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Wenn selbst eine flache Liebesgeschichte zu unglaubwürdig wird …

Gegen Jahresende überkommt mich mit relativer Berechenbarkeit die Lust auf eine weihnachtliche Liebesgeschichte. Irgendein Roman, der total vorhersehbar und kitschig ist, muss dann gelesen werden! Allerdings versuche ich dabei kein Buch in die Hände zu bekommen, bei denen dann noch Engel vorkommen oder irgendwelche ominösen Wunder geschehen. Ich suche nur so ein bisschen zuckersüßen Adventskitsch zum Entspannen …

In diesem Jahr flatterte mir ziemlich früh mein „Weihnachtsbuch“ ins Haus, und nachdem es gestern den ersten Schnee bei uns gab, hatte ich gerade Lust, in den Roman reinzuschnuppern. Doch nach den ersten siebzig Seiten von „Ein Weihnachtswunder zum Verlieben“ von Ali Harris bin ich so abgeschreckt, dass ich bezweifle, dass ich mich zum Weiterlesen überwinden kann. Anhand des Klappentextes hatte ich eine niedliche Geschichte rund um ein altes und verstaubtes Londoner Traditionskaufhaus erwartet, bei dem die Belegschaft nur noch die Adventszeit hat, um den Laden so weit in Schwung zu bringen, dass er nicht an amerikanische Investoren verkauft wird.

Bislang deutet sich dieser Teil der Geschichte nur ganz vage an, dafür hat es die Autorin geschafft, eine strunzdumme und unglaubwürdige Protagonistin zu erschaffen, der ich seit mehreren Seiten gern eine kräftige Ohrfeige verpassen würde. Und der Autorin würde ich gern ein paar Worte zum Thema „glaubwürdige Grundsituationen“ erzählen!

Die Geschichte spielt heutzutage in London, die Protagonistin heißt Evie und hat mit 21 Jahren den Abschluss an der Kunsthochschule gemacht. Dann lernte sie ihren ersten Freund kennen und war anscheinend fünf Jahre lang nichts anderes als eine „Freundin“. Kein Wort über irgendwelche Jobs, dafür eine Runde Lamentieren über fehlende Berufserfahrung. So ein Verhalten ist einfach nur nervig, aber okay, das könnte ich noch hinnehmen.

Fünf Jahre später hat sich Evies Freund von ihr getrennt und sie flüchtet sich zu ihrer großen Schwester. Und als die sagt, dass sie nun etwas aus sich machen müsste, geht sie in ihr Lieblingskaufhaus und wird dort ganz zufällig für eine neue Angestellte gehalten und landet im Lager. Abgesehen von dieser entsetzlichen Passivität der Hauptfigur, die hier schon wieder zum Ausdruck kommt, wird die ganze Szene auch nicht sehr glaubwürdig beschrieben. Aber gut, so weit war ich auch noch bereit, mich auf die Geschichte einzulassen.

Und während Evie es in einem Monat schafft, das Lager so umzuräumen und zu organisieren, dass die seit dem zweiten Weltkrieg (wie bitte?!) eingelagerten Sachen ebenso übersichtlich verstaut sind wie die Neuzugänge, bekommt sie es nicht hin, dass ihre Kollegen kapieren, dass sie nicht ihre Vorgängerin Sarah ist! Zu dem Zeitpunkt, an dem der Roman spielt, arbeitet Evie seit zwei Jahren in dem Kaufhaus und wird immer noch von allen Sarah genannt. An der Mitarbeitertafel hängen immer noch das Foto und der Name der Vorgängerin und keinem fällt auf, dass die Frau im Lager vielleicht etwas anders aussieht. Außerdem ist Evie inzwischen – angeblich – mit Carly, einer besonders attraktiven, glamourösen und extrovertierten Verkäuferin, gut befreundet und hat selbst die bislang nicht über die Namensverwechslung aufgeklärt. Wie glaubwürdig ist das denn noch?

Abgesehen davon, dass ich mich frage, wie das auf der bürokratischen Ebene laufen soll! Arbeitet Evie seit zwei Jahren umsonst, während Sarah immer noch Lohn für einen Job bekommt, den sie damals vor lauter Langeweile hingeworfen hat? Ich meine, die Geschichte spielt heutzutage in London und nicht in irgendeinem Setting, bei dem die Angestellten am Ende der Woche ihren Lohn bar auf die Hand bekommen. Es muss so etwas wie Buchhaltung geben und irgendeine Kommunikation zwischen der Buchhaltung und Evies Vorgesetzten. So etwa wie Stundenabrechnungen, Krankenversicherungen, Steuerunterlagen und Ähnliches – wie kommt die Autorin also auf den Gedanken, dass ich als Leserin so etwas einfach hinnehmen kann?

Der Punkt, an dem ich dann das Buch entnervt von mir geworfen habe, kam, als Evie sich ein glitzerndes Top anzog und ihre langen Haare hochsteckte und auf einmal von einem Typen, der gerade eben erst mit der schillernden Carly geflirtet hatte, für diese gehalten wurden. Natürlich hat der Mann nicht erkannt, dass er nun mit einer anderen Frau redet, und natürlich hat er die Verabredung zum Date noch einmal bekräftigt – und ebenso natürlich hat Evie die Verwechslung nicht aufgeklärt, obwohl sie sich kurz zuvor noch über ihre zwei Jahre als „Sarah“ aufgeregt hatte.

Nun bin ich frustriert, dass ich die letzte Stunde mit so einem unglaubwürdigen Mist verbracht habe. Ich bin  sauer, weil die Autorin anscheinend davon ausgeht, dass der Leser so etwas in einem weihnachtlichen Liebesroman einfach hinnimmt. Und ich bin überrascht (und erstaunlich verärgert), dass es bei Amazon doch wirklich eine 5-Sterne-Rezensionen für dieses Machwerk gibt.

Alte Katzen

Vor gut sieben Monaten hatte mir meine Mutter ein Buch geliehen, dass sie beim Lesen wirklich bewegt hatte. Erst hatte mich der Geruch nach Zigarettenrauch abgeschreckt, dann hatte ich einfach keine Lust auf den Roman. Da ich aber morgen ein Paket an meine Mutter schicken werde, habe ich mir heute Nachmittag das Buch endlich vorgenommen und bin über eine Stelle gestolpert, die ich dann doch ausnahmsweise mal zitieren möchte:

„Ein Kätzchen schließt man leicht ins Herz. […] Die Liebe zu einer alten Katze ist dagegen in langen Jahren gewachsen. Sie pinkelt aufs Kissen und übergibt sich als Form stillen Protestes. Wenn man mit einer alten Katze zusammenwohnt, lernt man nachsichtig zu sein.“
(Helen Brown, Cleo – Wie eine kleine Katze das Lachen in unsere Familie zurückbrachte“, S.369)

Ich gebe zu, an manchen Tagen ist es mit der Nachsicht nicht so einfach. Aber nach so vielen gemeinsamen Jahren findet man sich mit so mancher Eigenheit ab. 🙂

Foto von Natira, Oktober 2010

Herbst

Der eine oder andere Blogleser hat ja schon mitbekommen, dass ich den Herbst wirklich liebe, und hier gibt es ein paar Fotos, die zeigen, warum das so ist.

Sich mit einer Decke und den Katzen auf dem Sofa einkuscheln:

Herbstfarben:

Und frisch gebackene Appletarte zum Nachmittagstee:

[Kulinarischer] Rückblick auf die vergangene Woche

Um den Blog nicht nur noch mit einzelnen Backbeiträgen zu füllen, gibt es hier mal einen kurzen Rückblick auf die vergangene Woche. Ich muss dazu betonen, dass ich normalerweise nicht so viel backe! Aber nach drei Jahren ohne Backofen und angesichts der Tatsache, dass ich „Backen macht glücklich“ einmal gründlich testen wollte, gab es einfach zu viele Rezepte, die mich gereizt haben.

Am Samstag habe ich ein Muffinrezept aus „Backen macht glücklich“ getestet. So richtig glücklich war ich mit den „Red Velvet Cupcake Swirls“ nicht (mehr Details gibt es dann in der Rezension zu dem Backbuch), aber die Muffins waren – trotz ein paar Konsistenzproblemen – so richtig schön schokoladig.


Sonntags ging es dann weiter mit einer Runde Scones (ebenfalls nach einem Rezept von Marian Keyes), die auch sehr lecker waren. Abgesehen davon, dass ich nun unbedingt mal Clotted Cream auftreiben muss (angeblich gibt es in gerade mal vier Kilometern Entfernung ein Geschäft mit britischen Lebensmitteln :D), werde ich demnächst noch zum Vergleich ein Rezept antesten, dass mir Anette aus einem ihrer Teatime-Bücher abgeschrieben hat.

Und weil ich als Gegengewicht zu all dem süßen Zeug etwas herzhaftes benötigte, gab es am Montag zum Abendessen Stücke vom „Kräuter-Käse-Zupfbrot“. Spannend in der Zubereitung und so lecker! Denn auch wenn die Scheiben auf dem Foto etwas sehr fest und „klitschig“ aussehen, so liegt das an der Kombination aus meinen mangelnden Fotokünsten und dem Käse und nicht am Rezept. Das Brot ist einfach nur total locker, saftig und würzig. Aber ohne den Gurkensalat dazu wäre es wohl doch etwas sehr fettig geworden. Trotzdem wird dieses Brot bestimmt noch einmal gemacht – und dann mit deutlich mehr Kräutern!

Nachdem ich schon einiges aus „Glück ist backbar“ ausprobiert hatte, fehlte noch ein Testobjekt aus dem Bereich „Blechkuchen“. Um das zu ändern (und weil mein Mann von dem Gedanken an einen Colakuchen so fasziniert war), habe ich am Mittwoch dann „Rita-Annes Cola-Geburtstagskuchen“ gebacken. Ein Foto gibt es von diesem Kuchen nicht, der wird gerade bei uns nur noch „Das Schokodesaster“ genannt und war nicht gerade ein Erfolg.

Um etwas gegen den Frust zu tun und weil wir ja abends auch noch etwas essen mussten, das einem nicht die Zähne vor lauter klebriger Süße zusammenzieht, habe ich dann noch eine kleine Zucchini-Pizza gemacht und zwei mit Spinat gefüllte Blätterteigtaschen. Zum Glück hat beides sehr gut geschmeckt! Und weil am Freitag ein Grillfest mit den Nachbarn anstand und ich gesagt hatte, dass ich (unter anderem) Brot mitbringen würde, habe ich noch den Teig für ein Topfbrot angesetzt, damit ich das Rezept mal antesten kann.

Donnerstag habe ich es ganz gemütlich angehen lassen. Ich habe nach dem Besuch des Technikers mein Topfbrot gebacken (schön knusprig, saftig und lecker – aber kein Rezept, das ich täglich machen würde) und nach dem erfolgreichen Test zwei Portionen Teig (einen davon mit Sesam) für den nächsten Tag angesetzt. Ansonsten habe ich mich mit dem Backen zurückgehalten (und dafür noch eben einen Curry-Nudelsalat und zwei Sorten Kräuterbutter gemacht). Zum Abendessen gab es übrigens Lieferpizza – ich brauchte wirklich eine Auszeit von der Küche! *g*

Freitag habe ich dann nur noch die beiden Topfbrote gebacken … Lustigerweise hätte ich früher selber nie gedacht, dass ich mal so viel in einer Woche backen würde und dass ich das sogar neben allem möglichem (Termin-)Stress so entspannend finden würde. Trotzdem werde ich mir jetzt wohl erst einmal eine kleine Auszeit vom Backen nehmen …

… auf der anderen Seite sollte es die nächsten Tage kühl genug sein, dass man mal eine Gemüsewähe essen könnte, und die Apfeltarte aus „Glück ist backbar“ will ich auch noch probieren. 😉

Offline, online, offline …

Irgendwie waren die letzten Tagen in technischer Hinsicht wirklich nervig! Der PC konnte von uns (oder eher meinem Mann) kurz wiederbelebt werden, aber unsere Hoffnung, dass das Ableben noch etwas hinausgezögert wurde, hielt nicht mal zwei Tage lang. Ein paar Daten habe ich zwar jetzt auf meinen USB-Stick retten können, aber so richtig glücklich bin ich mit der Situation nicht.

Dafür gewöhne ich mich so langsam an die beiden Bildbearbeitungsprogramme, die auf dem Netbook sind. Sehr viele Möglichkeiten bieten sie nicht, aber zumindest meine Coverfotos bei den Rezensionen und das Einstellen von Schnappschüssen sollte möglich sein. (Ein paar Fotos habe ich sogar noch für ein paar Beiträge auf den Blog laden können, als der PC kurz wieder lief – was bedeutet, dass ihr in den nächsten Tagen zwei Posts mit Backexperimenten zu sehen bekommt).
Ein weiteres Ärgernis sind die Probleme mit unserem Internet-, Telefon- und Kabelanbieter. Dazu muss ich sagen, dass ein Vertrag besteht, der die gesamte Häuserzeile an diesen einen Anbieter bindet. Ein Wechsel ist also nicht möglich, wenn wir nicht doppelt zahlen wollen! In den letzten drei Jahren hatten wir immer wieder kleinere Internetausfälle und täglich Probleme zu Stoßzeiten. Wenn also alle Nachbarn zur üblichen Feierabendzeit online gehen wollten, dann ging gar nichts mehr … Sehr lästig, gerade wenn man Freitagnachmittag noch eben einen Auftrag abarbeiten wollte und dann die Daten nicht verschicken konnte. 
In diesem Sommer wurden dann alle Anschlüsse unserer Häuserzeile neu verlegt – was sich erst einmal gut anhörte. Blöderweise scheint dabei etwas gravierend schief gelaufen zu sein, auch wenn das der Anbieter nicht so recht einsehen will. Seit Mitte Juni haben wir hier wöchentlich die unterschiedlichsten Techniker von den unterschiedlichsten Sub-Unternehmern, die die unterschiedlichsten Theorien verbreiten … 
Alle sind sich einig, dass wir eine traumhaft schnelle Internetverbindung haben, um die uns die meisten Leute beneiden würden. Außerdem hätten wir ja ein viel besseres Bild, wenn wir vom analogen zum digitalen Fernsehen wechseln würden (was nach Rücksprache mit den Nachbarn nur bedeutet, dass wir mehr zahlen würden und noch häufiger Ausfälle hätten) und das Telefon … also … das liegt bestimmt daran, dass wir den Router nicht richtig eingestellt hätten. Und bestimmt haben wir alles falsch angekabelt, die Kabel nicht genug abgesichert oder einfach nur den Akku nicht geladen! Keine dieser Theorien erklärt übrigens, warum die anliegenden sechs Häuser zur gleichen Zeit Ausfälle haben wie wir.
Dazu hören wir dann so tolle Aussagen wie „Alles übersteuert! Das muss runtergeregelt werden!“, „Alles untersteuert! Kein Wunder, dass Sie nichts empfangen“, „Der Verstärker muss ausgetauscht werden, der ist bestimmt kaputt.“ (das ist übrigens schon passiert) und die neuste Theorie lautet: „Da stellt jemand in einem der Nachbarhäuser immer die Kellersicherung ab und wenn die Geräte keinen Strom bekommen, dann können Sie ja auch nichts empfangen!“
Also, wenn das nicht mal eine überzeugende Erklärung dafür ist, dass die Bewohner von sieben Häusern seit zehn Wochen Komplett- und Teilausfälle haben, die von einer halben Stunde bis zu 24 Stunden andauern! Vor allem erklärt das natürlich, warum wir mal nur ohne Internet, dann wieder ohne Internet und Telefon dastehen. Und das Kabelfernsehen fällt zum Teil zeitgleich aus, dann wieder gibt es „nur“ extreme Störungen, während Internet und Telefon funktionieren und manchmal stehen wir ohne Fernsehen da, während der Rest läuft.
Inzwischen habe ich – nur für die Anrufe bei der Störstelle (genauer gesagt bei einer der drei Störstellen, an die wir uns wenden können) – mein über acht Jahre altes und schon in Pension geschicktes Handy (mein einziges Handy, sollte ich wohl betonen) wieder aktiviert. Das ist zwar kein besonders zuverlässiges Gerät, aber immerhin kann ich damit bei einem überlasteten Call-Center-Mitarbeiter meinen Frust abladen.
Und nachdem heute Mittag ein Techniker da war, der dafür gesorgt hat, dass wir nach 24 Stunden ohne Internet und Telefon wieder mit der Außenwelt kommunizieren könne, warten wir nun auf den morgigen Anruf des nächsten Technikers, der dann hoffentlich vor dem Wochenende dafür sorgt, dass wir nach dem Ausfall von heute Abend wieder fernsehen können. Auch wenn wir den Fernseher nicht so oft für das aktuelle Programm nutzen, so gehören die täglichen Nachrichten zum abendlichen Abschalten, und die Paralympics wollte ich auch verfolgen …
Ich hoffe nur, dass demnächst die verantwortliche Firma mal auf die Idee kommt, dass eine gründliche Kontrolle (oder vielleicht ein Komplettaustausch!) der frisch eingebauten Leitungen und Anschlüsse weniger Stress bedeuteten würde als die Bearbeitung all der Beschwerden, die Tag für Tag bei ihnen eintrudeln!

Warum ich auch in den nächsten Tagen nicht lesen werde …

…, ist ganz einfach zu erklären:

In diesem Monat hat es mir eindeutig an Ruhe und Konzentration zum Lesen gefehlt. Entweder wusel ich in der Wohnung rum, habe den Pinsel oder die Farbrolle geschwungen, in der Küche rumgewerkelt oder die anderen Zimmer umgeräumt. Der Garten bekommt auch ab und an etwas von meiner Zeit ab, und nachdem Bibendum in der letzten Woche zu Besuch war, kommen in der nächsten Woche meine Eltern vorbei.

Bislang habe ich gerade mal ein Kinderbuch (immerhin auf Englisch, so dass die Challenge erledigt ist) gelesen, und auch wenn ich das Lesen etwas vermisse, so greife ich doch in meinen Mußestunden gerade lieber zum PS3-Kontroller oder zum DS – selbst für Manga reicht die Ruhe nicht. Dafür ist ein Spiel wie „Harvest Moon – Geschichten zweier Städte“ wunderbar, um mal eben etwas abzuschalten und ein paar gemütliche Minuten zu verbringen. Ich kann jederzeit speichern oder einfach nur kurz den DS zuklappen, wenn andere Verpflichtungen rufen oder ich mal wieder dabei bin einzunicken, weil der Schlaf in den vergangenen Nächten etwas zu kurz kam.

Aus diesem Grund wird meine „Ich lese gerade“-Anzeige wohl noch eine Weile unverändert bleiben, während ich in Konohana unterwegs bin und versuche, einen Hof zum Blühen zu bringen. 😉

Die Küche II

Ich verspreche, dass dies (erst einmal) der letzte Küchenpost ist, aber ich wollte euch doch noch einmal die gesamte Pracht zeigen. Und da Bibendum gestern eine Runde Fotos gemacht hat, um der Verwandschaft die neue Küche zeigen zu können, nutze ich die Bilder auch gleich für meinen Blog.

Den neuen Essplatz haben wir auch gründlich genutzt und zu dritt sitzt es sich da wirklich bequem – was ich ursprünglich gar nicht erwartet hätte, weil die Küche früher mit den Regalen neben dem Kühlschrank viel kleiner wirkte.

Jetzt habe ich nur noch ein einziges Problem mit der Küche: Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich mich mehr über die große Spüle oder den Ofen freue. 😉 Den Ofen haben wir in den letzten Tagen gründlich genutzt und ich habe nicht nur schon zwei Kuchen und zwei Runden Muffins (die Standardmuffins haben dabei erst einmal gezeigt wie sehr ich aus der Übung bin) gebacken, sondern auch die ersten Aufläufe und leckeres Grillgemüse (Umluft mit Grillfunktion ergibt großartiges Grillgemüse!) damit gemacht.

Auf der anderen Seite ist diese Spüle einfach toll, um nach den ganzen Backaktionen die Formen und Bleche darin einzuweichen und zu schrubben. Sagte ich schon, dass ich gerade befremdliche Tendenzen zum Putzteufel zeige? *g*

In den nächsten Tagen will ich noch ein paar weitere Rezepte aus „Glück ist backbar“ ausprobieren und dann schreibe ich hier auf dem Blog mal ein paar Zeilen zu dem Buch. Eins kann ich aber jetzt schon sagen: Bibendum hat aus dem Buch lauter Rezepte rausgesucht, die wirklich sehr gehaltvoll waren! Ein einziger Chocolate Cheesecake Cupcake seit dem Frühstück und ich habe das Gefühl, dass ich heute nichts mehr essen könnte! 😉

Die Küche I

Eigentlich wollte ich diesen Beitrag schon gestern verfassen, aber dann zog sich der „Feierabend“ deutlich länger hin als erwartet, und ich war einfach zu kaputt, um mich noch für ein paar Zeilen an den PC zu setzen.

Gestern war ja der große Tag, an dem wir endlich die neue Küche bekommen sollten. Die Straße hatten wir schon am Sonntag mit Hinweiszetteln versehen, die Küche war ausgeräumt und alle anderen Arbeiten waren auch erledigt (abgesehen davon, dass ich es nicht mehr geschafft habe, die Tür zu streichen, was ich gern noch gemacht hätte). Das Montage-Team kam etwas später als erwartet und während mein Mann den Tag vor allem mit den Katzen im Wohnzimmer eingesperrt verbracht hat, habe ich dem Entstehen der Küche zugeguckt und alle Änderungsvorschläge absegnen dürfen. So wurde innerhalb von sechs Stunden aus diesem Küchenprovisorium …

… so eine hübsche helle Küche (auch wenn dieses Foto nun so gar nicht hell ist *g*):

Mehr Details gibt es, wenn ich alles gesäubert, eingeräumt und „dekoriert“ habe. Auf jeden Fall hat alles geklappt, die Elektrogeräte funktionieren, die Spüle hat eine zufriedenstellende Größe und ich darf in den nächsten Wochen Experimente mit dem Gasherd machen, in der Hoffnung, dass ich mich schnell an das stufenlose Kochen gewöhne.

Eigentlich wollte ich ja schon gestern Abend mit der Arbeit anfangen, um heute dann damit fertig zu werden, aber nach einem kurzen Trip zum Supermarkt ließ sich die Beifahrerscheibe von unserem Auto nicht wieder schließen. Natürlich haben wir das erst nach 18 Uhr festgestellt und die einzige Werkstatt, die bis 19 Uhr geöffnet hatte, wollte unseren Wagen gar nicht erst annehmen (angeblich, weil sie keine Ersatzteile dafür bekommen …). Also musste ich mich heute erst einmal darum kümmern, dass ich eine Autowerkstatt finde, die in der Lage ist, mit einem Mazda fertig zu werden, und hoffen, dass das Problem schnell gelöst werden kann.

Aktuell warte ich auf den Anruf, dass das Ersatzteil geliefert wurde und bezahlbar wird die Reparatur vermutlich auch. Zum Glück hat man mir heute morgen schon mal die Beifahrertür auseinandergenommen und die Scheibe wieder hochgezogen. Es fühlte sich nicht gerade gut an, als das Auto mit geöffneter Scheibe unbeobachtet über Nacht auf der Straße stand … Auf der anderen Seite wäre es ja auch zu einfach gewesen, wenn dieser Tag problemlos verlaufen wäre, nachdem alle Herausforderungen der Küche von den Handwerkern so gut gemeistert wurden!

FairShare seit Februar „out of service“

Ich hatte vor einem Jahr schon mal darüber berichtet, dass ich meinen Blog aus Neugier bei FairShare registriert hatte – und dass prompt ein „gemopster Text“ gefunden wurde.

Für mich war es ein beruhigendes Gefühl, dass ich über meinen Feed-Reader benachrichtigt werden würde, wenn irgendwo im Netz Textpassagen von mir auftauchen würden. Als ich aber heute eine andere Seite dort registrieren wollte, musste ich feststellen, dass der Service schon im Februar eingestellt worden ist.

Abgesehen davon, dass ich das wirklich schade finde, beschäftigt mich nun die Frage, ob einer von euch vielleicht eine Alternative kennt, die ebenfalls so gut funktioniert.

Ich hab die Nase voll!

Obwohl ich meinem Gefühl nach einen recht kleinen und nicht so bekannten Blog habe, häufen sich in letzter Zeit die Kommentare, in denen jemand eine Zeile hinterlässt und um eine gegenseitige Verlinkung bittet.

Wenn das Ganze dabei noch den Eindruck erwecken würde, dass die Person meinen Blog wirklich mag, dann wäre ich darüber nicht so sauer. Aber in der Regel ist es eine aussagelose Zeile („Ich finde deinen Blog toll“) und gleich danach kommen diverse Varianten von „Besuch meinen Blog doch auch mal“, „Verlink mich doch“ und „Guck mal, ich habe ein Gewinnspiel – du musst nur Leser werden und auf deinem Blog sowie allen anderen möglichen Plattformen Werbung für mich hinterlassen“.

In Zukunft werde ich jeden Kommentar, der in diese Richtung geht, einfach löschen!

Ich schaue gern nach anderen Blogs und wenn jemand bei mir einen (vernünftigen!) Kommentar hinterlässt und seine Blogadresse beim Kommentieren mit dem Nutzernamen verlinkt hat, dann ist meine Neugier groß genug, um diesem Link zu folgen. Dazu muss mich niemand auffordern! Und wenn dieser Blog auch nur annähernd interessant aussieht, dann landet er „probeweise“ in meinem Feed-Reader.

Aber wer meinen Blog genauer anguckt, dem wird auffallen, dass ich keine Linkliste darauf eingerichtet habe. Ich hatte eines Tages einfach die Nase voll davon, diese Liste zu pflegen und regelmäßig zu entscheiden, ob ich einen Blog „empfehlen“ mag oder nicht.

Stattdessen gibt es bei mir immer wieder Beiträge, in denen ich auf die Blogs verweise, die mich auf eine Idee gebracht haben, deren Betreiber mir Bücher geliehen haben, an deren Blogparaden ich teilnehme oder die mir ein Stöckchen zugeworfen haben. Ich denke, dass es so – zumindest für regelmäßige Leser – genügend Verweise auf die Seiten gibt, die ich mag und weiterempfehlen kann.

Außerdem fällt mir immer wieder auf, dass sich meine Stammleser langfristig auch auf den Blogs rumtreiben, deren Betreiber regelmäßig bei mir kommentieren – genauso wie ich durch die Kommentare auf anderen Blogs immer wieder auf tolle neue Seiten treffe.

Noch bin ich nicht so weit, dass ich GFC (Google Friend Connection) von meinem Blog entferne, da ich das eingerichtet hatte, nachdem ich anfangs von regelmäßigen Besuchern darum gebeten wurde. Aber ich bin nicht der Meinung, dass die Zahl der dort angegebenen Leser oder die Länge einer eventuell vorhandenen Linkliste irgendetwas über einen Blog aussagt.

Mir sind meine regelmäßigen Kommentatoren wichtig. Diejenigen, die dazu beitragen, dass mir das Bloggen auch noch nach (fast) drei Jahren Spaß macht, die, mit denen ich mich auch mal intensiver über ein Thema austauschen kann, oder die, die mir unter einer Rezension Empfehlungen hinterlassen. Und keiner dieser Kommentatoren hatte es je nötig, mich um einen Gegenbesuch zu bitten oder extra Werbung zu hinterlassen, um von mir besucht zu werden.

Also will ich dieses „Gemecker“ gleich noch nutzen, um mich bei meinen regelmäßigen Lesern und Kommentatoren zu bedanken!

Und allen anderen sei gesagt: Lasst diese ärgerlichen Werbekommentare und „erarbeitet“ euch eure Leser, indem ihr interessante Kommentare auf anderen Blogs hinterlasst, euren eigenen Blog mit viel Spaß, Herzblut und Engagement betreibt, statt mit „Gewinnspielen“ Leser kaufen zu wollen! Langfristig habt ihr – da bin ich mir sicher – so viel mehr Freude am Bloggen.