es dem Muminvater so ergangen ist!
Update 22:30 Uhr
Bis es Zeit wurde zu Kochen habe ich wirklich noch weiter in „Muminvaters wildbewegte Jugend“ gelesen. Das Buch ist so niedlich und erholsam wie ich es erwartet hatte. Zwar kommt kein Muminband für mich an den ersten ran, aber bezaubernd fand ich bis jetzt alle Teile, die ich „wiederentdecken“ konnte.
Das Kochen hat heute etwas länger gedauert, da es ein Rote-Bete-Risotto gab – und die Rote Bete doch immer eine ganze Weile benötigt, um gar zu werden, bevor es mit dem „richtigen“ Risottokochen überhaupt losgeht. Ich könnte natürlich vorgekochte Rote Bete verwenden, aber das habe ich einmal versucht und fand den Geschmack im Vergleich wirklich enttäuschend.
Jetzt gibt es noch eine Internetrunde für mich – ich muss doch noch schauen, wie es euch den Abend über ergangen ist -, während mein Mann die erste Perry-Mason-Folge schaut (und mich damit nur ein winziges bisschen ablenkt, da ich die Serie wirklich gern mag) und dann wandere ich ins Bett. Morgen muss ich wieder früh raus und hab eine lange To-do-Liste vor mir. Ich hoffe, ihr hattet ein schönes Wochenende und habt morgen einen guten Start in die Woche!
Heutige Mitleser:
Ina (1000 Worte)
Kiya (mit Internetproblemen)
Ariana
Alysande (in den Kommentaren)
Hermia
Natira
Mila
Tessa
JED









