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Manchmal …

… braucht es einfach einen „inneren Neustart“! Aber irgendwie bekomme ich das gerade nicht hin.
Manchmal denke ich, dass es schön wäre, einfach zu verreisen – nur ein paar Tage. Aber auch das ist gerade nicht drin.

Die letzten Tage – oder eher Wochen – waren so frustrierend. So viele Kleinigkeiten, die schief liefen oder über die ich mich geärgert habe. Und dann wieder ärgere ich mich, weil ich mich über solche Kleinigkeiten ärgere. Das Ganze kann sich ganz schön potenzieren, ist erschreckend anstrengend und macht wenig Spaß. Ich wünsche mir oft, ich würde mich nicht immer so aufregen, gerade wenn es dabei um Dinge geht, die ich nicht ändern kann, weil sie von anderen Leuten abhängen. Und sowas reicht bei mir von der „mangelhaften“ Mülltrennung durch die Nachbarn bis zur aktuellen politischen Situation … Oder wenn ich mich schon aufrege, dann wäre es schön, wenn es wenigstens in einem angemessenen Maß passieren würde. Stattdessen bringt mich in solchen Phasen einfach alles gleich auf die Palme …

Dazu kommt, dass Baltimore wegen Verdauungsproblemen für eine halbe Woche beim Tierarzt einquartiert war – und ich jeden Tag auf Anrufe wartete, die mir sagten, wie es nun gerade steht und ob ich ihn schon nach Hause holen darf oder noch einen weiteren Tag unter Beobachtung lassen muss. Der arme Kerl hat ja schon länger Probleme (kein rohes Fleisch mehr, dafür kalorienhaltigeres Fertigfutter, das für mehr „Abfallprodukte“ sorgt, dazu weniger Bewegung, weil alt und krank) und nun war die Verstopfung so groß, dass sogar die Harnröhre durch den Druck verschlossen war. Dabei hatte er in den Tagen davor keine Anzeichen von ungewöhnlichen Beschwerden gezeigt (und sogar das Katzenklo regelmäßig, wenn auch nicht gerade üppig gefüllt) bis er am späten Dienstagabend auf einmal anfing, winzigkleine Pfützen in die Wohnung zu setzen und dabei zu jammern.

Jetzt ist er wieder daheim und muss auf seine geliebten Sticks verzichten, was dazu führt, dass er kaum noch etwas frisst und dafür jedem Menschen, der sich irgendwie in der Wohnung bewegt, hoffnungsvoll an den Fersen klebt. Ich hoffe, dass sich das wieder einpendelt, denn es ist anstrengend und macht hilflos und frustriert … Manchmal wäre es schön, wenn man mit seiner Katze einfach reden und ihr Sachen erklären könnte.

Aber das kann ich nicht – ebenso wenig, wie ich gerade all die Dinge ändern kann, die mich frustrieren, oder gar einfach mal eine Auszeit nehmen kann. Manchmal bleibt eben nur übrig, dass man solche Phasen durchhält und hofft, dass es demnächst wieder besser wird.

Jahresende

Am letzten Tag des Jahres 2015 ist wieder Zeit für den obligatorischen Beitrag zum Jahresende … Dieses Jahr war überraschend anstrengend, vor allem auf der emotionalen, aber ehrlich gesagt auch auf der finanziellen Seite. So war es kein Wunder, dass wir in den letzten Woche nur noch das Bedürfnis hatten, uns einzugraben, uns zu entspannen und es uns gut gehen zu lassen. Auch den heutigen Abend werden wir wieder damit verbringen, zu lesen, zu spielen und zu schwatzen. Wir werden etwas Leckeres essen und hoffen, dass die Nachbarn nicht zu viel Geld für Feuerwerk ausgegeben haben. Der Lärm war für die Katzen noch nie besonders gut zu ertragen, aber inzwischen ist Baltimore noch anfälliger für Stress. Immerhin haben wir großes Glück und er ist immer noch bei uns. Es scheint ihm sogar einigermaßen gut zu gehen – tatsächlich sehr viel besser, als wir das vor einem halben Jahr zu hoffen gewagt hätten, als der Tierarzt meinte, dass wir mit ihm kein Weihnachtsfest mehr erleben würden.

Für das kommende Jahr gibt es schon wieder viele Pläne, auch wenn ich mir weiterhin viel Zeit für mich, die Katzen und natürlich die Bücher nehmen möchte. Doch erst einmal wünsche ich euch einen guten Übergang ins neue Jahr und greife noch einmal die Wünsche des letztes Jahres auf:

Ich hoffe, das neue Jahr hält für euch Gesundheit
und viele wunderschöne und unvergessliche Momente parat.
Passt gut auf euch auf,
verbringt viel Zeit mit Menschen,
die euch gut tun und am Herzen liegen,
und viele Lesestunden mit umwerfenden Büchern!

Frohe Feiertage!

Bevor mein Mann und ich gemeinsam mit dem Katzen ein paar gemütliche und entspannte Tage verbringen, müssen wir nur noch den Einkauf überleben, aber das sollte ja machbar sein (vor allem, wenn es morgens um sieben im Supermarkt wirklich noch so ruhig ist wie erhofft). 😉 Große Pläne für die Feiertage haben wir nicht, wir werden gemeinsam kochen, lesen und spielen und die Zeit miteinander genießen.

Euch wünsche ich, dass die kommenden Tage ganz wunderbar und möglichst harmonisch verlaufen. Habt eine schöne Zeit, egal, ob ihr sie allein, mit einer Katze auf dem Schoß oder inmitten einer trubeligen Familie verbringt. Gönnt euch ein leckeres Essen, genießt die Auszeit vom Alltag und kümmert euch gut um euch und diejenigen, die euch am Herzen liegen.

Ich wünsche euch ruhige, stressfreie und erholsame Feiertage! 

14 Entwürfe und kein Blogpost

Als ich eben meine Postübersicht öffnete, um ein paar Stichworte für eine Rezension zu notieren, fiel mir dieser Anblick auf:

14 angefangene Blogposts – und keine Veröffentlichung seit Mittwoch. Es macht sich deutlich bemerkbar, dass ich in den letzten Tagen wenig Zeit hatte und nicht mehr von vorgeschriebenen Beiträgen zehren konnte. Ich mache mir zwar ständig Notizen für Beiträge, die ich schreiben will, tippe hier und da auch einen Absatz, aber wirklich beendet habe ich in den letzten Tagen keinen einzigen Text. Dabei finde ich es ziemlich unbefriedigend, wenn ich so viele Entwürfe sammel – irgendwann habe ich nämlich in der Regel keine Lust mehr zu dem Buch oder Thema etwas zu schreiben und lösche den angefangenen Beitrag.

Ich nehme mir also für die kommende Woche vor, dass ich wieder etwas mehr Zeit zum Bloggen und Kommentieren einplane, und hoffe, dass das dann auch klappt! 😉

Lynes und Neyashas Lesetag

Heute veranstalten Lyne und Neyasha einen Lesetag mit dem Motto „Lesen gegen das Wintertief“. So richtig winterlich fühlt es sich zwar nicht an, wenn der Tag mit strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem blauen Himmel beginnt, aber Lesen kann man ja trotzdem. 😉

Richtig los geht es bei mir mit dem Lesen erst am frühen Nachmittag, bis dahin denke ich aber schon mal darüber nach, was ich überhaupt lesen mag. 🙂 Nachdem ich gestern „The Cipher“ von Diana Pharaoh Francis beendet habe, hätte ich nun Lust auf ein weiteres Fantasybuch, auf der anderen Seite sollte ich bis Mittwoch einen Teil meiner Bibliotheksausleihen gelesen haben. So richtig kann ich mich jetzt noch nicht entscheiden, was mich heute mehr lockt. Zur Auswahl stehen „Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte“, „Wind“ und „Blutrecht“. Die beiden Fantasybücher würde ich eigentlich gern mal in Ruhe anlesen, auf der anderen Seite möchte ich gerade so gern einige Reihen beenden, muss aber ein bisschen schauen, welche Fortsetzungen ich mir leiste – und habe deshalb Hemmungen erste Bände anzufangen. (Was irgendwie bescheuert ist, wenn ich die Bücher doch eh schon im SuB habe …) Bis ich mit dem Wochenendeinkauf und allen anderen Erledigungen fertig bin, habe ich mich hoffentlich für ein Buch entschieden.

Denjenigen von euch, die heute schon früh mit dem Lesen anfangen, wünsche ich schon mal viel Spaß!

Update 13:00 Uhr

 Inzwischen ist der Einkauf erledigt und sogar gefrühstückt habe ich schon. 😉 Beim Frühstück habe ich mir in Ruhe noch einmal meine drei Bücher angeschaut. Bei „Wind“ hat mich die Sprache nicht auf Anhieb gepackt. Während ich bei „Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte“ von den ersten zwei Seiten schon total gefangen war, aber da ich irgendwie das Gefühl habe, ich könnte den Roman heute nicht angemessen würdigen, habe ich mich doch für „Blutrecht“ entschieden.

Vielleicht gönn ich mir morgen die kleine Kommunistin, wenn ich etwas ausgeschlafener bin als heute. 😉

Bevor ich jetzt die Katzen füttere, eine Kommentarrunde drehe und mich dann mit meinem Buch auf dem Sofa einrolle, beantworte ich noch schnell die Fragen von Neyasha und Lyne:

1. Wurde dir als Kind vorgelesen? Kannst du dich noch an eine der Geschichten erinnern?

Meine ältere Schwester behauptet, dass unsere Mutter uns regelmäßig vorgelesen hat, aber daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich erinnere mich hingegen daran, dass meine Schwester mir vorgelesen hat, als wir noch in einem Zimmer geschlafen haben. Darunter waren auf jeden Fall Bücher von Erich Kästner. Ansonsten erinnere ich mich noch an eine Bilderbuch-Geschichte, die ich als sehr kleines Kind sehr gern gemocht haben muss. Die Geschichte erzählte von drei kleinen Katzen, die mit Handschuhen ihr Essen gegessen haben und diese Handschuhe dann waschen mussten. Oo Ich weiß nicht, wer mir dieses Buch vorgelesen hat, vermute aber, dass meine gesamte Familie dafür herhalten musste – auf jeden Fall konnte ich die Geschichte irgendwann auswendig und habe sie dann meinem kleinen Cousin „vorgelesen“. *g*

2. Hast du schon mal ein Buch nur wegen eines Covers gekauft?

Nein, definitiv nicht. Ich schaue eh nicht so oft nach Covern, auch wenn ich bei einigen wenigen Romanen schon überlege, welche Ausgabe ich mir anschaffe. Da spielt aber nicht nur das Cover eine Rolle, sondern auch die sonstige Gestaltung. Dass Cover für mich nicht so wichtig sind, schiebe ich immer darauf, dass ich zu einer Zeit angefangen habe, Fantasyromane zu lesen, als die Cover vor allem „echte Kerle“ und halbnackte Frauen zeigten – wenn ich da nach der Optik gegangen wäre, hätte ich eine Menge toller Geschichten verpasst. 😉

Jetzt erst einmal den alten Herren vorsichtig zum Füttern wecken und dann stürze ich mich aufs Buch …

Update 17:00 Uhr

Wie immer an solchen Lesetagen habe ich bislang mehr Zeit mit Blogbeiträgen und Kommentaren verbracht als mit dem eigentlichen Lesen – aber gerade das macht ja auch Spaß dabei! 🙂 Mit meiner Buchwahl bin ich im Moment ganz zufrieden. Der Roman fordert nicht gerade höchste Konzentration beim Lesen und ist bislang flüssig und humorvoll geschrieben. Die drei Greatcoats sind bislang nicht gerade die innovativsten Charaktere, die ich je in einem Fantasyroman gefunden habe, aber damit kann ich leben. Momentan leistet mir Shandy auf dem Sofa Gesellschaft und verhindert erfolgreich, dass ich mich zu weit von meinem Buch wegbewege, …

 …, während Baltimore mit seinem leisen Schnarchen für eine gemütliche Geräuschkulisse sorgt.

Jetzt noch schnell Frage Nr. 3 beantworten, bevor es mit meinem Buch weitergeht. 😉

3. Gibt es einen unbekannten Autor/eine unbekannte Autorin, den/die du anderen gern ans Herz legen würdest?

Ähm … nein. 😉 Ich glaube, ich bin zu sehr von meinen Jahren im Buchhandel geprägt, um eine solch allgemein gestellte Frage mal eben zu beantworten. Einfacher wäre es, wenn ich wüsste, wem ich einen Autor empfehlen sollte. Für jemand, der gern märchenhafte (Kinder-)Bücher liest, würde ich vielleicht Jennifer Carson empfehlen, bei unaufgeregt erzählten Island-Krimis könnte ich auf meine persönliche Neuentdeckung Quentin Bates verweisen und bei humorvollen und häufig ungewöhnlichen Fantasygeschichten wäre da natürlich noch Patricia C. Wrede, die in Deutschland relativ unbekannt ist, aber dafür im englischen Sprachraum einen nicht so geringen Bekanntheitsgrad hat – und wenn ich mir noch ein bisschen mehr Zeit nehmen würde, würden mir bestimmt noch so einige weitere Autoren einfallen, aber eigentlich wollte ich mir doch jetzt meine Teetasse schnappen und weiter lesen. 😉

 Update 21:00 Uhr

Jetzt gibt es nur ein schnelles Update, um mal die letzten drei (!) Fragen zu beantworten. Irgendwie scheine ich immer kurz vor der Aktualisierung auf Lynes und Neyashas Blogs zu schauen – mein Timing ist heute nicht ganz so gut. 😉 Sehr viel gelesen habe ich seit dem letzten Update übrigens nicht, dafür Abendessen gekocht und verspeist.

4. Welches Genre magst du überhaupt nicht?

Schwierig zu sagen. Grundsätzlich behaupte ich ja immer, dass ich alles lese. Aber es gibt Phasen, in denen ich bestimmte Genres nicht mehr lesen mag. Und bei Horror bin ich auch extrem wählerisch, es muss schon ein Aspekt dabei sein, der mich besonders anspricht, damit ich es lese. Ich bin nicht ängstlich (zumindest nicht mehr, als Kind war das noch ganz anders), aber ich kann in der Regel mit der Erzählweise und der Handlung nicht so viel anfangen. Wobei bei Manga zum Beispiel sehr gern zu (subtil erzählten) Horrorgeschichten greife.

5. In welchem Buch würdest du gern leben wollen?

„Howl’s Moving Castle“ könnte ich mir grundsätzlich gut als Wohnort vorstellen, aber die Welt an sich ist mir doch ein wenig zu sehr in Kriegswirren verstrickt. Also zieht es mich doch eher in die Welt von Cecelia und Kate – modern genug, dass der Kulturschock nicht so groß sein dürfte, aber mit genügend Magie, um das Leben „interessant“ (also „interessant“ im Sinne eines chinesischen Fluches) zu gestalten. 😀

6. Hardcover, Taschenbuch oder eBook – was ist die am liebsten und warum?

In der Regel das Taschenbuch. Manche Hardcoverausgaben sind zwar besonders schön gemacht und ich lerne langsam zu schätzen, dass man bei eBooks die Schrift größer stellen kann, wenn die Augen müde sind, aber mit Taschenbüchern fühle ich mich am wohlsten. Sie liegen nicht so schwer in der Hand, sie haben das beste Preis-/Leistungsverhältnis, nehmen nicht so viel Platz im Regal ein und trotzdem habe ich etwas Greifbares, was ich verleihen, verschenken oder verkaufen kann.

Jetzt stecke ich die Nase erst einmal wieder ins Buch, bevor ich später noch einmal eine Blog- und Kommentarrunde drehe und schaue, wie es euch den Abend über so ergangen ist. 🙂

Update 0:30 Uhr

Da die Handlung in meinem Buch inzwischen etwas mehr angezogen hat und ich nun auch mehr über die Vergangenheit des Protagonisten weiß, gibt es noch schnell ein letztes Update mit den letzten beiden Fragen für heute, damit ich vor dem Schlafengehen noch ein paar Seiten lesen kann.

7, Welches ist das langweiligste Buch, durch das du dich – aus welchen Gründen auch immer – erfolgreich durchgekämpft hast?

Irgendwie ärgere ich mich bei Büchern eher, als dass ich mich langweile, und die langweiligen Titel scheine ich gut zu verdrängen, denn so recht will mir keiner einfallen – abgesehen von „Ansichten eines Clowns“ von Heinrich Böll. Das Buch musste ich für die Prüfung zur Buchhändlerin lesen und konnte mich immer nur mit Mühe und Not zum Weiterlesen überreden, weil ich die Figuren und die Handlung so doof fand.

8. Hast du dich schon mal in eine Romanfigur „verliebt“?

Ähm, nein. Nicht in eine einzige Figur, sondern eher in einen Figurentyp. Auch wenn es schrecklich langweilig ist, so habe ich doch eine Schwäche für Schurken. Gerade in Fantasyromane erobern die schnell meine Sympathie, egal, ob es sich dabei um Georg Cooper, den König der Diebe, handelt, um Silk oder um Drake Magistral (oh, Walter Jon Williams hätte ich bei Frage Nr. 3 nennen können!) handelt. Ich liebe Schurken! 🙂

Mit dem Buchstabenrätsel beschäftige ich mich nun nicht mehr – ohne einen Anhaltspunkt, in welche Richtung das Rätsel geht, käme ich nur mit Fleiß zu einem Ergebnis und dafür ist mir dann doch etwas spät.

Ganz vielen lieben Dank an Neyasha und Lyne und die anderen Blogger für den Lesetag! Es hat viel Spaß gemacht und es war spannend eure Antworten auf die Fragen zu lesen. 🙂

Von Plänen und Bibliotheken

Am Anfang des Monats hatte ich genau zwei Titel aus der Bibliothek ausgeliehen und obwohl „Schlüssel“ so einige Seiten aufzuweisen hat, so war klar, dass ich diese beiden Bücher problemlos bis zum 11. Februar lesen könnte, um sie dann wieder abzugeben.

Weitere Romane wollte ich bei der Gelegenheit nicht ausleihen, aber ganz eventuell würde ja eine meiner Vormerkungen zur Abholung bereit liegen. Vormerkungen sind ja immer so eine Sache, normalerweise sind das Bücher, die ich auf irgendeinem Blog gefunden habe und die interessant genug klangen, um in der Bibliothek ausgeliehen zu werden. Vormerkungen dauern aber auch immer eine ganze Weile – manche Titel ruhen da über ein halbes Jahr bis ich sie endlich in die Finger bekomme. Und normalerweise verteilen sich meine Vormerkungen ganz gut … normalerweise …

Denn als ich gestern aber in die Bibliothek kam, wartete gleich ein ganzer Stapel auf mich:

Lola Lafon: Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte
Eliot Pattison: Der fremde Tibeter
Jonathan Stroud: Der wispernde Schädel
Barry Jonsberg: Das Blubbern von Glück

Und weil ich gerade eine Krimiphase habe und mir kein aktueller Autor einfiel, den ich gern mal wieder lesen würde, während Karen Rose so schön kitschig-schmöckerhaft, nett und vorhersehbar schreibt, hatte ich vor ein paar Tagen alle Titel vorgemerkt, deren Inhaltsangabe mir nichts sagte, in der Hoffnung, dass ich demnächst einen davon in die Finger bekomme:

Karen Rose: Todeskleid
Karen Rose: Todeskind
Karen Rose: Todesschuss

So viel zu „ich beende mein Bibliotheksbuch, stürze mich dann auf den deutschen SuB und ab dem 20. auf ein paar schöne englische Bücher“. Ich bin dann mal lesen …

Samstag

Eigentlich müsste ich noch eine Runde staubsaugen, das Bad putzen und mich endlich mal damit beschäftigen wie ich Linux auf dem Ersatz-Netbook einrichte, damit ich Windows davon entfernen kann. Vernünftige wäre es zumindest, wenn ich all das noch erledige. Aber nach der anstrengenden Woche möchte ich meinen heutigen (ehemannfreien) Tag nur noch mit Erholung verbringen, was nichts anderes bedeutet, als dass ich den Rest des Tages damit beschäftigt sein werde:

Ich wünsche euch ein schönes und erholsames Wochenende! 🙂

Jahresend-Post

Und wieder ein Jahr vorbei … Die letzten Wochen waren schön und anstrengend – eigentlich trifft das auf das ganze vergangene Jahr zu. Den heutigen Abend werden wir wie eigentlich an jedem Silvesterabend auf dem Sofa verbringen. Wir werden lesen und spielen und etwas schwatzen, etwas Leckeres essen und hoffen, dass die Katzen sich von dem Feuerwerk der Nachbarn nicht zu sehr aufregen lassen.

2015 wird für mich erst einmal mit dem Beenden der nicht geschafften Projekte beginnen – und wenn ich damit fertig bin, gibt es noch ein paar weitere Pläne, die auf ihre Verwirklichung warten. Langweilig wird es mir gewiss nicht. 😉

Doch erst einmal möchte ich euch einen schönen Übergang ins neue Jahr wünschen!
Ich hoffe, das neue Jahr hält für euch Gesundheit
und viele wunderschöne und unvergessliche Momente parat.
Passt gut auf euch auf,
verbringt viel Zeit mit Menschen,
die euch gut tun und am Herzen liegen,
und verbringt viele Lesestunden mit umwerfenden Büchern!

Und was ist mit den Kommentaren?

In diesem November gab es einige Posts zum Thema „Bloggen“. Melanie hat sich zum Beispiel Gedanken über das spontane oder geplante Veröffentlichen von Blogbeiträgen gemacht oder über das Rezensieren von Fortsetzungen. Tina von reading tidbits hat sich hingegen gefragt, „Wie oft bin ich verpflichtet zu bloggen?“, und Annett schreibt über Verrisse. Grundsätzlich finde ich all diese Gedanken und Anregungen rund ums (Buch-)Bloggen gut und spannend, aber bei all diesen Beiträgen fehlt mir das Thema Kommentare.

In meiner Twitter-Timeline haben ein paar Leute vor einiger Zeit festgestellt, dass sie ja in gewisser Weise auch selbst Schuld sind, wenn sie wenige Reaktionen auf ihre Blogbeiträge bekommen, sie würden ja auch nie bei anderen Blogs kommentieren. Letztendlich wurde daraus eine Kommentar-Challenge, von der ich nicht beurteilen kann, ob sie am Ende etwas gebracht hat. Ich bekomme eher die Tweets mit, die sich darum drehen, dass jemand den Überblick über die abgegebenen Kommentare verloren hat oder mal wieder kommentieren müsste, um da noch einigermaßen erfolgreich abzuschneiden.

Ich hingegen frage mich vor allem, warum das Kommentieren und das Reagieren auf Kommentare für manche Blogger so eine Herausforderung zu sein scheint. Zugegeben, ich bin ein schrecklich kommunikativer Mensch, aber sind wir Blogger das nicht in gewisser Weise alle? Schließlich bloggen wir, um uns über Bücher und andere Themen auszutauschen. Zu diesem Austausch gehört meiner Meinung nach auch eine – mehr oder weniger – zeitnahe Reaktion auf Kommentare, die zu den eigenen Beiträgen abgegeben werden, ebenso wie die zeitnahe Freischaltung von Kommentaren, die moderiert werden. Natürlich kann nicht jeder Blogger jeden Tag Zeit für sein Hobby aufwenden, aber ich erwarte schon, dass das jemand innerhalb einer Woche auf die Reihe bekommt. Es würde mir häufig schon reichen, wenn es nur eine „Entschuldigung, ich bin im Stress und schreibe später ausführlicher“-Bemerkung ist, aber als kommentierender Leser möchte ich gern ab und an das Gefühl haben, wahrgenommen worden zu sein. Nicht immer unbedingt bei jedem Kommentar, manchmal hinterlässt man ja auch nur ein „hallo, ich war da und habe deine Meinung gelesen“, auf das nicht leicht zureagieren ist. Aber spätestens bei einem Beitrag, der zu einer Diskussion anregen soll, hätte ich schon gern irgendwann ein Lebenszeichen der Person, die den Post veröffentlicht hat.

Werde ich als Kommentator oft genug von einem Blogger ignoriert, dann fliegt der betreffende Blog aus meinem FeedReader, weil ich es zu frustrierend finde, immer wieder Kommunikationsbereitschaft zu zeigen und nur auf Stillschweigen zu treffen. Ebenso unangenehm finde ich es, wenn ein Blog kein Kommentar-Abo für einzelne Beiträge anbietet, denn ohne eine solche Benachrichtigungsfunktion kann nur sehr schlecht ein Austausch zustandekommen. Ich erinnere mich vielleicht noch ein oder zwei Tage lang daran, dass ich da kommentiert habe und dass ich ja mal nach einer Antwort schauen könnte, aber da ich erst einmal den Blog im FeedReader suchen, ihn aufrufen und ihn dann nach dem entsprechenden Beitrag und einer eventuellen Reaktion durchwühlen muss, bleibt es oft bei dem Gedanken …

Fehlende Reaktionen oder ein nicht vorhandenes Kommentar-Abonnement sind also die beiden Sachen, die mich vom Kommentieren abhalten. Sonst aber finde ich, dass das Kommentieren zum Bloggen ebenso dazugehört wie das Schreiben von Blogbeiträgen. Ich bemühe mich, mindestens einmal am Tag meinen FeedReader zu leeren und dabei auch einen Kommentar bei den Beiträgen zu hinterlassen, zu denen mir spontan etwas einfällt. Das alles kostet mich nur ein paar Minuten (wenn ich nicht gerade ausnahmsweise zu einem komplexeren Thema endlos meine Meinung äußere, was meist bedeutet, dass ich den Beitrag „aufgehoben“ habe, bis ich Ruhe dafür finde 😀 ) – weniger Zeit, als die meisten Leute in meiner Timeline pro Stunde bei Twitter verbringen, um über ihre schlechte Laune oder die fehlende Motivation für diese oder jene Tätigkeit zu schwatzen oder ihr Essen zu präsentieren. 😉 Diese 140 Zeichen für einen Tweet sind so schnell geschrieben – und würden doch oft genug schon für einen Kommentar ausreichen.

Ähnlich halte ich es mit den Kommentaren, die auf  meinem Blog landen. Bekomme ich per Mail die Nachricht, dass da ein Kommentar geschrieben wurde, wird der eben mit einem Klick freigeschaltet und kurz beantwortet. Nur selten unterhalten wir uns über so komplexe Themen, dass es mich mehr als ein oder zwei Minuten kostet, um auf ein „ich teile deine Meinung“ oder „klingt nach einem interessanten Buch“ zu reagieren. Manchmal entstehen so spannende, interessante oder auch nur alberne Unterhaltungen, die für mich einen großen Reiz des Bloggens ausmachen. Denn auch wenn ich das Bloggen für mich betreibe, so ist es doch der Austausch mit den Bloglesern, der für Buchtipps, neue Ideen und frische Motivation in stressigen Zeiten sorgt. Deshalb bemühe ich mich auch selbst in Phasen, in denen ich richtig viel um die Ohren habe, spätestens innerhalb von 24 Stunden auf einen Kommentar zu antworten – ohne, dass mir das Druck bereiten würde, denn es gibt einfach keinen Tag, an dem ich nicht ein paar Minuten Pause mache, in denen ich dann eben auch das Netbook in Reichweite habe.

Natürlich gibt es trotzdem mal Wochen, in denen dieses „normalerweise“ auch bei mir nicht funktioniert. Aber da dieses Hobby „Bloggen“ inzwischen einfach zu meinem Alltag gehört, kommen die an Kommentaren armen Zeiten eigentlich nicht ganz so häufig vor.

Ich weiß nicht, ob ich unter meinen „stillen“ Mitlesern Leute habe, für die das Kommentieren auch problematisch ist. Wenn ja, dann fände ich es spannend zu erfahren, warum es ihnen so schwer fällt, (regelmäßig) eine Meinung zu einem gelesenen Beitrag zu hinterlassen.

Ansonsten bin ich sehr dankbar für die Blogger (und Nichtblogger!), die ebenso wie ich gern regelmäßig kommunizieren und seit Jahren immer wieder bei mir vorbeischauen und mit mir über Bücher und all die anderen Dinge schwatzen, über die ich schreibe.

Ich kann so nicht lesen!

Auch wenn ich nicht mehr so viele Seiten in „The Cuckoo’s Calling“ vor mir habe, so sollte ich mich langsam ranhalten, damit ich das Buch vor Mittwochvormittag beendet habe.

Wenn man aber nicht mal an den Roman herankommt, weil ein Puschelkater beschlossen hat, dass das Buch ein guter Ruheplatz ist …
… oder dass er unbedingt jetzt bekuschelt werden muss …
… dann wird es wirklich schwierig mit dem Lesen!
Und bei diesem Blick …
… bringe ich es auch nicht übers Herz, Baltimore abzuweisen und
das Buch einfach unter ihm hervor zu ziehen.
Aber immerhin hat mir sein Aufmerksamkeitsbedürfnis die Gelegenheit verschafft, in meinem 1000. Beitrag über zwei Elemente meines Lebens zu schreiben, dir mir sehr wichtig und deshalb seit mehr als fünf Jahren ein großer Bestandteil meines Blogs sind. 😉