| Biscotti (leider mit Mandeln statt Pistazien) |
| Puddingstreuselschneckenkuchen |
| Mürbeteigplätzchen |
Im November habe ich 12 Bücher und 2 Manga gelesen und 2 Hörbücher gehört, was bedeutet, dass es ein durchschnittlicher Monat für mich war. Wenn ich im Dezember meine Jahresziele noch schaffen will, dann werde ich etwas mehr Zeit für die Bücher aufbringen (und hoffentlich auch wieder mehr darüber schreiben) müssen. Es wäre wirklich schön, wenn ich mit einem SuB unter 80 ins neue Jahr starten könnte. Aber bevor ich mir da zu viel vornehme, freu ich mich erst einmal darüber, dass im Vergleich zum Vormonat ein SuB-Abbau zu sehen ist. Gefährlich könnte für mich noch der Kindle werden, der irgendwann in den nächsten Tagen bei mir eintreffen wird (nachdem der Vorbesitzer mir heute gemeldet hat, dass er das Gerät von seinem Account abgemeldet hat). Da muss ich mir noch überlegen, ob und wie ich in Zukunft E-Books zum SuB zählen werde …
A (3)
Ben Aaronovitch: Schwarzer Mond über Soho
Ariette Aerts: Zwischenwelten
Tim Akers: Das Herz von Veridon
B (9)
P.D. Baccalario: Cyboria – Die geheime Stadt
Quentin Bates: In eisigem Wasser
Quentin Bates: Kalter Trost
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Bettina Belitz: Dornenkuss
Jenna Black: Rosendorn
Marie Brennan: Doppelgänger
Marie Brennan: Hexenkrieger
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud
C (1)
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)
D (4)
John Dickinson: Das Kind des Schicksals
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften
Rebecca Drake: Still sollst du sterben
E (0)
–
F (10)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Marlies Ferber: Agent Null-Null-Siebzig – Agent an Bord
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Alex Finn: Beastly
Gayle Forman: Wenn ich bleibe
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Alan Dean Foster: Quofum
Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym
Earlene Fowler: Tödliche Schatten
G (1)
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord
H (3)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Kim Harrison: Blutkind
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung
I (1)
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River
J (1)
P.D. James: Ein makelloser Tod
K (5)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Celine Kiernan: Schattenpfade
Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung
L (1)
Siri Lindberg: Nachtlilien
M (3)
Chris Marten: Hydra
Christoph Marzi: Lyra
Boris Meyn: Die Schattenflotte
N (2)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter
O (0)
–
P (4)
Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
Renata Petry: Hilgensee
Bernd Perplies: Magierdämmerung – In den Abgrund
Ursula Poznanski: Saeculum
Q (0)
–
R (12)
Jennifer Rardin: Man lebt nur ewig
Sarah Rayner: Das Licht des frühen Tages
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
Mike Resnick: Mallory und der Taschendrache
Ransom Riggs: Die Insel der besonderen Kinder (Leserunde im Januar)
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre
S (8)
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde
T (10)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 2 – Der Palast des Poseidon
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 3 – Der gläserne Fluch
P.J. Tracy: Der Köder
P.J. Tracy: Mortifer
P.J. Tracy: Memento
Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
U (0)
–
V (0)
Uwe Voehl: Tod und Schinken
W (5)
Danny Wallace: Auf den ersten Blick
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Gabriele Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Gabriella Wollenhaupt: Grappa und die keusche Braut
Elizabeth Woods: Caras Schatten
X (2)
Xinran: Gerettete Wort
Xinran: Wolkentöchter
Y (0)
–
Z (0)
–
85 Titel auf dem SuB
Englischer SuB:
Rhys Bowen: A Royal Pain
Jennifer Carson: Hapenny Magick
Tanya Huff: The Complete Keeper Chronicles
Seanan McGuire: Discount Amageddon
Kelly Meding: Another Kind of Dead
Kelly Meding: As Lie the Dead
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Mastiff (The Legend of Beka Cooper #3)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)
Tamora Pierce: Tortall and other Lands
4 Titel auf dem englischen SuB
(fett markierte Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind neu hinzugekommen)
Vor ein paar Tagen habe ich mal meine Challenge-Seite angeguckt und eine Bilanz zum Novemberende gezogen. Nur noch ein Monat und noch ganz schön viel zu tun, wenn ich meine ganzen Vorhaben schaffen möchte.
Bei der English-Challenge bin ich gut dabei, noch ein Roman samt Rezension für Dezember und ich habe es auch in diesem Jahr geschafft, in jedem Monat ein Buch auf Englisch zu lesen. Mir tut diese Challenge wirklich gut und ich bin fest entschlossen, im nächsten Jahr damit weiterzumachen, auch wenn man vermutlich nicht erwarten kann, dass Katrin und Nina die Challenge noch einmal verlängern. *winkt den beiden mal kurz mit dem Gartenzaun*
Für die Themen-Challenge habe ich die Mindestanforderung erfüllt, allerdings würde ich gern noch so einige Bücher für die Challenge lesen und rezensieren. Aber dann müsste ich mich mal etwas zusammenreißen und Rezensionen schreiben, damit ich das noch auf die Reihe bekomme …
Nicht so gut sieht es bei meinen ganz persönlichen Herausforderungen aus. Genau genommen müsste ich im Dezember noch all die Bücher lesen, die ich am Ende des Posts auflisten werde, um das noch in den Griff zu bekommen. Theoretisch wäre das für mich machbar, aber realistisch gesehen ist es doch sehr unwahrscheinlich, dass ich in diesem Jahr meine Vorhaben wirklich komplett schaffen werde.
Trotzdem gibt es hier eine Liste der noch zu lesenden Bücher, um mich in den nächsten Tagen ein wenig anzuspornen!
Ungelesene Neuzugänge 2012:
SuB-Serien-Abbau:
Vor zehn Tagen bekam ich von Anette (Katze mit Buch) eine E-Mail, in der sie mich fragte, ob ich einen bestimmten WordPress-Blog (den ich hier nicht verlinken möchte, um der Seite nicht noch mehr Klicks zu spendieren) kennen würde. Mir war der Blog bis zu diesem Zeitpunkt unbekannt, aber nach Anettes Hinweis habe ich mir den natürlich einmal gründlich angeguckt.
Auf diesem WordPress-Blog werden seit dem 18. Juli sämtliche Beiträge kopiert, die ursprünglich bei Katze mit Buch, Winterkatzes Buchblog und einem dritten Blog, der sich mit Büchern beschäftigt, veröffentlicht wurden. Einen Sinn sehe ich in diesem Kopier-Blog nicht: Es gibt keine sichtbare Person, die hinter dem Blog steckt und sich als Urheber der Texte ausgibt, es gibt – soweit ich das sehen kann – keine Kommentare zu den Beiträgen, und es wird auch bei jedem Eintrag auf die jeweiligen Ursprungsblogs verwiesen.
Trotzdem rege ich mich sehr darüber auf, denn ich habe niemals jemandem die Erlaubnis gegeben, meine Texte zu kopieren. Ich hätte diese Erlaubnis auch nicht erteilt, denn ich will die Verfügungsgewalt über meine Beiträge in meiner Hand behalten. Ich will die Möglichkeit haben, meine Texte zu verändern oder gar zu löschen, und zwar ohne dass es eine 1:1-Kopie davon auf einem anderen Blog gibt, auf die ich keinen Zugriff habe.
Mir ist bewusst, dass da jemand ein dementsprechendes Programm nutzt, um über meinen Feed die Beiträge zeitnah zu kopieren. Aber selbst wenn ich jetzt keinen Feed mehr für meinen Blog anbieten oder diesen so extrem kürzen würde, dass nur noch die Überschriften zu lesen sind, ändert das nichts daran, dass da fünf Monate meines Bloglebens auf einer fremden Seite zu lesen sind. Und zwar nicht nur meine Rezensionen, sondern auch sämtliche persönlichen Texte …
Es gibt auch keine Möglichkeit, jemanden über diesen Blog anzuschreiben, da weder ein Impressum noch eine E-Mail-Adresse angegeben wurden. Somit scheidet meine normale Vorgehensweise, wenn meine Texte kopiert/geklaut werden, aus, und ich kann keine mehr oder weniger höfliche Mail schicken und dafür sorgen, dass das endet.
An wordpress.de kann ich mich auch nicht wenden, da das eine wordpress.com-Blog ist und der deutsche Support somit jede Zuständigkeit von sich weist. Über das Kontaktformular von wordpress.com habe ich in den letzten zehn Tagen keine Rückmeldung bekommen und bin nun etwas ratlos. Aber vielleicht hat ja einer von euch schon mal Erfahrungen mit so etwas gemacht und es geschafft, dass seine Texte dann gelöscht wurden. Oder ihr wisst eine Möglichkeit, wie ich mit wordpress.com so Kontakt aufnehmen kann, dass mein Anliegen auch gelesen und bearbeitet wird. Für Vorschläge und Hilfe wäre ich wirklich sehr dankbar!
P.S.: Wenn ich in den nächsten zwei Tagen keine andere Lösung finde, dann werde ich meinen Feed ab dem 1. Dezember so einstellen, dass nur noch die Überschriften im Feed-Reader auftauchen. Es gefällt mir zwar nicht und wird diejenigen Leser verscheuchen, die vor allem über den Reader meinen Blog verfolgen, aber ein besserer Weg, meine Texte zu schützen, fällt mir erst einmal leider nicht ein.
Edit: Inzwischen habe ich herausgefunden, dass man mit einem WordPress-Account eine Copyright-Verletzung in einem WordPress-Blogbeitrag direkt an WP melden kann. Vielleicht hilft das ja …
Gestern war wieder mein Geburtstag und somit auch der alljährliche „Verwöhntag für die Winterkatze“. 😉 Wir haben den Tag mal wieder ruhig angehen lassen, und da Sonntag war, konnte ich mich rundum von meinem Mann verwöhnen lassen. So bekam ich Apfelkuchen zum Frühstück serviert und mir wurden liebevoll meine Geschenke zugeteilt, damit ich die auch ja in der richtigen Reihenfolge öffne.
So gab es gestern natürlich auch ein paar Zugänge zum SuB, weil Freunde und Familie so lieb waren und meinen Wunschzettel geplündert haben:
„Der Hexenladen“ wurde gestern schon von mir gelesen und „Blutnacht“ habe ich gerade angefangen. Aber „Hapenny Magick“ wird vermutlich noch bis Dezember auf dem SuB bleiben müssen, da ich es mir gern für die English-Challenge aufheben möchte. Und bevor ich „Mastiff“ lese, will ich die ersten beiden Bände der Beka-Cooper-Trilogie (noch einmal) lesen, um meine Erinnerungen aufzufrischen.
Von „Veggiestan – Der Zauber der orientalischen Gemüseküche“ erhoffe ich mir einige Anregungen für die kommenden Wochen. Auch wenn ich hier und da immer noch Probleme mit dem Gasherd habe, so genieße ich es doch gerade sehr, in der neuen Küche zu kochen und mit Gerichten zu experimentieren.
Sehr gefreut habe ich mich auch über die Musikzugänge und die anderen Aufmerksamkeiten:
Katzenjammer habe ich gestern gleich dreimal gehört (die dritte Runde in der Hoffnung, dass ich den „Rock, Paper, Scissors“-Ohrwurm wieder loswerde) und Kat Frankies neue CD gefällt mir auch so gut wie erhofft. Die „Van Dusen“-CD ergänzt meine Sammlung, auch wenn ich damit noch nicht auf dem aktuellen Stand bin, und auf die DVD freu ich mich auch schon. Ich habe den Film vor vielen Jahren mal im Fernsehen gesehen und fand ihn so erholsam-nett – hoffentlich geht mir das heute immer noch so! Bei dem Moleskine weiß ich noch nicht recht, was ich damit anfangen soll (Platz und Register sind mir zu begrenzt für Buchnotizen und eigentlich habe ich dafür ja auch den Blog), aber ich freue mich über die Gedanken, die sich die Schenkerin da gemacht hat. Genauso wie bei der Freundin, die mir eine Erinnerung an meinen Studienort hat zukommen lassen. Der ungewöhnliche Ringblock wurde in einem meiner Lieblingsläden gekauft und zeigt den Hermann, dessen Anblick früher immer bedeutete, dass ich nur noch fünf Minuten von Zuhause entfernt war. Das Original habe ich schon viel zu lange nicht mehr gesehen, aber vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr mit einer kleinen Reise.
Nachdem mein Geburtstag nun so gemütlich vorbeigegangen ist und mein Mann heute seinen letzten Urlaubstag hatte, geht für mich morgen wohl wieder der Alltag los. Neben der ganz normalen Arbeit erwarten mich auch ein paar Meter Stoff, die ich in Vorhänge für Wohn- und Schlafzimmer verwandeln will. Außerdem werde ich in diesem Dezember endlich mal wieder Plätzchen selbst backen können (die ersten wurden am Samstag schon aus dem restlichen Apfelkuchen-Mürbeteig produziert :D) und dann gilt es, bis zum Jahresende noch ein paar (Challenge-)Ziele in Angriff zu nehmen …
Mütter oder werdende Mütter in klassischen Fantasyromanen spielen in der Regel nur eine Nebenrolle. Häufig habe ich das Gefühl, dass es eigentlich nur zwei Sorten von Müttern in diesen Geschichten gibt. Die erste Variante hat ihr Kind verlassen, entweder ist hier die Mutter an einer Krankheit verstorben, wurde von irgendwelchen mehr oder weniger namenlosen Bösewichten getötet oder sie spielt so gar keine Rolle, weil das Kind von Fremden aufgezogen wurde (nachdem es auf irgendeiner Schwelle ausgesetzt wurde)
Der andere Typ Mutter ist liebevoll, fürsorglich, tut trotz widriger Umstände alles für die Familie und sorgt dafür, dass das Kind alles mit auf den Weg bekommt, um zu einem anständigen Helden zu werden. Diese Mütter lieben ihre Nachkommen natürlich selbst dann, wenn die Umstände die Kinder dazu zwingen, eine Laufbahn als König der Diebe oder ähnlich Verwerfliches einzuschlagen. 😉 Und diese Mütter dürfen manchmal innerhalb der Geschichte noch ein kleine Rolle spielen, wenn sie zum Beispiel sich neu verlieben, als Heilerin im Hintergrund ständig parat stehen, um den Helden und seine Verbündeten zusammenzuflicken, oder dem Kindchen mal den Kopf zurechtrücken, weil so ein mütterlicher Ratschlag eben doch immer wieder eine nette Möglichkeit ist, um die Handlung endlich wieder etwas in Bewegung zu bringen.
Unter diesen Umständen ist es kein Wunder, dass mir Geschichten, bei denen Mütter mal eine Hauptrolle übernehmen dürfen, doch etwas länger im Kopf hängenbleiben, selbst wenn ich mich an die eigentliche Handlung nicht mehr richtig erinnern kann.
So geht es mir zum Beispiel mit „Heldenmutter“ von Wolfgang und Heike Hohlbein. Ich habe den Roman vor ungefähr 15 Jahren das letzte Mal gelesen und kann nur noch grob sagen, worum es geht. Aber die Idee, dass eine Frau in den Kampf zieht, damit ihrem Baby – das einer Prophezeiung nach der Auserwählte ist, der das Böse besiegen kann – ein solches Leben erspart bleibt, finde ich auch heute noch sehr reizvoll.
Bei „Die Klingen des Lichts“, dem ersten Band der Reihe „Die magischen Messer“ von Lois McMaster Bujold, ist es eine ungewollte Schwangerschaft, die Fawn vom heimischen Hof weglaufen lässt. Sie ist wild entschlossen, ihr Baby alleine auf die Welt zu bringen und großzuziehen, und wird so in ein fantastisches Abenteuer hineingezogen. Durch ihre Schwangerschaft muss Fawn lernen, in einer unwirtlichen Gegend zu überleben, muss Kämpfe ausfechten, die sie in der Sicherheit des Hofes nie hätte bestehen müssen, und macht insgesamt eine sehr klassische Entwicklung für eine Fantasyheldin durch, auch wenn sie – was ich von Lois McMaster Bujold eher nicht so erwartet hätte – häufig noch das unerfahrene Frauchen ist, das von einem kampferprobten Mann gerettet werden muss (was angesichts ihres Hintergrunds wiederum schon stimmig ist).
Zwei Beispiele, mehr fallen mir zu Müttern als Hauptfiguren in Fantasyromanen nicht ein. Nur noch eine SF-Geschichte, die ebenfalls von Lois McMaster Bujold ist. Nicht mal in Urban-Fantasy-Romanen werden die Mütter mal abseits der Klischees dargestellt, wenn man vielleicht von October Daye (von Seanan McGuire) absieht, deren Tochter nach der Trennung der Eltern beim Vater geblieben ist, oder von Ashe Carver („Seelenkuss“ von Sharon Ashwood), deren Tochter in einem Internat aufgewachsen ist.
Ist euch schon mal ein Fantasyroman mit einer Mutter als Hauptfigur untergekommen?
„Denn die Gier wird euch verderben“ von Åsa Larsson hatte ich ja schon gestern erwähnt, als ich über meine Unentschlossenheit bei der Buchwahl gejammert habe. Und auch zwei Tage nach dem Lesen weiß ich nicht so recht, was ich von dem Roman halten soll. Aber erst einmal kurz zum Inhalt: In der Nähe von Kiruna (der nördlichsten Stadt Schwedens) wird eine Frau namens Sol-Britt ermordet. Ihr kleiner Enkelsohn, um den sie sich gekümmert hat, wird verstört im Wald aufgefunden, kann aber nichts über die Tat aussagen. Bei ihren Ermittlungen stellen die Staatsanwältin Rebecka Martinsson und die Polizeiinspektorin Anna-Maria Mella nicht nur fest, dass Sol-Britt einen heimlichen Liebhaber hatte, sondern auch, dass es in den letzten Jahren erstaunlich viele Todesfälle in der Familie gab.
Obwohl dieser Roman schon der fünfte Teil rund um Rebecka Martinsson und Anna-Maria Mella ist, hatte ich nicht das Gefühl, dass mir relevantes Vorwissen fehlen würde. Aber trotzdem denke ich, dass ich einige Personen besser hätte einschätzen können, wenn ich die anderen vier Bücher gekannt hätte. Und vielleicht hätte es mir dann beim Lesen nicht so viel ausgemacht, dass – gefühlt – jede der vielen Figuren irgendwie „versehrt“ ist. Die Häufung der angeschlagenen Charaktere wurde mir im Laufe der Zeit wirklich etwas viel, genauso wie die gesamte Atmosphäre mir zu trüb war. Aber das ist ein Problem, das ich häufiger bei skandinavischen Krimis habe – mir fehlen da viel zu oft die ausgleichenden Elemente, um als Leser mit der Melancholie einer Geschichte umgehen zu können. Dabei hat Åsa Larsson auch immer wieder witzige oder heimelige Szenen eingebaut, die die Handlung auflockern, aber das reichte mir nicht, um das Buch mit einem zufriedenen Gefühl beenden zu können.
Bei dem Kriminalfall bin ich auch zwiegespalten. Die Handlung hat sich wirklich gut lesen lassen, die Auflösung war zwar abzusehen, sprang einen aber nicht direkt an. Allerdings wurde die notwendige Information, die man benötigte, um das Motiv zu verstehen, erst sehr spät gegeben, was bei mir dazu führte, dass ich diesen Punkt eigentlich nur noch als letztes Puzzlestück registrierte, ohne das Gefühl zu haben, dass sich da nun ein Rätsel für mich löst oder ich die Befriedigung verspürte, Recht gehabt zu haben. Dafür hat der zweite Handlungsstrang, der in der Vergangenheit spielte, bei mir häufiger dazu geführt, dass ich lieber nicht weitergelesen hätte, weil ich schon wusste, dass dieser Teil der Geschichte mit einem Mord endet, und mir meine Fantasie den Weg dahin schlimmer ausmalte, als er im Endeffekt war.
Gut gefallen haben mir Åsa Larssons Fähigkeiten beim Charakterentwurf – so richtig gut! Es gibt ganz am Anfang des Romans einen Bärenjäger, der gerade mal ein paar Absätze lang vorkommt. Aber diese wenigen Sätze über diese Person haben mein Interesse so sehr geweckt, dass ich mir wirklich wünschte, er würde noch einmal irgendwo in der Geschichte vorkommen. Und obwohl ich mich fragte, warum Rebecka mit ihrem Freund zusammen ist (wer weiß, vielleicht erklärt sich das ja auch in den ersten Krimis der Autorin), so habe ich ihr ihre schwankenden Gefühle für diesen Mann doch abgenommen. Ich mag die Vielschichtigkeit, die die meisten Figuren aufweisen, die unterschiedlichen Motive, Stärken und Schwächen werden von Åsa Larsson glaubwürdig beschrieben, wobei sie bei den negativen Charakteren nicht ganz so überzeugt, so dass ich mir gewünscht hätte, dass auch die „Bösewichte“ in der Geschichte (z. B. der unfähige Kollege von Rebecka), weniger einseitig beschrieben worden wären.
Letztendlich weiß ich immer noch nicht so recht, was ich von dem Buch halten soll. Es gibt ein paar Szenen, die ich nie wieder lesen möchte – so wurde mir richtig übel, als ein Hund getötet wurde, obwohl es im Rahmen der Handlung stimmig war. Auf der anderen Seite bin ich auch drei Tage nach dem Lesen immer noch neugierig auf die Figuren, würde gern mehr über sie und ihren Hintergrund erfahren und frage mich, ob ich mir nicht die ersten vier Romane der Autorin auch noch besorgen soll …
Off- und Online
Wie ihr sehen könnt, sind wir wieder online. Nicht ganz problemlos, zumindest bis heute morgen, aber mit 5-Minuten-Ausfällen können wir besser leben als mit tagelangen Verbindungsproblemen.
Heute morgen war dann endlich ein Techniker da – eine Woche nach Meldung des Problems! – und hat mal wieder am Verteiler im Keller rumgebastelt und an den Kabeln in der Wohnung gewackelt. Nach einer Viertelstunde meinte er dann, dass alles wieder okay sei. Das Problem läge bei der Rückleitung, die einen zu hohen Wert hätte und deshalb bei einer Nutzung durch mehrere Haushalte überlastet wäre und dann dafür sorgt, dass sich das Modem ausschaltet. Wenn die Überlastung dann nicht mehr vorhanden ist, startet sich das Modem dann von selbst wieder.
Mich überzeugt diese Begründung natürlich sofort – vor allem, da das erklärt, warum wir diese Ausfälle auch unter der Woche nachts um drei Uhr haben! Ich bin mir sicher, dass meine Nachbarn die gleichen seltsamen nächtlichen Arbeitsanfälle wie ich haben und dann die Internetleitung überlasten. Vielleicht sollte ich in Zukunft dann bei ihnen klingeln und wir können uns absprechen, wer wann in der Nacht seinen Internetzugang benutzt. 😉
Doch noch besser sind die Erklärungen des Technikers gewesen, warum wir auch Störungen beim Fernsehempfang haben! Letztendlich läuft es wohl darauf hinaus, dass wir Empfangsprobleme haben, weil das Gefängnis am anderen Ende der Stadt elektrische Türöffner verwendet …
Nun, an Fantasie mangelt es den Technikern hier in der Gegend zumindest nicht.
Buchentscheidungsprobleme
Nachdem ich vorgestern einen skandinavischen Krimi („Denn die Gier wird euch verderben“ von Åsa Larsson) gelesen hatte, packte mich eine akute Unschlüssigkeit – zum Teil vielleicht, weil mich der Roman so unbefriedigt zurückgelassen hat, obwohl er nicht wirklich schlecht war. Also saß ich gestern den ganzen Tag vor meinem Stapel mit den Büchern, die ich als nächstes lesen will, wanderte dann zum SuB und nahm immer wieder ein Buch in die Hand und guckte die Bibliotheksbücher durch. Aber so recht hat mich kein Buch gepackt.
Mit „Ein verzauberter Sommer“ habe ich hier einen Frauenroman, den ich lesen wollte, um zu beurteilen, ob er was für meine Mutter ist. Aber auf den ersten Seiten geht mir schon die Hauptfigur auf die Nerven, die sich Gedanken um ihren verheirateten Geliebten macht. Vielleicht wird die Geschichte ja noch sehr nett und unterhaltsam, aber Lust habe ich darauf gerade nicht.
Dann habe ich aus der Bibliothek drei Romane von Ines Thorn („Galgentochter“, „Totenreich“ und „Höllenknecht“) geliehen. Jemand hatte den vierten Teil dieser historischen Krimis auf seinem Blog empfohlen, und da ich nicht herausfinden konnte, welcher Band der erste ist, hatte ich mir alle verfügbaren Titel vorgemerkt. Den Anfang von „Galgentochter“ fand ich eigentlich ganz nett, als ich den Roman angelesen habe, aber dann störte mich die Art und Weise, wie die Hauptfigur mit ihrem Mann umging. Ich habe ihr Verhalten als respektlos empfunden und habe nun nicht die Geduld, um herauszufinden, ob das wirklich so ist oder ob ich da nur etwas in den falschen Hals bekommen habe.
Mit „Department 19“ liegt ein Buch auf meinem Tisch, auf das ich mich sehr gefreut habe, aber irgendwie scheint mir gerade nicht nach einer fantastischen Geschichte zu sein … Der gleiche Grund hält mich davon ab, „Mallory und der Taschendrache“ zu lesen, obwohl ich bei Mike Resnicks Humor selten in so einer schmolligen Stimmung verharren kann.
Aber eigentlich ist mir gerade nun mal nach Krimi zumute – nur irgendwie nicht nach den Krimis, die ich hier in Reichweite habe … „Voodoo“ von Nick Stone wandert heute noch ungelesen in die Bibliothek zurück, „Kalter Trost“ von Quentin Bates habe ich schon dreimal angefangen, bin aber nie über die ersten drei Kapitel hinausgekommen, „Vorhang auf für eine Leiche“ will ich mir nicht durch meine kritische Stimmung verderben, bei den Romanen von P. J. Tracy habe ich das Gefühl, ich sollte vorher noch einmal den ersten Band lesen – doch wo in meinem Umzugskistenchaos ist das Buch? – und ein Titel wie „Der heimtückische Hühnermord“ ist mir gerade nicht anspruchsvoll genug …
Ich fürchte, mir bleibt nichts anderes übrig, als gemeinsam mit meiner Unentschlossenheit das Strickzeug zu packen und mich damit abzulenken, bis ich mich endlich für ein Buch entscheiden kann. 😉
Wir haben seit Donnerstagnacht mal wieder Probleme mit unserem Internet- (und Telefon-)Anbieter und warten auf einen Termin mit einem Techniker, der hoffentlich Anfang der Woche zustandekommt.
Hier und da gibt es für ein paar Minuten zwar eine Verbindung, aber nie lange genug, dass man sich darauf verlassen könnte. Sehr schön war es, als mein Mann am Samstag seiner Mutter „Entwarnung“ geben und mitteilen wollte, dass wir wieder erreichbar sind, und mitten im Wort brach das Gespräch dann wieder ab …
Also nicht wundern, wenn ihr noch etwas länger nix von mir hört – es liegt nur mal wieder an der fehlenden Verbindung!
Immerhin nutzen wir die Zeit und spielen „Arkham Horror“, lesen oder gucken endlich mal ein paar DVDs, die schon lange auf etwas Aufmerksamkeit warten. 😉
Vor vielen Jahren bin ich aus dem Ravensberger Land weggezogen und ein Teil von mir vermisst bis heute das Wiehengebirge, den Teutoburger Wald und diese Vertrautheit mit einer Region, die man wohl nur besitzt, wenn man in einer Gegend aufgewachsen ist.