Und schon hat der letzte Tag dieser Aktion begonnen. Gestern habe ich „Kleine Tierkunde Ost-Afrikas“ gelesen. Auch wenn ich den Sprung von vier Jahren zwischen diesem Band und „Kleine Vogelkunde Ost-Afrikas“ nicht erwartet hatte und etwas irritiert war, dass die Geschichte so einen Neustart hinlegen musste, so fühlte ich mich mit Mr. Malik und den anderen Mitglieder der indischen Gemeinschaft in Nairobi wieder sehr wohl und habe die kleinen und größeren Erlebnisse, die ihnen hier passieren, sehr genossen. Außerdem habe ich am Samstag zwei weitere „Indexing“-Kapitel gelesen, so langsam werden die Geschehnisse im Hintergrund immer spannender, während die einzelnen Episoden weiterhin schön skurril, amüsant und auch immer wieder überraschend sind. Ach, ich mag diese Geschichte wirklich! Schade, dass ich nur noch 7 Kapitel vor mir habe – ich hätte nichts dagegen, wenn die Autorin noch mehr in dieser Richtung schreiben würde! 🙂
Heute Vormittag werde ich erst einmal zu dem „Jim Henson’s Tale of Sand“-Comic greifen und danach wohl noch ein neues Buch anfangen, aber da habe ich mich noch nicht genau entschieden. Ein englischer Titel würde mir gerade zu lange dauern – außerdem lese ich ja noch an „Indexing“ – und bei den deutschen Leihgaben schwanke ich im Moment zwischen einem Historical (Lisa Kleypas vielleicht?) und dem dritten Hex-Hall-Band. Aber vielleicht fische ich ja doch etwas vollkommen anderes aus dem Stapel. Erst einmal muss ich so langsam wach werden und dann sehe ich weiter … 😉
Update 11:15 Uhr
Gerade habe ich „Jim Henson’s Tale of Sand“ beendet und muss das Ganze noch etwas sacken lassen. Der Comic wurde von Ramón K. Pérez nach einem unveröffentlichen Drehbuch von Jim Henson gezeichnet. Insgesamt gibt es wenig Text in dem Band, dafür werden immer wieder Originalseiten des Drehbuchs in die Gestaltung eingebaut (diese Textelemente finde ich wirklich spannend zu lesen – da würde ich doch zu gern mal das ganze Skript in den Händen halten). Die Geschichte ist unglaublich bizarr. Ein Mann erreicht eine kleine Westernstadt in der Wüste, wo gerade eine rauschende Feier stattfindet, bekommt eine Karte in die Hand gedrückt und wird darüber informiert, dass er zehn Minuten Vorsprung bekommt. Er weiß genauso wenig wie die Leser, was es mit dieser ganzen Aktion auf sich hat, bekommt aber schnell mit, dass er mit Überschreiten seiner „Startlinie“ zum Gejagten wird. Doch statt einfach nur eine Menschenjagd durch die Wüste zu verfolgen, bekommt man als Leser diverse skurrile Situationen präsentiert, die dieser Mann erlebt. Pérez Zeichnungen passen wunderbar zu so einer bizarren und altmodisch anmutenden Handlung und auch wenn ich die eher zarten Farben etwas gewöhnungsbedürftig fand, unterstreichen sie die Atmosphäre des Comics gelungen. Von dem Panelaufbau bin ich geradezu hingerissen und das Charakterdesign ist toll. Auf jeden Fall muss ich jetzt dieses erste Lesen etwas sacken lassen, bevor ich mich noch einmal intensiver mit „Tale of Sand“ beschäftige – sehr cool, sehr skurril und definitiv eine Anschaffung wert!
Update 15:20 Uhr
Für meinen Geschmack hatte ich ein bisschen viel Auswahl für den Nachmittag. Inzwischen habe ich mich aber für „Herbstfeuer“ von Lisa Kleypas entschieden, nachdem ich Irinas begeisterte Rezension zu dem Titel noch einmal gelesen habe. Wenn mir die Geschichte nur halb so gut gefällt wie ihr, dann habe ich wohl ein paar nette Lesestunden vor mir. Auch wenn die neuen Nachbarn vor zwei Stunden wieder mal angefangen haben weitere Habseligkeiten in die Wohnung über uns zu schleppen. Ihr Kind ist inzwischen so quengelig, dass man das „Mama“-Gebrüll kaum noch überhören kann und ich hoffe sehr, dass es bald so müde ist, dass es oben wieder etwas ruhiger wird. Ich möchte niemals, dass irgendein Kind meinetwegen nur noch auf Zehenspitzen durch seine Wohnung schleicht (so bin ich nämlich aufgewachsen und das ist blöd!), aber trotzdem fällt es mir schwer diese lauten und ungewohnten Geräusche so weit auszublenden, dass ich in Ruhe arbeiten oder lesen kann. Tja, ich werde wohl in den nächsten Jahren damit leben müssen …
Update 16:00 Uhr
Ich möchte mich hiermit lauthals über Historical-Titel beschweren! 😀 Dass mir die Personennamen vertraut vorkamen, war ja klar, da ich schon was aus der Reihe gelesen habe. Dass ich aber erst mitten im Prolog merke, dass mir das ganze so vertraut vorkommt, weil ich genau diesen Band auch schon verschlungen habe, liegt ganz bestimmt nur an dem nichtssagenden Titel! 😉 Trotzdem bin ich inzwischen auf Seite 82 angekommen, weil die Geschichte so nett ist, dass ich sie nicht aus der Hand legen mag …
Update 19:15 Uhr
Ach ja, ich mag den Humor von Lisa Kleypas. 😀 Auch als Re-Read war „Herbstfeuer“ schön zu lesen und weil ich gerade so in Stimmung bin, greife ich nach dem Kochen wohl zu dem nächsten Band der Mauerblümchen-Reihe. „Es begann in einer Winternacht“ handelt von einem adeligen Lebemann, der finanziell am Ende ist, und einer schüchterne Dame, die alles tun würde, um ihrer Familie zu entfliehen. Doch, das klingt nett und ich hoffe, es ist ebenso amüsant wie „Herbstfeuer“. So wichtig mir eine stimmige Liebesgeschichte ist, so sehr glaube ich langsam, dass für mich der Humor bei diesen Historicals noch deutlich wichtiger ist. Ich mag Bücher, die amüsant sind, ohne zwanghaft lustig sein zu wollen. 🙂
Update 21:30 Uhr
Ich habe mir nach dem Abendessen dann doch noch ein Kapitel „Indexing“ gegönnt, damit ich da nicht wieder vor dem Schlafengehen weiterlese und dann nicht ins Bett gehen mag, weil ich doch eigentlich gern mehr lesen würde. Jetzt aber geht es wirklich mit „Es begann in einer Winternacht“ los – mal schauen, wie weit ich damit bis Mitternacht noch so komme (und ob das wieder ein typischer Sonntagnacht-komme-ich-nicht-früh-ins-Bett-Fall wird). Ich weiß gar nicht, warum ich Montagmorgens immer so müde bin und solche Probleme damit habe, dass ich wieder einen normalen Arbeitsrhythmus aufnehmen sollte … 😀
Update 23:55 Uhr
Kurz vor Mitternacht und somit Zeit für ein letztes Update. Bei „Es begann in einer Winternacht“ bin ich jetzt auf Seite 234 – ich mag die Protagonisten, auch wenn ich ständig das Gefühl habe, dass manche Elemente schon sehr ausgenudelt sind. Die stotternde Protagonistin, die von ihrer Familie schlecht behandelt wurde, ist nun wirklich nicht gerade neu. Aber ich mag Evie und es gibt genügend Szenen, die mich zum Kichern bringen, dass ich wirklich Spaß mit dem Buch habe. Auch wenn die „7 Days – 7 Books“ nun beendet sind, werde ich wohl noch ein paar Minuten lesen, bevor es ins Bett geht. Morgen gibt es dann noch ein Fazit und eine abschließende ausführliche Blogrunde. 🙂
Übersicht:
Tag 1:
Indexing (Kapitel 2, Seite 32-62)
Rot wie das Meer (Seite 181/430)
Tag 2:
Indexing (Kapitel 3, Seite 63-94)
Rot wie das Meer (Seite 430/430)
Tag 3:
Indexing (Kapitel 5, Seite 95-161)
Kleine Tierkunde Ost-Afrikas (beendet)
Rot wie das Meer (beendet)
Tag 4:
Indexing (Kapitel 6, Seite 161-195)
Es begann in einer Winternacht (Seite 234/352)
Herbstfeuer (beendet)
Jim Henson’s Tale of Sand (beendet)
Kleine Tierkunde Ost-Afrikas (beendet)
Rot wie das Meer (beendet)