Schlagwort: Diverses

Gelesen: Oktober, November, Dezember 2011

Januar, Februar, März 2011
April, Mai, Juni 2011
Juli, August, September 2011

Bücher:

  1. Ben Aaronovitch: Die Flüsse von London
  2. Peter Abrahams: Was geschah in Echo Falls (Echo Falls 1)
  3. Peter Abrahams: Hinter dem Vorhang (Echo Falls 2)
  4. Peter Abrahams: … und verliefen sich im Wald (Echo Falls 3)
  5. Sharon Ashwood: Höllenherz (The Dark Forgotten 4)
  6. Robert Asprin und Jody Lynn Nye: Ein Dämon muss die Schulbank drücken
  7. Robert Asprin und Jody Lynn Nye: Des Dämons fette Beute
  8. Helmut Barz: WestEnd Blues
  9. Malorie Blackman: Boys don’t cry
  10. Alan Bradley: Flavia de Luce – Halunken, Tod und Teufel
  11. Jim Butcher: Dead Beat (Dresden Files 7)
  12. Lieneke Dijkzeul: Vor dem Regen kommt der Tod
  13. Thorarinn Eldjarn: Die glücklichste Nation unter der Sonne
  14. Anke Gröner: Nudeldicke Deern – Free your mind and your fat ass will follow
  15. Sarah MacLean: Mit neun verruchten Dingen einen Lord bezwingen
  16. Petros Markaris: Balkan Blues
  17. L. J. McDonald: Die Krieger der Königin
  18. Seanan McGuire: Winterfluch (October Daye 1)
  19. Seanan McGuire: A Local Habitation (October Day 2)
  20. Robin McKinley: Rose Daughter
  21. Kathryn Miller Haines: Miss Winter lässt nicht locker
  22. Rachel Neumeier: Der Greifenmagier 1 – Herr der Winde
  23. Kerstin Pflieger: Die Alchemie der Unsterblichkeit
  24. Phil Rickman: Mittwinternacht (Merrily-Watkins-Mystery Bd. 2)
  25. Rick Riordan: Im Bann des Zyklopen (Percy Jackson 2)
  26. Rick Riordan: Der Fluch des Titanen (Percy Jackson 3)
  27. Rick Riordan: Die Schlacht um das Labyrinth (Percy Jackson 4)
  28. D. E. Stevenson: Stich ins Wespennest
  29. Peter Schwindt: Flüsternde Schatten (Libri Mortis 1)
  30. Peter Schwindt: Schlaflose Stimmen (Libri Mortis 2)
  31. Peter Schwindt: Lauernde Stille (Libri Mortis 3)
  32. Donna VanLiere: Ein Engel zur Weihnacht
  33. Andrea Walter: Wo Elfen noch helfen
  34. Kiersten White: Flames’n’Roses
  35. Susan Wiggs: Versprechen eines Sommers

Comic/Manga:

  • Boyfriend 1 (Manga)
  • Detektiv Conan vs. Kaito Kid (Manga)
  • Detektiv Conan 71 (Manga)
  • Gintou Graveyard (Manga)
  • Hiki (Manga)
  • Mirai Nikki 2 (Manga)
  • Pretty Guardian Sailor Moon 1 (Manga)
  • Sailor Moon 1 (Manga/Alte Ausgabe)
  • Tsumitsuki (Manga)

Hörbücher/Hörspiele:

  • John Sinclair 54 (1 CD)
  • John Sinclair Classics 9 (1 CD)
  • Professor Dr. Dr. Van Dusen 3 – Mord bei Gaslicht (1 CD)
  • Weihnachten mit Agatha Christie (2 CDs)

Angefangene und abgebrochene Bücher zähle ich in der Monatsstatistik ebenso wenig mit wie Titel, die ich zum wiederholten Male lese oder höre. Wobei Bücher wie „Rose Daughter“, die ich seit Jahren nicht mehr in der Hand gehabt hatte, doch einen Platz auf der Liste verdient haben. 😉

Wenn ich mich jetzt beim Eintragen in meine Liste nicht vertan habe, dann habe ich im Jahr 2011 insgesamt 163 Bücher, 67 Comics/Manga und 20 Hörbücher/Hörspiele konsumiert. Was doch etwas weniger ist als im vergangenen Jahr, aber nicht so viel weniger wie ich anhand der Phasen ohne Leselust vermutet hätte.

Hat noch jemand Interesse an der Anzahl der gelesenen Seiten, dann würde ich die nachtragen. Oder seid ihr schon so erschlagen von all den Statistiken, die zur Zeit gepostet werden, dass ihr absolut kein Interesse mehr aufbringen könnt? 😉

Gemahlene Vanille?!

In meinem neuen Kochbuch „Suppenglück“ gibt es so einige Rezepte, für die gemahlene Vanille benötigt wird. Immer nur zwei Messerspitzen voll, aber ich denke schon, dass ich so eine individuelle Zutat nicht einfach weglassen sollte. Also habe ich nach Weihnachten meinem Mann gesagt, er solle beim Einkaufen die Augen danach aufhalten. Gefunden hat er keine, dafür brachte er mir dann eine Vanilleschote. Ich denke, dass ich damit unserer Linsensuppe heute Abend auch eine nette Note verleihen kann, aber es ist eben nicht genau das, was im Rezept angegeben wurde.

Also habe ich heute beim gemeinsamen Einkauf noch einmal die Augen aufgehalten und wirklich gemahlene Vanille gefunden! Eine Dose mit dem Konterfei eines bayrischen Sternekochs (der mir nicht erst seit der aktuellen McD-Werbung etwas auf die Nerven geht) und bei der ich für 15g fast 14 Euro hätte zahlen müssen!

Versteht mich nicht falsch, für gute Zutaten gebe ich auch gern etwas mehr Geld aus. Aber hier finde ich das Preis-/Mengenverhältnis doch etwas üppig – und um mal eben ein Rezept auszuprobieren, ist mir das eindeutig zu teuer! Auch wenn ich zugeben muss, dass ich allein aufgrund der Tatsache, dass ich überhaupt so eine Dose in dem wirklich großen Gewürzregal unseres Supermarktes gefunden habe, kurz in Versuchung geführt wurde.

Nun würde ich gern wissen, ob jemand von euch schon Erfahrungen mit gemahlener Vanille gemacht hat und mir vielleicht eine Marke (und Bezugsquelle) empfehlen kann. 🙂

[BuchSaiten-Blogparade] Zum Jahresende 2011 …

Ganz dezent hat Katrin von den BuchSaiten (unter anderem per Twitter) darauf hingewiesen, dass nun schon zum dritten Mal die Möglichkeit besteht, an ihrer Blogparade zum Jahresende teilzunehmen. Und wenn ich dann zusätzlich auch noch direkt von ihr aufgefordert werden, dann bin ich natürlich auch so brav und beantworte die Fragen. Hätte ich eh gemacht, auch wenn mir noch einmal persönlich verboten wurde, Frage Nr. 1 mit „Ich lese keine Bücher, von denen ich mir nichts verspreche“ zu beantworten – was für eine Bevormundung! 😉 Komischerweise fällt mir die Frage mit der Autoren-Neuentdeckung immer besonders schwer, vielleicht weil ich zwar einige Bücher in diesem Jahr gemocht habe, aber die Autoren noch nicht als eine Neuentdeckung für mich bezeichnen würde. Den „Entdeckung“-Titel müssen sie sich etwas härter verdienen … Wobei es die 2012-Frage auch in sich hat und … ach, sich für eine Nennung zu entscheiden, ist einfach schwer!

In diesem Jahr gibt es sogar ein Logo für die Blogparade, welches man sich für seinen Beitrag mitnehmen kann. Und wer ebenfalls Lust zur Teilnahme hat, der kann auf den BuchSaiten einen Kommentar hinterlassen, wenn er auf diesen LINK klickt. Es bleibt auch noch genügend Zeit, denn Katrin lässt die Blogparade bis nach Silvester laufen – nur für den Fall, dass man am letzten Tag des Jahres noch ein absolut erwähnenswertes Buch liest. 😉 Nun aber zur Beantwortung der Fragen:

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat? (und Begründung)

Entgegen meiner flapsigen Bemerkung in der Einleitung lese ich eine Menge Bücher, von denen ich mir wenig verspreche. Bei „Deine Juliet – Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf“ dachte ich, dass das Hörbuch vielleicht ganz nett würde. Hoch waren meine Erwartungen auf jeden Fall nicht, auch wenn man mich mit der Grundvoraussetzung „Eine ehemalige Bibliothekarin, die über eine Autorin schreibt, die einen regen Briefaustausch mit einem Buchclub auf Guernsey beginnt“ schon locken kann. Die Geschichte hätte von langweilig bis ganz unterhaltsam alles werden können, ich war auf alles vorbereitet, nur nicht darauf, dass ich mich mit „Deine Juliet“ so wohl fühlen würde.

Ich habe „Deine Juliet“ in diesem Jahr zweimal gehört und mich auch bei der Wiederholung wieder von Neuem in die verschiedenen Charaktere verliebt, mit ihnen gelacht und geweint. Ich habe es genossen, dass jede Figur ihre ganz eigene Ausdrucksweise und – zum Teil sehr seltsame – Eigenheiten hat, welche von den (großartig ausgewählten) Sprechern wunderbar betont wurden. Der Spaß an der Geschichte und den Personen hat mich zwar nicht über die eine oder andere Schwachstelle hinwegsehen lassen, aber wen stört schon eine gewisse Vorhersehbarkeit in der Geschichte oder die Tatsache, dass all die verschiedenen Personen doch etwas zu „gut“ sind, wenn man sich so wunderbar amüsiert. Uff, ich glaube, ich muss doch noch mal eine Rezension zu dem Titel verfassen.

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat? (und Begründung)

Es gab so einige Titel in diesem Jahr, die mich enttäuscht haben, aber hier führe ich nur das aktuellste Beispiel auf. „Die Alchemie der Unsterblichkeit“ habe ich gerade erst beendet, also ist der Eindruck noch frisch. Richtig viel habe ich mir von dem Buch nicht versprochen, war aber aufgrund der diversen lobenden Meinungen sehr gespannt auf den Roman. Als Kiya, die in den letzten Monaten sehr treffende Empfehlungen für mich hatte, dann noch meinte, dass ihr die Geschichte gut gefallen hatte, habe ich in dieser Woche endlich den Titel aus dem SuB gezogen.

Ich kann nicht sagen, dass „Die Alchemie der Unsterblichkeit“ schlecht war, aber die Handlung hat mich nicht gepackt. Für meinen Geschmack gab es am Anfang zu viele Anspielungen auf „Sleepy Hollow“. Und so atmosphärisch der Film ist und so sehr ich Johnny Depp mag, mir wäre es lieber gewesen, wenn Kerstin Pflieger schon zu Beginn ihre Geschichte eigenständiger erzählt hatte. Auch hat mich der Krimianteil nicht so recht überzeugen können – wobei ich sogar damit leben konnte, dass Icherios arg unerfahren vorgeht. Aber so früh zu wissen, wer der Mörder ist, sorgt nicht gerade für Spannung, selbst wenn das Morden danach weitergeht. Letztendlich ist es wohl vor allem das Gefühl, dass die Autorin hier und da das Potenzial für eine deutlich bessere Geschichte zeigt, das bei mir zu so einer Frustration beim Lesen geführt hat.

Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?

Ich war kurz davor zu schreiben, dass mir hier beim besten Willen niemand einfällt, und dann habe ich einen Blick auf meine Leseliste für dieses Jahr geworfen. Danach lautet die Antwort: Eindeutig Carola Dunn mit ihrer „Miss Daisy“-Reihe! Die Bücher habe ich nur durch Zufall für mich entdeckt, weil mich Irina (Bücher über alles) fragte, ob ich die Serie kenne würde. Da das nicht der Fall war, mich aber die Beschreibungen neugierig gemacht hatten, habe ich mal in der Bibliothek gestöbert und bin sogar fündig geworden. So konnte ich innerhalb kürzester Zeit an die Bände 1-7 herankommen und habe jeden einzelnen davon mit Begeisterung verschlungen. Für mich bieten die Bücher genau die richtige Mischung aus einer „gemütlichen“ Kriminalgeschichte, realistischen und sympathischen Charakteren und einer atmosphärischen Darstellung der 20er Jahre in England.

Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?

Eine erstaunlich schwierige Frage für jemanden, der so selten auf Cover achtet. Aber bei „Saeculum“ freu ich mich gerade immer, wenn ich einen Blick auf das Cover erhasche. Schlicht und doch atmosphärisch, das hat was.

Welches Buch wollt ihr unbedingt im Jahr 2012 lesen und warum?

Nächstes Jahr will ich unbedingt „Bloodhound“ und „Mastiff“ von Tamora Pierce lesen. Nachdem mir der ersten Band der Beka-Cooper-Reihe sehr gut gefallen hatte (und die Schriftstellerin zu meinen liebsten Fantasy-Jugendbuch-Autorinnen gehört), ruht der zweite Teil „Bloodhound“ noch immer in einem Umzugskarton und wartet darauf, dass ich ihn beim nächsten Durchwühlen wiederfinde. Und jetzt, da „Mastiff“ endlich erschienen ist und hoffentlich in den nächsten Monaten bei mir landen wird, habe ich eine noch größere Motivation, das Buch zu suchen. Ich hoffe sehr, dass diese Trilogie rund um Beka Cooper so gut weitergeht, wie der erste Band anfing!

Sprachprobleme

Seitdem unser „alter“ Paketbote den Status „Bin jetzt Boss!“ hat, ist es wieder verflixt kompliziert geworden mit den diversen Paketlieferanten zu kommunizieren.

In der Zwischenzeit hatten wir hier unter anderem ein junges (vermutlich polnischstämmiges) Paar, wobei sie die kleinen Sachen verteilen durfte und er sich mit den schweren Paketen abschleppte. Während er zumindest einigermaßen Deutsch verstand, war es mir in den letzten Monaten zum Beispiel nicht möglich ihr verständlich zu machen, dass ich weder medizinische Sendungen mit speziellem Vermerk, noch Sachen, bei denen vorher Geld gezahlt werden muss, für die Nachbarn annehmen kann. Bei dem einen Stapel war mir der Zahlungsvermerk auf dem Päckchen erst aufgefallen, als ich dem Nachbarn seine Post übergeben habe – und so wird wohl irgendjemand sein Geld nicht bekommen haben oder das nette Paar musste den fehlenden Betrag erstatten.

Immerhin habe ich den beiden klar machen können, dass ich etwas Zeit brauche, um an die Sprechanlage zu kommen (besockte Füße, Laminat und Katzen sind Komponenten, die nicht in Eile kombiniert werden sollten 😉 ), dass man nicht alle Klingeln auf einmal drücken darf, weil dann die Sprechanlage nicht mehr geht, und dass ich gern die Post für die Nachbarn annehme, sie aber einen Zettel in dem jeweiligen Briefkasten hinterlassen müssen.

Mit den anderen Paketboten ist das etwas schwieriger, aber irgendwie bekommen wir es in der Regel hin. Ich muss ihnen allen zugestehen, dass sie sich wirklich Mühe geben, aber die Sprachprobleme sind ein Hindernis. Richtig schlimm ist es mit dem Herren, der in dieser Woche die Pakete austrägt. Bislang weiß ich nur, dass er weder Deutsch noch Englisch versteht, aber Russisch sprechen würde.

Inzwischen denke ich, ich sollte mir einen Zettel zulegen, in dem ich auf Russisch, Polnisch und Türkisch die wichtigsten „Paketboten“-Sätze schreibe.

So etwas wie:

1. Bitte haben Sie etwas Geduld, es dauert einen Moment bis ich an der Sprechanlage bin.
2. Wenn Sie mehr als eine Klingel betätigen, dann funktioniert die Sprechanlage nicht und es dauert noch länger bis ich an der Haustür bin.
3. Ich nehme gern die Sendungen für die Nachbarn an, …
4. … aber keine Sendungen, die mit bestimmten Vermerken gekennzeichnet sind.
5. Bitte denken Sie an die Benachrichtungskarte für den Nachbarn.

Blöderweise kenne ich niemanden, der mir die Sätze übersetzen könnte, und deshalb wird das Thema Pakete wohl auch in den kommenden Adventswochen zu einer täglichen Herausforderung zwischen mir und den Paketboten!

Seit einer Woche …

… lese ich „Libri Mortis – Flüsternde Schatten“ von Peter Schwindt. Lustigerweise hatte ich Natira den Autor empfohlen und die wiederum hat die Libri-Mortis-Trilogie an einem Wochenende verschlungen, so dass ich neugierig auf diese Reihe wurde. Nachdem eine Mini-Leserunde mit Katrin von den BuchSaiten leider nicht geklappt hat, habe ich also am letzten Montag endlich einen Blick in in den Roman geworfen.
Obwohl ich das Buch nicht uninteressant finde, komme ich nicht so recht voran. Ich kann mich gar nicht erinneren, wann ich das letzte Mal so lange für einen Roman gebraucht habe, obwohl ich ihn jeden Tag in die Hand nehme. Ich lese ein paar Seiten und dann reicht es mir auch schon wieder mit der sechzehnjährigen Rosalie und ihrer Geschichte. Dabei bin ich schon neugierig darauf, was es mit den Stimmen auf sich hat und welche Entdeckungen das Mädchen in den vergessenen Tunneln machen wird. Auch mag ich den Schreibstil des Autors. Trotzdem bin ich nach einer Woche gerade erst auf Seite 204 – ohne nebenbei noch etwas anderes zu lesen (obwohl ich zugeben muss, dass ich immer mal wieder mit anderen Büchern einen Versuch starte)!
Vielleicht liegt es an Rosalies Familienverhältnisse, denn die depremieren mich sehr. Rosalies Mutter liegt seit 16 Jahren im Koma, ihr Vater scheint vor allem für die Arbeit zu leben und ihre Großmutter hat eigene Sorgen. Oh, und natürlich streiten sich die beiden Erwachsenen darum, ob man Rosalies Mutter noch länger im Krankenhaus mit lebenserhaltenden Maßnahmen versorgen sollte oder nicht – und letztendlich wird das Mädchen wohl die Entscheidung treffen müssen.
Die anderen beiden Bände der Trilogie liegen auch schon hier, so viel Glück habe ich sonst bei Bibliotheksbüchern selten. Alle drei Teile muss ich am 02. Dezember wieder abgeben oder – wenn möglich – bis dahin verlängern, aber so recht kann ich mich nicht entscheiden. Ich bin zu neugierig, um den Roman einfach abzubrechen, aber auch nicht gefesselt genug, um ihn endlich zu beenden.
Ohje, ich glaube, ich koche mir noch eine Tasse Tee und arbeite mich wieder ein paar Seiten weiter durch Rosalies Geschichte …

Dies und Das (13)

Wochenende
Irgendwie entwickeln sich gerade die Wochenenden zu einer fast internetlosen Zeit. Da mein Mann nicht mit der PS3 beschäftigt ist und ich meine kalten Hände auf dem Sofa unter einer Decke wärme, komme ich gar nicht dazu ständig einen Blick auf meinen Maileingang, den Feed-Reader oder Twitter zu werfen. Dafür verschiebt sich mein Schlafrhythmus total, weil ich unter der muckeligen Decke (und mindestens zwei Katzen begraben) schnell einschlafen und am Montag brauche ich den halben Tag, um wieder im Alltag anzukommen. Trotzdem finde ich es gar nicht so schlecht, dass ich momentan die Wochenende quasi offline verbringe. Erholsam ist das auf jeden Fall und zum Lesen komme ich so auch – meine Krimiphase scheint gerade gar nicht enden zu wollen.

Oh, und ein paar Katzenfotos habe ich am Wochenende auch wieder gemacht, aber die gibt es erst im Laufe der Woche.

Heizung
In der alten Wohnung hätte um diese Jahreszeit unser über 90-jährige Nachbarin mit ihrem frühzeitigen und intensivem Heizen für angenehm warme Füße gesorgt. Hier allerdings führt der Keller unter der Wohnung dazu, dass ich nicht nur dicke Wollsocken trage, sondern auch am Schreibtisch die Füße auf einen mehrfach gefalteten Flickenteppich lege. Theoretisch wäre sogar ich so langsam soweit die Heizung anzuwerfen, praktisch scheitert das daran, dass in diesem Herbst die – mit Klebeband zusammengehaltenen – Heizungsventile den Dienst verweigern.
Am Wochenende habe ich testweise in der Wohnung mal alle Heizkörper aufgedreht und nur zwei von fünf wurden warm. Natürlich waren die warmen Heizkörper in den Räumen, die wir nur im allertiefsten Winter heizen. Also muss ich morgen zum Baumarkt fahren und Ersatz für die zerbröselten Ventile besorgen. Eigentlich kein großes Ding, aber in einer gemieteten Wohnung ärgern mich solche Sachen dann doch. Trotzdem sollte ich zumindest Wohn- und Gästezimmer heizen können, bevor am Sonntag Besuch eintrifft.
Besuch
Auf den Besuch freue ich mich sehr, aber ein paar Sorgen mache ich mir schon, denn beim letzten Mal hat dieser Besuch recht heftig auf unsere Katzen reagiert. Vier Samtpfoten sind doch ein ganz schönes Problem für einen Allergiker, selbst wenn diese Person sonst nicht so allergisch auf Katzen ist. Somit wird das Vor-Besuch-Putzen dieses Mal noch etwas mehr intensiviert und die Gästematratze wird in dem Zimmer ausgeworfen, in das die Katzen bislang noch keine Pfote gesetzt haben. Und ansonsten bleibt nur Daumen drücken …

Gelesen: Juli, August und September 2011

Bücher:

  1. Sharon Ashwood: Seelenkuss (The Dark Forgotten 3)
  2. Michael Borlik: Scary City 1 – Das Buch der Schattenflüche
  3. Michael Borlik: Scary City 2 – Der Wächter des goldenen Schlüssels
  4. Jim Butcher: Blood Rites (Dresden Files 6)
  5. Patricia Cabot: Lehrstunden einer Lady
  6. David Chandler: They Came to Baghdad
  7. Agatha Christie: Sie kamen nach Bagdad
  8. Agatha Christie: Nikotin
  9. Carola Dunn: Miss Daisy und der Tote auf dem Eis (Bd. 1)
  10. Carola Dunn: Miss Daisy und der Tod im Wintergarten (Bd. 2)
  11. Carola Dunn: Puppenspiele
  12. Jim C. Hines: Die fiese Meerjungfrau (Prinzessinnen 2)
  13. Jim C. Hines: Rotkäppchens Rache (Prinzessinnen 3)
  14. Hiromi Kawakami: Das geheime Tagebuch der Miss Miranda
  15. Mike Resnick: Jäger des verlorenen Einhorns
  16. Phil Rickman: Öland (Öland 1)
  17. Johan Theorin: Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß 2 (Graphic Novel)
  18. Detektiv Conan 70 (Manga)
  19. Kiiri 1 (Manga)
  20. Nausicaä 5 (Manga)
  21. Nausicaä 6 (Manga)
  22. Pandora Hearts 1 (Manga)
  23. Twinkle Stars 2 (Manga)
  24. xx me! 2 (Manga)
  25. Hörbücher/Hörspiele:

    • John Sinclair Classics 5 – Sakuro, der Dämon (1 CD)
    • John Sinclair Classics 6 – Friedhof der Vampire (1 CD)
    • John Sinclair Classics 7 – Die Töchter der Hölle (1 CD)
    • John Sinclair Classics 8 – Das Rätsel der gläsernen Särge (1 CD)
    • Der kleine Wassermann (2 CDs)

    Angefangene und abgebrochene Bücher zähle ich in der Monatsstatistik ebenso wenig mit wie Titel, die ich zum wiederholten Male lese oder höre.

Schwarzweiße Sehnsucht

Ein blöder Beitragstitel, ich weiß, aber so recht fiel mir einfach kein passender Begriff ein, um mein aktuelles Bedürfnis nach Büchern und Filmen zu beschreiben, die für mich in die „schwarzweiße“ Zeit fallen. Und ich kann nicht mal sagen, dass das eine neue Leidenschaft für mich ist, denn dann gäbe es nicht so viele Dinge in unserem Haushalt, die in diese Kategorie passen. Nur zu blöd, dass es keinen allgemeingültigen Überbegriff gibt, denn so muss ich jetzt versuchen, eine einigermaßen vollständige Liste zu machen, um euch begreiflich zu machen, worüber ich rede.

Ich habe immer wieder große Lust auf Kriminalromanen wie die Miss-Daisy-Geschichten, die ich in den letzten Wochen verschlungen habe, aber auch eine unsterbliche Schwäche für Raymond Chandler, Dashiell Hammett, Erle Stanley Gardner und ähnliche Autoren. Einige von ihnen vermitteln mir ein „Nachkriegsgefühl“ („Miss Daisy“ spielt nach dem Ersten Weltkrieg, die meisten anderen Geschichten nach dem Zweiten Weltkrieg), das ich irgendwie genieße. Aber auch Hörbücher wie „Deine Juliet“ (welches ich gerade zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate höre) passen in diese Kategorie, oder Romane wie „Ein Schlachtplan für Miss Winter“.

Zusätzlich plagt mich ein – gerade leider nicht stillbares – Bedürfnis nach Screwball-Komödien. Normalweise kann ich mich darauf verlassen, dass im Herbst die dritten Programme nachts den einen oder anderen Schwarzweiß-Film zeigen, der es mir ermöglicht, die wundervoll amüsanten Dialoge dieser Zeit zu genießen oder zumindest eine klassische amerikanische Kriminalgeschichte zu verfolgen. Doch zu meinem Bedauern lassen mich gerade die Fernsehsender im Stich – ebenso wie unser DVD-Player, so dass ich nicht mal auf meine „Der dünne Mann“-Sammlung und andere DVDs zurückgreifen kann.

Ich weiß gar nicht, warum ich gerade solche Lust auf Geschichten habe, die zwischen 1920 und 1950 spielen, aber am liebsten würde ich kopfüber in meinen Bücherkartons und DVD-Regalen verschwinden und nach Krimis und Komödien suchen, die dieses Zeitgefühl vermitteln, wieder zu Miss Pettigrew und Miss Daisy greifen, mit Agatha Christies Tommy und Tuppence Beresford Abenteuer erleben, mich an der lakonischen Art von Philip Marlowe erfreuen, zusehen, wie Abby und Martha Brewster einem alten Herren Wein servieren, mit Cary Grant und Katherine Hepburn Knochen jagen oder ein Leben jenseits des Geldadels anstreben und meinen Humphrey-Bogart-Bildband so aufstellen, dass ich jederzeit einen Blick darauf habe …

Habt ihr eigentlich auch so Phasen, in denen ihr am liebsten für eine Weile in einer anderen Zeit „verschwinden“ würdet? Oder denkt ihr nach dem Lesen dieses Beitrags einfach nur, dass ich spinne? 😉

Immer wieder Katzen

Während ich die nächsten Sonnentage wohl mit meinem neuen Spielzeug verbringen werde, um den Vorgarten und Garten wieder etwas in den Griff zu bekommen (Da fällt mir ein: Weiß jemand, ob man eine Magnolie im Herbst, Frühling oder gar im Sommer schneiden sollte? Online finde ich nur die Aussage, dass man Magnolien „eigentlich gar nicht schneidet“, aber unsere ist inzwischen eindeutig zu hoch!), …

… genießen die Katzen das Wetter auf ihre Weise:

Fotografieren ist dabei allerdings absolut verpönt, auch wenn Baltimore es mit relativer Gelassenheit über sich ergehen lässt:

Christie hingegen zeigt bei solchen Gelegenheiten gern einmal ihre wahre Persönlichkeit:

An Regentagen sieht es hier übrigens eher so aus:

Und da Baltimore (während ich gerade die Fotos bearbeitet habe) so einen schönen Platz zum Putzen gefunden hat, gibt es davon auch noch Bilder:

Allerdings hoffe ich, dass er da fertig ist, bevor Shandy zu seiner abendlichen Spielrunde aufbricht. 😀

Musik-Zuwachs

Normalerweise gebe ich mein Geld ja eher für Bücher als für Musik aus, auch wenn sich diverse CDs auf meinem Wunschzettel tummeln. Aber nachdem ich mich schon eine ganze Weile auf das Album von BOY gefreut habe, das jetzt im September erschienen ist, hat mein Mann sie mir Donnerstag spontan bestellt. Über BOY bin ich das erste Mal gestolpert, als Tanja vom Lese-Leuchtturm ein Lied der Band auf ihrem Blog verlinkt hatte, kurz darauf hatte ich regelmäßig morgens bei der PC-Arbeit die bei „TV Noir“ verlinkten Songs laufen, um gut in den Tag zu kommen.

Seit gestern ist nun „Mutual Friends“ von BOY (in der Limited Edition) in meinem Besitz. So viele neue Songs gibt es da nicht für mich, da viele der Lieder schon bei den TV-Noir-Auftritten zu hören waren, aber ich finde es spannend, jetzt mal Studio-Aufnahmen der beiden Musikerinnen zum Vergleich zu haben. Insgesamt gefällt mir die CD sehr gut, abwechslungsreiche, leichte, aber nie belanglose Pop-Musik, der man anhört, dass sie hand- und mit Liebe gemacht ist. Bei den Texten, die alle im Booklet abgedruckt sind (zum Leidwesen meines Mannes, der gestern eine mitsingende Ehefrau ertragen musste 😉 ), kommt regelmäßig das Gefühl auf, dass persönliche Erfahrungen bei den Inhalten eingeflossen sind – und auch das gefällt mir. Besonders hat es mir aber die Extra-CD angetan, auf der man sechs Lieder in der Akustik-Version hören kann. Diese klareren Varianten sagen mir noch mehr zu als die – wirklich gelungenen – aufwändigeren Aufnahmen.

Ach ja, um über die Portogrenze zu kommen, musste noch eine weitere CD in den Einkaufskorb wandern, und deshalb hat mir mein Mann noch „Rodrigo Y Gabriela“ (von Rodrigo y Gabriela) bestellt. Über die beiden Gitarristen bin ich auch erst vor kurzer Zeit gestolpert, als ich bei Youtube auf der Suche nach „anständigen“ Gitarrenstücken war. Nein, ich spiele kein Instrument, ich hatte an dem Tag nur die Nase voll von „künstlicher“ und „elektronischer“ Musik und suchte etwas schlichtes und handgemachtes, das meiner Stimmung entsprach.

Tja, statt an dem Tag weiter zu arbeiten, habe ich mir ein Video nach dem anderen von den beiden angeguckt und war hingerissen von ihrer Beherrschung der Gitarren und der mitreißenden Musik. So sind dann gleich ein paar CDs auf den Wunschzettel gewandert – und erst später habe ich mitbekommen, dass die beiden wohl einen gewissen Bekanntheitsgrad haben (wohl auch, weil sie am Soundtrack von „Fluch der Karibik 4“ beteiligt waren).

„Rodrigo Y Gabriela“ bietet mitreißende, schwungvolle mexikanische Instrumentalmusik – einfach nur zwei Gitarristen, die fantastisch mit ihrem Instrument umgehen können und offensichtlich viel Spaß dabei haben. Im liebevoll gemachten Booklet findet man Gedanken oder Erinnerungen, die die beiden Musiker mit den jeweiligen Stücken verbinden. Dabei drehen sich diese Texte um so unterschiedliche Themen wie den Raubbau an der mexikanischen Natur, eine Fahrt mit einer Achterbahn oder ihre Vergangenheit in einer Metal-Band. Die ist laut meinem Mann auch in den Gitarrenstücken spürbar, denn da gibt es wohl einige Anklänge an Metallica-Songs. Ich persönlich kann das ehrlich gesagt nicht beurteilen, und das nicht nur, weil ich meine Metallica-CDs schon lange nicht mehr in den Player geworfen habe. Ich genieße einfach die Musik und freue mich über diese beiden so unterschiedlichen Neuzugänge!