Alle Artikel von Konstanze

Tansy Rayner Roberts: Dance, Prince, Dance (A Castle Charming 2)

„Dance, Prince, Dance“, der zweite Teil der Castle-Charming-Geschichten von Tansy Rayner Roberts, ist mit 73 Seiten etwas länger als „Glass Slipper Scandal“ – was dem Ganzen meiner Meinung nach guttut. Dieses Mal wird der Leser direkt in die Handlung geworfen – es wird eindeutig vorausgesetzt, dass man die Figuren schon aus der ersten Geschichte kennt -, während man als Erstes den jährlichen winterlichen Wettstreit zwischen den Prinzen und ihren „Hunden“ (der Palastwache) auf dem Spielfeld kennenlernt. So amüsant die Geschichte mit einer Runde „Rookery“ anfängt, bei der zwei gut gerüstete Parteien um drei mit Eisenstacheln besetzte Bälle spielen, so wird schnell deutlich, dass „Dance, Prince, Dance“ insgesamt einen deutlich düstereren Unterton hat als „Glass Slipper Scandal“.

Dieses Mal bekommt man als Leser auch die Perspektive von Prinz Chase Charming mit, der Nacht für Nacht von einem ungewöhnlichen Ball träumt, an dem er und sein Bruder Prinz Cyrus teilnehmen. Während sich der Rest des Landes noch fragt, was es mit der mysteriösen Bestellung von Tanzschuhen auf sich hat, ermitteln der Palastwächter Dennis, seine neue Kollegin Ziggy und der Reporter Kai auf eigene Faust. So stolpern diese drei nicht nur über den Hersteller der Schuhe, sondern auch über einen Soldaten, der schon früher mit massenhaft zertanzten Schuhen zu tun hatte und mehr über die Hintergründe dieses speziellen Rätsels zu wissen scheint. Obwohl Tansy Rayner Roberts diese Geschichte immer noch mit vielen amüsanten kleinen Momenten spickt, ist der Grundton deutlich melancholischer als bei dem ersten Castle-Charming-Teil, was mir gut gefallen hat.

Zwar mag ich den Humor der Autorin sehr, und die Tatsache, dass dieses magische Königreich so viele Elemente für skurrile Szenen bietet, aber die Perspektive von Prinze Chase fügt dem Ganzen mehr Realismus zu und lässt einen hinter die Fassade des leichtlebigen jungen Mannes blicken. So verleiht Tansy Rayner Roberts nicht nur allen Prinzen deutlich mehr Tiefgang, sondern bietet dem Leser auch einen Einblick in die Vergangenheit des Kommandanten der Palastwache und seiner Beziehung zu der Feen-Patin, die für den Glass-Slipper-Skandal verantwortlich war. Ein wenig ausgeglichen werden diese düsteren Elemente durch die sich weiter entwickelnde Beziehung von Dennis und Kai, die sich – trotz der Probleme, die sich durch ihre Berufe ergeben – endlich ein bisschen näher kommen. Dabei bleibt ein großes Geheimnis am Ende der Geschichte immer noch ungelüftet, so dass genügend Fragen offen bleiben, um einen neugierig auf „Let Sleeping Princes Lie“, den dritten Castle-Charming-Band, zu machen.

Lese-Sonntag im Juli

Heute starte ich sehr früh in den Lese-Sonntag, da ich seit ein paar Wochen wieder morgens um 4:30 Uhr aufstehe, um die Wohnung gründlich durchlüften zu können, bevor die Sonne ab halb sieben wieder auf die Fassade knallt. Ohne die dadurch entstehende Abkühlung ist es hier tagsüber wirklich unerträglich. Nachdem ich die ersten Wochen das Gefühl hatte, ich würde vor lauter Übermüdung nie wieder denken können, habe ich mich inzwischen immerhin einigermaßen an meinen aktuellen zweigeteilten Schlafrhythmus gewöhnt (schwierig wird es nur, wenn der ausgiebige Mittagsschlaf wegfällt). Ich bin auf jeden Fall sehr froh, dass ich nie im Schichtdienst arbeiten musste und bin voller Bewunderung für jeden, der das einige Jahre lang ohne größere Probleme auf die Reihe bekommt.

Viel Konzentration fürs Lesen bleibt trotzdem gerade nicht übrig, weshalb ich in den letzten Tagen vor allem Kinder- und Jugendbücher (und weiterhin Manga) zur Hand genommen habe. Auch heute zieht es mich in die Richtung, nachdem ich in der vergangenen Woche doch noch meine „Qualze“-Bücher gefunden habe, von denen ich schon befürchtet hatte, dass sie beim vorletzten großen Ausmisten von mir in die Bibliothek gebracht wurden. Mal schauen, ob ich auch über zehn Jahre nach dem letzten Lesen dieser Geschichten die Abenteuer der acht Kinder von König Grostro, die sich gegen die Qualze behaupten müssen, genießen kann. Aber erst einmal schaue ich, was sich nach meinem Schlafengehen noch so online getan hat und lese – bis die Lichtverhältnisse besser sind – weiter in „Velveteen vs. The Seasons“. 😉

Update 08:45 Uhr

… und dann ging dem Tablet mal wieder der Saft aus, während ich mitten in der Geschichte war. *grummel* Es gibt definitiv Gründe, warum ich gedruckte Bücher immer noch lieber lese als eBooks. In meiner Timeline war über Nacht auch nicht viel los, aber da das Licht inzwischen zum Lesen ausreichte, habe ich zu „Die Qualze – Im Reich von König Gommelick“ von Helga Weymar gegriffen. Dieses Buch fand ich – ebenso wie die Fortsetzung „Die Qualze – Der wachsende Berg“ – als Kind so knuffig, dass ich mir die beiden Titel kaufen musste, nachdem ich sie in der Bibliothek entdeckt hatte. Die Erzählweise und viele kleine Elemente in den Qualze-Büchern erinnern mich an Geschichten von Max Kruse, ohne dass ich das Gefühl habe, die Autorin hätte sich direkt von dem Autor inspirieren lassen.

Die Handlung beginnt damit, dass König Grostro mal wieder über seine acht Kinder jammert, die alle nicht so geraten sind, wie er sich das gewünscht hätte. Seine Tochter Xargarixa setzt mit Schmollen, Weinen und Wutanfällen ständig ihren Willen durch und seine sieben Söhne verbringen den Tag mit allerlei unnützen Dingen. Die ältesten (die Zwillinge Hager und Mager) spielen allen ständig Streiche, der klügste Sohn (Spring) weiß nichts mit all seiner Klugheit anzufangen, Schwobb hält sich für einen Dichter, Mupi schläft Tag und Nacht, Plex eifert den Zwillingen nach und der jüngste Sohn, Acht, ist so gutmütig, dass mit ihm auch nicht viel anzufangen ist. Zu Beginn von „Die Qualze – Im Reich des König Gommelick“ lässt sich König Grosto von seiner Tochter überreden einen Liebesbrief-Wettbewerb auszurichten, um einen Ehemann für sie zu finden, und während er noch darüber jammert, dass das eine dumme Idee sei und wie es sein kann, dass er dem zugestimmt hat, erklingt ein geheimnisvollen (und auch etwas unheimliches) Kichern im Thronsaal, dass alle Anwesenden sofort der Qualze zuschreiben. Die Qualze ist eine Hexe, die in allen Ländern Afraliens ihr Unwesen treibt und von der man nicht weiß, ob sie gut oder böse ist. Es steht nur fest, dass sie das Leben aller Beteiligten kräftig auf den Kopf stellt, wenn sie sich erst einmal einmischt …

Mir hat es wirklich Spaß gemacht die Abenteuer der von der Qualze in verschiedene bunte Wesen (oder Dinge) verzauberteten Prinzen zu verfolgen und mitzuerleben, wie sie einen Weg finden müssen, um den auf ihnen liegenden Zauber wieder aufzuheben. Manchmal haben sie dabei Hilfe von anderen Personen, die ebenfalls Opfer der Qualze wurden, bekommen, dann wieder hatten sie das Glück und trafen auf einen ihrer Brüder, der ihnen beistehen konnte, oder sie haben ganz allein herausgefunden, welches Mittel ihnen ihre alte Gestalt wieder zurück bringt. Und da der erste Band so nett und die Geschichte damit noch nicht abgeschlossen war, habe ich gleich zu „Die Qualze – Der wachsende Berg“ gegriffen und das Buch auch noch gelesen. Ich mag es, dass die Qualze zwar keine besonders sympathische Figur ist, aber im Laufe der beiden Bücher klar wird, dass sich langfristig das Leben all der von ihr verzauberten Personen verbessert hat, weil sie durch ihre Erlebnisse so viel gelernt und sich weiterentwickelt haben. 🙂

Update 11:30 Uhr

Nach dem letzten Update gab es erst einmal Frühstück für mich und dazu haben mein Mann und ich die gestrige Folge von „Kids Baking Championship“ gesehen – immer wieder spannend, was diese Kinder für Techniken beherrschen (auch wenn die gestrige Folge in der Beziehung nicht soooo beeindruckend war). Außerdem ging es mit „Velveteen vs. The Seasons“ von Seanan McGuire – genauer gesagt mit der Geschichte „Velveteen Presents The Princess vs. Public Relations“ – weiter. Diese dritte Sammlung von Velveteen-Kurzgeschichten dreht sich um die Zeit, die Velveteen bei den Jahreszeiten verbringen muss, um für die Hilfe zu bezahlen, die sie von diesen bekommen hat. Velveteen hat sich verpflichtet eine Saison pro Jahreszeit zu dienen, in der Hoffnung, dass sie danach noch rechtzeitig kommt, um ihren Liebsten aus seinem magischen Schlaf zu retten. Die Jahreszeiten – allen voran Winter – hingegen hoffen, dass sie Velveteen für immer für sich gewinnen können. Die schon von mir gelesenen Geschichten drehten sich um die Zeit, die Velveteen im Winter verbracht hat, und darum, wie sie die schreckliche Seite des Winters entdeckte, nachdem diese Jahreszeit sie von klein auf nur mit den schönen Elementen verwöhnt hat (um sie in ihren Dienst zu locken).

Das Testbrot für dieses Wochenende ist Haselnuss-Brot – sehr lecker, sowohl mit Käse, als auch mit Aronia-Gelee. 🙂

„The Princess vs. Public Relations“ dreht sich hingegen nicht um Velveteen (die Winter gerade verlassen hat und auf dem Weg zum Frühling ist), sondern um „The Princess“, eine der besten Freundinnen von Velveteen und eine der wenigen Superheldinnen, die nicht von klein auf zu den Super Patriots gehörte. Ich fand es schön mehr über „The Princess“ zu erfahren, die ich bislang zwar als Freundin von Velveteen mochte, die aber bislang relativ wenig Profil und so gut wie keinen Hintergrund bekommen hatte. Schön fand ich die beiläufige Bemerkung, dass „The Princess“ (getauft auf den Namen Scott Miller) seit ihrem sechsten Lebensjahr Carrabelle hieß, und die Beschreibung des Moments, als ihre Magie in einem märchenhaften Themenpark erwachte. Ich glaube, ich finde diese Elemente deshalb so besonders, weil ich mir bei Seanan McGuire sicher bin, dass für sie der Charakter von Anfang an genau diesen Hintergrund hatte und dass sie nur jetzt erst dazu kam, die Geschichte dieser Figur zu erzählen. (Wobei man da auch in Betracht ziehen muss, dass die Velveteen-Kurzgeschichten von der Autorin nicht chronologisch geschrieben und für die Anthologien überarbeitet und passend sortiert wurden.)

Weil es so selten ist, dass ich Christie mal beim Schmusen (mit meinem Mann) festhalten kann, packe ich das Bild trotz der schlechten Lichtverhältnisse durch die Verdunklung in unserer Wohnung mal hier rein. Noch schöner ist das Bild, bei dem sie ihren Kopf an seinem Kinn reibt, aber das möchte er nicht veröffentlicht haben. *g* Bis zum Katzenfüttern lese ich noch in den schon rausgelegten Criminal-Comics von Brubaker. Mein Mann hatte vor einiger Zeit mal seine Brubaker-Hefte für mich rausgesucht und heute habe ich endlich Lust mir mal die nächste Serie davon vorzunehmen. Mal schauen, wie weit ich damit komme, bevor Christie ihr Futter verlang. Nach dem Katzefüttern werde ich vermutlich den langsam notwendigen Mittagsschlaf einlegen …

Update 16:00 Uhr

Katze gefüttert, Mittagsschlaf beendet, Internetrunde gedreht … jetzt Kekse und wenn „Die Traumhaus-Challenge: Irland“, die mein Mann gerade laufen hat, zuende ist, greife ich wieder zu den Comics. 😉

Update 18:45 Uhr

Der Comic („Second Chance From Hell“), den ich heute Mittag gelesen hatte, drehte sich um zwei junge Männer (Jake und Sebastian), deren Väter zusammen die kriminelle Macht in der Stadt in der Hand hielten. Und während Sebastian in die Fußstapfen seines Vaters treten will, versucht Jake als Profi-Boxer eine ehrbare Karriere zu starten. Doch natürlich entkommen sie dem Erbe ihrer Väter nicht – schon gar nicht, als ganz „klassisch“ die Liebe zu einer Frau (Danica) ihrer beider Freundschaft zerstört. Das zweite Heft, „A Wolf Among Wolves“, dreht sich nicht – wie ich erwartet hatte (schon blöd, wenn man dank gezeichneter Verletzungen die blonden Figuren nicht auseinanderhalten kann *g*) um Sebastian, sondern um Teeg Lawless (dessen Sohn kenne ich schon aus einer anderen Criminal-Reihe von Brubaker). Teeg ist gerade erst aus dem Krieg zurückgekehrt und hat mehr Erinnerungen mitgenommen, als er erwartet hatte. Schon vor dem Vietnam-Krieg war er kein besonders gesetztestreuer Mensch, nun aber gerät er – dank Spielschulden und einem kleinen Rest von Verantwortungsgefühl gegenüber seiner Frau und den beiden Söhnen – in eine rasante Abwärtsspirale. Da ich mir Namen so schlecht merken kann, hat es bis zum zweiten Heft gedauert, bis ich feststellte, dass ich auch Jake schon kannte … 😀

Heft Nummer drei („Female Of The Species“) wird dann aus Danicas Sicht erzählt und klärt die Frage, warum sie nach fünf Jahren überhaupt wieder in die Stadt gekommen ist. Ich mag die Noir-Stimmung in diesem Comics, ich mag viele der Figuren, auch wenn sie ständig die falsche Entscheidung treffen, und ich mag wie die verschiedenen Geschichten verknüpft sind (auch wenn das herausfordernd sein kann, wenn man immer so viel Zeit zwischen den einzelnen Reihen verstreichen lässt). Aber ich muss auch zugeben, dass ich für all diese Hoffnungslosigkeit und Gewalt in den Criminal-Comics in der richtigen Stimmung sein muss, obwohl die Geschichten wirklich cool erzählt werden. Aktuell passt es, aber nach diesen sieben zusammengehörigen Heften gibt es für mich vermutlich wieder eine kleine Brubaker-Pause. 😉

Bevor ich aber die vier Teile von „Bad Night“ beende, sollte ich in die Küche wandern und Abendessen kochen. Heute gibt es Pita-Taschen mit würziger Karotten-Kichererbsen-Füllung und Joghurt-Sauce… nur ohne Pita-Taschen (dafür mit Fladenbrot) und auch sonst fehlen mir ein paar Zutaten, weil es beim gestrigen Wochenend-Einkauf mal wieder nur sehr, sehr wenig Auswahl im Viertel gab. Die Hälfte der geplanten Essen für die kommende Woche musste ich spontan streichen, weil so exotische Zutaten wie Parmesan oder Frühlingszwiebeln nicht zu bekommen waren. *grummel*

Update 21:15 Uhr

Das Abendessen war lecker, wenn auch etwas herausfordernd zu essen – so viel kullernde Kichererbsen! *g* Außerdem war die Menge schon recht großzügig, obwohl ich weniger gemacht hatte, als im Rezept für zwei Personen veranschlagt worden war. Nebenbei haben wir eine Doku über Bettina Tietjen laufen gehabt, die es vor kurzem im Fernsehen gab, und so ging die Zeit bis jetzt gut vorbei. 😉 Nach einer letzten Blogrunde, werde ich gleich die letzten beiden Criminal-Hefte lesen, um die Geschichte zu beenden, und dann vor dem Schlafengehen nur noch etwas mit dem DS spielen.

Es war schön, heute wieder gemeinsam mit euch zu lesen! Habt einen guten Start in die Woche und gönnt euch möglichst viel Erholungs- und Lesezeit bis zum nächsten Lese-Sonntag im August! 🙂

***

Heutige Mitleser:

Natira
Kiya
Sayuri

Tansy Rayner Roberts: Glass Slipper Scandal (A Castle Charming 1)

Vor einiger Zeit hatte ich eine Kickstarter-Kampagne entdeckt, bei der die Autorin Tansy Rayner Roberts Geld sammelte, um ihre Creature-Court-Serie noch einmal auf den Markt bringen zu können. Als Belohnung gab es nicht nur die Creature-Court-Titel, sondern auch noch weitere Veröffentlichungen der Autorin, die in den letzten Tagen bei mir (als eBooks) eingetroffen sind. „Glass Slipper Scandal“ ist eine 40seitige Geschichte rund um die aktuelle Saison in Castle Charming. Aus mehreren Perspektiven erlebt man eine Geschichte rund um diese ganz besonders verrückte Zeit im Jahr, in der lauter ausländische Prinzessinnen auf dem Schloss eintreffen, in der Hoffnung, die Aufmerksamkeit eines der beiden Prinzen auf sich zu ziehen. Erzählt wird die Handlung aus der Sicht einer der Prinzessinnen (Ziyi), eines der neuen Palastwächter (Dennis) und eines – ebenfalls neu in seinem Job seienden – Reporters (Kai).

Obwohl die Geschichte so kurz ist, habe ich die verschiedenen Erzähler ebenso wie die diversen Nebenfiguren schnell ins Herz geschlossen. Ziyi zum Beispiel ist es vollkommen egal, ob sie einen Prinzen heiratet, sie will nur, dass diese demütigende Reise von Saison zu Saison und von Königreich zu Königreich endlich ein Ende hat. Kai hingegen entdeckt, dass man als Reporter eine ganze Menge Dinge erfährt, die man nie schreiben kann, weil es nicht nur darum geht, die Wahrheit zu erzählen, sondern auch darum, den richtigen Zeitpunkt dafür zu finden. Und Dennis stellt fest, dass man als Leibwächter des Prinzen weniger Angst vor Attentätern als vor dem Benehmen seines Schützlings haben muss. Dazu kommt, dass das gesamte Königreich traumatisiert ist durch die Liebesgeschichte des aktuellen Königs und seiner Frau. Die beiden haben eine klassische „Glass Slipper“-Romanze gehabt, doch wie es nun einmal bei Liebesgeschichten der Fall ist, die durch die Hilfe von Feen zustandekamen, war das Ende recht tragisch. Niemand im gesamten Königreich will so etwas noch einmal miterleben – weshalb es umso alarmierender ist, als am ersten Ballabend eine geheimnisvolle Prinzessin mit gläsernen Schuhen auftaucht und mit dem ältesten Prinzen tanzt.

Auch wenn „Glass Slipper Scandal“ kaum mehr als der Prolog der Geschichte rund um Castle Charming ist, habe ich mich wunderbar über all die märchenhaften Elemente, die überraschenden Hintergründe zu den diversen Personen und die unterhaltsamen kleinen Wendungen in der Handlung amüsiert. Ich fand die Anziehung zwischen Dennis und Kai wunderschön beschrieben, ich mochte Prinzessin Ziyis wilde Entschlossenheit, alles dafür zu tun, damit sie nicht zurück in ihre Heimat muss, und ich musste über den armen Kai schmunzeln, der über die Story seines Lebens stolpert, nur um festzustellen, dass er das so niemals veröffentlichen können wird. Es gibt so viele Nebenfiguren in dieser kurzen Geschichte, über deren Leben ich gern mehr erfahren würde, ebenso wie ich gern mehr über all die kleinen fantastischen Dinge wissen würde, wie zum Beispiel die magische Tinte, die für das Schreiben des „Charming Heralds“ verwendet wird. Alles in allem war „Glass Slipper Scandal“ ein wunderbarer kleiner Blick in ein ungewöhnliches märchenhaftes Königreich und ich freue mich sehr, dass ich mit „Dance, Prince, Dance“ und „Let Sleeping Princes Lie“ zwei weitere (wenn auch wieder recht kurze) Geschichten rund um Castle Charming vor mir habe.

Jennifer Mathieu: Moxie – Moxie Girls Fight Back

Über „Moxie – Moxie Girls Fight Back“ von Jennifer Mathieu war ich irgendwann im vergangenen Jahr gestolpert und fand den Klappentext (und das Cover der HC-Ausgabe) sehr ansprechend, aber da ich nur selten in der Stimmung für „High School“-Geschichten – selbst wenn sie ungewöhnlich sein sollen – bin, hat es eine Weile gedauert, bis ich den Roman aus dem SuB befreit hatte. Die Protaginistin in diesem Roman ist die 16jährige Vivian (Viv) Carter, die auf eine angeblich ganz normale texanische Kleinstadt-High-School geht. Für sie ist es Alltag, dass das Football-Team von allen Seiten gesponsert wird, während die Schulbücher veraltet sind, in den naturwissenschaftlichen Fächern wichtige Materialien fehlen und andere („mädchenhaftere“) Sportarten selbst sehen müssen, wie sie an neue Trikots oder Ausstattung kommen. Ebenso selbstverständlich ist es für sie, dass die Jungs vom Football-Team sich alles erlauben dürfen (inklusive dem Tragen von sexistischen Sprüchen auf ihren T-Shirts und „bump’n’grabs“-Aktionen). Die Mädchen müssen sich regelmäßigen und ziemlich willkürlichen Kleiderkontrollen unterziehen lassen, damit dafür Sorge getragen wird, dass sie nicht zu viel Haut zeigen oder gar zu enge Kleidung tragen und so die Jungen vom Unterricht „ablenken“ oder gar in Versuchung führen.

Für Vivian ist dies alles Alltag, und so ist es kein Wunder, dass sie in der Schule alles dafür tut, um nicht aufzufallen. Sie gehört zu einer Gruppe von „netten“ Mädchen, die sie seit ihrer Kindergarten- oder Grundschulzeit kennt und sie nimmt alle Termine (inklusive der verhassten Freitagabend-Spiele des High-School-Football-Teams) wahr, die in ihrer Kleinstadt zum Alltag gehören. Aber sie hegt auch eine heimliche Schwäche für die Punkbands, die ihre Mutter Lisa während ihrer Riot-Grrrl-Zeit gehört hat. Als sie sich eines Abends besonders über den sexistischen Alltag an ihrer Schule aufregt, nimmt sie die „Erinnerungsbox“ ihrer Mutter als Inspirationsquelle, um ein Zine (eigentlich ist es kaum mehr als ein Flyer) mit dem Titel „Moxie“ zu fabrizieren, das gegen die ungerechte Behandlung der Schülerinnen und das Benehmen der Mitglieder des Foodball-Teams wettert. Langsam nimmt von diesem Moment an eine Entwicklung ihren Lauf, die dazu führt, dass Vivian gemeinsam mit Gleichgesinnten gegen den Sexismus an ihrer Schule angeht.

Dabei finde ich es stimmig, dass Vivian erst einmal Impulse von außen benötigt, um nach und nach ihre eigene Stimme zu finden. Obwohl sie von klein auf mit der Vergangenheit ihrer Mutter aufgewachsen ist, hat sie sich selbst nie mit dem Thema Feminismus beschäftigt. Erst als Viv die verstörte Reaktion ihrer neuen Mitschülerin Lucy auf die an der Schule üblichen Regeln wahrnimmt, gelingt es ihr zum ersten Mal – wenn auch anonym -, ihre Gefühle in Worte zu fassen. Und als es erste positive Reaktionen von ein paar Schülerinnen auf „Moxie“ gibt, weiß Vivian anfangs nichts damit anzufangen. Sie hat nur dieses vage Gefühl, dass es so nicht weitergehen kann, sie entwickelt sich aber nicht von einem Moment auf den anderen zur selbstbewussten Revolutionärin. Doch je mehr sie über die Umstände an ihrer Schule nachdenkt, desto wütender wird sie, und je mehr sie über diese Dinge redet, desto mehr stellt sie fest, dass sie nicht die einzige Schülerin ist, die voller Wut und Unsicherheit und Frustration ist und das Bedürfnis hat, etwas zu verändern.

Ich mochte es sehr, wie in „Moxie“ aus ein paar voller Frustration und Wut geschriebenen Kopien einer einzigen Person langsam eine Bewegung entsteht, wie immer mehr Schülerinnen sich – über die früher herrschenden ungeschriebenen Grenzen hinweg – zusammenfinden, um zu protestieren, um einander zu unterstützen und um endlich einmal gehört zu werden. Weniger schön, aber dafür vermutlich umso realistischer fand ich, dass einer der wenigen Jungen auf der Schule, die grundsätzlich auf der Seite der „Moxie“-Girls stehen, immer wieder mit dem Argument kommt, dass nicht alle Jungs wie die Football-Spieler sind. Ich glaube, dieser Teil wäre für mich einfacher zu lesen gewesen, wenn es mehr sympathische männliche Nebenfiguren gegeben hätte, deren Meinung man mitbekommt. So hat Jennifer Mathieu einen einzigen sympathischen Schüler geschaffen, den man als Leser überhaupt per Namen kennt, nur um ihm dann all die fadenscheinigen und schädlichen Argumente unterzuschieben, die von eigentlich „aufmerksamen“ Männern verwendet werden, die trotz aller Beweise und Gespräche nicht glauben können, dass das Leben für Frauen in einer männerdominierten Welt so herausfordernd ist.

Im Gegenzug dazu fand ich die Beschreibungen der Protagonistin und ihrer Freundinnen und Mitschülerinnen durchgehend gelungen, und ich habe die Vielfalt dieser Mädchen genossen. Viv entwickelt sich spürbar weiter innerhalb dieses Romans, ohne dabei ein vollkommen anderer Mensch zu werden, und genauso ist es mit ihrer Beziehung zu ihren Freundinnen. Ich fand es stimmig, wie Jennifer Mathieu die vielen verschiedenen Meinungen der Schülerinnen darstellt, von „ja, das ist schlimm, aber es war schon immer so“ bis „ich hatte da eine Idee und habe was auf die Beine gestellt“. Sie verschweigt nicht, dass für einige Frauen das Wort „Feminismus“ so mit Vorurteilen behaftet ist, dass sie damit nichts zu tun haben wollen, sie zeigt auf, dass es Mut kostet, sichtbar zu sein, aber auch, dass es viel einfacher ist, etwas zu bewirken, wenn man zusammenhält und sich dem Gegenwind gemeinsam entgegenstellt. Dabei verpackt die Autorin all diese gewichtigen und erschreckend aktuellen Themen in einen unterhaltsamen und fluffig zu lesenden High-School-Roman inklusive einer süßen Liebesgeschichte – und vor allem sehr schönen Szenen rund um Freundschaft und Erwachsenwerden.

Cherie Priest: I Am Princess X

„I Am Princess X“ von Cherie Priest (mit Illustrationen von Kali Ciesemier) gehört zu den Büchern, um die ich lange herumschlich, um dann festzustellen, dass ich sie doch kaufen muss. Erst saß der Titel sehr, sehr lange auf der Wunschliste, und nun lag er bestimmt sechs Wochen auf dem SuB. Vor allem lag dies daran, dass ich die Inhaltsangabe wirklich spannend fand und Angst hatte, dass der Roman meinen Erwartungen nicht gerecht werden würde. Außerdem hat es mir Spaß gemacht, mir Gedanken um die Auflösung der Geschichte zu machen (und das, bevor ich überhaupt Details der Handlung kannte *g*). „I Am Princess X“ dreht sich um May und Libby, die in der fünften Klasse Freundinnen werden, als sie gemeinsam Zeit vertrödeln müssen, weil sie nicht am Sportunterricht teilnehmen können.

Schon bei ihrer ersten Begegnung denken sie sich zusammen eine Heldin namens Princess X aus, die in einem Geisterhaus wohnt und ein Katana schwingt. In den folgenden Jahren sind May und Libby unzertrennlich und ihre gemeinsam geschaffenen Geschichten (mit Libby als Zeichnerin und May als Autorin) rund um Princess X nehmen einen ganzen Wandschrank in Libbys Schlafzimmer ein. Doch dann sterben Libby und ihre Mutter bei einem tragischen Unglück und ihr Vater verlässt von einem Tag auf den anderen Seattle. Wenig später muss May entdecken, dass ihr nach Libbys Tod nicht mal Princess X geblieben ist, da Libbys Vater alle Erinnerungen an seine Familie hat entsorgen lassen. Drei Jahre später stolpert May auf einmal überall in Seattle über Bilder von Princess X und auch in dem dazugehörigen Online-Comic gibt es Verweise auf Libbys Sturz von der Brücke und Andeutungen, dass Libby vielleicht noch am Leben sein könnte.

So ganz sicher war ich mir anfangs nicht, ob „I Am Princess X“ ein Jugendbuch über eine intensive Freundschaft ist oder gar ein Kriminalroman – am Ende kann ich sagen, dass beides der Fall ist. May verfolgt die in dem Comic versteckten Hinweise mit einer Starrköpfigkeit, die schon fast an Besessenheit grenzt – schließlich hat sie all die Jahre davon geträumt, dass Libby noch am Leben sein möge. Außerdem steht für sie fest, dass all diese Hinweise ganz eindeutig an sie gerichtet sind, weil sie sich auf Dinge beziehen, die die beiden Mädchen in der Vergangenheit gemeinsam erlebt haben. Gemeinsam mit dem Hacker „Trick“ (Patrick), den May kennenlernt, als sich ihr Laptop aufhängt, findet sie nicht nur mehr über die Hintergründe des Online-Comics heraus, sondern auch Details zu den Hinweisen, die der Öffentlichkeit sonst nicht zur Verfügung stehen.

Etwas schwierig fand ich dabei, dass May, obwohl sie eigentlich ein relativ normales und vertrauenswürdiges Mädchen ist (wenn man nach dem Verhalten ihres Vaters geht), sehr schnell bereit ist, Gesetze zu brechen, um an Informationen zu kommen. Es gibt Stellen in der Geschichte, wo ich erwartet hätte, dass sie erst einmal legale Möglichkeiten suchen würde, um an Daten zu kommen, statt gleich über Einbruchswerkzeug und Sicherheitsvorkehrungen in öffentlichen Gebäuden nachzudenken.Trotzdem fühlt sich die Handlung überraschend realistisch an, weil es May und Trick – trotz all der Hilfe, die sie durch „Princess X“ und ihren Verbündeten bekommen – Arbeit und eine Menge Fußwege kostet, um hinter die Geheimnisse des Comics zu kommen. Außerdem ist Trick zwar als Hacker gut genug, um (il)legal Informationen zu beschaffen, aber nicht so gut, dass er dies spurenlos auf die Reihe kriegt. So ziehen die beiden schnell Aufmerksamkeit auf sich, die ihr Leben in Gefahr bringt.

Mir hat „I Am Princess X“ sehr viel Spaß gemacht, obwohl mir einige Elemente schon fast zu schnell gelöst wurden, aber diese Schnelligkeit sorgte auch für durchgehend anhaltende Spannung. Ich mochte die innige Freundschaft zwischen May und Libby, mir gefielen die Geschichten, die sie sich zusammen ausgedacht haben ebenso wie die kleinen Anekdoten am Anfang rund um ihre gemeinsame Zeit. Besonders schön ist es, dass Seiten des Web-Comics im Roman zu sehen sind, auf denen man als Leser gemeinsam mit May nach Hinweisen Ausschau halten kann. Ebenso hat es mir gefallen, dass die Protagonisten relativ normale Charaktere mit Stärken und Schwächen sind, wobei sie – auch wenn sie die eine oder andere falsche Entscheidung treffen – so sympathisch sind, dass ich gern meine Zeit mit ihnen verbracht habe. Selbst die Hintergründe rund um den Unfall, den Libby hatte, erscheinen beim Lesen erstaunlich stimmig – auch wenn ich in Nachhinein den einen oder anderen Aspekt in Frage gestellt habe. Insgesamt hat mir „I Am Princess X“ einen spannenden Nachmittag beschert (und nun überlege ich, ob ich die Augen nach den Titeln der Autorin für Erwachsene aufhalte).

Janine Beacham: Rose Raventhorpe Investigates 1 – Black Cats and Butlers

„Black Cats und Butlers“ von Janine Beacham war eine ziemlich spontane Anschaffung, weil mir erst das hübsche Cover ins Auge fiel und mich dann der Klappentext so ansprach – und nun werde ich mir wohl die beiden bislang veröffentlichen Fortsetzungen auch noch kaufen müssen. 😉 Protagonistin der Geschichte ist Lady Rose Raventhorpe, die zu Beginn des Romans gerade ihren zwölften Geburtstag feiert. Während des Frühstücks liest sie davon, dass in den vergangenen Tagen zwei Butler ermordet wurden. Was dazu führt, dass sie sich nicht nur darüber aufregt, dass niemand den Tod der beiden Dienstboten bislang für erwähnenswert gehalten hätte, sondern auch große Angst um ihren eigenen Butler Argyle bekommt. Argyle ist Rose’s engste Bezugsperson und derjenige, der sie seit ihrer Geburt erzogen hat, da ihr Vater in wichtige politische Geschäfte involviert ist, während ihre Mutter den ganzen Tag damit beschäftigt ist, schön zu sein. Noch bevor der Tag zu Ende geht, wird auch Argyle ermordet, und Rose beschließt, alles dafür zu tun, um den Mörder ihres Butlers zu stellen.

Trotz dieser traurigen Ausgangssituation ist „Black Cats and Butlers“ ein wundervolles Wohlfühlbuch, das ich gar nicht aus der Hand legen wollte, als ich es erst einmal angefangen hatte. Rose ist eine stimmige Protagonistin, die auch keine Hemmungen hat, den Namen ihrer Familie oder ihren Reichtum zu nutzen, wenn sie an Informationen gelangen will. Erst nach Argyles Tod entdeckt sie all die Geheimnisse, die ihr Butler hatte, und schämt sich sehr dafür, dass sie ihn ihr Leben lang als so selbstverständlich angesehen hat. Trotzdem drängt sie nicht diese Scham zu ihren Ermittlungen, sondern die feste Überzeugung, dass ein Mörder gefasst werden muss, dass es zu keinen weiteren Attentaten auf Butler kommen darf und dass eine Raventhorpe alles tun muss, um ihre Stadt zu retten. Denn nicht nur die Morde an den Butlern beunruhigen Rose, sondern auch das allmähliche Verschwinden der Katzenstatuen, die der Legende nach über die Stadt wachen sollen.

Ich mochte nicht nur Rose, sondern auch all die anderen Figuren in dieser Geschichte. Rose‘ (etwas ältere) Freundin Emily, ihr Kleidungsstil und ihre Begeisterung für alles, was unheimlich, düster und schwarz ist, ist großartig. Die ganzen Butler, die Rose während ihrer Ermittlungen kennenlernt – inklusive der dazugehörigen Geheimgesellschaft, die Duelle und die aufbrausenden Temperamente (selbstverständlich nie im Dienst!) – sind nicht nur wundervoll induviduelle Figuren, sondern auch eine großartige Idee. Ich werde nie wieder in Romanen oder Filmen einem Butler begegnen können, ohne mich zu fragen, wie gut er wohl mit dem Schwert ist. 😉 Überhaupt ist die Welt, die Janine Beacham da erschaffen hat, sehr atmosphärisch geworden. Ihre Stadt Yorke verfügt über eine wunderbar viktorianische Atmosphäre und es gibt sehr schöne Beschreibungen der verschiedenen Viertel und Geschäfte, der Katzenstatuen und all der anderen Dinge, die einem Ort Leben verleihen.

Die Prophezeiung rund um das Schicksal von Yorke, wenn die Katzen verschwinden und die Wächter versagen sollten, ist eigentlich das einzige „fantastische“ in der Geschichte. Aber sie zieht sich durch den gesamten Roman und ist ungemein wichtig für die (teilweise sehr düstere) Atmosphäre und dient als Vorausetzung für so viele Elemente. Als Ausgleich dazu gibt es sehr viele amüsante Szene – schließlich ist „Black Cats and Butlers“ immer noch ein Kinderbuch – rund um die verschiedenen Figuren und die Enthüllungen, die Rose während ihrer Ermittlungen macht. Ich mochte es sehr, wie Janine Beacham es geschafft hat, gleichzeitig dafür zu sorgen, dass ich mir Sorgen um Rose, mögliche weitere Opfer und die Stadt machte, während ich mich auf der anderen Seite wunderbar amüsierte und das Buch gar nicht aus der Hand legen wollte, weil ich mich damit so wohlfühlte und ich wissen wollte, was als Nächstes passiert. Sehr schön war es auch, dass ich – während ich sonst häufig bei „Kriminalromanen“ für Kinder die Auflösung schon lange vor Ende der Geschichte weiß – hier mehr als eine überraschende Wendung bezüglich der möglichen Täter und ihrer Motive erleben durfte. Ich freu mich sehr auf die zwei weiteren Romane mit Rose und den Butlern von Yorke und bin gespannt, wie viele Abenteuer diese ungewöhnliche Detektivin wohl noch erleben wird.

Jen Wang: The Prince and the Dressmaker (Comic)

„The Prince and the Dressmaker“ von Jen Wang ist mir in den letzten Monaten immer wieder in meiner englischen Timeline untergekommen und dann recht schnell auf die Merkliste gehüpft. Ende Juni habe ich den Comic dann überraschenderweise geschenkt bekommen und gleich gelesen. Die Handlung in „The Prince and the Dressmaker“ beginnt mit einem Ball, der zu Ehren des 16jährigen Prinzen Sebastian abgehalten wird. Da der Ball recht kurzfristig angekündigt wurde, stürmen die jungen Damen, die in Paris ihre Saison verbringen, die Modesalons, um sich ein neues Kleid anfertigen zu lassen. So bekommt die junge Schneiderin Frances die Chance, ein aufsehenerregendes Kleid für eine ungewöhnliche Kundin anfertigen zu können, welches dafür sorgt, dass Frances von Prinz Sebastian als seine neue Schneiderin angestellt wird.

Der Prinz ist nämlich – gerade aufgrund der Tatsache, dass das von Frances entworfene Kleid nicht den üblichen Konventionen entspricht – geradezu hingerissen von den frischen Ideen der jungen Schneiderin. Wie Frances schnell feststellt, hat Prinz Sebastian nicht nur ein Faible für Mode, sondern er zieht (phasenweise) auch gern Damenkleidung an. Dabei ist Sebastian sich vollkommen bewusst, was für ein Skandal es wäre, wenn herauskäme, dass er Cross-Dressing betreibt. Sein Leben wäre deutlich einfacher, wenn er sich in Frauenkleidern nicht so wohlfühlen würde, aber auf der anderen Seite hat er das Bedürfnis, mit den von Frances entworfenden Kleidern zumindest eine Zeitlang diese Facette seiner Persönlichkeit voll auszuleben.

Ich fand die Geschichte wunderschön erzählt, gerade weil die beiden Protagonisten nicht immer die klügste Entscheidung treffen. Anfangs ist es vor allem bezaubernd zu verfolgen, wie Sebastian und Frances über ihr gemeinsames Interesse für Mode Freunde werden. Für Sebastian ist es das erste Mal, dass er mit jemandem so offen über ein Thema reden kann, das ihm so am Herzen liegt, während Frances sich und ihre Ideen erstmals anerkannt fühlt. Doch natürlich ist so eine Freundschaft zwischen einem Prinzen und einer Schneiderin nicht so einfach – vor allem, wenn der Prinz als Thronerbe an seinen Ruf und seine Pflicht gegenüber seiner Familie denken muss. Frances hingegen will Sebastian unterstützen, aber sie ist auch nicht bereit, dafür auf Dauer ihr Licht unter den Scheffel zu stellen. Sie geht im Laufe der Geschichte so einige Kompromisse ein, um endlich auch öffentliche Anerkennung für ihrer Arbeit zu bekommen, nur um dann festzustellen, dass es nicht so einfach ist, unter diesen Umständen den eigenen Stil beizubehalten.

So schön und märchenhaft die Handlung war, so hätte ich mir hier und da etwas mehr „Umfeld“ für die Figuren gewünscht – gerade bei Frances hätte ich gern noch ein bisschen über ihre Vergangenheit, ihre Familie und ihren beruflichen Weg erfahren. Aber so richtig schlimm war es auch nicht, dass die Autorin nicht auf diese Aspekte eingegangen ist, denn umso intensiver nimmt man als Leser die Beziehung zwischen Frances und Sebastian wahr und freut sich darüber, dass beide endlich jemanden haben, der ihre Interessen teilt. Spannend war es auch zu verfolgen, wie Sebastian als „Lady Crystallia“ immer selbstsicherer auftrat und wie dieses neue Selbstbewusstsein stellenweise auch in seinem Alltag als Prinz hervorblitzte. Das Ende war ein etwas arg abgedrehtes, aber dafür auch sehr lustiges Happy End, womit „The Prince and the Dressmaker“ trotz des einen oder anderen kleinen Kritikpunkts eindeutig zur Wohlfühllektüre taugt.

Was den Zeichenstil von Jen Wang angeht, so finde ich ihn ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Die Zeichnungen sind – von der einen oder anderen Darstellung der Kleider abgesehen – relativ einfach gehalten. Es gibt nur selten wirklich nennenswerte Hintergründe und auch auf Schatten und Details hat Jen Wang in der Regel verzichtet. Wie schon bei der Charakterisierung der Nebenfiguren fallen bei Gestik und Mimik immer wieder bestimmte Stereotypen ins Augen, aber da die meisten dieser Figuren wirklich nur den Rahmen für die ansonsten wirklich hübschen Handlung bilden, konnte ich damit leben – auch wenn es natürlich schöner gewesen wäre, wenn jedes Panel die gleiche Aufmerksamkeit bekommen hätte wie die wunderschönen Kleider der Lady Crystallia.

Sommerbücher

Nachdem es zwei Wochen lang eigentlich relativ angenehmes Sommerwetter gab (vor allem dank der verhältnismäßig kühlen Nachttemperaturen), stiegen am Donnerstag die Temperaturen wieder auf 30 Grad und Abkühlung beim nächtlichen Lüften konnten wir auch vergessen. Es war zu warm, um zu schlafen, und ich war zu müde, um zu lesen. Stattdessen saß ich da und habe mir Gedanken darüber gemacht, was mir für „Sommerbücher“ in den Sinn kommen – spontan kam ich auf folgende Titel, weil sie mir immerhin während des Lesens vorgaukeln, dass Sommer einfach schön sein kann:

Tove Jansson: The Summer Book (Das Sommerbuch)
Wunderschöne, ruhige und fein erzählte Episoden von den Erlebnissen, die eine Großmutter und ihre Enkelin im Sommer (genauer gesagt in mehr als einem Sommer) auf einer kleinen Insel im finnischen Fjord haben. Perfekt für kleine Lesepausen und wunderbar erholsam zu lesen.

Edward Kelsey Moore: Mrs. Roosevelt und das Wunder von Earl’s Diner
Eigentlich kein wirkliches „Sommerbuch“, aber die warmherzige, amüsante und berührende Geschichte rund um drei Freundinnen und die Geister, die die Protagonistin Odette auf einmal sieht, strahlt für mich so eine Art „Südstaaten-Feeling“ aus (ohne überhaupt da zu spielen), dass ich es automatisch mit Sommer und heißen Tagen verbinde. Auf jeden Fall ist es eine wunderbare Wohlfühlgeschichte, ohne dass Themen wie Trauer, Rassismus, Krankheit, verlorene Träume und Bigotterie ausgeklammert werden.

Claire Legrand: Some Kind of Happiness
Ein Jugendbuch aus der Sicht der elfjährigen Finley, die einen Sommer bei ihren Großeltern verbringen soll, während ihre Eltern versuchen ihre Beziehung zu klären. Auf den ersten Blick nur ein Buch rund um einen Sommer voller neuer Freunde und bis dahin unbekannten Familienmitgliedern, Streifzügen durch den Wald und gemeinsamer Abenteuer. Aber es gibt auch fantastische Geschichten, die sich Finley ausdenkt, um mit ihren ganz persönlichen Problemen fertig zu werden, es gibt Familiengeheimnisse, die vor sich hin gären und die „blue days“, an denen Finley all das zu viel wird.

Nnedi Okorafor: Akata Witch
An „Akata Witch“ musste ich nicht nur denken, weil es im Sommer spielt, sondern auch wegen des Schauplatzes Nigeria. In erster Linie geht es um die zwölfjährige Sunny, die nicht nur (als in Amerika geborene Nigerianerin) nach dem Umzug ihrer Eltern in ihre Heimat wieder einen Platz für sich finden muss, sondern als Albino auch sehr unter der Hitze und der Sonne leidet. Trotzdem findet sie in den Wochen, in denen die Geschichte spielt, nicht nur neue Freunde, sondern lernt auch einiges über die Magie der „Leopard People“. (Bevor der Sommer wieder endet, sollte ich unbedingt die Fortsetzung „Akata Warrior“ lesen. *g*)

Banana Yoshimoto: Tsugumi
Obwohl die Geschichte sich über mehrere Jahre zieht, wird sie doch vor allem von einem letzten Sommer am Meer bestimmt, von den Nächten am Strand, vom Meer und all den Dingen, die man in einer kleinen Stadt macht, wenn der Sommer geprägt wird von einer Mischung aus Touristen und Alltag, Abschiednehmen und Freundschaft. Für mich spielen in Tsugumi die Stadt, der Strand und das Meer einfach eine größere Rolle als die Charaktere, da die Autorin diese Elemente wunderbar atmosphärisch beschrieben hat.

Juli-SuB 2018

Zum Glück wurde das Wetter in der zweiten Juni-Hälfte für mich deutlich erträglicher, so dass ich endlich die ersten Büchersortieraktionen abschließen konnten. Ganz fertig bin ich noch nicht, aber es wird so langsam. Lustig finde ich es immer wieder, wenn Leute meinen, dass ich ja soooo viele Bücher hätte, während ich in den vergangenen Wochen vor allem an all die Titel und Serien gedacht habe, die ich in den vergangenen Jahren schon ausgemistet hatte. Bei dem einen oder anderen Roman wünsche ich mir schon, ich hätte ihn behalten, während ich mich bei anderen Büchern eher frage, warum ich sie mir damals überhaupt angeschafft habe. Auf jeden Fall bin ich in den kommenden Wochen noch gut mit den restlichen Buch- und sonstigen Stapeln beschäftigt. Ich hoffe sehr, dass ich im Juli damit endlich fertig werde, damit die Wohnung Anfang August – wenn wir wieder Besuch bekommen – kartonfrei ist.

Meinen SuB habe ich in den letzten Wochen zugunsten all der Romane vernachlässigt, die ich schon so lange nicht mehr in der Hand hatte. Außerdem habe ich während der sehr heißen Tage Anfang Juni vor allem Manga gelesen und nur hier und da noch eine Bibliotheksausleihe dazwischen geschoben, weil der Abgabetermin drohte. Mal schauen, wie lange es dauert, bis sich mein Leseverhalten wieder einpendelt. Es gibt noch so viele Bücher, die ich seit viel zu langer Zeit nicht gelesen habe.

  1. Tomi Adeyemi: Children of Blood and Bone
  2. Kelly Barnhill: The Witch’s Boy
  3. Kelly Barnhill: Dreadful Young Ladies and Other Stories (Anthologie)
  4. Janine Beacham: Rose Raventhorpe Investigations 1 – Black Cats and Butlers
  5. Elizabeth Bear: Karen Memory
  6. Alan Bradley: Flavia de Luce 5 – Schlussakkord für einen Mord
  7. Alan Bradley: Flavia de Luce 6 – Tote Vögel singen nicht
  8. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk – A Memoir by Lady Trent
  9. Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes – A Memoir by Lady Trent
  10. Marie Brennan: Within the Sancutary of Wings – A Memoir by Lady Trent
  11. Sarah Rees Brennan: Tell the Wind and Fire
  12. Sarah Rees Brennan: In Other Lands
  13. Stephanie Burgis: Masks and Shadows
  14. Jim Butcher u.a.: Urban Enemies (Anthologie)
  15. Julie Campbell: The Mysterious Visitor (Trixie Belden 4)
  16. Beth Cato: Breath of Earth (Blood of Earth #1)
  17. Mira Grant: Into the Drowning Deep
  18. Mira Grant: Feedback (Newsflash #4)
  19. Alex Grecian: The Black Country (Scotland Yard’s Murder Squat 3)
  20. Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
  21. Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
  22. Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
  23. Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
  24. Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
  25. Christian Handel (Hrsg.): Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln (Anthologie)
  26. Rachel Hartman: Seraphina
  27. Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
  28. Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
  29. D. B. Jackson: Thieve’s Quarry (Thieftaker #2)
  30. D. B. Jackson: A Plunder of Souls (Thieftaker #3)
  31. Diana Wynne Jones: The Dark Lord of Derkholm
  32. Diana Wynne Jones: Year of the Griffin
  33. Diana Wynne Jones: Cart and Cwidder (The Dalemark Quartet 1)
  34. Diana Wynne Jones: The Spellcoats (The Dalemark Quartet 3)
  35. Diana Wynne Jones: Drowned Ammet (The Dalemark Quartet 2)
  36. Diana Wynne Jones: Crown of Dalemark (The Dalemark Quartet 4)
  37. Diana Wynne Jones: Dogsbody
  38. Scott Lynch: Die Lügen des Locke Lamora
  39. Jennifer Mathieu: Moxie – Moxie Girls Fight Back
  40. Kelly McCullough: Der Zorn der Klinge
  41. Seanan McGuire: Tricks for Free (InCryptid 7)
  42. Seanan McGuire: The Girl in the Green Silk Gown
  43. Kate Milford: The Boneshaker
  44. Kate Milford: Ghosts of Greenglass House
  45. Bishop O’Connell: The Stolen
  46. Nnedi Okorafor: Akata Warrior (Akata Witch 2)
  47. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): The Starlit Wood – New Fairy Tales (Anthologie)
  48. Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
  49. Tamora Pierce: Tempests and Slaughter
  50. Cindy Pon: Serpentine
  51. Cherie Priest: I am Princess X
  52. Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
  53. Philip Reeve: Larklight
  54. John Scalzi: Fuzzy Nation
  55. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  56. A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
  57. Robin Stevens: Arsenic for Tea (Murder Most Unladylike 2)
  58. Robin Stevens: First Class Murder (Murder Most Unladylike 3)
  59. Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
  60. Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
  61. Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde
  62. Charles den Tex: Die Zelle
  63. Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
  64. Sarah Tolcser: Song of the Current
  65. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  66. Uwe Voehl: Tod und Schinken
  67. Jaye Wells: Dirty Magic (Prospero’s War 1)
  68. Xinran: Gerettete Wort
  69. Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

64 Titel auf dem SuB

(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)

Neuzugänge: April, Mai und Juni 2018

Im April habe ich vor allem Reihenfortsetzungen gekauft, damit ich endlich mal wieder ein paar Reihen abgeschlossen bzw. auf dem aktuellen Stand habe.

1. Jennifer Estep: Bitter Bite (Elemental Assassin 14)
2. Jennifer Estep: Unraveled (Elemental Assassin 15)
3. Jennifer Estep: Snared (Elemental Assassin 16)

Endlich auf dem aktuellen Stand! Jetzt muss ich mich nur mal ein paar Tage mit Gin und ihren Freunden einigeln, um all die Elemental-Assassin-Romane vom SuB ins Bücherregal transferieren zu können. 😉

4. Debora Blake: Dangerously Fierce (Broken Rider 3)
Nachdem ich in den ersten Monaten des Jahres „Dangerously Charming“ und „Dangerously Divine“ so wunderbar erholsam und nett fand, musste natürlich auch der Abschlussband einziehen. Dummerweise wurde der nicht mehr vom Verlag veröffentlicht, der die ersten beiden Bände herausgegeben hat, sondern von der Autorin im Eigenverlag. Das Cover passt ja ganz gut zu den ersten Teilen, aber bei der Größe gab es wohl ein „kleines“ Problem. Ich bin mir bewusst, dass sie das Format vermutlich aus finanziellen Gründen wählen musste, aber die drei Romane sehen so nebeneinander schon ein wenig seltsam aus …


5. Juliet Blackwell: A Magical Match (Witchcraft Mystery 9)
Noch eine Reihenfortsetzung! Verwirrenderweise nicht wie alle anderen Bänder vorher im Juli des jeweiligen Jahres, sondern schon im April – wie soll man denn da den Überblick behalten? 😉

***

Die für Mai bestellten Titel wurden zu meiner großen Überraschung auch schon im April geliefert – der Importeur meines Buchhändlers muss Überstunden gemacht haben.

6. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): The Starlit Wood – New Fairy Tales (Anthologie)
Ein Kauf außer der Reihe, nachdem ich 1. beim Kauf meines „Ostergeschenks“ noch Etat übrig hatte und 2. sah, dass diese Anthologie, die schon so lange auf meinem Wunschzettel saß, zum Bestellzeitpunkt 60% herabgesetzt war. Wie sollte ich mich da zurückhalten?

7. Diana Wynne Jones: Dogsbody
Eine Erweiterung meiner Diana-Wynne-Jones-Sammlung und vor allem bestellt, weil ich diese Ausgabe online nur noch bei einigen wenigen Händlern gesehen habe.

8. Laura Powell. The Lost Island (Silver Service Mystery 2)
Noch eine Reihenfortsetzung – ich weiß, es wird langsam langweilig, aber ich versuche weiterhin auf dem akutellen Stand zu bleiben oder zu kommen, wenn es um Reihen geht, die ich mag.

***

Zum Schluss nur noch die Juni-Bestellungen – da wurde es mal wieder Zeit für etwas weniger „Altbewährtes“ und dafür mehr Bücher zum Ausprobieren.

9. Janine Beacham: Rose Raventhorpe Investigations 1 – Black Cats and Butlers
Ausnahmsweise keine Reihenfortsetzung, sondern der Start einer neuen Reihe mit einer (angeblich) guten Mischung aus Kriminalfall rund um eine Reihe von ermordeten Butlern und Magie. Ich hoffe, dass mir die Geschichte so gut gefällt wie erhofft.

10. Kelly Barnhill: Dreadful Young Ladies and Other Stories (Anthologie)
Kurzgeschichten von Kelly Barnhill (und ein superschönes Cover) – beides war Kaufgrund genug. 😉

11. Cherie Priest: I am Pricess X
Ich weiß nicht, wie lange das Buch schon auf meiner Wunschliste saß und immer zugunsten anderer Titel zurückgeschoben wurde. Als ich im Juni dann einen Extra-10er für Bücher in die Hand bekam, wurde es Zeit für diesen Roman. Ich bin jetzt schon gespannt, wie es mit der Geschichte und dem darin eine wichtige Rolle spielenden Comic funktioniert.

12. Sarah Tolcser: Song of the Current
Schon im Januar bestellt, weil mich Elena mit ihrer Rezension neugierig gemacht hatte und ich eine Schwäche für fantastische Geschichten habe, die rund um Flüsse spielen.

13. Christian Handel (Hrsg.): Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln
Die Anthologie hatte ich schon länger im Hinterkopf, obwohl da einige deutsche Autoren dabei sind, die mich bislang nicht überzeugen konnten. Als Rike den Titel dann ausgemistet hat und einen Abnehmer dafür suchte, habe ich mich gleich gemeldet. Am Ende gab es von ihr nicht nur ein neues Buch für mich, sondern auch noch meine Lieblingsschokolade und Konfetti. *g*