Die vergangenen zwei Monate waren wirklich seltsam, aber ich habe das Gefühl, dass so langsam das Leben mit den Umständen die das Corona-Virus mit sich bringt zu einer Art Normalität wird. Vielleicht trügt mich dieser Eindruck aber auch und ich habe ihn nur, weil mein Mann in der vergangenen Woche wieder jeden Tag (wenn auch zum Glück verkürzt) bei der Arbeit war, was mir so etwas wie einen berechenbaren Tagesrhythmus zurückgegeben hat. Das hat nicht nur dazu geführt, dass ich insgesamt mehr auf die Reihe bekommen habe, sondern auch dazu, dass ich mal wieder mehr gelesen habe. Wir haben in den letzten Wochen sogar wieder angefangen „Gloomhaven“ zu spielen, was in den vergangenen Monaten viel zu kurz gekommen ist.
Für heute habe ich sehr viele entspannende Sachen geplant. Mein Stapel mit den angefangenen Büchern ist nicht gerade klein (wobei ich vermutlich vor allem bei „Imaginary Numbers“ bleiben werde), ich habe ein neues Puzzle im Haus (all die Leute, die Bilder von ihren Puzzlen gepostet haben, haben mich zu einem spontanen Kauf bewegt), vielleicht legen wir wieder eine Gloomhaven-Runde ein und außerdem gibt es natürlich noch „Animal Crossing New Horizons“ und meinen aktuellen Socken, der weitergestrickt werden will. Doch bevor ich mich für eine Tätigkeit davon entscheide, wasche ich das Geschirr von gestern Abend ab und backe einen Kuchen für heute Nachmittag.
Update 11:00 Uhr

Der Vormittag ist doch recht schnell vergangen. *g* Der Kuchen für heute Nachmittag ist fertig (plus einem Extra-Kuchen zum Einfrieren) und die Küche ist wieder aufgeräumt und frei von dreckigem Geschirr. Außerdem habe ich eine schnelle Runde über meine Insel bei „Animal Crossing New Horizons“ gedreht, um nach meinem heutigen Rübenpreis zu fragen, und dann die Insel eines Mitglieds unseres „Rüben-Kartells“ besucht, um dort die wöchentliche Rübenladung zum besten Preis zu besorgen. 😉 Eine richtige Spielrunde werde ich vermutlich heute Nachmittag einlegen, wenn ich meinen täglichen Durchhänger habe und zu müde zu allem anderen bin. Ansonsten habe ich ein kleines bisschen Zeit mit meinem neuen Puzzle verbracht, das mir wirklich viel Spaß macht. Die Qualität ist super, das Motiv hat viele Details und die Teile haben total außergewöhnliche Formen, was mich zwischen Verzweifelung (wenn ich mal wieder nur anlegen, aber nichts verbinden kann, weil keine „Nasen“ an einem Teil sind) und Euphorie (wenn ich mal wieder sehr skurrile Teile miteinander kombinieren konnte) schwanken lässt. Jetzt drehe ich erst einmal eine kleine Blog- und Kommentarrunde und mache mir dann mein Frühstück.

Update 14:00 Uhr

Auf dem Weg zur Küche gab es einen winzigen Umweg über den Tisch, auf dem das Puzzle liegt, und nachdem auch noch mein Mann sich dazugesellt hat, haben wir riesige Fortschritte gemacht. Wenn ich überlege, dass ich gestern Abend gerade mal den Rand und einen Teil des großen Schriftzugs fertig hatte, dann ging das doch heute Vormittag überraschend schnell. Allerdings haben wir die leichten Teile jetzt auch erledigt und nun geht es bald an die sehr monoton gelblichen Schaufensterbereiche. *g* Mein Frühstück habe ich also gerade erst gegessen und dabei immerhin „Imaginary Numbers“ von Seanan McGuire wieder in die Hand genommen.

„Imaginary Numbers“ ist der aktuellste Teil der „InCryptid“-Serie und der erste Band, dessen Protagonistin Sarah ist. Nachdem ich im Januar erst einmal den Reread des sechsten Band der Reihe abgebrochen hatte, habe ich in den vergangenen Wochen die Romane rund um Antimony (also Band 6, 7 und 8) gelesen. Danach wollte ich eigentlich aufhören, weil Sarahs Geschichte in zwei Teilen erzählt wird, von denen der nächste erst im kommenden Jahr veröffentlicht wird, aber da ich so große Lust auf die Reihe hatte, wäre es ja blöd gewesen, wenn ich das Buch trotzdem ein Jahr auf dem SuB hätte liegenlassen. Sarah ist die erste nicht-menschliche Protagonistin (genauer gesagt ist sie eine Cuckoo – eine Art telepathische Wespe in menschlich-wirkender Gestalt 😉 ) und so bekommt man beim Lesen relativ viele „Beobachtungen“, die auf Sarahs Telepathie beruhen. Sie sieht also nicht, wie sich Gestik und Mimik ihres Gegenüber ändert, aber sie spürt die Emotionen der anderen Person anhand des Gedankenbilds. Sarah hat die vergangenen fünf Jahre Zuhause bei ihrer Familie verbracht, nachdem sie ihre Fähigkeiten (um das Leben ihre Cousine Verity, die Antimonys Schwester ist, zu retten) extremst überanstrengt hatte. Der Beginn von „Imaginary Numbers“ beschreibt Sarahs Abschied am Flughafen von ihrer Adoptivmutter, denn Sarah wird sich zum ersten Mal seit ihrem Zusammenbruch allein auf den Weg machen, um Kontakt mit ihrer Schwester Evie aufzunehmen, die vielleicht jemanden kennen könnte, der Sarah bei ihrer weiteren Heilung helfen könnte. Dummerweise gab es schon einen Zustammenstoß mit einer weiteren Cuckoo als Sarah in Portland landete und um zu verhindern, dass diese auf die Spur von Sarahs Familie kommt, muss sie einige Umwege auf sich nehmen, um Kontakt mit ihrer Schwester aufnehmen zu können.
Update 17:30 Uhr
Tststs, eigentlich hatte ich mir den „Update-Wecker“ schon für 17 Uhr gestellt, aber ich musste dann nur noch eben mit meinen Nachbarn reden. 😉 Nach dem letzten Update habe ich erst einmal bis ca. 16 Uhr gelesen. Sarah hat inzwischen ihre Cousinen (unter anderem Antimony) getroffen und hatte auf dem Weg nach Hause eine Autounfall, der eher nach einem Anschlag aussieht. Sie und ihr Cousin Artie sind beide verletzt, wenn auch anscheinend nicht zu schwer (was meiner Theorie nach mit Fähigkeiten zusammenhängt, die Sarah in den letzten Jahren neu entwickelt hat, ohne dass sie sich dessen bewusst ist). Außerdem könnte es sein, dass Sarah nach dem Unfall eine Cuckoo-Präsenz im umliegenden Wald gespürt hat, was recht seltsam wäre, da Cuckoos sehr territorial sind und normalerweise keine anderen Mitglieder ihrer Spezies in ihrem Gebiet dulden. Ich muss zugeben, dass ich die Cuckoo-Kurzgeschichten (die unter anderem auf der Homepage von Seanan McGuire zu finden sind) normalerweise nicht so gern mag, aber hier bin ich wirklich neugierig, was es mit Sarah und den feindlichen Cuckoos auf sich hat.

Trotzdem gabe ich, nachdem wir unseren Kuchen gegessen hatten, erst einmal zur Switch gegriffen und „Animal Crossing New Horizons“ angeworfen. Ungefähr eine Stunde habe ich gebraucht, um Bäume zu schütteln, Steine zu hauen, ein paar Insekten zu fangen, die wild wuchernden Blümchen auszurupfen, mit allen Nachbarn zu reden und meinen Mann auf seiner Insel zu besuchen, um von einer seiner Nachbarinnen eine Bastel-Anleitung zu bekommen. Außerdem habe ich Ali auf meinen Campingplat eingeladen, damit ich ihr einen Gefallen tun kann. Die Camper bringen nicht nur Bastel-Anleitungen, wenn sie etwas gemacht bekommen haben wollen, das man selbst noch nicht gelernt hat, sondern Ali soll auch Birte ersetzen, die morgen wegziehen wird (auch wenn sie das selber noch nicht weiß). 😉

Update 21:30 Uhr (letztes Update für heute)
Seit dem letzten Update ist hier nicht viel passiert. Ich habe eine Blog- und Kommentarrunde gedreht, die eine Weile dauerte, etwas Zeit auf Twitter verbracht und dann ging es auch schon ans Kochen. Das hat heute etwas länger gedauert als erwartet (anderer Reis als sonst) und mir genügend „zehn Minuten, bis ich das nächste Mal nach dem Essen (Zucchini-Rosmarin-Reis-Pfanne) schauen muss“-Pausen gegönnt, um gemeinsam mit meinem Mann noch eine Zeitlang zu Puzzeln. Jetzt haben wir eigentlich nur noch die Bereiche übrig, bei denen man mit Geduld und nach Formen schauend vorgehen muss. Ich denke, dass ich das morgen neben Arbeit und Haushalt erledigt bekomme. 😉 Nach diesem Update drehe ich nur noch eine Blog- und Kommentarrunde und fahre dann den Laptop runter und lese bis zum Schlafengehen.
Es war heute wieder sehr nett mit euch – schön, dass ihr beim Lese-Sonntag dabei gewesen seid! 🙂
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Heutige Mitleserinnen:
Ariana
Natira
Lyne
Sayuri
JED