Für dieses Wochenende habe ich so gar nichts geplant, auch weil ich mir gestern meinen Corona-Booster plus Grippe-Impfung habe verpassen lassen und nicht vorhersagen kann, wie es mir damit gehen wird. Gestern Abend fühlte ich mich schon etwas angeschlagen, aber das kann auch daran gelegen haben, dass ich mich vormittags mit einem Öffentlichen Nahverkehr einmal quer durch die Stadt kämpfen musste, der dank „Krankeitsbedinger Personalausfälle“ deutlich weniger Fahrten anbietet. Einige Strecken sind momentan sogar ersatzlos gestrichen, weil es nicht genug Personen gibt, um die Straßenbahnen und Busse zu fahren. Ich bin nur froh, dass ich nicht täglich für die Arbeit pendeln muss. Ich fand die Hinfahrt gestern zum Arzt schon stressig genug, weil ich ja einen Termin einhalten musste und die Bahnen mehr als gut gefüllt waren, und auf der Rückfahrt saß mir auch die Zeit im Nacken, weil ich wieder zuhause sein musste, bevor das (aktuell fünf Stunden andauernde) Lieferfenster für unsere Gemüsekiste begann … Heute lasse ich es also entspannt angehen und erhole mich vom gestrigen Tag. 😉
Update 11:30 Uhr
Der Vormittag ist bislang (wenn ich mal von einer Runde Abwasch absehe) irgendwie an mir vorbeigedriftet. Ich habe viel mit meinem Mann geschwatzt, mich von der Folge „SRI“ ablenken lassen, die er nach dem Einkaufen geschaut hatte, und ein paar Nachrichten mit einer Freundin ausgetauscht. Ich bin aktuell müder und unkonzentrierter, als ich es direkt nach dem Aufwachen erwartet hätte, weshalb ich heute nicht – wie ich es ursprünglich geplant hatte – zu „The Monster We Defy“ greifen, sondern stattdessen „Curse the Day“ von Annabel Chase anfangen werde. Das scheint mir die passende Lektüre für einen dümpeligen Tag mit wenig Konzentration zu sein. 🙂
Update 14:30 Uhr
Inzwischen habe ich gefrühstückt und ein paar Kapitel in „Curse the Day“ gelesen. Die Protagonistin Emma Hart ist auf dem Weg zu einer Klientin vom Weg abgekommen und hat bei dem Versuch einen vermeindlichen Selbstmörder zu retten das Gebiet von Spellbound betreten, was dazu führt, dass sie nun den Ort nicht mehr verlassen kann. Denn Emma ist, ohne dass ihr das bislang bewusst war, kein Mensch, sondern eine Hexe und da es dank eines Fluchs für alle übernatürliche Wesen unmöglich ist aus Spellbound wieder rauszukommen, ist auch sie nun dort gefangen. Während Emma selber noch nicht so ganz fassen kann, was da gerade passiert, sorgen die Bürgermeisterin und der Stadtrat schon dafür, dass sie nicht nur eine Ausbildung zur Hexe erhält, sondern auch einen Job als Pflichtverteidigerin der Stadt. In Spellbound ist es egal, dass sie keine Erfahrung mit Strafrecht hat, es reicht, dass sie bislang als Anwältin gearbeitet hat, um die Stelle zu besetzen, die durch die Ermordung ihres Vorgängers frei geworden ist.
Bislang ist das alles recht nett. Noch nicht besonders lustig oder spannend, aber nett genug, um mich zu unterhalten und dafür zu sorgen, dass ich genügend Interesse habe, um zu schauen wie es Emma weiterhin in Spellbound ergeht. Was ich nett finde, ist, dass die Stadt zwar seit Jahrhunderten von der Welt abgeschnitten ist, aber sich trotzdem weiterentwickelt und – zumindest in einem gewissen Rahmen – auf dem Laufenden gehalten hat. So gibt es – mit Magie laufende – Autos und auch sonst fühlt sich das Leben im Ort für mich nicht übertrieben altmodisch an, sondern einfach nur etwas eigentümlich. (So langsam sorgt das viele Lesen auf Englisch dafür, dass es mir überraschend schwer gefallen ist gerade eine deutsche Alternative zu „quirky“ zu finden. *g*)
Update 19:00 Uhr
Nach dem letzten Update habe ich erst einmal eine Runde „Animal Crossing“ gespielt, das Wetter war heute zum Glück schön auf meiner Insel und die Nachbarn so freundlich, dass sie sich alle auf Anhieb haben finden lassen, damit ich eine Runde mit ihnen plaudern konnte. 😉 Danach haben mein Mann und ich den Film „An Inspector Calls“ angeschaut und im Anschluss noch eine ganze Weile darüber diskutiert, wo die Filmemacher in unseren Augen falsch abgebogen sind …
Der Film (aus dem Jahr 2015) basiert auf einem Theaterstück von J. B. Priestley aus dem Jahr 1944 und ich wusste vor dem Schauen nur, dass der Film sehr atmosphärisch sein und an „Mord in geschlossener Gesellschaft“-Krimis erinnern sollte. Ich muss zugeben, dass ich den Großteil des Films auch sehr genossen habe, weil gute Schauspieler die Handlung getragen haben und ich dieses Kammerspiel-Gefühl sehr mochte. Allerdings waren wir beide ziemlich enttäuscht von dem Ende, weil da die Moral der Geschichte nicht nur ziemlich plakativ noch einmal in einer Rede des Inspectors vorgetragen wurde, sondern weil es auch noch ein paar Wendungen gab, die definitiv unnötig waren und den anfangs recht guten Eindruck verdorben haben. Inzwischen habe ich dank des Kommentars auch herausgefunden, dass das Theaterstück bis heute zur britischen Schullektüre gehört – und das finde ich erschreckend passend. 😉
Update 22:00 Uhr (letztes Update)
Heute kein Foto vom Abendessen, da ich beschlossen hatte, dass mein Mann an diesem Wochenende kocht – was bedeutet, dass es für mich Tiefkühl-Pizza gab. 😉 Nach dem Essen habe ich weiter in „Curse the Day“ von Annabel Chase gelesen und das Buch eben beendet. Ich muss zugeben, dass das die perfekte Geschichte für einen müden und unkonzentrierten Tag war, an dem ich einfach nur etwas nette Unterhaltung haben wollte. „Nett“ ist definitiv das Wort, dass mir zu „Curse the Day“ einfällt, nicht gut, nicht lustig, nicht spannend, sondern einfach nett-nett. Weder in der Handlung, noch bei den Charakteren gibt es irgendwelche Ecken und Kanten, an denen sich Leser*innen reiben könnten, alles dümpelt so nett vor sich hin, ohne dass ich groß innehalten und irgendwas genießen wollte. Als ich eben versuchte meinem Mann dieses Leseerlebnis zu beschreiben meinte er „Also rundum mittelmäßig?“ und irgendwie passt das erschreckend gut. Ich könnte nicht mal sagen, dass die Autorin irgendwas falsch gemacht hat, sie hat aber auch nicht genug richtig gemacht, um mich irgendwie mitzunehmen. Ich werde definitiv keine weiteren Bände der Reihe lesen (und bin wirklich überrascht, dass es noch neun Fortsetzungen davon gibt!).
Da ich inzwischen wirklich müde bin und Kopfschmerzen habe, werde ich jetzt nur noch eine kurze Blogrunde drehen und dann ins Bett fallen. Ich hoffe, ihr hattet soweit einen schönen Tag. Bis morgen! 🙂
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Heutige Mitleserinnen:






















































