Heute veranstalten Lyne und Neyasha einen Lesetag mit dem Motto „Lesen gegen das Wintertief“. So richtig winterlich fühlt es sich zwar nicht an, wenn der Tag mit strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem blauen Himmel beginnt, aber Lesen kann man ja trotzdem. 😉
Richtig los geht es bei mir mit dem Lesen erst am frühen Nachmittag, bis dahin denke ich aber schon mal darüber nach, was ich überhaupt lesen mag. 🙂 Nachdem ich gestern „The Cipher“ von Diana Pharaoh Francis beendet habe, hätte ich nun Lust auf ein weiteres Fantasybuch, auf der anderen Seite sollte ich bis Mittwoch einen Teil meiner Bibliotheksausleihen gelesen haben. So richtig kann ich mich jetzt noch nicht entscheiden, was mich heute mehr lockt. Zur Auswahl stehen „Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte“, „Wind“ und „Blutrecht“. Die beiden Fantasybücher würde ich eigentlich gern mal in Ruhe anlesen, auf der anderen Seite möchte ich gerade so gern einige Reihen beenden, muss aber ein bisschen schauen, welche Fortsetzungen ich mir leiste – und habe deshalb Hemmungen erste Bände anzufangen. (Was irgendwie bescheuert ist, wenn ich die Bücher doch eh schon im SuB habe …) Bis ich mit dem Wochenendeinkauf und allen anderen Erledigungen fertig bin, habe ich mich hoffentlich für ein Buch entschieden.
Denjenigen von euch, die heute schon früh mit dem Lesen anfangen, wünsche ich schon mal viel Spaß!
Update 13:00 Uhr
Inzwischen ist der Einkauf erledigt und sogar gefrühstückt habe ich schon. 😉 Beim Frühstück habe ich mir in Ruhe noch einmal meine drei Bücher angeschaut. Bei „Wind“ hat mich die Sprache nicht auf Anhieb gepackt. Während ich bei „Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte“ von den ersten zwei Seiten schon total gefangen war, aber da ich irgendwie das Gefühl habe, ich könnte den Roman heute nicht angemessen würdigen, habe ich mich doch für „Blutrecht“ entschieden.
Vielleicht gönn ich mir morgen die kleine Kommunistin, wenn ich etwas ausgeschlafener bin als heute. 😉
Bevor ich jetzt die Katzen füttere, eine Kommentarrunde drehe und mich dann mit meinem Buch auf dem Sofa einrolle, beantworte ich noch schnell die Fragen von Neyasha und Lyne:
1. Wurde dir als Kind vorgelesen? Kannst du dich noch an eine der Geschichten erinnern?
Meine ältere Schwester behauptet, dass unsere Mutter uns regelmäßig vorgelesen hat, aber daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich erinnere mich hingegen daran, dass meine Schwester mir vorgelesen hat, als wir noch in einem Zimmer geschlafen haben. Darunter waren auf jeden Fall Bücher von Erich Kästner. Ansonsten erinnere ich mich noch an eine Bilderbuch-Geschichte, die ich als sehr kleines Kind sehr gern gemocht haben muss. Die Geschichte erzählte von drei kleinen Katzen, die mit Handschuhen ihr Essen gegessen haben und diese Handschuhe dann waschen mussten. Oo Ich weiß nicht, wer mir dieses Buch vorgelesen hat, vermute aber, dass meine gesamte Familie dafür herhalten musste – auf jeden Fall konnte ich die Geschichte irgendwann auswendig und habe sie dann meinem kleinen Cousin „vorgelesen“. *g*
2. Hast du schon mal ein Buch nur wegen eines Covers gekauft?
Nein, definitiv nicht. Ich schaue eh nicht so oft nach Covern, auch wenn ich bei einigen wenigen Romanen schon überlege, welche Ausgabe ich mir anschaffe. Da spielt aber nicht nur das Cover eine Rolle, sondern auch die sonstige Gestaltung. Dass Cover für mich nicht so wichtig sind, schiebe ich immer darauf, dass ich zu einer Zeit angefangen habe, Fantasyromane zu lesen, als die Cover vor allem „echte Kerle“ und halbnackte Frauen zeigten – wenn ich da nach der Optik gegangen wäre, hätte ich eine Menge toller Geschichten verpasst. 😉
Jetzt erst einmal den alten Herren vorsichtig zum Füttern wecken und dann stürze ich mich aufs Buch …
Update 17:00 Uhr
Wie immer an solchen Lesetagen habe ich bislang mehr Zeit mit Blogbeiträgen und Kommentaren verbracht als mit dem eigentlichen Lesen – aber gerade das macht ja auch Spaß dabei! 🙂 Mit meiner Buchwahl bin ich im Moment ganz zufrieden. Der Roman fordert nicht gerade höchste Konzentration beim Lesen und ist bislang flüssig und humorvoll geschrieben. Die drei Greatcoats sind bislang nicht gerade die innovativsten Charaktere, die ich je in einem Fantasyroman gefunden habe, aber damit kann ich leben. Momentan leistet mir Shandy auf dem Sofa Gesellschaft und verhindert erfolgreich, dass ich mich zu weit von meinem Buch wegbewege, …
…, während Baltimore mit seinem leisen Schnarchen für eine gemütliche Geräuschkulisse sorgt.
Jetzt noch schnell Frage Nr. 3 beantworten, bevor es mit meinem Buch weitergeht. 😉
3. Gibt es einen unbekannten Autor/eine unbekannte Autorin, den/die du anderen gern ans Herz legen würdest?
Ähm … nein. 😉 Ich glaube, ich bin zu sehr von meinen Jahren im Buchhandel geprägt, um eine solch allgemein gestellte Frage mal eben zu beantworten. Einfacher wäre es, wenn ich wüsste, wem ich einen Autor empfehlen sollte. Für jemand, der gern märchenhafte (Kinder-)Bücher liest, würde ich vielleicht Jennifer Carson empfehlen, bei unaufgeregt erzählten Island-Krimis könnte ich auf meine persönliche Neuentdeckung Quentin Bates verweisen und bei humorvollen und häufig ungewöhnlichen Fantasygeschichten wäre da natürlich noch Patricia C. Wrede, die in Deutschland relativ unbekannt ist, aber dafür im englischen Sprachraum einen nicht so geringen Bekanntheitsgrad hat – und wenn ich mir noch ein bisschen mehr Zeit nehmen würde, würden mir bestimmt noch so einige weitere Autoren einfallen, aber eigentlich wollte ich mir doch jetzt meine Teetasse schnappen und weiter lesen. 😉
Update 21:00 Uhr
Jetzt gibt es nur ein schnelles Update, um mal die letzten drei (!) Fragen zu beantworten. Irgendwie scheine ich immer kurz vor der Aktualisierung auf Lynes und Neyashas Blogs zu schauen – mein Timing ist heute nicht ganz so gut. 😉 Sehr viel gelesen habe ich seit dem letzten Update übrigens nicht, dafür Abendessen gekocht und verspeist.
4. Welches Genre magst du überhaupt nicht?
Schwierig zu sagen. Grundsätzlich behaupte ich ja immer, dass ich alles lese. Aber es gibt Phasen, in denen ich bestimmte Genres nicht mehr lesen mag. Und bei Horror bin ich auch extrem wählerisch, es muss schon ein Aspekt dabei sein, der mich besonders anspricht, damit ich es lese. Ich bin nicht ängstlich (zumindest nicht mehr, als Kind war das noch ganz anders), aber ich kann in der Regel mit der Erzählweise und der Handlung nicht so viel anfangen. Wobei bei Manga zum Beispiel sehr gern zu (subtil erzählten) Horrorgeschichten greife.
5. In welchem Buch würdest du gern leben wollen?
„Howl’s Moving Castle“ könnte ich mir grundsätzlich gut als Wohnort vorstellen, aber die Welt an sich ist mir doch ein wenig zu sehr in Kriegswirren verstrickt. Also zieht es mich doch eher in die Welt von Cecelia und Kate – modern genug, dass der Kulturschock nicht so groß sein dürfte, aber mit genügend Magie, um das Leben „interessant“ (also „interessant“ im Sinne eines chinesischen Fluches) zu gestalten. 😀
6. Hardcover, Taschenbuch oder eBook – was ist die am liebsten und warum?
In der Regel das Taschenbuch. Manche Hardcoverausgaben sind zwar besonders schön gemacht und ich lerne langsam zu schätzen, dass man bei eBooks die Schrift größer stellen kann, wenn die Augen müde sind, aber mit Taschenbüchern fühle ich mich am wohlsten. Sie liegen nicht so schwer in der Hand, sie haben das beste Preis-/Leistungsverhältnis, nehmen nicht so viel Platz im Regal ein und trotzdem habe ich etwas Greifbares, was ich verleihen, verschenken oder verkaufen kann.
Jetzt stecke ich die Nase erst einmal wieder ins Buch, bevor ich später noch einmal eine Blog- und Kommentarrunde drehe und schaue, wie es euch den Abend über so ergangen ist. 🙂
Update 0:30 Uhr
Da die Handlung in meinem Buch inzwischen etwas mehr angezogen hat und ich nun auch mehr über die Vergangenheit des Protagonisten weiß, gibt es noch schnell ein letztes Update mit den letzten beiden Fragen für heute, damit ich vor dem Schlafengehen noch ein paar Seiten lesen kann.
7, Welches ist das langweiligste Buch, durch das du dich – aus welchen Gründen auch immer – erfolgreich durchgekämpft hast?
Irgendwie ärgere ich mich bei Büchern eher, als dass ich mich langweile, und die langweiligen Titel scheine ich gut zu verdrängen, denn so recht will mir keiner einfallen – abgesehen von „Ansichten eines Clowns“ von Heinrich Böll. Das Buch musste ich für die Prüfung zur Buchhändlerin lesen und konnte mich immer nur mit Mühe und Not zum Weiterlesen überreden, weil ich die Figuren und die Handlung so doof fand.
8. Hast du dich schon mal in eine Romanfigur „verliebt“?
Ähm, nein. Nicht in eine einzige Figur, sondern eher in einen Figurentyp. Auch wenn es schrecklich langweilig ist, so habe ich doch eine Schwäche für Schurken. Gerade in Fantasyromane erobern die schnell meine Sympathie, egal, ob es sich dabei um Georg Cooper, den König der Diebe, handelt, um Silk oder um Drake Magistral (oh, Walter Jon Williams hätte ich bei Frage Nr. 3 nennen können!) handelt. Ich liebe Schurken! 🙂
Mit dem Buchstabenrätsel beschäftige ich mich nun nicht mehr – ohne einen Anhaltspunkt, in welche Richtung das Rätsel geht, käme ich nur mit Fleiß zu einem Ergebnis und dafür ist mir dann doch etwas spät.
Ganz vielen lieben Dank an Neyasha und Lyne und die anderen Blogger für den Lesetag! Es hat viel Spaß gemacht und es war spannend eure Antworten auf die Fragen zu lesen. 🙂