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Jim Butcher: Proven Guilty (Harry Dresden 8)

Lange ist es her, dass ich den letzten Harry-Dresden-Roman gelesen habe, aber in den letzten Tagen war es endlich wieder soweit. Am Anfang von „Proven Guilty“ musste ich mich erst einmal wieder in Harry Dresdens Welt zurechtfinden und mich erinnern, auf welche der vorhergehenden Ereignisse angespielt wird, aber das klappte – trotz der 2,5 Jahre, die seit dem Lesen von „Dead Beat“ vergangen sind – überraschend gut. Seit den Ereignissen während des Halloweenfests im Vorjahr scheint nicht so viel passiert zu sein. Harry geht seinen Aufgaben als Wächter des Weißen Zirkels nach – und ist oft genug mit der offiziellen Politik der Magier nicht einverstanden – und arbeitet ansonsten an einem privatem Projekt, das ihm in Zukunft vieles einfacher machen sollte.

Aber es fällt auf, dass Harry erstaunlich viele Kommunikationsprobleme mit seinen Freunden hat. Während sein Verhältnis zu Karrin Murphy ungetrübt ist, hat er seit inzwischen zwei Jahren nicht mehr mit Michael Carpenter, dem „Ritter des Kreuzes“ (ich habe immer noch nicht herausgefunden, wie er im Deutschen bezeichnet wird) gesprochen, obwohl dieser ihm immer ein guter Freund war. Aber auch sein Verhältnis zu seinem Bruder Thomas und seinem ehemaligen Mentor Ebenezar war in den letzten Monaten nicht sehr eng und man spürt deutlich, dass Harry es vermisst offen mit diesen Männern reden zu können.

Als dann Molly Carpenter, Michaels älteste Tochter, bei Harry anruft und ihn wegen eines Freundes um Hilfe bittet, ist dieser erst einmal vor allem irritiert. Doch schnell stellt sich heraus, dass es in Mollys Umfeld dringende Arbeit für Chicagos magischen Privatdetektiv und Mitglied des Weißen Zirkels gibt. Bei einem Horrorfilm-Festival, bei dem Molly arbeitet, kommt es zu unheimlichen Vorfällen, bei denen übernatürliche Wesen Menschen verletzten und töten. Aber nicht nur diese Vorkommnisse beschäftigen Harry, sondern auch die Auswirkungen des Krieges zwischen den Magiern und den Vampiren des roten Hofes, das unerklärliche Stillschweigen des Sommerhofes der Sidhe und die Frage, wie er sich von dem Einfluss des gefallenen Engels befreien kann.

In „Proven Guilty“ nimmt Jim Butcher so einige Handlungsstränge aus den vorhergehenden Romanen auf , ohne sie wirklich weiterzuführen. Vor allem dreht sich die Geschichte um Harrys Verhältnis zur Familie Carpenter und um Molly und die Ereignisse, die mit der jungen Frau zusammenhängen. Mir kam es so vor, als ob dieser Roman – trotz aller Actionszenen, Kämpfe und neuen Informationen zu verschiedenen Bereichen – das Innehalten vor der großen Schlacht sei. Wobei ich nicht abschätzen kann, ob sich diese „Schlacht“ nicht wieder über mehrere Bände hinziehen wird. Auf jeden Fall spitzen sich die Ereignisse so langsam zu und es wird meiner Meinung nach Zeit, dass einige Handlungsstränge zu einem (vorläufigen?) Ende kommen.

Mir hat „Proven Guilty“ wieder viel Spaß gemacht – und mich prompt eine schlaflose Nacht gekostet. Diese verflixten Cliffhanger am Ende eines Kapitels lassen mich doch jedes Mal „nur noch ein weiteres Kapitel“ lesen, bevor ich dann endlich ins Bett gehen will und irgendwann stehe ich vor der Frage, ob ich jetzt doch noch vier Stunden Schlaf bekomme oder das Buch eben beende. Ich finde es schön, dass Harry langsam bewusst wird, dass eine Familie mehr sein kann als die Personen, mit denen man verwandt ist. Auf der anderen Seite finde ich die Entwicklungen im Weißen Zirkel besorgniserregend und dank eines blöden Spoilers warte ich da noch auf eine Eskalation (die es in diesem Band allerdings noch nicht gab).

Agatha Christie: 16 Uhr 50 ab Paddington (Hörbuch)

Auch wenn ihr es vermutlich nicht mehr sehen könnt: Ich habe mal wieder ein Hörbuch mit einer Agatha-Christie-Geschichte gehört und ja, ich schreibe eine Rezension dazu. 😀 „16 Uhr 50 ab Paddington“ gehört meinem Gefühl nach zu den bekanntesten Miss-Marple-Geschichten – vor allem aufgrund der Verfilmung mit Margaret Rutherford, die nicht so ganz werkgetreu erfolgte. Die Handlung beginnt in dieser Geschichte mit Mrs. McGillicuddy, einer älteren Dame, die in London ihre Weihnachtseinkäufe erledigt, um dann eine Freundin auf dem Land zu besuchen. Während der Zugfahrt beobachtet sie, während ihr Zug und eine zweite Eisenbahn ein Stückchen parallel fahren, einen Mord an einer jungen Dame. Da sie den Täter nur von hinten sieht, kann sie ihn nicht besonders gut beschreiben. Allerdings hat sie den Eindruck, dass es sich bei ihm um einen großen Mann um die 40 Jahre handeln müsste.

Als sie ihre Beobachtung dem Zugpersonal meldet, glaubt ihr der Schaffner ebensowenig wie der Bahnhofsvorsteher der nächsten Haltestelle. Einzig Miss Marple, zu der Mrs. McGillicuddy unterwegs war, ist davon überzeugt, dass ihre Freundin sich nichts eingebildet hat (und sei es nur, weil Elspeth McGillicuddy die Fantasie dafür fehlen würde). Und obwohl sie ihren Einfluss bei der örtlichen Polizei gelten macht, muss auch sie zugeben, dass die Ordnungshüter in einem Mord nur dann ermitteln können, wenn sie zumindest eine Leiche vorzuweisen haben. So rekonstruiert sie gemeinsam mit Mrs. McGillicuddy soweit wie möglich die Ereignisse, grenzt das Tatgebiet ein und engagiert Lucy Eyelesbarrow, um in dem fraglichen Gebiet nach einer Frauenleiche zu suchen.

Lucy Eyelesbarrow ist eine gehobene Haushälterin, die vor einiger Zeit von Miss Marples Neffen beauftragt worden war, die alte Dame zu pflegen, während sie sich von einer Krankheit erholt. Beide Frauen haben eine hohe Meinung voneinander und so verschiebt die 32jährige Lucy ihren geplanten Urlaub und sucht sich eine Stelle in dem Anwesen Rutherford Hall. Schnell steht fest, dass das Verbrechen mit dem Herrenhaus und seinen Bewohnern zu tun hat, zu denen der alte Luther Crackenthorpe, seine Tochter Emma und die – nicht mehr daheim lebenden – Söhne Harold, Cedric und Alfred gehören. Außerdem sieht man sehr oft den ehemaligen Piloten Bryan Eastley, der mit Emmas verstorbener Schwester verheiratet war, seinen Sohn Alexander und den hiesigen Arzt Dr. Quimper auf dem Anwesen.

Ich mag die Geschichte sehr gern, bietet sie Agatha Christie doch die Gelegenheit sehr viele verschiedene Charaktertypen und ihre Stellung innerhalb einer nicht ganz einfach Familienkonstellation zu präsentieren. Auch Lucy ist mir schon beim ersten Lesen des Romans ans Herz gewachsen und das hat sich in all der Zeit nicht geändert. Die Frau ist patent, energisch und weiß, was sie will. So hat sie nach einem erfolgreich abgeschlossenem Mathematikstudium die Tätigkeit der Haushälterin aufgenommen, weil sie so nicht nur mehr Geld verdienen kann als mit ihrem studierten Beruf, sondern auch tagtäglich mit den unterschiedlichsten Menschen zu tun hat. Ich glaube, „16 Uhr 50 ab Paddington“ zeigt einfach besonders schön, wie es der Autorin gelingt mit nur wenigen Worten einen Menschen lebendig werden zu lassen. Mrs. McGillicuddy zum Beispiel spielt eigentlich nur eine kleine Rolle zu Beginn (und eine noch kürzere zum Ende) der Geschichte und doch hat man nach diesen wenigen Momenten schon das Gefühl, man könne sie genau einschätzen, wüsste genau wie ihr Leben bisher verlaufen ist und in Zukunft verlaufen wird. Dass der Krimianteil gut konstruiert ist, muss ich vermutlich gar nicht mehr erwähnen, aber ich finde, dass einen die Autorin schön auf falsche Fährten schickt und doch dafür sorgt, dass die Auflösung des Falls stimmig und gut fundiert ist.

Katharina Thalbach als Sprecherin dieses Hörbuchs … nun, ich hätte sie nicht gewählt, muss aber zugeben, dass sie ihre Sachen deutlich besser gemacht hat als in „Ruhe unsanft“. Zu Mrs. McGillicuddy passte ihre Geschichte sehr gut und sogar Alexanders Freund James fand ich mit ihrer Stimme überraschend überzeugend. Trotzdem finde ich ihre Stimme und ihre Art ein Hörbuch zu lesen nicht gerade für diese Geschichte geeignet. Lucy und die verschiedenen Männer klangen bei ihr nur selten überzeugend, ihre Aussprache der englischen Namen war zwar auch besser als in dem anderen Hörbuch, aber nicht immer ausreichend. So wunderte ich mich, dass der Hausherr keinen „Benny“ für den Erhalt des Anwesens investierte (und ja, ich stand auf dem Schlauch, denn es hat wirklich gedauert bis ich darauf kam, dass Penny gemeint war) und die verstorbene Edith wurde anfangs auch gern mal „Ääädith“ ausgesprochen. Auch gab es diverse Stellen, an denen der Text Reaktionen vorgibt wie „sagte sie energisch“ – während Katharina Thalbach die Figur in dem Moment eher panisch klingen ließ.

A.C.H. Smith und Jim Henson: Labyrinth – The Novelization

Eigentlich habe ich ja schon während der „7 Days – 7 Books“ eine Menge zu „Labyrinth“ von A.C.H. Smith und Jim Henson geschrieben, aber ich wollte trotzdem noch alle Aussagen zu dem Buch in einer Rezension zusammenfassen. Als Teenager habe ich den Film „Labyrinth“ (oder auf deutsch „Die Reise ins Labyrinth“) wirklich geliebt (und ich gestehe, dass David Bowie als Koboldkönig Jareth auch ein bisschen damit zu tun hatte 😉 ). Bis heute kann ich einen Großteil der Dialoge mitsprechen und finde die Vielfalt der Puppen einfach großartig.

Die Romanversion von „Labyrinth“ ist erst in diesem Jahr erschienen und wurde – anhand Jim Hensons Drehbuchs – von A.C.H. Smith geschrieben. Ergänzt wird das Buch durch Zeichnungen von Brian Froud, der für das Figurendesign im Film verantwortlich war, und Notizen von Jim Henson, die er während des Entwurfs des Drehbuchs festgehalten hat. Die Geschichte ist an sich recht einfach gehalten. Die Hauptfigur ist die (15jährige) Sarah, die von einem Leben als Schauspielerin träumt (dieses Detail ist im Buch deutlich mehr ausgearbeitet als im Film) und es als ungerecht empfindet, dass sie an den Wochenenden immer wieder auf ihren kleinen (Halb-)Bruder Toby aufpassen muss.

So bleibt sie auch an dem Abend, an dem die Handlung von „Labyrinth“ spielt, als Babysitterin daheim, während ihr Vater und ihre Stiefmutter für ein paar Stunden ausgehen. Dieses schreckliche Schicksal (boah, Teenager! 😉 ) findet sie so ungerecht, dass sie den Koboldkönig anfleht, er möge Toby entführen und sie so von ihren Babysitteraufgaben befreien. Natürlich rechnet sie nicht damit, dass ein solches Wesen wirklich existiert, und ebensowenig, dass er Toby mitnehmen und nach Ablauf einer Frist in einen seiner Kobolde verwandeln könnte. Jareth, der Koboldkönig, informiert Sarah aber darüber, dass sie Toby zurückholen kann, wenn sie es innerhalb von 13 Stunden durch das Labyrinth bis zu seinem Schloss am Rande der Koboldstadt schafft.

Sarah geht mir heute genauso auf die Nerven wie damals – egal, ob im Film oder im Buch. Ihre Welt dreht sich um ihre Bedürfnisse und wenn ihr etwas nicht gefällt, dann ist es „unfair“. Aber im Laufe der Geschichte lernt sie zum Glück dazu, gewinnt Freunde und lässt ihr Ziel (Toby zu befreien) nicht aus den Augen, obwohl ihr so einige Hindernisse in den Weg gelegt werden. Ich muss zugeben, dass ich nicht beurteilen kann, ob die Handlung auch so gut funktioniert, wenn man den Film nicht kennt und mag. So hatte ich beim Lesen lauter Bilder vor meinem inneren Auge, sah die Helfenden Hände, die Sarah vor einem Absturz bewahren, hatte das kleine Aufseufzen im Ohr, mit dem die Feen zu Boden sanken, wenn sie von Hoggle „vernichtet“ wurden, oder erinnerte mich an das dezente Schütteln der Bettelbüchse des weisen Mannes, während sein Hut über seine Existenz philosophiert.

Egal, ob Buch oder Film, ich liebe all die kleinen und großen Einfälle, die fantastischen Elemente, das Spiel mit Rätseln und Perspektiven (okay, das ist im Buch weniger beeindruckend als im Film :D), die Kobolde und die Monster sind bizzar, niedlich und häufig ganz entzückend hässlich, der Koboldkönig ist nicht ganz so böse, wie er Sarah erscheint und am Ende möchte man die fantastische Welt des Labyrinths gar nicht mehr verlassen. Was mir an dem Buch im Vergleich zum Film nicht ganz so gut gefallen hat, war die Tatsache, dass der Autor viele Erklärungen geliefert hat, die es im Film nicht gab. Ich mache mir bei vielen Dingen gern selber meine Gedanken und möchte nicht alle Details präsentiert bekommen oder habe das Gefühl, dass manche Hintergrundinformationen einfach unnötig waren. Die Szenen rund um Sarahs Mutter zum Beispiel gibt es im Film nicht und das ist meiner Meinung nach auch richtig so, denn wie im Märchen reicht die Grundaussage, dass Sarah einen Vater, eine Stiefmutter und einen kleinen Bruder hat – mehr Details machen die Figuren nicht unbedingt überzeugender oder sympathischer.

Dafür fand ich die Notizen von Jim Henson spannend, die meinem Gefühl nach häufig eine etwas düstere Grundidee zeigten, als sie letztendlich im Film zu sehen ist. Auch die Zeichnungen von Brian Froud empfand ich als Bereicherung. Wenn man den Film nicht kennt, sollte man sich die auf jeden Fall schon während des Lesens anschauen, denn so kann man sich die eine oder andere Gestalt bestimmt besser vorstellen. Insgesamt bin ich mit der schönen Buchausgabe wirklich zufrieden und fand es wunderschön auf diese Weise die bezaubernde Geschichte rund um das Labyrinth wiederentdecken zu können.

(Und in einige Wochen erkunde ich dann die Roman-Version von „Der dunkle Kristall“! *hach*)

[Stöckchen] 5 Buchvorsätze

Dieses Stöckchen wurde mir von Julia (LIVE.LOVE.READ) zugeworfen, nachdem sie es selber von Ninia bekommen hatte. Da ich die Idee sehr nett finde, habe ich es ausnahmsweise einmal aufgefangen. 😉

„Zähle 5 Bücher auf, die ganz oben auf deiner Wunschliste stehen, die aber KEINE Fortsetzungen von Büchern sind, die du schon gelesen hast – sie sollen also völlig neu für dich sein. Danach tagge 8 weitere Blogger und informiere diese darüber.“

Beim Anschauen meines Wunschzettels ist mir 1. aufgefallen, dass ich wirklich viele Reihenfortsetzungen darauf stehen habe, was auch daran liegt, dass ich gerade versuche mehr Reihen zu beenden und weniger neu anzufangen, und 2. liegt mein Wunschzettelschwerpunkt definitiv bei englischen Fantasyromanen. Auch das ist kein Wunder, denn das sind die Titel, die ich auf anderem Weg (z.B. über die Bibliothek, die dafür aber ein großes Angebot an englischen Kriminalromanen hat) kaum beziehen kann. Letztendlich kamen diese fünf Bücher bei mir heraus:

1. Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand-Dollar Tan Line


Ich liebe die Serie „Veronica Mars“, ich mochte den Kinofilm sehr gern und ich schleiche schon eine Weile um die Bücher herum. Nachdem Ellie Loredan den Roman dann während der „7 Days – 7 Books“ gelesen hat und meinte, dass der Roman die Stimmung der Serie perfekt aufnehmen würde, landete er dann doch endlich auf dem Wunschzettel.

2. Nnedi Okorafor: Akata Witch


Der jüngste Neuzugang auf meiner Wunschliste. Ein fantastischer Jugendroman, in dem viele Elemente nigerianischer Kultur und Folklore aufgenommen werden und in dem die Protagonistin ein Albino ist. Das klingt ungewöhnlich genug, um mein Interesse zu wecken! Gestolpert bin ich über den Titel auf dem Blog von Jim C. Hines, der nicht nur tolle Fantasyromane schreibt, sondern auch regelmäßig dafür sorgt, dass die von ihm besprochenen Bücher in meinem Regal landen.

3. Alexey Pehov: Wind (Die Chroniken von Hara 1)


Zuerst ist mir das Buch in diesem amüsanten Beitrag aufgefallen und dann hat mich Tines Rezension davon überzeugt, dass der erste Band auf meinen Wunschzettel gehört. Nachdem ich ein paar Jahre Pause benötige, bin ich seit einiger Zeit endlich wieder in der Stimmung für High Fantasy.

4. Kelley Armstrong: Sea of Shadows (Age of Legends Trilogy 1)


„Sea of Shadows“ wurde von Anorielt während der „7 Days – 7 Books“ im April gelesen und ihre Bemerkungen zu dem Buch und die anschließende Rezension hat mich neugierig auf den Roman gemacht.

5. What Jane Austen Ate and Charles Dickens Knew:
From Fox Hunting to Whist-the Facts of Daily Life in Nineteenth-Century England


Ich weiß gar nicht mehr genau, wer mich als erstes auf das Buch aufmerksam gemacht hat. Auf jeden Fall hat der Austausch zwischen Hermia und Birthe in den Kommentaren zu Hermias Rezension zu „The Jane Austen Handbook“ dazu geführt, dass ich das Buch auf meine Wunschliste gesetzt habe.

Ich werfe das Stöckchen mal in die Luft, damit es jeder auffangen kann, der Lust darauf hat. Wenn ihr es hier bei mir aufsammeln solltet, dann würde ich mich über einen Hinweis in den Kommentaren freuen, damit ich eure 5 Wunschbücher auf gar keinen Fall verpasse. 🙂

Margaret C. Sullivan: The Jane Austen Handbook – A Sensible Yet Elegant Guide to Her World

„The Jane Austen Handbook“ von Margaret C. Sullivan gehört zu den Titeln, die ich auf anderen Blogs entdecke und dann selber unbedingt lesen muss. 😉 So war das mit der Sachbuch-Challenge zwar eigentlich nicht geplant, ursprünglich wollte ich doch meine eigenen ungelesenen Sachbücher mal in Angriff nehmen. Auf jeden Fall hat mir Hermias Meinung zu diesem Titel Lust auf das Buch gemacht, über Natira gelangte es dann in meine Hände und während der „7 Days – 7 Books“ habe ich mir immer wieder ein paar schöne Momente damit gemacht.

Aufgeteilt ist „The Jane Austen Handbook“ in vier Kapitel, dazu kommen dann noch einige Anhänge zu Jane Austen, ihrem Werk und Veröffentlichungen (Buch und Film), die darauf basieren. Im ersten Kapitel, „Jane Austen’s World And Welcome To It“, wird darauf eingegangen, was eine wahre Lady ausmacht. Dabei wird nicht nur auf ihre Herkunft eingegangen, sondern selbstverständlich auch auf ihre Erziehung und auf die Art und Weise, wo und wie man die verschiedenen Jahreszeiten verbringt und ähnliches. Die weiteren Kapitel („A Quick Succession of Busy Nothings; or, Everyday Activities“, „Making Love“ und „The Best Company; or, Social Gatherings“) beschäftigen sich dann mit den Kriterien, die ein potenzieller Ehemann zu erfüllen hat, mit der Kindererziehung, mit Haushaltsfragen und vielen andere Details bis hin zu der Frage, wie eine Lady selbst auf ehrbare Art und Weise Geld verdienen kann, wenn es das Schicksal (oder das Vermögen ihres Vaters) es nicht gut mit ihr gemeint hat.

Ich muss gestehen, dass ich das Vorwort an diesem Buch am wenigsten mochte, nicht nur weil Margaret C. Sullivan den Begriff „Janeites“ verwendet (ich mag solche Schubladenbegriffe nicht), sondern auch weil sie der Leserin unterstellt, dass sie Jane Austens Romane vor allem wegen der Liebesgeschichten, der Happy Ends, der Beschreibungen von Kleidern und Bällen lesen würde. Ich gebe zu, dass das eine nette Dreingabe ist, aber ich mag in erster Linie die Charaktere, die wundervollen Dialoge (gerade zwischen Figuren, die eben nicht in Begriff stehen sich ineinander zu verlieben) und die häufig sehr pragmatisch wirkenden Aussagen zum Leben in dieser Zeit.

Wer Jane Austens Geschichten oder Romane vergleichbarer zeitgenössischer Autoren gelesen hat, wird nicht so viele neue Informationen in „The Jane Austen Handbook“ finden. Auch wiederholen sich einige Details, weil sie eben zu unterschiedlichen Themengebieten passen und deshalb mehrfach aufgegriffen werden wie zum Beispiel die Tatsache, dass sich eine Lady um die Bedürftigen und Kranken zu kümmern hat und wie dieses geschehen sollte. Aber all diese Informationen werden wirklich in ansprechender Form präsentiert und immer wieder mit Zitaten aus Jane Austens Romanen oder Verweisen auf ihre Figuren belegt.

So bekommt man einen schönen Einblick in das Leben Anfang des 19. Jahrhunderts (zumindest für diese Gesellschaftsschicht), während die vielen verschiedenen Details und Informationen auf humorvolle Weise präsentiert werden. Vor allem den Teil des Buches, der sich mit dem Thema Kindererziehung beschäftigt, habe ich mit einem ständigen Schmunzeln gelesen. So ist „The Jane Austen Handbook“ informativ, unterhaltsam und sorgt mit den vielen kurzen Abschnitten zu den verschiedenen Themen für entspannte Lesestunden. Dazu kommen noch die liebevollen Illustrationen von Kathryn Rathke (bei Hermias Rezension könnt ihr davon ein paar Beispiele sehen), die die verschiedenen Aussagen ganz entzückend unterstreichen – und mich immer wieder an bestimmte Szenen aus Jane Austens Romanen erinnert haben.

[Kurz und knapp] Harald Schneider: Tote Beete (Hörbuch)

„Tote Beete“ von Harald Schneider ist – wie ich im Nachhinein erfahren habe – der zehnte Teil einer Krimiserie rund um den Polizisten Reiner Palzki. Die Romanvorlage ist im Gmeiner Verlag erschienen, die Hörbuchumsetzung bei Radioropa und gelesen wurde das Ganze von Manfred Callsen. Für die Inhaltsangabe bemühe ich mal den Klappentext des Hörbuchs:

„Hauptkommissar Reiner Palzki besucht mit seiner Familie nicht ganz freiwillig die Landesgartenschau in Landau, als plötzlich eine gewaltige Explosion das Gelände erschüttert. Ein Besucher ist tot, ein Gärtnermeister verletzt. Bei seinen Ermittlungen stößt Palski auf dubiose Vorgänge, in die der Gärtner verwickelt war. Aber auch der bekannte Salathersteller, bei dem der Tote als Prokurist arbeitete, hat mehr als ein finsteres Geheimnis …“

Regionalkrimis sind ja immer so eine Sache. Manche finde ich wunderbar (z.B. „Frau Maier fischt im Trüben“), andere zumindest ganz nett und dann gibt es die, bei denen ich mir ernsthaft vornehme nie wieder einen Regionalkrimi anzufassen. Leider gehört „Tote Beete“ zur letzteren Kategorie – was nicht nur meinen Blutdruck in den letzten Tagen regelmäßig in die Höhe getrieben hat, sondern auch dafür sorgte, dass mein Mann sich nach den ersten Minuten weigerte auch noch ein weiteres Kapitel dieses Machwerks zu ertragen.

Sollte unter euch jemand sein, der diese Geschichte (oder die Vorgängerromane) mochte, den bitte ich mir zu erklären, was daran unterhaltsam sein soll! Dass der Kriminalfall unlogisch und banal gestaltet wurde, ist kein Problem für mich, ist dieser Teil der Handlung doch eh in diesem Fall nebensächlich. Was ich aber wirklich schlimm fand, war die Charaktergestaltung. Palzki ist ein aufgeblasender Idiot, der für seine Umwelt nur Verachtung übrig hat, und der Rest der Figuren besteht entweder aus farblosen Randerscheinungen (z.B. seine Kollegen, die im Gegensatz zu ihm wenigstens ab und an arbeiten) und vollkommen abgedrehten Personen, die so extrem „überzogen“ dargestellt werden, dass es einfach nicht mehr witzig ist.

Harald Schneider spielt in seiner Geschichte nicht mit Klischees, sondern arbeitet anscheinend eine Liste mit „witzigen“ Vorurteilen ab. Witze über VegetarierInnen/VeganerInnen? Erledigt! Witze über Frauen, die Handarbeiten? Erledigt! Witze über geldgierige Ärzte? Erledigt! Witze über Vorgesetzte? Erledigt! – und so könnte man endlos fortfahren. Das Ganze ist dabei so platt und billig dargestellt, dass es einfach nicht amüsant ist. Dazu wird jede „humorvolle“ Bemerkung so lange erklärt, dass selbst eine Amöbe irgendwann den „Witz“ dahinter verstanden haben sollte – was es wirklich nicht lustiger macht.

Außerdem ist die ganze Geschichte sehr dialoglastig, was kein Problem wäre, wenn die diversen Figuren eine eigene Stimme hätten. Aber alle Personen klingen gleich, verwenden die gleichen Satzstrukturen, die gleichen Redewendungen und haben die gleiche Art sich auszudrücken. Dazu kommt noch eine unerträgliche Belanglosigkeit der Gespräche, die häufig überhaupt erst deshalb entstehen, weil Palzki quer durch die Gegend fährt, um dann vier Sätze mit einem Zeugen oder Verdächtigen auszutauschen, und dann wieder wegzugehen, weil er keine Lust mehr hat zu arbeiten. Das Ganze ist definitiv nicht meine Art von Humor – und wenn man den Humor nicht mag, dann gibt es wirklich nichts Erträgliches an „Tote Beete“.

Auch wenn mir das Hörbuch so gar nicht gefallen hat, muss ich zugeben, dass Manfred Callsen seine Arbeit – im Rahmen dessen, was die Geschichte nun mal hergibt – gut gemacht hat. Die ganze Zeit hatte der Sprecher einen angemessenen amüsierten Unterton, während er die Geschichte gelesen hat und seine Stimme habe ich als angenehm klar empfunden. Achja, das Hörbuch beinhaltet neben dem Krimi noch drei „Bonus“-Kapitel (übrigens als Extra-Bonus bezeichnet – was ja wohl ein bisschen doppelgemoppelt ist), die eine kurze „Mitrategeschichte“, eine Kurzgeschichte und einen Vortrag des Autors zu seinen Krimis beinhalten. Alles miteinander hält das „Niveau“ des Krimis und ist ebenso „lustig“ anzuhören.

Sachbuch-Challenge 2014 – Ein Anstupser!

Inzwischen läuft meine Sachbuch-Challenge schon seit vier Monaten und so langsam denke ich, dass es Zeit wird, einigen Teilnehmern (zu denen ich mich auch zählen darf) einen kleinen Anstupser zu geben.

Bis zum 30.06.2014 sind es nur noch knapp zwei Monate, und bis zu diesem Zeitpunkt sollten fünf Sachbücher gelesen und mit einer Rezension oder zumindest mit einem kurzen Leseeindruck auf dem jeweiligen Blog bedacht worden sein.

Wer also hinterherhinkt – und sei es nur wie ich mit dem Schreiben von Rezensionen -, der sollte so langsam schon mal seinen Endspurt bis zum Zwischenziel planen, damit die Challenge nicht schon zum Ende des ersten Halbjahres in Stress ausartet.

Ich habe Ende April mal alle teilnehmenden Blogs besucht und meine Liste aktualisiert, wobei ich nur die Titel aufgenommen habe, die auch schon rezensiert wurden. Schaut doch bitte einmal nach, ob ich etwas übersehen habe oder ob mein Stand so korrekt ist:

Ariana

  1. Ronald Reng: Gebrauchsanweisung für London
  2. Anna Regeniter: Ein Jahr in London
  3. Ditte und Giovanni Bandini: Das Vampirbuch

Birthe

BücherFähe

  1. Charles River Editors: Calico Jack, Anne Bonny and Mary Read – The Lives and Legacies of History’s most famous Pirate Crew
  2. Alan Greenspan: Mein Leben für die Wirtschaft
  3. Luise Schmidt: Canarisches Tagebuch 1904-1906
  4. Richard Louv: Das Prinzip Natur – Grünes Leben im digitalen Zeitalter

Hermia

  1. Margaret C. Sullivan: The Jane Austen Handbook – Proper Life Skills from Regency England
  2. Thomas de Padova: Leipniz, Newton und die Erfindung der Zeit
  3. Rebecca Skloot: Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks
  4. Roberta S. Kremer: Zerissene Fäden

DieJai

  1. Jinaika Jakuszeit und Miriam Dornemann: Die kreative Manufaktur: Schönheit aus der Natur – Naturkosmetik selbst herstellen
  2. Daniela Matijevic: Mit der Hölle hätte ich leben können – Als deutsche Soldatin im Auslandseinsatz

Marie L.

  1. Ina Jung und Christoph Lemmer: Der Fall Peggy – Die Geschichte eines Skandals

Natira

  1. Lena Gorelik: Lieber Mischa
  2. Richard P. Feynman: Es ist so einfach: Vom Vergnügen, Dinge zu entdecken
  3. E.H. Gombrich: Die Geschichte der Kunst
  4. Charles Darwin: Reise um die Welt (Hörbuch)
  5. Maggie Lane: Understanding Austen

Neyasha

  1. Alberto Angela: Vom Gladiator zur Hure – Die Reise einer Münze durch das Römische Reich
  2. Reinhold Messner: Der nackte Berg. Nanga Parbat – Bruder, Tod und die Einsamkeit
  3. Axel N. Halbhuber: Ich geh dann mal heim

Nina

  1. Sabrina Fox: Mrs. Fox will heim
  2. Gayle Tuffs: Miss Amerika
  3. Linda Lovelace: Ich packe aus!

Rachel
Sayuri
Winterkatze

  1. Sina Trinkwalder: Wunder muss man selber machen

Wörterkatze

Einige von euch liegen ja fantastisch in der Zeit wie Natira mit ihren fünf gelesenen und rezensierten Titeln, ein paar haben zwar schon viel gelesen, aber noch keine Besprechung verlinkt (huhu, Wörterkatze), von anderen habe ich seit der Anmeldung zur Challenge nichts mehr gehört.

Selbst wenn ihr es bis zum 30.06. nicht mit den 5 Büchern schaffen solltet, so würde ich mich doch freuen, wenn ihr die Challenge nicht endgültig aufgebt, sondern in den kommenden Monaten weiterhin einen Versuch mit Sachbüchern und dazugehörigen Rezensionen startet.

Ich wünsche euch noch viel Spaß beim Lesen! Erzählt mir weiterhin von euren gelesenen Sachbüchern (auch wenn das regelmäßig meine Neugier auf die erwähnten Titel weckt, was meinem Sachbuch-SuB so gar nicht gut tut).

Mai-SuB 2014

So richtig intensiv habe ich im April nur rund um die „7 Days – 7 Books“ gelesen (und dabei ging ein Großteil der Zeit eher für die Blogrunde als für meine Bücher drauf). Dafür habe ich viele Stunden mit Hörbüchern verbracht, was zu einer ziemlich stolzen Anzahl gehörter Geschichten führt. Insgesamt habe ich im April 10 Bücher und 4 Manga gelesen und 8 Hörbücher/Hörspiele (mit insgesamt ca. 50 Stunden Laufzeit) gehört. In der letzten Woche war ich dann abends oft zu müde zum Lesen und habe doch einige Zeit mit dem DS und dem Fernseher (bzw. DVD gucken) verbracht.

Für den Mai möchte ich mir weiter den Leih-SuB vornehmen. Viele Titel sind da zwar nicht mehr drauf, aber auch die sollte ich langsam mal lesen. Außerdem sollte ich endlich die Rezensionen für die Sachbuch-Challenge in Angriff nehmen und werde dafür auch wieder ein Buch lesen, ebenso wie einen englischen Titel für meine persönliches Vorhaben. Dazu plane ich noch 3 Titel vom SuB zu befreien und wieder mehr Manga zu lesen. Jetzt muss ich für all das nur noch die Zeit finden. 😉

A (2)
Ben Aaronovitch: Schwarzer Mond über Soho
Tim Akers: Das Herz von Veridon

B (12)
Quentin Bates: In eisigem Wasser
Quentin Bates: Kalter Trost
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Bettina Belitz: Dornenkuss
Jenna Black: Rosendorn
Michael Boccacino: Charlotte und die Geister von Darkling
P.J. Brackston: Es war einmal ein Mord
Alan Bradley: Flavia de Luce 5 – Schlussakkord für einen Mord
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud  
Brom: Krampus
Jim Butcher: Im Schatten des Fürsten (Codex Alera 2)

C (1)
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)

D (3)
John Dickinson: Das Kind des Schicksals
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften

E (0)

F (9)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Thomas Finn: Schwarze Tränen
Alex Finn: Beastly
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Alan Dean Foster: Quofum
Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym

G (1)
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (12)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Lotte und Søren Hammer: Das weiße Grab
Kim Harrison: Blutschwur (Rachel-Morgan-Serie)
Kim Harrison: Blutsbande (Rachel-Morgan-Serie)
Kim Harrison: Bluteid (Rachel-Morgan-Serie)
Kim Harrison: Blutdämon (Rachel-Morgan-Serie)
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung
Will Hill: Department 19 – Die Wiederkehr
Mark Hodder: Der wundersame Fall des Uhrwerkmannes
Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
Daniel Holbe: Giftspur

I (1)
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

J (0)

K (5)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Celine Kiernan: Schattenpfade
Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung

L (1)
Siri Lindberg: Nachtlilien

M (3)
Chris Marten: Hydra
Christoph Marzi: Lyra
Boris Meyn: Die Schattenflotte

N (2)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter

O (0)

P (3)
Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
Renata Petry: Hilgensee
Bernd Perplies: Magierdämmerung – In den Abgrund

Q (0)

R (10)
Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
Mike Resnick: Mallory und der Taschendrache
Phoebe Rivers: Saranormal – Die Geisterstadt
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre

S (8)
Courtney Schafer: Die Chroniken von Ninavel 2 – Stadt der Magier
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
Amanda Stevens: Totenlichter
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (5)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

U (0)

V (1)
Uwe Voehl: Tod und Schinken

W (5)
Danny Wallace: Auf den ersten Blick
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Gabriella Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Gabriella Wollenhaupt: Grappa und die keusche Braut
Elizabeth Woods: Caras Schatten

X (2)
Xinran: Gerettete Wort
Xinran: Wolkentöchter

Y (1)
Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

Z (0)

Sonstige (0)

87 Titel auf dem SuB

Englischer SuB:

Amber Benson: Death’s Daughter (A Calliope Reaper-Jones-Novel)
Marie Brennan: A Natural History of Dragons
Sarah Rees Brennan: Unspoken
Jim Butcher: Proven Guilty (Harry Dresden #8)
Jim Butcher: White Night (Harry Dresden #9)
Jim Butcher: Small Favor (Harry Dresden #10)
Jim Butcher: Turn Coat (Harry Dresden #11)
Julie Campbell: The Gatehouse Mystery (Trixie Belden #4)
Gail Carriger: Changeless (Parasol Protectorate #2)
Gail Carriger: Blameless (Parasol Protectorate #3)
Gail Carriger: Heartless (Parasol Protectorate #4)
Gail Carriger: Timeless (Parasol Protectorate #5)
Jennifer Estep: Web of Lies (Elemental Assassin #2)
Mira Grant: Feed
Tanya Huff: The Wild Ways
Lynn Kurland: Star of the Morning
Seanan McGuire: Chimes at Midnight (October Daye #7)
Seanan McGuire: Half-Off Ragnarok (InCryptid #3)
Shawn Thomas Odyssey: The Wizard of Dark Street
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Mastiff (The Legend of Beka Cooper #3)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)
Tamora Pierce: Battle Magic (Circle Reforge)
Julia Quinn: Dancing at Midnight
Julia Quinn: Splendid
Julia Quinn: Minx
Julia Quinn: Everything and the Moon
Julia Quinn: Brighter Than the Sun
Philip Reeve: Larklight

Sonstiges:
West Ward Weird
Home Improvement: Undead Edition
Carniepunk

27 Titel auf dem englischen SuB

(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)

Lese- und Höreindrücke im März und April

„Dylan and Gray“ von Katie Kacvinsky gehört zu den Büchern, über die viele Blogger begeistert geschrieben haben und die mich trotzdem nicht wirklich interessierten. Aufmerksam wurde ich dann doch irgendwann über Irina, die von dem Roman hingerissen war (wie man HIER nachlesen kann) – und ihn mir inzwischen geliehen hat. Ich wäre übrigens neugierig, ob sie das Buch immer noch in so guter Erinnerung hat. 😉 Ich persönlich bin nach dem Lesen nicht ganz so enthusiastisch wie Irina, obwohl mir die Geschichte wirklich sehr gut gefallen hat. Es ist eindeutig ein Wohlfühlbuch mit tollen Charakteren, stimmigen Problemen und Reaktionen, schönen Dialogen und tollen Schauplätzen. Obwohl ich kein Mensch für heiße Temperaturen bin, habe ich die Beschreibungen der Wüste und der diversen größeren und kleineren Naturmomente genossen. Im Gegensatz zu Irina, mochte ich auch Dylan, die ich weniger als egoistisch empfunden habe als als jemanden, der manchmal sehr klug und manchmal sehr jung ist. Und mir gefällt das Ende, gerade weil es kein klassisches Happy End beschreibt, sondern eine Zwischenstation, aus der sich eigentlich alles entwickeln kann …

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„Lady meines Herzens“ von Maya Rodale war eine weitere Leihgabe von Irina und ist der erste Teil einer Serie, die sich um vier Freundinnen dreht, die ihren Unterhalt damit verdienen, dass sie skandalöserweise für eine Zeitung schreiben. Die Hauptfigur dieses Romans ist Sophia, eine junge Frau aus dem eher niedrigen Landadel, die zu Beginn der Geschichte von ihrem Verlobten auf dem Weg zum Altar (wortwörtlich) verlassen wurde. Um über diesen Skandal hinwegzukommen zieht sie zu einer Freundin nach London und arbeitet als Hochzeitsberichterstatterin für die „London Weekley“, obwohl sie es fast unerträglich findet Hochzeiten zu besuchen. Während einer Artikelreihe über DIE Hochzeit des Jahres verliebt sich Sophia in den Bräutigam, der ebenfalls Gefühle für sie entwickelt.

Ganz ehrlich, ich fand die Gründe des Herren, warum er seine Verlobung nicht auflösen kann, ziemlich an den Haaren herbeigezogen, und dass am Ende seine Mutter in die Geschichte eingreifen muss, möchte ich gar nicht weiter kommentieren. Aber trotzdem wimmelt dieses Buch von liebenswerten Charakteren, hübschen Dialogen und unterhaltsamen Szenen. So habe ich den Roman in einer Nacht (genaugenommen ungefähr 3 Stunden) durchgelesen, weil die Geschichte so nett war und die kurzen Kapitel dazu verlockten nur noch eben ein bisschen weiter zu lesen. Nett fand ich auch, dass jeder Kapitelanfang einen Countdown bis zur geplanten Hochzeit beinhaltete. Das Ganze war also weder neu, noch komplett überzeugend, aber so niedlich und amüsant, dass ich sie wirklich gern gelesen habe.

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„Morpheus“ von Jillian Hoffman war eine Leihgabe von Natira für die Hörbuch-Challenge, aber eine lange Rezension mag ich zu dem Titel nicht schreiben. Ich hatte von der Autorin schon „Cupido“ (ihren Debütroman und Vorgänger von „Morpheus“) und auch „Vater unser“ gelesen – beide hatte ich als „ganz unterhaltsam, aber mit ein paar Kritikpunkten“ abgespeichert. In „Morpheus“ kamen nun aber genau die Dinge gehäuft vor, die ich gar nicht an den Romanen mochte. Die weibliche Hauptfigur, die Staatsanwältin C.J. Townsend, hatte in „Cupido“ eine zweifelhafte Entscheidung getroffen, die nun in „Morpheus“ auf sie zurückfällt. Hatte ich in „Cupido“ diese Entscheidung noch tolerieren können, hat mich hier ihr Schweigen gegenüber der Polizei und ihren Kollegen wirklich geärgert und mit jedem Schritt schien sie sich tiefer reinzureiten. Dazu kamen noch ein vorhersehbarer Täter (ich verkneife mir mal detaillierte Beschwerden, weil ich dann spoilern würde) und die Beziehungsprobleme zwischen C.J. und ihrem Verlobten (können diese Leute nicht einfach mal miteinander reden?!) und die Geschichte hatte mich verloren. Christiane Paul als Sprecherin hat ihre Sache allerdings gut gemacht und die Figuren stimmig dargestellt, auch wenn ich die eine oder andere Betonung an ihrer Stelle vielleicht anders gewählt hätte. Aber da gab es nichts, was ich groß kritisieren könnte.

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Noch eine Leihgabe von Natira hat es in diesem Monat auf meinen mp3-Player geschafft. „Die Saat“ von Guillermo del Toro und Chuck Hogan hätte ich mir sonst so schnell nicht angehört, obwohl ich den Sprecher David Nathan sehr mag. Die Geschichte beginnt mit einem Flugzeug, das nach der Landung in New York leblos auf der Landebahn stehen bleibt. Nach diversen Sicherheitsmaßnahmen steht fest, dass sämtliche Leute an Bord auf rätselhafte Weise verstorben sind, weshalb ein Team des Seuchenschutzes hinzugerufen wird. Da ich wusste, was für ein Genre hinter der Geschichte steckt, gab es recht wenig Überraschungen bei der Handlungsentwicklung. Der Erzählstil ging mir – gerade zu Beginn des Hörbuchs – häufig auf die Nerven, wenn das Flugzeug und seine Umgebung zu malerisch beschrieben wurden. Ich brauche da keine diversen abstrusen Vergleiche, um mir die Situation vorstellen zu können. Auch mit den meisten Charakteren konnte ich nicht so viel anfangen, da sie mir zu klischeebehaftet waren. Einzig der Schädlingsvernichter, der allerdings erst spät in der Handlung auftaucht, war mir auf Anhieb sympathisch. Trotzdem fand ich das Hörbuch unterhaltsam und habe David Nathans Stimme mit Genuss gelauscht.

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Eine weitere Leihgabe war „Meister der Angst – Der seltsame Fall von Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ nach R. L. Stevenson. Das Hörspiel wurde unter anderem von Andreas Fröhlich, Patrick Bach und Frank Glaubrecht gesprochen und hat mich gut unterhalten. Die Geschichte habe ich zuletzte als Teenager gelesen und hatte nur noch grobe Erinnerungen daran, so dass ich nicht genau sagen kann, ob es an mir oder an der Hörspielversion lag, dass ich nichts vermisst habe. Die Sprecher waren insgesamt wirklich glücklich und passend zu den jeweiligen Charakteren gewählt und haben für eine atmosphärische und unterhaltsame Umsetzung der Geschichte gesorgt, auch wenn Mr. Hyde mich – dank der Tatsache, dass mich seine Stimme immer an den Film-Gollum erinnerte – eher belustigte als ängstigte.

[Kurz und knapp] Agatha Christie: Ruhe unsanft (Hörbuch)

Wer meinen Blog etwas aufmerksamer verfolgt, wird jetzt vermutlich stutzen und sich fragen, warum ich nach gerade mal sieben Monaten schon wieder eine Rezension von Agatha Christies „Ruhe unsanft“ veröffentliche. Aber da ich mit der Version, die von Katharina Thalbach eingelesen wurde, nicht so glücklich war, habe ich dankbar die Chance ergriffen, als mir Natira eine Variante lieh, die von Gabriele Blum gelesen wurde. Wer sich über den Inhalt informieren will, kann gern auf die oben verlinkte Rezension zurückgreifen, ansonsten möchte ich hier nur kurz auf die Unterschiede zwischen beiden Versionen und auf die Leistung von Gabriele Blum eingehen.

Diese Version von „Ruhe unsanft“ ist nicht nur ungekürzt – was ganz wunderbar ist, weil so die verschiedenen Charaktere erst richtig vom Hörer erfasst werden können -, sondern transportiert auch eine ganz andere Stimmung als das Hörbuch mit Katharina Thalbach. „Ruhe unsanft“ ist eine recht ruhige Geschichte, bei der sehr viele Szenen zwischen Gwenda und Giles, einem jungen Ehepaar aus Neuseeland, und wechselnden dritten Personen spielen. In diesen Gesprächen versucht das Paar Informationen über Geschehnisse zu erhalten, die schon 18 Jahre in der Vergangenheit liegen. Das führt dazu, dass ihnen ihre Gesprächspartner auf der einen Seite mit Verwunderung und Irritation begegnen, aber auf der anderen Seite auch neugierig oder gar erfreut darüber, dass sie mal wieder über frühere Zeiten sprechen können.

Gabriele Blum hat bei all den vielfältigen Reaktionen, bei den unterschiedlichen Charakteren und in den verschiedenen Szenen meinem Gefühl nach so gut wie immer den richtigen Ton getroffen. Anfangs fand ich ihre Miss Marple ein klein wenig zu bedächtig, aber so ist es mir lieber, als wenn sie zu forsch klingt. Auch bei Gwenda hätte ich mir die eine oder andere kleine Nebenbemerkung etwas lebhafter vorstellen können, aber insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Sprecherin. Ganz dezent hat sie den Figuren unterschiedliche Facetten verliehen und die Atmosphäre des Romans wunderbar für dieses Hörbuch umgesetzt. Oh, und an ihrer englischen Aussprache hatte ich auch nichts auszusetzen. 😉 Ich fand ihre Interpretation der Geschichte wirklich wunderbar und habe jede Minute genossen und hoffe sehr, dass mir noch mehr Hörbücher mit der Sprecherin unterkommen.

(Bei meiner Suche nach weiteren Hörbüchern mit Gabriele Blum, bin ich darüber gestolpert, dass sie anscheinend eine ungekürzte Jane-Eyre-Version eingelesen hat. Wenn also einer von euch Audible-Abo-Besitzern damit mal einen Versuch wagen würde, wäre ich sehr neugierig darauf, wie das geworden ist.)