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W. R. Gingell: „The City Between“-Serie

Die „The City Between“-Serie von W. R. Gingell besteht aus zehn relativ kurzen Romanen (194 bis 284 Seiten) und einem elften Band, in dem die zur Serie gehörenden Kurzgeschichten gesammelt wurden. Auf den ersten Blick unterscheidet sich diese Reihe gar nicht so sehr von anderen Urban-Fantasy-Reihen mit Kick-ass-Heldinnen. Aber es gibt so einige Details in der Geschichte, die ich auf diese Weise selten oder noch gar nicht in anderen Veröffentlichungen gefunden habe und die mir sehr gefallen haben. Erzählt wird die Handlung aus der Perspektive von „Pet“, die eines Morgens aufwacht und die Leiche eines ihrer Nachbarn vor ihrem Fenster hängen sieht. Nachdem sie (anonym) die Polizei verständigt hat, fallen ihr drei Männer auf, die mit der Polizei am Tatort auftauchen, die aber definitiv nicht zu den offiziellen Gesetzteshütern gehören.

Relativ schnell findet Pet heraus, dass diese drei Männer keine Menschen sind, sondern zur Welt „Behind“ gehören und zwei davon Fae („Zero“ und Athelas) sind und einer ein Vampir (JinYeong) ist. Und als die drei sich in ihrem – offiziell leerstehenden – Haus einnisten, bleibt der Siebzehnjährigen nichts anderes übrig, als einen Vertrag als „Pet“ mit ihnen einzugehen, um nicht obdachlos zu werden. Was dazu führt, dass sie von Zero, Athelas und JinYeong als eine Mischung aus Haushälterin und … ähm … Haustier behandelt wird und deutlich mehr über die Schichten der Welt, die parallel zum „normalen“ menschlichen Teil existieren, lernt, als gut für einen Menschen ist.

When you get up in the morning, the last thing you expect to see is a murdered bloke hanging outside your window. Things like that tend to draw the attention of the local police, and when you’re squatting in your parents’ old house until you can afford to buy it, another thing you can’t afford is the attention of the cops.

Oh yeah. Hi. My name is Pet. It’s not my real name, but it’s the only one you’re getting. Things like names are important these days.

And it’s not so much that I’m Pet. I am a pet. A human pet: I belong to the two Behindkind fae and the pouty vampire who just moved into my house. It’s not weird, I promise—well, it is weird, yeah. But it’s not weird weird, you know?

Klappentext von „Between Jobs“ (The City Between 1)

In vielen Aspekten ist diese Reihe wie jede andere Urban-Fantasy-Reihe auch. Es gibt eine fantastische und ziemlich grausame Parallelwelt, in der die Protagonistin sich zurechtfinden muss, es gibt einen Mörder, der von Zero, Athelas und JinYeong gesucht wird, und Pets ständige Weigerungen, die „traditonellen Regeln“ der Welt „Behind“ mitzuspielen, sorgt immer wieder für Wendungen, die die deutlich mächtigeren Personen in ihrem Leben so nicht vorhergesehen haben. Letzteres hat mir wirklich viel Spaß gemacht, war aber nicht der Hauptgrund, wieso mich diese Reihe im März so sehr gepackt hat, dass ich alle Bände davon (plus die Kurzgeschichten-Sammlung … plus die bisher noch gar nicht von mir erwähnte, fünfteilige Spin-off-Reihe) hintereinander verschlungen habe. Was die Geschichte definitiv von vergleichbaren Veröffentlichungen unterschied, waren auf der einen Seite der Schauplatz (Hobart in Tasmanien), der neben einer unverbrauchten Kulisse auch dafür sorgte, dass immer wieder ungewöhnliche übernatürliche Wesen auftauchten, und auf der anderen Seite die Charaktere, die W. R. Gingell für diese Reihe geschaffen hat.

Während in anderen Urban-Fantasy-Reihen irgendwann ein jugendlicher Sidekick auftaucht, der von der Hauptfigur (oft genug vor den eigenen impulsiven Aktionen) beschützt werden muss, wird in dieser Reihe die Handlung aus der Sicht dieses „jugendlichen Sidekicks“ erzählt. Ich mochte Pet als Person wirklich gern, weil sie glaubwürdige Ecken und Kanten hatte und weil ihr häufig bewusst war, dass sie Dinge tat, die unklug waren, die sie aber nicht anders machen konnte, weil das gegen ihre Grundsätze verstoßen hätte. Mir gefiel es sehr, dass die Autorin es schafft, dass sich zum Beispiel eine Figur wie JinYeong im Laufe der Zeit so sehr weiterentwickelt, wenn es um Respekt und Beziehungen geht, ohne dass er dabei seinen grundlegenden Charakter verliert. Es gibt so viele Szenen in diesen Büchern, die sich um die found family der Protagonistin drehen, die bitter(süß) und durch und durch glaubwürdig sind. W. R. Gingell beweist immer wieder ein unglaublich gutes Händchen für Charaktere und die Beziehungen, die sie zueinander haben, und es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, das zu lesen.

Auch mochte ich es, dass eine Figur wie Pet zum Beispiel verhältnismäßig schwach ist, aber trotzdem Tag für Tag im Schwertkampf trainiert wird, damit sie in einem Kampf lange genug überleben kann, bis einer ihrer Verbündeten ihr zur Hilfe kommt. Die Autorin erzählt mir das nicht nur, sondern ich kann das beim Lesen immer wieder miterleben. Obwohl sich das dann stellenweise etwas wiederholt, gefällt mir das deutlich besser, als wenn ich in einem Roman lese, dass die Hauptfigur großartig kämpfen kann, ich aber nie gezeigt bekomme, dass diese Figur auch dafür trainieren muss. Ebenso gibt es immer wieder alltägliche häusliche Szenen, die sich um Pets Haushaltstätigkeiten und um das Zusammenleben von so unterschiedlichen Personen drehen, und auch das fand ich unterhaltsam und habe mich gefreut, dass das nicht zugunsten „actionreicherer“ Momente gestrichen wurde. Das Negativste, was ich über diese Romane sagen kann, ist, dass die Identität des Mörders, der so viele Bände hindurch gesucht wurde, relativ offensichtlich war. Aber da es am Ende der Geschichte weniger darum ging, den Mörder zu entlarven, als darum, wie alle Beteiligten mit dieser Enthüllung und den daraus folgenden Ereignissen umgehen, konnte ich damit eigentlich gut leben.

Noch eine Anmerkung zur Hörbuchversion der Reihe: Da es die City-Between-Bücher nur bei Amazon gibt und es bei der deutschen Seite einen Fehler bei Band 9 gibt, der dazu führt, dass ich das eBook nicht kaufen konnte, habe ich den Teil als Hörbuch gehört. Und ich muss zugeben, dass ich wirklich hingerissen von der Sprecherin Zehra Jane Naqvi bin, die ganz großartig als siebzehnjährige Pet ist, auch wenn ich ihren australischen Akzent nicht immer so ganz einfach zu verstehen fand. Aber das liegt daran, dass ich relativ selten australischen Akzent höre – ihre Stimme und ihre Interpretation von Pet fand ich wirklich hinreißend.

Eine weitere Anmerkung zur Spin-off-Reihe: Die Worlds-Behind-Reihe besteht aus fünf Büchern, die aus der Sicht von zwei verschiedenen Personen (Athelas und YeoWoo) erzählt werden. Da ich die direkt im Anschluss an die City-Between-Bücher gelesen habe, war der Wechsel zu diesen Protagonisten überraschend schwierig für mich. Aber auch hier fand ich es toll, mal eine Urban-Fantasy-Geschichte zu lesen, die mit Seoul an einem – für mich – ungewohnten Schauplatz stattfand, in der immer wieder ungewöhnliche fantastische Wesen auftauchten und in der sich ein Großteil der Handlung um die Beziehung zwischen sehr unterschiedlichen Charakteren drehte. Wenn jetzt jemand von euch neugierig auf diese Reihen geworden sein sollte: Ich kann beide empfehlen, wenn ihr auf der Suche nach etwas anderer Urban Fantasy seid, würde aber auch anraten, zwischen den beiden Serien etwas Zeit verstreichen zu lassen, damit der Wechsel zwischen den Schausplätzen und Protagonisten beim Lesen von „A Whisker Behind“ sich etwas weniger irritierend anfühlt.

Natsu Miyashita: The Forest of Wool and Steel

„The Forest of Wool and Steel“ von Natsu Miyashita ist eine Geschichte voller kleiner, feiner Beobachtungen, die von den ersten Jahres des Protagonisten Tomura als Klavierstimmer erzählt. Obwohl Tomura sich vorher nie mit Musik beschäftigt hatte, ist er fasziniert, als er als Schüler den professionellen Klavierstimmer Itadori dabei beobachtet, wie dieser den Flügel der Schule stimmt. Gut zwei Jahre später fängt Tomura bei derselben Firma an, bei der auch Herr Itadori beschäftigt ist, um nach seiner zweijährigen Grundausbildung zum Klavierstimmer von den älteren Kollegen die Feinheiten seines Handwerks zu lernen.

Natsu Miyashita erzählt viele kleine Episoden, die sich um die verschiedenen Kunden, um die unterschiedlichen Kollegen von Tomura und um ihren Umgang mit den diversen Pianos (und den Bedürfnissen ihrer Spieler) drehen. Dabei lässt die Autorin den Protagonisten immer wieder auf seinen vertrauten Wald in den Bergen Hokkaidos, in dem er seine Kindheit verbracht hat, zurückgreifen, wenn er (musikalische) Erlebnisse beschreiben und (be-)greifbarer machen will. Immer wieder gibt es in diesen kleinen Episoden Momente, in denen deutlich wird, dass Musik etwas mit den Zuhörern macht, selbst wenn ihnen das Wissen fehlt, die Musik/er einzuordnen. Immer wieder beschreibt die Autorin Szenen, die zeigen, wie unterschiedlich Menschen Dinge wahrnehmen, aber auch, wie verschiedene Herangehensweisen zum selben (befriedigenden) Erlebnis führen können.

Tomuras Gedanken drehen sich sehr viel um Arbeitsmoral, um das Bedürfnis, die (oft unausgesprochenen) Ansprüche seiner Kunden zu befriedigen. Aber er philosophiert auch immer wieder über Musik, über die unterschiedlichen Arten, ein Klavier zu nutzen, und über all die unsichtbaren Personen, die mit dafür verantwortlich sind, dass ein Konzert die Zuhörenden bewegt. Einige Passagen in diesem Buch beschäftigen sich intensiv mit den technischen Details rund ums Klavierstimmen, aber nie so, dass meine Aufmerksamkeit bei diesen Beschreibungen abgeschweift wäre. „The Forest of Wool and Steel“ ist kein Buch, das ich in einem Zug lesen würde, sondern eine Geschichte, die ich immer wieder in die Hand genommen habe, wenn ich ein paar ruhige Minuten in einem – für mich – sehr japanischen wirkenden Umfeld verbringen wollte.

Ich habe Tomuras Entwicklung in dieser Geschichte wirklich gern verfolgt. Mir gefiel es sehr, dass ich mit ihm zusammen nach und nach die verschiedenen Kolleg*innen und Kund*innen besser kennenlernen konnte. Außerdem fand ich es faszinierend, Tomuras intensive Beschäftigung mit dem Klavierstimmen zu verfolgen. Das ist etwas, worüber ich mir vorher nie Gedanken gemacht habe, und ich fand es spannend, die vielen verschiedenen Variablen, die dabei in Betracht gezogen werden müssen, zu entdecken. Alles in allem fand ich „The Forest of Wool and Steel“ überraschend wohltuend und entspannend zu lesen und bin mir sicher, dass ich im Laufe der nächsten Jahre immer mal wieder zu dem Roman greifen werde.

Carrie Anne Noble: The Mermaid’s Sister

Um „The Mermaid’s Sister“ von Carrie Anne Noble bin ich eine ganze Weile herumgeschlichen. Auf der einen Seite mochte ich die märchenhaften Elemente, die der Klappentext andeutete, auf der anderen Seite befürchtete ich, dass der Teil der Geschichte, der sich um das Erwachsenwerden der Protagonistin Clara dreht, mir nicht gefallen könnte. Ich greife jetzt mal voraus und sage, dass ich definitiv mit weniger Passagen rund um Claras „unglücklicher Liebe“ hätte leben können, aber insgesamt habe ich „The Mermaid’s Sister“ wirklich gemocht. Die Handlung wird erzählt aus der Sicht der 16jährigen Clara, die gemeinsam mit ihrer gleichaltrigen (Zieh-)Schwester Maren bei der Heilerin Verity aufgewachsen ist. Von klein auf sind sich die beiden Schwestern dessen bewusst, dass Maren eine Meerjungfrau ist, während Clara von einem Storch zu Verity gebracht wurde. Zu Beginn der Geschichte ist Clara sich nicht sicher, wer oder was sie sein könnte, vor allem aber fragt sie sich, was sie tun könnte, um Marens beginnende Verwandlung aufzuhalten.

Hilfe erhofft sie sich von O’Neill, der ebenso wie Clara und Maren ein Waisenkind ist und von Veritys Liebsten Scarff aufgezogen wurde. Für Clara und Maren ist O’Neill wie ein Bruder, auch wenn er den Großteil des Jahres mit seinem Pflegevater als reisende Händler unterwegs ist. Doch O’Neill hat versprochen, auf seinen Reisen die Augen nach einem Heilmittel für Maren aufzuhalten. An diese Hoffnung klammert sich Clara, bis deutlich wird, dass es Zeit wird, Maren aus den Bergen zum Meer zu bringen, da sie als Meerjungfrau nun einmal nicht woanders überleben kann. Gemeinsam machen Clara, Maren und O’Neill sich auf den Weg an die Küste, nicht ohne auf ihrer Reise diverse Gefahren bestehen zu müssen. Für Clara kommt dazu noch der Kampf gegen ihre eigenen Gefühle, denn obwohl O’Neill und Maren einander innig zu lieben scheinen, muss sie sich eingestehen, dass auch sie sich in ihren Ziehbruder verliebt hat.

Die Handlung wird von Carrie Anne Noble sehr gemächlich erzählt. Obwohl eigentlich von Anfang an feststeht, dass Maren von ihren Geschwistern ans Meer gebracht werden muss, nimmt sich die Autorin viel Zeit, um erst einmal die Welt und die verschiedenen Figuren darin vorzustellen. Ich muss aber zugeben, dass ich gegen diese fast schon schleppende Erzählweise nichts hatte, weil ich die vielen kleinen, märchenhaften Elemente in der Geschichte sehr mochte. Claras Ziehmutter ist zur Hälfte Fae, was nicht nur für ihr Wissen rund um Heikräuter verantwortlich ist, sondern auch dafür, dass sie nicht in der Lage ist zu lügen. Als Haustier hält die Familie einen noch jungen Wyvern, und O’Neill, der als Baby unter einem blühenden Apfelbaum gefunden wurde, kann mit Tieren sprechen. Während für die Protagonistin und ihre Familie die Welt voller kleiner und größere fantastischer Dinge ist, scheint der Großteil ihrer Nachbarn ein relativ wenig magisches Leben zu führen – was dazu führt, dass z. B. Marens beginnende Verwandlung vor ihnen verheimlicht werden muss.

Durch den gesamten Roman ziehen sich kurze, märchenhafte Geschichten, die sich die Figuren gegenseitig erzählen und die für eine wunderbare Atmosphäre sorgen. Ich mochte auch – zum Großteil – Claras Perspektive, weil sie versucht, die Wünsche ihrer Schwester zu respektieren, egal wie sehr es ihr das Herz bricht, und weil sie versucht, ihre eigenen Gefühle in den Griff zu bekommen, weil es eben wichtigere Dinge in ihrem Leben gibt als eine unerfüllte Liebe. Was für mich etwas schwierig zu lesen war, war die Tatsache, dass ich Claras Überzeugung, dass O’Neill so gar nichts für sie empfindet, nicht ganz teilen konnte, weshalb ich mir wirklich gewünscht hätte, diese drei Charaktere hätten einfach mal offen miteinander geredet – auch wenn es natürlich eine Herausforderung ist, seine Gefühle zu gestehen, wenn dies das Verhältnis zu den beiden wichtigsten Menschen im Leben der Protagonistin verschlechtern könnte.

Ein weiteres Problem war für mich die Verwendung des Begriffs „Gypsy“ (und die dazugehörigen Beschreibungen) für eine Gruppe von Personen, bei denen O’Neill und Scarff eine Zeitlang Unterschlupf fanden. Auch die Tatsache, dass eine andere Gruppe „fahrendes Volk“ sich als die Bösewichte herausstellte, finde ich für eine relativ aktuelle Veröffentlichung (2015) schwierig. Allerdings ist das für eine märchenhafte Geschichte, die – meiner Meinung nach – von „Das letzte Einhorn“ und ähnlichen Romanen/Filmen inspiriert wurde, nicht so ungewöhnlich. Obwohl das Aspekte sind, die ich hier nicht ignorieren möchte und die mir definitiv beim Lesen negativ ins Auge gefallen sind, habe ich „The Mermaid’s Sister“ an sich wirklich gemocht. Claras Erzählstimme bin ich wirklich sehr gern gefolgt (und das ist definitiv ein Lob, wenn ich bedenke, wie wenig Geduld ich sonst mit unglücklich liebenden Teenagern habe), ich mochte die fantastische Welt, die Carrie Anne Noble für ihre Geschichte geschaffen hat, und ich bin mir sicher, dass ich irgendwann eine weitere Veröffentlichung von ihr lesen werde.

Lese-Eindrücke März 2024

Eigentlich wollte ich im März keine neuen eBooks kaufen, aber das ist irgendwie nach hinten losgegangen. Ich habe nicht nur einen Haufen (14! *uff*) Romane von W. R. Gingell angeschafft, damit ich die „The City Between“-Reihe am Stück lesen kann, sondern bin auch bei ein paar weiteren eBooks schwach geworden. Nur gut, dass ich insgesamt so viel gelesen habe, dass ich diese Käufe (irgendwie) vor mir rechtfertigen konnte. 😉

Sierra Cross: Fangs and Frenemies (Blue Moon Bay Witches 1)

„Fangs and Frenemies“ habe ich mal bei einer Aktion mit kostenlosen ersten Bänden mitgenommen. Die Geschichte wird aus Sicht der Hexe Hazel Greenwood erzählt, die in einer netten, kleinen Stadt ein – scheinbar – perfektes Leben führt. Hazel wohnt in einem hübschen, kleinen Haus, ist beruflich vollkommen zufrieden und seit ein paar Monaten ist sie mit einem wirklich netten Mann zusammen. Allerdings verschwindet dann eine Frau, mit der Hazel zur Highschool ging, und sie muss sich mit zwei ihrer „Frenemies“ zusammentun, um dieses Verschwinden aufzuklären. Ich mochte es, dass sich die Handlung sehr darum dreht, wie Hazel im Rahmen ihrer Ermittlungen herausfindet, was zu einem Bruch mit ihrer ehemals besten Freundin geführt hat. Der Schwerpunkt der Handlung war definitiv die Beziehung dieser drei Frauen zueinander. Für mich war es angenehm und unterhaltsam zu lesen, wie sich die drei Frauen (erneut) anfreunden, ein paar (fantastische/magische) Geheimnisse klären und sich gegenseitig unterstützen. Allerdings gab es auch viele sehr vorhersehbare Elemente in der Geschichte, was dazu führt, dass ich das Ganze zwar sehr nett fand, aber nicht so gut, dass ich für die weiteren Bände den vollen Preis zahlen wollen würde.

Lydia Sherrer: Love, Lies and Hocus Pocus – Beginnings (A Lily Singer Cozy Fantasy Adventure 1)

„Love, Lies and Hocus Pocus – Beginnings“ wurde mir in den vergangenen Wochen von mehreren Seiten empfohlen, und den Klappentext klang nett genug, dass ich spontan zugeschlagen habe. Die Protagonistin Lily Singer ist eine (magische) Bibliothekarin, ihr bester Freund Sebastian ist das personifizierte (ebenfalls magische) Chaos, und gemeinsam versuchen die beiden zu Beginn der Geschichte einen Fluch aufzuheben, was natürlich ein paar weitere Abenteuer zur Folge hat. Die Handlung wird in drei Teilen erzählt – der erste und der letzte Part aus der Sicht der Protagonistin Lily, der mittlere Teil aus der Sicht ihres „Sidekicks“ Sebastian. Grundsätzlich fand ich es eine gute Idee der Autorin, dass Lily zu den Personen gehört, die mit Magie geboren wurden, während Sebastian nur Magie wirken kann, wenn er auf (nicht immer ganz legale) Tricks zurückgreift, weil das dazu führte, dass die Autorin verschiedene Magievarianten in ihre Geschichte einbauen konnte, die ich interessant und unterhaltsam fand.

Überhaupt mochte ich die Grundidee für diese Geschichte mit einem Fluch, der auf einem Herrenhaus lag, und einem Geist, der in diesem Haus spukt, weil er verhindern will, dass andere Personen dem Fluch zum Opfer fallen, wirklich sehr. Auch fand ich Sebastian – gerade in dem Teil, der aus seiner Perspektive geschrieben wurde – sehr sympathisch und habe mich über ihn immer wieder gut amüsiert. Dummerweise habe ich die Passagen, die aus Lilys Sicht geschrieben wurden (und die den Großteil der Geschichte ausmachten) relativ ungern verfolgt, weil sie sich für mich nicht wie eine „reale Person“ anfühlte, sondern wie der Prototyp einer „überkorrekten und von Regeln besessenen Bibliothekarin, die besser mit Büchern als mit Menschen umgehen kann“. Mal davon abgesehen, dass Bibliothekarinnen bei der Arbeit fast mehr Zeit mit Menschen als mit Büchern verbringen müssen, ist so eine Perspektive nicht gerade unterhaltsam für mich zu verfolgen, wenn mir die Protagonistin mit ihren Gedankengängen das Gefühl gibt, dass sie sich sicher ist, dass sie allen anderen Personen überlegen sei.

R. L. Medina: The Fae’s Bride (Silveri Sisters 1)

„The Fae’s Bride“ ist schon im vergangenen Jahr erschienen, kam mir aber erst im vergangenen Monat vor die Nase (vermutlich weil der vierte Band gerade erschienen ist). Die Grundidee der Serie mit „cozy Liebesgeschichten in einem italienisch inspirierten Fantasy-Setting“ fand ich sehr ansprechend. Ebenso gefiel mir die Idee, dass ein Graf, der aufgrund seiner zweifelhaften Fae-Herkunft eher gemieden wird, sich in eine – ebenfalls von der Gesellschaft wenig geachtete – Hexe verliebt. Ich mochte die Welt und fand einen Haufen Charaktere sehr sympathisch, auch gefiel es mir, dass die Handlung abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptfiguren erzählt wurde. Seine Perspektive habe ich wirklich gern gelesen, bei ihrer Perspektive hatte ich aber das Gefühl, dass es immer wieder Widersprüche gab, unter anderem bei dem, was über eine Nebenperson gesagt/gedacht wurde und was von dieser Person gezeigt wurden. Alles in allem war der kurze Roman unterhaltsam zu lesen (und einige Szenen erinnerten mich an „Encanto“-Fanfiction, was ich auch nett fand), aber irgendwie hat das Ganze bei mir keinen besonders großen Eindruck hinterlassen, weshalb ich nach diesem ersten Teil nicht das Bedürfnis habe, weitere Bände der Reihe zu lesen.

Mara Webb: Cakes to Die For/A Brunch With Death (Compass Cove 1+2)

Den ersten Band der „Compass Cove“-Mysteries hatte ich vor ungefähr einem Jahr schon mal gelesen, als ich einen ganzen Haufen Paranormal-Cozy-Mysteries umsonst bei einer Werbeaktion heruntergeladen hatte. Da ich die Geschichte damals ganz nett fand, habe ich mir vor Kurzem gleich die gesamte zehnteilige Reihe als Bundle für 99 Cent gekauft und Band 1 und 2 gelesen, während ich bei meiner aktuellen Serie („The City Between“) zum Hörbuch wechseln musste, weil es beim neunten eBook ein Problem beim Kauf in Deutschland gab. In „Cake to Die For“ erbt die Protagonistin Zora Wick eine Bäckerei von einer verstorbenen Tante, wobei sie von der Existenz dieser Tante (und den verschiedenen anderen Familienangehörigen) erst durch dieses Erbe erfährt. Außerdem lernt Zora, dass sie eine Hexe ist (ebenso wie die anderen Mitglieder der Familie Wick), dass sie auch den – ziemlich sarkastischen – Familiar ihrer Tante geerbt hat und dass sie herausfinden soll, wer ihre Tante ermordet hat.

Auch wenn ich den Humor manchmal etwas arg überzogen fand, so war der Mystery-Anteil in der Geschichte ganz unterhaltsam und ich mochte, dass sich ein großer Teil der Handlung darum drehte, dass Zora ihre neuen Familienmitglieder kennenlernt. Es gibt im ersten Band einen Hauch von „Romance“, der allerdings nur darin besteht, dass Zora einen der Verdächtigen sehr attraktiv findet und es genießt, wenn er mit ihr flirtet. Alles in allem habe ich mich gut unterhalten gefühlt, obwohl es ein paar Szenen gab, die mir etwas zu albern waren. In „A Brunch With Death“ hingegen wird Zora Wick verdächtigt, einen ihrer Kunden vergiftet zu haben, und muss nun ihren Namen reinwaschen – was ein häufig verwendetes Motiv in Cozy Mysteries ist, das ich wirklich nicht leiden kann. Außerdem konzentriert sich die Autorin noch mehr auf die „lustigen“ Elemente in ihrer Geschichte, ebenso wie auf die Rivalität zwischen zwei Männern, mit denen Zora häufig zu tun hat – was bedeutet, dass sich für mich mit diesem Band die Reihe in eine Richtung entwickelt hat, die mir eigentlich nicht gefällt. Das Buch war immer noch nett genug, dass ich es beendet habe (und für 99 Cent bereue ich den Kauf auch nicht), aber ich werde mir gut überlegen, ob und wann ich zum dritten Teil greife.

April-SuB 2024

Ich hoffe, ihr habt die Osterfeiertage in diesem Jahr genossen (bzw. genießt noch den heutigen Ostermontag)! Bei uns wurde dieses lange Wochenende ein bisschen davon überschattet, dass wir einen Wasserfleck an der Wohnzimmerdecke (natürlich genau über meinem Bücherregal) haben und nun in der kommenden Woche Termine mit Handwerkern und dem Vermieter abwarten müssen, um zu sehen, wie es damit weitergeht. Ansonsten war der März für mich (von der letzten Woche abgesehen) wirklich sehr leseintensiv. Ich habe 21 (kurze) Romane, 4 Kurzgeschichten und 2 Comics gelesen und sogar endlich wieder mal zum Hörbuch gegriffen.

Ich glaube nicht, dass ich in den kommenden Wochen weiterhin so intensiv lesen werde, aber es war nett mal wieder so sehr in Büchern versinken zu können. Mit konkreteren Vorhaben für den April werde ich erst einmal warten, bis ich weiß, ob wir eventuell größere Handwerker-Aktionen zu erwarten haben. Es wäre aber nett, wenn ich mich dann doch mal wieder auf all die Stapel mit angefangenen Büchern konzentrieren würde, statt alle Lesepläne über den Haufen zu werfen und spontan eine Reihe mit elf Teilen zu verschlingen. Obwohl ich das wirklich genossen habe … *g*

Belletristik-SuB:

  1. Julie Abe: Alliana – Girl of Dragons
  2. Tomi Adeyemi: Children of Blood and Bone
  3. Sufiya Ahmed: Rosie Raja – Churchill’s Spy
  4. Becky Albertalli: Leah on the Offbeat
  5. Hanna Alkaf: The Weight of our Sky
  6. Kaia Anderson: Sisters in Arms
  7. Sophie Anderson: The Thief Who Sang Storms
  8. Kelley Armstrong: The Gryphon’s Lair (A Royal Guide to Monster Slaying 2)
  9. Kelly Barnhill: Iron Hearted Violet
  10. Kelly Barnhill: The Ogress and the Orphans
  11. Kelly Barnhill: When Women Were Dragons
  12. Kalynne Bayron: This Poison Heart
  13. Kalynne Bayron: This Wicked Fate (This Poison Heart 2)
  14. T. J. Berry: Space Unicorn Blues
  15. Holly Black: The Coldest Girl in Coldtown
  16. Lila Bowen: Conspiracy of Ravens (The Shadow 2)
  17. Natasha Bowen: Skin of the Sea
  18. Nicholas Bowling: Song of the Far Isles
  19. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk – A Memoir by Lady Trent
  20. Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes – A Memoir by Lady Trent
  21. Marie Brennan: Within the Sanctuary of Wings – A Memoir by Lady Trent
  22. Sarah Rees Brennan: Tell the Wind and Fire
  23. Sarah Rees Brennan: In Other Lands
  24. Stephanie Burgis: The Raven Throne (The Raven Heir 2)
  25. Rachel Caine: Paper and Fire (The Great Library 2)
  26. Julie Campbell: The Mysterious Visitor (Trixie Belden 4)
  27. Jennifer Carson: To Find a Wonder
  28. Beth Cato: Breath of Earth (Blood of Earth #1)
  29. Soman Chainani: Quests for Glory (The School for Good and Evil 4)
  30. David Chandler: A Thief in the Night (Ancient Blades 2)
  31. David Chandler: Honor Among Thieves (Ancient Blades 3)
  32. Rin Chupeco: Wicked as You Wish (A Hundred Names for Magic 1)
  33. Rin Chupeco: The Bone Witch
  34. Dhonielle Clayton: The Marvellers
  35. Orlagh Collins: All the Invisible Things
  36. Alyssa Colman: The Gilded Girls (Gilded Magic 1)
  37. Helen Corcoran: Daughter of Winter and Twilight
  38. Leah Cypess: Thornwood (Sisters Ever After 1)
  39. April Daniels: Dreadnought (Nemesis 1)
  40. Benjamin Dean: Me, My Dad and the End of the Rainbow
  41. Sarah Driver: Once we were Witches
  42. Sarah Beth Durst: Race the Sands
  43. Joseph Elliott: The Good Hawk (Shadow Skye 1)
  44. Louise Erdrich: The Birchbark House
  45. Hafsah Faizal: A Tempest of Tea
  46. Catherine Fisher: The Velvet Fox (The Clockwork Crow 2)
  47. Francesca Gibbons: A Clock of Stars 1 – The Shadow Moth
  48. Laura Ann Gilman: Silver on the Road
  49. Nicole Glover: The Conductors
  50. Mira Grant: Parasite (Parasitology 1)
  51. Mira Grant: Symbiont (Parasitology 2)
  52. Mira Grant: Chimera (Parasitology 3)
  53. Alex Grecian: The Black Country (Scotland Yard’s Murder Squat 2)
  54. Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
  55. Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
  56. Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
  57. Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
  58. Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
  59. Kate Griffin: Kitty Peck and the Music Hall Murders
  60. Christian Handel (Hrsg.): Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln (Anthologie)
  61. Rachel Hartman: Seraphina
  62. Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
  63. Jim C. Hines: Terminal Alliance
  64. Tanya Huff: Wizard of the Grove
  65. D. B. Jackson: Thieves‘ Quarry (Thieftaker #2)
  66. D. B. Jackson: A Plunder of Souls (Thieftaker #3)
  67. Sharna Jackson: The Good Turn
  68. Diana Wynne Jones: Crown of Dalemark (The Dalemark Quartet 4)
  69. Diana Wynne Jones: Dogsbody
  70. Diana Wynne Jones: Power of Three
  71. Diana Wynne Jones: Fire and Hemlock
  72. Kalyn Josephson: Ravenfall
  73. Michelle Ruiz Keil: All of Us with Wings
  74. Celine Kiernan: Geisterpfade
  75. Celine Kiernan: Königspfade
  76. Mary Robinette Kowall: The Calculating Stars
  77. Sarah Kuhn: Heroine’s Journey (Heroine Complex 3)
  78. Sarah Kuhn: From Little Tokyo with Love
  79. R. F. Kuang: The Poppy War
  80. Lillie Lainoff: One for All
  81. L. D. Lapinski: The Forgotten Magic (Artezans 1)
  82. E. Latimer: Escape to Witch City
  83. Patrice Lawrence: The Elemental Detectives
  84. Yoon Ha Lee: Dragon Pearl
  85. Y.S. Lee: The Body at the Tower (The Agency 2)
  86. Y.S. Lee: The Traitor in the Tunnel (The Agency 3)
  87. Y.S. Lee: Rivals in the City (The Agency 4)
  88. Elizabeth Lim: Six Crimson Cranes
  89. Ann Sei Lin: Rebel Skies
  90. Judy I. Lin: A Magic Steeped in Poison
  91. Darcie Little Badger: Elatsoe
  92. Cixin Liu: The Three-Body Problem
  93. Kari Maaren: Weave a Circle Round
  94. Janelle McCurdy: Mia and the Lightcasters (Umbra Tales 1)
  95. Seanan McGuire: Middlegame
  96. Seanan McGuire: Angel of the Overpass (Ghost Roads 3)
  97. Hilary McKay: The Time of Green Magic
  98. Robin McKinley: Dragonhaven
  99. Anna-Marie McLemore: Blanca and Roja
  100. Wendy McLeod MacKnight: The Copycat
  101. Sangu Mandanna: Kiki Kallira Conquers a Curse (Kiki Kallira 2)
  102. Karen M. McManus: Two can Keep a Secret
  103. Tamzin Merchant: The Troublemakers (The Hatmakers 3)
  104. Kate Milford: The Boneshaker
  105. Kate Milford: Bluecrowne
  106. Kate Milford: The Thief Knot
  107. Maya Montayne: Nocturna
  108. Bethany C. Morrow: A Song Below Water
  109. Tamsyn Muir: Gideon the Ninth
  110. Julie Murphy: Faith – Taking Flight
  111. Julie Murphy: Faith – Greater Hights
  112. Carrie Anne Noble: The Mermaid’s Sister
  113. Bishop O’Connell: The Stolen
  114. Caroline O’Donoghue: The Gifts that Bind Us (The Gifts 2)
  115. Caroline O’Donoghue: Every Gift a Curse (The Gifts 3)
  116. Nnedi Okorafor: Akata Warrior (Akata Witch 2)
  117. Claribel A. Ortega: Ghost Squad
  118. Mark Oshiro: The Insiders
  119. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): The Starlit Wood – New Fairy Tales (Anthologie)
  120. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): Robots vs. Fairies (Anthologie)
  121. Natalie C. Parker: Seafire
  122. S. A. Patrick: A Vanishing of Griffins (Song of Magic 2)
  123. Tamora Pierce: Tempests and Slaughter
  124. C. L. Polk: Stormsong (Kingston Cycle 2)
  125. C. L. Polk: Soulstar (Kingston Cycle 3)
  126. Cindy Pon: Sacrifice (Serpentine 2)
  127. Sarah Prineas: Dragonfell
  128. Philip Reeve: Larklight
  129. Rebecca Roanhorse: Trail of Lightning (The Sixth World 1)
  130. Rebecca Roanhorse: Race to the Sun
  131. John Scalzi: Fuzzy Nation
  132. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  133. A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
  134. A. G. Slatter: The Briar Book of the Dead
  135. Barbara Sleigh: The Kingdom of Carbonel
  136. Jessica Spotswood/Tess Sharpe: Toll and Trouble – 15 Tales of Women and Witchcraft (Anthologie)
  137. Helenka Stachera: Fin and the Memory Curse
  138. Esme Symes-Smith: Sir Callie and the Champions of Helston
  139. Emily J. Taylor: Hotel Magnifique
  140. Charles den Tex: Die Zelle
  141. Aiden Thomas: Cemetery Boys
  142. Angie Thomas: Nic Blake and the Remarkables – The Manifestor Prophecy
  143. Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
  144. Sarah Tolcser: Song of the Current
  145. Hana Tooke: The Unadoptables
  146. Adrienne Tooley: Sweet & Bitter Magic
  147. Tiffany Trent: Unnaturalist
  148. Mizuki Tsujimura: Lonely Castle in the Mirror
  149. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  150. Linda Urban: Almost There and Almost Not
  151. Anne Ursu: Breadcrumbs
  152. Renee Watson: Piecing Me Together
  153. Jaye Wells: Dirty Magic (Prospero’s War 1)
  154. Martha Wells: All Systems Red (Murderbot Diaries 1)
  155. Martha Wells: The Cloud Roads
  156. Jen Williams: The Ninth Rain (The Winnowing Flame Trilogy 1)
  157. Kate Williams: The Babysitter Coven 2 – For Better or Cursed
  158. Amy Wilson: Angel and Bavar
  159. Katherine Woodfine: The Midnight Peacock (The Sinclair’s Mysteries 4)
  160. Katherine Woodfine: Peril in Paris (Taylor and Rose 1)
  161. Katherine Woodfine: Spies in St. Petersburg (Taylor & Rose 2)
  162. Katherine Woodfine: Villains in Venice (Taylor & Rose 3)
  163. Katherine Woodfine: Nightfall in New York (Taylor & Rose 4)
  164. Xinran: Gerettete Worte
  165. Jy Yang: The Black Tides of Heaven
  166. Kelly Yang: Front Desk
  167. Damaris Young: The Switching Hour
  168. Katie Zhao: The Dragon Warrior
  169. Xiran Jay Zhao: Iron Widow
  170. Xiran Jay Zhao: Zachary Ying and the Dragon Emperor
  171. Amélie Wen Zhao: Song of Silver, Flame Like Night
  172. Ibi Zoboi: Pride

171 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang

Sachbuch-SuB (noch immer unvollständig):

  1. Bernadette Banner: Make, Sew and Mend
  2. Francis Burney: Journals and Letters
  3. Caroline Criado Perez: Invisible Women – Exposing Data Bias in a World Designed for Men
  4. Brunhilde Dähn: Berlin Hausvogteiplatz
  5. Lydia Edwards: How to Read a Suit – A Guide to Changing Men’s Fashion from the 17th to the 20th Century
  6. Ruth Goodman: How to be a Victorian
  7. Molly Guptill Manning: When Books Went to War
  8. Lindsey Fitzharris: The Butchering Art – Joseph Lister’s Quest to Transform the Grisly World of Victorian Medicine
  9. Kameron Hurley: The Geek Feminist Revolution
  10. Jennifer Kloester: Georgette Heyer’s Regency World
  11. Bea Koch: Mad & Bad – Real Heroines of the Regency
  12. Natalie Livingstone: The Mistresses of Cliveden
  13. Philip Mansel: Prince of Europe – The Life of Charles-Joseph de Ligne
  14. Catherine Ostler: The Duchess Countess – The Woman who Scandalised a Nation
  15. Molly Peacock: The Paper Garden – An Artist Begins Her Life’s Work at 72
  16. Tom Reiss: The Orientalist – In Search of a Man Caught Between East and West
  17. Hallie Rubenhold: Lady Worsley’s Whim – An Eigtheenth-Century Tale of Sex, Scandal and Divorce
  18. Lauren Stowell/Abby Cox: The American Duchess Guide to 18th Century Dressmaking
  19. Jo Hedwig Teeuwisse: Fake History – 101 Things That Never Happened

19 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang

Rebecca Burgess: Speak Up! (Comic)

„Speak Up!“ wird aus der Sicht der zwölfjährigen Mia erzählt, die von ihren Klassenkamerad*innen gemobbt wird. Ihre (alleinerziehende) Mutter ist ihr dabei keine Hilfe, denn auf der einen Seite will ihrer Mutter sie vor allem beschützen, und auf der anderen Seite sagt sie Mia immer, dass sie sich nur anders verhalten muss, um nicht mehr gemobbt zu werden. Mia selbst kann nicht verstehen, dass so viele Personen ein Problem mit ihr haben, weil sie autistisch ist. Für sie ist es eben ihre Normalität, dass sie zum Beispiel von zu viel Lärm überwältigt wird und deshalb Kopfhörer trägt, um damit fertigzuwerden, und dass sie bestimmte Verhaltensweisen anwenden muss, um im Alltag zurechtzukommen.

Einzig Charlie hat keinerlei Schwierigkeiten damit, dass Mia autistisch ist. Charlie und Mia sind schon lange Zeit miteinander befreundet und kennen einander sehr gut. Sie unterstützen sich gegenseitig und verbringen den Großteil ihrer Freizeit miteinander. Außerdem haben sie in den letzten Monaten unter dem Pseudonym „Elle-Q“ mit ihren gemeinsamen Youtube-Videos so einige Follower gefunden. Zusammen machen die beiden Musik, wobei Mia verkleidet vor der Kamera steht und singt, während Charlie die Songs komponiert und für das Filmen zuständig ist. Als Charlie aber mit Mia an einem Talentwettbewerb teilnehmen will, kriselt die Freundschaft der beiden, da Mia sich nicht zutraut, auf der Bühne zu stehen, während das für Charlie die Erfüllung eines wirklich großen Traums wäre.

Ich mochte den Comic sehr gern und fand es sehr berührend, von Mias Alltag, ihren Problemen und ihren Träumen zu lesen. Viele Figuren – gerade unter Mias Klassenkameradinnen – waren etwas sehr klischeehaft dargestellt. Aber da es Rebecca Burgess vor allem darum ging, den Alltag einer autistischen Person zu zeigen, fand ich das nicht schlimm. Außerdem vermute ich, dass sich die eigentliche Altersgruppe (Leser*innen zwischen 8 und 12 Jahren) daran deutlich weniger stören wird als ich. Innerhalb der Geschichte lässt Rebecca Burgess von Mia immer wieder bestimmte Aspekte zum Thema Autismus kindgerecht erklären, ohne dass diese Erklärungen von der Handlung ablenken würden. Da diese Dinge zu Mias Leben gehören und sie genau dafür gemobbt wird, ist es umso wichtiger, dass diese kleinen Einschübe in den Comic eingebaut wurden.

Die Handlung selbst fand ich wirklich sehr süß, und ich habe mich über jeden kleinen Fortschritt, den Mia machte, gefreut und gehofft, dass sie irgendwann einen für sie passenden Weg findet, um mit ihren Klassenkamerad*innen umzugehen. Es gibt immer wieder amüsante Szenen, wenn Mia und Charlie zusammen etwas machen, und es war so großartig, in der Geschichte über Szenen mit Charakteren zu stolpern, die sich ernsthaft Mühe geben, auf Mias Bedürfnisse einzugehen und respektvoll mit ihr umzugehen. Der Zeichenstil von Rebecca Burgess ist nett und gefällig, aber auch relativ beliebig. Hier macht es sich bemerkbar, dass der Comic weniger für eine erwachsene Comicleserin wie mich gedacht ist als für jüngere Leser*innen, die auf unterhaltsame Weise mit Informationen rund um Autismus versorgt werden sollen. Was die Zeichnungen nicht schlecht macht – sie haben bei mir nur keinerlei anhaltenden Eindruck hinterlassen. Insgesamt ist „Speak Up!“ ein wirklich süßer und informativer Comic, der mich während des Lesens gut unterhalten hat.

A. G. Slatter: The Path of Thorns

Nachdem mir „All the Murmuring Bones“ schon so gut gefallen hatte, hat sich A. G. Slatter (Angela Slatter) mit „The Path of Thorns“ auf meine Auto-buy-Liste gesetzt. „The Path of Thorns“ wird aus der Sicht von Asher Todd erzählt, die als Gouvernante von der Familie Morwood engagiert wird. Von Anfang an steht fest, dass Asher in dem Herrenhaus der Morwoods ihre eigenen Ziele verfolgt und dass diese Ziele unter anderem mit ihrer verstorbenen Mutter zu tun haben. Doch um ihre Vorhaben umzusetzen, muss Asher erst einmal Beziehungen zu den verschiedenen Familienmitgliedern aufbauen und Informationen zu den Morwoods und früheren Ereignisse rund um die Familie sammeln. Wie schon bei „All the Murmuring Bones“ geht es in diesem Roman weniger darum, voller Spannung der Handlung zu folgen, sondern um all die kleinen (und häufig düsteren) Details, die die Autorin in ihre Geschichte eingebaut hat.

Asher lernt so viel über die Vergangenheit der Morwoods und die Geschichte des von ihnen verwalteten Gebiets, indem sie den Märchen lauscht, die ihr die Kinder der Familie erzählen. Auch mit der Großmutter der Kinder liest Asher immer wieder fantastische Sagen, die viel über die Magie des Landes verraten oder in denen die Gouvernante Informationen zu Personen oder Zaubern findet. Dabei ist der gesamte Roman von einer düster-märchenhaften Atmosphäre durchdrungen, die dafür gesorgt hat, dass ich viele Passagen bewusst langsam genossen habe. Es gibt so viele fürchterliche Aspekte in dieser Geschichte, die von den Figuren als Teil ihres Lebens hingenommen werden. Und die Personen, die versuchen, sich zu wehren oder ihr Leben zum Besseren zu wenden, verlieren dabei in der Regel einen Teil ihrer Menschlichkeit. Auch Asher ist eine ziemlich skrupellose Person, die von ihrer Vergangenheit gezeichnet wurde, ohne dass sie dabei unsympathisch wäre.

Ich finde es wirklich faszinierend, dass ich beim Lesen so oft den Kopf geschüttelt und mir gedacht habe, dass Asher etwas auf gar keinen Fall machen sollte, ohne dass ich dabei die Geduld mit ihr (oder der Geschichte) verloren habe. Angela Slatter hat es geschafft, dass ich selbst die Handlungen von Asher, die ich von Anfang an verurteilte, im Rahmen ihres Charakters verstehen konnte. Ich hatte das Gefühl, dass Asher aufgrund ihrer Vergangenheit nicht anders handeln konnte, und das finde ich wirklich beeindruckend von der Autorin. Angesichts all der vielen Elemente, die mich wirklich begeistern konnten, konnte ich auch gut damit leben, dass die eine oder andere „überraschende“ Entdeckung etwas vorhersehbar war. Ich habe die Atmosphäre zu sehr genossen, um mich davon enttäuschen zu lassen – vor allem, da die Art und Weise, in der diese Dinge enthüllt wurden, dann wieder mit stimmigen Szenen für die beteiligten Figuren einherging. Für mich bieten die Romane von Angela Slatter eine perfekte Mischung aus menschlichen Abgründen, toxischen Familien, düsteren Märchen und (keltischer) Folklore, faszinierenden Charakteren und liebevollen kleinen (Alltags-)Details. Nur gut, dass ich neben dem Roman „The Briar Book of the Dead“ auch noch ein paar Kurzgeschichten-Sammlungen von der Autorin zu entdecken habe.

Rosalie Oaks: Lady Avely’s Guide to Truth and Magic (Matronly Misadventures 1)

Den ersten Band der „Matrony Misadventures“ hatte ich vorbestellt, weil ich die Inhaltsangabe so nett fand und so gern historical fantasy mit schon etwas älteren Protagonistinnen lese. Dabei habe ich von Rosalie Oaks noch „The Lady Jewel Diviner“ ungelesen auf dem eReader (und erst nach dem Lesen von „Lady Avely’s Guide to Truth and Magic“ habe ich festgestellt, dass das der erste Band der Vorgängerreihe war, die sich um Lady Avelys Tochter drehte). In Rosalie Oaks‘ Roman wird die Handlung von Lady Judith Avely erzählt. Judith ist seit neun Jahren Witwe und hat gerade erst eine Londoner Saison hinter sich gebracht, die dazu führte, dass ihre Tochter sich verlobt hat. Nachdem ihre beiden Kinder erwachsen genug sind, um sie nicht mehr zu brauchen, und sie – aufgrund einer nachträglichen Ehrung ihres verstorbenen Ehemanns Nicholas – Besitzerin eines vernachslässigten Schlosses in Cornwall geworden ist, beschließt Judith, von London nach Cornwall zu reisen. Auf dem Weg macht sie einen Abstecher in ihren Geburtsort, um sich um eine Angelegenheit zu kümmern, die sie seit Längerem vor sich hergeschoben hat.

Genau genommen will sie Robert, der der illegitime Sohn ihres verstorbenen Mannes ist, einen Platz in ihrer Familie anbieten. Von Roberts Existenz hat Judith erst vor einigen Monaten erfahren, und sie brauchte etwas Zeit, um mit diesem Wissen umzugehen. Zusätzlich erschwert wird ihr Vorhaben dadurch, dass Robert als Diener auf dem Anwesen des Duke of Sargen arbeitet und Judith und der Duke eine gemeinsame Vergangenheit haben, die ihr einen höflichen Umgang mit ihm erschwert. Doch als Judith vor Ort eintrifft, muss sie feststellen, dass es einen Mord im Herrenhaus gegeben hat, bei dem ein Diener von einem Buch erschlagen wurde. Es gehen Gerüchte um, dass eine geisterhafte Erscheinung für den Tod verantwortlich sein soll – und der Duke benötigt Judiths magische Fähigkeit zu hören, wenn eine Person lügt, um herauszufinden, wer für die Tat verantwortlich ist.

Jedes Kapitel in „Lady Avely’s Guide to Truth and Magic“ wird eingeleitet mit einer Lektion rund um Judiths besondere Fähigkeit, außerdem gibt es immer wieder Passagen, die erzählen, wie sich Judith und der Duke kennengelernt haben und welche Verbindung es sowohl zwischen den beiden als auch zwischen dem Duke und Judiths verstorbenen Ehemann Nicholas gab. Mir persönlich hätten diese Elemente vollkommen gereicht, um das Verhältnis zwischen den beiden Figuren zu erklären. Aber Rosalie Oaks wendet zusätzlich noch einige Zeit dafür auf, um Judith darüber nachsinnen zu lassen, wie sehr der Duke sie vor alle den Jahren gekränkt hat und wie wenig vertrauenswürdig ein Mann seines Rufes sei – und das war mir dann doch etwas zu viel. Wenn es nicht immer und immer wieder diese Gedankenspiralen von Judith gegeben hätte (die angeblich so eine gute Beobachterin ist, aber trotzdem nicht über das hinwegkommt, was der Duke ihr vor über zwanzig Jahres gesagt hat, statt aus ihren eigenen Beobachtungen Schlüsse zu ziehen), hätte ich den Roman so amüsant gefunden, dass ich den zweiten Band gleich vorbestellt hätte.

Denn es gibt wirklich viele nette Elemente in „Lady Avely’s Guide to Truth and Magic“. Da wäre einmal die Magie, über die einige Familien verfügen und die sich in sehr spezialisierten Begabungen wie Illusion, Stärke oder eben die Fähigkeit zu hören, ob jemand lügt, zeigen. Das fand ich überraschend interessant gemacht, vor allem, da der Einsatz dieser Magie ziemlich anstrengend für die Personen ist und einen ähnlich ermüdenden und enthemmenden Effekt wie Alkohol haben kann. Dann gab es da noch die vampiric, die diesen Effekt mildern und die magiewirkenden Personen unterstützen können – und sowohl der Duke als auch Judith haben da zwei sehr individuelle Unterstützer an ihrer Seite, die ich unterhaltsam fand. Auch die Suche nach dem Mörder und den Hintergründen der Tat habe ich gern verfolgt, und ich fand es spannend, mehr über die Geheimnisse all der Anwesenden im Herrenhaus zu erfahren.

Mein Hauptkritikpunkt an „Lady Avely’s Guide to Truth and Magic“ ist also dieses endlose Festhalten von Judith an früheren Erlebnissen, während ich alles andere wirklich unterhaltsam fand und mich immer wieder über kleine Szenen zwischen den verschiedenen Charakteren amüsieren konnte. Aber da es am Ende des Romans eine Aussprache zwischen ihr und dem Duke gibt, hoffe ich darauf, dass das in weiteren Bänden kein Problem sein sollte. Trotzdem werde ich wohl erst einmal „The Lady Jewel Diviner“ lesen, um zu schauen, ob ich auch da über etwas stolpere, was mich stört. Außerdem kann es nicht schaden, die Vorgeschichte zu kennen, wenn ich mich doch noch dazu durchringen sollte, den nächsten Band der „Matronly Misadventures“ vorzubestellen, bevor er im Dezember erscheint.

Lese-Sonntag im März 2024

Wenn die Wettervorhersage recht hat, dann wird das heute bei uns ein sehr grauer Tag – also theoretisch perfekt, um sich mit einem Buch einzurollen und zu lesen. Wobei ich zugeben muss, dass ich das in der letzten Wochen schon ziemlich intensiv getan habe. Genau genommen habe ich am Samstag vor einer Woche eine (für mich) neue Urban-Fantasy-Reihe („The City Between“-Reihe von W.R. Gingell) begonnen und lese mich seitdem systematisch durch die Bücher. Momentan bin ich bei Band sieben und parallel lese ich den elften Teil, der genaugenommen eine Sammlung von Kurzgeschichten ist, die ich an der passenden Stelle zwischen den Romanen einschiebe. Die Handlung ist eigentlich nichts besonderes, aber ich mag die Figuren und die Geschichte spielt in Tasmanien, was ich auch mal eine nette Abwechslung finde. Wobei ich so langsam das Gefühl habe, dass ich doch mal wieder etwas anderes lesen könnte … Mal schauen, für welches Buch ich mich also später entscheide. Erst einmal muss ich wach genug werden, um unter die Dusche zu hüpfen, und dann sehe ich weiter.

Update 11:00 Uhr

Den Vormittag habe ich recht entspannt verbracht. Ich habe geduscht, mich online rumgetrieben und etwas „Animal Crossing“ gespielt. Vor allem aber habe ich mich mit meinem Mann unterhalten, mit dem ich in der vergangenen Woche wegen Überstunden und Extraterminen nur wenig Zeit verbringen konnte. Außerdem habe ich „Between Decisions“ angefangen, den achten Band der „The City Between“-Reihe … Die Bücher sind wirklich schnell lesbar (und mit 200 bis 280 Seiten ziemlich kurz) und die Autorin schafft es mich mit den kleinen Enthüllungen am Ende eines Bandes so sehr bei der Stange zu halten, dass ich gleich zum nächsten greife. Oh, und ich finde die Idee hinter der Serie nett, weil die Protagonistin von einem Vampir und zwei Fae als „Pet“ gehalten wird – was ihr Schutz garantiert, während sie als eine Art Haushälterin für die drei fungiert. Nur hält das Ganze diese Protagonistin nicht davon ab immer wieder auf eigene Faust Dinge zu tun. Ein bisschen wie all die Teenager-Nebenfiguren, die sonst in Urban-Fantasy-Romanen auftauchen, um die weiche Seite der hartgesottenen Protagonist*innen zu zeigen, beschützt zu werden und neue Informationen zu bringen. Nur dass diese Figur halt dieses Mal die Protagonistin ist … Jetzt gibt es für mich aber erst einmal Frühstück und dann schaue ich, womit ich weitermache.

Ein weißer Teller mit einer gebutterten Scheibe Brot, einer sehr großen Möhre und einer in Stücke geschnittenen Kohlrabi. Daneben steht eine große Tasse mit Tee mit einem Schuss Milch.

Update 15:00 Uhr

Die Taschenbuchausgabe von Bunt! Auf dem Cover ist eine junge Schwarze Frau mit grünen Haaren und Taschen voller Zeichenuntensilien zu sehen, die in einer Hand einen Softball-Schläger hält, der auf ihrer Schulter liegt.

Seit dem letzten Update habe ich gefrühstückt (und parallel dazu Kommentare geschrieben) und dann habe ich zu „Bunt! – Striking Out on Financial Aid“ gegriffen. Der Comic ist im Februar als Taschenbuch erschienen und nach etwas hin und her ist er in der vergangenen Woche bei mir eingetroffen. (Momentan ist für mich die zuverlässigste Weise englischsprachige Bücher zu bestellen, wenn ich direkt über Blackwell’s in UK ordere. Das dauert zwar eine Weile, aber mir werden nicht ständig Vorbestellungen storniert, weil „nicht verfügbar“.) „Bunt!“ ist von Ngozi Ukazu („Check Please“) geschrieben und von Mad Rupert gezeichnet worden. Von Mad Rupert hatte ich noch nichts gesehen und ihr Stil ist mir stellenweise ein bisschen zu unrund, aber bislang amüsiere ich sehr über die Geschichte, die sich um eine Kunststudentin dreht, deren Stipendium weggefallen ist und die deshalb einigen Einfallsreichtum entwickelt, um an ein anderes Stipendium zu gelangen.

Die Taschenbuchausgabe von "A Spy in the House". Das in Rottönen gehaltene Cover zeigt vor allem den Titel in weißen, leicht geschnörkelten Buchstaben. Im Hintergrund ist ein britisch anmutendes Herrenhaus zu erahnen.

Und da fünf Stunden Schlaf heute Nacht wohl nicht genug waren, gab es nach ein paar Kapiteln in „Bunt!“ erst einmal eine Runde Mittagsschlaf. Danach habe ich zu „A Spy in the House“ von Y.S. Lee gegriffen und ein bisschen darin gelesen. Den Roman hatte ich 2020 schon mal gelesen und da er mir gefallen hatte, hatte ich die drei Fortsetzungen der Reihe auf meinen Wunschzettel gesetzt – und die Bücher dann nie gelesen, weil ich auf die richtige Stimmung für historische Kriminalromane wartete. Was bedeutet, dass ich in den letzten Monaten natürlich das Gefühl hatte, ich könnte die drei Titel nicht vom SuB ziehen, ohne vorher meine Erinnerungen an den ersten Band aufzufrischen. Mal schauen, ob ich das gesamte Buch lese, bevor ich zur Fortsetzung greife, im Moment gehe ich davon aus, weil sich die Geschichte wirklich nett liest. *g*

Update 19:00 Uhr

Eine weiße Untertasse mit einem Riegel Schokolade und zwei Schokokeksen, daneben eine große Tasse mit Milchschaumhaube und die restliche Schokoladentafel, deren Verpackung zeigt, dass es eine vegane Nougat-Schokolade ist.

Ich habe das Gefühl, ich war seit dem letzten Update vor allem mit Essen beschäftigt. 😉 Genau genommen habe ich mir am Nachmittag einen Milchkaffee gemacht und dazu eine Schokolade probiert, die es diese Woche bei unserem Gemüsekisten-Anbieter im Angebot gab. Sehr lecker, obwohl ich Nougat normalerweise nicht mag, und mein Mann, der Nougat besonders gern mag, fand sie auch sehr gut. Daneben habe ich ein weiter in „Between Decisions“ gelesen, weil der eReader einfach praktischer ist, wenn ich mit beiden Händen eine Tasse halte (und weil ich wissen wollte, wie es mit einer bestimmten Szene weitergeht *g*). Ansonsten habe ich ein paar Sachen online recherchiert und Seife für die nächsten Monate und einen neuen Pyjama bestellt.

Ein geöffneter Pizzakarton mit einer in Stück geschnittenen Pizza, die mit Ananasstückchen und Zwiebeln belegt ist.

So ist der Nachmittag überraschend schnell rumgegangen und es wurde Zeit die Pizzeria für unser Abendessen anzurufen. Zum Essen haben wir dann die aktuelle Folge von „Delicious in Dungeon“ geschaut. Ich liebe diesen Anime rund um eine Handvoll Abenteurer, die versuchen ein ehemaliges Teammitglied zu retten und dabei versuchen sich (nicht nur) aus finanziellen Gründen vor allem von Dingen zu ernähren, die sie im Dungeon finden! Da wir so viel Freude damit haben, heben wir uns die wöchentliche Folge immer für den Sonntagabend auf. 🙂 Ich weiß noch nicht so recht, womit ich den restlichen Abend verbringe – vielleicht greife ich zur Switch, ich habe in der vergangenen Woche ziemlich wenig gespielt … Aber vorher drehe ich erst einmal eine Blog- und Kommentarrunde!

Update 22:30 Uhr (letztes Update)

Den Abend habe ich damit verbracht ein paar Sachen für morgen vorzubereiten, „Bunt!“ zu beenden (und dabei regelmäßig zu kichern) und noch ein bisschen „Silent Hope“ zu spielen. Letzteres war nicht sehr erfolgreich, weil ich definitiv schon zu müde war für ein Spiel, bei dem ich etwas aufpassen muss, damit mich die verschiedenen Gegner nicht erwischen. *g*

Jetzt drehe ich noch eine letzte Blogrunde und dann falle ich ins Bett! Es war wieder sehr nett mit euch den Tag zu verbringen und ich habe mich gefreut, dass heute so viele dabei waren! Ich hoffe, ihr habt morgen einen guten Start in die Woche – und vielleicht lesen wir uns ja in einem Monat wieder hier! 🙂

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Heutige Mitleserinnen: