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Weihnachtlicher SuB-Zuwachs

Da ich in diesem Jahr so einige Bücher auf meinem Wunschzettel stehen hatte, gab es zu Weihnachten ein paar neue Titel für meinen SuB. Da ich die englischen Bücher gern für eine (vermutlich ganz private) Verlängerung der English-Challenge nutzen möchte, fällt dieser SuB-Zuwachs nicht unter meine „innerhalb von sechs Wochen lesen“-Regel. 😉

Seanan McGuire: Discount Amageddon (ich gestehe, diesen Roman habe ich mir selber geschenkt 😉 )
Kelly Meding: Another Kind of Dead
Kelly Meding: As Lie the Dead
Rhys Bowen: A Royal Pain
Kim Harrison: Blutkind
Tamora Pierce: Tortall and Other Lands
Tanya Huff: The Complete Keeper Chronicles

Und da mein Mann und ich bei unserem Weihnachtseinkaufsbummel Anfang des Monats „Harvest Moon: Der Großbasar“ zu einem unschlagbaren Preis gesehen haben, gab es das Spiel auch noch für mich zu Weihnachten, während Bibendum wohl der Meinung war, dass ich nach all den Büchern auch ein paar schöne Filme gucken müsste … Noch einmal vielen Dank dafür! 🙂

Ich hoffe, ihr habt alle so schöne und entspannte Tage wie wir und werdet ab morgen nicht wieder mit einem stressigen Alltag konfrontiert! Da mein Mann noch einige Tage Urlaub hat, werden wir es uns weiterhin gemütlich machen und die ruhige Zeit miteinander genießen.

Frohe Feiertage!

Auch wenn es in diesem Jahr wieder nicht mit den weißen Weihnachtstagen geklappt hat, hoffe ich, dass ihr wunderschöne und gemütliche Feiertage verbringen könnt. Unabhängig davon, ob ihr mit einer großen Familie, allein, mit oder ohne Haustiere oder wie wir zu zweit mit einem Haufen aufmerksamkeitsbedürftiger Katzen feiert:

Ich wünsche euch ruhige, stressfreie und erholsame Feiertage!

[Kurz und knapp] Greg Iles: Leises Gift

Klappentext:
Dr. Chris Shepard hat die junge Frau, die in seine Arztpraxis kommt, nie zuvor gesehen. Alex Morse gibt sich als Agentin des FBI zu erkennen. Sie sei, so sagt sie, auf der Spur eines Scheidungsanwalts, der seinen Klienten einen besonderen Dienst bietet: Ihre Ehepartner sterben auf unerklärliche Weise.

„Okay. Aber warum erzählen Sie mir das?“
„Weil vor genau einer Woche Ihre Frau nach Jackson gefahren ist und zwei Stunden im Büro dieses Anwalts verbracht hat.“

„Leises Gift“ ist der erste Roman, den ich von Greg Iles gelesen habe, und ich fand das Buch wirklich unterhaltsam. Solange ich die Nase im Buch stecken hatte, fiel es mir schwer, es aus der Hand zu legen, auf der anderen Seite muss ich zugeben, dass ich es auch gut liegen lassen konnte, wenn ich erst einmal eine Pause beim Lesen gemacht hatte. Vor allem gefiel mir die Grundidee des Romans, ich habe schon lange keine Geschichte mehr gelesen, bei der mir die Mordmethode ein so flaues Gefühl im Magen verursacht hat.

Schön fand ich den Anfang der Geschichte, bei der man etwas mehr über Agentin Alex Morse und die Schicksalsschläge, die sie in den letzten Monaten erlebt hat (Vater erschossen, Mutter liegt im Sterben, traumatische Erlebnisse bei einem FBI-Einsatz) erfährt. Als dann auch noch ihre Schwester Grace einen tödlichen Schlaganfall erleidet und Alex gerade noch anvertrauen kann, dass sie denkt, dass ihr Mann sie getötet hat, scheint die FBI-Agentin ihren Blick für die Realität zu verlieren. Hätte Greg Iles an diesem Punkt offen gelassen, ob Alex sich aufgrund des emotionalen Stresses in der näheren Vergangenheit in etwas total Absurdes verrannt hätte oder ob an der Mordtheorie etwas Wahres dran ist, dann hätte die Geschichte richtig gut werden können.

So aber verrät der Autor schon sehr früh dem Leser, dass es da wirklich einen unmoralischen Scheidungsanwalt gibt, der seinen reichsten Klienten einen besonderen Service bietet, und einen Wissenschaftler, der in der Lage ist, gezielt tödliche Krankheiten hervorzurufen. Das führt dazu, dass selbst bei den gründlichsten Untersuchungen in verdächtigen Todesfällen die Todesursache immer natürlich zu sein scheint, während misstrauischen Familienangehörige oder Ermittler nichts unternehmen können. Also läuft das Buch letztendlich daraus hinaus, ob es Alex jemals gelingt, handfeste Beweise für die Morde zu finden. Dank des verschenkten Potenzials ist „Leises Gift“ am Ende nur ein netter, unterhaltsamer Roman mit etwas einseitig gestrickten Charakteren und einem Finale voller Hollywood-mäßiger Explosionen und Schießereien. Aber manchmal ist ein netter Thriller mit einer gruseligen Grundidee auch genau das Richtige, um ein paar entspannte Leseabende zu verbringen.

Vorweihnachtliche Schnäppchenjagd

Eigentlich habe ich gerade zwei DS-Spiele ausgeliehen, für die ich schon viel zu wenig Zeit habe. Und ich weiß, dass ich von meinem Mann ein Spiel zu Weihnachten bekommen werde. Somit gäbe es eigentlich keinen Grund, auf Sonderangebote reinzufallen.

Trotzdem konnte mein Mann nicht widerstehen, als er am Dienstag bei einem vorweihnachtlichem Lagerausverkauf ein paar DS-Spiele für einen unschlagbaren Preis fand – vor allem, da einige dieser Spiele schon lange auf unseren Wunschzetteln hocken und auf etwas Aufmerksamkeit warteten. ;D

„Golden Sun“ (ja, das ist die italienische Ausgabe, aber zum Glück kann man die Sprache ja auf Deutsch umstellen) habe ich schon angespielt und finde es total niedlich! Ich fürchte, mit Spielen ist es in diesem Haushalt wie mit Büchern: Man kann nie genug davon haben! 😉

„Bücher, die man gelesen haben muss“-Challenge 2013

Am Ende eines jeden Jahres nehme ich mir vor, dass ich mich im nächsten Jahr nur noch meinen eigenen Herausforderungen stellen möchte. Keine fremden Challenges mehr, die mich zum Lesen nach Listen zwingen. Und dann kommen die ersten Challenge-Ideen auf den Blogs und ich werde wieder schwach!

So auch bei der „Bücher, die man gelesen haben muss“-Challenge von Mila (von den 100 Büchern):

Ich zitiere hier mal die Regeln, wie sie auf Milas Blog erwähnt werden:


Anmelden könnt ihr euch noch bis zum 15.01.2013 und die Challenge läuft bis zum 31.12.2013.

– Für jeden Monat des nächsten Jahres muss ein Buch der „The Big Read“-Liste gelesen werden.
(Insgesamt also 12)
– Von jedem Autor auf der Liste darf nur ein Buch gelesen werden. Nicht dass mir einer mit vier mal Harry Potter ankommt! 😉
– Die Bücher müssen gelesen und besprochen werden, die Form der Besprechung steht euch offen. Damit meine ich, dass ihr nicht unbedingt klassische Rezensionen schreiben müsst. Ihr könnt auch gerne ein fiktives Interview mit einem der Charaktere machen oder eine Top/Flop-Gegenüberstellung – eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!
– Für die Challenge anmelden könnt ihr euch bis zum 15.01.2013 und zwar per Kommentar unter diesem Post. Ich werde noch eine extra Challenge-Seite einrichten, auf der ich euch verlinke.
– Die Challenge läuft bis zum 31.12.2013.
– Es müssen im ersten Halbjahr 2013 mindestens 6 Bücher gelesen werden, sonst gibt es ein Strafbuch. Dies ist eine Regeländerung, da die Regel mit „Jeden Monat ein Buch“ wohl doch etwas streng war. 😉
– Unter allen Teilnehmern wird am Ende eine Überraschung verlost. Und zwar eine ziemlich coole! 😉
– Re-Reads sind erlaubt.
– Die gelesenen Bücher dürfen auch für andere Challenges genutzt werden.
– Ihr müsst keinen Blog haben, um teilzunehmen, ihr könnt mir auch eure Rezensionen auf anderen Portalen verlinken.

***

Meine Fortschritte werde ich wie immer auf meiner Challenges-Unterseite veröffentlichen (ab Januar stehen die 2013-Challenges dann ganz oben, während die alten Vorhaben wieder am Ende der Seite verlinkt werden).

[BuchSaiten-Blogparade] Zum Jahresende 2012 …

Auch in diesem Jahr fragt Katrin von den BuchSaiten im Dezember wieder nach den Enttäuschungen und Höhepunkten des Lesejahres.

Wer an der Blogparade noch teilnehmen möchte, der findet den dementsprechenden Beitrag HIER und kann dort einen Kommentar hinterlassen.

Wie immer fand ich es erstaunlich schwierig, die Fragen zu beantworten, aber das hindert mich nicht an der Teilnahme. 😉

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat? (und Begründung)

Eines der Bücher, von denen ich mir in diesem Jahr wenig versprochen hatte und das mich dann positiv überrascht hat, war „Frau Maier fischt im Trüben“ von Jessica Kremser. Obwohl mich der Klappentext nicht so recht losgelassen hatte, war ich davon ausgegangen, dass es nur wieder einer dieser Regionalkrimis sein würde, dessen Beschreibung besser klingt als die Handlung letztendlich ist. Stattdessen habe ich aber eine leise Geschichte mit einer wunderbaren Protagonistin bekommen und mich mit dem Roman wirklich wohlgefühlt.



Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat? (und Begründung)


Wie in jedem vorherigen Jahr auch war ich mir ganz sicher, dass ich hier keine Antwort finden würde. Doch dann habe ich meine Leseliste durchstöbert und bin auf „Als das Leben überraschend zu Besuch kam“ gestoßen. Nachdem mich der Debütroman („Denn das Glück ist eine Reise“) der Autorin Caroline Vermalle so bezaubert hatte, hatte ich natürlich große Erwartungen an ihren neuen Roman. Doch trotz einiger wirklich schöner Elemente konnte ich mich weder mit der Erzählweise noch mit dem Ende der Geschichte anfreunden. Insgesamt hat mir die Auflösung am Schluss den Roman so verleidet, dass ich ihm ohne Bedauern ein neues Zuhause gesucht habe.



Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?

Vikram Seth, der mich mit „Eine gute Partie“ wirklich überzeugt hat. So schnell werde ich diesen 2000-Seiten-Wälzer zwar nicht noch einmal lesen, aber das liegt in erster Linie am Umfang und nicht an den Fähigkeiten des Autors. Mir gefällt die Art und Weise, wie er Charaktere entwirft, wie er Stimmungen erschafft und wie es ihm gelingt, so viele Facetten Indiens in seinem Roman wiederzugeben. Als nächsten Roman von ihm habe ich „Zwei Leben“ auf meiner Vormerkliste und hoffe, dass ich das Buch demnächst in die Hände bekomme.




Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr
und warum?
Mein Liebings-Cover gehört zu einem Comic, den ich hoffentlich endlich in den nächsten Tagen lesen werde. Das Cover des zweiten „Hauteville House“-Bandes gefällt mir nicht nur aufgrund der Farben und des grundsätzlichen Zeichenstils, sondern auch aufgrund der tollen Tiefenwirkung, die durch die Luftschiff-Flotte erzeugt wird. Das Motiv weckt meine Fantasie und hebt sich – meiner Meinung nach – positiv von der Masse der Alben-Veröffentlichungen ab.

Welches Buch wollt ihr unbedingt im Jahr 2013 lesen und warum?

„Chimes at Midnight“ von Seanan McGuire – ganz einfach, weil ich süchtig nach der October-Daye-Serie bin. 😉 Ansonsten habe ich mich noch gar nicht nach Neuerscheinungen im kommenden Jahr umgeguckt.

SuB-Zuwachs Dezember 2012

Schon vor ein paar Tagen gab es Nachschub für meinen SuB, wobei sich die Menge zum Glück in Grenzen hält:

P.D. Baccalario: Cyboria – Die geheime Stadt
(Ich habe noch nicht viel von dem Autoren gelesen, aber die wenigen Bücher haben mir gefallen, so dass ich sehr neugierig auf diese Geschichte bin.)

Uwe Voehl: Tod und Schinken
(Nachdem ich „Blut und Rüben“ recht unterhaltsam fand, bin ich neugierig, ob der Autor sich vielleicht noch verbessert hat. Wenn er sich verschlechtert haben sollte, dann wird das trotz „Heimwehregion“-Bonus wohl der letzte Titel gewesen sein, den ich von ihm lese)

Marlies Ferber: Agent Null-Null-Siebzig – Agent an Bord
(Der erste Teil war nett und amüsant, also hatte ich Lust auf den zweiten Band rund um den gealterten Geheimagenten James Gerald.)

Das macht insgesamt drei Bücher, die ich bis zum 18. Januar 2013 gelesen haben möchte. Ein eigentlich ganz einfaches Vorhaben, wenn da nicht der Stapel mit Büchern wäre, die ich bis zum Jahresende noch lesen will (und die Tatsache, dass ich zwar gerade viel lese, aber natürlich kaum einen Roman von dem Stapel).

Zum Schluss noch ein Blick auf die Coon-Brüder, die mal wieder ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen:

Das dritte Adventswochenende …

Am dritten Adventswochenende besuchte uns Katrin von den BuchSaiten. Neben netten und interessanten Gesprächen, lustigen gemeinsamen Fernsehstunden, noch mehr Gesprächen, kulinarischen Lieferdienstexperimenten und Guitar-Hero-Auftritten, haben Katrin und ich am Samstag auch noch ein paar Stunden in der Küche verbracht. Inzwischen ist sie wieder auf dem Heimweg und kommt hoffentlich gut wieder Zuhause an.

Cranberry-Pistazien-Biscotti (dieses Mal wirklich mit Pistazien),
unfassbar gute dunkle Schokoladenplätzchen,
nervenraubende Petit Four (einmal mit Zuckerguss, einmal mit weißer Schokolade –
bis zu dem Zeitpunkt, an dem man die laut Rezept mit Zuckerguss bestreichen sollte, lief alles gut …)

Für mich war diese Wochenendverabredung der letzte feste Termin in diesem Jahr. Und nachdem ich in der vergangenen Woche unter anderem eine Art „Jahresendputz“ veranstaltet habe, werde ich mich in der zweiten Dezemberhälfte ganz aufs Lesen, Feiertagsstimmung-Genießen und (hoffentlich wieder) Bloggen konzentrieren können.

Aber erst einmal lasse ich das schöne Wochenende ganz gemütlich ausklingen, indem ich mir heute Nachmittag einen leckeren Tee koche, ein paar Plätzchen esse und die Nase in ein Buch stecke …

Ich wünsche euch allen eine möglichst stressfreie Woche! 🙂

[Kulinarisches] Panna Cotta mit Mangokompott

Bei den Seitenspinnerinnen hatte ich in einem Kommentar geschrieben, dass mein Mann und ich seit Jahren zu Weihnachten Panna Cotta mit Mangokompott zum Nachtisch haben. Hier gibt es nun das Rezept zum Nachmachen!

2015 denke ich endlich mal daran ein Foto nachzureichen. *g*

Zutaten für 2 Portionen:

200 ml Sahne
1 EL Zucker
1/2 TL Zimt
1/2 Vanilleschote
1 Blatt Gelatine
2 EL Milch

2 kleine Formen (ich verwende immer beschichtete Kinderbackformen in Schneeflockenform)

Die Sahne in einen Topf geben, Zucker, Zimt und die aufgeschlitzte halbe Vanilleschote (ich kratze immer die zweite Hälfte auch schon aus und bewahre das Mark für das Mangokompott auf, während die Schotenhälfte ebenfalls in der Sahne landet) dazugeben und das Ganze 30 Minuten zugedeckt in den Kühlschrank stellen.

Nach Ablauf der 30 Minuten die Gelatine in der Milch einweichen. Die Sahne aus dem Kühlschrank nehmen, erhitzen und 10 Minuten köcheln lassen, dabei regelmäßig rühren. Dann die Vanilleschote aus der Sahne fischen, die Gelatine leicht ausdrücken und in der köchelnden Sahne unter Rühren auflösen, dann die Sahnemischung vom Herd nehmen. Die Förmchen sehr kalt ausspülen und die Sahne hineingießen. Wenn die Masse abgekühlt ist, die Förmchen über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag kann die Panna Cotta gestürzt werden. Dafür mit einem spitzen Messer die Panna Cotta vorsichtig vom Förmchen lösen (es reicht, wenn der obere Rand nicht mehr „festklebt“), die Form ganz kurz in warmes Wasser tunken und dann stürzen.

Mangokompott

Für das Mangokompott braucht man eine – möglichst reife – Mango. Die schäle ich und schneide sie dann (am Kern entlang) in Scheiben, aus denen ich Spalten mache. Die Mangospalten mit 1-2 EL Wasser, dem Vanillemark aus der halben Schote (von der Panna-Cotta-Herstellung) und 1/2 EL Zucker (bei Bedarf kann am Ende nachgesüßt werden) in einen kleinen Topf geben und vorsichtig köcheln lassen, bis die Frucht sich leicht mit einem Löffel zerteilen lässt, die Stückchen aber noch gut zusammenhalten.

Das Ganze kann man entweder direkt vor dem Stürzen der Panna Cotta zubereiten oder schon am Vortag. Dann würde ich das Kompott aber noch einmal warm machen, bevor es mit der Panna Cotta serviert wird.

P.S.: Ja, das ist ein Rezept mit Gelatine, obwohl ich Vegetarierin bin. Aber hier weiß ich, dass es schmeckt und dass das Mengenverhältnis passt, während ich mit Agar-Agar noch experimentiere. Wenn meine Informationen stimmen, dann müsste es passen, wenn man 1-1,5 g statt des Blatts Gelatine nimmt, aber dazu habe ich (noch) keine Erfahrungswerte.

Jennifer Carson: Hapenny Magick

Für den letzten Monat der English-Challenge habe ich „Hapenny Magick“ von Jennifer Carson gelesen und mich damit wunderbar unterhalten gefühlt. „Hapenny Magick“ ist ein niedliches Kinderbuch voller liebenswerter Figuren und mit Illustrationen, die ich einfach bezaubernd fand. Ich muss allerdings zugeben, dass die Zeichnungen von P. A. Lewis etwas altmodisch wirken. Für mich eine tolle Erinnerung an Geschichten, die ich als Kind gelesen habe, einer Freundin von mir haben die Zeichnungen hingegen nicht so gut gefallen.

Die Hauptfigur in „Hapenny Magick“ ist die dreizehnjährige Maewyn (Mae) Bridgepost, die seit sieben Jahren unter der zweifelhaften Obhut von Gelbane lebt. Mae ist eine kleine und zierliche Hapenny, hat lange pelzige Ohren und muss sich Tag für Tag um Gelbanes Hühner und Schweine, den Haushalt, das Frühstück und allerlei andere Dinge kümmern. Seit ihre Mutter verschwunden ist, schuftet das Mädchen rund um die Uhr und wird nur allzu oft mit Schlägen und Essensentzug belohnt. Trotzdem läuft sie nicht weg, denn sie hegt immer noch die Hoffnung, dass ihre Mutter wieder nach Hause kommt. Außerdem sollen Trolle in der Nähe unterwegs sein – und Trolle haben Hapennies zum Fressen gern.

Doch einfach ist es für Mae nicht weiterhin bei Gelbane auszuharren, denn seit einiger Zeit passieren seltsame Dinge rund ums Haus und reizen ihren Vormund (es gibt keine weibliche Variante dieses Wortes, oder?) bis zur Weißglut. Und irgendwie hat Mae das Gefühl, dass sie Schuld daran sein könnte, dass die Schweine ständig aus der Weide ausbrechen, die Hühner purpurfarbene Eier legen und bei Gelbane ab und an Hauer zu sehen sind. Als dann auch noch eines Nachts ein sprechender Rabe auftaucht und Mae zum Haus des Zauberer Callum führt, verändert sich ihr ganzes Leben.

Eins kann ich vorneweg sagen: „Hapenny Magick“ ist ein Kinderbuch und dementsprechend vorhersehbar ist auch die Handlung – vor allem da der Klappentext auch noch einen wichtigen Punkt verrät. Trotzdem hatte ich mit Mae einen wunderbaren Tag. Ich habe mit ihr gelitten, wenn Gelbane ihr eine Mahlzeit gestrichen und dafür Extraarbeiten aufgehalst hat, ich habe mich in die ordentlichen, freundlichen und fleißigen Hapennies verliebt und ich mochte Maes neue Bekanntschaften. Im Laufe der Zeit muss Mae lernen für sich einzustehen und dass sie – obwohl sie die kleinste der Hapennies ist – so einige Fähigkeiten hat, mit denen sie für die Gemeinschaft da sein kann.

Jennifer Carson hat so einige Elemente herangezogen, die altvertraut sind. Die Hapennies haben den einen oder anderen hobbitähnlichen Zug, es gibt freundliche Schweine, sprechende Raben, einen weisen Zauberer mit entzückenden Mitbewohnern, einen Riesen mit einem Dorn im Fuß und immer wieder gibt es heimelige Szenen, in denen zum Bespiel Essen eine Rolle spielt. Dabei wirkt es nicht so, als ob die Autorin einfach nur bewährte Versatzstücke zu einer netten Geschichte verquirlt hätte, sondern eher als ob man ein vertrautes und kuscheliges Umfeld betritt, in dem all die Dinge ihren Platz gefunden haben, die man mag.

Mir hat „Hapenny Magick“ so gut gefallen, dass ich auf jeden Fall die Augen nach der Fortsetzung „Tangled Magick“ aufhalten werde, die auf der letzten Seite des Buches angekündigt wurde. Und dann hoffe ich, dass ich noch einmal so entspannende und heimelige Lesestunden mit Mae verbringen kann.