Schlagwort: Diverses

Text gemopst?

Irina von Buchsplitter vom 09. Juli über eine Bloggerin berichtet, die über „Katze mit Buch“ geschrieben, da ich das Buch „Worldshaker“ bei einem ihrer Gewinnspiele gewonnen hatte – und erst nachdem sie den Text bei sich freigeschaltet hatte, habe ich ihn auch auf meinem Blog eingegeben. Aber es ist doch schön zu sehen, dass man über FairShare schnell darüber informiert wird, wenn im Web „ähnliche“ Texte auftauchen. 🙂

Schietwedder?

Nachdem ich in den letzten Tagen nicht ganz so gut drauf war und ein bisschen „rummöpen“ musste, weil ein paar Ecken meines Körpers zwicken, alle Bücher so langweilig waren, mir ein paar Personen auf die Nerven gingen und sowieso gerade alles doof war, genieße ich das heutige Schietwedder.

Ich weiß, dass die meisten Menschen nicht gerade zufrieden mit den kalten Temperaturen und dem Regen sind, aber mich macht das Wetter gerade richtig glücklich! Bei meiner Einkaufs- und Posttour heute morgen war es in meinem T-Shirt nicht zu warm, der Regen pladderte gemütlich auf die Straße, meine Zehen in den Sandalen wurden etwas nass und ich habe es einfach genossen.

Etwas weniger nett fand ich die seltsamen Blick derjenigen, die sich beim ersten Tropfen mit dicker Jacke, Regenschirm und einem panischen Blick bewaffnen und die von einem Unterstand zum nächsten hetzen, weil sie beim nächsten Tropfen bestimmt schmelzen werden. 😉 Auch mein Aufenthalt mit der Kamera im Vorgarten wurde sehr misstrauisch beäugt. Nicht nur von den Personen, die sich vor dem Nachbarhaus eng unter das Vordacht quetschten, sondern auch von der älteren Dame, die mit ihrer schicken Plastiktüte auf dem Kopf perfekt für den Hundespaziergang gewappnet war … 😀

Egal, ich habe ein bisschen mit der Kamera rumgespielt, denn wenn ich schon keine Blüten im Garten habe, die ich fotografieren kann, dann wenigstens nasse Blätter. Auch wenn das Ergebnis nicht so doll ist, so sind es eben meine Schietwedder-Fotos. 😉

Ansonsten gab es heute noch ein neues Buch im Briefkasten (welches nicht auf dem SuB landen wird, weil ich es schon angefangen durchgelesen habe) und deshalb werde ich mich jetzt gleich auf dem Sofa einrollen, ein leckeres Getränk und ein paar Kekse genießen und dabei dem Regen zugucken und weiter in meinem Buch schmökern. 🙂

Lasst euch von dem Wetter nicht die Laune verderben, sondern nutzt es einfach auf die beste Art und Weise! 🙂

„New England“-Krimis

Letztes Wochenende habe ich mich mit meinem Mann über den Einfluss britischer Comiczeichner und -autoren auf die amerikanische Comicszene unterhalten und darüber, dass ich das Gefühl habe, dass es einen ähnlichen Einfluss bei einer bestimmten Art von Krimis gibt. Auch wenn ich in diesem Genre eigentlich alles querbeet lese, so liegen meine Schwerpunkte doch bei drei Bereichen: Da wären zum einen „Hardboiled Novels“ mit klassischen amerikanischen Detektivgeschichten und Figuren wie Sam Spade und Philip Marlowe. Außerdem mag ich Cozys – in der Regel sehr britisch, gemütlich und geprägt von einem kleinen und friedlichem Gesellschaftskreis wie die Dörfer in den Miss-Marple-Geschichten von Agatha Christie oder einem geisteswissenschaftlichen Universitätsumfeld, (wobei die Hochschulgemeinschaft zwar intellektueller, aber nicht weniger auf sich konzentriert ist als die Bewohner der Dörfer). Und schließlich hätten wir noch die Krimis, die ich für mich als „New England“-Romane bezeichne.

Diese Geschichten sind zum Teil humorvoller als die Cozys, spielen in der Regel rund um Boston, Cape Cod oder anderen Gegenden von Neuengland und sind für mich eine interessante Mischung aus „britischem Einfluss“ und „amerikanischem Denken“. Auf der einen Seite kommen in diesen Geschichten Familien und Gemeinschaften vor, die mich ein wenig an den von Agatha Christie dargestellten Landadel und das dazugehörige Dorfleben erinnern. Das ist vermutlich nicht überraschend, wenn man bedenkt, dass New England angeblich sehr von der weißen protestantischen Oberschicht geprägt ist, die wohl immer noch sehr stolz darauf ist, dass sie von den ersten britischen Siedlern abstammt. Auf der anderen Seite kommen in diesen Romanen Elemente vor, die für mich rein amerikanisch sind. Sei es bei den älteren Geschichten der Umgang mit Prohibition und Wirtschaftskrise oder ganz allgemein Fragen, die sich um amerikanische Politik, Rechtssystem oder Ähnliches drehen.

Spontan fallen mir bei den „New England“-Krimis Mary Roberts Rinehart, Charlotte MacLeod und Phoebe Atwood Taylor ein – zwei davon schrieben eher humorvolle Krimis, ihnen allen zu eigen ist aber ein Händchen für exzentrische Figuren, die mir sehr ans Herz gewachsen sind und deren Erlebnisse ich gern verfolge. Es gibt natürlich auch den einen oder anderen männlichen Autor, der solche Krimis schreibt, aber ohne Zugriff auf meine gesammelten Schätze lässt mich mein Erinnerungsvermögen gerade leider im Stich. Die meisten dieser Autoren habe ich über „DuMonts Kriminal-Bibliothek“ kennengelernt – ich wünschte wirklich, diese Reihe würde wieder neu aufgelegt, da gibt es nämlich noch so einige Titel, die ich bislang nicht gebraucht nachkaufen konnte!

Obwohl ich auch bei den Cozys ein paar sehr eigene Figuren ins Herz geschlossen habe – so wie zum Beispiel Lucy Angkatell aus Agatha Christies Roman „Das Eulenhaus“, die regelmäßig in aller Frühe Teewasser aufsetzt und dann wieder ins Bett geht, während das Wasser ungenutzt verkocht, so dass ihr Butler ein ganzes Regal voller Ersatz-Teekessel in petto hat – so finde ich da weniger exzentrische Charaktere als bei dem „New England“-Romanen. Wobei ich nicht andeuten will, dass diese amerikanischen Figuren dann unrealistisch überzogen sind. Gerade bei den Cape-Cod-/Küsten-Bewohnern gibt es einen Typ des einheimischen Faktotums, der gerade aufgrund seiner praktischen Sicht und seiner wortkargen Äußerungen in einem Gespräch immer den richtigen Punkt trifft – und mich so amüsiert. Und sogar die Darstellung von traditionsverhafteten Oberschichtfamilien, die aufgrund der Wirtschaftskrise pleite sind und nun mit dieser neuen Situation umgehen müssen, wirkt bei den „New England“-Krimis meist deutlich optimistischer, kreativer und weniger passiv als bei den britischen Cozys.

Amüsant finde ich all diese Krimis, mal bestechen sie durch feinen Humor, dann wieder durch wunderbar eingesetzte Ironie, witzige Dialoge oder (leicht) absurde Figuren. Einzig Phoebe Atwood Taylor treibt den Humor in ihren Bücher auf die Spitze und lässt es dort regelmäßig zu einer Ansammlung von skurrilen Situationen kommen. Dabei ist jede Szene für sich gar nicht so unrealistisch, wenn auch immer wieder durch argen Zufall bestimmt, doch in der Häufung entwickelt sich für den Leser eine Ansammlung von seltsamen Szenen, die in rasantem Tempo zu weiteren ungewöhnlichen Vorfällen führen. Nach dem Lesen eines solchen Romans bin ich von der Erzählweise immer ganz atemlos und entsetzlich aufgedreht, weil ich so viel lachen musste.

Ich glaube, man merkt, dass ich diese „New England“-Romane mag – und ich bin nicht nur durch die Diskussion mit meinem Mann wieder auf diese Bücher gekommen, sondern auch weil ich gerade so viel Lust auf Kriminalgeschichten habe. An meine Sammlung komme ich gerade nicht heran, außerdem will ich auch nicht all die vertrauten Bücher in der Bibliothek ausleihen, wenn sie denn überhaupt dort vorhanden sind, und mein SuB bietet eher wenige Krimis – und keine, die in diese Richtung gehen. Von daher fände ich es toll, wenn ihr vielleicht den einen oder anderen Tipp für mich hättet, mit dem ich meine aktuelle Krimilust stillen könnte.

Gelesen: April, Mai und Juni 2011

Bücher:

  1. Nojoud Ali/Delphine Minoui: Ich, Nojoud, zehn Jahre, geschieden
  2. Pierdomenico Baccalario: Ulysses Moore 1 – Die Tür zur Zeit
  3. Bettina Belitz: Scherbenmond
  4. Jim Butcher: Summer Knight (Dresden Files 4)
  5. Jim Butcher: The Man in the Brown Suit
  6. Agatha Christie: Tage wie diese
  7. John Green: Mein Mann der Mörder
  8. Lucie Flebbe: Fliege machen (Lila Ziegler 3)
  9. Alaya Johnson: Moonshine – Stadt der Dunkelheit
  10. Hiromi Kawakami: Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß
  11. Jackie Kessler und Caitlin Kittredge: Im Zwielicht (Das Ikarus-Projekt 2)
  12. Marian Keyes: Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede
  13. Bernd Perplies: Magierdämmerung 1 – Für die Krone
  14. Bernd Perplies: Magierdämmerung 2 – Gegen die Zeit
  15. Sarah Prineas: Todesbräute (Vartanian 2)
  16. Karen Rose: Todesspiele (Vartanian 3)
  17. Karen Rose: Der Rache süßer Klang
  18. Karen Rose: Des Todes liebste Beute
  19. Karen Rose: Eiskalt ist die Zärtlichkeit
  20. David Schumann: The Tokyo Diaries
  21. Nalini Singh: Gefangener der Sinne
  22. Nalini Singh: Sengende Nähe
  23. Veronica Stallwood: Böses Spiel in Oxford (Kate Ivory 9)
  24. Matthew Sturges: Midwinter
  25. Rob Thurman: Nachtgeister (Cal und Niko 1)
  26. Rob Thurman: Mondgeister (Cal und Niko 2)
  27. Caroline Vermalle:

Büchersendung: Mal wieder ein Postaufreger!

Gestern Abend hatte ich ganz überraschend eine Büchersendung im Briefkasten. So schön es ist, wenn ohne Vorwarnung ein Buch bei mir eintrudelt, so entsetzt war ich, als ich den Zustand des Umschlages sah.

Das Ganze sah nämlich so aus (und nein, weder ich noch mein Mann haben das Buch weiter herausgezogen, um den Zustand zu übertreiben):

Bei genauerer Betrachtung war zu sehen, dass weder die Löcher für die Musterklammern ausgerissen sind, noch die Musterklammern irgendwie geöffnet wurden.

Inzwischen denke ich – da der Versand auch recht lange gedauert hat -, dass die Büchersendung von der Post kontrolliert wurde. Und nachdem feststand, dass es sich dabei wirklich um eine Büchersendung handelt, hat irgendein Trottel vergessen, den Umschlag wieder zu schließen. Trotzdem ist es verflixt ärgerlich, wenn eine Sendung in diesem Zustand ankommt!

Zum Glück ist das Buch trotz dieser Umstände immer noch makellos! Und ich habe inzwischen auch schon die ersten Kapitel verschlungen … 😀

Eigentlich …

… wollte ich heute heute Vormittag in der Bibliothek nur die gelesenen Bücher abgeben – und natürlich die beiden Vormerkungen mitnehmen. Denn eigentlich habe ich ja auch noch ein Bibliotheksbuch („Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß“) hier liegen. Wobei ich bei „Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß“ noch auf die zweite Graphic Novel warte, damit ich die letzte Hälfte des Buches auch lesen kann. Ich will mir nämlich bei dem Comic nicht das Gefühl des „Neuentdeckens“ nehmen. Denn obwohl das Buch wunderschön ist, so sagt mir die Graphic Novel doch noch mehr zu (und darüber gibt es bestimmt irgendwann noch eine Rezension, bei der ich die beiden Ausgaben vergleiche).

Ich habe also meine Bücher abgegeben, bin zum Regal mit den Vormerkungen gegangen und habe mir „Naokos Lächeln“ (das wurde mir als Murakami-Einsteiger-Leküre empfohlen, nachdem mir  Nina (Libromanie) und über sie dann über die Rezension der „Todesbräute“, „Todesschrei“ und „Todesspiele“ – ja, in der Reihenfolge – gelesen und mich dabei gut unterhalten gefühlt). Und nachdem ich gesehen hatte, dass von der Autorin gerade mehrere Bücher zur Verfügung standen, sind „Eiskalt ist die Zärtlichkeit“, „Des Todes liebste Beute“ und „Der Rache süßer Klang“ einfach so auf meinen Arm gehüpft. Die Titel finde ich übrigens grausig, aber ich bin neugierig, wie mir die Geschichten gefallen.

Dann steht die Selbstverbuchung auch noch direkt neben dem Regal mit den Kinder- und Jugendbüchern, die gerade besonders angepriesen werden. Und wenn man – so wie ich heute – darauf wartet, dass der Kunde vor einem endlich all seine Sachen eingepackt hat, dann kann es passieren, dass man ganz automatisch und ohne es selber zu merken ins Regal langt. So wandern Titel dann wie „Sieben Magier“ auch noch auf den Ausleihstapel, nur weil der Klappentext so nett klingt.

Und eigentlich ist das alles nur passiert, weil ich schon viel zu lange meine Lust auf neue Bücher unterdrücken muss! Nur gut, dass ein langes Wochenende vor der Tür steht … 😉

[fantastische Blogparade] Bücherfragen zum Welttag des Buches

Blogparade ausgedacht und ich finde jetzt auch endlich Zeit, um auf die Fragen zu antworten. Ganz einfach finde ich das nicht, aber ich habe mich bemüht. 😉

1. Wenn du eine Aktion oder Veranstaltung zum Welttag des Buches ausrichten könntest, wie sähe diese aus?

Ich würde gern eine Nachbarschafts-Buchparty ausrichten. Zumindest einige meiner Nachbarn scheinen gern zu lesen, wenn ich nach der Menge der typischen Amazon-Päckchen, die ich für sie in Empfang nehme, gehen kann. Und neugierig wie ich bin, würde ich gern erfahren, was für Bücher meine Nachbarn so bevorzugen. Eine Nachbarschafts-Buchparty könnte so aussehen, dass einige Leute ihre Wohnung für die Party öffnen, so dass man sich auch ihre Bücherregale angucken kann. Außerdem könnte man in den Gärten und auf den Gehwegen kleine Tische mit Leckereien aufbauen, Sitzgruppen zum (über Bücher) Schwatzen und Vorlese-Ecken einrichten. So könnte ich meine Nachbarn besser kennenlernen, etwas über ihren Buchgeschmack erfahren und einen schönen Tag rund um Bücher mit ihnen verbringen.

2. Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Ein gutes Buch muss etwas haben, das noch eine Weile nach dem Lesen in mir nachklingt. Sei es eine schöne Sprache, in der man sich verlieren kann, eine fesselnde oder amüsante Geschichte, eine besondere Atmosphäre oder besonders ungewöhnliche Idee, etwas muss dieses Buch für mich zu etwas besonderem machen. Das bezieht sich nicht nur auf Romane, sondern auch auf Bilder- oder Sachbücher.

Für mich kann ein Buch „gut“ sein, obwohl die Handlung nicht neu oder die Sprache holprig oder sonst ein „Makel“ vorhanden ist, wenn es etwas hat, um dieses Manko auszugleichen. Eine nicht so schöne Erzählweise kann für mich auch durch eine spannende Geschichte soweit ausgeglichen werden, dass ich das Buch als gut empfinde. Oder eine eher belanglose Handlung kann durch eine ungewöhnliche Präsentation, schönen Humor oder eine bezaubernde Atmosphäre „gut“ werden.

3. Wenn du drei literarische Wünsche frei hättest, welche wären das?

– Da ich gerade erst so liebevoll an die Balaclava-Reihe gedacht habe: Eine Neuauflage (gerne als gute Übersetzung) der Romane, die mir von Charlotte MacLeod noch fehlen.
– Eine Sammlung von „The Enchanted Forest“-Kurzgeschichten aus der Feder von Patricia C. Wrede.
– Dass Robert Asprin seine Schreibprobleme überwindet und irgendwann einmal wieder ein Buch schreibt, das so amüsant ist wie seine ersten Romane. Mit Co-Autoren lässt sich das Niveau einfach nicht erreichen …
– Dass Tamore Pierce wieder produktiver wird … Oh, Moment, ich durfte ja nur drei Wünsche äußern. 😉

4. Gibt es ein Buch in deinem Regal, auf das du besonders stolz bist?

Äh, nein. Es gibt Bücher in meinem Regal mit veröffentlichten Texten von mir, aber „Stolz“ verbinde ich damit nicht. Auch auf andere Bücher in meinem Regal bin ich nicht stolz: Ich freu mich, dass ich sie in meinem Besitz habe und immer wieder betrachten oder lesen kann, aber stolz wäre da das falsche Wort.

5. Welche Geschichte sollte unbedingt noch geschrieben werden?

Die von dem Goggeldupp!

(Oder was sonst soll man auf so eine Frage antworten? 😉 )

Buchrausch und Leseeindrücke

Donnerstagabend habe ich folgenden Satz getwittert: „Ich hab in 32 Stunden neben Arbeit, Haushalt und normalem Schlafpensum drei Bücher mit insgesamt 1428 Seiten gelesen. Ich brauch nen Entzug.“ Und dann setzte ich mich hin und las vor dem Schlafengehen noch ein Kinderbuch … Anscheinend hatte irgendein Teil von mir mal wieder das Bedürfnis nach einem Buchrausch, und den habe ich in den letzten Tagen auch – dank einem Haufen Bibliotheksbücher – befriedigt.

Angefangen habe ich Mittwochmittag (zu meiner normalen „Frühstückszeit“) mit „Tage wie diese“ von John Green, Maureen Johnson und Lauren Myracle. Das Buch hatte ich schon auf mehreren Blogs besprochen gesehen und am Ende hatte mich Katrin von den BuchSaiten dazu gebracht, es in der Bibliothek vorzubestellen.

Drei Autoren (darunter John Green, dessen „Eine wie Alaska“ mir so gut gefallen hatte), die drei (Liebes-)Geschichten für Jugendliche schreiben, die alle miteinander verknüpft sind, das klang reizvoll und war gut zu lesen. Hilfreich war auch, dass Mittwoch mein „PC-freier“ Nachmittag ist und dass ich mir – dank eines eingeklemmten Nervs, der gerade die rechte Hand etwas einschränkt, – auch nichts Dringendes vorgenommen hatte. So habe ich meine üblichen Mittwochsaufgaben erledigt und immer, wenn die Hand muckte, dann habe ich mich wieder meinem Buch widmen können.

„Tage wie diese“ habe ich einfach so runterlesen können, ich mochte alle drei Geschichten, trotz einer gewissen Vorhersehbarkeit, auch wenn ich nicht mit jeder Hauptfigur etwas anfangen konnte. Vor allem das Mädchen, um das es in der letzten Geschichte ging, wäre mir normalerweise schrecklich auf die Nerven gegangen – und ich halte es der Autorin zugute, dass sie so über Addie schreibt, dass ich die Handlung trotz der Egozentrik des Mädchens genießen konnte. Der Erzählstil hat mir bei allen drei Autoren gefallen, ebenso wie die verschiedenen seltsamen Ereignisse und das Einflechten der Figuren, die man schon aus den jeweils anderen beiden Geschichten kannte. Das war ein schöner, entspannter Nachmittag mit drei – mehr oder weniger – ungewöhnlichen Liebesgeschichten.

Und weil ich mich danach in einer Stimmung befand, in der ich „nett, dümpelig und vielleicht etwas romantisch“ lesen wollte, habe ich am Mittwoch nach dem Abendessen dann zu „Märchenprinz“ gegriffen. Das war eine Empfehlung von SusiB von Susis Bücherblog und ich habe das Buch schon seit Januar hier rumliegen. So langsam wurde es Zeit, den Roman endlich der Bibliothek zurückzugeben, aber vorher musste ich ja noch einen Blick reinwerfen, um zu entscheiden, ob ich es bis zum Samstag (Abgabetag) noch lesen wollte oder nicht.

So recht konnte mich das Buch anfangs nicht fesseln. In „Märchenprinz“ von Marian Keyes dreht sich alles um die Verlobung von Paddy de Courcy, einem irischen Politiker, und wie vier Frauen auf die Nachricht seiner bevorstehenden Hochzeit reagieren. Diese Frauen sind Lola (seine Freundin, aber nicht seine Verlobte), Grace (eine Journalistin, die Paddy vor langer Zeit kannte), Marnie (Graces Schwester und frühere Freundin von Paddy) und Alicia (Paddys Verlobte, die von ihrer bevorstehenden Ehe erst aus der Presse erfahren hatte). Die ersten 300 Seiten lang habe ich immer wieder überlegt, ob ich das Buch zur Seite lege, weil ich das Gefühl hatte, die Handlung würde mich nicht packen. Lola war so schrecklich jämmerlich, und gerade als ich mich einigermaßen an sie gewöhnt hatte, kam der erste Perspektivwechsel, aber auf der anderen Seite war ich auch neugierig darauf, was die anderen Frauen mit Paddy verband und was hinter den kleinen Untertönen steckte, die zwischen den Zeilen zu lesen waren. So habe ich nicht nur den Rest des Mittwochabends mit dem Buch verbracht, sondern es Donnerstag weitergelesen, bis ich es durchhatte (wobei ich nachmittags etwas mehr Zeit zum Lesen hatte als sonst, weil ich eine gute Stunde auf den Typen gewartet hatte, der sich unseren Obstbaum ansehen sollte). Und bei den letzten Kapiteln, die ich kurz nach dem Abendessen konsumierte, hatte mein Mann auch keine Chance mehr, mit mir ein Gespräch zu führen, weil ich dann in der Geschichte zu sehr drin war. Blöderweise hatte ich den Roman schon so gegen 20 Uhr durch und somit brauchte ich für den Rest des Abends ja noch weitere Lektüre. Aber da gab es ja noch das Buch, über das ich bei Grete (Buchjunkie) gestolpert war …

Auch „Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede“ von Haruki Murakami sollte ich so langsam wieder in die Bibliothek bringen (auch wenn ich den Titel eigentlich noch verlängern könnte), schön dünn ist das Buch auch und ich brauchte dringend eine Abwechslung von den (mehr oder weniger) tragischen Liebesgeschichten. Bei gerade mal 164 Seiten dauerte es auch nicht lange, das Buch zu lesen, um 22.15 Uhr war ich damit fertig – und ich hatte nicht einmal das Gefühl, ich hätte mich damit beeilt. Im Gegenteil, immer wieder bin ich über Passagen gestolpert, die ich meinem Mann gezeigt habe, die ich ihm vorlas oder bei denen mir Dinge einfielen, die ich ihm erzählen wollte. Oder ich hing einfach nur meinen Gedanken nach und habe für mich etwas aus Murakamis Gedanken zu seiner Einstellung zum Laufen und zum Schreiben gezogen. Vielleicht sollte ich dazu noch sagen, dass ich von Murakami noch nie einen Roman gelesen habe und dass ich kein Mensch bin, der jemals eine Langstrecke laufen wird. Trotzdem haben mich die Gedanken des Autors in diesem Buch, gerade weil sie oft so schlicht formuliert wurden oder gar unstrukturiert wirkten, so sehr beeindruckt, dass der Titel nun auf meine Wunschliste gewandert ist.

Nach dieser intensiven Lesephase hatte ich das Bedürfnis nach einer Auszeit, ich wanderte kurz an den PC, rechnete Seiten zusammen („Tage wie diese“ = 400 Seiten, „Märchenprinz“ = 864 Seiten, „Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede“ = 164 Seiten -> insgesamt 1428 Seiten), twitterte, fuhr den PC runter, wuselte durch die Wohnung und bemerkte, dass ich so noch nicht ins Bett gehen konnte. Auf der einen Seite war der Kopf noch zu voll, auf der anderen Seite juckte es in den Fingern schon wieder nach einem Buch.

So kam ich auf den Gedanken, noch einen Blick in „Der magische Dieb – Auf der Jagd nach dem Stein der Macht“ zu werfen. Eigentlich wollte ich nur herausfinden, ob es der richtige Frühstücksbegleiter ist – und dann konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Ich weiß übrigens nicht mehr, wer mich auf dieses Kinderbuch gebracht hat, aber nach dem ersten Kapitel war mir die Hauptfigur schon so ans Herz gewachsen, dass ich noch ein bisschen weiterlesen wollte. Um halb eins bin ich dann übrigens ins Bett gegangen, hatte den Kopf voller magischer Theorien, ein weiteres Buch mehr auf meinem Wunschzettel, noch einmal 304 Seiten gelesen und das schöne Gefühl, dass ich mal wieder ein paar richtig schöne und entspannte Lesestunden hinter mir liegen hatte.

Trotzdem muss ich zugeben, dass ich nach 1732 Seiten in knapp zwei Tagen, doch eine kleine Leseauszeit benötige. Und dass ich am Freitag endlich „Nachtgeister“ angefangen habe, hat nur damit zu tun, dass ich beim Frühstück ungern einfach so in die Gegend gucke … 😉

Gelesen: Januar, Februar und März 2011

Bücher:

  1. Sharon Ashwood: Vampirdämmerung
  2. Katja Brandis, Hans-Peter Ziemek: Ruf der Tiefe
  3. Jim Butcher: Fool Moon (Harry Dresden 2)
  4. Jim Butcher: Die dunklen Fälle des Harry Dresden 5 – Silberlinge
  5. Richard Castle: Heat Wave
  6. Agatha Christie: Passenger to Frankfurt
  7. Bruce Coville: Die Einhorn-Chroniken 4 – Die Erfüllung der Prophezeiung
  8. Janet Evanovich: Einmal ist keinmal
  9. Stefan Gemmel: Der Schattengreifer 3 – Die Zeitenfestung
  10. Kerstin Gier: Smaragdgrün
  11. Jean G. Goodhind: Mord nach Drehbuch
  12. Ann Granger: Stadt, Land, Mord (Jessica Cambells erster Fall)
  13. Kim Harrison: Madison Avery – Totgeküsste leben länger
  14. Rachel Hawkins: Hex Hall 2 – Dunkle Magie
  15. Jonathan E. Howard: Jonathan Cabal – Seelenfänger
  16. Tatjana Kruse: Nadel, Faden, Hackebeil (Kommissar Seifferheld ermittelt 2)
  17. Francisco González Ledesma: Gott wartet an der nächsten Ecke
  18. Jens Lossau, Jens Schumacher: Der Elbenschlächter
  19. Susan Mallery: Frisch verheiratet
  20. Matthew Pearl: Das letzte Kapitel
  21. T. A. Pratt: Hexengift
  22. Julia Quinn: Hochzeitsglocken für Lady Lucy (Bridgerton 8)
  23. Hagen Röhrig: Kai Flammersfeld und die Transsylvanischen Schicksalskekse
  24. Annie Sanders: Die Rache-Agentur
  25. Lynsay Sands: Im siebten Himmel mit einem Vampir (Argeneau-Vampire 9)
  26. Lynsay Sands: Vampire sind die beste Medizin (Argeneau-Vampire 10)
  27. Ernst Solèr: Staub im Paradies
  28. Jeff Stone: Flammenklaue
  29. Johan Theorin: Nebelsturm
  30. Harald Tonollo: Die Rottentodds 3 – Ach, du faules Ei!
  31. Harald Tonollo: Die Rottentodds 4 – Ohrwürmer und Quallenpest!
  32. Harald Tonollo: Die Rottentodds 5 – Oh Schreck, die Miesbachs kommen!
  33. Brenna Yovanoff: Schweigt still die Nacht

Comic/Manga:

– Arata Kangatari 2 (Manga)
– Arata Kangatari 3 (Manga)
– Arisa 1 (Manga)
– Arisa 2 (Manga)
– Code:Breaker 4 (Manga)
– Code:Breaker 5 (Manga)
– Detektiv Conan 68 (Manga)
– Doubt 1 (Manga)
– Doubt 2 (Manga)
– Night Head Genesis 1 (Manga)
– Oh, diese Mädchen (HC-Comic)
– Otomen 3 (Manga)
Pride and Prejudice (Graphic Novel)
– Shugo Chara! 10 (Manga)
– Shugo Chara! 11 (Manga)
– Spiral – Gefährliche Wahrheit 9 (Manga)
– Spiral – Gefährliche Wahrheit 10 (Manga)
– The Devil Within 1 (Manga)
– Twinkle Stars 1 (Manga)

Hörbücher/Hörspiele:

– John Sinclair – Verlorene Seelen (4 CDs)
– John Sinclair 53 (1 CD)
– Henry Kolarz: Die Gentlemen bitten zur Kasse (3 CDs)
– Michael Kosler: Professor van Dusen 1 – Eine Unze Radium (1 CD)
– Michael Kosler: Professor van Dusen 2 – Das sicherste Gefängnis der Welt (1 CD)
– Robert Jordan: Das Rad der Zeit 2 (6 CDs)
– Bernd Perplies: Tarean 1 – Sohn des Fluchbringers (Audible 11:39 Stunden)

Irgendwie neige ich dazu Rezensionen sehr verspätet auf den Blog zu stellen – zu einigen Titel werde ich bestimmt in den nächsten Wochen noch was schreiben. 😉

Achja, angefangene und abgebrochene Bücher zähle ich in der Monatsstatistik ebenso wenig mit wie Titel, die ich zum wiederholten Male lese oder höre.