Kategorie: Diverses

Frohe Feiertage!

Ich wünsche euch frohe Ostertage!
Unabhängig davon, ob ihr Ostern mit allem Drum und Dran feiert oder
ob euch der christliche Hintergrund dieses langen Wochenendes egal ist,
wünsche ich euch entspannte Tage,
viel Zeit für angenehme Tätigkeiten
und vielleicht ein paar Stunden in netter Gesellschaft!

So fing es Anfang der Woche an …

 

… und danach habe ich bis Mittwochabend abwechselnd weiter Bücher ausgepackt und Umzugskartons entsorgt, bis die letzte Wand in der Wohnung freigeräumt war.

Gestern habe ich es dann langsam angehen lassen
und nach einem sehr entspannten Vormittag
nur die ersten beiden der vier neuen Regale zusammengebaut und an ihren Platz geräumt.

Mal schauen, wie lange es dauert, bis ich die Regale eingeräumt habe.
Es stehen aktuell in allen Ecken der Wohnung Buchstapel,
die ich in Ruhe durchsehen, abwischen und sortieren will.
Trotz meines radikalen Ausmistens vor dem Verpacken damals
ist doch der eine oder andere Titel dabei, der nun doch noch aussortiert werden kann.
Und dann sind da ja noch die Bücher, in die ich nur kurz einen Blick werfen muss,
bevor ich sie im Regal verstaue …

Was schön war (2)

Erlebt, wie sich drei Grundschüler
auf den öffentlichen Bücherschrank stürzen
und die Kinderbücher rausfischen,
die ich kurz vorher dort hineingestellt hatte.

Die ersten Rezepte
aus dem neuen Kochbuch ausprobiert
und die Ergebnisse gemocht.

Ein neues Spiel bekommen
und schon beim ersten Antesten
viel Spaß gehabt.

Mehrere Aufträge beendet,
die sich alle miteinander länger hinzogen
und mehr Arbeit machten,
als bei Auftragsannahme zu erwarten war.

Was schön war (1)

Was in dieser Woche schön war:

Ein Päckchen mit Erinnerungen an einen
New-York-Aufenthalt vor 18 Jahren
und das Probieren des Inhalts. 😉

Gemütliche Stunden mit Mann und Katze
und ein Tierarztbesuch mit guten Blutwerten.

Ein wunderschöner, wenn auch
dank der schnellziehenden Wolken
leider unfotografierbarer Vollmond.

Und noch eine Frühstücksverabredung
mit der ehemaligen Nachbarin
im Lieblingscafé.

Schon wieder Samstag?

Irgendwie habe ich gerade jegliches Zeitgefühl verloren. Es gibt zur Zeit keine Termine, die ich im Auge behalten muss, und meine Tage unterscheiden sich nur dadurch, dass mein Mann an den Wochenenden tagsüber daheim ist und an den Wochentagen eben nicht. Es gibt nichts Dringendes auf der To-do-Liste. Viele Sachen bleiben liegen, weil vorher noch andere Dinge passieren müssen, die nicht in meiner Hand liegen.

So vertreibe ich mir meine Freizeit mit dem Nähen von Vorhängen und fluche dabei kräftig vor mich hin, weil der dreifachgewebte Verdunklungsstoff mit der Hand nicht gut zu nähen ist. Ständig verrutscht der Stoff oder die Nadel zieht Fäden. Aber inzwischen habe ich mich schon von dem Gedanken an gerade Nähte und „schön“ verabschiedet und freue mich stattdessen auf den Tag, an dem alles vor den Fenstern hängt und die Wohnung mit einem Griff vor der Sonnenwärme geschützt werden kann.

Ansonsten lese ich und lese und lese, während mein Mann mir abends mit seiner aktuellen Serie („Iron King“) einen Ohrwurm verpasst, den ich den ganzen Tag nicht wieder loswerde. Wenn ich ehrlich bin, dann mag ich diese entspannten, zeitlosen Tage. Aber sie sorgen auch dafür, dass ich nicht so viel zu erzählen habe …

Da ich die Spiegelung so mag, darf das Foto auch in den Blog.

 

Das unbeschreibbare Badezimmer oder auch „die Neue“

Gestern gab es für uns die Schlüssel für die neue Wohnung und ich habe die Gelegenheit gleich mal genutzt, um Fotos von dem unbeschreibbaren Badezimmer zu machen.

Erst einmal gibt es einen Blick von der Wohnungstür aufs Badezimmer:

Sehr schön zu erahnen ist auch die charmante Flurgestaltung, die vermutlich noch aus den 50er Jahren ist. Und ja, das ist wirklich der Blick aufs Badezimmer, wie ihr gleich noch sehen werdet.

In der Wohnung schaut der Blick ins Badezimmer dann so aus:

Eine kleine Stufe vom Flur ins Badezimmer, am Waschbecken vorbeiquetschen und dann nur noch zwei hohe Stufen, um zur Toilette zu kommen. Die Badewanne lässt sich neben der Toilette auch schon erahnen. Und hier seht ihr auch schon den Zugang zur Badewanne:

Das wird bestimmt sehr lustig, wenn man da mit nassen Füßen rauskrabbeln will. Ich bin schon sehr gespannt, wie lange wir brauchen, um uns daran zu gewöhnen.

Ganz gerade ist die Nische nicht, in die die Badewanne eingepasst wurde und ich bin sehr gespannt, ob ich mit dem Kopf unter die Dusche passe und wie viel Nässe die Decke abbekommt. Denn durch die ganzen Stufen habe ich mit meinen 1,80 m nicht wirklich viel Luft zwischen meinem Kopf und der Decke, wenn ich in der Wanne stehe.

Hier seht ihr das auf dem ersten Bild gezeigte Fenster noch einmal von innen, um zu beweisen, dass das erste Foto wirklich einen Blick aufs Badezimmer zeigte. 😉

***

Ich muss gestehen, dass wir gestern doch ziemlich geschockt waren vom Zustand der (im vergangenen Jahr „teilrenovierten“) Wohnung. Nach der Schlüsselübergabe konnten wir die Zimmer zum ersten Mal in Ruhe und unbeobachtet anschauen und haben dabei so einige Baustellen entdeckt, die wir vor oder kurz nach dem Einzug noch in Angriff nehmen müssen. Das wird nicht nur einiges an Arbeit, sondern auch wieder Geld kosten, und ich habe es langsam so satt, Arbeit und Geld in vernachlässigte Mietwohnungen zu stecken, damit wir uns darin langfristig einigermaßen wohlfühlen können. Dummerweise ist uns auch bewusst, dass wir wirklich Glück gehabt haben, dass wir überhaupt in dieser Stadt so schnell eine neue Wohnung gefunden haben …

[DVD] The Woodsman and the Rain

„The Woodsman and the Rain“ ist für mich meine Filmentdeckung des vergangenen Jahres. Zu dritt saßen wir damals in einem überfüllten und viel zu heißen Kino und wurden trotz der nicht so günstigen Rahmenbedingungen schnell von dem Film gefangen genommen. „The Woodsman and the Rain“ gehört zu den wenigen Filmen, bei denen man relativ viel über die Handlung verraten kann, denn der Genuss entsteht beim Sehen weniger aus der Entwicklung der Geschichte als aus den vielen kleinen und häufig überaus amüsanten Szenen.

Die eine Hauptfigur ist der sechzigjährige Holzfäller Katsuhiko (gespielt von Koji Yakusho), dessen Leben schon seit langer Zeit in eingefahrenen Bahnen verläuft. Vor ein paar Jahren hat er seine Frau verloren und mit seinem Sohn versteht er sich nicht so gut. Er kann nicht nachvollziehen, dass dieser so antriebslos ist, keiner Arbeit nachgeht und es nicht mal auf die Reihe bekommt, die Wäsche reinzuholen, wenn es anfängt zu regnen. Eines Tages wird Katsuhiko bei seiner Arbeit von einem Mann unterbrochen, der zu einer Filmcrew gehört, die in der Nähe dreht. Torii ist für alles Organisatorische beim Dreh zuständig und soll nun dafür sorgen, dass der Kettensägenlärm des Holzfällers nicht weiter die Aufnahmen stört. Er ist es auch, der in den folgenden Tagen immer wieder die Hilfe von Katsuhiko erbittet.

Begeistert ist der Holzfäller nicht, aber er ist auch zu hilfsbereit, um diese orientierungslosen Städter sich selbst zu überlassen. So ist er zur Stelle, als eines der Crew-Autos feststeckt, oder lässt sich dazu überreden, als Führer auf der Suche nach weiteren Drehorten zu dienen oder sogar bei den Dreharbeiten einzuspringen. Dabei stolpert er immer wieder über einen jungen Mann, der teilnahmslos und passiv mit der Filmcrew rumhängt. Irgendwann platzt Katsuhiko der Kragen, während er zusieht, wie Torii mal wieder alle Arbeiten alleine macht, während der junge Mann abwartet, bis alles erledigt ist. Erst einige Zeit später findet der Holzfäller heraus, dass dieser Taugenichts niemand anderes ist als der vielversprechende Regisseur des Films.

Dabei ist Koichi (gespielt von Shun Oguri) vollkommen überfordert mit all der Verantwortung und unfähig, irgendwelche Entscheidungen zu treffen. Erst durch Katsuhikos erfrischende Sicht auf die Dreharbeiten, durch seine Begeisterung nach dem Lesen des Drehbuchs und seine Fragen zu der Geschichte, entwickelt Koichi so etwas wie Rückgrat und greift aktiver in die Entstehung seines Films ein. Dabei entsteht eine wunderbare und ungewöhnliche Freundschaft zwischen den beiden unterschiedlichen Männern, die zu vielen leisen und doch unglaublich komischen Situationen führt. Katsuhiko lässt sich immer weiter auf die Dreharbeiten ein und zieht auch so nach und nach seine Freunde und Nachbarn als Helfer für den Film heran, was zu weiteren sehr lustigen Momenten führt.

Ich liebe den Humor in diesem Film, gerade weil er nicht so flach ist, sondern von vielen leisen Szenen und Situationskomik getragen wird. Die Schauspieler sind ebenfalls wunderbar. Koji Yakusho spielt den Holzfäller Katsuhiko nicht nur in seinem Alltag sehr überzeugend, sondern zeigt auch durch feine Veränderungen in Mimik und Gestik das wachsende Interesse des Mannes an den Geschehnissen rund um den Filmdreh und die dadurch in ihm vorgehenden Wandlungen. Einfach zu niedlich ist die Szene, in der er seinen Holzfällerkollegen von seinen ersten Erlebnissen als Statist erzählt. Da geht einem einfach das Herz auf, weil er zum ersten Mal richtig offen und fröhlich wirkt.

Shun Oguri hingegen beweist mit seiner Darstellung des Koichi Mut zur … hm … Unattraktivität. Sein Koichi ist so schrecklich antriebslos und schüchtern und lässt sich von jedem herumschubsen. Da kann man nur zu gut verstehen, dass Katsuhiko den jungen Mann anfangs am liebsten schütteln würde, damit er mal in die Gänge kommt. Und auch ihm nehme ich die langsamen Veränderungen ab und freue mich, wenn der kleine Regisseur im Laufe des Films lernt, Entscheidungen zu treffen und weniger auf seine Ängste zu hören. Er ist am Ende kein neuer Mensch, das wäre unglaubwürdig, aber er ist reifer geworden und das ist so schön zu verfolgen.

Bislang gibt es den Film nur auf Japanisch mit englischen Untertiteln, aber so ist es mir auch lieber, da eine Synchronisation in der Regel viel von der Atmosphäre zerstört. Wenn man die Augen aufhält und sich nicht nur auf deutsche Anbieter beschränkt, dann findet man die DVD online zu finanzierbaren Preisen – und die Anschaffung lohnt sich auf jeden Fall. Wir haben „The Woodsman and the Rain“ vor ein paar Tagen mit großer Freunde wieder gesehen und uns über die vielen amüsanten Szenen gefreut. Und ich bin mir sicher, dass der Film in den nächsten Jahren noch sehr oft von uns angeschaut wird.

Wer jetzt neugierig auf den Film geworden ist, kann sich bei Youtube mal den Trailer zu dem Film angucken.

Musik-Zuwachs

Normalerweise gebe ich mein Geld ja eher für Bücher als für Musik aus, auch wenn sich diverse CDs auf meinem Wunschzettel tummeln. Aber nachdem ich mich schon eine ganze Weile auf das Album von BOY gefreut habe, das jetzt im September erschienen ist, hat mein Mann sie mir Donnerstag spontan bestellt. Über BOY bin ich das erste Mal gestolpert, als Tanja vom Lese-Leuchtturm ein Lied der Band auf ihrem Blog verlinkt hatte, kurz darauf hatte ich regelmäßig morgens bei der PC-Arbeit die bei „TV Noir“ verlinkten Songs laufen, um gut in den Tag zu kommen.

Seit gestern ist nun „Mutual Friends“ von BOY (in der Limited Edition) in meinem Besitz. So viele neue Songs gibt es da nicht für mich, da viele der Lieder schon bei den TV-Noir-Auftritten zu hören waren, aber ich finde es spannend, jetzt mal Studio-Aufnahmen der beiden Musikerinnen zum Vergleich zu haben. Insgesamt gefällt mir die CD sehr gut, abwechslungsreiche, leichte, aber nie belanglose Pop-Musik, der man anhört, dass sie hand- und mit Liebe gemacht ist. Bei den Texten, die alle im Booklet abgedruckt sind (zum Leidwesen meines Mannes, der gestern eine mitsingende Ehefrau ertragen musste 😉 ), kommt regelmäßig das Gefühl auf, dass persönliche Erfahrungen bei den Inhalten eingeflossen sind – und auch das gefällt mir. Besonders hat es mir aber die Extra-CD angetan, auf der man sechs Lieder in der Akustik-Version hören kann. Diese klareren Varianten sagen mir noch mehr zu als die – wirklich gelungenen – aufwändigeren Aufnahmen.

Ach ja, um über die Portogrenze zu kommen, musste noch eine weitere CD in den Einkaufskorb wandern, und deshalb hat mir mein Mann noch „Rodrigo Y Gabriela“ (von Rodrigo y Gabriela) bestellt. Über die beiden Gitarristen bin ich auch erst vor kurzer Zeit gestolpert, als ich bei Youtube auf der Suche nach „anständigen“ Gitarrenstücken war. Nein, ich spiele kein Instrument, ich hatte an dem Tag nur die Nase voll von „künstlicher“ und „elektronischer“ Musik und suchte etwas schlichtes und handgemachtes, das meiner Stimmung entsprach.

Tja, statt an dem Tag weiter zu arbeiten, habe ich mir ein Video nach dem anderen von den beiden angeguckt und war hingerissen von ihrer Beherrschung der Gitarren und der mitreißenden Musik. So sind dann gleich ein paar CDs auf den Wunschzettel gewandert – und erst später habe ich mitbekommen, dass die beiden wohl einen gewissen Bekanntheitsgrad haben (wohl auch, weil sie am Soundtrack von „Fluch der Karibik 4“ beteiligt waren).

„Rodrigo Y Gabriela“ bietet mitreißende, schwungvolle mexikanische Instrumentalmusik – einfach nur zwei Gitarristen, die fantastisch mit ihrem Instrument umgehen können und offensichtlich viel Spaß dabei haben. Im liebevoll gemachten Booklet findet man Gedanken oder Erinnerungen, die die beiden Musiker mit den jeweiligen Stücken verbinden. Dabei drehen sich diese Texte um so unterschiedliche Themen wie den Raubbau an der mexikanischen Natur, eine Fahrt mit einer Achterbahn oder ihre Vergangenheit in einer Metal-Band. Die ist laut meinem Mann auch in den Gitarrenstücken spürbar, denn da gibt es wohl einige Anklänge an Metallica-Songs. Ich persönlich kann das ehrlich gesagt nicht beurteilen, und das nicht nur, weil ich meine Metallica-CDs schon lange nicht mehr in den Player geworfen habe. Ich genieße einfach die Musik und freue mich über diese beiden so unterschiedlichen Neuzugänge!

Dies und Das (1) und ein paar Leseeindrücke

Wie ihr vermutlich bemerkt habt, war ich in den letzten Wochen etwas stiller. Das lag unter anderem daran, dass mein Mann fast drei Wochen Urlaub hatte und mein Kommunikationsbedarf somit zuhause mehr als gedeckt wurde. Und dann gab es für uns zu Weihnachten einen neuen Fernseher, der auch erst einmal gründlich getestet wurde. In erster Linie zwar von meinem Mann, der sich mit „Gran Turismo 5“ austobte, aber auch ich musste das neue Spielzeug doch auf Herz und Nieren prüfen. (Und ich verrate euch jetzt lieber nicht, dass ich in den letzten Tagen auch so einige Runden auf der Rennstrecke gedreht habe, um für meinen Mann etwas Geld zu erspielen, damit er sich sein Wunschauto kaufen konnte … *ohje* ) Momentan macht sogar das Gucken von Quizsendungen beinah wieder Spaß, da wir endlich mal wieder in der Lage sind die Anwortmöglichkeiten auf dem Fernseher zu entziffern. Seit Anfang der Woche arbeitet mein Mann wieder, aber ich habe es immer noch nicht geschafft meinen normalen Alltagsrhythums wiederzufinden. Das bedeutet, dass ich zwar versuche früh(er) ins Bett zu gehen, aber trotzdem bis vier Uhr morgens die Decke anstarre, während ich versuche einzuschlafen. Und mit so wenig Schlaf fällt es mir auch recht schwer früh genug aufzustehen, um den Vormittag richtig zu nutzen. Nun, das wird sich auch wieder einpendeln.

Wobei mir das Wetter gerade auch einen Strich durch die Rechnung macht. Abgesehen davon, dass es mir eindeutig zu warm für diese Jahreszeit ist und ich die Kopfschmerzen kaum noch loswerde, gefällt mir der Blick in den Garten gar nicht. Überall sprießt und grünt es, der Schmetterlingsflieder bekommt lauter zartgrüne Blätter, die Hecke sieht auch deutlich grüner aus als vor einer Woche und in den Beeten regt sich auch ein frühjahrshaftes Leben. Ich will lieber nicht wissen, welche Auswirkungen der nächste Frost haben wird …

Leseeindrücke:

Immerhin bin ich diese Woche endlich wieder zum Lesen gekommen, auch wenn ich dabei noch immer etwas unkonzentrierter bin als mir lieb wäre. So habe ich ehrlich gesagt auch keine Lust richtige Rezensionen zu schreiben, mag aber doch ein paar Worte zu den gelesenen Büchern hinterlassen.

Kim Harrison: Madison Avery – Totgeküsste leben länger
Das Buch hat mir von der ersten Seite an gefallen, auch wenn ich gerade in keiner Lesestimmung war. Ich mag die Grundidee, obwohl ich sonst unglaublich skeptisch bin, wenn es um das Thema Engel geht. Mir haben die meisten Charaktere gefallen, vor allem Madison, die versucht sich nicht von der Tatsache unterkriegen zu lassen, dass sie eigentlich tot ist und nur dank eines von ihrem Mörder geklauten Amulett noch eine Art Existenz führt. Da dieser Roman ein Jugendbuch ist, kann ich auch über die stellenweise etwas zu lockere Sprache hinwegsehen. Auf jeden Fall hat mir dieser Band große Lust auf die Fortsetzung gemacht!

Jonathan E. Howard: Jonathan Cabal – Seelenfänger
Das Buch ist mir freundlicherweise von Natira geliehen worden, deren Rezension mir Lust auf das Lesen gemacht hatte. Doch hat es einige Zeit gedauert bis ich mit der Geschichte warm geworden bin. Denn während Natira den Humor genossen hat, so empfand ich das Ganze als zu gewollt, zu übertrieben. Natürlich reizt eine solche Geschichte zu bestimmten Klischees und Übertreibungen, aber Jonathan E. Howard hat es dabei in meinen Augen zu sehr übertrieben und – vor allem zu Beginn – zu wenig eigene Ideen gehabt. Wobei ich Horst sehr mochte und auch die Bewohner in den letzten Ort, in dem Cabal mit seinem Jahrmarkt Rast machte. Letztendlich hat mir das Lesen aber nicht so viel Spaß gemacht, dass ich zu einer Fortsetzung greifen würde.

Susan Mallery: Frisch verheiratet
Da ich auf diversen Blogs sehr positive Rezensionen zu der Autorin gelesen und große Lust auf einen heiteren Liebesroman hatte, habe ich mir ein Buch von Susan Mallery in der Bibliothek ausgeliehen. Ich weiß nicht, ob ich damit den schlechtesten Teil dieser Serie um die drei Keyes-Schwestern erwischt habe, aber nach diesem Roman habe ich keine Lust noch ein weiteres Buch der Autorin auszuprobieren. Die Charaktere interessieren mich nicht, abgesehen davon, dass ich sie die Hälfte der Zeit kräftig schütteln will, die Handlung ist extrem langweilig und vorhersehbar und den angepriesenen Humor habe ich in dieser Geschichte auch nicht gefunden.

Julia Quinn: Hochzeitsglocken für Lady Lucy
Hach, schön … Mehr müsste ich eigentlich dazu gar nicht sagen. Irina meinte zwar, dass viele Leute diesen achten Band als den schlechtesten der Bridgerton-Reihe empfunden hätten, aber mir hat er gut gefallen. Und im Gegensatz zu den vorher genannten drei Büchern haben ich diesen Roman in einem Zug durchgelesen, weil es so schön war. Ich mag Julia Quinns Humor, ich mochte Gregory und Lucy und ich habe mich beim Lesen rundum gut unterhalten gefühlt. Am liebsten würde ich jetzt mit der Reihe noch einmal von vorne anfangen, aber leider habe ich inzwischen die ersten Bände viel zu gut verstaut … Oh, und die Grundvoraussetzung der Geschichte (Gregory verliebt sich in die schöne Hermione, um dann nach und nach festzustellen, dass die Person hinter dem hübschen Gesicht seinen Erwartungen nicht so ganz verspricht) erinnert mich sehr an eine meiner Lieblingsautorinnen (nein, ich schreibe nicht schon wieder ihren Namen in einen Leseeindruck über einen Quinn-Roman).

Oh, und mit dem Lesen von „Madison Avery“ und „Hochzeitsglocken für Lady Lucy“ habe ich mich auch brav an meinen Vorsatz gehalten, die Neuzugänge innerhalb von sechs Wochen zu lesen. Bei der „Menge“ war das trotz Leseunlust auch kein Problem … 😉

Frohes neues Jahr!

Ich hoffe, ihr habt alle die Silvesternacht gut verlebt und habt ein großartiges Jahr 2011 vor euch! Jahresanfänge sind immer etwas Schönes, es gibt so vieles, worauf man sich freuen kann – und die Hoffnung auf viele schöne neue Bücher und Zeit, um diese auch zu genießen. 😉

Wir haben die letzte Nacht eigentlich wie immer verlebt – nur mit schlechterem Fernsehprogramm im Hintergrund. Abgesehen davon, dass wir nicht gerade Partymenschen sind, ist es für die Katzen auch angenehmer, wenn sie bei all dem ungewohnten Lärm wenigstens in der Wohnung einen normalen Tagesablauf beibehalten können. Immerhin hatten wir dieses Jahr Glück und in unserer Straße gab es keinerlei Feuerwerk – und die Raketen und Böller in den Nachbarstraßen waren für die Katzen erträglich.

Christie hat auf der Heizung gesessen und die Show genossen – vor allem über die Spiegelungen in den Fenstern der Nachbarhäuser –, während Logan zwar sehr rasch atmete und eindeutig unter Stress stand, aber nicht so sehr, dass er seinen gemütlichen Platz auf meiner Sofalehne hätte verlassen wollen, um sich zu verstecken. Shandy und Baltimore nehmen solche Störungen draußen eh recht gelassen und so war das ein guter Jahresübergang für die Katzen.

Für das Jahr 2011 wünsche ich euch Glück und Gesundheit, viel Zeit mit lieben Menschen, mit guten Büchern und ganz viele wunderschöne Momente, die das Jahr unvergesslich machen!