Schlagwort: Diverses

Eine Klappentextfrage! (2)

Ich habe in dieser Woche „Das letzte Kapitel“ von Matthew Pearl gelesen und versuche noch, meine Gedanken zu dem Buch zu ordnen. Dabei kam mir heute der Verdacht, dass ich deshalb solche Mühe habe, einen abschließenden Eindruck von dem Roman zu gewinnen, weil ich aufgrund des Klappentextes bestimmte Erwartungen hatte. Nun würde ich gern wissen, ob das an mir liegt oder an dem Klappentext.

Also, hier wieder die Frage an euch: Was würdet ihr bei dem folgenden Klappentext von einem Buch erwarten?

Boston, 1870. Sylvanus Bendall eilt durch die engen Gassen des heruntergekommenen Stadtviertels New Land. Im fahlen Licht der Dämmerung wirkt der Nebel wie ein Leichentuch. Immer wieder dreht der Anwalt sich um und lauscht. Der Verfolger kommt näher. Bendall beschleunigt seine Schritte – vergeblich. Sein Blick fällt auf den Knauf eines Gehstocks, der wie ein Bestienkopf aussieht. Reißzähne blitzen auf. Bendall ahnt, was der Unbekannte mit den schwarzen Augen von ihm will: das Papierbündel in seiner Westentasche – die letzten unveröffentlichten Seiten aus der Feder des kürzlich verstorbenen Charles Dickens. Sie bergen ein dunkles Geheimnis – und jeder, der es kennt, muss sterben.

Eine Reise nach Einall

Mein Mann und ich sind ja schreckliche Spielkinder – und so klingelte gestern der Postbote mit zwei neuen DS-Spielen für uns. Die schwarze und die weiße Pokémon-Edition sind gestern auf den Markt gekommen und schon heiß umstritten. Die einen Spieler freuen sich über all die Erneuerungen, die anderen trauern dem Retro-Look der alten Spiele hinterher und dass Nintendo dieses Mal eine vollkommen neue Region mit komplett neuen Pokémon anbietet, stößt einigen Traditionalisten auch bitter auf.

Ich seh das alles nicht so eng. Ich spiele Pokémon-Spiele, weil das so nett und entspannend ist. Es gibt eine Handlung, die man verfolgen kann, der Sammlertrieb wird durch die verschiedenen Pokémon-Typen und ihre Weiterentwicklungen angesprochen – und auch wenn ich die nächsten Tage sehr viel Zeit in der Region Einall (auch ein sehr umstrittener Name) verbringen werde, so packt mich so ein Spiel nicht so extrem wie andere. Ich freu  mich darauf, dass ich in den nächsten Monaten immer wieder etwas Neues in meinem Spiel (übrigens die „Schwarze Edition“) entdecken kann, unabhängig davon, ob ich nur eine Viertelstunde oder mal einen Abend spielen will. Und mein Mann, der das Ganze deutlich ernsthafter angeht als ich, wird aufpassen, dass ich auch keinen Event verpasse, dass wir immer alle runterladbaren Aktionen ausnutzen und dass ich auch alle Pokémon bekomme, die man nur in der „Weißen Edition“ fangen kann.

Ist ein Happy End wirklich immer das glücklichere Ende?

Ich lese eigentlich gern mehr oder weniger seichte Liebesgeschichten, genauso wie ich bei Filmen eine Schwäche für romantische Komödien habe. Und doch ärgere ich mich immer wieder, wenn die Autoren am Ende mit aller Gewalt dafür sorgen, dass alle Beteiligten paarweise die Bühne verlassen. Ich muss nicht jede (Neben-)Figur im Laufe der Handlung mit einer neuen und – natürlich bis ans Lebensende – glücklichen Partnerschaft versorgt sehen. Schon gar nicht, wenn das bedeutet, dass man in den letzten Kapiteln noch einen männlichen Charakter aus dem Hut zaubern muss, damit auch für die letzte ledige Frau noch der passende Mann gefunden wird.

Manchmal wünsche ich mir aus ganzem Herzen, dass mindestens eine Figur am Ende der Geschichte dasteht und für sich festgestellt, dass das Leben mit einem aufmerksamen Partner zwar schöner ist als einsam zu sein, aber dass das Alleinleben nicht unbedingt auch Einsamkeit bedeuten muss. Warum reicht es nicht zu zeigen, dass auch „einfache“ Freundschaft das Leben bereichert? Oder warum haben die Autoren nicht den Mut eine Geschichte nicht bis zum endgültigen Happy End zu erzählen? Sie könnten einfach offen lassen, ob in Zukunft eine Partnerschaft kommt oder nicht, solange sie zeigen, dass ihre Hauptfigur sich insofern weiterentwickelt hat, dass ihr Leben deutlich besser geworden ist.

Zum ersten Mal ist mir wirklich bewusst geworden, dass mir ein anderes Ende lieber gewesen wäre, als ich vor ein paar Jahren „Was das Herz begehrt“ im Kino gesehen habe. Mir hat es gefallen wie sehr Harry (Jack Nicholson) und Erica (Diane Keaton) einander aus der Bahn geworfen haben – und damit meine ich nicht die Liebesgeschichte. Er hat sie dazu gebracht mal eine andere Perspektive einzunehmen, mehr aus sich herauszugehen, auch mal schwarze Steine vom Strand mitzunehmen und aus ihrem gewohnten Alltag auszubrechen. Durch die Zeit mit ihr ist ihm hingegen bewusst geworden, dass Frauen in seinem eigenen Alter gar nicht so schrecklich unattraktiv sind. Auch wenn sie vielleicht faltiger und weniger leicht zu beeindrucken sind, so ist es doch auch mal ganz angenehm sich mit einer Frau anfreunden und mit ihr reden zu können. Diese Veränderungen hätten mir als Ende des Films vollkommen gereicht, einfach eine – anfangs unfreiwillige – Freundschaft, die das Leben der beiden gravierend beeinflusst …

Bei anderen Geschichten hingegen wäre hier und da der Mut zum „unglücklichen Ende“ auch nicht fehl am Platz. Ich kann eine „Liebesgeschichte“ auch genießen, wenn ich am Ende tränenüberströmt auf dem Sofa hänge, weil alles so traurig war. Gerade durch das fehlende Happy End werden die Handlungen weniger beliebig und berühren mich dafür umso mehr. Oder könnt ihr euch vorstellen, dass ein Film wie „Casablanca“ so ein Erfolg geworden wäre, wenn Rick (Humphrey Bogart) mit Ilsa (Ingrid Bergman) am Ende glücklich in den Sonneuntergang geritten wäre?

Wie geht es euch? Ist für euch ein Happy End immer das glücklichere Ende oder habt ihr auch Geschichten gelesen oder gesehen, bei denen ihr euch einen anderen Schluss gewünscht hättet?

Frohes neues Jahr!

Ich hoffe, ihr habt alle die Silvesternacht gut verlebt und habt ein großartiges Jahr 2011 vor euch! Jahresanfänge sind immer etwas Schönes, es gibt so vieles, worauf man sich freuen kann – und die Hoffnung auf viele schöne neue Bücher und Zeit, um diese auch zu genießen. 😉

Wir haben die letzte Nacht eigentlich wie immer verlebt – nur mit schlechterem Fernsehprogramm im Hintergrund. Abgesehen davon, dass wir nicht gerade Partymenschen sind, ist es für die Katzen auch angenehmer, wenn sie bei all dem ungewohnten Lärm wenigstens in der Wohnung einen normalen Tagesablauf beibehalten können. Immerhin hatten wir dieses Jahr Glück und in unserer Straße gab es keinerlei Feuerwerk – und die Raketen und Böller in den Nachbarstraßen waren für die Katzen erträglich.

Christie hat auf der Heizung gesessen und die Show genossen – vor allem über die Spiegelungen in den Fenstern der Nachbarhäuser –, während Logan zwar sehr rasch atmete und eindeutig unter Stress stand, aber nicht so sehr, dass er seinen gemütlichen Platz auf meiner Sofalehne hätte verlassen wollen, um sich zu verstecken. Shandy und Baltimore nehmen solche Störungen draußen eh recht gelassen und so war das ein guter Jahresübergang für die Katzen.

Für das Jahr 2011 wünsche ich euch Glück und Gesundheit, viel Zeit mit lieben Menschen, mit guten Büchern und ganz viele wunderschöne Momente, die das Jahr unvergesslich machen!

Gelesen: Oktober, November und Dezember 2010

Januar, Februar, März 2010
April, Mai, Juni 2010
Juli, August, September 2010

Hier noch eine Liste der Sachen, die ich im letzten Quartal 2010 gelesen und gehört habe. Irgendwie hat es mit dem Rezensieren allerdings nur sehr selten geklappt …

Bücher:

1. Jussi Adler-Olsen: Schändung
2. Jay Asher: Tote Mädchen lügen nicht
3. Sharon Ashwood: Hexenlicht
4. Jane Austen: Emma
5. Jane Austen: Mansfield Park
6. Linwood Barclay: Ohne ein Wort
7. Jim Butcher: Sturmnacht (Die dunklen Fälle des Harry Dresden 1)
8. Jürgen Carl: Der Concierge
9. Novella Carpenter: Meine kleine Cityfarm
10. Agatha Christie: Erinnerung an glückliche Tage
11. Agatha Christie: Meine gute, alte Zeit
12. Jennifer Crusie: Der Frühjahrsputz
13. Friedrich Dönhoff: Savoy Blues – Ein Fall für Sebastian Fink
14. Thomas Finn: Weißer Schrecken
15. Dick und Felix Francis: Abgebrüht
16. K. L. Going: Voll daneben
17. Ann Granger: Ein Mord von bessrer Qualität (Lizzie Martin und Benjamin Ross3)
18. Monika Gripenberg: Agatha Christie
19. Mark Haddon: Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone
20. Anne Hart: Miss Marple
21. Jilliane Hoffman: Cupido
22. P.B. Kerr: Die Kinder des Dschinn 5 – Das dunkle Erbe der Inka
23. Rhiannon Lassiter: Böses Blut
24. Lauren Lipton: Was sich liebt, das trennt sich
25. Malinda Lo: Ash
26. James McGee: Der Rattenfänger (Matthew Hawkwood 1)
27. James McGee: Die Totensammler (Matthew Hawkwood 3)
28. Kai Meyer: Arkadien brennt
29. Jo Nesbø: Der Fledermausmann
30. Linda Olsson: Die Dorfhexe
31. Jackson Pearce: Drei Wünsche hast du frei
32. Julia Quinn: Mitternachtsdiamanten (Bridgerton 7)
33. Lynsay Sands: Wer will schon einen Vampir?
34. Dawn B. Sova: Das große Agatha Christie-Buch
35. Heather Terrell: Auf den Schwingen der Nacht (Die Chronik der Nephilim 1)
36. Thomas Thiemeyer: Die Chroniken der Weltensucher 1 – Die Stadt der Regenfresser
37. Charlotte Trümpler: Agatha Christie und der Orient
38. Rick Yancey: Der Monstrumologe

Comic und Manga:

– An deiner Seite 4 (Manga)
– An deiner Seite 5 (Manga)
– Akihabara Shojo 5 (Manga)
– Black Butler 1 (Manga)
– Blaue Rosen 1 (Manga)
– Code:Breaker 3 (Manga)
– Finder 5 (Manga)
– Lovey Dovey 3 (Manga)
– Otomen 1 (Manga)
– Otomen 2 (Manga)
– Pjöngjang (Comic)
– Quintos (HC-Album)
– Rh+ Rhesus positiv 4 (Manga)
– Shugo Chara! 7 (Manga)
– Shugo Chara! 8 (Manga)
– Shugo Chara! 9 (Manga)

Hörbücher/Hörspiel:

– John Sinclair Classics 1 (1 CD)
– John Sinclair Classics 2 (1 CD)
– John Sinclair 51 (1 CD)
– John Sinclair 52 (1 CD)
– Agatha Christie: Weihnachten mit Miss Marple und Hercule Poirot (2 CDs)
– Charles Dicken: A Christmas Carol (Audible 3:31 Stunden)
– Michael Ende: Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch (4 CDs)
– Robert Jordan: Das Rad der Zeit 1 (6 CDs)
– Robert Jordan: Das Rad der Zeit 2 (Audible 23:14 Stunden)

Abgebrochene Bücher führe ich in der Liste nicht auf. Entweder versuche ich mich irgendwann noch einmal daran oder ich verdränge den Titel aus meiner Erinnerung. 😉
Oh, und re-reads sind auch nicht aufgeführt, die habe ich einfach vergessen mit aufzulisten. *g*

Wenn ich mich jetzt beim Eintragen in meine Liste nicht vertan habe, dann habe ich im Jahr 2010 insgesamt 170 Bücher, 72 Comics/Manga und 44 Hörbücher/Hörspiele konsumiert.

[BuchSaiten-Blogparade]: Zum Jahresende 2010 …

Katrin von den BuchSaiten startet auch diese Jahr zum Jahresende eine Blogparade, bei der fünf Fragen rund ums Buch beantwortet werden sollen. Normalerweise drücke ich mich um solche Fragen, denn die bedeuten ja, dass ich mich für einen (oder ein paar) Titel entscheiden muss. Und das fällt mir im Buchbereich verflixt schwer! Es gab so einige Romane, die ich erwähnen könnte, aber ich habe jetzt mal beschlossen, dass ich mich auf die konzentrieren werde, die mir als erstes einfallen (und die anderen Titel werde ich mal tapfer ignorieren). 😀

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat? (und Begründung)

Wenig versprochen hatte ich mir von „Arkadien erwacht“. Ich mag zwar Mafia-Geschichten und habe weder etwas gegen fantastische Elemente oder gar Liebesromane, aber bei Kai Meyer habe ich oft ein kleines Problem mit seinen Büchern. Was ich bislang von ihm gelesen habe, das fand ich nett und unterhaltsam, aber es hat mich nicht mitgerissen. Und ohne diesen Funken, der mich dazu bringt mitzufiebern und um das Leben der Figuren zu bangen, vielleicht die eine oder andere Träne zu vergießen und auch mal mit einem breiten Grinsen vor dem Roman zu sitzen, da fehlt mir einfach was.

Somit blieb ich recht gelassen als „Arkadien erwacht“ veröffentlicht wurde, obwohl man kaum noch einen Blog besuchen konnte, ohne mit der Nase auf das Buch zu stoßen. Tja, und dann hat Irina – trotz ihrer gerade herrschenden Jugendbuchunlust – den Roman gelesen und war begeistert. Und wenn Irina nervt … äh … den höflichen Überredungsmodus einschaltet, dann bekommt sie mich doch meistens dazu, dass ich einen Blick in das dementsprechende Buch werfe. Es hatte auch nur ein paar Wochen gedauert bis ich es aus der Bibliothek bekommen habe und dann las ich es an einem Nachmittag durch. Ich kann noch immer nicht die überschäumende Begeisterung der meisten Leser teilen, aber ich habe mich deutlich besser dabei unterhalten gefühlt, als ich vorher gedacht hätte – und inzwischen sogar brav die Fortsetzung gelesen …

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat? (und Begründung)

Viel versprochen wäre übertrieben, aber ich hatte mir von „Café Eden“ eindeutig mehr versprochen als ich bekam. Wobei ich mich da vom Klappentexte in die Irre führen ließ. Denn der klang nach einer netten Liebesgeschichte, die vermutlich rund um ein atmosphärisches Café spielen würde. Irgendwie hatte ich etwas erwartet, das an „Chocolat“ erinnert, doch stattdessen gab es eine etwas langatmige Familie-Saga, die immer wieder durch die Biografien von Nebenfiguren unterbrochen wurde. Weder die Rezepte, noch die ganze Geschichte hat mich besonders angesprochen, auch wenn es einige interessante und ganz unterhaltsame Aspekte an dem Buch gab. Vor allem den Teil rund um die Stummfilmzeit und die Western in Amerika fand ich spannend, aber ein Sachbuch hätte mir da wohl mehr Informationen gebracht.

Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?

Wieder etwas, an dem Irina Schuld ist, denn sie hat die Bridgerton-Reihe der Autorin so begeistert besprochen, dass ich mir Julia-Quinn-Romane zulegen musste. Vor ungefähr zwanzig Jahren haben ich die Regency-Bücher von Georgette Heyer geliebt – und wann immer ich etwas Geld übrig hatte, dann habe ich in der Bahnhofsbuchhandlung einen Roman von ihr gekauft, damit ich auf der Heimfahrt im Zug was neues zu lesen hatte. Andere historische (Liebes-)Romane haben keine solche Begeisterung bei mir auslösen können und so habe ich das Genre dann schnell wieder ignoriert – natürlich abgesehen von den Heyer-Büchern, die ich immer mal wieder aus dem Regal nahm und las.

Tja, und dann habe ich meine Nase in „Wie erobert man einen Duke?“ gesteckt und war hingerissen. Julia Quinn schreibt amüsant und mitreißend und bislang haben mich alle Bridgerton-Teile, die ich gelesen habe, sehr gut unterhalten. Ein paar der Titel habe ich in diesem Jahr sogar schon zweimal gelesen, weil es einfach so eine nette Lektüre für einen gemütlichen Nachmittag ist – und inzwischen fehlt mir nur noch der letzte Band der Bridgerton-Reihe. Und danach hoffe ich sehr, dass noch andere Bücher von ihr im nächste Jahr (in schönen Ausgaben) auf den deutschen Markt geworfen werden. Sonst muss ich doch mal wieder anfangen regelmäßig auf Englisch zu lesen …

Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?

Ein Lieblings-Cover gibt es bei mir nicht. Ich achte überhaupt recht wenig aufs Cover, das habe ich mir abgewöhnt, als ich zur einer Zeit Fantasy las, zu der man vor allem halbnackte Frauen und fellbehängt Barbaren auf den Covern dieses Genre abbildete. Und wenn ich heutzutage hingucke, dann rege ich mich nur immer wieder auf, weil ich schon wieder was mit Weichzeichner, einem Mädchengesicht und geschwurbelten Linien sehe. 😉

Aber trotz dieser biestigen Zeilen, gibt es doch das eine oder andere Cover, das mir positiv ins Auge gesprungen ist – und „Der Monstrumologe“ gehört eindeutig dazu. Das Cover ist ungewöhnlich und gleicht keinem anderen, das ich in den letzten Jahren gesehen habe. Es passt sowohl von der angewandten Technik, als auch von der Darstellung an sich hervorragend zum Inhalt (wenn man davon absieht, dass da alles viel zu ordentlich ist) und ich mag den Lineolschnitt-artigen Charakter.

Welches Buch wollt ihr unbedingt in 2011 lesen und warum?

Unbedingt lesen – in die Kategorie fallen recht wenige Bücher, seitdem mein SuB mir so viel Auswahl bietet, dass ich recht gelassen auf Neuerscheinungen blicken kann. Aber ich werde auf jeden Fall „Smaragdgrün“ lesen, wenn die Bibliothek das irgendwann nicht mehr in „Einarbeitung“ hat und zum Vormerken zur Verfügung stellt – und „Hochzeitsglocken für Lady Lucy“ sind schon vorbestellt.

Denn auch wenn ich abwarten kann bis „Smaragdgrün“ über die Bibliothek zu bekommen ist, so bin ich doch neugierig auf das Ende der Geschichte. Vor allem, da mir „Rubinrot“ und „Saphirblau“ wirklich Spaß gemacht haben. Und „Hochzeitsglocken für Lady Lucy“ ist der letzte Teil der Bridgerton-Reihe, den ich mir nach all den schönen Stunden mit den ersten sieben Bänden nicht entgehen lassen kann. Auf beide Bücher freue ich mich sehr – genauso wie auf all die Neuerscheinungen, die im nächsten Jahr veröffentlicht werden und die dafür sorgen, dass mein SuB wohl niemals schrumpfen wird.

Baltimore (und kein SuB-Zuwachs)

Heute morgen ging es für Baltimore zum Tierarzt, damit auch er seine Zähne saniert bekommt. Und wieder einmal hat mir dieser Tag gezeigt, wie unglaublich unterschiedlich die Brüder charakterlich sind. Während Logan vierzig Minuten gegen die Narkose ankämpfte, schlief Baltimore innerhalb von zehn Minuten und ich durfte zugucken, wie die Praxishilfe ihn liebevoll wie ein übergroßes Baby aus dem Behandlungsraum trug.

Bei Logan hatte es dann gut zwei Stunden gedauert, bis ich nach meiner Heimkehr eine Nachricht aus der Praxis bekam, bei Baltimore war ich gerade mal eine Stunde wieder hier als der Anruf kam, dass alles gut gelaufen ist. Auch er musste einige Zähne für die Gesundheit opfern – wenn auch nicht alle vier Eckzähne wie sein Bruder, sondern da nur die oberen beiden!

Das allerdings könnte dafür sorgen, dass Baltimore noch einmal operiert werden muss, wenn er sich nicht daran gewöhnt, dass seine unteren Eckzähne kein Gegenstück mehr haben. Zum Glück wäre eine zweite OP „im Preis inbegriffen“ … Bislang sieht der Kater gut aus, er wackelt ein wenig durch die Gegend und natürlich ist ihm von der Narkose übel, aber er geht mit dem Ganzen deutlich gelassener um als sein Bruder und war gerade mal zehn Minuten zuhause, als er auch schon – etwa wackelig – das Klo aufsuchte. 😉

Noch etwas glasige Augen, aber immerhin hat er es aufs Sofa geschafft!

Wenn alles gut läuft und Baltimore keine bösen Nachwirkungen zeigt, dann sind die Coon-Brüder für einige Zeit mit dem Thema Zähne durch. Ansonsten sind beiden in wirklich gutem Zustand (nicht nur für ihr Alter – und das höre ich immer wieder gerne!) und lassen mich hoffen, dass wir die nächsten Jahre nur noch zum regelmäßige Check den Tierarzt aufsuchen müssen.

Allerdings macht mir Christie seit Anfang der Woche Sorgen: sie hat angefangen zu sabbern und kaut momentan ihr Hühnchen nur auf einer Seite. Können Zahnprobleme eigentlich ansteckend sein? Madame wird also am Montag auch brav beim Tierarzt das Schnäuzchen öffnen müssen, damit wir herausfinden, was mit ihr los ist … Ich hoffe nur, dass sich Shandy nicht auch noch ein Beispiel daran nimmt!

***

Außerdem gab es heute kleines Päckchen mit einem „kein Sub-Zuwachs“-Buch! 😀 Nachdem mir die DHL-Sendungsverfolgung gestern Abend erzählt hat, dass ich um 20:40 Uhr nicht Zuhause gewesen sei und man mir deshalb eine Benachrichtigung in den Kasten geworfen hätte (natürlich waren wir zuhause und ebenso natürlich hatten wir keine Benachrichtigung im Briefkasten), kam heute doch noch meine Amazon-Bestellung an.

Und da ich wohl heute Nacht wieder sehr lange aufbleiben werde, um sicher zu gehen, dass es Baltimore gut geht, gönne ich mir den siebten Bridgerton-Band heute Abend. So ein Julia-Quinn-Roman sollte doch entspannend genug sein, um mich von den Katersorgen der letzten Tage zu erholen. Mal gucken, ob mich Baltimore gleich auf unser gemeinsames Sofa lässt … 😉

Ende Oktober: Halloween und ein gruseliges Lesevorhaben

Halloween ist für mich immer ein zwiespältiges Ding. Auf der einen Seite finde ich es nett, auf der anderen Seite habe ich immer das Gefühl, dass es nicht in unseren Kulturkreis passt … Trotzdem haben wir ein paar Süßigkeiten gekauft, für den Fall, dass bei uns geklingt werden sollte. Was natürlich nicht passierte (ebensowenig wie letztes Jahr), obwohl wir so einige kostümierte Kinder in der Straße gesehen haben.

Nun, die Sachen werden sich auch noch zwei Wochen lang halten, falls dann Kinder klingeln sollten. Auch das ist im letzten Jahr hier nicht passiert, aber ich bin nun mal in einer Gegend aufgewachsen, in der das Martinssingen bis zum Teenageralter durchgezogen wurde und deshalb habe ich am 11.11. auch Süßigkeiten im Haus!

Tja, und wenn sich keine Kinder für diese Kalorienvorräte finden, dann muss sich wohl mein Mann erbarmen – und mir darf er auch was abgeben. 😉

An mir geht Halloween sonst immer vorbei, wenn ich mal davon absehe, dass sogar mir die Häufung schlechter amerikanischer Teenie- und Gruselfilme zu dem Thema im Fernsehen auffallen. Aber dieses Jahr gab es ein wirklich niedliches Spiel („Costume Quest“) zum Download für die PS3 – und so habe ich den Tag damit verbracht, Teile für Kostüme zu sammeln, gegen Monster zu kämpfen und natürlich Süßigkeiten zu sammeln. Sehr entspannend! 😀

Tja, und irgendwann im Laufe des Abends fiel mir dann auf, dass ich in nur noch zwei Monaten doch eine ganze Menge lesen möchte. Im Wohnzimmer gibt es an allen Ecken und Enden mehr oder weniger kleine Stapel mit Büchern, die ich in den nächsten Wochen lesen will oder muss.

Da gibt es einen Stapel mit Bibliotheksbüchern (die innerhalb der nächsten zwanzig Tage abgegeben werden müssen), zwei Stapel mit Büchern, die ich für laufende Challenges noch lesen will, einen Stapel mit Büchern, die ich ganz unbedingt bald gelesen haben will, weil ich mich schon lange darauf freue, den Stapel mit Romanen, die ich letztes Jahre zu Geburtstag und Weihnachten geschenkt bekommen habe (und die ich vor den nächsten Geburtstags- und Weihnachtsbuchgeschenken gelesen haben sollte) und dann hatte ich mir ja auch mal vorgenommen in diesem Jahr mal alle aktuellen Neuzugänge zu lesen, bevor die ersten 2011-Titel bei mir einziehen …

Wenn ich jetzt mal ignoriere, dass da noch ein paar Titel in der Bibliothek vorgemerkt sind und ich bestimmt bis zum 31. Dezember noch den einen oder anderen Neuzugang verzeichnen darf, dann muss ich, um mein Vorhaben durchzuführen, nur noch 74 Bücher lesen.

Das macht 1,2 Bücher pro Tag, was eigentlich machbar wäre … Eigentlich, denn dann gibt es ja doch immer mal wieder Tage, an denen nicht einmal ich lesen mag oder an denen ich lieber mal ein Hörbuch höre oder keine Zeit zum Lesen abknapsen kann oder an denen ich meine Nase lieber in einen Comic oder Manga stecke.

Nun, mal sehen, was ich nach diesen zwei Monaten von der vorgenommenen Menge geschafft habe. 😉

Dies und Das (8): Garten- und Shandyfotos

Garten

In den letzten Wochen war ich fast jeden Tag brav im Garten und habe versucht vor dem Winter noch das grauselige Unkraut in den Griff zu bekommen – außerdem warten da immer noch ganz viele Blumenzwiebeln darauf, in die Erde gesetzt zu werden. Spätestens Sonntag will ich damit fertig sein! Bei all der Arbeit gab es auch noch ein paar schöne Dinge im Garten zu entdecken – alles habe ich im Laufe des Jahres also noch nicht eingehen lassen. 😉 Leider sind die Fotos etwas unscharf, ich habe mit sehr kalten Fingern fotografiert und dabei auch noch mit den Kameraeinstellungen experimentiert …

Hier ein Blick ins Unkraut – das soll bis Sonntagmittag noch verschwinden. Mal gucken, ob ich in all dem Grün auch noch nützliche Pflanzen finde. Manche mussten inzwischen schon weichen, weil das die einzige Möglichkeit war, um das Unkraut mit Wurzeln auszuziehen.

Shandy

Von dem Besuch, der Anfang Oktober da war, haben unsere Katzen auch einen lila Kong mitgebracht bekommen. Shandy spielt in letzter Zeit besonders gern damit:

Sonstiges

Nachdem ich in der Rezension zu „Der Monstrumologe“ auch H.P. Lovecraft erwähnt hatte, fand ich es lustig, dass heute bei uns ein Päckchen für meinen Mann eintraf mit folgendem Absender:

Gelesen: Juli, August und September 2010

Hier nun zum ersten Mal „pünktlich“ meine Liste mit den gelesenen Büchern der letzten drei Monate. Wer noch einmal einen Blick auf die anderen Listen werfen will, wird hier fündig:

Januar, Februar und März 2010
April, Mai und Juni 2010

Bücher:

  1. Isabel Abedi: Imago
  2. Jussi Adler-Olsen: Erbarmen
  3. Mariëtte Aerts: Hexenheide
  4. Milena Agus: Die Gräfin der Lüfte
  5. Jane Austen: Anne Elliot oder Die Kraft der Überredung
  6. Awista Ayub: Kick it in Kabul
  7. Mary Balogh: Nacht der Verzückung
  8. Mary Balogh: Dir darf ich nicht gehören
  9. Alan Bennett: Così fan tutte
  10. Elizabeth Boyle: Betörendes Spiel der Leidenschaft
  11. Alan Bradley: Flavia de Luce – Mord ist kein Kinderspiel
  12. Truman Capote: Frühstück bei Tiffany
  13. Timothy Carter: Böser Engel
  14. Raymond Chandler: Die simple Kunst des Mordes
  15. Raymond Chandler: Notizbücher
  16. Colin Cotterill: Dr. Siri und seine Toten (Dr. Siri 1)
  17. Bruce Coville: Die Schlacht am Weltenbaum (Die Einhorn-Chroniken 3)
  18. Deborah Crombie: Wenn die Wahrheit stirbt
  19. Thomas Degering: Raymond Chandler
  20. Agnes Desarthe: Mein hungriges Herz
  21. Chris D’Lacey: Feuerträne
  22. Karen Joy Fowler: Der Jane Austen Club
  23. Franziska Gehm: Die Vampirschwestern 7 – Der Meister des Drakung-Fu
  24. Rachel Hawkins: Hex Hall 1 – Wilder Zauber
  25. Rachel Hore: Der Garten der Erinnerung
  26. Elizabeth Hoyt: Die Schöne mit der Maske
  27. Andrea Israel und Nancy Garfinkel: Johannisbeersommer
  28. Lorelei James: Long Hard Ride (Rought Riders 1)
  29. Jackie Kessler & Caitlin Kittredge: Schatten und Licht – Das Ikarus Projekt
  30. Rudyard Kipling: Das Dschungelbuch
  31. Victoria Laurie: M. J. Holliday: Geisterjägerin 1 – Rendezvous um Mitternacht
  32. Kristian Lutze: Mein Freund Marlowe – Das einsame Leben des Raymond Chandler
  33. Francisco Gonzales Ledesma: Der Tod wohnt nebenan
  34. Frank MacShane: Raymond Chandler
  35. Kai Meyer: Arkadien erwacht
  36. Julia Quinn: Ein hinreißend verruchter Gentleman (Bridgerton 6)
  37. Julia Quinn: Verführt von einer Lady
  38. Maria Daniela Raineri: Ti amo heißt Ich liebe dich
  39. Lynsay Sands: Ein Vampir und Gentleman (Die Argeneau-Vampire 7)
  40. Sam Savage: Firmin – Ein Rattenleben
  41. Peter Schwindt: Morland 2 – Die Blume des Bösen
  42. William Shakespeare: Macbeth
  43. Polly Shulman: Die geheime Sammlung
  44. Helle Stangerup: Der Brautmaler
  45. Jeff Stone: Schattenfechter
  46. Jeff Stone: Schlangenkrieger
  47. Vanessa Walder: Die Wundernacht des Elfenkönigs
  48. Valerie Wilson Wesley: Remember Celia Jones
  49. Cornell Woolrich: Der schwarze Engel

Comic und Manga

– Aishiteruze Baby 6+7 (Manga)
– An deiner Seite 3 (Manga)
– Between the worlds 1-3 (Manga)
– Detektiv Conan 67 (Manga)
– Paradox 3 (Manga)
– Shugo Chara! 6 (Manga)
– Spiral – Gefährliche Wahrheit 7 (Manga)
– Taranta Ranta 1+2 (Manga)

Hörbücher/Hörspiele:

– John Sinclair 47-50 (4 CDs)
– Jane Austen: Verstand und Gefühl (11 CDs)
– Robert Jordan: Das Rad der Zeit 1- Drohende Schatten (14:55 Stunden)
– S. E. Phillips: Aus Versehen verliebt (5 CDs)
– Otfried Preußler: Die kleine Hexe (2 CDs)

Abgebrochenen Bücher führe ich in der Liste nicht auf. Entweder versuche ich mich irgendwann noch einmal daran oder ich verdränge den Titel aus meiner Erinnerung. 😉
Oh, und re-reads sind auch nicht aufgeführt, die habe ich einfach vergessen mit aufzulisten. *g*