Alle Artikel von Konstanze

SuB-Zuwachs im März

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber die Kombination aus Monatsanfang und „Verwöhnbedarf“ ist für mich immer gefährlich. Und weil ich in den letzten Tagen besonders anfällig für Versuchungen war, landen heute vier neue Bücher auf meinem (englischen) SuB:

Seanan McGuire: Midnight Blue-Light Special (InCryptid #2)
(Eine Vorbestellung, nachdem mir „Discount Armageddon“ gut gefallen hatte.)
Juliet Blackwell: A Cast-Off Coven (A Witchcraft Mystery #2)
Juliet Blackwell: Hexes and Hemlines (A Witchcraft Mystery #3)
Juliet Blackwell: In A Witch’s Wardrobe (A Witchcraft Mystery #4)
Jetzt hoffe ich nur, dass ich die weiteren drei Bände der „Witchcraft Mystery“-Reihe ebenso unterhaltsam finde wie „Secondhand Spirits“. 😉

Rhys Bowen: A Royal Pain

Für meine persönliche English-Challenge habe ich im März „A Royal Pain“ gelesen, nach „Her Royal Spyness“ der zweite Band mit der sympathischen Lady Georgiana. Auch zu Beginn dieses Buches startet die Geschichte sehr gemächlich. Der Leser wird noch einmal in Georgies Welt eingeführt, erfährt, dass sie an 34. Stelle der Thronfolge steht, dass ihre Mutter eine lebenslustige Schauspielerin ist und dass Georgie zwar im repräsentativen Stadthaus der Familie in London lebt, aber so arm ist, dass sie sich als Hausmädchen für besondere Gelegenheiten engagieren lässt.

Unter diesen Umständen ist es kein Wunder, dass Georgie nicht gerade begeistert ist, als die Königin ihr eine bayrische Prinzessin als Hausgast aufs Auge drückt. Aber gegenüber der Königin kann sie schlecht „nein“ sagen – vor allem, da sie befürchten muss, in eine ungewollte Stellung abgeschoben zu werden, wenn die Königin dahinter kommt, unter welchen Umständen Georgie lebt. So muss die junge Lady all ihren Einfallsreichtum zusammenkratzen, um ohne Geld genügend Lebensmittel und Personal aufzubringen, um eine deutsche Prinzessin standesgemäß zu versorgen. 
Aber das ist nicht die größte Herausforderung, der sich Georgie stellen muss. Denn die kleine Prinzessin Hanni hat ganz eigene Vorstellungen von den Vergnügungen, die sie in der fremden Großstadt erleben will. Auch ist die ausländische Dame den britischen Gentlemen nicht abgeneigt und hat ein etwas eigenwilliges Verständnis von Besitz. Als dann noch ein netter junger Mann auf einer Party zu Tode kommt, die von Georgie und Hanni besucht wurde, eine weitere Leiche in einer Buchhandlung auftaucht und das Risiko besteht, dass es zu einem ernsthaften internationalen Zwischenfall kommt, wird Georgie von der Queen aufgefordert eigene Ermittlungen anzustellen.
Eigentlich könnte ich hier jetzt meine Meinung zum ersten Teil reinkopieren und so stehen lassen. Denn auch den zweiten Band fand ich unterhaltsam, wenn auch einigen Kritikpunkten zu nennen sind. Georgie stellt sich nicht mehr gar so unbeholfen an wie in „Her Royal Spyness“, aber es gibt immer noch einige überspitzte Situationen, denen es ein wenig an Realismus mangelt. Dafür mag ich die Figuren – und liebe sämtliche Szenen mit der Queen – und das Setting liegt mir auch. In „A Royal Pain“ sind mir einige Charaktere zwar schon fast zu lebenslustig (bei einer Hausparty überkam mich irgendwann das Gefühl, dass da anscheinend Nacht für Nacht ein hübsches Bettchen-wechsel-dich gespielt wird), aber da sich die Beschreibungen in Grenzen halten und der Fokus der Geschichte doch auf Georgie, ihrem adeligen Gast und den Mordfällen liegt, konnte ich damit leben.
Der Kriminalfall an sich ist nicht gerade herausfordernd (ein paar „dezente“ Hinweise hätten ruhig etwas weniger auffallend platziert werden können), aber er bietet Raum für amüsante Momente, sowie für einige Anspielungen auf Politik und Gesellschaft der 30er Jahre. Schön finde ich auch die Veränderungen, die man nach und nach an Georgie bemerken kann. So sorgt ihre finanzielle Situation dafür, dass sie Erfahrungen macht, die von anderen adeligen Damen nicht geteilt werden und deshalb auch viel kritischer mit ihren Standesgenossen umgeht. Ich bin gespannt, wie Georgie sich weiterhin entwickeln und wie die Autorin mit den kommenden politischen Veränderungen umgehen wird. 

März-SuB 2013

Der Februar war eindeutig ein seltsamer Lesemonat. Anfangs lief es noch ganz gut und dann reichte meine Aufmerksamkeit nur noch für eine intensive „Schundrunde“. So komme ich auf 23 gelesene „Bücher“ – darunter 16 Edgar-Wallace-Geschichten, die zwischen 86 und 276 Seiten lang waren und die ich zwischen dem 20. und 27. Februar gelesen habe – und 2 Manga. Für Hörbücher oder Hörspiele hatte ich keine Ruhe, ebenso fehlte mir die Muße für mein Februar-Vorhaben. Dafür kommt der Leih-SuB in diesem Monat wieder auf die Vorhabenliste und ich nehme mir (wie schon im Januar) vor, dass ich den SuB um 5 Titel erleichtere.


A (3)
Ben Aaronovitch: Schwarzer Mond über Soho
Ariette Aerts: Zwischenwelten
Tim Akers: Das Herz von Veridon

B (7)
Quentin Bates: In eisigem Wasser
Quentin Bates: Kalter Trost
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Bettina Belitz: Dornenkuss
Jenna Black: Rosendorn
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud  

C (1)
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)

D (4)
John Dickinson: Das Kind des Schicksals
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften
Rebecca Drake: Still sollst du sterben  

E (0)
–

F (10)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Alex Finn: Beastly
Gayle Forman: Wenn ich bleibe
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Alan Dean Foster: Quofum
Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym
Earlene Fowler: Tödliche Schatten

G (1)
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (4)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung
Mark Hodder: Der kuriose Fall des Spring Heeled Jack

I (1)
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

J (1)
P.D. James: Ein makelloser Tod

K (5)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Celine Kiernan: Schattenpfade
Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung

L (1)
Siri Lindberg: Nachtlilien

M (3)
Chris Marten: Hydra
Christoph Marzi: Lyra
Boris Meyn: Die Schattenflotte

N (2)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter

O (0)
–

P (5)
Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
Renata Petry: Hilgensee
Bernd Perplies: Magierdämmerung – In den Abgrund
Ursula Poznanski: Saeculum
Chris Priestley: Mister Creecher

Q (0)
–

R (12)
Jennifer Rardin: Man lebt nur ewig
Sarah Rayner: Das Licht des frühen Tages
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
Mike Resnick: Mallory und der Taschendrache
Ransom Riggs: Die Insel der besonderen Kinder (Leserunde)
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre

S (8)
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (10)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 2 – Der Palast des Poseidon
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 3 – Der gläserne Fluch
P.J. Tracy: Der Köder
P.J. Tracy: Mortifer
P.J. Tracy: Memento
Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

U (0)
–

V (1)
Uwe Voehl: Tod und Schinken

W (5)
Danny Wallace: Auf den ersten Blick
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Gabriele Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Gabriella Wollenhaupt: Grappa und die keusche Braut
Elizabeth Woods: Caras Schatten

X (2)
Xinran: Gerettete Wort
Xinran: Wolkentöchter

Y (1)
Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

Z (0)
–

87 Titel auf dem SuB

Englischer SuB:

Juliet Blackwell: A Cast-Off Coven (A Witchcraft Mystery #2)
Juliet Blackwell: Hexes and Hemlines (A Witchcraft Mystery #3)
Juliet Blackwell: In A Witch’s Wardrobe (A Witchcraft Mystery #4)

Rhys Bowen: A Royal Pain
Tanya Huff: The Complete Keeper Chronicles
Seanan McGuire: Midnight Blue-Light Special (InCryptid #2)
Kelly Meding: Another Kind of Dead
Kelly Meding: As Lie the Dead
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Mastiff (The Legend of Beka Cooper #3)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)
Tamora Pierce: Tortall and other Lands

8 Titel auf dem englischen SuB

(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)

[Übersetzungsirritation] Edgar Wallace: Der viereckige Smaragd

Dank der „urheberrechtsfreien Ausgabe“ des „Projekt Gutenberg“ habe ich in den letzten Tagen „Der viereckige Smaragd“ von Edgar Wallace angefangen. Ich finde die trashigen Geschichten des Autors immer wieder wunderbar erholsam, auch wenn sie inhaltlich von sehr schwankender Qualität sind. Übersetzt wurde dieser Titel von Ravi Ravendro, und schon bei den ersten Zeilen fühlte ich mich von einem ganz bestimmten Wort irritiert.

Doch erst einmal müsst ihr euch die Atmosphäre zu Beginn des Buches vorstellen:
Ein trüber Februarnachmittag, eine elegante Lady, die durch die langen Samtvorhänge ihres Salons auf den Schneeregen vor dem Fenster späht, während im Kamin das Feuer prasselt. Alles in diesen ersten Absätzen weist auf England, auf Adelskreise, gehobene Wohnqualität und ähnliches hin – und dann betritt der „Hausmeister“ den Salon!

Hausmeister! Das müsst ihr euch auf der Zunge zergehen lassen! Da ist ein Dienstbote in einem britischen Roman, der in einem Milieu und zu einer Zeit spielt, in der Personal noch sehr verbreitet war. Dieser Dienstbote begrüßt die Gäste des Hauses, überreicht Nachrichten, steht den anderen Angestellten vor und serviert den Tee – und wird in der Übersetzung als Hausmeister bezeichnet.

Ich sollte bei einer kostenlosen Ausgabe vielleicht nicht so mäkelig sein, aber was bitte spricht gegen das Wort „Butler“?! Oder stelle ich mich in euren Augen nur an? Aber allein die Vorstellung, dass ich da noch den ganzen Roman vor mir habe (und jetzt schon abzusehen ist, dass diese Figur keine so unerhebliche Rolle darin einnimmt) und ich die ganze Zeit von einem Hausmeister lesen muss statt von einem Butler, hält mich schon etwas vom Weiterlesen ab.

5 hässliche Fotos (07)

Wieder keine fünf Bilder, sondern nur zwei Fotos, da ich Dienstag zu viel um die Ohren und ab Mittwoch keine Kamera bei mir hatte. Aber hey, immerhin habe ich das Projekt nicht gleich für die ganze Woche gestrichen! 😉

Montag

„Bonusfoto“ vom Montag

Am nächsten Wochenende wird es auch keine neuen Fotos geben, danach hoffe ich, dass ich die Spaziergänge wieder auf die Reihe bekomme! 🙂

Torkil Damhaug: Netzhaut

„Netzhaut“ ist der zweite Roman des Autors Torkil Damhaug – das wusste ich, als ich das Buch zum Antesten in Erwägung zog. Allerdings war ich anhand des Klappentextes nicht davon ausgegangen, dass die beiden Titel des Autors in Verbindung miteinander stehen. Ich hätte wirklich nichts gegen ein paar für sich stehende Einzeltitel – oder aber eine ausreichende Information durch den Verlag. Immerhin muss ich zugeben, dass man erst im dritten Teil des Buches das Gefühl hat, man hätte Wissenslücken. Da erst kommt die Polizei ins Spiel und es gibt immer wieder Anspielungen auf die Handlung des ersten Romans des Autors.

Insgesamt wird die Geschichte in vier Teilen erzählt, wobei davor noch ein über 50-seitiger Prolog kommt, der im Jahr 1996 auf Kreta spielt und das Leben des damals zwölfjährigen Jo zeigt. Der Junge ist mit seinen Eltern und den beiden jüngeren Geschwistern im Urlaub und vollkommen überfordert mit der alkoholkranken Mutter (die ihrem Sohn gegenüber ständig Grenzen überschreitet) und der Betreuung der anderen beiden Kinder. Seine Rettung scheint die Bekanntschaft zu einem – fernsehbekannten – Erwachsenen, der Jos Gesellschaft zu genießen scheint.

Der Rest des Romans spielt zwischen dem November 2008 und Januar 2009. Hauptfigur ist dabei die in Amsterdam lebende Liss. Obwohl sie eigentlich Designstudentin ist, arbeitet die junge Norwegerin vor allem als Model. Schnell wird einem als Leser klar, dass Liss so richtig im Dreck steckt. Der Typ, der ihr ihre Aufträge verschafft, will, dass sie sich prostituiert, und versorgt sie regelmäßig mit Drogen. Und der Rest ihres Umfeldes ist auch nicht besser. Einziger Halt in Liss‘ Leben ist ihre große Schwester Mailin. Diese lebt und arbeitet zwar als Psychologin in Oslo, hält aber intensiven Kontakt zu Liss, besucht sie regelmäßig und ist immer für sie da. Als Liss nun erfährt, dass die sonst so zuverlässige Mailin spurlos verschwunden ist, ist sie sich sicher, dass der Schwester etwas Schlimmes zugestoßen ist, und macht sich auf den Weg nach Oslo, um Mailin zu suchen.

Ich muss gestehen, dass ich immer noch nicht so genau weiß, was ich von der Geschichte zu halten habe. Auf der einen Seite gab es mir hier viel zu viele kaputte Charaktere, zu deren Alltag der Drogenkonsum ebenso gehörte wie ein erschreckend gleichgültiger/verächtlicher Umgang mit anderen Menschen. Es gab kaum eine Figur, bei der nicht der Verdacht auf Kindesmissbrauch in der Vergangenheit oder ein ähnliches Drama im Raum hing. Außerdem stellte sich die Polizei, die keine so große Rolle in diesem Buch einnahm, häufig erschreckend kurzsichtig an, während Liss – trotz eines sehr kopflosen Vorgehens – ständig Informationen bekam, die sie dann nicht der Polizei (aber zumindest häufig der Pathologin) mitteilen wollte.

Auch bei der Auflösung fühlte ich mich vom Autor künstlich dumm gehalten. Nach dem Prolog lag es auf der Hand, dass Jo (und vielleicht sogar sein deutlich älterer „Freund“) irgendwie in das Verschwinden von Mailin involviert sind. Auch war mir bewusst, dass all die Personen, die Torkil Damhaug in den Blickpunkt gerückt hatte, nicht als Täter in Frage kamen. So blieben recht schnell nur noch zwei Charaktere als mögliche Verdächtige übrig – und da ich mir sicher war, dass ich die Lösung gefunden hatte, wartete ich dann ungeduldig darauf, dass der Autor endlich zwei relevante Informationen ausspuckt, die meinen Verdacht bestätigen. Das war allerdings erst am Ende des Romans der Fall und zu dem Zeitpunkt war ich schon etwas genervt von all den künstlichen Verzögerungen.

Allerdings fand ich Liss und Mailin als Figuren erstaunlich interessant. Über Mailin erfährt man nur aus Liss‘ Erinnerungen und aus den Dingen, die Dritte über sie erzählen. Liss hingegen ist mir zwar nicht sympathisch mit ihren Stimmungsschwankungen, ihrem Drogenkonsum und ihrer Gedankenlosigkeit, aber Torkil Damhaug hat es geschafft, dass ich all diese Elemente als stimmig empfand. Auch die Tatsache, dass Liss keine bewussten Kindheitserinnerungen hat, dafür aber immer wieder seltsame Träume, in denen sie Mailin vor etwas beschützt, hat mich neugierig auf die Vergangenheit der beiden Frauen gemacht.

Außerdem empfand ich die Polizisten und die Pathologin – so selten sie vorkamen – als angenehm normal. Der eine Polizist hatte zwar noch irgendwelche Probleme, die ich aufgrund der Unkenntnis des anderen Romans von Torkil Damhaug nicht richtig einordnen konnte. Der zweite Polizist war geschieden und hatte ein Verhältnis mit einer älteren Kollegin und auch die Pathologin war ihrem Mann nicht gerade treu, aber das belastete die Figuren nicht besonders, sondern war einfach Teil ihres derzeitigen Lebens. Einzig die Tatsache, dass der Informationsfluss durch die privaten Beziehungen manchmal ungewöhnliche Wege nahm, führte zu Missstimmungen innerhalb des Teams, aber so groß wurde das auch nicht thematisiert. Und ich finde es erfrischend, einmal einen skandinavischen Krimi in die Finger zu bekommen, bei dem auf Seiten der Polizei keine großen Dramen präsentiert werden.

Kurze Information

Ich habe nun doch aufgrund des hohen Spam-Aufkommens bei aktuellen Beiträgen auf komplette Moderation der Kommentare umgestellt. Blöderweise bin ich prompt in den nächsten Tagen weg und somit offline, so dass eure Kommentare von heute an für ungefähr eine Woche in der Warteschleife ruhen werden. Ich kümmere mich darum, sobald ich wieder Zeit und Luft für den Blog habe. (Oder vielleicht denkt meine Mann zwischendurch mal daran ein paar Kommentare freizuschalten, nachdem ich ihm am Wochenende gezeigt habe wie das geht.)

Vermutlich werde ich nach diesen Offline-Tagen von der Masse an neuen Beiträgen in meinem Feed-Reader erschlagen werden, also werde ich auch bei euch wohl in der nächsten Woche nicht so viel kommentieren, wie mir lieb wäre. Trotzdem freue ich mich natürlich über jede Reaktion von euch auf einen meiner Posts – ich habe da auch welche vorbereitet  … 😉

Die Winterkatze und der Kindle

Ende Januar dachte ich, dass es Zeit wäre, einen kleinen Rückblick über meine ersten Monate mit dem Kindle zu posten – seitdem hängt die erste Version dieses Blogbeitrags in meinem Entwurfsordner und wartet darauf, dass ich mal meine Gedanken zu dem Thema ausformuliere.

Erst einmal fand ich es spannend herauszufinden, wie mein Kaufverhalten mit dem Kindle ist. Ich gebe zu, dass ich E-Books immer noch nicht als „richtige Bücher“ empfinde und deshalb Hemmungen habe, Geld dafür auszugeben. Zu Weihnachten hatte ich einen Gutschein über 20 Euro für E-Books bekommen und den habe ich für amerikanische Anthologien, Kurzgeschichten und Fantasy-Magazine ausgegeben. Mit vielen dieser Publikationen liebäugle ich schon eine ganze Weile, weil das die einzige Möglichkeit ist, um an einige Veröffentlichungen von ein paar meiner Lieblingsautoren zu kommen.

Außerdem habe ich drei Daisy-Dalrymple-Schnäppchen genutzt. Bis ich mir diese Reihe in den schönen britischen Ausgaben leisten kann, bin ich bereit, jedes 99-Cent-Angebot zu nutzen. Ich finde die Serie unterhaltsam und entspannend, und trotz der einen oder anderen Länge in der Handlung, amüsiere ich mich in der Regel köstlich beim Lesen.

Im Februar gab es dann bis jetzt noch zwei Spontankäufe. Einmal habe ich mir „The Magic Thief 3 – Found“ gegönnt, weil ich nach dem Lesen des zweiten Teils bei einer nächtlichen Rechercheaktion so frustriert darüber war, dass der dritte Band anscheinend doch nicht auf Deutsch veröffentlicht wurde. Und dann habe ich mir vor ein paar Tagen den „I Captured The Castle/The Secret Garden“-Doppelpack gegönnt, nachdem ich Birthes Rezension zu dem ersten Roman gelesen hatte. („The Secret Garden“ kann ich ebenfalls für die Challenge nutzen und die Geschichte wollte ich schon lange mal im Original lesen).

Klingt ja alles noch ganz kontrolliert, oder was meint ihr?

Blöderweise gab es da noch die Null-Euro-Feiertagsangebote, bei denen ich mich aber ganz gut zurückgehalten habe, und die ebenfalls kostenlosen Klassiker. Im Januar hatte ich die tolle Idee, mich mit der BBC-Liste durch die englischsprachigen Klassiker zu wühlen, und packte an einem Abend von „Alice in Wonderland“ bis „Wuthering Heights“ fünfzehn Bücher auf den Kindle (und ich bin mir sicher, dass ich die meisten davon niemals im Original lesen werde *ohje*). Anfang Februar hingegen habe ich meiner Trash-Leidenschaft nachgegeben, nachdem ich feststellte, dass es 47 kostenlose deutschsprachige Edgar-Wallace-Romane im Angebot gab. Schon ein Blick auf die Titel zeigte, dass das nicht gerade seine besten Werke sind, aber ich bin mir sicher, dass ich sie alle lesen werde. 😀

Außerdem gibt es da noch die ungefähr 160 Titel, die der Vorbesitzer auf dem Kindle gelassen hat und die ich in den letzten Monaten immer wieder durchstöbert und genutzt habe. Sehr lustig finde ich die ganzen Vampirromane, auch wenn ich weiß, warum der Vorbesitzer so viele davon heruntergeladen hat (so ein Studium kann schon zu ungewöhnlicher Lektüre führen), und es gibt noch einen Haufen Krimis und – tadaa – englischsprachiger Klassiker, die ich auch noch durchstöbern könnte.

Bei so viel Auswahl ist es kein Wunder, dass ich auch einiges mit dem Kindle gelesen habe, aber ich finde es immer noch nicht so befriedigend wie mit einem „richtigen“ Buch. Ich nehme den Kindle häufig mit in die Küche, weil ich da neben dem Kochen lesen kann, ohne dass ich mir Gedanken um zuschlagende Bücher, Fettflecken oder Ähnliches machen muss. Mehr als die Hälfte meiner gekauften E-Books habe ich innerhalb weniger Tage gelesen – deutlich schneller als die Romane, die erst einmal auf dem SuB landen – und oft greife ich zum Kindle, wenn ich mich nicht entscheiden kann, welches „richtige“ Buch ich als nächstes lese. Und ja, mir ist bewusst, dass es seltsam ist, dass ich die E-Books dann als „Lückenfüller“ nutze.

Wenn ich in den nächsten Tagen unterwegs bin, dann kommt der Kindle mit, und ich freu mich schon, dass ich mit dem Gerät keinen Mangel an Lesestoff befürchten muss. Aber trotzdem werden zwei bis drei (Bibliotheks-)Bücher ebenfalls in meiner Tasche landen – und sei es nur, damit ich nicht von der Akkukapazität des Kindle abhängig bin. 😉

5 hässliche Fotos (06)

In dieser Woche habe ich wirklich keine besonders hübschen Motive gefunden – und Mittwoch ist mir prompt ein ärgerliches Missgeschick passiert:

Montag

Hier sollte eigentlich ein tolles Foto von einem mit Efeu überwachsenen,
vergitterten Kellerfenster zu sehen sein.
Da ich aber so schlau war und die Speicherkarte der Kamera formatiert habe,
bevor ich mich vergewissert hatte, dass das Übertragen der Fotos erfolgreich war,
müsst ihr nun eure Fantasie bemühen.
(Mittwoch übrigens …)

Donnerstag

Freitag

Samstag