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Towel Day

In den letzten Tagen habe ich erstaunlich oft an Douglas Adams denken müssen. Auf der einen Seite habe ich überlegt, dass ich seine Figur Dirk Gently mal für mein „Figurenkabinett“ nehmen könnte, auf der anderen Seite bin ich über Katrins Beitrag gestolpert, in dem sie verkündet, dass sie jetzt endlich das Hörbuch von „Das Leben, das Universum und der ganze Rest“ hören würde. Außdem habe ich mich vor wenigen Wochen noch mit meinem Mann über „Die Letzten ihrer Art“ unterhalten und das alles hat dazu geführt, dass ich beschlossen habe, den diesjährigen „Towel Day“ zu begehen.

Vermutlich wird es keinem Menschen auffallen, denn so wie es momentan aussieht, werde ich den Tag mit Gartenarbeit und am PC verbringen, aber das ist zweitrangig. Ich werde heute ein Handtuch bei mir haben, das sich in den letzten Jahren als ungemein praktisch erwiesen hat, und ich bin mir sicher, dass es mir heute von großem Nutzen sein wird. Und immer wenn ich es zur Hand nehme, dann denke ich dabei an Douglas Adams und die amüsanten und nachdenklichen Stunden, die er mir mit seinen Büchern bereitet hat, und an die Menschen, mit denen ich mich über diesen Schriftsteller und sein Werk unterhalten habe.

Urlaubswochenende

Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal verreist bin – wenn ich mal von der Fahrt zu den Schwiegereltern vor fast 1,5 Jahren absehe -, aber am Freitag habe ich mich todesmutig der Bahn anvertraut, um nach fünf Jahren endlich mal wieder eine Freundin zu treffen. Blöderweise war ich so geschickt und habe mir auf dem Weg zum Bahnhof einen Nerv eingeklemmt, so dass ich mich das ganze Wochenende über sehr vorsichtig bewegen musste, aber irgendwie läuft das immer so, wenn ich mal verreise. Ansonsten verlief die Hinfahrt ungewöhnlich unspektakulär und dank mehrerer Terminverschiebung meiner Freundin musste ich nicht einmal – wie vorher angekündigt – einige Stunden in Stuttgart totschlagen, bevor wir uns treffen konnten. So wurde ich mittags mit dem Auto am Stuttgarter Bahnhof abgeholt und nach Esslingen gefahren und konnte schon mal einen gründlichen Blick auf die Weinberge werfen, die die Stadt umgeben.

Ich muss gestehen, ich habe mich regelrecht in den Ort verliebt, denn so eine hübsche Fachwerk-Altstadt habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Auch die Wohnung meiner Freundin ist einfach bezaubernd: Eine verwinkelte kuschelige Dachwohnung, die direkt in der Altstadt neben einer heimeligen Einkaufsstraße liegt. Die Wohnung verfügt über viele gemütlichen Ecken, faszinierende Schrägen und bietet einen tollen Blick über die Dächer der Stadt bis zu den Weinbergen. Und trotz der zentralen Lage (und einer Veranstaltung in der Stadt) ist es das ganze Wochenende wunderbar ruhig in der Wohnung gewesen!

Den Freitagnachmittag hat meine Freundin dann genutzt, um mir einen ersten Blick auf die Innenstadt zu gönnen. Die Sonne schien ganz wunderbar, die Fachwerkhäuser wirkten alle so muckelig und die ganze Stadt wimmelte nur so vor bezaubernden kleinen Geschäften. Mit der Kamera in der Hand habe ich mich wie ein ganz normaler Tourist benommen und ganz viele Schnappschüsse gemacht. Gekrönt wurde der Stadtbummel dann noch von einem sehr leckerem Rharbarbertörtchen und einer besonders guten Heißen Schokolade – eigentlich wollten wir am nächsten Tag noch einmal in das Café gehen, aber leider haben wir das nicht mehr geschafft. Später am Abend wurde ich dann liebevoll bekocht und wir haben bis tief in die Nacht geschwatzt. Nach so vielen Jahren, in denen wir uns nur alle paar Monate mal am Telefon ausgetauscht haben, war doch ein bisschen was aufzuholen.

Samstags begann dann der Esslinger Frühling und als wir nach einem geruhsamen Frühstück die Innenstadt enterten, wimmelten die Straßen schon vor lauter Leuten, die sich die diversen Stände angucken wollten. Bei dem Aprilwetter haben aber nicht viele von ihnen sehr lange durchgehalten, denn bei den heftigen Schauern war man schnell bis auf die Haut durchnässt. Besonders für die Standbetreiber muss das ärgerlich gewesen sein, denn abgedeckte Auslagen guckt man sich so schnell ja doch nicht an und bei dem Wetter stundenlang unter einem kleinen Zeltdach zu stehen, ist auch nicht so besonders gemütlich. Wir hingegen haben uns irgendwann ein leckeres Eis gegönnt (wobei die erste Portion von der Bedienung mit Schwung auf meiner Hose platziert wurde) und sind erst weitergeschlendert als der schlimmste Regen vorbei war …

Und da auch der Samstag wieder sehr spät endete, haben wir den Sonntag geruhsam in der Wohnung meiner Freundin verbracht bis ich am Nachmittag wieder aufbrechen musste. Nur das deutliche Kürzen meiner Haare hätten wir vielleicht nicht gerade auf Sonntagmittag legen sollen, weil die letzten Korrekturen an meinem neuen Haarschnitt von meiner Freundin mit einem leicht panischen Blick auf die Uhr durchgeführt wurden. Denn während des Wochenendes hatte ich mir überlegt einen Zug früher nach Stuttgart zu fahren, weil die von der Bahn angedachte Zeit zum Umsteigen mir mit dem kaputten Rücken etwas knapp erschien. So musste ich etwas früher los – wobei ich dank Verspätung des ersten Zuges dann doch wie ursprünglich geplant in Esslingen abgefahren bin und dann mit meinem Gepäck quer durch den Stuttgarter Bahnhof hetzen durfte. Von diesen Minuten abgesehen verlief die Heimfahrt ohne weitere Zwischenfälle (auch wenn ich auf die Unterhaltung durch meine Mitreisenden hätte verzichten können, die sich ernsthaft und etwas wirr über Astrologie, Naturheilkunde und ähnliche Themen austauschten, während ich mein Buch beenden wollte) und an meinem Heimatbahnhof wurde ich schon von meinem Mann erwartet, der für den restlichen Weg den Gepäckträger spielte.

Nach dem Wochenende hoffe ich sehr, dass ich es nicht erst wieder in fünf Jahren zu meiner Freundin schaffe. Das Wiedersehen war so schön und diese wenigen Tage waren voller neuer Eindrücke und gemütlicher und erholsamer Moment, dass ich mich schon sehr auf meine nächste Reise in diese Richtung freue!

Buchrausch und Leseeindrücke II

Weil der gestrige Beitrag sonst zu lang geworden wäre, geht es heute weiter mit den Leseeindrücken …

Am Samstag hatte ich dann das Gefühl, dass ich etwas Abwechslung von den Liebesromanen und Cozies bräuchte und habe zu „Ruf des Mondes“ von Patricia Briggs gegriffen. Leider hat Irina dazu keine Rezension online, also muss ich mir hier doch etwas mehr Mühe geben. 😉 „Ruf des Mondes“ ist der erste Band einer Urban-Fantasy-Reihe rund um die Automechanikerin Mercy Thompson. Doch Mercy ist nicht nur eine Mechanikerin, sondern auch eine Kojotin, d. h., sie hat die angeborene Fähigkeit, ihre Gestalt in die eines Kojoten zu wandeln. Und weil ihre Mutter, die ein ganz normaler Mensch ist, keine andere Lösung fand, ist Mercy bei einem Rudel Werwölfe aufgewachsen, von dem sie sich vor einigen Jahren getrennt hat.

Fern von allem, was sie an ihre Kindheit erinnert, hat sich Mercy ein zufriedenstellendes Leben als Besitzerin einer eigenen Werkstatt aufgebaut. Ab und an bringt sie den Anführer des örtlichen Werwolf-Rudels – der auch noch ihr direkter Nachbar ist – auf die Palme, die Schutzgeld-Zahlungen an den herrschenden Vampir-Clan arbeitet sie als Mechanikerin ab, und ansonsten versucht sie so unauffällig wie möglich zu leben. Zwar haben sich die niedrigeren Angehörigen des Feenvolks schon vor einiger Zeit der Menschheit gegenüber geoutet, aber Werwölfe, Vampire und die mächtigeren Feenvölker verbergen ihre Existenz immer noch vor der Allgemeinheit. Als dann ein junger Werwolf in Mercys Werstatt auftaucht, der keine Ahnung von den Regeln hat, die mit seinem Dasein als Werwolf verbunden sind, und als dieser dann noch von weiteren ungewöhnlichen Werwölfen und einigen soldatisch wirkenden Männern gejagt wird, beginnt für Mercy eine gefährliche Zeit.

Irgendwie beschleicht mich gerade der Eindruck, dass das hier eine richtige Rezension wird, wenn ich mich nicht zügle. 😉 Also gibt es nur noch ein kurzes Fazit: Mir hat die Geschichte wirklich Spaß gemacht! Ich mag die Fantasywelt, die Patricia Briggs da geschaffen hat, die vielen Gedanken, die sich die Autorin um das Rudelleben und die verschiedenen übernatürlichen Wesen gemacht hat, und ich fand die Handlung wirklich spannend. Und nun bin ich ein klitzekleines bisschen sauer auf Irina, weil sie der Grund dafür ist, dass ich nun eine sechsteilige Reihe auf meinen Wunschzettel setzen musste – abgesehen davon, dass die Autorin noch mehr Serien geschrieben hat, die ich mir mal angucken könnte …

Und weil ich es so genossen habe, ein Urban-Fantasy-Buch zu lesen, habe ich Samstagabend zu meiner letzten Wühltischeroberung gegriffen (warum habe ich den Roman eigentlich nicht in meine SuB-Liste eingetragen?). Angenehmerweise hat Irina „Im Namen der Engel“ von Mary Stanton schon gelesen und rezensiert und deshalb mache ich es mir wieder einfach: Solange man keinen Blick auf den Klappentext wirft, ist das ein wirklich netter und amüsanter Reihenauftakt! Mir liegt Mary Stantons Humor, ich fand die Hauptfigur Bree sympathisch und ihre Versuche, mit all den skurrilen Gestalten um sich herum umzugehen, haben mich gut unterhalten. Das Buch ist keines, das man unbedingt gelesen haben muss, und ich werde die restlichen Teile auch nicht auf meine Wunschliste setzen, aber wenn ich jemanden finden sollte, der mir die weiteren Teile leiht (unsere Bibliothek hat die natürlich nicht im Bestand), oder wenn ich wieder einen Band auf dem Wühltisch finden sollte, dann greife ich bestimmt zu.

Sonntagmittag stand ich dann vor der Frage, was ich als nächstes lesen sollte. Ich hatte zwar noch ein paar Liebes- und Urban-Fantasy-Romane in der Leihschublade, außerdem habe ich schon seit Wochen vor, „Die Straße der tausend Blüten“ zu beenden, aber so richtig gereizt hat mich das alles nicht. Schließlich ist mein Blick auf „An Artificial Night“, den dritten October-Daye-Band, gefallen und so habe ich den restlichen Sonntag und einen Teil des Montags mit diesem Roman verbracht. Da ich den noch für die English-Challenge rezensieren werde, gibt es hier keinen Leseeindruck … oder vielleicht doch einen ganz kurzen: Auch der dritte Teil hat wieder eine ganz eigene Atmosphäre, wofür ich die Reihe wirklich mag!

Insgesamt habe ich in den letzten Tagen 2624 unterhaltsame Seiten gelesen, ein Buch vom SuB und fünf Leihbücher geschafft und nun stehe ich mal wieder vor der Frage, was ich als nächstes lesen soll. Manchmal ist es nicht gerade einfach, wenn man so viel Auswahl hat. 😉

Buchrausch und Leseeindrücke I

Der April scheint für mich eine Zeit zu sein, in der ich in wenigen Tagen sehr viel lese – zumindest habe ich vor fast genau einem Jahr schon einmal einen Beitrag dazu gebloggt. Dabei kann ich dieses Mal vor allem Irina die Schuld an meinem Buchkonsum geben, denn die hat mir eine Kiste mit Leihbüchern zugeschickt – dabei habe ich noch eine Ladung von ihr im Haus, die ich endlich mal wieder zurückschicken will. Und weil das Zurückschicken vor allem daran scheiterte, dass ich nur riesige Kartons im Haus habe, habe ich mir gedacht, dass ich aus ihren zwei Leihbücher-Päckchen ein großes Paket machen könnte. Doch um das endlich abzuschicken, muss ich ja erst ein paar der neuen Leihbücher gelesen haben …

Deshalb habe ich am Mittwoch zu „Fang des Tages“ und „Tante Dimity und der verschwiegene Verdacht“ gegriffen und da beide Bücher so flüssig zu lesen waren, hatte ich sie auch vor dem Schlafengehen auch beendet. Dass ich an dem Tag sehr spät ins Bett gefunden habe, hat selbstverständlich kaum etwas damit zu tun, dass ich „Tante Dimity“ noch eben abschließen wollte … 😉

Und weil ich hier nur Leseeindrücke posten will, mache ich es mir einfach und verlinke Irinas Rezension (soweit vorhanden) zu dem jeweiligen Titel – da könnt ihr dann mehr über den Inhalt erfahren. 😉

Auf „Fang des Tages“ von Kristan Higgins war ich neugierig geworden, weil so viele Blogger von diesem Buch geschwärmt haben. Ich bin nicht sooo unglaublich hingerissen von der Geschichte (und der männlichen Hauptfigur 😉 ) wie viele andere, habe mich aber beim Lesen gut unterhalten gefühlt. Und ich muss der Autorin zugute halten, dass es ihr gelungen ist, Maggie so zu gestalten, dass man bei all den Fettnäpfchen, die sie mit voller Wucht trifft, weniger Fremdscham verspürt als Mitgefühl – und ich finde, dass das wirklich eine Kunst ist. Außerdem gestehe ich, dass es eine Szene gab, bei der ich ganz schrecklich geheult habe, aber mit alten Hunden kann man mich auch wirklich schnell rühren.

Von „Tante Dimity und der verschwiegene Verdacht“ von Nancy Atherton hatte mir Irina ersthaft abgeraten, aber ich wollte mir einen eigenen Eindruck von der Serie verschaffen. Im Gegensatz zu Irina fand ich den Roman wirklich unterhaltsam. Ich bin nicht überwältigt von den Figuren und der Handlung, und der Krimianteil war auch nicht mitreißend, aber die Geschichte war nett, hatte einige atmosphärische Momente, skurrile bis sympathische Figuren, und ich habe einen wirklich netten Abend damit verbracht. Ich bin jetzt nicht so hingerissen, dass ich mir die Reihe sofort zulegen möchte, aber wenn ich Teile davon in der Bibliothek finden sollte, dann werde ich bestimmt noch den einen oder anderen Band antesten und mir damit ein paar entspannte Stunden gönnen.

Donnerstag ging es dann weiter mit „Frühlingsträume“ von Nora Roberts und ich fürchte, ich bin beim Lesen zu der Erkenntnis gelangt, dass meine Nora-Roberts-Zeiten wirklich vorbei sind. Ich hatte schon vor über zwei Jahren in einem Beitrag geschrieben, dass ich zu der Autorin ein zwiespältiges Verhältnis habe, war aber immer noch davon ausgegangen, dass ich ihre normalen, simplen Liebesgeschichten immer noch  unterhaltsam finde. Doch bei „Frühlingsträume“ war ich ziemlich genervt, weil ich beim Lesen ständig das Gefühl hatte, ich könnte eine langweilige Zutatenliste abhaken. Wenn ich das nächste Mal meine Buchkartons durchwühle, muss ich mal nach meinen Lieblingsreihen von der Autorin gucken und herausfinden, ob ich die immer noch mag oder nicht …

Und weil ich nach der Enttäuschung mit dem Nora-Roberts-Roman noch etwas Abwechslung vor dem Schlafengehen suchte, habe ich Donnerstagabend noch zu „Mrs. Wilcox und die Tote auf der Terrasse“ von Emilie Richards gegriffen. Für mich nicht der beste Cozy, den ich bislang gelesen habe, aber sehr unterhaltsam. Ich habe das Gefühl, dass die Autorin anfangs selbst noch in die Geschichte und ihre Figuren reinfinden musste, aber spätestens nach der Hälfte hatte sich Emilie Richards dann so gesteigert, dass ich Freitagmittag das Buch erst einmal auslesen musste, bevor ich mich meinen anderen Vergnügungen widmete. Der Krimianteil war nicht so durchschaubar wie bei manch anderem Cozy Mystery, Aggie und ihre Familie waren mir sehr sympathisch und sind mir – ebenso wie einige Freunde und der ermittelnde Polizist – wirklich ans Herz gewachsen. Außerdem lässt mich die Vorschau auf den nächsten Band bedauern, dass meine Bibliothek die Bücher nicht zur Verfügung stellt. Kaufen würde ich mir die Romane vermutlich nicht, dafür gibt es dringendere Titel auf meiner Wunschliste, aber trotzdem würde ich gern weitere Bände der Reihe lesen.

Damit das hier nicht unlesbar lang wird, teile ich den Beitrag lieber und poste den zweiten Teil morgen.

Frühling II

Ich bin heute Vormittag schnell in den Garten gehuscht, um ein paar Fotos zu machen. Vor allem wird darauf wohl deutlich wie radikal wir in den letzten Tagen vorgegangen sind. 😉

Das hier sind die Überreste der Haselnuss, daran werde ich noch eine ganze Weile arbeiten müssen.
Oh, und wie man sieht, haben unsere Vormieter noch ein paar Sachen im Garten gelassen, die bislang hinter Sträuchern verborgen waren …

Dieser zarte braune Sprössling ist eine Walnuss – und nachdem ich schon einige davon ausgebuddelt habe, kann ich sagen, dass sich die Wurzeln dieser Pflanze vermutlich drei Meter in jede Richtung ausgebreitet haben … *seufz*

So sehen die Teile des Gartens aus, wo ich schon Wurzeln entfernt habe.
Wobei man hier noch eine Wurzel quer im Bild sehen kann, bei der ich noch weiter buddeln muss.

Und nachdem ich schon ein paar Runden zum Abfallhof gefahren bin, habe ich noch diesen Haufen Äste vor mir. Blöderweise muss ich das alles klein genug machen, damit ich es in den Kofferraum quetschen kann, was einige Zeit dauert!

Zum Glück gibt es auch ein paar Lichtblicke, sonst würde das gerade recht wenig Spaß machen. Aber ein Blick auf die kleinen blauen Blüten in meinen Beeten sorgt wieder für gute Laune.

Und die erste Osterglocke zeigt sich auch schon …
Außerdem habe ich beschlossen, dass die Thuja noch ein Jahr stehenbleiben darf, da die Nachbarn gerade ebenfalls gerodet haben und ich mich nicht entscheiden kann, was ich dann als Sichtschutz zum Kindergarten verwenden werde. Die meisten Lösungen sind mir gerade schlicht und einfach zu teuer oder schrecklich hässlich … 😉

Frühling

Am Wochenende sollen die Temperaturen auf über zwanzig Grad steigen und das erste frische Grün zeigt sich im Garten. Für mich bedeutet das in diesem Jahr nicht, dass ich mich so langsam ans Unkrautzupfen mache – auch wenn das natürlich schon wieder kräftig wächst (ob ich den Kriechenden Hahnenfuß je aus meinem Garten bekomme?) -, sondern dass ich mich auf Astschere, Säge und Spitzhacke stürze.

Ich will den hintern Teil des Gartens kräftigt ausmisten und habe jetzt schon die Entdeckung machen müssen, dass wir wohl ein paar Meter mehr Tiefe haben, als wir dachten. Ich weiß, dass das komisch klingt, aber da hinten ist so dichtes Gebüsch, dass wir da bislang nicht bis ins letzte Ende vorgedrungen sind. Aber nun steht fest, dass der eine Baum doch noch zu unserem Grundstück gehört und nicht zu den Nachbarn und dass ich deutlich mehr Rodungsarbeit vor mir habe als erwartet.

Ärgerlicherweise muckt mein rechter Arm schon nach der Arbeit der vergangenen Tagen und so werde ich mir die Gartenarbeit gut einteilen müssen, während mein armer Mann am Wochenende eingespannt wird. Alle anderen Freizeitaktivitäten (vor allem das Schreiben und Handarbeiten) werde ich dafür etwas zurückfahren damit der Arm durchhält – also wundert euch nicht, wenn es hier bei mir etwas stiller wird.

Auf jeden Fall freue ich mich schon darauf, vorsichtig ein paar neue Sachen anzupflanzen. Im Moment sieht es – dank der Nachbarn, die an der Stelle nichts über einem Meter haben wollen, damit es bei ihnen nicht zu viel Schatten gibt – zwar schlecht aus für eine zweite Magnolie, aber ich habe noch ein paar andere hübsche Pflanzen gefunden, die sich gut in meinem Garten machen würden. Aber erst einmal muss ich weiter Thuja, Haselnuss und ein paar unidentifizierte Sträucher killen … Oh, und die acht kniehohen Walnussbäumchen, die so liebevoll von den Eichhörnchen gepflanzt wurden, müssen auch dran glauben!

Wenn ich das alles geschafft habe, dann habe ich mir ein langes Urlaubswochenende verdient und deshalb plane ich Ende April auch schon den Besuch bei einer Freundin. Irgendwie ist es ganz schön, wenn der Frühling so viele Pläne mit sich bringt …

„8 Dinge zu einem Thema“-TAG

Pero hat mich vor ein paar Tagen zwei Wochen „getaggt“ und wollte von mir acht Dinge zu dem Thema „Comics und Mangas“ wissen.

Die Regeln zu diesem TAG lauten folgendermaßen:

1. Schreibe, von wem du getaggt wurdest, und verlinke ihn/sie.
2. Schreibe 8 Dinge über dich auf, die zu dem vom Vorgänger gewählten Thema passen.
3. Tagge 8 weitere Leute.
4. Sag den getaggten Leuten Bescheid.
5. Stelle selbst ein Thema auf, das die anderen „betaggen“.

1. Ich schränke mich beim Comiclesen ebenso wenig ein wie beim Lesen von Büchern, was dazu führt, dass ich nicht nur Comics aus den verschiedensten Ländern, sondern auch aus den unterschiedlichsten Genres lese. Trotzdem liegt mein Schwerpunkt seit einigen Jahren vor allem bei den Manga, da im japanischen Raum einfach das breiteste Spektrum geboten wird.

2. Mit dem „Comiclesen“ habe ich angefangen, bevor ich noch die ersten Buchstaben gelernt hatte. Sowohl mein Vater als auch meine ältere Schwester mochten Comics und ich habe von „Asterix und Obelix“ über „Peanuts“ bis zu „Superman“ und „Green Lantern“ alles mit großem Interesse angeguckt (und zum Teil meine eigenen Geschichten zu den Bildern erfunden).

3. Obwohl mir sehr wohl bewusst ist, dass in den USA auch Comics ohne Superhelden und Disneyfiguren produziert werden („Emma“, die neuste Jane-Austen-Umsetzung von Nancy Butler, ist zum Beispiel schon vorbestellt), stehen US-Veröffentlichungen trotzdem nicht sehr hoch auf meiner Prioritätenliste. Auch wenn ich wirklich tolle Stunden mit Wonder Woman, Batman und ihren Kollegen verbracht habe, gehe ich inzwischen viel zu kritisch an diese Art von Geschichten heran.

4. Auch mit deutschen Comic-Zeichnern habe ich so meine Probleme – vermutlich deshalb, weil ich da viel zu viele „Nabelschau“-Geschichten in die Finger bekommen habe. Nach einigen erschreckend humorlosen „ich bin ein von meinen Altergenossen ungeliebter Geek, der seine alltäglichen Belanglosigkeiten öffentlich verarbeitet“-Comics hatte ich für einige Jahre erst einmal die Nase voll von deutschen Comics. Dank Sarah Burrini und ihren Web-Comic-Empfehlungen ändert sich das aber gerade wieder. So richtig erwischt hat mich zwar noch keine der empfohlenen Seiten, aber ich habe den verschiedenen Geschichten immerhin ein paar vergnügliche Stunden zu verdanken.

5. Bei den Manga lese ich von rosaroten Kleinmädchen-Geschichten über historische Erzählungen, Kriminalgeschichten, Horror, Science Fiction, Fantasy bis zu Veröffentlichungen, die gesellschaftskritisch aktuelle oder vergangene Geschehnisse beleuchten. Dabei muss ich zugeben, dass es deutlich leichter ist, Kleinmädchen-Geschichten in die Finger zu bekommen als die eher wenig beachteten kritischeren Manga. Gerade deshalb bin ich immer froh, wenn ich mal einen Band in die Hände bekomme, der mir eine – für mich neue – Seite von Japan zeigt oder mir wieder etwas zur japanischen Geschichte erzählt. Allerdings sorgen die Preise gerade dieser Veröffentlichungen auch dafür, dass ich mir diese Ausgaben lieber schenken lasse … 😉

6. Bevor die Manga die deutschen Buchhandlungen erreichten, mussten die „frankobelgischen“ Comics meinen Bedarf nach Genrevielfalt stillen. Aber so richtig glücklich war ich nur mit wenigen Titeln, in der Regel fand ich immer einen „schwerwiegenden“ Kritikpunkt, der dafür sorgte, dass ich nicht langfristig dabeigeblieben bin. Gut gefallen hat mir in den letzten Jahren vor allem eine Geschichte von Manuel Bichebois (Autor) und Didier Poli (Zeichner). Obwohl „Kind des Blitzes“ eine klassische (und klischeereiche) Fantasyhandlung erzählt, haben mich die atmosphärischen Zeichnungen wirklich angesprochen.

7. Im März erscheint mit „Aufzeichnungen aus Jerusalem“ ein neuer Comic von Guy Delisle und ich bin sehr gespannt auf diese Veröffentlichung. Inzwischen gehören die Comics dieses Zeichners für mich zu den „Must Have“-Titeln, auch wenn ich sie oft erst einmal nur auf den Wunschzettel setze und hoffe, dass sich jemand zu Geburtstag oder Weihnachten dieses Wunschtitels annimmt. Guy Delisles Zeichenstil finde ich gewöhnungsbedürftig, aber nicht schlecht. Vor allem aber fand ich seine persönliche Sicht auf Pjöngjang, Shenzhen und Birma so interessant und reizvoll, dass ich mir wieder einige fesselnde und unterhaltsame Stunden von „Aufzeichnungen aus Jerusalem“ verspreche.

8. Wie beim Lesen von Büchern besteht mein größtes Problem bei den Comics in der Lagerung. Abgesehen davon, dass ich immer noch keine neuen Regale habe und meine Bücher, Manga und Comicalben in Umzugskartons ruhen, gibt es da noch die seperaten Comic-Kartons für die Heft-Ausgaben. Mein Anteil ist da zwar überschaubar, aber zusammen mit der – ungleich größeren – Sammlung meines Mannes kommen wir doch auf mehrere Kartonstapel. In der früheren Wohnung gab es für die Comic-Kartons ein Extraregal, aber das reichte schon vor dem Umzug nicht aus – und seitdem sind weiterhin monatlich neue Hefte in unseren Besitz gelangt. Spätestens wenn wir die geplante „Bibliothek“ einrichten, muss ich mir dafür aber etwas einfallen lassen …

***

Da ein vorsichtiges Befragen einiger Blogger gezeigt hat, dass relativ wenig Leute Lust darauf haben, „getaggt“ zu werden, stelle ich einfach hier ein Thema zur Verfügung. Wer mag, kann es entweder in den Kommentaren beantworten oder auf den eigenen Blog mitnehmen. Da fände ich es dann schön, wenn mir der Beitrag hier verlinkt würde. Und das Thema,  zu dem ich gern etwas von euch wissen würde, lautet:

Buch vs. Hörbuch

[Kulinarisches] Asiatische Zwiebelsuppe

Ich muss zugeben, dass ich keine Ahnung habe, wo dieses Rezept ursprünglich herstammt. Ich weiß noch, bei welchen Freunden ich die Suppe zuerst gegessen habe und ich erinnere mich daran, dass ich sie an dem Samstag, bevor ich Shandy zu mir geholt habe, für meine Geburtstagsgäste gekocht habe.

Die Zutatenzusammenstellung ist sehr ungewöhnlich und hätte ich sie nicht erst gegessen und dann erst das Rezept bekommen, dann hätte ich vermutlich keinen Versuch mit der Suppe gewagt. Aber allen Skeptikern kann ich versichern, dass dieses Gericht wirklich lecker ist! Auch wenn die Konsistenz eher an einen Eintopf als an eine Suppe erinnert. 🙂

Zutaten für vier Personen:

200 g Gemüsezwiebeln, geschält und gewürfelt
1 Knoblauchzehe, geschält und fein gewürfelt
100 g Naturreis
2 TL Curry
1 l Gemüsebrühe

1 Banane, püriert
100 ml Sahne
2 EL Weißwein
1-2 EL Zitronensaft
2 EL Mangochutney
Salz
Pfeffer
etwas Öl zum Anbraten

Die Zwiebeln und den Knoblauch in einem Topf mit etwas Öl goldgelb anbraten, dann den Reis und das Curry zugeben und kurz mitrösten. Die Zwiebel-Reis-Mischung dann mit Gemüsebrühe aufgießen und 45 Minuten kochen lassen. Danach die restlichen Zutaten zugeben und das Ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Ich mache gern die doppelte Portion und friere einen Teil der Suppe dann ein. Wenn man die langsam erwärmt und nicht zu heiß werden lässt, dann schmeckt sie ebenso gut wie vor dem Einfrieren. Außerdem essen wir die Suppe grundsätzlich zwei Tage hintereinander, denn aufgewärmt schmeckt sie noch besser als frisch gekocht. Ich liebe diese milde Würzigkeit mit der leichten Fruchtnote.

Oh, und wer keine Bananen oder Curry mag: Beide Geschmackskomponenten sind nicht so dominant, dass sie euch abschrecken sollten. Aber sie sind notwendig für das Gesamtergebnis – während man den Knoblauch oder den Wein im Zweifelsfall auch weglassen kann.

P.S.: Wer sich gerade wundert, weil dieser Beitrag schon vor ein paar Tagen im Feed-Reader angezeigt wurde: Anscheinend habe ich beim Tippen mit dem Netbook mal wieder unbeabsichtigt eine Tastenkombination erwischt, die den Beitrag freigeschaltet hat, während ich eigentlich gerade in meine Rezeptkladde guckte. Das kommt davon, wenn man „mal eben“ am Montagabend einen Beitrag vorbereiten will, während die Nudeln für den Auflauf gerade überzukochen drohen … *g*

Frohes neues Jahr!

Ich hoffe, dass ihr alle den Übergang von 2011 zu 2012 so angenehm wie möglich verlebt habt!

Wir haben auch dieses Jahr den Jahreswechsel gemütlich verbracht, haben am Nachmittag eine weitere Runde mit dem Brettspiel „Arkham Horror“ gewagt (welche dieses Mal deutlich schneller ging als beim ersten Versuch), haben abends ein leckeres Spinat-Sahne-Fondue genossen (zum Jahresanfang gibt es Pasta mit der restlichen Sauce 😉 ) und dann habe ich mich mit dem Leeren meines Feed-Readers beschäftigt und die Katzen im Auge behalten, während mein Mann das Jahr mit einer „entspannten“ Runde „Dark Souls“ beendete.

Da schon seit zwei Tagen immer wieder Böller zu hören sind, haben die Katzen das Feuerwerk einige Stunden lang recht stoisch ertragen, nur zur Mitternacht wurden die Tiere dann doch etwas gestresster, da man dann deutlich gemerkt hat, dass nun größeres Feuerwerk in Deutschland verkauft werden darf. Da wir von keinem unserer Fenster aus einen guten Blick auf den Nachthimmel hatten, fühlte sich der Jahreswechsel ein bisschen an wie ein Kriegsfílm mit Schnellfeuer im Hintergrund und Schießpulverrauch in der Luft.

Für 2012 wünsche euch viel Glück, Gesundheit, schöne Bücher, gemütliche Lesezeit und viele wunderschöne und erinnerungswürdige Erlebnisse!