Kategorie: Diverses

BuchSaitige Überraschung!

Vor einiger Zeit (genauer gesagt im Dezember 2009) hatte Katrin von den Buchsaiten im Selbstversuch Schokolade gemacht. Und da ich eine nette, aufopferungsvolle und so gar nicht gierige Person bin, hatte ich mich natürlich als Testesser angeboten. 😉

Die liebe Katrin hatte wohl auch versucht für mich eine Tafel herzustellen, aber Stress, Pech bei den Zutaten und allerlei andere Dinge kamen dann dazwischen – und ich muss zugeben, dass ich das Ganze inzwischen ganz vergessen hatte. Schließlich hatte ich gesagt, dass sie mir nur dann eine Tafel anfertigen darf, wenn es für sie keinen Stress bedeutet! Sie hatte ihr Versprechen allerdings nicht vergessen, war aber inzwischen auf eine andere Idee gekommen. Und nach einer vorsichtigen Anfrage, ob ich denn das wohl auch mögen würde, klingelte gestern die Postbotin bei mir.

Das hier hat sie mir in die Hand gedrückt – und es raschelte beim Schütteln! ;D

Und wer das jetzt nicht auf den ersten Blick erkannt hat: Es ist selbstgemachtes Müsli!

Die beiliegende Postkarte erzählte mir sogar, was alles genau dafür verwendet wurde:
Kernige Haferflocken, ganze Mandeln, Leinsamen, Sonnenblumenkerne, Honig, Zimt und ein Hauch Rapsöl. Und ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie gut es gerochen hat, als ich gestern die Dose geöffnet hatte! Na, bei so einer Aussicht auf mein Frühstück, habe ich es heute sogar geschafft und bin früh zum Einkaufen gedüst!

Und da ich normalerweise ein Müsli-mit-Milch-Esser bin, wurde die erste Portion gleich damit probiert:

Und da Katrin so entsetzt von der Vorstellung zu sein schien, habe ich es auch noch mit der von ihr vorgeschlagenen Joghurt-Version probiert – was übrigens auch deutlich hübscher aussieht. 😉

Geschmeckt haben beide Varianten hervorragend – das Müsli ist wirklich superlecker!

Ganz vielen lieben Dank, Katrin, für diese Bereicherung meines Frühstücks! 🙂

Kulinarisches (für Natira): Kräuterbutter und Spanisches Omelett

Natira und ich haben uns gestern Abend kurz zum Thema Essen ausgetauscht und da sie mich um ein Rezept gebeten hat, dachte ich mir, dass ich es eigentlich gleich hier einstellen könnte, wenn ich es eh aufschreibe. 😉

Eins sollte ich vielleicht vorweg sagen: Ich koche eigentlich sehr gern, aber auf gar keinen Fall jeden Tag! Und so habe ich während meiner Studentenzeit erleichtert entdeckt, dass es haufenweise Tiefkühl-Kräuter und –Gemüsemischungen gibt. Das ist nicht nur einfach zu lagern und für eine Person gut portionierbar, sondern man hat auch gleich mehrere Gemüse (oder Kräuter) in einer Packung. Also steht meine Alltagsküche unter dem Motto: „Schnell und so einfach wie möglich – und ganz viel aus der Tiefkühltruhe“. 😉

So, und nun gibt es die Rezepte der letzten zwei Tage – leider konnte ich nur von der Kräuterbutter ein Foto machen, der Rest war schon aufgegessen, bevor wir darüber geredet hatten. Sehr lecker – das kann ich nur noch mal sagen! 😉

Kräuterbutter-Grundrezept (von meiner Schwiegermutter)

250g (gesalzene) Butter
1 Päckchen TK-Kräuter
gut vermischen und mit Pfeffer (und bei Bedarf noch etwas Salz) abschmecken

Wir hatten aber am Sonntag zu unseren Pellkartoffeln folgende Kombinationen:

Schnittlauch-Butter

125g Butter
1/2 Päckchen TK-Schnittlauch
Salz
Pfeffer

Italienische Kräuterbutter

125g Butter
1/2 Päckchen „Italienische Kräuter“ (in der Mischung sind rote Zwiebeln, Petersilie, Basilikum, grüner Knoblauch, Thymian und Oregano)
großzügig Salz
großzügig Pfeffer

diese Buttermischung hatten wir dann noch halbiert und in die zweite Portion ungefähr 1 Teelöffel Tomatenmark gegeben.

Die Butter habe ich zusammen mit den Kräutern in je eine Schüssel getan und das Ganze ungefähr zwei Stunden einfach stehen lassen. Dann hatte die Butter Zimmertemperatur und die Kräuter waren aufgetaut und ich konnte alles gut vermischen. Das lässt sich auch gut in der Mittagspause machen (wenn die Butter morgens aus dem Kühlschrank genommen wurde), da die Mischungen besser schmecken, wenn sie noch etwas durchgezogen sind.

Alle drei Sorten haben sehr gut zu den Pellkartoffeln gepasst, allerdings hatte ich bei der Variante mit dem Tomatenmark ständig das Gefühl, ich müsste noch ein paar Nudeln kochen. 😉

Was mich darauf bringt, dass ich beim nächsten Mal von der Butter etwas mehr machen könnte, um am nächsten Tag frische Nudeln darin zu schwenken. Das stell ich mir sehr lecker vor! Außerdem wäre das ein drittes Essen, das man auf Basis der Pellkartoffel-mit-Kräuterbutter-Mahlzeit machen kann, ohne groß Arbeit zu investieren.

Denn am Montag gab es bei uns die restlichen Pellkartoffeln (davon koche ich immer genug für zwei Tage) als „Spanisches Omelett mit Schnittlauch“.

Grundrezept für unser „Spanisches Omelett“

Pellkartoffeln vom Vortag (Mengenangaben? Sorry, das kann ich nicht sagen, denn das hängt davon ab, wieviel Hunger wir am Vortag hatten. 😉 )
1/3 bis 1/2 Packung TK-Zwiebeln
1,5 bis 2 Eier pro Person
Salz
Pfeffer

„Spanisches Omelett mit Schnittlauch“ (für 2 Personen)

8 mittelgroße Kartoffeln
4 Eier
1/2 Packung TK-Schnittlauch
1/3 Packung TK-Zwiebeln
Salz
Pfeffer
Etwas scharfes Paprikapulver

Die Eier werden in einer Schüssel verquirlt, leicht gesalzen und mit den Kräutern gemischt. Die Kartoffeln pelle ich, schneide sie in Würfeln und brate sie in einer beschichteten Pfanne in etwas Öl an. Dann gebe ich Zwiebeln, Salz, Pfeffer und Paprikapulver hinzu, vermische noch einmal alles gründlich und gieße die Eimasse darüber. Dann stell ich den Herd runter (Stufe 1 von 3 bei der alten Elektroplatte, Stufe 2 von 10 bei der neuen Induktionsplatte), setze einen Deckel auf die Pfanne und lasse das Omelett ca. 20 Minuten stocken. Wenn die Oberfläche fest ist, kann man davon ausgehen, dass es durchgebacken ist.

Achja, aufgewärmt (im Ofen oder in der Pfanne) schmeckt es auch sehr gut, wenn man zuviel gemacht hat. Ich finde, dass das Omelett einfach eine bestimmte Dicke benötigt, damit es lecker ist, also habe ich oft auch noch etwas am nächsten Tag davon.

Unser Standartrezept ist übrigens mit Paprika. Wenn ich die scharfen Paprika bekomme, dann verzichte ich auf das Paprikapulver und gebe dafür noch etwas Knoblauch in das Essen. Aber ich habe das Omelett auch schon ohne Zwiebeln, Knoblauch und Paprikapulver gemacht, weil ich noch einen Rest einer Gemüsemischung mit Mais, Karotten, Brokkoli aufbrauchen wollte – dafür gab es dann Petersilie in die Eimasse. Solange man Eier und Kartoffeln hat, kann man mit dem Rezept fast alle Gemüsereste aufbrauchen und es schmeckt immer.

Und zum Schluss gibt es noch ein Foto von meinem heutigen Frühstück: Baguette mit den Resten der Kräuterbutter


Links ist die „Italienische Kräuterbutter“, in der Mitte die „Rote Variante der italienschen Kräuterbutter“ und rechts die „Schnittlauch-Butter“ – welche auf Baguette ganz besonders lecker schmeckte.

Eine Augustwoche mit Bibendum (Teil 2)

Donnerstag
Bibendums Geburtstag und deshalb gab es zum Frühstück (welches wie immer liebevoll von meinem Mann gemacht wurde) unser Geschenk. Kurz darauf sind die beiden losgezogen, um eine Runde Bowling zu spielen. Ich habe mich gedrückt, da meine Schulter muckte und wieder etwas Haushalt auf mich wartete – schon erstaunlich, wie schnell der Abwasch anwächst, wenn ich tagsüber nicht allein zuhause bin. 😉 Aber so zufrieden, wie die beiden mit ihrem Vormittag waren, denke ich nicht, dass ich groß vermisst wurde. Nach dem Bowling hat Bibendum die restlichen Geschenke aus dem Kofferraum geholt und in Ruhe bewundert. Ich muss gestehen, dass ich beim Anblick der tollen Teekanne schon Lust hatte, meine „irgendwann für den Haushalt kaufen“-Liste zu erweitern.

Die Zeit bis zum geplanten Essen in dem Lokal um die Ecke haben wir dann mit der Torte überbrückt, während Bibendum das neue DS-Spiel getestet hat. Bevor Bibendum in den Kommentaren wieder lästert: Ja, ich habe das Spiel auch ausprobiert, begeistert sogar, denn ich mag solche Knobelspiele – und es könnte vielleicht sein, dass unser Haushalt auch demnächst damit bereichert wird. 😀

Das Essen war wieder einmal absolut köstlich – nicht ohne Grund steht das Restaurant auf unserer Liste mit den Dingen, die wir bei jedem Besuch erledigen müssen! Donnerstag saßen wir zum ersten Mal zum Essen im Garten, was eigentlich sehr schön war. Allerdings irritierte mich die Teichpumpe ein wenig, die für ein anhaltendes Plätschergeräusch sorgte (und über die Stühle möchte ich auch kein Wort verlieren – kann aber anmerken, dass mein Mann mir nach dem Aufstehen Beistand leisten musste, bis meine eingeschlafenen Beine wieder so wollten wie ich). Aber die Bedienung war aufmerksam, das Essen köstlich (wir hatten alle drei Sandwiches – für mich wieder in der vegetarischen Variante – , die einfach absolut lecker waren) und der Nachtisch war auch unglaublich gut. Zum zweiten Mal etwas schokoladiges, allerdings dieses Mal für jeden von uns eine eigene Portion Mousse au Chocolat auf Himbeerspiegel. Mein Mann war so hingerissen davon, dass er am Samstag am Liebsten schon wieder Essen gegangen wäre …

Freitag
Im Nachhinein frage ich mich schon, warum wir am Freitag in ein Einkaufszentrum gegangen sind. Denn ganz viele Dinge, die wir da eigentlich erledigen wollten, hatten wir schon am Dienstag getan. Allerdings – und so langsam wird es schon fast peinlich, wie sehr wir mit unsere Besuch auf das Thema Essen fixiert sind – gibt es dort die beste Wurst in der Stadt (und ehrlich gesagt auch fantastische Pommes, auch wenn diese Woche doch erstaunlich „frittierte Kartoffel“-lastig war) und somit wurde auch dieser Punkt von der „mit Bibendum erledigen“-Liste gestrichen. Aber vorher gab es noch einen Besuch in dem Laden mit den gebrauchten Spielen, in dem mein Mann schon vor Wochen ein Spiel entdeckt hatte, welches er eigentlich gerne hätte und … Nun gut, dieses Mal hat er es mir unter die Nase halten können, was natürlich besser ist, als mir am Telefon zu beschreiben, warum er das Spiel jetzt doch nicht kaufen wird. 😉

Danach haben wir uns kurz getrennt und während Bibendum und mein Mann einen großen Elektronikladen angesteuert haben, bin ich in die Buchhandlung gestürzt. Eigentlich hatte ich schon am Dienstag noch heimlich ein Buch für Bibendum kaufen wollen, aber Wetter, wehe Füße und die Tatsache, dass Bibendum doch wirklich mit mir zusammen in die Buchhandlung gehen wollte ;), haben mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. So habe ich am Freitag die Gelegenheit genutzt (angeblich bin ich allein in die Buchhandlung, damit mein Mann nicht wieder miterleben muss, dass ich anfange in einem fremden Laden Bücher umzuräumen – so weit hergeholt ist die Begründung auch nicht, aber ich darf hier vermelden, dass ich tapfer über all die Unordnung hinweggesehen habe und mich wie ein normaler Kunde benahm!) und habe ein wenig gestöbert. Für Bibendum war schnell das Buch „Stadt, Land, Mord“ von Ann Granger gefunden, nachdem ich bei „Der gehetzte Uhrmacher“ befürchtete, dass ihr die Geschichte zu blutig würde. Von der Ann Granger hingegen mochte Bibendum die „Markby & Mitchell“-Romane und Jessica Campbell, um die sich die neue Reihe der Autorin dreht, arbeitete früher für Alan Markby. Ich kenne das Buch noch nicht, hoffe aber, dass Bibendum es durchgelesen hat, wenn wir uns Anfang Dezember wieder sehen, und dass ich es mir dann leihen kann. 😀

Für mich musste ich ja nun auch noch etwas kaufen, sonst wäre ja aufgeflogen, dass ich nur unter einem Vorwand in die Buchhandlung gedackelt war. Eigentlich hatte ich einen seichten Liebesroman im Kopf, davon habe ich nämlich kaum noch welche im SuB und das wäre eine schöne Abwechslung zu den anderen Romanen, die die nächsten Tage auf mich warten. Aber als ich schon an der Kasse stand, fiel mein Blick auf „Hex Hall – Wilder Zauber“ und mit Irinas Meinung dazu im Hinterkopf, habe ich dann doch noch eben meinen Kitschroman gegen diesen Titel ausgetauscht (gelesen ist das Buch auch schon und deshalb gibt es demnächst einen weiteren „Irina ist Schuld“-Beitrag bei mir).

Nachdem wir uns wieder getroffen hatten, haben wir noch ein paar Läden angeguckt, gegessen und meinen Mann in den Spieleladen geschickt, damit er sich endlich sein Spiel („Might & Magic – Clash of Heroes“) kauft und dann ging es nach Hause. Bibendum wollte in der Nacht nach heimfahren und so haben wir uns wieder auf dem Sofa erholt, Geburtstagstorte gegessen und geschwatzt, bis es Zeit war das Auto zu beladen und Abschied zu nehmen. Wir haben den Besuch wieder sehr genossen – und freuen uns schon auf Februar, wenn Bibendum und ich wieder ein Konzert der „Wise Guys“ besuchen wollen.

Samstag
Leider hat unsere Hecke die letzten regnerischen Wochen zum Anlass genommen, um kräftig zu wachsen. Also ging es wieder raus in den Garten und während ich die Hecke gründlich gestutzt habe, hat mein Mann hinter mir aufgeräumt und das Unkraut aus der Kieskante am Haus entfernt. Ganz ehrlich, so ist Gartenarbeit zwar immer noch anstrengend, aber deutlich netter, als wenn ich das allein machen muss. Nachdem das erledigt war, hat mein Mann beschlossen, dass es nun Zeit zum Erholen wäre – tja, und so habe ich den restlichen Tag mit „Hex Hall“ verbracht. Naja, nicht nur, denn das Buch war schneller durch als mir lieb sein konnte und dann hat mir mein Mann sein neues Spiel ans Herz gelegt. Ich habe mich ernsthaft dagegen gewehrt, denn ich weiß ja wie es endet, wenn man mir ein neues Spiel vor die Nase hält, aber letztendlich habe ich mich dazu breitschlagen lassen und es angespielt …

Sonntag
Obwohl ich in der Woche immer wieder versucht habe meinen Feed-Reader durchzugucken und die „unwichtigen“ Beiträge zu überfliegen, war ich erschlagen, als ich Sonntagmorgen wieder reinguckte. Also habe ich den Sonntag (abgesehen von der Zeit, die ich mit Kräuterbutter anrühren und Pellkartoffeln essen beschäftigt war 😉 ) damit zugebracht Blogbeiträge und Artikel zu lesen und zu kommentieren, ein bisschen zu twittern und Emails zu beantworten. Und ich habe… äh … das neue Spiel meines Mannes gespielt … natürlich nur, weil ich nicht noch mehr Bücher lesen wollte, die ich noch nicht besprochen habe! Und weil ich meinen Mann nicht enttäuschen wollte, der es mir am Samstag doch so ans Herz gelegt hatte. Auch wenn er Sonntag irgendwie den Eindruck erweckte, dass er das auch gern mal wieder in die Hände bekommen würde … 😉

So, nun ist die Woche mit Bibendum vorbei und es wird für mich wieder Zeit brav zu sein und den Tag am Schreibtisch zu verbringen. Das sollte dann auch dazu führen, dass hier mal wieder mehr Buchbesprechungen auftauchen und nicht nur Renovierungs- und Urlaubsposts. Oder vermisst ihr etwa vor allem die Katzenfotos? Das könnte ich schnell in Ordnung bringen! 😉

Eine Augustwoche mit Bibendum (Teil 1)

Montag
Nachdem wir am Wochenende endlich das Wohnzimmer fertig machen konnten (keine Möbel mehr in Kartons, die noch aufgebaut werden müssen!), habe ich den Montagvormittag mit Putzen und dem Zerkleinern von Verpackungsmaterial verbracht. Denn das Bibendum hatte sich zum üblichen „Augustbesuch“ angekündigt und so sollte die Wohnung blitzen und blinken – naja, soweit man das mit vier Katzen hinbekommt. Zum Glück war die Papiertonne gerade erst geleert worden, nach all den aufgebauten Möbeln war doch einiges an Papiermüll angefallen – und es wäre für Bibendum sicherlich nicht so schön gewesen, wenn sie ihr „Gästezimmer“ mit unserem Müll hätte teilen müssen.

Dank eines kleinen Staus, in den Bibendum geraten war, hatten wir sogar noch etwas Zeit, um nach der Putzaktion die Füße hochzulegen, bevor es an der Tür klingelte. Und nach dem anstrengenden Tag (für uns Putzen, für Bibendum viele Stunden auf der Autobahn – zum Glück war es in den letzten Tagen nicht so heiß!) wurden nur noch der nächste Tag geplant, der Pizza-Lieferant gerufen und gegessen. Sehr leckere Pizza übrigens, auch wenn ich als Vegetarier lieber auf die „HolloBollo“-Variante verzichtet habe, die Bibendum und mein Mann sich schmecken ließen.

Da es am nächsten Tag in die Stadt gehen sollte – und mir inzwischen von unseren Vormietern ein Handarbeitsladen empfohlen worden war -, habe ich noch die gefilzten Handtaschen rausgekramt, für die ich noch Reißverschlüsse und Schnallen suchte. Leider musste ich dabei feststellen, dass in der Zwischenzeit zwei Motten darin verendet sind und so werden sie demnächst noch eine Runde in der Waschmaschine drehen, bevor ich sie endlich fertig stellen kann.

Dienstag
Der Vormittag begann sehr gemütlich und mit einem steten Blick zum Himmel, denn eigentlich sollte mein Mann den Rasen mähen. Doch dank der kleinen Schauer, kam er an dem Tag noch um diese Pflicht herum und so ging es nach dem Katzenfüttern auf in die große Stadt. Noch waren wir nicht ganz sicher, ob wir auch ins Kino gehen würden, eigentlich hatten wir alle drei Lust darauf, aber wir waren nicht so ganz mit der Auswahl zufrieden. So wurde dieser „Bummel mit Besuch“ eher zu einer „Winterkatze geht mal wieder etwas einkaufen“-Tour.

Ich hab Schuhe anprobiert, die nach den perfekten Schuhen für den Garten aussahen (und dann beschlossen die richtige Größe in einer ansprechenden Farbe online zu bestellen) und nach einem halben Jahr Suche endlich passende Reißverschlüsse für meine Taschen gefunden (leider keine Schnallen, aber dafür gibt es jetzt dicke Knöpfe als Blickfang – mir reicht es mit der erfolglosen Suche!), außerdem gab es einen Milchkaffee für Bibendum und einen superleckeren Frappuchino für mich, während mein Mann eine Post suchen durfte (unsere Zweigstelle hat Dienstags natürlich geschlossen) und in der Kleinmarkthalle fand ich noch zwei schöne Keramikschalen für Katzengras und einen viel zu verlockenden Stand mit Trockenobst. Dazu sollte ich vielleicht sagen, dass ich bislang jede Trockenobst-Variante ekelhaft fand, aber an diesem Stand gab es wirklich viele leckere Sorten und so haben wir für uns Cranberries, Erdbeeren (mir deutlich zu süß, die schmecken wie Geleefrüchte) und Mango (superlecker!) mitgenommen.

Zuletzt haben wir sogar noch ein Geburtstagsgeschenk für Bibendum gefunden. Auch das hat inzwischen schon Tradition, da Bibendum nie irgendwelche Wünsche äußert, geht es immer zusammen durch die Geschäfte und dann wird irgendwas gekauft. Dieses Mal hat mein Mann Bibendum zu „Picross 3D“ für den DS überredet – schließlich wollte er sich dieses Spiel immer schon einmal angucken … (ja, auch das hat – soweit ich informiert wurde – Tradition, mein Mann überredet Bibendum zu Geschenken, die ihn interessieren) Zum Glück stellte sich am Donnerstag dann heraus, dass es auch für Bibendum das richtige Geschenk war. 😉
Abgeschlossen wurde der Tag dann mit einem sehr leckeren Essen (Rippchen und Pommes für Bibendum, Burger mit Pommes für meinen Mann und Salat und scharfe Kartoffelscheiben für mich) und dazu köstliches dunkles Rout-Bier – und weil wir so neugierig, aber auch schrecklich satt waren, haben wir uns dann noch zu dritt eine Portion Brownie mit Vanilleeis, Vanillesauce und Sahne und einen Vanille-Milchshake geteilt. 🙂

Mittwoch
Da es die letzten Nächte immer erst gegen drei Uhr ins Bett ging, wurde an diesem Tag ausgeschlafen! Dann haben Bibendum und mein Mann Lebensmittel eingekauft und ich habe meinen Mann zum Rasenmähen abgeordert, während Bibendum und ich den Tag langsam angingen. Nachmittags warteten dann drei Ladungen Wäsche und der Abwasch auf mich und zusammen haben eine Runde Carcassonne (mit abgewandelten Regeln 😀 ) gespielt. Sehr nett – auch wenn Bibendum schon wieder gewonnen hat. 😉 Abends habe ich dann noch Pasta mit einer Gemüse-Mascarpone-Sauce gekocht (schnell und lecker) und neben dem Kochen eine Geburtstagstorte für Bibendum vorbereitet. Der restliche Abend wurde dann gemütlich verschwatzt … 🙂

Das Wohnzimmer ist fertig!

Nachdem wir ja schon vor ein paar Tagen feststellen mussten, dass uns zum neuen Büroschrank ein paar Teile fehlen, hatten wir uns schon darauf eingerichtet, dass wir das Wohnzimmer nicht fertig bekommen würde, bevor unsere Besuch eintrifft.

Aber dann gab es am Samstag noch Überraschungspost aus Schweden:

Eigentlich war das Wochenende ja schon mit einer Aufräum- und Putzaktion für den Besuch verplant gewesen, aber bei solch tatkräftiger Hilfe, dachten wir, dass wir uns doch noch eben auf die Möbel stürzen sollten.

Und bevor der Büroschrank in die Ecke geschoben werden konnte, musste noch ein Kalender aufgehängt werden – der wartet ja auch erst seit dem Januar darauf. Die dafür erforderliche Schraube erforderte zum ersten Mal den Einsatz unserer (relativ) neuen Bohrmaschine, was uns schnell herausfinden ließ, dass die Erbauer dieses Hauses nicht nur schöne dicke Ziegelsteine für die Innenwände, sondern auch sehr viel Sand für die Fugenmasse verwendet haben. Ein 6er-Bohrer bringt perfekte Löcher für einen 8er-Dübel – zumindest bei den Innenwänden. Bei den Außenwänden wird die Sache dann richtig lustig und so habe ich bei ein paar Bohrlöchern dann noch etwas pfuschen müssen. Immerhin hielt der Kalender und machte sich ganz gut über dem Büroschrank. Achja, wer genau hinguckt, sieht, dass die dritte Tür unten noch fehlt – da da vom Hersteller eine Schublade für Hängemappen eingeplant war, die wir nicht gebrauchen können, muss ich da noch etwas basteln …

Nachdem der Büroschrank endlich stand, haben wir die Bohrlöcher für die Katzenbrücke ausgemessen und die angebracht. Danach konnten wir auch die Kommode (auf der zur Zeit der PC steht), meinen kleiner Holztisch (der gerade als Schreibtisch herhalten muss) und das Regal mit meinem SuB wieder an die Wand schieben. Leider ist die Kommoden-Tisch-Kombination ein kleinen Tick breiter als der Schreibtisch (der immer noch in der Küche als „Herd“ und „Arbeitsplatte“ herhalten muss) und deshalb kommt es nicht ganz genau hin mit der orangen Wand und dem Bücherregal. Wenn der Schreibtisch auch wieder ins Wohnzimmer gewandert ist, dann soll die Farbkante genau neben dem Schrank enden (nachdem ich das Ganze am Wochenende auch noch ein paar Mal ausgemessen habe, bin ich mir auch sicher, dass das passt!)

Natürlich mussten die Katzen dann auch gleich die neue Arbeitsecke erkunden:

Nachdem die „Büromöbel“ endlich wieder am richtigen Platz standen, konnten wir auch die kleinen Regale aneinanderschrauben und an die Wand dübeln, in denen unsere DVDs und Videospiele Platz finden sollten – nachdem wir vor kurzem zwei neue davon gekauft hatten, ist die Wand jetzt auch mit Regalen gut ausgestattet und wir haben sogar gerade noch etwas Luft, um die zuletzt gehörten Hörbücher und ein paar Musik-CDs darin unterzubringen (der Großteil der CDs befindet sich ansonsten noch in den Umzugskartons und wird erst ausgepackt, wenn wir anfangen die „Bibliothek“ einzurichten).

Und natürlich musste auch hier gleich die Haltbarkeit meiner Anbringung getestet werden, in dem Shandy mit Schwung hinaufsprang und alles inspizierte:

Zuletzt habe ich dann ein bisschen geschwächelt und habe so zum ersten Mal erleben dürfen, dass mein Mann ein Möbel (fast ohne Hilfe! 😀 ) aufgebaut hat. Aber der neue Fernsehschrank lag ihm auch besonders am Herzen – und wurde nach dem Aufbauen natürlich gleich eingerichtet. Vielleicht fällt euch die Pappe unter unserem Fernseher auf. Die muss da liegen, da das alte Schätzchen schrecklich spitze Füße hat und ohne Schutz sofort die Oberfläche verkratzen würde. Und da der Fernseher eh am Ende seines Lebens ist (die Bildstörungen sind langsam sehr bedenklich, von den anderen seltsamen Dingen, die das Gerät macht, will ich gar nicht reden), muss das als Übergangslösung reichen!

Am Ende waren wir alle ganz schön kaputt, …

… aber das Wohnzimmer sah auch ganz schön gut aus!

Aktuelles Renovierungsfazit:
Eine glückliche Winterkatze mit einem renovierten Wohnzimmer, schönen neuen Möbeln, einer anregenden Wandfarbe hinter dem Schreibtisch, einem Kalender, der schon vor Monaten aufgehängt werden sollte – und das Bedürfnis jetzt ein paar Tage gemütlich mit Lesen und Schreiben zu verbringen.

Oh, und für diejenigen, die sich über meine Badezimmerjammerei gewundert haben, gibt es hier noch ein Foto von den Fliesen (mit angeklebter neuer Badewannenmatte, die dieses Mal in passendem 70er-Jahre-Design glänzen darf).

Wohnzimmerrenovierung – eine endlose Geschichte

Montag
Ich hab die Kerzenständer und den Kratzbaum aus dem Wohnzimmer geräumt, Bücherregal Nr. 1 vor das Bücherregal Nr.2 geschoben, die beiden Sofas, den Sofatisch, den Telefontisch und die Stehlampe in eine Ecke geschoben. Dann wurden die Katzen aus dem Wohnzimmer gescheucht, der Farbeimer und alle anderen Sachen zum Streichen aus dem Rumpelz… äh, der zukünftigen Bibliothek geholt und los ging es mit dem Streichen. Wie ich es am Wochenende geplant hatte, konnte ich die Wände vom Bücherregal bis zum Fenster in einem schönen strahlenden Weiß streichen. Die Fußleisten benötigten zwar drei Schichten, aber trotzdem war alles so weit fertig, dass ich die Möbel wieder zurückräumen, die Katzen wieder ins Wohnzimmer lassen und duschen konnte, bevor mein Mann nach Hause kam.

An verschiedenen Stellen der Wände fand ich übrigens noch die Kunstwerke des Vormietertöchterchens … (durch den Blitz leider nur schlecht zu erkennen)

Dienstag
Damit ihr nicht denkt, dass ich verschollen bin, habe ich morgens schnell einen Blogbeitrag zusammengeschustert und eingestellt. Dann habe ich die beiden Bücherregale auf die andere Seite des Zimmers geschoben, die kleinen Regale mit den Videospielen und DVDs ausgeräumt und in den Flur (der bald gar nicht mehr begehbar ist) gezogen, die Sofas und den Tisch enger zusammengeschoben und wieder den Farbeimer und die restlichen Sachen ins Wohnzimmer geschleppt. Dieses Mal waren die Katzen nur mit einem Haufen Leckerli aus dem Zimmer zu locken, aber nachdem sie endlich draußen waren, habe ich mich auf die Wandflächen zwischen Fenster und Büroschrank gestürzt. Was eine gute Planung erforderte, denn ich konnte erst dann den Bereich am Büroschrank streichen, wenn meine ersten Flächen so weit trocken waren, dass ich den Schrank, den Schreibtisch und den Fernseher gefahrlos dahin schieben konnte. Klappte aber alles – abgesehen davon, dass ich doch noch die Fußleiste hinter dem Schreibtisch doch noch für den nächsten Tag übrig lassen musste.

Und so sah die Fußleiste aus – deutlich erkennbar ist der liebevolle Farbauftrag unserer Vormieter, ebenso wie der graue Schleier, der durch die Tapetenkleisterreste entstanden ist …

Mittwoch
Heute konnte ich es eigentlich schön langsam angehen lassen, da ich nur die Fußleiste und die kleine Fläche hinter dem Büroschrank und dem Schreibtisch (die inzwischen beide an die gestern gestrichene Wand zwischen Fenster und Büroschrankecke gewandert waren) vor mir hatte. Aber die Fußleiste erforderte dann doch zwei Schichten, bevor sie strahlend weiß war – und da der Anschluss orange werden sollte, musste ich geduldig warten, bis die Farbe so weit trocken war, dass ich mit Klebeband und Acryl eine saubere Kante anlegen konnte. Währenddessen habe ich dann doch noch spontan beschlossen, dass ich den nicht zu reinigen Rollladenkasten in schmutzigem weiß im Vergleich zu den strahlend weißen Wänden ganz schön scheußlich fand – und dass ich natürlich noch eine Runde den Pinsel schwingen musste, um ihn ebenfalls zu streichen. Die orange Farbe war dann eine ganz schöne Enttäuschung – nicht von dem Farbton her, der mir immer noch sehr gut gefällt, sondern aufgrund der miesen Baumarktqualität. Inzwischen bezweifle ich, dass drei Schichten Farbe reichen werden, damit die ganze Sache deckt. Obwohl die Konsistenz mit der Profifarbe vergleichbar ist, ist die Pigmentierung wirklich erschütternd. Die erste Schicht sieht aus, als ob ich die Wand mit Wasserfarbe bearbeitet hätte. Wenn also einer von euch eine Renovierung planen sollte, dann fahrt zum nächsten Maler und fragt ihn, ob er euch seine Profifarbe verkauft. Der Qualitätsunterschied ist jegliche Preisdifferenz wert!

Böse Baumarktfarbe – in einem schön leuchtenden Ton!

Irgendwie hatte ich das ganz verdrängt, als ich den kleinen Eimer orange gekauft habe – vielleicht weil ich schon seit Jahren keine Baumarktfarbe mehr verstrichen habe. Immerhin kann ich jetzt verstehen, warum unsere Vormieter an einigen Ecken des Wohnzimmers ihre gelbe Wandfarbe so „lieblos“ verteilt haben. Was ich allerdings nicht verstehen will, ist, dass sie nicht in der Lage waren nach dem Streichen die (untere) Fußbodenleisten zu säubern. Nach einigen Jahren lassen sich die gelben Farbflecken nämlich nicht mehr entfernen, ohne dass ich demnächst mal zu Schleifpapier, Scheuerschwamm und Lösemittel greifen muss. Ich weiß schon, warum ich diese Aktion nach dem Einzug auf die Zeit nach meiner eigenen Renovierung vertagt hatte. 😉

Einmal ein Gesamteindruck vom Zustand der Ecke vor dem Streichen

Donnerstag
So langsam bin ich doch etwas unmotiviert, vor allem da der Regen eigentlich dazu einläd mal die Nase vor die Tür zu strecken und zu gucken, ob der Garten noch lebt. Naja, oder eine Runde auf dem Sofa zu muckeln und ein bisschen zu lesen. *g* Eigentlich sollte die orange Farbe ja zwischen jedem Streichvorgang vier Stunden trocknen, aber so geduldig war ich dann doch nicht. Wenn die Farbe trocken ist, dann streiche ich auch! Und so habe ich zwischen 9 und 16 Uhr drei Farbschichten aufgetragen. Im Moment sieht es eigentlich gar nicht so schlecht aus, abgesehen von der Ritze in der Ecke, die schon von unseren Vormieter nicht richtig gestrichen wurde und deshalb einen helleren Unterton hatte als die restliche Wand. Leider bietet der verregnete Nachmittag nicht die beste Sicht auf die Farbflächen. Wer hätte gedacht, dass eine Winterkatze sich mal strahlendes Sonnenlicht herbeiwünschen würde?

Tja, und der Ende des Tages zeigte: Ich darf Freitag noch einmal die Farbrolle schwingen!

Aber die Kante sah schon gut aus, nur die Fläche war noch immer streifig …

Freitag
Wenn ich heute wenigstens mit der guten Farbe weitermachen dürfte, dann ginge ja alles, aber noch eine Schicht Baumarkt-orange vor mir zu haben, macht mich müde und sorgt dafür, dass ich bis zur Mittagszeit vor dem PC hänge, zur Bibliothek wandere und mich so gar nicht zum Streichen aufraffen konnte … Doch dann ging es los mit der fünften orangen Farbschicht! Immerhin hatten mein Mann und ich gestern Abend beschlossen, dass nach spätestens sechs Schichten Schluss ist und wir dann einfach mit dem Ergebnis leben müssen! Inzwischen kann ich sagen, dass nach sechs Schichten die „hübschen“ Zeichnungen des Vormietertöchterchens nicht mehr durch die Farbe „schimmern“ – und der Farbauftrag lässt sich mit der Farbe wohl nicht besser hinbekommen. Manchmal frage ich mich, warum ich das so perfekt haben will, wenn ich doch davon ausgehen kann, dass bei vier Katzen nach ein paar Wochen wieder genügend Kratzer an der Wand zu sehen sind …

Warum sieht die Kante auf dem Foto so schief aus? Dabei ist sie wunderbar gerade geworden! 🙂

Samstag
Eigentlich wollte ich an diesem Tag mit meinem Mann nur noch zwei Möbel zusammenbauen, Löcher in die Wände bohren, alles an den richtigen Platz schieben, katzensicher anbringen, einen Kalender aufhängen – und am Ende des Samstags sagen: „Alles fertig! Das war eine anstrengende, aber lohnende Woche!“ Stattdessen öffneten wir einen Büroschrank-Bausatz, packten alle Teile aus, sortieren alle Schräubchen und Dübel und was sonst noch dazugehört und musste feststellen, dass vier wichtige Elemente fehlen!

Christie immerhin war mit ihrem neuen Liegeplatz sehr zufrieden …

Leider müssen wir aber den Büroschrank als erstes in die Ecke schieben und dann erst können wir den Rest der Arbeitsecke einrichten, Löcher bohren, eine Katzenbrücke anbringen usw. Und erst wenn die Arbeitsecke eingerichtet ist, dann ist gegenüber genug Platz, um die kleinen DVD/Spiele-Regale zusammenzuschrauben und an die Wand zu dübeln, und erst danach hätten wir den Raum, um auch noch das letzte Möbel zusammenzusetzen und den Fernseher, den DVD-Player und die Konsolen darin zu verstauen …

Theoretisch hätten wir natürlich noch den Weg zum schwedischen Möbelhaus auf uns nehmen können. Aber wir waren beide verflixt müde, genervt und hatten beim besten Willen keine Lust uns am Samstagmittag auf die Autobahn und dann auch noch in das Getümmel beim Möbelriesen zu stürzen. Also werde ich in den nächsten Tagen mit der Aufbauanleitung in der Hand dort aufschlagen und die fehlenden Teile einfordern müssen … Aber nicht heute (Montag), denn gerade warte ich auf den Techniker, der herausfinden soll, warum wir in der Nacht von Freitag auf Samstag auf einmal keinen Kontakt zur Außenwelt mehr hatten. Weder Fernsehen, noch Internet, noch Telefon gingen und auch wenn das wieder funktioniert, so will unsere Anbieter doch wissen, warum es überhaupt ausfallen konnte …

… und hat den Tag entspannt ausklingen lassen (wenn auch nicht mehr auf dem Kartonstapel, denn der war ja inzwischen ausgeräumt, da das unsere Büroschrank werden sollte)

Vorläufiges Renovierungsfazit:

– Eine bepinkelte Wäschewanne, da das Ausgesperrtsein und die Renovierungsunruhe mal wieder zu viel für Shandy waren (immerhin lässt sich so eine Folge innerhalb einer Stunde dank Waschmaschine wieder in Ordnung bringen).
– Kaputte Knie, die sich darüber beschweren, dass sie einige Tage lang ständig auf die Leiter und wieder runterkrabbeln mussten.
– Niemals wieder wird in meinem Haushalt Farbe aus dem Baumarkt gekauft!
– Oh, und auch Renovierungsaktionen können bei mir natürlich nicht ohne „Lektüre“ erledigt werden. Also gab es zur Unterhaltung folgende Hörbücher „Verstand und Gefühl“ (ca. 775 Minuten), „Die kleine Hexe“ (ca. 118 Minuten) und „John Sinclair 47: Die Werwolf-Sippe (Teil 1/2)“ (ca. 47 Minuten)

Frisch eingetroffen: SuB-Zuwachs!

In den letzten Monaten habe ich brav an meinem SuB gearbeitet und auch immer schön mehr gelesen, als ich neu hinzubekommen habe. Aber ganz ehrlich: Die immer größer werdende Leere in meinem Regal machte mich nervös!

Ein Regalboden ist inzwischen ausschließlich mit Hörbüchern und Hörspielen gefüllt, aber trotzdem gab es immer noch genug freie Fläche. Als Erstes wanderten meine Handarbeitssachen mit ins Regal

dann durften die Bibliotheksbücher auch noch einziehen (sonst liegen die nämlich quer vor den anderen Büchern bzw. auf dem Wohnzimmertisch).

Aber selbst mit den liebevoll überlassenen Leihgaben von Irina konnten diese Lücken nicht gefüllt werden!

Doch als buchsüchtiger Mensch habe ich natürlich eine geheime Quelle, auch schlicht „der Chef“ genannt, für meinen Nachschub! Besagter Chef kündigte vor einigen Tagen ein Buchpaket an, allerdings hatte er nur viel zu kleine Versandbehältnisse bei der Hand und hat deshalb freundlicherweise extra für das Verschicken meiner Bücher einen Karton gekauft.

Dank Sendungsverfolgung sah ich, dass meine Lieferung einen Tag lang bei der Post pausierte (wie ich inzwischen weiß, wurde sie dort geflickt), aber heute sollten die Bücher eintreffen. Und da unsere Paketboten unberechenbar sind, bin ich heute nur sehr unwillig kurz aus dem Haus geflitzt, damit ich nicht Gefahr laufen, den Boten zu verpassen. Natürlich kam er dann erst am frühen Abend, aber dafür war mein Karton endlich da!

Nach einem ersten Schreck (ja, das ist wirklich ein Umzugskarton!), habe ich hineingeschaut und festgestellt, dass meine Bücher unter einer dicken Schicht Füllmaterial verborgen waren.

Das Auspacken ist dann immer wie Weihnachten: Man hat eine Ahnung, was darin sein könnte, wird aber auch immer wieder freudig überrascht! Der Chef hatte nicht nur einen Comic („Quintos“) für mich, sondern auch an meine Schwäche für trashige Horror-Hörspiele (John Sinclair) gedacht – und dann waren da natürlich noch die insgesamt 16 neuen Bücher!

Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften
Vanessa Walder: Die Wundernacht des Elfenkönigs
Polly Shulman: Die geheime Sammlung
Thomas Thiemeyer: Der Palast des Poseidon
Craig Russel: Walküre
Michael Rothballer: Götterschild

Awist Ayub: Kick it in Kabul
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Craig Russel: Lennox
Chris D’Lacey: Feuerträne
Timothy Carter: Böser Engel
Rob Thurman: Nachtgeister
Jeff Stone: Schattenfechter
Gabriella Wollenhaupt: Grappa und die keusche Braut
Maria Daniela Raineri: Ti amo heißt Ich liebe dich
Franziska Gehm: Die Vampirschwestern – Der Meister des Drakung-Fu

Dies und Das (4)

Betten beziehen mit Katzen:

Katze 1 vom Kopfkissen verjagen, das Kissen schütteln und wieder hinlegen. Katze 2 vom Nachthemd vertreiben, Nachthemd zusammenlegen. Katze 1-3 von der Bettdecke pflücken, Bettdecke schütteln, zusammenlegen und wieder hinlegen. Katze 4 vom zweitem Kopfkissen heben, Kissen schütteln und wieder hinlegen. Erleichtert beobachten, dass Katze 1 und 4 genervt von den Aktivitäten sind und ins Wohnzimmer wandern. Katze 2 und 3 freundlicherweise auf die schon gemachte Bettdecke umquartieren und hoffen, dass sie lange genug da liegen bleiben, damit man die zweite Bettdecke schütteln, zusammenlegen und wieder hinlegen kann. Feststellen, dass sich Katze 1 (die doch wiedergekommen ist) in der Zwischenzeit auf das Bettlaken gelegt hat und resigniert die Decke auf die Katze legen … Wenn man dann aus dem Zimmer geht, fragt man sich, warum man das Bett überhaupt gemacht hat, denn nun hat man eine Beule unter der einen Bettdecke und zwei genervte Katzen auf der anderen.

Garten:

Verblühte Pfingstrosen abschneiden ist überraschend angenehm. So eine leichte, weiche und duftige Blüte in der Hand zu haben ist ein wunderschönes Gefühl!

Und ich habe heute die Hecke geschnitten, was mich überraschenderweise nur 2,5 Stunden gekostet hat. Jetzt habe ich einen leichten Sonnenbrand und bin per Du mit den Herren von der Abfallbeseitigung.

Das hat dazu geführt, dass ich heute eine Antwort auf eine Frage bekommen habe, die mich seit meiner Kindheit beschäftigt: Wo gehen die während der Arbeitszeit auf Toilette? (Antwort: Nach einer höflichen Frage bei den Leuten, deren Mülltonne sie gerade leeren wollen … )

Außerdem weiß ich nun, dass der einer der Herren ein gelernter Gärtner ist, aber bei der Abfallbeseitigung mehr verdient. Er wäre auch bereit gewesen mir eben die Hecke zu kürzen, wenn ich eine elektrische Heckenschere gehabt hätte. Aber mit meiner niedlichen mechanischen Heckenschere hätte es ihm zu lange gedauert …

Oh, und ich habe unserem Gartennachbarn die Erlaubnis gegeben unsere Haselnuss etwas zu stutzen, weil sie ihm soviel Licht wegnimmt. Ob ihm bewusst ist, dass die Ecke unseres Gartens so zugewuchert ist, dass er sich erst einmal am Baum vorbei durch das Gestrüpp kämpfen muss? Vielleicht habe ich ja Glück und er stutzt noch mehr, dann kann ich mich in den nächsten Tagen weiter auf die Beete konzentrieren …

Sommergarten

Mit leichter Beunruhigung haben wir in den letzten Wochen miterlebt, wie unser Garten immer bunter wurde. So wunderschön der Anblick ist, so sehr ist uns doch bewußt, dass das Unkrautjäten zwischen all der Pracht schwierig wird. Vor allem, da wir uns immer noch nicht so sicher sind, was da eigentlich unerwünscht ist, und was sich langfristig als wunderschöne kleine Blume entpuppen könnte. 😉

Auch beunruhigt mich der Zustand einiger Pflanzen, denn so schön die Rosen blühen, so gibt es doch an den meisten Sträuchern mehr totes Holz als Blüten. Also muss ich unbedingt herausfinden, ob ich die noch so umsorgen kann, dass das Ganze nächstes Jahr wieder gesünder aussieht … Wenn jemand von euch einen guten Buchtipp zum Thema Garten oder Rosen hat, dann bitte her damit!

Bei einigen Pflanzen bin ich mir auch absolut nicht sicher, was für Blumen es sind, wer also eine der abgebildeten Blüten identifizieren kann, der darf mir sehr gern den Namen mitteilen. *g*

Doch bei all den Gedanken, die sich um den Garten drehen, finde ich es einfach nur wunderschön, dass wir diesen Anblick genießen können!

Dies und Das (3)

Fußbodenleisten machen einen neuen Fußboden noch viel schöner!

Nach drei Wochen, in denen der Kühlschrank im Flur neben dem Wohnzimmer und Geschirr und Lebensmittel in dem Raum neben der Küche standen, benötigt mein Mann fast eine Woche, um nicht ständig im Flur zu stehen, weil er etwas aus dem Kühlschrank sucht. Ich hingegen habe mich nach dem zweiten Tag daran gewöhnt, dass eine Bitte um Teller dazuführt, dass er die Küche verlässt …

Ich habe viele Jahre in einem umgebauten Lehm-Fachwerk-Haus gelebt und war so gut wie nie krank, jetzt wohne ich seit einigen Monaten in einem Steinhaus und habe schon die dritte oder vierte Erkältung – wer hätte gedacht, dass ich so empfindlich auf das Wohnklima reagiere … Je erkälteter ich bin, desto mehr besteht Logan darauf auf meinem Kopf zu schlafen – das ist bestimmt ganz lieb gemeint, führt aber eher dazu, dass er in der Nacht im hohen Bogen aus dem Schlafzimmer fliegt.

Wenn man den größten Raum in der Wohnung für Umzugskisten und Baumaterialien nutzt, dann kommt irgendwann der Tag, an dem man keine Ahnung hat, wo man die drei großen Eimer mit Profifarbe noch unterbringen soll. Nur gut, dass der Kühlschrank nicht mehr im Flur steht, so gibt es einen „leeren Platz“, an dem die Eimer erst einmal stehen können.

Heute hatte ich zwischen Tau und Regen nicht genug Zeit den Rasen zu mähen. Dafür hätte ich die Postbotin empfangen können, wenn sie mir denn endlich mein schon lange erwartetes Buch vorbeigebrach hätte. Wetten, dass sie erst wieder klingelt, wenn ich doch mal zum Rasenmähen komme?

Nachtrag: Hah, wenn ich gewußt hätte, dass Jammern hilft, dann hätte ich diesen Beitrag schon gestern eingestellt. 😉 Meine Nase ist gerade frei und der Paketbote brachte mein Buch! *kicher*

Ich warte ja auch erst seit über drei Wochen! Leider muss ich vorher noch ein paar andere Bücher lesen, aber am Wochenende stürze ich mich auf das fünfte Bridgerton-Liebesabenteuer!