Schlagwort: Challenge

„Kleine Weltreise“-Challenge

Beim Überarbeiten meiner alten Blogbeiträge bin ich über Natiras „Weltreise“-Challenge gestolpert, die sie 2010 gestartet hatte, um ihren TuB (Turm ungelesener Bücher) zu verkleinern. Damals war ich an der Challenge hoffnungslos gescheitert, weil ich zwar die erforderliche Anzahl von Büchern gelesen, aber nur eins davon rezensiert hatte. Aber nun hatte ich beim Lesen des alten Challenge-Beitrags spontan Lust, eine ähnliche Challenge noch einmal in Angriff zu nehmen. Deshalb nehme ich mir vor, dass ich vom 1. Juni bis zum 31. Dezember 2018 mindestens fünf Bücher lesen und rezensieren möchte, die in unterschiedlichen Ländern spielen.

Mein Wertungskriterum für Romane (oder Comics) liegt hier eindeutig auf dem Handlungsort, an dem die Geschichte zum Großteil spielt, und auch bei Sachbüchern muss sich das Thema speziell um ein bestimmtes Land drehen. Wenn ich so sehe, was für Bücher noch auf meinem SuB liegen, was für Sachbücher schon seit Längerem aufs Lesen warten und welche Leihgaben in meinem Regal stehen oder schon in der Bibliothek vorgemerkt sind, sollte das eigentlich ohne jeglichen Stress zu schaffen sein.

Challenges 2017 – Statistik

Persönliche Vorhaben 2017

Ende 2016 habe ich zwei Dinge zu meinen persönlichen Vorhaben geschrieben:

„Ich will weiter mit meinem SuB experimentieren und versuchen, regelmäßig ein paar ältere Titel in Angriff zu nehmen.“

Nach den Erfahrungen von 2016 sind mir sechs Monate etwas zu wenig, um ein Buch als „Altlast“ zu bezeichnen. Ich versuche es also in diesem Jahr mit zwölf Monaten und schau mal, wie es mir damit so ergeht. Außerdem halte ich weiter die Zusammensetzung meines SuBs im Augen …

1. SuB-trahieren:
(31 Alt-SuB-Titel am 01.01.2017, 62 Titel insgesamt)

Januar: 31 Alt-SuB-Titel/52 Titel insgesamt
Februar: 31 Alt-SuB-Titel/47 Titel insgesamt
März: 30 Alt-SuB-Titel/47 Titel insgesamt
April: 28 Alt-SuB-Titel/43 Titel insgesamt
Mai: 33 Alt-SuB-Titel/43 Titel insgesamt
Juni: 32 Alt-SuB-Titel/44 Titel insgesamt
Juli: 29 Alt-SuB-Titel/44 Titel insgesamt
August: 29 Alt-SuB-Titel/45 Titel insgesamt
September: 29/38 Titel insgesamt
Oktober:
November:
Dezember:

abgebrochen im September

„Außerdem möchte ich versuchen, wieder eine bessere Mischung aus Romanen, Sachbüchern, Comics/Manga und Hörbüchern zu finden. Mal schauen, wie es mit den Hörbüchern weitergeht, wenn ich mich um keinen Garten mehr kümmern muss.“

2. Romane/Sachbücher/Kurzgeschichten/Comics/Manga/Hörbücher:

Januar: 14 Romane, 1 Sachbuch, 5 Kurzgeschichten, 0 Comics, 1 Manga, 0 Hörbücher
Februar: 6 Romane, 1 Sachbuch, 9 Kurzgeschichten, 0 Comics, 0 Manga, 0 Hörbücher
März: 10 Romane, 0 Sachbücher, 10 Kurzgeschichten, 0 Comics, 16 Manga, 0 Hörbücher
April: 19 Romane, 0 Sachbuch, 6 Kurzgeschichten, 10 Comics, 0 Manga, 0 Hörbücher
Mai: 16 Romane, 2 Sachbücher, 2 Kurzgeschichten, 7 Comics, 7 Manga, 0 Hörbücher
Juni: 19 Romane, 0 Sachbücher, 2 Kurzgeschichten, 4 Comics, 3 Manga, 0 Hörbücher
Juli: 9 Romane, 0 Sachbücher, 3 Kurzgeschichten, 0 Comics, 0 Manga, 4 Hörbücher
August: 12 Romane, 0 Sachbücher, 4 Kurzgeschichten, 0 Comics, 0 Manga, 7 Hörbücher
September:
Oktober:
November:
Dezember:

abgebrochen im September

Challenges 2016 – Statistik

Persönliche Vorhaben 2016
1. SuB-trahieren:
Da es im vergangenen Jahr mit dem SuB-trahieren so gut klappte, mache ich damit in diesem Jahr einfach weiter. Irgendwann habe ich dann hoffentlich kaum noch „Altlasten“ (Bücher, die länger als ein halbes Jahr darauf warten, gelesen zu werden) mehr auf dem SuB!
Stand am 01.01.2016: 37 Alt-SuB-Titel (inklusive englischem SuB)
Januar: 1 gelesen/0 aussortiert
Februar: 1 gelesen/0 aussortiert
März: 3 gelesen/0 aussortiert
April: 3 gelesen/0 aussortiert
Mai: 0 gelesen/0 aussortiert
Juni: 1 gelesen/0 aussortiert
Juli: 1 gelesen/0 aussortiert
August: 0 gelesen/0 aussortiert
September: 0 gelesen/2 aussortiert
Oktober: 2 gelesen/0 aussortiert
November: 0 gelesen/0 aussortiert
Dezember: 0 gelesen/1 aussortiert
9/12 Monaten klappte es mit dem SuB-trahieren, die Zahl der Alt-SuB-Titel beträgt am 31.12.2016 trotzdem 39 Titel. Aber für 2017 muss ich mir trotzdem wieder neue Gedanken um den „Alt-SuB“ machen – und sei es nur, dass ich meine Definition von „Altlasten“ überdenke, damit ich nicht wieder am Ende des Jahres mehr sogenannte „Altlasten“ auf dem SuB habe als zu Jahresbeginn. 😉

2. Gesamt-SuB-Abbau:
Mit gerade mal 12 Titeln hat sich mein englischer SuB im vergangenen November viel zu klein angefühlt, während auf dem deutschen SuB auch bei einem Stand von 32 Titeln immer noch zu viele Altlasten lagen. Im Moment überlege ich, ob ich mit einem Gesamt-SuB von 30 bis 40 Büchern nicht zufrieden wäre, sofern diese Bücher aktueller sind und genügend Abwechslung bieten. So geht es mir hier also weniger um einen „Abbau“ als darum, herauszufinden, was ich verändern muss, damit mein SuB für mich perfekt ist.
Stand am 01.01.2016: 57 Bücher (33 deutscher SuB/24 englischer SuB)
Januar:  55 Bücher (32/23)
Februar: 52 Bücher (31/21)
März: 48 Bücher (29/19)
April: 43 Bücher (26/17)
Mai: 48 Bücher (24/24)
Juni: 47 Bücher (23/24)
Juli: 50 Bücher (22/28)
August: 46 Bücher (22/24)
September: 47 Bücher (22/25)
Oktober: 43 Bücher (21/22)
November: 54 Bücher (24/30)
Dezember: 62 Bücher (23/39)
Mit einem Stand um die 50 Bücher auf dem SuB fühle ich mich eigentlich ganz wohl, wie ich inzwischen sagen kann. Nur an der Zusammensetzung muss ich noch arbeiten – und mir eingestehen, dass ich wohl immer mit einem recht hohen SuB-Stand in das Jahr starten werde, solange ich mir zu Geburtstag und Weihnachten ausschließlich Bücher wünsche. 
3. Mehr Comics und Manga lesen!
Im vergangenen Jahr habe ich mir wirklich viel zu wenig Zeit für Manga und Comics genommen. Eine Liste über die Anzahl der gelesenen Comics und Manga hilft mir vielleicht, häufiger ins Regal mit diesen ungelesenen Titeln zu blicken.
Januar: –
Februar: 2 Comic/2 Manga
März: 3 Comics
April: 1 Comic/3 Manga
Mai: 2 Comics
Juni: 1 Comic/2 Manga
Juli: 3 Comics
August: –
September: 7 Manga
Oktober: 8 Comics/4 Manga
November: 1 Manga
Dezember: 1 Manga
Wirklich viele Comics und Manga sind es nicht geworden, aber immerhin habe ich fast jeden Monat dazu gegriffen. Wie beim SuB sollte ich im kommenden Jahr wohl auch hier vor allem an der Mischung „arbeiten“. *g*

„Challengefreie“ Zeit

2016 war für mich ein Jahr ohne Challenges und auch wenn ich es sonst immer spannend fand, mich den verschiedenen Herausforderungen zu stellen, so war es doch mal sehr angenehm, keine konkreten Vorgaben erreichen zu wollen. Ich habe zwar meine Challenges immer so ausgesucht, dass dadurch (theoretisch) kein Stress entstehen sollte, aber trotzdem endete es in der Regel mit einem Spurt vor dem ablaufenden (Halb-)Jahr, weil es einfach doof gewesen wäre, wenn ich das angestrebte Ziel knapp verpasst hätte, weil ich zu faul zum Rezensieren oder Beenden eines Buches war.

Doch so ganz ohne persönliche Vorhaben geht es bei mir auch nicht, und so habe ich mir zum Jahresanfang doch wieder persönliche Ziele gesetzt. Ich wollte das „SuB-trahieren“ weiter betreiben, um mir intensivere Gedanken darüber zu machen, welche Bücher aus welchem Grund längere Zeit ungelesen im Regal verbleiben. Auch hatte ich ursprünglich überlegt, dass ich meinen SuB noch weiter verkleinern könnte – nur um dann im Laufe des Jahres zu merken, dass ich mit einem Stand von um die 50 ungelesenen Büchern in meinem Regal eigentlich ganz zufrieden bin.

Punkt 3 war das Vorhaben, wieder mehr Comics und Manga zu lesen. Das hat auch regelmäßig geklappt, trotzdem bin ich da noch lange nicht wieder auf dem gleichen Stand wie früher. Und ich muss zugeben, dass ich es vermisse, mehr Zeit damit zu verbringen. Auf der anderen Seite finde ich es aber auch lästig, bei den Reihen – von denen ich ja so einige lese – immer auf die Fortsetzungen warten zu müssen, so dass ich lieber ein paar Bände ansammle. Wenn sie aber erst einmal auf dem Wartestapel gelandet sind, dauert es nur umso länger, bis ich zu den Titeln greife … Kein Wunder also, dass ich da vor allem Einzelbände und Leihgaben gelesen habe, während die Stapel im Regal weiterhin immer größer wurden.

Für das kommende Jahr bleibe ich wohl bei meiner „keine offiziellen Challenges, aber dafür persönliche Vorhaben“-Politik:

Ich will weiter mit meinem SuB experimentieren und versuchen, regelmäßig ein paar ältere Titel in Angriff zu nehmen.

Außerdem möchte ich versuchen, wieder eine bessere Mischung aus Romanen, Sachbüchern, Comics/Manga und Hörbüchern zu finden. Mal schauen, wie es mit den Hörbüchern weitergeht, wenn ich mich um keinen Garten mehr kümmern muss.

Den Blog sollte ich auch mal wieder aufräumen (und zwar nicht als Ablenkungsaktion während des Umzugs, sondern irgendwann danach). Ein paar Kategorien nutze ich überhaupt nicht mehr und so viel „Katzenanteil“ gibt es hier nach dem Tod der Jungs auch nicht mehr zu sehen, auch wenn Christie natürlich weiterhin ein wichtiger Teil der Familie ist. Ursprünglich hatte ich auch über eine farbliche Umgestaltung nachgedacht, aber nachdem wir festgestellt haben, dass mein Bildschirm ganz andere Farbwerte zeigt als die Geräte von Natira, ist mir erstmal die Lust darauf vergangen. (Und bevor ihr fragt: Auch bei manueller Anpassung kamen wir der Sache nicht so nah, dass ich das befriedigend fand.)

Ich denke, das sind auch genug Vorhaben für ein Jahr, das mit Umzugsvorbereitungen anfängt. Mal sehen, wie viel ich davon in den kommenden zwölf Monaten so auf die Reihe bekommen werde. 😉

Challenges 2015 – Statistik

Challenges 2015
Meine eigene Sachbuch-Challenge
Regel-Details gibt es HIER nachzulesen.
Januar bis Juni 2015:

 2. Patricia C. Wrede: Wrede on Writing – Tips, Hints and Opinions on Writing
 3. Jan Gehl: Städte für Menschen
 4. Judith Flanders: The Making of Home – The 500-year story of how our houses became homes
 5. Bee Wilson: Am Beispiel der Gabel – Eine Geschichte der Koche- und Esswerkzeuge

Juli bis Dezember 2015:

 6. Luise Berg-Ehlers: Mit Miss Marple aufs Land – Englische Krimischriftstellerinnen zwischen Tearoom und Tatort
 7. Simon Winchester: Der Atlantik – Biografie eines Ozeans
 8. Ivan Bargna: Afrika – Kunst und Architektur
 9. Charlotte Lyne: Alles über Shakespeare
10. Luise Berg-Ehlers: England und die Detektive

10 Sachbücher gelesen und rezensiert

Arianas Hörbuch-Challenge
Zusammengefasst müssen für diese Challenge im Jahr 2014
insgesamt 10 Hörbücher gehört und rezensiert werden.
Mehr Details gibt es in Arianas Übersichtsseite zur Challenge.
12/10 gehört und rezensiert
Persönliche Vorhaben für 2015:
1. Alt-SuB-Abbau:
Nachdem ich im November und Dezember schon mit den „SuB-trahiert“-Beiträgen angefangen habe, soll es damit im Jahr 2015 weitergehen. Ziel ist, den Alt-SuB (also die Bücher, die sich länger als 6 Monate auf meinem SuB befinden) deutlich zu reduzieren. Eine konkrete Zahl möchte ich mir da nicht vornehmen, nur jeden Monat schauen, ob ich da nicht vorankommen kann.
Januar: 2 gelesen/3 aussortiert
Februar: 4 gelesen/0 aussortiert
März: 0 gelesen/0 aussortiert
April: 5 gelesen/5 aussortiert
Mai: 1 gelesen/1 aussortiert
Juni: 1 gelesen/11 aussortiert
Juli: 0 gelesen/0 aussortiert
August: 0 gelesen/0 aussortiert
September: 6 gelesen/0 aussortiert
Oktober: 2 gelesen/0 aussortiert
November: 1 gelesen/1 aussortiert
Dezember: 0 gelesen/0 aussortiert

8/12 Monaten SuB-trahiert – das lief besser als erwartet. Im kommenden Jahr geht es dann noch den letzten Altlasten an den Kragen!
2. Englischer SuB-Abbau
Nachdem 2014 mein englischer SuB doch rasant gewachsen ist, möchte ich auch hier „Abbau“ betreiben und am Jahresende nicht mehr als 10 Bücher auf dem englischen SuB liegen haben.
Stand am 01.01.2015: 38 Bücher
Januar: -4/+2 
Februar: -5/+0
März: -6/+2
April: -3/+0
Mai: -2/+0
Juni: -3/+0
Juli: -2/+1
August: -2/+2
September: -4/+1
Oktober: -5/+2
November: -3/+7 
Dezember: -9/+21 
Stand am 01.01.2016: 23 Bücher – sieht nach Scheitern aus, wenn man nicht bedenkt, dass allein der Dezember 21 Neuzugänge brachte. Ich bin auf jeden Fall zufrieden. 
Challenges 2014/2015
Es geht darum, Bücher zu lesen, die man sehr gemocht und lange Zeit nicht mehr gelesen hat. 
Zeitraum der Challenge: 15. August 2014 bis 14. August 2015
Gelesene Bücher:
  1. Julie Campbell: The Gatehouse Mystery (Trixie Belden #3)
  2. Diana Wynne Jones: Neun Leben für den Zauberer
  3. Erich Kästner: Der kleine Mann
  4. Victoria Walker: The Winter of Enchantment
beendet

[Challenge] Zurück in die Vergangenheit: Fazit

Vor genau einem Jahr habe ich einen Blogbeitrag zu Elenas „Zurück in die Vergangenheit“-Challenge geschrieben und gemeint, dass ich mich einfach mal anmelde und dann eben im Zweifelsfall die Bücher dafür aus der Bibliothek ausleihen müsste.

Gelesen habe ich im Rahmen der Challenge folgende Titel:

  1. Julie Campbell: The Gatehouse Mystery (Trixie Belden #3)
  2. Diana Wynne Jones: Neun Leben für den Zauberer
  3. Erich Kästner: Der kleine Mann
  4. Victoria Walker: The Winter of Enchantment

Am 14. August endete nun diese Runde der „Zurück in die Vergangenheit-Challenge und wirklich habe ich die Hälfte der gelesenen vier Romane aus der Bibliothek ausgeliehen – und das fühlte sich irgendwie seltsam an. Schließlich liegen die Bücher im Nebenzimmer und nur unsere Regalsituation sorgt dafür, dass ich die Titel nicht mal eben in die Hand nehmen und wiederentdecken kann. Deshalb werde ich die Challenge für mich auch nicht verlängern, obwohl es schön war die vertrauten Geschichten wieder einmal zu lesen und mich von neuem an ihnen zu erfreuen. Vielen Dank an Elena für die Idee!

Challenges 2014 – Statistik

Challenges 2014
Mein eigene Sachbuch-Challenge:
Details zu den Regeln gibt es in diesem Post: Sachbuch-Challenge 2014
Kurz zusammengefasst müssen pro Halbjahr im Jahr 2014
fünf Sachbücher gelesen und mit zumindest einem kurzem Leseeindruck bedacht werden.
Januar bis Juni 2014:
Juli bis Dezember 2014:
10/10 gelesen und rezensiert
Arianas Hörbuch-Challenge
Grob zusammengefasst müssen für diese Challenge im Jahr 2014
insgesamt 10 Hörbücher gehört und rezensiert werden.
Mehr Details gibt es in Arianas Beitrag zur Challenge.
  1. Ulrich Hefner: Blutinsel (Hörbuch) 
  2. Barbara Sichtermann: Gerstenbergs Klassiker – Schriftstellerinnen (Hörbuch)
  3. Laini Taylor: Daughter of Smoke and Bone – Zwischen den Welten (Hörbuch)
  4. Celia L. Grace: Die Heilerin von Canterbury und das Buch des Hexers (Hörbuch)
  5. Celia L. Grace: Die Heilerin von Canterbury und die Bruderschaft des Todes (Hörbuch)
  6. Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage (Hörbuch)
  7. Ian Rankin: Der diskrete Mr. Flint (Hörbuch)
  8. Elizabeth Peters: Im Schatten des Todes (Hörbuch)
  9. Caroline Vermalle: Denn das Glück ist eine Reise (Hörbuch)
  10. Harald Schneider: Tote Beete (Hörbuch)
  11. Agatha Christie: Ruhe unsanft (Hörbuch)
  12. Agatha Christie: 16 Uhr 50 ab Paddington (Hörbuch)
  13. Andreas Föhr: Schwarze Piste (Hörbuch)
  14. Jim Butcher: Sturmnacht (Hörbuch)
  15. Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax 1 – The Unexpected Mrs. Pollifax (Hörbuch)
  16. Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax 2 – The Amazing Mrs. Pollifax (Hörbuch)
  17. Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax 3 – The Elusive Mrs. Pollifax (Hörbuch)
  18. Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax 4 – A Palm for Mrs. Pollifax (Hörbuch)
  19. Seanan McGuire: Velveteen vs. The Junior Super Patriots (Hörbuch)
  20. Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax 5 – Mrs. Pollifax on Safari (Hörbuch)
  21. Andreas Föhr: Der Prinzessinenmörder (Hörbuch)
  22. Lucy Maud Montgomery: Anne auf Green Gables 1-4 (Hörspiel)
  23. Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax 6 – Mrs. Pollifax on the China Station (Hörbuch)
  24. Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax 7 – Mrs. Pollifax and the Hong Kong Buddha (Hörbuch)

24/10 gehört und rezensiert
Persönliche Vorhaben für 2014:
1. English-Challenge
Da es mit dem englischen Lesen im letzten Jahr so gut geklappt hat und ich inzwischen einen ordentlichen SuB mit englischen Büchern habe, nehme ich mir wieder (mindestens) ein englisches Buch pro Monat vor.
Januar:
  1. Jennifer Estep – Spider’s Bite (Elemental Assassin #1)
  2. Diana Pharaoh Francis: Shadow City (Horngate Witches #3)
  3. Diana Pharaoh Francis: Blood Winter (Horngate Witches #4)
  4. Jennifer Estep: Touch of Frost (Mythos Academy #1)
  5. Jennifer Estep: Kiss of Frost (Mythos Academy #2)
  6. Jennifer Estep: Dark Frost (Mythos Academy #3)
  7. Jennifer Estep: Crimson Frost (Mythos Academy #4)
  8. Jennifer Estep: Midnight Frost (Mythos Academy #5)

Februar:

  1. Stacia Kane – Unholy Ghosts (Downside Ghosts #1)
  2. Diane Zahler: A True Princess
  3. Diane Zahler: Princess of the Wild Swans

März:

  1. Jennifer Estep: Killer Frost (Mythos Acadmy #6)
  2. Agatha Christie: While the Light Lasts
  3. Seanan McGuire. Indexing

April:

  1. Soman Chainani: The School of Good and Evil
  2. A.C.H. Smith and Brian Froud: Jim Henson’s Labyrinth
  3. Sheila Roberts: Better Than Chocolate (An Icicle Falls Story #1)
  4. Margaret Sullivan: The Jane Austen Handbook – A Sensible Yet Elegant Guide to Her World

Mai:

  1. Jim Butcher: Proven Guilty (Harry Dresden #8)

Juni:

  1. Stacia Kane: Unholy Magic
  2. Stacia Kane: City of Ghosts
  3. Dorothy Gilman: The Unexpected Mrs. Pollifax (Hörbuch)
  4. Elizabeth Peters: Crocodile on the Sandbank (Hörbuch)
Juli:
  1. Juliet Blackwell: A Vison in Velvet (Witchcraft Mystery #6)
  2. Kelly Meade: Black Rook (A Cornerston Run Trilogy #1)
  3. Jennifer Estep: Web of Lies (Elemental Assassin #2)
  4. Jim Butcher: White Night (Harry Dresden #9)
  5. Jim Butcher: Small Favor (Harry Dresden #10)
  6. Jim Butcher: Small Favor (Harry Dresden #11)

August:

  1. Jennifer Estep: Venom (Elemental Assassin #3)
  2. Amber Benson: Death’s Daughter (Calliope Reaper-Jones #1)
  3. Seanan McGuire: Half-Off Ragnarok
  4. Carola Dunn: Manna from Hades (Cornish Mystery #1)
  5. Jennifer Estep: Tangled Threads (Elemental Assassin #4)
  6. Tanya Huff: Smoke and Shadows (Smoke Trilogy #1)
  7. Jessica Verday: Flesh which is not flesh (Kurzgeschichte)
September:
  1. Jennifer Estep: Spider’s Revenge (Elemental Assassin #5)
  2. Carola Dunn: Death at Wentwater Court (Miss Daisy #1)
  3. Carola Dunn: The Winter Garden Mystery (Miss Daisy #2)
  4. Carola Dunn: Requiem for a Mezzo (Miss Daisy #3)
  5. Carola Dunn: Murder on the Flying Scotsman (Miss Daisy #4)
  6. Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax 3 – The Elusive Mrs. Pollifax (Hörbuch)
  7. Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax 4 – A Palm for Mrs. Pollifax (Hörbuch)
  8. Dorothy L. Sayers: Whose Body?
  9. Julie Campbell: The Gatehouse Mystery (Trixie Belden #3)
  10. Seanan McGuire: Velveteen vs. The Junior Super Patriots
  11. Carniepunk (Anthologie)
Oktober:
  1. Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax 5 – Mrs. Pollifax on Safari (Hörbuch)
  2. Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax 2 – The Amazing Mrs. Pollifax (Hörbuch)
  3. Home Improvement: Undead Edition (Anthologie)
  4. Robert Galbraith: The Cuckoo’s Calling
November:
  1. Kelly Meade: Gray Bishop (A Cornerston Run Trilogy #2)
  2. Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax 6 – Mrs. Pollifax on the China Station (Hörbuch)
  3. Tanya Huff: Smoke and Mirrors (Smoke Trilogy 2)
  4. Jill Shalvis: Animal Magnetism
  5. Caroline Stevermer: Magic Below Stairs
  6. Lisa und Laura Roecker: The Liar Society 2 – The Lies That Bind
  7. Diane Zahler: Sleeping Beauty’s Daughters
Dezember:
  1. Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax 7 – Mrs. Pollifax and the Hong Kong Buddha (Hörbuch)
12/12 gelesen bzw. gehört
2. Individuelle Vorhaben zum SuB-Abbau:
Januar: 5 2013-Titel vom SuB lesen (5/5)
Februar: 5 Titel vom SuB lesen (5/5)
März: 5 Titel vom Leih-SuB lesen (7/5)
April: 5 Titel vom SuB lesen (3/5)
Mai: 3 Titel vom SuB lesen (4/3)
Juni: 3 Titel vom SuB lesen (4/3)
Juli: 3 Titel vom SuB lesen (7/3)
August: 3 Titel vom deutschen SuB lesen (3/3)
September: 3 Titel vom SuB lesen (4/3)
Oktober: 3 Titel vom SuB lesen (2/3)
November: SuB ausmisten (3 gelesen/1 aussortiert)
Dezember: SuB ausmisten (1 gelesen/0 aussortiert)
In 10 von 12 Monaten habe ich meine Vorhaben auf die Reihe bekommen oder sogar übertroffen. Damit kann ich eindeutig zufrieden sein. 

Arianas Hörbuch-Challenge 2015

Da mir die Hörbuch-Challenge in den vergangenen Monaten viel Spaß gemacht hat und Ariana die Challenge auch für 2015 wieder anbietet, gibt es auch im kommendem Jahr wieder viele Hörbuchrezensionen von mir auf diesem Blog.

Um es mir einfach zu machen, zitiere ich hier die Regeln, die Ariana in ihrem Ankündigungsbeitrag aufgelistet hat.:

Hier sind also die alten/neuen Regeln zur Challenge:

  • Die Challenge läuft vom 1.1.2015 bis zum 31.12.2015.
  • Im Challenge-Zeitraum sollen mindestens 10 Hörbücher gehört und rezensiert werden. Wie ihr euch das einteilt, bleibt euch überlassen. Ideal wäre es, wenn ihr bis zur Jahresmitte 5 Hörbücher schafft, dann kommt ihr zum Jahresende nicht zu sehr in Stress. 😉
  • Jeder Teilnehmer erstellt auf seinem Blog eine Challenge-Seite, auf der die eigenen Fortschritte festgehalten werden. Den Link zu eurer Übersichtsseite teilt ihr mir bitte mit, damit ich eure Seite auf meiner Übersichtsseite zur Challenge verlinken kann. Dort verlinke ich auch gern eure Rezensionen zu den einzelnen Hörbüchern. 
  • Anmeldung zur Challenge ist jederzeit möglich (per Kommentar zu diesem Post oder auf meiner Übersichtsseite zur Challenge), gewertet werden können aber nur die Hörbücher, die ab dem Zeitpunkt der Anmeldung gehört/rezensiert werden.
  • Wenn ihr an meiner Challenge teilnehmt, dürft ihr euch das Logo natürlich gern für eure eigenen Challenge-Seiten mitnehmen. 

Ergänzungen: 

  • Zu den Hörbüchern zählen im Rahmen dieser Challenge auch Hörspiele – vorausgesetzt, sie basieren auf einem Buch und sind nicht als reine Hörspiele konzipiert.
  • Und natürlich dürfen auch Hörbücher, die ihr früher schon einmal gehört habt, für die Challenge gezählt werden – vorausgesetzt, ihr hört sie im Challenge-Zeitraum noch einmal und schreibt nicht eine Rezension aus der Erinnerung an das Hören vor fünf Jahren. Ich kann mir vorstellen, dass so ein Wiederhören auch ein tolles Erlebnis ist – vielleicht entdeckt man da sogar ganz neue Seiten an einem Lieblingshörbuch.
***

Wer also ebenfalls Lust auf die Challenge haben sollte, kann jederzeit zu Arianas Blog hüpfen und daran teilnehmen! Ich freue mich schon auf den erneuten Austausch über Hörbücher und Sprecher – und irgendwie auch auf all die Empfehlungen, die ich durch die Challenge wieder mitnehmen werde. 😉

[Challenge] Zurück in die Vergangenheit

Elena hatte schon im vergangenen Jahr die „Zurück in die Vergangenheit“-Challenge gestartet und diese nun um ein Jahr verlängert. Beim ersten Mal war ich schon sehr versucht, aber da meine gelesenen Bücher (immer noch) in Umzugskartons stecken und es nicht gerade leicht ist, an sie heranzukommen, habe ich den Gedanken wieder verworfen. Inzwischen denke ich aber, dass ich dann eben auf die Bibliothek zurückgreife oder vielleicht mal einen Titel auf Englisch lese – einen Trixie-Belden-Band habe ich zum Beispiel noch auf dem SuB liegen, damit könnte ich ja anfangen. 

Die Challenge läuft vom 15. August 2014 bis zum 14. August 2015. Die Regeln kann man detailliert HIER nachlesen, wichtig finde ich vor allem folgende Punkte:

Ziel ist es, Bücher aus verstaubten Winkeln hervorzukramen und in nostalgischen Erinnerungen an Kindheit und Jugend zu schwelgen. Wer denkt nicht gern an Klassiker wie “Die kleine Hexe” von Otfried Preußler, “Pippi Langstrumpf” von Astrid Lindgren oder “Die unendliche Geschichte” von Michael Ende zurück? Daneben hat fast jeder seine eigenen Lieblingsbücher aus dieser Zeit, die zwar nie die breiten Massen erobert haben, aber dennoch unvergessen sind. Im Rahmen dieser Challenge sollen diese Bücher, die man in aller Regel schon ewig nicht mehr gelesen hat, nun noch einmal eine Chance bekommen, uns zu verzaubern.

Regeln gibt es praktisch keine. Es sollten einfach Bücher sein, die Ihr in den letzten Jahren nicht gelesen habt. Eine Mindestzahl ist nicht vorgeschrieben, schön wäre es jedoch dennoch, wenn Ihr mehr als ein Buch lest. Damit das jeweilige Buch im Rahmen der Challenge zählt, verfasst Ihr nach dem Lesen eine kleine Rezension. Wenn Ihr in dieser beispielsweise erwähnt, wieso es eins Euer Lieblingsbücher ist oder was für Erinnerungen daran hängen, wäre das natürlich besonders toll.

Ihr werdet also auf meinem Blog in den kommenden zwölf Monaten hin und wieder einen meiner alten Schätze wiederfinden – vermutlich inklusive einer vollkommen subjektiven und immer noch hingerissenen Meinung. Außerdem werde ich die gelesenen und besprochenen Titel wie immer auf meiner Challenge-Seite auflisten.

Wenn ihr ebenfalls Lust bekommen haben solltet, dann bin ich sicher, dass Elena sich über weitere Teilnehmer freuen würde. Anmelden kann man sich HIER in den Kommentaren.

Clara Kramer (und Stephen Glantz): Eine Handbreit Hoffnung – Die Geschichte meiner wunderbaren Rettung

„Eine Handbreit Hoffnung“ ist die Geschichte der jüdischen Clara Kramer, die sich als Jugendliche in Polen vor den Nazis verstecken musste. Geschrieben wurde das Buch von Stephen Glantz, basierend auf dem Tagebuch, das Clara damals führte, und auf ihren Erinnerungen, ergänzt durch Materialien (Briefe, Tagebücher u.ä.) und Erzählungen anderer Überlebender, die Kontakt zu Clara und ihrer Familie hatten. Ich habe schon einige Erfahrungsberichte aus dieser Zeit gelesen, ebenso Romane, die sich entweder auf wahre Ereignisse stützten oder eine fiktive Geschichte erzählten, um all die schrecklichen Fakten zu vermitteln. Viele dieser Bücher spielten in Deutschland oder den Niederlanden, einige auch in den jüdischen Ghettos in Polen, und obwohl es schon einige Zeit her ist, dass ich sie gelesen habe, so haben sie doch in der Regel einen anhaltenden Eindruck bei mir hinterlassen.

Auch „Eine Handbreit Hoffnung“ werde ich wohl so schnell nicht vergessen – nicht nur, weil die lange Zeit des Versteckens so eindringlich geschildert wird, sondern auch, weil ich die ganzen zusätzlichen Komplikationen für die jüdische Familie durch die Ukrainer und Russen sowie die schon vor dem Einmarsch der Deutschen schwierige politische Situation spannend fand (auch wenn es sich angesichts der Erlebnisse von Clara Kramer und ihrer Familie komisch anfühlt, das Ganze als „spannend“ zu bezeichnen).

Anhand von Clara Kramers Erzählungen kann man gut nachvollziehen, wie schleichend die Veränderungen für die 5000 polnischen Juden in der Stadt Zólkiew kamen. Erst die Berichte von der Machtergreifung Hitlers und der Unglaube, dass so ein Mensch auch noch Unterstützung findet, dann die ersten Flüchtlinge, die im Osten Zuflucht suchten und von der Zerstörung ihrer Synagogen, von Plünderungen und Misshandlungen berichteten – und das alles, während sie einmal die Woche am schön gedeckten Esstisch vom besten Porzellan bewirtet wurden – und ein Jahr später der Nichtangriffspakt zwischen Russland und Deutschland, der Polen schutzlos zurückließ.

Als die Nazis im September 1939 in Zólkiew einmarschierten, war Clara gerade mal zwölf Jahre alt. Aus Angst vor den Deutschen wagten sich die jüdischen Kinder nicht auf die Straße, bekamen aber später erzählt, dass sich die Deutschen wie ein Haufen Touristen verhalten hätten. Trotzdem war es eine Erleichterung für die Juden, als kurz darauf die Russen das Gebiet übernahmen. Die Russen waren zwar keine Freunde der Juden und hatten schon so einige Polen in Straflager nach Sibirien geschickt, aber alle sind sich sicher, dass das Leben unter den Kommunisten der Behandlung durch die Nazis vorzuziehen sei.

Doch nach und nach verschlechtert sich das Leben – nicht nur der Juden – in der Stadt. Erste Familien werden deportiert und Russen ziehen übergangslos in die Häuser der verschwundenen Familien ein und übernehmen die zurückgelassenen Besitztümer. Auch in Claras Familie gibt es erste Verhaftungen – erst Jahre später wird ihnen bewusst, dass die Deportation nach Kasachstan für viele von ihnen ein Glücksfall war, da diese Familienmitglieder so den Nazis entgingen. Andere Familienmitglieder – so wie Claras Großvater – werden von ukrainischen Nationalisten ermordet, als sich im Frühling 1941 die Russen zurückziehen und das Gebiet den Deutschen überlassen.

Wenige Monate später wird den Juden bewusst, dass all das Geld, das sie Monat für Monat dem Kommandanten der SS von Lemberg überreichen, ihr Leben nicht sichern kann. Während die einen versuchen, einen Fluchtweg aus der Stadt zu finden, graben die Familie Schwarz (Claras Familie), Melman und Patrontasch ein Versteck unter dem Fußboden des Hauses der Melmans. Eine geschickt ausgeschnittene Luke im Parkettboden des Schlafzimmers bildet den Eingang, und anfangs ist die Lücke unter dem Haus so klein, dass nur die Kinder graben können. Im Laufe einiger Wochen schaffen die drei Familien es so, die Hälfte des Hauses zu „unterkellern“, wobei es keine Verbindung zum kleinen „offiziellen“ Keller unter der Küche des Hauses gibt und das Versteck so niedrig ist, dass man nicht darin stehen kann.

Doch erst das Angebot des volksdeutschen Ehepaars Beck (Julia Beck hat früher als Haushälterin für Claras Familie gearbeitet, ihr Mann hingegen ist als Antisemit bekannt), das Haus der Melmans zu übernehmen und so das Versteck der drei jüdischen Familien zu schützen und ihre Versorgung mit Lebensmitteln zu sichern, ermöglicht es ihnen ab Dezember 1942, dieses Kellerloch zu nutzen.

Bis zum Juli 1944 müssen die drei Familien in ihrem Kellerversteck überleben, lange Monate ohne Frischluft, ohne ausreichendes Essen, ohne nennenswerte Bewegung, auch wenn sie anfangs immer mal wieder hinauf zu den Becks steigen können. Doch je länger der Krieg andauert, desto schwieriger wird nicht nur die Versorgung der Versteckten mit Lebensmitteln, sondern desto gefährlicher wird auch ihre Lage. Diverse Personen – darüber natürlich auch Nazis – werden bei den Becks einquartiert, Gerüchte machen die Runde, dass sich bei den Becks Flüchtlinge verstecken, so dass es immer wieder zu Hausdurchsuchungen kommt – und Beck selbst ist auch ein Risiko. Beck ist ein Spieler und Säufer, er betrügt seine Frau, er kann den Mund nicht halten und bringt sich durch Geschäfte mit Nazis, Ukrainern und Russen in Gefahr – und somit auch immer die Juden, die auf ihn angewiesen sind.

Auch im Versteck gibt es immer wieder Veränderungen. So bricht in der Straße ein Feuer aus und eine Person flüchtet vor lauter Angst aus dem Haus, während die anderen versuchen, unbemerkt von der Außenwelt Wasser zum Löschen heranzuschaffen. Weitere Juden (in der Regel Familienmitglieder der schon Versteckten) tauchen vor Becks Tür auf und brauchen Hilfe oder eine Zuflucht. So ändert sich im Laufe der Zeit die Zusammensetzung der Flüchtlingsgruppe und es gibt immer mehr Reibung zwischen den unterschiedlichen Personen, was noch dadurch erschwert wird, dass sie tagelang keinen Laut von sich geben dürfen, während über ihnen die deutschen Besatzer ein- und ausgehen.

Abgesehen von den ersten Seiten, in denen Clara Kramer ihre sehr große Familie und auch die Familien der Nachbarschaft vorstellt, lässt sich „Eine Handbreit Hoffnung“ sehr gut lesen. Die Flut der Namen – bei denen sich einige wiederholen oder gar mehrfach vorkommen, weil man die Kinder nach den Vorfahren benannt hat – ist wirklich anstrengend, und auch im Laufe der Geschichte musste ich hin und wieder innehalten und mich erinnern, welche Person da nun gemeint war und in welchem Verhältnis sie zu Clara stand. Davon abgesehen empfand ich „Eine Handbreit Hoffnung“ überraschend ausgewogen. Auf der einen Seite basiert das Buch zwar auf den Tagebüchern, die Clara während ihrer Zeit im Kellerversteck geschrieben hat, was zu einer eindringlichen und berührenden Schilderung führt, auf der anderen Seite liegen gut sechzig Jahre zwischen den Ereignissen und dem Verfassen des Buches (und das eigentliche Schreiben wurde von Stephen Glatz erledigt), was zu einem gewissen Abstand führt, der es ermöglicht, mehrere Seiten zu beleuchten und manche Geschehnisse in einem größeren Zusammenhang zu sehen.

Dieser „Abstand“ führt aber nicht dazu, dass einem die Ereignisse beim Lesen egal sind. Ich fand es interessant, mal die „Vorgeschichte“ mitzuerleben, zu lesen, wie es für die jüdische Familie unter der russischen Herrschaft war und welche Rolle die ukrainischen Nationalisten spielten. Und – gerade weil ich wusste, was in den kommenden Jahren noch folgen wird – ich fand es schrecklich, die immer größer werdende Gefahr für die Familie zu verfolgen, die Überlegungen, ob man flieht oder bleibt, und schließlich diese langen anderthalb Jahre im Kellerversteck. Die Enge, die Hitze, der Hunger, die Fassungslosigkeit angesichts der Geschehnisse, aber auch die ungläubige Dankbarkeit über die Hilfe aus unerwarteter Richtung – das alles lässt einen beim Lesen definitiv nicht ungerührt.