Gestern ist es definitiv zu spät geworden (so viel zu dem Vorsatz früher ins Bett zu gehen 😉 ) und das wird vermutlich dafür sorgen, dass ich im Laufe des Tages eine Runde Sofaschlaf einlegen werde. Überhaupt plane ich einen entspannten Tag auf dem Sofa, den ich mit Büchern, Spielen und eventuell meinem Strickzeug verbringen werde. Nach der vergangenen Woche mag ich einfach nur noch die Füße hochlegen und so ein Lesetag ist schließlich perfekt dafür. Erst einmal starte ich langsam in den Tag und schaue jetzt mal, ob ich mich auf eine Kurzgeschichte konzentrieren kann oder der Müdigkeit nachgebe und mir zum Wachwerden ein Cooking-Tree-Video gönne.
Update 10:00 Uhr
Statt vernünftig zu sein und einfach ein entspanntes Backvideo zu schauen, habe ich mich mit der aktuellen Nachrichtenlage beschäftigt und dann hatte ich das dringende Bedürfnis mich wieder für ein paar Stunden vor den aktuellen Entwicklungen der Welt zu verstecken und meine Nase in ein Buch zu stecken. Was dazu geführt hat, dass ich die Kurzgeschichte „Curses“ von Jim Butcher gelesen habe, in der sich Harry Dresden mit dem „Curse of the Billy Goat“ beschäftigt – ein Fluch, der angeblich zwischen 1945 und 2016 dafür gesorgt hat, dass die Chicago Cubs kein Spiel der National League gewannen. (Und ja, natürlich hat das dafür gesorgt, dass ich erst einmal Details zum Fluch bei Wikipedia nachgelesen und ich über die verschiedenen „Fluchaufhebungsversuche“ amüsiert habe.) Ich muss zugeben, dass ich beim Baseball-Thema erst einmal wenig motiviert war die Geschichte zu lesen, aber Jim Butcher hat es auch hier wieder geschafft eine Handlung zu spinnen, die ich genossen habe und die dafür gesorgt hat, dass ich mit einem Grinsen im Gesicht das Buch zugeklappt habe.
Update 13:15 Uhr
Vor dem Frühstück habe ich erst einmal die Küche wieder in Ordnung gebracht und zum Essen gab es wieder ein paar Seiten von „Ordeal by Innocence“, aber ich muss zugeben, dass ich mich dann schnell durch das Internet habe ablenken lassen. Ich finde es immer wieder erstaunlich wie die Zeit davonrast, während ich das eine oder andere recherchiere, einen Blogbeitrag oder ein Video sehe und so von einer Seite zur nächsten dümpel. *g* Da unser Nachtbar schon seit heute früh wieder unglaublich kommunikativ ist und mich die anhaltende Geräuschkulisse so langsam aggressiv macht, denken wir gerade über die Kombination Film (für meinen Mann) und Switch (für mich) nach. Musik als Hintergrund fürs Lesen habe ich gerade schon ausprobiert und das hat nichts geholfen, weil der Nachbar heute so gut bei Stimme ist, dass ich die Anlage sehr laut drehen müsste, um ihn zu übertönen, und das bringt mir dann auch nicht die richtige Stimmung zum Lesen.
Update 18:00 Uhr
Ich habe die eine oder andere ruhigere Phase zum Lesen genutzt und dabei drüber nachgedacht, dass ich es immer wieder mag, wenn Agatha Christie mit den Erwartungen des Lesers spielt. Es gibt in dieser Geschichte zum Beispiel ein Ehepaar, bei dem die Frau auf den ersten Blick als kühl, kontrolliert und emotionslos wirkend beschrieben wird, während er einen boshaften Zug zeigt. Aber kaum beginnt das Gespräch zwischen den beiden, wird deutlich, dass er zwar ein Problem damit hat, dass sie ihn seit einer Erkrankung bemuttert, aber grundsätzlich kein unangenehmer Mensch ist und sie immer wieder dazu bringt, dass sie zu ihren Emotionen und Gedanken steht. Sie hingegen ist eher zu emotional und wirkt deshalb so beherrscht, weil sie seit Jahren versucht ihre Gefühle zu unterdrücken, eben weil sie so extrem sind. Grundsätzlich mag ich es, wie Agatha Christie mit wenigen Worten eine Figur beschreibt und obwohl sie damit so manches Mal ein Klischee erfüllt, so gibt es genügend Charaktere, bei den sie dieses Klischee nur aufbaut, um es dann mit wenigen Sätzen wieder einzureißen.
Ansonsten war der Nachmittag wirklich vor allem mit Filmschauen („Rogue One“ für meinen Mann, der ursprünglich fand, dass das der beste der neuen Star-Wars-Filme war, und trotzdem die ganze Zeit beim Schauen vor sich hingenörgelt hat) und Spielen für mich gefüllt. Bis es wieder in die Küche zum Kochen geht, werde ich wohl noch etwas weiterspielen. Vorher schaue ich aber mal, was meine drei Mitleserinnen heute Nachmittag so gemacht haben. 🙂
Update 21:30 Uhr
Heute ist es wirklich schlimm mit mir und ich bekomme wirklich nicht viel auf die Reihe – auf der anderen Seite war das nach einer stressigen Woche, einer Samstagnachmittagverabredung und zu wenig Schlaf in der vergangenen Nacht eigentlich auch zu erwarten. *g* Nach dem Abendessen (mal wieder selbstgemacht Pizza) hat mein Mann wieder einen Film („Frankenstein – Zweikampf der Giganten“) angeworfen, den er schon seit einigen Tagen schauen wollte, während ich mich online rumgetrieben, denn Feedreader geleert und Kommentare geschrieben habe. Jetzt werde ich noch ein bisschen spielen, aber dann geht es für mich auch schon ins Bett, damit ich hoffentlich morgen wieder etwas einsatzfähiger bin. 😉 Auch wenn ich heute nicht ganz so kommunikativ war, hat es mir wieder viel Spaß mit euch gemacht! Ich hoffe, ihr habt alle eine schöne Woche vor euch und vielleicht lesen wir uns ja (spätestens) am kommenden Samstag wieder. 🙂
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Heutige Mitleserinnen:


































