Schlagwort: Diverses

Kurze Information

Ich habe nun doch aufgrund des hohen Spam-Aufkommens bei aktuellen Beiträgen auf komplette Moderation der Kommentare umgestellt. Blöderweise bin ich prompt in den nächsten Tagen weg und somit offline, so dass eure Kommentare von heute an für ungefähr eine Woche in der Warteschleife ruhen werden. Ich kümmere mich darum, sobald ich wieder Zeit und Luft für den Blog habe. (Oder vielleicht denkt meine Mann zwischendurch mal daran ein paar Kommentare freizuschalten, nachdem ich ihm am Wochenende gezeigt habe wie das geht.)

Vermutlich werde ich nach diesen Offline-Tagen von der Masse an neuen Beiträgen in meinem Feed-Reader erschlagen werden, also werde ich auch bei euch wohl in der nächsten Woche nicht so viel kommentieren, wie mir lieb wäre. Trotzdem freue ich mich natürlich über jede Reaktion von euch auf einen meiner Posts – ich habe da auch welche vorbereitet  … 😉

Die Winterkatze und der Kindle

Ende Januar dachte ich, dass es Zeit wäre, einen kleinen Rückblick über meine ersten Monate mit dem Kindle zu posten – seitdem hängt die erste Version dieses Blogbeitrags in meinem Entwurfsordner und wartet darauf, dass ich mal meine Gedanken zu dem Thema ausformuliere.

Erst einmal fand ich es spannend herauszufinden, wie mein Kaufverhalten mit dem Kindle ist. Ich gebe zu, dass ich E-Books immer noch nicht als „richtige Bücher“ empfinde und deshalb Hemmungen habe, Geld dafür auszugeben. Zu Weihnachten hatte ich einen Gutschein über 20 Euro für E-Books bekommen und den habe ich für amerikanische Anthologien, Kurzgeschichten und Fantasy-Magazine ausgegeben. Mit vielen dieser Publikationen liebäugle ich schon eine ganze Weile, weil das die einzige Möglichkeit ist, um an einige Veröffentlichungen von ein paar meiner Lieblingsautoren zu kommen.

Außerdem habe ich drei Daisy-Dalrymple-Schnäppchen genutzt. Bis ich mir diese Reihe in den schönen britischen Ausgaben leisten kann, bin ich bereit, jedes 99-Cent-Angebot zu nutzen. Ich finde die Serie unterhaltsam und entspannend, und trotz der einen oder anderen Länge in der Handlung, amüsiere ich mich in der Regel köstlich beim Lesen.

Im Februar gab es dann bis jetzt noch zwei Spontankäufe. Einmal habe ich mir „The Magic Thief 3 – Found“ gegönnt, weil ich nach dem Lesen des zweiten Teils bei einer nächtlichen Rechercheaktion so frustriert darüber war, dass der dritte Band anscheinend doch nicht auf Deutsch veröffentlicht wurde. Und dann habe ich mir vor ein paar Tagen den „I Captured The Castle/The Secret Garden“-Doppelpack gegönnt, nachdem ich Birthes Rezension zu dem ersten Roman gelesen hatte. („The Secret Garden“ kann ich ebenfalls für die Challenge nutzen und die Geschichte wollte ich schon lange mal im Original lesen).

Klingt ja alles noch ganz kontrolliert, oder was meint ihr?

Blöderweise gab es da noch die Null-Euro-Feiertagsangebote, bei denen ich mich aber ganz gut zurückgehalten habe, und die ebenfalls kostenlosen Klassiker. Im Januar hatte ich die tolle Idee, mich mit der BBC-Liste durch die englischsprachigen Klassiker zu wühlen, und packte an einem Abend von „Alice in Wonderland“ bis „Wuthering Heights“ fünfzehn Bücher auf den Kindle (und ich bin mir sicher, dass ich die meisten davon niemals im Original lesen werde *ohje*). Anfang Februar hingegen habe ich meiner Trash-Leidenschaft nachgegeben, nachdem ich feststellte, dass es 47 kostenlose deutschsprachige Edgar-Wallace-Romane im Angebot gab. Schon ein Blick auf die Titel zeigte, dass das nicht gerade seine besten Werke sind, aber ich bin mir sicher, dass ich sie alle lesen werde. 😀

Außerdem gibt es da noch die ungefähr 160 Titel, die der Vorbesitzer auf dem Kindle gelassen hat und die ich in den letzten Monaten immer wieder durchstöbert und genutzt habe. Sehr lustig finde ich die ganzen Vampirromane, auch wenn ich weiß, warum der Vorbesitzer so viele davon heruntergeladen hat (so ein Studium kann schon zu ungewöhnlicher Lektüre führen), und es gibt noch einen Haufen Krimis und – tadaa – englischsprachiger Klassiker, die ich auch noch durchstöbern könnte.

Bei so viel Auswahl ist es kein Wunder, dass ich auch einiges mit dem Kindle gelesen habe, aber ich finde es immer noch nicht so befriedigend wie mit einem „richtigen“ Buch. Ich nehme den Kindle häufig mit in die Küche, weil ich da neben dem Kochen lesen kann, ohne dass ich mir Gedanken um zuschlagende Bücher, Fettflecken oder Ähnliches machen muss. Mehr als die Hälfte meiner gekauften E-Books habe ich innerhalb weniger Tage gelesen – deutlich schneller als die Romane, die erst einmal auf dem SuB landen – und oft greife ich zum Kindle, wenn ich mich nicht entscheiden kann, welches „richtige“ Buch ich als nächstes lese. Und ja, mir ist bewusst, dass es seltsam ist, dass ich die E-Books dann als „Lückenfüller“ nutze.

Wenn ich in den nächsten Tagen unterwegs bin, dann kommt der Kindle mit, und ich freu mich schon, dass ich mit dem Gerät keinen Mangel an Lesestoff befürchten muss. Aber trotzdem werden zwei bis drei (Bibliotheks-)Bücher ebenfalls in meiner Tasche landen – und sei es nur, damit ich nicht von der Akkukapazität des Kindle abhängig bin. 😉

Eine Runde Nostalgie

In den letzten Tagen hatte ich ein paar konkrete Anlässe, um ganz schrecklich sentimental zu werden und in Erinnerungen zu schwelgen. Dazu muss ich sagen, dass wir in unserem Auto keine besonders moderne Musikabspielmöglichkeit (was für ein Wort *g*) haben, sondern nur ein Radio mit Kassettendeck. Aber in den letzten Jahren ist eine Kassette nach der anderen kaputt gegangen, und ohne eine funktionierende Stereoanlage im Haus konnte ich keine neuen fürs Auto aufnehmen. So habe ich mich lange Zeit aufs Radioprogramm beschränken müssen – und damit war ich nicht besonders glücklich.

Ende letzten Jahres haben wir uns dann eine neue kleine Anlage zugelegt, und das Schätzchen hat sogar ein Kassettendeck. Somit war klar, dass ich mir endlich wieder ein paar Kassetten fürs Auto aufnehmen musste! Erschreckenderweise war es erstaunlich schwierig, ein paar Leerkassetten aufzutreiben. Irgendwann haben wir dann in einem großen Elektronikmarkt einen Verkäufer in eine Ecke drängen und ihn um seine letzten beiden Leerkassetten erleichtern können. Mit gerade mal zwei kostbaren Kassetten in der Hinterhand musste ich mir gut überlegen, welche Musik ich mir aufnehmen wollte.

Dann habe ich einen sehr vergnüglichen Nachmittag damit verbracht, mir eine „Katzenjammer“-Kassette zusammenzustellen. Ich hatte ganz vergessen, welche Herausforderung es sein kann, wenn man jede Minute Spielzeit nutzen möchte. 😉 Irgendwie kam in mir dabei auch die Erinnerung an all die Radiomitschnitte von früher zurück. Meine kostbare Aufnahme der Langversion von Duran Durans „Wild Boys“ (komplett ohne Werbung und Moderatorgeschwätz) habe ich immer noch, ebenso wie die diversen Konzertmitschnitte und die eine oder andere Kassette, die mir von Freunden zusammengestellt wurde.

Die von meinem Vater gemopste Ray-Charles-Kassette ist mir inzwischen so kostbar, dass ich mich kaum traue, sie abzuspielen, während die Ella-Fitzgerald-Live-Konzerte, die mir meine Schwester aufgenommen hatte, an meinen Lieblingsstellen schon so sehr leiern, dass ich hoffe, dass ich sie irgendwann einmal durch die CDs ersetzen kann. Und dann gibt es noch lauter Filmsoundtracks, die mir so manche Überlandfahrt versüßt haben, wenn ich mal wieder während der Abizeit die mindestens zwanzig Kilometer Fahrt zu einer meiner Freundinnen hinter mich bringen musste. Mit der einen Tina-Turner-Kassette hingegen verbinde ich Autofahrten voller Herzklopfen, verzweifelter Tränen und unvergesslicher Momente … *g*

Lange Autofahrten gehören inzwischen nicht mehr zu meinem Alltag, aber ich habe es in den letzten Wochen ungemein genossen, dass ich meine Musikauswahl wieder selbst bestimmen kann. So flitze ich mit aufgedrehter Musik durch die Stadt, singe lauthals jede mir bekannte Textstelle mit und wippe an der Ampel im Rhythmus des Schlagzeugs auf und ab …

Ich mag euch nicht!

Nein, der Titel bezieht sich natürlich nicht auf  meine Blogleser – die mag ich nämlich sehr -, sondern auf Buchcharaktere. Es passiert ja häufiger, dass man mit einer Figur in einem Roman nicht warm wird, aber so extrem wie in den letzten Tagen ist es mir schon lange nicht mehr passiert.

Auf der einen Seite habe ich gestern zum dritten Mal „Ein verzauberter Sommer“ von Juliet Hall angelesen und musste wieder einmal feststellen, dass ich die Figuren in dieser Geschichte nicht leiden kann. Vom Klappentext her hatte ich eine ganz normale „Frau erbt Gebäude und lernt darüber mehr über die Vergangenheit ihrer Familie“-Geschichte erwartet, also etwas Nettes und Unterhaltsames zum Entspannen. Vermutlich passt der Roman auch in diese Schublade, aber ich hege den Verdacht, dass ich es nie genau herausfinden werde, weil ich die drei Frauenfiguren von Anfang an nicht leiden kann. Da gibt es die sizilianische Großmutter Flavia, die niemals über ihre Kindheit oder Familie in Sizilien geredet hat, die Tochter Tess, die als alleinerziehende Mutter in einem Job festhängt, der sie langweilt, und die eine Beziehung mit einem verheirateten Mann hat, und die Enkelin Ginny, die ich bislang noch als irgendwie schwammig und pubertär empfinde.

Und weil ich diese drei Frauen, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, einfach nicht leiden kann, mag ich auch den Roman nicht weiterlesen. Ich bin gerade mal auf Seite 86 (von ca. 570), Tess ist erst seit ein paar Stunden in Italien (und guck mal an, auch da sind mir schon Personen über den Weg gelaufen, die ich auf Anhieb als unsympathisch empfand) und ich bin absolut nicht neugierig darauf, wie es weitergeht. Dabei wird es – wenn ich den Amazon-Rezensionen glauben darf – noch spannende Entwicklungen samt manipulierender Italiener, Mafia und Familiendrama geben …

Apropos Familiendrama: Auch bei „Mit freundlicher Anteilnahme“ gab es so gut wie keine Figur, die mir sympathisch war. Trotzdem habe ich das Buch vor ein paar Tagen sehr zügig durchgelesen, weil ich wissen wollte, worauf der Autor Erling Jepsen mit seiner Geschichte hinauswollte. Gestolpert bin ich über den Autoren bei der Blogparade zum Jahresende von den BuchSaiten – irgendein Teilnehmer hatte Erling Jepsen als Neuentdeckung angepriesen und vor allem die subtile Spannung in einem anderen Titel gelobt. In meiner Bibliothek habe ich nur „Mit freundlicher Anteilnahme“ vorgefunden und hatte mich von vornherein darauf eingestellt, dass ich in erster Linie ein Familiendrama und erst in zweiter Linie „Spannung“ zu erwartet hätte.

Dabei habe ich gerade die ersten Kapitel von „Mit freundlicher Anteilnahme“ schnell gelesen, weil ich neugierig auf die Handlung und die Personen war. Der Roman beginnt mit dem Tod des Vaters der Hauptfigur, und man erfährt schnell, dass dieser seinen beiden jüngsten Kindern schon vor Jahren das Haus verboten hat. Letztendlich dreht sich die gesamte Geschichte rund um das Thema „Missbrauch/Misshandlung“, und obwohl ich keinen einzigen Charakter ausstehen konnte, war ich neugierig auf die Hintergründe in dieser Geschichte. Ich wollte mehr über die Kindheit des Protagonisten wissen, über sein Verhältnis zu seinen Geschwistern, über seine Mutter – und am Ende beschäftigte mich die Frage, ob man den Tod des Vaters als Mord einstufen muss. Mit dem Ende des Romans war ich nicht glücklich, und ich werde wohl keinen weiteren Titel des Autors lesen, aber ihm ist es gelungen, seine unsympathischen Figuren so interessant zu gestalten und seine Handlung so spannend aufzubauen, dass ich das Buch in einem Nachmittag gelesen habe.

Lustigerweise arbeiten beide Autoren (soweit ich das nach den wenigen Kapiteln bei „Ein verzauberter Sommer“ sagen kann) grob gesagt mit denselben Methoden. Beide deuten viel an, verzögern die Herausgabe von Informationen und wechseln immer wieder die Perspektive, aber handwerklich liegen Welten zwischen den beiden Geschichten …

Zu verschenken!

Zu  meinem Geburtstag hatte ich von einer lieben Freundin ein Moleskine geschenkt bekommen und auch nach einen Monat fällt mir für mich keine sinnvolle Verwendung dafür ein.

Auf der anderen Seite steht das neue Jahr vor der Tür und vielleicht möchte einer von euch im kommenden Jahr über ein Moleskine die gelesenen Bücher festhalten, statt nur eine Statistik über den Blog zu führen.

Also habe ich beschlossen, mein „Bücher-Journal“ zu verschenken!

Wenn also einer von euch das Journal gerne hätte (und in diesem Jahr schon mal auf meinem Blog einen Kommentar hinterlassen hat), dann könnt ihr einfach hier kommentieren. Wenn bis morgen Mittag (28.12.2012, 12 Uhr) mehrere Leute ihr Interesse angemeldet haben, dann entscheidet das Los. Ich würde euch also bitten, die Kommentare zu diesem Beitrag zu abonnieren, damit wir dann darüber klären können, wer das gute Stück zugeschickt bekommt. 🙂

Vorweihnachtliche Schnäppchenjagd

Eigentlich habe ich gerade zwei DS-Spiele ausgeliehen, für die ich schon viel zu wenig Zeit habe. Und ich weiß, dass ich von meinem Mann ein Spiel zu Weihnachten bekommen werde. Somit gäbe es eigentlich keinen Grund, auf Sonderangebote reinzufallen.

Trotzdem konnte mein Mann nicht widerstehen, als er am Dienstag bei einem vorweihnachtlichem Lagerausverkauf ein paar DS-Spiele für einen unschlagbaren Preis fand – vor allem, da einige dieser Spiele schon lange auf unseren Wunschzetteln hocken und auf etwas Aufmerksamkeit warteten. ;D

„Golden Sun“ (ja, das ist die italienische Ausgabe, aber zum Glück kann man die Sprache ja auf Deutsch umstellen) habe ich schon angespielt und finde es total niedlich! Ich fürchte, mit Spielen ist es in diesem Haushalt wie mit Büchern: Man kann nie genug davon haben! 😉

Challenge-Endspurt

Vor ein paar Tagen habe ich mal meine Challenge-Seite angeguckt und eine Bilanz zum Novemberende gezogen. Nur noch ein Monat und noch ganz schön viel zu tun, wenn ich meine ganzen Vorhaben schaffen möchte.

Bei der English-Challenge bin ich gut dabei, noch ein Roman samt Rezension für Dezember und ich habe es auch in diesem Jahr geschafft, in jedem Monat ein Buch auf Englisch zu lesen. Mir tut diese Challenge wirklich gut und ich bin fest entschlossen, im nächsten Jahr damit weiterzumachen, auch wenn man vermutlich nicht erwarten kann, dass Katrin und Nina die Challenge noch einmal verlängern. *winkt den beiden mal kurz mit dem Gartenzaun*

Für die Themen-Challenge habe ich die Mindestanforderung erfüllt, allerdings würde ich gern noch so einige Bücher für die Challenge lesen und rezensieren. Aber dann müsste ich mich mal etwas zusammenreißen und Rezensionen schreiben, damit ich das noch auf die Reihe bekomme …

Nicht so gut sieht es bei meinen ganz persönlichen Herausforderungen aus. Genau genommen müsste ich im Dezember noch all die Bücher lesen, die ich am Ende des Posts auflisten werde, um das noch in den Griff zu bekommen. Theoretisch wäre das für mich machbar, aber realistisch gesehen ist es doch sehr unwahrscheinlich, dass ich in diesem Jahr meine Vorhaben wirklich komplett schaffen werde.

Trotzdem gibt es hier eine Liste der noch zu lesenden Bücher, um mich in den nächsten Tagen ein wenig anzuspornen!

Ungelesene Neuzugänge 2012:

  1. Wolkentöchter
  2. Die Insel der besonderen Kinder (Leserunde im Januar)
  3. Dornenkuss
  4. Rosendorn
  5. Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  6. Zwischenwelten
  7. Caras Schatten
  8. Das Herz von Veridon
  9. Mallory und der Taschendrache
  10. Kalter Trost
  11. Schwarzer Mond über Soho



SuB-Serien-Abbau:

  1. Doppelgänger
  2. Hexenkrieger
  3. Jack Flint und der Dämon der Schlangen
  4. Jack Flint und der Raub der Kupferschriften
  5. Tausendsturm
  6. Feuerzwinger
  7. Götterschild
  8. Mitternachtszirkus – Willkommen in der Welt der Vampire
  9. Mitternachtszirkus 2 – Die dunklen Geheimnisse der Vampire (ungelesen aussortiert)
  10. Mitternachtszirkus 3 – Das Blut der Vampire  (ungelesen aussortiert)

Hilfe gegen Kopier-Blog gesucht!

Vor zehn Tagen bekam ich von Anette (Katze mit Buch) eine E-Mail, in der sie mich fragte, ob ich einen bestimmten WordPress-Blog (den ich hier nicht verlinken möchte, um der Seite nicht noch mehr Klicks zu spendieren) kennen würde. Mir war der Blog bis zu diesem Zeitpunkt unbekannt, aber nach Anettes Hinweis habe ich mir den natürlich einmal gründlich angeguckt.

Auf diesem WordPress-Blog werden seit dem 18. Juli sämtliche Beiträge kopiert, die ursprünglich bei Katze mit Buch, Winterkatzes Buchblog und einem dritten Blog, der sich mit Büchern beschäftigt, veröffentlicht wurden. Einen Sinn sehe ich in diesem Kopier-Blog nicht: Es gibt keine sichtbare Person, die hinter dem Blog steckt und sich als Urheber der Texte ausgibt, es gibt – soweit ich das sehen kann – keine Kommentare zu den Beiträgen, und es wird auch bei jedem Eintrag auf die jeweiligen Ursprungsblogs verwiesen.

Trotzdem rege ich mich sehr darüber auf, denn ich habe niemals jemandem die Erlaubnis gegeben, meine Texte zu kopieren. Ich hätte diese Erlaubnis auch nicht erteilt, denn ich will die Verfügungsgewalt über meine Beiträge in meiner Hand behalten. Ich will die Möglichkeit haben, meine Texte zu verändern oder gar zu löschen, und zwar ohne dass es eine 1:1-Kopie davon auf einem anderen Blog gibt, auf die ich keinen Zugriff habe.

Mir ist bewusst, dass da jemand ein dementsprechendes Programm nutzt, um über meinen Feed die Beiträge zeitnah zu kopieren. Aber selbst wenn ich jetzt keinen Feed mehr für meinen Blog anbieten oder diesen so extrem kürzen würde, dass nur noch die Überschriften zu lesen sind, ändert das nichts daran, dass da fünf Monate meines Bloglebens auf einer fremden Seite zu lesen sind. Und zwar nicht nur meine Rezensionen, sondern auch sämtliche persönlichen Texte …

Es gibt auch keine Möglichkeit, jemanden über diesen Blog anzuschreiben, da weder ein Impressum noch eine E-Mail-Adresse angegeben wurden. Somit scheidet meine normale Vorgehensweise, wenn meine Texte kopiert/geklaut werden, aus, und ich kann keine mehr oder weniger höfliche Mail schicken und dafür sorgen, dass das endet.

An wordpress.de kann ich  mich auch nicht wenden, da das eine wordpress.com-Blog ist und der deutsche Support somit jede Zuständigkeit von sich weist. Über das Kontaktformular von wordpress.com habe ich in den letzten zehn Tagen keine Rückmeldung bekommen und bin nun etwas ratlos. Aber vielleicht hat ja einer von euch schon mal Erfahrungen mit so etwas gemacht und es geschafft, dass seine Texte dann gelöscht wurden. Oder ihr wisst eine Möglichkeit, wie ich mit wordpress.com so Kontakt aufnehmen kann, dass mein Anliegen auch gelesen und bearbeitet wird. Für Vorschläge und Hilfe wäre ich wirklich sehr dankbar!

P.S.: Wenn ich in den nächsten zwei Tagen keine andere Lösung finde, dann werde ich meinen Feed ab dem 1. Dezember so einstellen, dass nur noch die Überschriften im Feed-Reader auftauchen. Es gefällt mir zwar nicht und wird diejenigen Leser verscheuchen, die vor allem über den Reader meinen Blog verfolgen, aber ein besserer Weg, meine Texte zu schützen, fällt mir erst einmal leider nicht ein.

Edit: Inzwischen habe ich herausgefunden, dass man mit einem WordPress-Account eine Copyright-Verletzung in einem WordPress-Blogbeitrag direkt an WP melden kann. Vielleicht hilft das ja …

Kulinarische Sehnsucht

Vor vielen Jahren bin ich aus dem Ravensberger Land weggezogen und ein Teil von mir vermisst bis heute das Wiehengebirge, den Teutoburger Wald und diese Vertrautheit mit einer Region, die man wohl nur besitzt, wenn man in einer Gegend aufgewachsen ist.

Aber trotz dieses immer wieder aufflackernden „Heimwehs“ sind es vor allem die kleinen kulinarischen Dinge, die ich vermisse. So habe ich in den letzten Tagen hier beim Bäcker ein Männchen aus Hefeteig gesehen und bekam Heißhunger auf einen Stutenkerl. Irgendein Hefeteigmännchen tut es da nicht, es muss ein Stutenkerl sein mitsamt Tonpfeife und hübschen Äugelein, auch wenn man sich nach dem Essen fragt, was man denn nun mit dieser verflixten Pfeife anfangen soll. 😉
Eine andere Sache, die ich in dieser Jahreszeit vermisse, sind Mutzenmandeln. Die habe ich zuletzt als Grundschülerin gegessen – und wer weiß, vielleicht würden sie mir heute nicht mehr schmecken -, aber irgendwie gehören Mutzenmandeln für mich in die letzten Wochen des Jahres. Noch warm aus der Tüte genascht, bis einem vom Fettgehalt der kleinen Dinger ein wenig übel wird.
Aus dem Lippischen vermisse ich – spätestens wenn der erste Schnee fällt – die sogenannten Schneebälle. Dieses Mal nichts Traditionelles, sondern einfach nur eine besonders leckere und mit Vanillepudding gefüllte Gebäckvariante, die sich ein Bäcker in Detmold mal ausgedacht hat und die für mich mit vielen Erinnerungen verknüpft ist. Ich weiß gar nicht, ob der die heute im Winter noch anbietet,  zuletzt habe ich das vor elf Jahren gegessen.
Einer Freundin von mir musste ich, als ich noch im Raum Detmold lebte, regelmäßig ein Früchtebrot von einem bestimmten Bäcker besorgen, weil etwas Vergleichbares in ihrer schwäbischen Heimat nicht zu bekommen war. Zum Glück hielt sich das immer lange genug, dass man es auch mal mit der Post verschicken konnte. Stutenkerle, Schneebälle und Mutzenmandeln würde ich der Post lieber nicht anvertrauen, so dass ich mir auch keine dieser Leckereien von Freunden besorgen lassen könnte.
Wie ist es bei euch? Gibt es für euch bestimmte Leckereien – egal, ob traditionell oder nicht -, die ihr zu bestimmten Jahreszeiten gern essen würdet? Oder die ihr vermisst, weil ihr nicht mehr an sie herankommt?