Alle Artikel von Konstanze

[Übersetzungsirritation] Jean G. Goodhind: Mord nach Drehbuch

„Mord nach Drehbuch“ hatte ich mir gekauft, weil ich dachte, dass es ein unterhaltsamer Krimi sei, den ich gut zwischendurch einschieben könnte. Und nun hänge ich auf Seite 14 und ärgere mich über einen Satz so sehr, dass ich kaum weiterlesen mag. Ich weiß nicht, was sich die Übersetzerin Ulrike Seeberger bei diesem Satz gedacht hat, aber für mich ist der absolut unverständlich!

Es geht um eine ganz bestimmte Situation, Honey Driver, die Hauptfigur des Romans, streitet sich mit einer unsympathischen Schauspielerin, die in einem Film die Rolle der Jane Austen übernehmen soll. Die Schauspielerin ist laut und ordinär und Honeys Streit mit ihr ist in meinen Augen recht kindisch, aber beide wollen halt die Oberhand behalten. Und während die Schauspielerin immer ausfallender wird, versucht eines der Crew-Mitglieder sie zu beruhigen mit den Worten: „Aber, aber Martyna. Beruhige dich bitte, nur mit der Ruhe. Du weißt doch, wer wütend ist, kommt nur schwer in die Rolle hinein.“

Und als Reaktion darauf kommt der Satz, der mich so sehr irritiert.

„Genau“, bestärkte ihn Honey, die entschlossen war, das letzte Wort zu behalten. „Schließlich war Jane Austen zwar eine professionelle Gschaftelhuberin, aber keine professionelle Schlampe!“

Erst einmal musste ich als Norddeutsche nachgucken, was „Gschaftelhuberin“ genau heißen soll –  und habe dabei festgestellt, dass es dafür keine genaue Definition gibt, die für mich einen Sinn in diesen Satz bringt. Und dann habe ich mal über dict.cc geguckt, was da im englischen Original gestanden haben könnte und bin über „eager beaver“ gestolpert. Während „Gschaftelhuberin“ für mich eindeutig einen negativen Beiklang hat, so kann „eager beaver“ in meinen Ohren zwar negativ gemeint sein, muss es aber nicht.

So oder so macht der Satz „Schließlich war Jane Austen zwar eine professionelle Gschaftelhuberin, aber keine professionelle Schlampe!“ für mich einfach keinen Sinn. Was soll dem Leser damit gesagt werden?

Wenn mich ein Satz beim Lesen eines Buches so rausbringt und mich so rätseln lässt, was damit gemeint sein soll, dann habe ich ehrlich gesagt wenig Lust weiterzulesen. Aber vielleicht liegt es ja auch an mir, vielleicht hängt es damit zusammen, dass dieses Wort für mich als Norddeutsche so wenig geläufig ist. Oder geht es den süddeutschen oder österreichischen Lesern bei diesem Satz ebenso wie mir? Bei mir hat die Übersetzerin mit diesem Satz auf jeden Fall schon mal einen Minuspunkt abbekommen – und wenn sie den Rest des Buches nicht prima hinbekommen hat, dann wird dieser Eindruck wohl erst einmal bestehen bleiben.

Bibendums Besuch – und Kranksein nervt

Eigentlich hatte ich mich ja auf eine Woche voller schöner Augenblicke mit Bibendum gefreut – und dann machte mir die Erkältung meines Mannes einen Strich durch die Rechnung. Dabei haben wir Bibendums Besuchstage schön gemütlich anfangen lassen. Kaum war Bibendum bei uns angekommen, haben die Katzen schon dafür gesorgt, dass sich der Besuch herzlich willkommen fühlt.

 Und damit keine Langeweile aufkam, wurde die Zeit mit „Castle“ gucken, Spielen und Autorennenfahren rumgebracht, während abends das Essen geliefert wurde. Mein Mann hing derweil noch auf dem Sofa rum und ließ sich mit Tee versorgen. Blöderweise konnte ich Dienstag dann anfangen für zwei Personen heiße Getränke zu kochen, denn auch bei mir meldete sich die Erkältung inzwischen zu Wort.

Doch vorher haben wir noch dafür gesorgt, dass Bibendum endlich einmal auf einen SuB blicken kann. Dafür mussten wir beim Bummel auch nur vier neue Krimis (und natürlich eine praktische Buchtasche) besorgen.

 

Auch für mich gab es ein neues Buch, außerdem Ersatzkopfhörer für den mp3-Player. Die sitzen zwar nicht so gut wie die, die der Kater zerbissen hat, aber immerhin kann ich endlich wieder Hörbücher hören …

Und auf dem Rückweg haben wir dann noch ein paar Zutaten eingekauft, damit Bibendum am Abend „kochen“ konnte. 😀

Fotos von Bibendum

Blöderweise musste ich den am nächsten Tag geplanten Gang ins Kino dann absagen und auch sonst habe ich mich erst einmal nicht mehr vom Sofa gerührt. Vor allem der Husten wollte mir keine Ruhe lassen und mit dem habe ich momentan auch immer noch zu tun. Zum Glück war mein Mann wieder fit genug und hat sich den Rest der Woche mit Bibendum auf den Weg gemacht. Die beiden waren zusammen Essen und Bowlen – und für den schon seit einem Jahr geplanten Konzertbesuch habe sogar ich mich vom Krankenlager wieder aufraffen können. Zum Glück war die Show nicht ganz so dynamisch wie letztes Jahr – die Wise Guys hatten wohl noch mit Magen-Darm-Problemen zu kämpfen – und so war das Ganze sowohl für mich als auch für das inzwischen ebenfalls schwächelnde Bibendum gut zu überstehen. Nur auf dem Weg raus aus dem Konzertsaal musste ich mir ganz schnell einen Hocker suchen, weil mein Kreislauf eine ungeplante Pause einlegte. *argh*

Und so verlief der Rest von Bibendums Besuch dann auch etwas unspektakulär. Wir hingen zu dritt rum, versuchten die böse Erkältung loszuwerfen, hatten zuviel Kopfschmerzen für weitere Spielerunden und überhaupt war das alles dieses Mal lange nicht so lustig wie erhofft. Auch wenn ein gebrülltes „Frischkäse“ unseren angeschlagenen Humor immer mal wieder zu aktivieren wusste. Wozu so ein Dienstagsmorgenbesuch auf dem Markt inklusive einem seltsamen Erlebnis mit einer älteren Dame, die Frischkäse kaufen wollte, doch gut ist.

Inzwischen ist Bibendum wieder heil zuhause (auch wenn auf dem Heimweg noch der eine oder andere aufregende Moment zu überstehen war) und ich hänge auf dem Sofa rum und versuche wieder fit genug für etwas Haushalt und Arbeiten zu werden. Die Erkältung hat sich weiterhin mit meinem Kreislauf gegen mich verschworen und ist mir inzwischen auch noch auf den Magen geschlagen. So fühle ich mich nicht mal gesund genug, um längere Zeit am PC zu sitzen oder gar vernünftig mit anderen Menschen zu kommunizieren. Oder um es kurz auszudrücken: Ich bin quengelig! Und müde und kaputt und ich will nicht mehr krank sein!

Aber die Tatsache, dass ich mich heute zum PC geschleppt habe, um wieder einen Blogbeitrag zu verfassen, scheint zu beweisen, dass es mir inzwischen besser geht als ich mich fühle. 😉

Februar-SuB

Im Januar habe ich den SuB nicht gerade abgebaut bekommen. Erst einmal habe ich recht wenige Bücher vom SuB gelesen, dann habe ich überhaupt recht wenig auf die Reihe bekommen, weil ich so verwuselt war und dann habe ich mich mit gleich zwei englischen Titeln „rumgeschlagen“, weil ich einfach nicht konzentriert genug war, um mit fremdsprachigen Büchern so recht voran zu kommen. Naja, so richtig gefesselt hatten mich diese Romane auch beide nicht. Trotzdem habe ich insgesamt elf Bücher und vier Manga gelesen, sowie 4 Hörbücher/Hörspiele mit zusammen 12 CDs gehört. Und für den Februar habe ich mir einen kräftigen SuB-Abbau vorgenommen – mal sehen, was ich in dem kurzen Monat so schaffe …

A (3)

Sharon Ashwood: Vampirdämmerung

Robert Asprin: Des Dämons fette Beute
Robert Asprin: Ein Dämon schafft noch keine Ordnung

B (10)
Sina Beerwald: Die Goldschmiedin
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)

Bettina Belitz: Scherbenmond

Ruth Berger: Gretchen – Ein Frankfurter Kriminalfall
Jacques Bonnet: Meine vielseitigen Geliebten

Brandis und Ziemek: Ruf der Tiefe

Marie Brennan: Doppelgänger
Marie Brennan: Hexenkrieger
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud

C (6)
Jennifer Chiaverini: Der Weihnachtsquilt
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)
James Collins: Zauberberg für Anfänger
Colin Cotterill: Dr. Siri sieht Gespenster (Dr. Siri 2)
Colin Cotterill: Totentanz für Dr. Siri (Dr. Siri 3)
Bruce Coville: Die Einhorn-Chroniken 4 – Die Erfüllung der Prophezeiung

D (5)
John Dickinson: Die Schlange am Rande der Welt
Joe Donnelly: Jack Flint und der Bann des Herzsteins
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften
Rebecca Drake: Still sollst du sterben

F (12)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Jennifer Fallon: Kind der Götter (Das Dämonenkind 2)
Jasper Fforde: Der Fall Jane Eyre
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Alex Finn: Beastly
Gayle Forman: Wenn ich bleibe
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Earlene Fowler: Tödliche Schatten
Peter Freund: Laura und das Siegel des Mondes
Luca di Fulvio: Die Rache des Dionysos

G (6)
Francois Gantheret: Das Gedächtnis des Wassers
Kami Garcia und Margaret Stohl: Sixteen Moons
Stefan Gemmel: Schattengreifer 3 – Die Zeitenfestung
Michele Giuttari: Rachefeuer
Thomas Görden: Der Mönch und die Jüdin
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (4)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Frederik Hetmann: Zeitenwende
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung

I (2)
Greg Iles: Leises Gift
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

J (2)
P.D. James: Ein makelloser Tod
Alaya Johnson: Moonshine – Stadt der Dunkelheit

K (6)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Celine Kiernan: Schattenpfade
Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung
Tatjana Kruse: Nadel, Faden, Hackebeil

L (5)

Francisco González Ledesma: Gott wartet an der nächsten Ecke

Marc Levy: All die ungesagten Worte
Siri Lindberg: Nachtlilien
Michaela Link: Der Spiegel der Kaiserin
Sergej Lukianenko: Trix Solier

M (5)
Christoph Marzi: Lyra
Seanan McGuire: October Daye – Winterfluch
Richelle Mead: Dark Swan – Sturmtochter
Kai Meyer: Hex
Boris Meyn: Die Schattenflotte

N (3)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter
Elle Newmark: Der Granatapfeldieb

P (8)

Matthew Pearl: Das letzte Kapitel

Bernd Perplies: Magierdämmerung 1 – Für die Krone
Bernd Perplies: Magierdämmerung 2 – Gegen die Zeit
Renata Petry: Hilgensee
Tamora Pierce: Young Warriors – Stories of Strength
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)

T.A. Pratt: Hexengift

Q (0)
–

R (14)
Irene Radford: Der letzte Kriegsmagier (Die Historie des Drachen-Nimbus 2)
Irene Radford: Der abtrünnige Drache (Die Historie des Drachen-Nimbus 3)
Jennifer Rardin: Man lebt nur ewig
Sarah Rayner: Das Licht des frühen Tages
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
John Maddox Roberts: Die Feinde des Imperators – Ein Krimi aus dem Alten Rom
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Brian Ruckley: Winterwende (Die Welt aus Blut und Eis 1)
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre

S (12)
Régis de Sá Moreira: Das geheime Leben der Bücher

Lynsay Sands: Im siebten Himmel mit einem Vampir

Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Emma Smith: Der Ruf der Ferne
Ernst Soler: Staub im Paradies
Veronica Stallwood: Böses Spiel in Oxford
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jeff Stone: Flammenklaue
Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (14)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle

Johan Theorin: Nebelsturm

Thomas Thiemeyer: Nebra
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 2 – Der Palast des Poseidon
Rob Thurman: Nachtgeister
Rob Thurman: Mondgeister

Harald Tonollo: Die Rottentodds 3 – Ach, du faules Ei!
Harald Tonollo: Die Rottentodds 4 – Ohrwürmer und Quallenpest

Harald Tonollo: Die Rottentodds 5 – Oh Schreck, die Miesbachs kommen!   
P.J. Tracy: Der Köder
P.J. Tracy: Mortifer
Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage
Aino Trosell: Eine grenzenlose Liebe
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

W (4)
Winifred Watson: Miss Pettigrews großer Tag
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Gabriele Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Gabriella Wollenhaupt: Grappa und die keusche Braut

X (1)
Xinran: Gerettete Worte

Y (1)

Brenna Yovanoff: Schweigt still die Nacht

114 Titel
(fett markierte Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind neu hinzugekommen)
(blau markierte Titel habe ich für Aktionen vorgesehen)
(rot markierte Titel möchte ich bis zum 9. März 2011 gelesen haben)
(orange markierte Titel möchte ich bis zum 29. März 2011 gelesen haben)

Richard Castle: Heat Wave

Der Roman „Heat Wave“ hat seinen Ursprung in der Fernsehserie „Castle“, da dort von der Hauptfigur Richard Castle eine Geschichte mit diesem Titel verfasst wurde – und die Serienmacher es dann für keinen schlechten Marketingtrick hielten, so ein Buch auch tatsächlich zu veröffentlichen. Die Serie kenne ich bislang noch nicht. Aber da Bibendum so ein Fan davon ist und mir Serie und Bücher nahebringen wollte, lieh sie mir sowohl „Heat Wave“ als auch den Folgeband „Naked Heat“. Und weil das Buch so schön dünn ist, hatte ich mir „Heat Wave“ als Einstieg für die „I`m in … English“-Challenge vorgenommen (zumindest nachdem ich mit der Liebesroman-Leihgabe von Irina nicht so recht vorankam 😉 ).

Leider hat mich „Heat Wave“ nicht so ganz überzeugen können. Ich könnte mir vorstellen, dass man als Fan der Serie – wenn ich Bibendums Meinung richtig in Erinnerung habe – Parallelen zwischen den Protagonisten ziehen könnte, aber für mich war das Ganze nur eine nicht besonders spannende Kriminalgeschichte. Die Hauptfiguren von „Heat Wave“ sind die Polizistin Nikki Heat und der Journalist Rook, der einen Hintergrundbericht über die New Yorker Polizei und ihre Arbeit schreibt. Nikki ist eher genervt von ihrem ständigen Begleiter (fühlt sich aber auch von ihm angezogen), während sie ermitteln soll, wer den erfolgreichen Bauunternehmer Matthew Starr ermordet hat. Dieser ist nämlich aus dem sechsten Stockwerk seines Wohnhauses gestürzt – und alle Anzeichen sprechen dafür, dass das kein freiwilliger Flug vom Balkon war. Dabei scheint es auf den ersten Blick keinen Grund für eine solche Tat zu geben. Das Opfer war zwar (erfolg)reich, aber anscheinend ein geachteter Mann, der mit seiner hübschen (und deutlich jüngeren) Ehefrau eine vorzeigbare Ehe führt. Erst nach und nach stellt sich heraus, dass weder die finanzielle noch die berufliche oder private Situation des Opfers so beneidenswert waren, wie man hätte vermuten können.

Während der Kriminalfall eher Standard ist, gibt es häufig amüsant gemeinte Dialoge zwischen den beiden Protagonisten Nikki und Rook, die in meinen Augen aber nicht immer funktionieren. Denn es gibt schon einen deutlichen Unterschied zwischen einer Geschichte, die als Serienfolge ausreicht, und einem unterhaltsamen und soliden Roman. Und während gute Schauspieler (und eine durchlaufende Hintergrundidee) aus einer durchschnittlichen Krimihandlung (und einem in ähnlicher Form schon diverse Male gehörten Dialog) noch eine unterhaltsame Sache machen können, fehlt bei einem Roman diese ausgleichende Funktion der Schauspieler, und so liegen die Handlungsschwächen offen zutage. Auch hat für mich die Chemie zwischen den beiden Hauptfiguren lange Zeit nicht gestimmt. Vielleicht wäre das anders, wenn ich die Castle-Serie kennen – und mögen – würde, aber so fand ich den „Schlagabtausch“ zwischen Nikki und Rook vorhersehbar und viel zu oft für mich nicht nachvollziehbar.

„Heat Wave“ ist unübersehbar wie eine Serienfolge konzipiert – und das ist für mich kein positives Merkmal. Das könnte allerdings auch daran liegen, dass ich in den letzten Jahren so viele amerikanische Krimiserien gesehen habe, dass ich inzwischen nicht nur übersättigt bin, sondern in der Regel auch nach der ersten Viertelstunden sagen kann, in welche Richtung die Drehbuchautoren den Plot weitergesponnnen haben. (Hm, das könnte ein Grund dafür sein, dass mein Mann mit mir keine Krimiserien mehr gucken will – oder es ist die Tatsache, dass unserem Gefühl nach die Serien immer schlechter werden. 😉 ) Vermutlich hätte ich kein Problem mit der Klischeehaftigkeit der Figuren und dem nur langsam anlaufenden Kriminalfall, wenn ich mich abends mit abgeschaltetem Gehirn vor den Fernseher setzen würde, aber als Roman hat mich das Ganze einfach nicht packen können. Jetzt bleibt nur noch abzuwarten, ob Bibendums Bekehrungsversuche zur Fernsehserie nächste Woche Erfolg habrn – und wer weiß, wenn das klappen sollte, dann sehe ich den Roman ja vielleicht auch mit anderen Augen. 😉

Oh, noch ein Nachtrag: Auch wenn ich „Castle“ nicht kenne, so habe ich einige Folgen von „The Mentalist“ (auch keine Serie, die mich begeistert) gesehen und bei dem Verhalten von Nikki und Rook musste ich regelmäßig an die Hauptfiguren dieser Serie denken – was ein weiterer Punkt war, warum ich mit dem Buch nicht warm geworden bin …

SuB-Zuwachs im Januar

Heute kam mal wieder ein Paket mit Büchern bei mir an, welches mir mit einem aufmerksamen „Achtung schwer“ vom Paketboten in die Hand gedrückt wurde.

In dem Paket befand sich wieder eine schöne Mischung und somit darf ich in der nächsten Zeit meine Nase in folgende Titel stecken:

Hörspiel:
„Die Gentlemen bitten zur Kasse“

Bücher:

  1. Matthew Pearl: „Das letzte Kapitel“
  2. Johan Theorin: „Nebelsturm“
  3. Francisco González Ledesma: „Gott wartet an der nächsten Ecke“ (mein zweiter Versuch mit dem Autor)
  4. Lynsay Sands: „Im siebten Himmel mit einem Vampir“ (Ein Argeneau-Roman – die sind so schön entspannend!)
  5. T.A. Pratt: „Hexengift“ (Fortsetzung von „Hexenzorn“)
  6. Sharon Ashwood: „Vampirdämmerung“ (die Fortsetzung von „Hexenlicht“ – was mir ganz gut gefallen hatte)
  7. Brandis & Ziemek: „Ruf der Tiefe“ (obwohl mich das Thema an sich nicht so reizt, aber ich mochte bislang immer die Bücher von Katja Brandis)

Die drei Darren-Shan-Romane packe ich gleich mit auf die SuB-Serien-Liste – mal gucken, ob ich die dieses Jahr neben all den anderen Titeln schaffe. 😉

Bei den Manga gab es eigentlich nur Serienfortsetzungen, wobei es mir da vor allem die eher düsteren Geschichten angetan haben. Auch wenn ich im Laufe eines Monats genügend heitere Manga für „kleine romantische Mädchen“ lese. 😀

Besonders neugierig bin ich auf die ersten beiden Bücher. Nach der Inhaltsangabe zu urteilen, können sie beide toll oder grauenhaft sein. Bei den restlichen Titeln habe ich schon recht genaue Vorstellungen davon, was mich erwartet.

Für dieses Jahr habe ich mir ja vorgenommen meine Neuzugänge innerhalb von sechs Wochen zu lesen und das bedeutet, dass ich die nummerierten Titel bis zum 9. März 2011 abgearbeitet haben sollte. Das dürfte – trotz einer Woche Bibendum-Besuch  und meinem Kampf mit meinem aktuellen englischen Buch – machbar sein. 😉

Michael Koser: Professor Dr. Dr. Dr. Augustus van Dusen 2 – Das sicherste Gefängnis der Welt

„Das sicherste Gefängnis der Welt“ ist die zweite Folge rund um den genialen Wissenschaftler van Dusen – und wer sich die Kommentare zu der Hörspielproduktion anhört, die man am Ende der CD präsentiert bekommt, der erfährt auch noch so einiges über den Autor, die beiden Regisseure und weitere Hintergründe der Serie. Doch so interessant das alles ist, ich habe vor allem diese wunderbare Geschichte genossen!

Alles beginnt an einem Abend, an dem Professor van Dusen gemeinsam mit ein paar Freunden in einem Restaurant isst. Unter ihnen befindet sich auch der Gefängnisdirektor Ransome und seine Frau, und als van Dusen die Meinung äußert, dass der menschliche Geist in der Lage ist sämtliche Hindernisse zu überwinden, fühlt sich Ransome herausgefordert. So kommt es zu einer ungewöhnlichen Wette: Professor van Dusen erklärt sich bereit eine Woche lang „Gast“ in dem von Ransome geleiteten Gefängnis zu sein.

Dieser Knast gilt als das sicherste Gefängnis der Welt und so ist sich der Direktor sicher, dass die Kerkermauern für den Professor – auch bekannt als „Die Denkmaschine“ – zu einem unüberwindbaren Problem werden. Der Professor hingegen bleibt bei der Meinung, dass ein intelligenter Mensch auch mit so einer Situation fertig wird. So liegt es nun an ihm zu beweisen, dass es ihm auch unter normalen Gefängnisbedingungen gelingt aus der besonders sicheren Todeszelle auszubrechen, um eine Woche später eine weitere Essensverabredung einzuhalten. Schafft der Professor diesen Gefängnisausbruch, so muss Ransome für die Rechnung aufkommen – ansonsten geht das Essen auf die Kosten des Wissenschaftlers …

Die ersten „Van Dusen“-Hörspiele erinnern mich immer an ein Kammerspiel. Es gibt nur wenige Figuren und die Geschichte wird sehr konzentriert präsentiert. Wieder ist es der Reporter Hutchinson Hatch, der dem Zuhörer von den Geschehnissen berichtet – und nur eine kleine Bemerkung am Anfang gibt einen Hinweis darauf, wie es dem Professor letztendlich gelingen könnte, aus seiner Zelle auszubrechen. Ansonsten kann man verfolgen wie van Dusen seine Umgebung (inklusive Ratten und Gefängniskost) erkundet, wie er versucht den Wärter auszuhorchen und wie seine ungewöhnlichen Aktivitäten im Laufe der Woche für nicht wenig Stress bei dem Gefängnisdirektor Ransome sorgen. Alles in allem ist es eine wirklich amüsante Krimifolge, in der es zwar nicht um Leben und Tod geht, bei der die Geschichte trotzdem spannend zu verfolgen ist. Schließlich geht es darum, dass der Professor unter Beweis stellen muss, dass sein Verstand jeder Gefängnismauer überlegen ist!

Das Rätsel der Papiertaschentücher

Seit einiger Zeit gibt es hier im Haus einen rätselhaften Schwund bei den Papiertaschentüchern. Obwohl niemand erkältet ist, scheint irgendjemand einen dringenden – und sehr großen – Bedarf daran zu haben. Und so finde ich immer mal wieder solche Beweisspuren vor:

Eine Zeitlang hat mich das wirklich irritert, obwohl der Übeltäter schnell gestellt war. Verschnupft sieht er meiner Meinung nach nicht aus – schuldbewusst allerdings auch nicht:

Aber vermutlich ist ihm gar nicht bewusst, dass seine Leidenschaft für Plastikfolien uns das Leben nicht gerade einfacher macht. Dabei hatte ich in den letzten Wochen noch die Hoffnung, dass die fehlenden Zähne ihn in Zukunft vor weiteren Zerstörungstaten abhalten … 😉

Logan – frisch frisiert!

Nachdem Logan am Wochenende wieder Schreckliches über sich hat ergehen lassen müssen, hat der arme Kater gerade ein sehr großes Bedürfnis nach Erholung und Frieden. 😀

Während unsere EKH-Katzen kein Problem mit der Intimpflege haben und besonders Christie sich stundenlang putzen und dabei ihren Schwanz jagen kann …

… gibt es bei den Coon-Kater immer mal wieder diese Tage, an denen sie sich so unglücklich im Katzenklo hingesetzt haben, dass nach dem Geschäft Schwanz und Hintern einer gründlichen Säuberung bedürfen. Und um den Katern das Ganze zu erleichtern (und nicht ständig einen „duftenden“, nassen und schmusebedürftigen Kater auf dem Arm zu haben), bekommen die Coon-Brüder regelmäßig die Hose geschnitten.

Ich persönlich finde die kurze Büx bei den Jungs ja ganz niedlich – und es fühlt sich unglaublich puschelig an, wenn man nach dem Schneiden durch das Fell geht.

Aber die Jungs schmollen immer einige Zeit, wenn man ihnen das antut. Zum Glück hat Baltimore (auf dem Foto noch mit langer „Hose“) aber in den letzten Tagen eine tolle Beschäftigung gefunden, die ihn von der ihm angetanen Schmach ablenkt: Er jagt Vögel, die er auf unserem Fernseher zu hören glaubt!

Zum Glück kam er bislang noch nicht auf den Gedanken dabei auch seine Tatzen einzusetzen – und die Nasenspuren lassen sich noch ganz gut wegwischen …

Michael Koser: Professor Dr. Dr. Dr. Augustus van Dusen 1 – Eine Unze Radium

Ich muss gestehen, mit dieser Rezension möchte ich ein bisschen Werbung für eine ganz wunderbare Hörspiel-Reihe machen. Denn je mehr Leute sich dazu überwinden die CDs zu kaufen, desto größer ist die Chance, dass auch die weiteren Folgen irgendwann gekauft werden können. Ich habe die „Van Dusen“-Hörspiele leider nicht durch die Radioausstrahlungen (die 1978 begannen) kennengelernt, sondern Jahre später von einer Freundin Mitschnitte geliehen bekommen. Nachdem mir diese Radio-Mitschnitte gut gefallen hatten, habe ich natürlich versucht irgendwie selber an die „Van Dusen“-Folgen zu kommen, aber zu der Zeit gab es – unter anderem aufgrund von Rechtsstreitigkeiten – keine Hoffnung auf eine ganz normal käuflich erwerbbare Variante dieser Hörspiele.

Umso schöner war es für mich, als ich herausfand, dass die ersten vier Folgen seit Oktober 2010 auf CD zu bekommen sind – und so stand für mich fest, dass ich die (trotz des nicht gerade günstigen Preises) unbedingt haben musste. Zu Weihnachten gab es also den ersten Teil „Eine Unze Radium“, den wir dann Silvester als krönenden Jahresabschluss gehört haben. Der zweite Teil, „Das sicherste Gefängnis der Welt“ wurde mir übrigens gestern (zusammen mit den beiden „Dead like me“-Staffeln) geliefert und wird hoffentlich am Wochenende gehört.

Doch nun endlich mal zum Inhalt! Die Figur des Professor van Dusen basiert auf Kurzgeschichten des amerikanischen Schriftstellers Jacques Futrelle und wurden von dem Autor Michael Koser für Hörspiele verwendet, die er für den RIAS geschrieben hatte. Dabei hat sich der deutsche Autor nur anfänglich an die Geschichten des „Van Dusen“-Erfinders gehalten und bald eigene Handlungsstränge rund um den genialen Professor, der auch „Die Denkmaschine“ genannt wird, entwickelt. Neben dem Professor, der seine Logik an den diversen rätselhaften Kriminalfällen erprobt, spielt der Reporter Hutchinson Hatch eine große Rolle. Er übernimmt nicht nur die Rolle des Erzählers, sondern trägt auch seinen Teil zur Lösung der Kriminalfälle bei, in dem er Professor van Dusen nicht nur Laufarbeit abnimmt, sondern ihn auch über aktuelle Vorfälle und Klatsch und Tratsch informiert.

In „Eine Unze Radium“ verschwindet genau diese Menge des hochbrisanten Materials aus einem fensterlosen Labor. Abgesehen von Professor Dexter, der wichtige Versuche mit dem Radium vorhat, hat niemand den Raum betreten – und der Professor ist eindeutig nicht der Täter. So macht sich sein Kollege Professor van Dusen daran, herauszufinden wie das Radium aus dem Labor verschwinden konnte, während Professor Dexter im Vorraum mit einer französischen Besucherin über den Ankauf weiteren Radiums verhandelte.

Wer eine Schwäche für Sherlock-Holmes- oder andere klassische Kriminalgeschichten hat, wird zwar schnell auf die Lösung der Falles kommen, aber das ändert nichts daran, dass „Eine Unze Radium“ wunderbar unterhaltsam ist. Die Sprecher – allen voran Friedrich W. Bauschulte als Professor van Dusen, aber auch Klaus Herm als Hutchinson Hatch – leisten sehr gute Arbeit und es ein Vergnügen ihnen zuzuhören. Ich muss aber auch zugeben, dass ich einfach eine Schwäche für Bauschultes Stimme habe. Für mich ist der Sprecher die perfekte Verkörperung eines nicht gerade jungen, aber hellwachen Wissenschaftlers und ich höre ihn einfach zu gerne.

Was die Produktion angeht: Die Tonqualität ist prima! Ansonsten hört man deutlich, dass die „Van Dusen“-Geschichten in den 70er Jahren als Radiohörspiele produziert wurden. Hier bekommt man wunderbare Sprecher geboten, aber es gibt keine extra eingebauten Hintergrundgeräusche, die die Handlung untermalen sollen und keine überwältigenden Musik, die an den spannenden Stellen aufbrandet. Mir persönlich gefällt das sehr gut, auch wenn ich nichts gegen eine gelungene Geräuschuntermalung habe (wobei mir in letzter Zeit auffällt, dass tolle Effekte bei Hörspielen – genauso wie beim Fernsehen – anscheinend als ausreichender Ersatz für eine gute Handlung oder vernünftige Sprecher/Schauspieler angesehen werden). So bekommt man mit „Eine Unze Radium“ ein klassisches Krimihörspiel. Die Handlung könnte noch überraschender und etwas weniger behäbig sein, aber da ich die weiteren „Van Dusen“-Fälle zum Großteil kenne, kann ich versichern, dass sich die Serie positiv weiterentwickelt.