Schlagwort: Persönliches

Kleine Auszeit

Bevor sich einer von meinen Lesern Gedanken macht, kündige ich meine kleine Auszeit lieber an. 😉

Morgen bekomme ich für ein paar Tage Besuch und in der nächsten Woche stehen ein paar wichtige Termine an, die mich jetzt schon sehr beschäftigen. Da ich es bislang nicht geschafft habe, Posts vorzubereiten – abgesehen von einem schon vor einiger Zeit geschriebenen Beitrag für Sonntag -, und auch keine Zeit dafür finden werde, während mein Besuch da ist, bleibt es hier vermutlich bis zum Ende der kommenden Woche etwas stiller.

Urlaubswochenende

Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal verreist bin – wenn ich mal von der Fahrt zu den Schwiegereltern vor fast 1,5 Jahren absehe -, aber am Freitag habe ich mich todesmutig der Bahn anvertraut, um nach fünf Jahren endlich mal wieder eine Freundin zu treffen. Blöderweise war ich so geschickt und habe mir auf dem Weg zum Bahnhof einen Nerv eingeklemmt, so dass ich mich das ganze Wochenende über sehr vorsichtig bewegen musste, aber irgendwie läuft das immer so, wenn ich mal verreise. Ansonsten verlief die Hinfahrt ungewöhnlich unspektakulär und dank mehrerer Terminverschiebung meiner Freundin musste ich nicht einmal – wie vorher angekündigt – einige Stunden in Stuttgart totschlagen, bevor wir uns treffen konnten. So wurde ich mittags mit dem Auto am Stuttgarter Bahnhof abgeholt und nach Esslingen gefahren und konnte schon mal einen gründlichen Blick auf die Weinberge werfen, die die Stadt umgeben.

Ich muss gestehen, ich habe mich regelrecht in den Ort verliebt, denn so eine hübsche Fachwerk-Altstadt habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Auch die Wohnung meiner Freundin ist einfach bezaubernd: Eine verwinkelte kuschelige Dachwohnung, die direkt in der Altstadt neben einer heimeligen Einkaufsstraße liegt. Die Wohnung verfügt über viele gemütlichen Ecken, faszinierende Schrägen und bietet einen tollen Blick über die Dächer der Stadt bis zu den Weinbergen. Und trotz der zentralen Lage (und einer Veranstaltung in der Stadt) ist es das ganze Wochenende wunderbar ruhig in der Wohnung gewesen!

Den Freitagnachmittag hat meine Freundin dann genutzt, um mir einen ersten Blick auf die Innenstadt zu gönnen. Die Sonne schien ganz wunderbar, die Fachwerkhäuser wirkten alle so muckelig und die ganze Stadt wimmelte nur so vor bezaubernden kleinen Geschäften. Mit der Kamera in der Hand habe ich mich wie ein ganz normaler Tourist benommen und ganz viele Schnappschüsse gemacht. Gekrönt wurde der Stadtbummel dann noch von einem sehr leckerem Rharbarbertörtchen und einer besonders guten Heißen Schokolade – eigentlich wollten wir am nächsten Tag noch einmal in das Café gehen, aber leider haben wir das nicht mehr geschafft. Später am Abend wurde ich dann liebevoll bekocht und wir haben bis tief in die Nacht geschwatzt. Nach so vielen Jahren, in denen wir uns nur alle paar Monate mal am Telefon ausgetauscht haben, war doch ein bisschen was aufzuholen.

Samstags begann dann der Esslinger Frühling und als wir nach einem geruhsamen Frühstück die Innenstadt enterten, wimmelten die Straßen schon vor lauter Leuten, die sich die diversen Stände angucken wollten. Bei dem Aprilwetter haben aber nicht viele von ihnen sehr lange durchgehalten, denn bei den heftigen Schauern war man schnell bis auf die Haut durchnässt. Besonders für die Standbetreiber muss das ärgerlich gewesen sein, denn abgedeckte Auslagen guckt man sich so schnell ja doch nicht an und bei dem Wetter stundenlang unter einem kleinen Zeltdach zu stehen, ist auch nicht so besonders gemütlich. Wir hingegen haben uns irgendwann ein leckeres Eis gegönnt (wobei die erste Portion von der Bedienung mit Schwung auf meiner Hose platziert wurde) und sind erst weitergeschlendert als der schlimmste Regen vorbei war …

Und da auch der Samstag wieder sehr spät endete, haben wir den Sonntag geruhsam in der Wohnung meiner Freundin verbracht bis ich am Nachmittag wieder aufbrechen musste. Nur das deutliche Kürzen meiner Haare hätten wir vielleicht nicht gerade auf Sonntagmittag legen sollen, weil die letzten Korrekturen an meinem neuen Haarschnitt von meiner Freundin mit einem leicht panischen Blick auf die Uhr durchgeführt wurden. Denn während des Wochenendes hatte ich mir überlegt einen Zug früher nach Stuttgart zu fahren, weil die von der Bahn angedachte Zeit zum Umsteigen mir mit dem kaputten Rücken etwas knapp erschien. So musste ich etwas früher los – wobei ich dank Verspätung des ersten Zuges dann doch wie ursprünglich geplant in Esslingen abgefahren bin und dann mit meinem Gepäck quer durch den Stuttgarter Bahnhof hetzen durfte. Von diesen Minuten abgesehen verlief die Heimfahrt ohne weitere Zwischenfälle (auch wenn ich auf die Unterhaltung durch meine Mitreisenden hätte verzichten können, die sich ernsthaft und etwas wirr über Astrologie, Naturheilkunde und ähnliche Themen austauschten, während ich mein Buch beenden wollte) und an meinem Heimatbahnhof wurde ich schon von meinem Mann erwartet, der für den restlichen Weg den Gepäckträger spielte.

Nach dem Wochenende hoffe ich sehr, dass ich es nicht erst wieder in fünf Jahren zu meiner Freundin schaffe. Das Wiedersehen war so schön und diese wenigen Tage waren voller neuer Eindrücke und gemütlicher und erholsamer Moment, dass ich mich schon sehr auf meine nächste Reise in diese Richtung freue!

Wenn das Buch stinkt …

Ich weiß nicht, ob ich damit alleine stehe, aber der Geruch eines Buches spielt für mich beim Lesen auch eine Rolle. Nein, ich bin keine von den Leserinnen, die genussvoll den Leimgeruch aufsaugen und in den Farbdämpfen schwelgen, ich bin nur so geruchsempfindlich, dass ich bestimmte Duftnoten nicht in meiner Nähe ertragen kann. Bei neuen Büchern ist das in der Regel kein Problem, denn selbst intensiver Leim- und Farbgeruch verfliegt nach spätestens ein paar Tagen.

Auch bei Bibliotheksbücher hält sich die Geruchsbelästigung in der Regel in Grenzen. Die Bücher sind selten lange genug in einem Haushalt, um einen wirklich prägnanten Geruch anzunehmen. Selbst Zigarettenrauch, den ich wirklich widerlich finde, ist bei Bibliotheksbüchern selten so durchdringend, dass ich ein Buch nicht lesen kann. Eigentlich haben Bibliotheksbücher – wenn sie nicht ganz neu im Bestand sind – eher einen leicht muffigen „Lagergeruch“, der zwar nicht wirklich schön aber irgendwie vertraut und durchaus erträglich ist.

Bei gebrauchten Büchern hingegen ist es schon etwas anderes. Die befinden sich normalerweise lange genug in einem Haushalt, um typische Düfte anzunehmen. So habe ich schon Romane in die Finger bekommen, die so extrem nach Haarspray gerochen haben, dass mir beim Aufschlagen Tränen in die Augen gestiegen sind, andere Exemplare wiederum bringen eine Mischung aus Kochdüften oder ähnlichem mit. Mir ist bewusst, dass ich da besonders empfindlich bin, aber ich mag eben keine Niesattacken oder tränenden Augen. Ich habe auch unseren Baltimore die ersten Tage nach seinem Einzug kaum auf meinem Schoß ertragen, weil sein Fell nach dem Parfüm seiner Vorbesitzerin gestunken hat. Aus diesen Gründen greife ich nur ungern zu gebrauchten Büchern, auch wenn ein Massenleser wie ich damit eine Menge Geld sparen würde.

Aktuell habe ich ein Problem mit einem Roman, den mir meine Mutter ans Herz gelegen hat. Meine Mutter liest viel und gerne, redet aber normalerweise nicht über die gelesenen Sachen. Bei dieser Geschichte („Cleo“) hingegen war es anders: Sie hat das Buch ausgelesen, zum Telefonhörer gegriffen und mir den Roman ans Herz gelegt, weil er sie so berührt hatte. Und obwohl ich nicht so gerne Tiergeschichten, habe ich bei all dieser Begeisterung zugesagt, dass ich das Buch lesen würde.

Kurz darauf traf eine Büchersendung bei mir ein und schon der Umschlag roch nach Zigarettenrauch. Meine Eltern sind beide starke Raucher und dementsprechend haftet der Geruch an dem Roman. Inzwischen habe ich das Buch zwei Wochen lang in meiner Küche liegen gehabt, weil ich hoffte, dass Wasserdampf und Essensgerüche etwas gegen den Zigarettengeruch ausrichten könnten. Weitere zehn Tage liegt das Buch nun im Wohnzimmer auf der Fensterbank und wird dem Dauerluftzug des Fensters, ebenso ausgesetzt wie den regelmäßigen Lüftungsrunden, aber ich kann es immer noch nicht in der Hand halten ohne Niesattacken zu bekommen. Wenn das Buch nicht bald etwas geruchsärmer wird, dann muss ich es wohl ungelesen zurückschicken, was ich schade fände. Nicht, weil ich denke, dass ich groß etwas verpassen würde, sondern weil es so selten ist, dass meine Mutter sich begeistert mit mir über etwas unterhalten will.

Wenn ihr also noch ein paar (möglichst „unchemische“) Tipps für mich hättet, um den Geruch aus dem Buch zu bekommen, dann wäre ich sehr dankbar! Aber vielleicht bin ich auch wirklich die Einzige, die sich in dieser Beziehung so anstellt und ihr habt damit noch nie Probleme gehabt.

Frohes neues Jahr!

Ich hoffe, dass ihr alle den Übergang von 2011 zu 2012 so angenehm wie möglich verlebt habt!

Wir haben auch dieses Jahr den Jahreswechsel gemütlich verbracht, haben am Nachmittag eine weitere Runde mit dem Brettspiel „Arkham Horror“ gewagt (welche dieses Mal deutlich schneller ging als beim ersten Versuch), haben abends ein leckeres Spinat-Sahne-Fondue genossen (zum Jahresanfang gibt es Pasta mit der restlichen Sauce 😉 ) und dann habe ich mich mit dem Leeren meines Feed-Readers beschäftigt und die Katzen im Auge behalten, während mein Mann das Jahr mit einer „entspannten“ Runde „Dark Souls“ beendete.

Da schon seit zwei Tagen immer wieder Böller zu hören sind, haben die Katzen das Feuerwerk einige Stunden lang recht stoisch ertragen, nur zur Mitternacht wurden die Tiere dann doch etwas gestresster, da man dann deutlich gemerkt hat, dass nun größeres Feuerwerk in Deutschland verkauft werden darf. Da wir von keinem unserer Fenster aus einen guten Blick auf den Nachthimmel hatten, fühlte sich der Jahreswechsel ein bisschen an wie ein Kriegsfílm mit Schnellfeuer im Hintergrund und Schießpulverrauch in der Luft.

Für 2012 wünsche euch viel Glück, Gesundheit, schöne Bücher, gemütliche Lesezeit und viele wunderschöne und erinnerungswürdige Erlebnisse!

Schatz, reichst du mir bitte mal den Ghoul?

Nachdem mein Mann zu Weihnachten das Brettspiel „Arkham Horror“ geschenkt bekomme hat, welches auf den Werken von H. P. Lovecraft basiert, haben wir gestern endlich Zeit gefunden, um es einmal auszuprobieren. Da wir beiden die Geschichten des Autors sehr mögen, waren wir wirklich neugierig – ich muss aber auch zugeben, dass ich vor dem komplexen Regelwerk etwas zurückschreckte. Trotzdem mussten wir das Spiel natürlich antesten und so wurde der Wohnzimmertisch mittags von mir komplett abgeräumt (bei der Gelegenheit habe ich dann auch meine Geschenke fotografiert und kurz darauf noch mein SuB-Regal umsortiert) und gegen 15 Uhr haben wir dann angefangen, das Spiel aufzubauen.

Anfangs ist es nicht gerade leicht, den entsprechenden Platz für die verschiedenen Kartenstapel, Kleinteile, Monster und sonstigen Elemente zu finden, aber irgendwie waren wir nach einer knappen Stunde soweit, dass wir nicht nur alles auf dem Tisch (und dem Beistellhocker) untergebracht und uns mit unseren Charakteren angefreundet hatten, sondern auch eine Vorstellung vom Spielablauf hatten. Ich muss allerdings zugeben, dass man beim ersten Durchlauf das Gefühl hat, dass man an so viele Sachen gleichzeitig denken und so viele Schritte in der richtigen Reihenfolge machen muss, dass dieser erste Durchlauf nicht nur ziemlich lange dauerte, sondern auch ganz schön anstrengend war.

Kurz darauf konnte man dann Gespräche in unserem Wohnzimmer verfolgen, die so nette Sätze beinhalteten wie „Schatz, reichst du mir bitte mal den Ghoul?“, „Ich habe vergessen, mir ein Gehirn zu geben!“, „Das kostet mich jetzt fünf Monster, oder?“, „Würfel mal für deinen Segen“, „Nicht schon wieder ein Kultist!“, „Murphy bringt mir zwei Würfel!“ oder „Hatten wir schon das mystische Ereignis?“ (für Kenner des Spiels: Das bezog sich auf die Mythoskarten!). Es hat wirklich viel Spaß gemacht, aber im Laufe der nächsten Stunden hatten wir wirklich das Gefühl, unsere Köpfe würden anfangen zu rauchen. Außerdem waren wir so ins Spiel vertieft, dass wir unsere Essenszeit total verpasst haben und erst das eintretende Schwindelgefühl hat dann dafür gesorgt, dass wir gegen 19:30 Uhr eine Pause gemacht haben.

Dabei musste mein Mann allerdings, während ich gekocht habe, im Wohnzimmer bleiben, damit die Katzen nicht die verlockenden Kleinteile in die Pfoten bekommen konnten. Ich fühlte mich im Laufe des Spiels ehrlich gesagt oft genug, als ob man mir ein „Fummelbrett“ (für die Nichtkatzenbesitzer: Bretter mit unterschiedlichen Öffnungen und Hindernissen, die mit Leckereien oder Spielzeug gefüllt werden, damit die Katzen beschäftigt sind) vorgesetzt hätte, während ich mit Gehirnen, Herzen, Hinweismarkern und ähnlichen Teilchen jonglierte. Nach ungefähr zwei Stunden Pause haben wir dann weitergespielt. Mein Mann meinte zu dem Zeitpunkt, dass es eigentlich in drei Runden vorbei sein könnte, aber dank einer glücklich gezogenen Karte verschwanden all die Monster vom Spielbrett und wir bekamen eine neue Chance gegen den Großen Alten …

Insgesamt haben wir fast genau sieben Stunden mit „Arkham Horror“ verbracht, bis wir siegreich aus der Schlacht gingen, und fielen dann mit dem Kopf voller Regeln, Monster und Hinweismarker erschöpft ins Bett. Es hat wirklich Spaß gemacht, auch wenn es höllisch lange dauerte. Morgen starten wir eine neue Runde – in der Hoffnung, dass wir dieses Mal nicht so häufig Regeln nachschlagen müssen und die Herausforderung etwas zügiger bewältigt bekommen. Und Anfang des nächsten Jahres werden wir wohl endlich den lang geplanten Beistelltisch besorgen, damit wir den auch beim Spielen benutzen können …

Nach Weihnachten …

Aus meinem Weihnachtspost und diversen Kommentaren konnte man ja schon herauslesen, dass unsere Feiertage sehr geruhsam und gemütlich verlaufen sind. Ich genieße die Zeit mit meinem Mann, dieses Gefühl von „Urlaub“ und dass ich gerade kaum am PC sitze, wo ich doch sonst einen Großteil meines Tages zu finden bin.

Trotzdem habe ich das Gefühl, ich sollte mal wieder ein „Lebenszeichen“ posten und außerdem mag ich ja auch zeigen, wie buchlastig meine Weihnachtsgeschenke in diesem Jahr waren. Ich muss aber auch zugeben, dass ich meinen Wunschzettel bewusst mit Büchern gefüllt hatte – und zum Glück gab es auch so einige Menschen, die mir meine Wünsche erfüllt haben.

So darf ich mich über Band 3-5 der Rachel-Morgan-Romane freuen (die ersten beiden Bücher habe ich vor über einem Jahr zum Geburtstag bekommen – wird Zeit, dass ich mal ein sehr langes Rachel-Morgan-Wochenende starte), außerdem gab es den letzten Band der Krimireihe von Deborah Crombie (eine der wenigen Autorinnen, deren Romane ich mit dem ersten Band für mich entdeckt habe und die ich nach all den Jahren immer noch mit viel Vergnügen lese) und „Der magische Dieb“, welcher mich schon mal bei einem Leserausch begleitet und sich so einen Platz auf meinem Wunschzettel ergattert hatte.

Dann gab es noch Lesefutter für die kommende English-Challenge – ich hoffe nur, dass ich die drei Bände auch wirklich auf drei Monate verteilt bekomme und so richtig auskosten kann. Denn ein erster Blick in „Sorcery and Cecelia“ hat mir schon so gut gefallen, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Aber bei einer an Jane Austen und Georgette Heyer angelehnten fantastischen Geschichte, die zur Hälfte von einer meiner Liebingsautorinnen (Patricia C. Wrede) geschrieben wurde, war ja auch zu erwarten, dass ich schnell davon gefesselt bin. Hach, ich freu mich so, dass diese drei Titel mir endlich gehören und dass mein Mann es sogar geschafft hat, drei zueinander passende Ausgaben zu finden! 🙂

Und drei „nichtbuchige“ Geschenke:
„Pocketknife“ von Kat Frankie – die Sängerin habe ich über TV Noir entdeckt und weil ich die Stimme wirklich faszinierend finde, wollte ich gern eine CD von ihr haben.
„Man From Another Time“ von Seasick Steve – der war mir in irgendeiner Sendung auf einem dritten Programm über den Weg gelaufen und mir hatte der Song gefallen, den ich da von ihm gehört habe.
Beide CDs sind sehr unterschiedlich, gefallen mir aber so gut, dass ich weitere Titel der beiden Interpreten auf meinen Wunschzettel gepackt habe. 😉 Und dann gab es mit „Stirb schön mit Shakespeare“ noch den fünften Teil der „van Dusen“-Hörspiele, womit ich diese tolle Krimi-Reihe (bis zum Januar) auf dem aktuellen Stand habe.

Zuletzt gab es noch ein Suppenkochbuch, welches mir vor einiger Zeit empfohlen wurde. Ich mag gerade im Winter „Löffelessen“ und beim ersten Durchblättern habe ich schon so einige Rezepte gefunden, die ich in nächster Zeit ausprobieren muss. Die Brokkolicremesuppe mit einem Topping aus leicht gesalzener Sahne und Zimtmandeln hat gestern schon mal sehr gut geschmeckt:

Einen Nachteil haben all die Buchgeschenke allerdings: Ich werde in den nächsten Tagen meinen SuB mal gründlich durchgucken und ausmisten müssen, damit ich die Bücher noch unterbekomme. Aber vielleicht ist es gar nicht schlecht, wenn ich ins kommende Jahr mit einem entschlackten SuB starte. 😉

Frohe Feiertage!

Auch wenn der erste Schnee in diesem Jahr (bei uns) nur kurz angehalten hat und schon längst wieder weggetaut ist, hoffe ich, dass ihr alle ein paar gemütliche und friedliche verbringen könnt. Egal, ob ihr inmitten einer trubeligen Familie, zu zweit, allein oder in der Gesellschaft eurer Haustiere seid:

Genießt das Weihnachtswochenende,
lasst euch beschenken, erholt euch vom Alltagstrubel
und habt eine schöne Zeit!

Wir sind in diesem Jahr mit allem früh dran gewesen. Am 14. Dezember haben wir die letzten Weihnachtspakete verschickt und am 23. Dezember haben wir die letzten Lebensmitteleinkäufe erledigt. Die Wohnung ist sauber und aufgeräumt, die Katzen sind extragründlich gebürstet, das Essen ist vorgekocht, der Tisch ist weihnachtlich geschmückt und die Geschenke liegen bereit. Jetzt bleibt und nur noch eins übrig: Entspannt miteinander auf dem Sofa sitzen und die kommenden Tage genießen.

Im Laufe des Abends werden wir in Ruhe die vielen Geschenke von unseren Lieben auspacken, uns an den vielen Grüßen erfreuen und zum Telefon greifen, um ein paar Worte mit  unseren Familien zu reden. Ich hoffe sehr, dass für euch die Feiertage ebenso stressfrei und schön verlaufen werden wie für uns!

Verwöhntag für die Winterkatze …

… oder auch der runde Geburtstag.

Da ich der Meinung bin, dass man seine Geburtstage rundum genießen soll, habe ich den 25. November schon vor Jahren zu meinem persönlichen „Verwöhntag“ bestimmt. Das bedeutet auch, dass ich mir an dem Tag – wenn möglich – frei nehme und keine Besucher einlade, für die ich die Wohnung herrichten, kochen und ähnliches tun müsste.

Also habe ich den gestrigen Freitag mit gemütlichem Räkeln im Bett begonnen, bin erst vormittags ins Wohnzimmer gewandert und habe dort die Geschenke von meinem Mann und meinen Eltern ausgepackt. Dann habe ich mir ein Stück Napfkuchen zum Frühstück gegönnt und dabei die Briefe gelesen, die in den letzten Tagen schon eingetrudelt sind.

Zu sehen, wie viele Leute an einen denken, ist doch das Schönste an Geburtstagen. Wobei ich die beiliegenden kleinen und großen Geschenke und die Gutscheine, die mir brieflich oder mündlich (am Telefon) überreicht wurden, auch sehr genießen kann. 😉 Und da gestern auch regelmäßig das Telefon klingelte, der Mailaccount Posteingang meldete oder das Chatfenster sich regte, habe ich viel mit meinen Freunden und meiner Familie reden können, auch wenn keiner von ihnen direkt bei mir war.

Ein besonders süßes Geschenk geht auf meine phasenweise auftretende Krimileidenschaft ein. Die Krimi-Mints in der kleinen Dose sollen bestimmt gegen den Geruch von Blut und Verwesung helfen, der bei besonders bildhaften Beschreibungen aufkommt. ;D Während das Lesezeichen mit den Fingerabdrücken einem (laut Beschreibung auf der Hülle) eine Atempause an besonders spannenden Stellen verschaffen soll. Ich bin übrigens ganz verliebt in den kleinen Revolver am Ende des Bandes. Ich muss mir nur noch überlegen, wie ich die Katzen davon abhalten kann, mit dem mörderischen Ding zu spielen, wenn es in meinem aktuellen Krimi steckt.

Bücher gab es für mich dieses Mal erstaunlich wenig und vor allem keine für den SuB, da die heißersehnte Jane-Austen-Box direkt in den Bestand wandert, weil ich die Titel alle schon kenne. Aber ich freue mich total darüber, dass ich die Romane nun in zueinander passenden und – angeblich besonders gut übersetzten – Ausgaben habe!

Und die restlichen Geschenke werden mich in den kommenden Abenden über das unglaublich schlechte Fernsehprogramm hinwegtrösten. Ich habe eine absolute Schwäche für Ghibli-Filme, und als ich hörte, dass von ihnen die Geschichte rund um die Borger (ich habe die allerdings immer als Borgmännchen in Erinnerung, von einer Schallplatte, die mein Cousin als kleines Kind hatte – keine Ahnung, ob ich mich da täusche oder ob das damals wirklich anders übersetzt wurde) umgesetzt wird, musste ich die DVD doch ganz oben auf meinen Wunschzettel setzen. Auch die „Van Dusen“-Hörspiele liebe ich und bin froh, dass nach dem ersten Teil (im letzten Jahr zum Geburtstag) und Teil 2 (zu Weihnachten 2010) nun der dritte Teil bei mir eingezogen ist. Wer weiß, vielleicht klappt es ja mit dem folgenden Hörspiel zu Weihnachten, wenn ich ein paar dezente Hinweise bei meinem Mann hinterlasse. 😉

Besonders freue ich  mich aber über „Ōkamiden“! Wir haben vor einigen Jahren begeistert „Ōkami“ auf der Playstation gespielt und waren hingerissen von der ungewöhnlichen und wunderschönen Grafik und dem Spielprinzip. Als dann „Ōkamiden“ angekündigt wurde, war ich ganz heiß auf das Spiel, aber irgendwie hat es mit dem Kauf nie geklappt – und irgendwann gab es das Spiel online nur noch zu absoluten Mondpreisen und ich dachte schon, dass das nichts mehr werden würde. Mein (gemeiner) Mann hat mir dann in den letzten Wochen jegliche Hoffnung geraubt, indem er vorgab, dass er das Spiel nicht mehr hätte bekommen können. Zum Glück stellte sich gestern morgen heraus, dass er im örtlichen Elektronikmarkt das letzte Spiel zum offiziellen Verkaufspreis erwischen konnte. Im Moment versuche ich noch, mir „Ōkamiden“ etwas einzuteilen und die Grafik und die Geschichte bewusst zu genießen. Wenn ihr aber in den nächsten Tagen von mir keine Blogbeiträge, Kommentare oder sonstige Lebenszeichen bekommt, dann bin ich dem Spiel endgültig verfallen. 😉

Leider habe ich es nicht geschafft, ein einigermaßen appetitliches Tortenfoto zu machen, aber ich habe mir gestern die Freiheit genommen und das Milchprodukteverbot meiner Ärztin ignoriert und nachmittags ein großes Stück Marzipantorte genossen. Und da mein Mann nach all den Überstunden in den letzten Wochen auch etwas erholungsbedürftig war, haben wir den Abend kulinarisch mit einer Lieferpizza ausklingen lassen. 😀

Es war ein rundum schöner Tag, den ich wirklich genossen habe. Und dank des Wellness-Gutscheins und des gesponserten Kurztrips in den Süden werde ich noch mehr „Verwöhntage“ genießen dürfen. Vielen lieben Dank an alle, die so lieb an mich gedacht haben!

Wochenend-Endspannung

In den letzten Wochen war ich ganz schön gestresst und eigentlich hatte ich gehofft, dass das Anfang bis Mitte November vorbei sein würde. Zwar habe ich zwar für die nächsten zwei Wochen recht wenige Termine, aber dafür will meine Konzentrationsfähigkeit nicht so mal eben wieder zurückkommen. Also versuche ich gerade die Wochenenden so erholsam wie möglich zu gestalten.

Das bedeutet, dass Wochenendeinkauf und Haushalt so schnell wie möglich am Vormittag erledigt werden  und ab dem Nachmittag geht es mit einem Buch aufs Sofa. So sah das am Samstag bei mir aus:

Eigentlich hatte ich mich zwar mit Katrin von den BuchSaiten zu einer Mini-Leserunde mit „Libri Mortis – Flüsternde Schatten“ verabredet, aber die musste kurzfristig abgesagt werden. So dachte ich, dass es eine gute Gelegenheit wäre endlich mit dem dritten Teil der „Magierdämmerung“ anzufangen. Aber letztendlich packte mich die Lust nicht. Ich fand den ersten Band toll, den zweiten sehr unterhaltsam, wenn die Handlung auch etwas im Kreis lief (was bei einem zweiten Teil einer Trilogie leider häufiger passiert), und hatte mich eigentlich auf den Abschluss der Reihe gefreut. Trotzdem habe ich dann lieber kurzfristig einen historischen Liebesroman dazwischen geschoben, weil es bei dem nicht so schlimm ist, wenn ich nach drei Seiten feststelle, dass ich nicht ganz so aufmerksam bei der Handlung dabei war.
Oh, und wenn ihr euch fragen solltet, was da auf dem Teller liegt: Wikinger-Röllchen. Von meinem Mann mit den Worten gekauft „Die sind so ekelhaft, die musst du probieren!“. Mit dem „ekelhaft“ hatte er recht, auf das Probieren hätte ich verzichten können! Vor allem die billige Marzipanhülle (unfassbar süß und sie knirschte zwischen den Zähnen!) war nur mit großen Schlucken sehr starken Tees erträglich – ich habe nach zwei Teströllchen aufgegeben und meinem Mann den Rest des Tellers überlassen.
Alles in allem war der Samstag eigentlich recht erholsam und deshalb dachte ich, dass ich am Sonntag (nach einem etwas geschäftigerem Vormittag) doch mit dem Programm weitermachen sollte. Doch statt einen neuen Versuch mit der „Magierdämmerung“ zu starten, habe ich lieber dazu gegriffen:
Als wir vor einer Woche unsere ganzen Kisten durchwühlt haben, bin ich auch auf ein paar restliche Wollknäuele gestoßen. So viel also zu meiner gerade ein paar Tage vorher getätigten Aussage, dass ich all meine Wolle aufgestrickt hätte. Aber beim Blick auf die Reste wurde mir auch klar, warum ich die verdrängt hatte. Die Farben entsprechen nicht meinem Geschmack, weil ich die Wolle für Auftragssocken besorgt hatte, es sich meine Auftraggeberin dann aber anders überlegt hatte. Trotzdem habe ich gestern mit dem Stricken angefangen, weil man Socken ja immer gebrauchen kann, weil ich es vermisst habe, etwas mit den Händen zu machen, weil dafür die Konzentration locker ausreicht und es eine so schöne Tätigkeit beim Hörbuchhören oder Gucken von seltsamen abendlichen Kochensendungen ist. Vielleicht finde ich ja so meine Konzentrationsfähigkeit wieder … 😉