Irgendwie bringt es nichts, wenn man diverse Blogbeiträge vorbereitet hat, wenn man diese nicht auch irgendwann freischaltet. Um wieder etwas in Schwung zu kommen, gibt es den obligatorischen Jammer- „Dies und Das“-Beitrag. Blöderweise gibt es gerade neben Arbeit, Haushalt und Katzen nur zwei Dinge, über die ich zur Zeit reden kann:
Für dieses Jahr habe ich mir zwei Projekte vorgenommen. Einmal will ich den Garten fast vollständig roden und die neue Bepflanzung planen (und spätestens im Herbst angehen) und dann steht die Flurrenovierung an. Ich habe immer noch keine Ahnung, wie ich mit vier Katzen in der Wohnung die Türrahmen lackieren soll, ohne dass Katzen festkleben oder die Rahmen bis auf Hüfthöhe mit Haaren verziert werden, aber irgendwann muss ich das ja in Angriff nehmen.
Blöderweise splittet sich die Tapete auf, wenn man sie von der Wand entfernen will, was bedeutet, dass ich stellenweise erst die obere Schichte abziehe, dann die Holzsplitter der Rauhfasertapete entferne, um zuletzte winzige Papierfitzelchen abzukratzen. Aber ich habe ja Zeit, höre dabei ein Hörbuch und kann mir währenddessen Gedanken darüber machen, was ich mit all den entdeckten Macken, die bislang unter der Tapete versteckt waren, mache. Faszinierend finde ich die großen Löcher in der Wand oder die hügelartig zugespachtelten Dübel, die von den Vormietern nicht aus der Wand geholt wurden. Aber auch die Fugen zwischen Türrahmen und Wand sind nicht uninteressant … Lustig wird es auch noch, wenn ich die Tapete endlich vollständig abgekratzt habe (was noch einige Regentage dauern wird, weil ich mir damit keinen Stress mache) und das Abreißen der Holzdecke vor mir liegt. Aber ich habe noch ein paar Monate Zeit, ich will erst mit dem Verputzen und Lackieren anfangen, wenn die sommerlichen Temperaturen für eine kurze Trockenzeit sorgen können.
Was den Garten angeht, so habe ich inzwischen einige nachbarliche Hilfsangebote bekommen. Komischerweise alle für „demnächst“ oder „nicht heute“ … Im Moment stehe ich immer zwei Stunden lang da und bearbeite mit Rosen- und Astschere, sowie einem Fuchsschwanz die Thuja (es geht doch nichts über geeignetes Werkzeug 😉 ). Nach zwei Vormittagen habe ich dann genügend tragbare Stücken beieinander, um meinen Kofferraum vollzuladen und den „Strauchschnitt“ zum Recyclinghof zu fahren. Noch zwei solcher Vormittage und ich müsste endlich das hintere Drittel meines Gartens – zumindest oberirdisch – freigelegt haben. Abgesehen von den Stammresten der Thuja … sehr dicke Stämme … direkt am Zaun … irgendwie bezweifel ich, dass ich die mit dem Fuchsschwanz problemlos bewältigt bekomme, aber ich werde es natürlich trotzdem demnächst versuchen.
Da es in den letzten zwei Tagen endlich ein bisschen geregnet hat (und hoffentlich in den nächsten Tagen noch etwas regnen wird), kann ich dann vielleicht ans Ausgraben der Wurzeln gehen. Bislang bin ich nämlich weder mit dem Spaten, noch mit der Spitzhacke in den Boden gekommen. Irgendeine Lösung muss ich da aber in den nächsten Wochen noch finden …
Ach ja, natürlich würde ich schneller vorankommen, wenn ich mehr als zwei Stunden pro Tag arbeiten würde. Aber dank meiner (relativ neu entdeckten) Pollenallergie huste ich nach einiger Zeit im Garten, als ob ich meine Lungen loswerden wollte. Ich bin mir sicher, dass ich dabei von der Geräuschentwicklung mit jedem Langzeitraucher mithalten kann. Zwei Stunden hingegen halte ich ganz gut durch (vor allem, wenn ich danach sofort unter die Dusche hüpfe) und bin den Rest des Tages trotzdem noch einsatzfähig.
Trotzdem waren die letzten Wochen ganz schön anstrengend, da die Gartenarbeit und das Tapetenkratzen zusätzlich zu meinen anderen täglichen Verpflichtungen geschafft werden wollten. Dazu kommt noch, dass sich die Katzen etwas vernachlässigt fühlen, weil ich mich mehrmals die Woche vormittags verkrümel und sie ganz allein lasse. Bei Logan führt das dazu, dass er sich mitten in der Nacht in den Kopf setzt, dass er jetzt sofort dringend Aufmerksamkeit benötigt. Diese verschafft er sich, in dem er auf uns rumhüpft bis wir wach genug sind, um ihn aus dem Bett zu werfen. Während Shandy auf anderem – nicht weniger anstrengendem – Weg zeigt, dass Frühling ist, er sich vernachlässigt fühlt und die Nachbarkater viel zu häufig vor unseren Fenstern rumlungern …
Nachdem ich in der Nacht von Sonntag auf Montag (also heute) insgesamt elf ungestörte Stunden am Stück geschlafen habe, um dann einen Großteil des heutigen regnerischen Tages mit Hörbuch hören („Tote Beete“ ist endlich beendet!), Katzen schmusen und DS spielen zu verbringen, fühle ich mich besser als seit Wochen. Ich hoffe, dass das erst einmal so bleibt, vor allem da sich schon wieder ein paar anstrengendere Arbeitstage ankündigen.
Und jetzt überfliege ich noch ein paar der -theoretisch fertigen – Blogbeiträge und plane die Freischaltung für die nächsten Tage! 😉









