Alle Artikel von Konstanze

SuB-Zuwachs im Dezember

Nachdem der letzte SuB-Zuwachs schon ein bisschen her ist, hat mir heute der Paketbote etwas Nachschub geliefert. Ich muss zugeben, dass ich mich bei ein paar von den Titeln wirklich frage, wann und warum ich die auf meinen Wunschzettel gesetzt habe. Bei „Die Insel der besonderen Kinder“ war ich mir sogar ganz sicher, dass ich mich dagegen entschieden hatte … Aber ich beschwere mich auf gar keinen Fall über meinen Buchzuwachs, schließlich will ich nicht riskieren, dass mir der Lesestoff ausgeht. 😉

– D. E. Stevenson: Stich ins Wespennest
(Hah, daran kann ich mich erinnern! An dem Buch trägt Irina die Schuld! 😉 )

– Lene Rikke Bresson: Das Mädchen am Kreuz
(Etwas für meine aktuelle Krimilust und ein neuer Versuch mit einer dänischen Autorin.)

– Anthony Francis: Skindancer – Magisches Tattoo
(Noch ein Fall von „Huch, wo kommst du denn her?“. Mal gucken, ob mir die Geschichte gefällt. *g*)

– L.J. McDonald: Die Krieger der Königin 2 – Falkenherz
(Den ersten Teil fand ich zum Teil recht erfrischend, zum Teil verbesserungsbedürftig. Auf jeden Fall hat er sich gut weglesen lassen … )

– Yasmine Galenorn: Schwestern des Mondes 8 – Katzenjagd
(Ich hoffe sehr, dass der Titel besser ist als der vorhergehende Band, der mir total auf die Nerven ging!)

– Xinran: Wolkentöchter
(Die Bücher, die ich bislang von der Autorin gelesen habe, haben mir gefallen – und ich mag es, wenn ich manchmal über den Tellerrand in eine andere Kultur blicken darf …)

– Ransom Riggs: Die Insel der besonderen Kinder
(Da sieht man mal was passiert, wenn ich zu lange überlege, ob ich einen Titel lesen will oder nicht … *g*)

– Mike Resnick: Mallory und die Nacht der Toten
(Der erste Teil war so nett zu lesen, eine schöne Mischung aus „hardboiled novel“ und Fantasyparodie!)

– Janet Lee Carey: Drachenkuss
(Ich habe keine Ahnung mehr, warum ich den Titel reizvoll fand. Vielleicht finde ich es beim Lesen raus. 😉 )

– Uwe Voehl: Blut und Rüben
(Ein Krimi, der im Teutoburger Wald  und in dem eine lippische Haushälterin vorkommt – da kamen für mich unschlagbare Argumente zusammen. Und wehe, das Buch gefällt mir nicht!)

Zum Schluss noch eine lustige Manga-Mischung, damit ich auch in dem Bereich wieder gut versorgt bin. Und ja, ich gehöre auch zu denjenigen, die „Sailor Moon“ noch einmal für sich entdecken. 🙂 Wobei mir heutzutage „Code:Breaker“ und „Mirai Nikki“ doch mehr liegen, während bei „Detektiv Conan“ das Gefühl aufkommt, dass der gute Gosho Aoyama nach all den Jahren so langsam wirklich keine Lust mehr hat. Trotzdem sind es immer noch solide Kriminalgeschichten, die einem hier geboten werden.

Insgesamt landen so 10 Bücher auf dem SuB, die ich bis zum 17. Januar 2012 gelesen haben will, um meiner persönlichen Challenge gerecht zu werden. Ohje, ob ich es noch schaffe, dass ich mit einem SuB unter 100 in das Jahr 2012 starte?

Robin McKinley: Rose Daugther

Nach dem Märchen-Tag (und dem ganzen Schreiben über Robin McKinley) und da ich dringend noch ein November-Buch für die English-Challenge benötigte, habe ich am letzten Wochenende zu „Rose Daugther“ gegriffen. Der Roman entstand zwanzig Jahre nach „Die Schöne und das Ungeheuer“ und ist ebenfalls eine Neuerzählung dieses Märchens. Aber diese Version zeigt deutlich, wie sehr sich die Sicht der Autorin innerhalb dieser Zeit auf das klassische Märchenmotiv verändert hat.

Die Geschichte beginnt mit den Kindheitserinnerungen von Beauty. Ihre Mutter stirbt als die Kleine fünf Jahre alt ist, aber sie erinnert sich noch immer genau an das Parfüm, welches die schöne und beliebte Frau immer umgeben hat. Auf der Suche nach der Blume, die einen solchen Duft hervorbringt, entwickelt das kleine Mädchen eine Schwäche für Gärten. Aber nicht nur als Quelle für Blumen, sondern auch als ruhiger Zufluchtsort vor all den Dingen, die von ihr erwartet werden, und vor dem Trubel in ihrem wohlhabenden Elternhaus, genießt sie die Nähe der Blumen.

Nach dem Tod der Mutter wird jede Zauberei vom Vater verflucht und von der Familie fern gehalten, da er den Wahrsagern und Hexen vorwirft, dass sie seine Frau vor dem Unglück nicht gewarnt haben. Und während irgendwann wieder der Alltag einzieht, träumt Beauty regelmäßig einen schrecklichen Albtraum, in dem sie einen langen Korridor entlangläuft an dessen Ende ein Ungeheuer auf sie wartet, und ruft beim Aufwachen nach ihrer Mutter. Einzig im Garten, wo sie heimlich unter der Anleitung eines alten Gärtners den richtigen Umgang mit Pflanzen lernt, fühlt sie sich wohl.

Nicht nur in dieser Beziehung unterscheidet sich Beauty sehr von ihren beiden älteren Schwestern: Lionheart, die älteste, ist sehr mutig, während Jeweltongue, die mittlere, besonders redegewandt und klug ist. Aber beide Schwestern gehen nicht sehr gnädig mit ihrer Umwelt um und so ist es Beauty, die die „ausgedienten“ Pferde und Jagdhunde von Lionheart in bessere Hände vermittelt und die verängstigte Dienstboten tröstet, wenn diese Opfer von Jeweltongues spitzer Zunge wurden.

Kurz vor der Doppelhochzeit von Lionsheart und Jeweltongue mit zwei angesehenen Adeligen wird bekannt, dass ihr Vater pleite ist (auch aufgrund der Tatsache, dass er in den letzten Jahren keine Geschäfte mehr mit Magiekundigen gemacht hat). Die Männer brechen die Verlobungen, die Dienstboten laufen davon und die Schwestern geben ihr Bestes, um mit der Situation fertig zu werden. Lionsheart übernimmt die Küche, Jeweltongue kümmert sich um den restlichen Haushalt und Beauty versorgt den Vater, der zusammengebrochen ist, und versucht einen Überblick über die finanzielle Lage zu bekommen. Letztendlich bleibt ihnen nur der Umzug in ein kleines Häuschen auf dem Land, welches den Schwestern von einer alte Frau vererbt wurde.

Falls ihr jetzt das Gefühl habt, ich hätte hier eine endlose Inhaltsangabe geschrieben: Die bisher aufgeführte Handlung findet auf den ersten 25 Seiten des Buches statt und ich finde es großartig, wie es Robin McKinley gelingt die Familie und ihre Eigenarten hier so klar zu charakterisieren. Aber man bekommt auch einen guten Einblick in diese Welt, in der Kräuterhexen, Zauberer, Wahrsager und Astrologen zum normalen Alltag gehören und in der die in Märchen und Sagen erzählten Geschichten etwas sind, was der Großmutter (oder deren Großmutter) passiert ist und was deshalb im Kern auf jeden Fall wahr sein muss, auch wenn es inzwischen mehrere Varianten einer Erzählung gibt.

Longchance heißt der kleine Ort, in dem die drei Schwestern mit ihrem Vater landen, und angeblich gab es vor langer, langer Zeit dort mal eine Schlacht zwischen Zauberern, was dazu führt, dass sich keine Kräuterhexe an diesem Ort ansiedelt, weil die Überreste der Vergangenheit zu Albträumen und anderen unangenehmen Dingen führen. Aber das „Rose Cottage“, welches die Schwestern geerbt haben, besitzt einen ganz eigenen Charme und zu ihrer Überraschung findet Beauty ein große Anzahl dorniger Büsche im Garten des Häuschen, welche sich als wunderbar duftende Rosen herausstellen und zu denen sie eine ganz besondere Bindung entwickelt. So ist es auch ihre Liebe zu Rosen, die dazu führt, dass ihr Vater nach einer unglückseligen Reise in die alte Heimatstadt, einem Schneesturm und dem lebensrettenden Aufenthalt in einem verzauberten Schloss, seine jüngste Tochter einem schreckenserregenden Biest überlassen muss …

Diese Variante ist deutlich „fantasylastiger“ als „Die Schöne und das Ungeheuer“, so hat Beauty zum Beispiel die Gabe Pflanzen und Blumen wachsen zu lassen, ihre Mutter hatte einen kleinen übellaunigen Hausdrachen und in dieser Welt existieren Rosen normalerweise nur in den Gärten von Zauberern, denn nur mit Magie bringt man sie zum Blühen. Aber gerade diese liebevollen fantastischen Einfälle machen für mich diese Variante des Märchens zu etwas besonderem. Und auch der Schluss, der ein wenig von der klassischen Version abweicht, ist so wunderbar – und in meinen Augen so viel stimmiger -, dass es sich allein schon deshalb lohne würde, diesen Roman zu lesen.

Es fällt mir wirklich schwer konkreter auf die ganzen schönen Elemente dieses Buches einzugehen. Am einfachsten lässt sich für mich der Unterschied zwischen „Die Schöne und das Ungeheuer“ und „Rose Daughter“ zusammenfassen, wenn ich es so beschreibe:

„Die Schöne und das Ungeheuer“ ist ein wunderschönes Märchen mit liebenswerten Figuren, die für eine solche Geschichte angenehm realistische Züge haben. Aber durch das ganze Buch zieht sich eine Harmonie, die mich ein wenig an einen Disney-Zeichentrickfilm erinnert. Bei „Rose Daughter“ fühle ich mich viel mehr an einen Ghibli-Anime erinnert. Es gibt unheimlich viele vertraute Elemente, die man aber mit ganz neuen Augen entdecken kann. Die Handlung bekommt ganz neue Facetten, die Magie gehört zum Alltag der Menschen und hat doch nichts von ihrem Zauber verloren, der ganze Roman ist von einer ganz besonderen Atmosphäre durchdrungen und dann nimmt sich Robin McKinley immer wieder Freiheiten in dieser „Neuerzählung“ heraus, die ihre Version zu etwas ganz eigenständigem machen.

Am Ende habe ich nicht das Gefühl, dass das Paar den Rest ihres Lebens in einer rosaroten märchenhaften Glückseligkeit verbringen wird, sondern dass Beauty und ihr Beast in Zukunft Höhen und Tiefen vor sich haben, die sie – so wie jedermann – gemeinsam durchstehen müssen. Und diese Vorstellung finde ich deutlich realistischer und damit auch viel schöner als die märchenhafte Variante …

Oh, und was das Englisch angeht, so schreibt Robin McKinley wirklich gut verständlich, aber durch Beautys Liebe zur Gärtnerei kam ich hier und da doch an  meine Grenzen, wenn es um die Bezeichnungen von Pflanzen ging. Die muss man aber jetzt auch nicht unbedingt alle komplett verstehen, um der Handlung problemlos folgen zu können, abgesehen davon, dass ich es nicht immer so einfach finde, wenn es z.B. darum geht den passenden Baumnamen im Deutschen zu finden, da einem die diversen Wörterbücher da gerne mehrere Varianten anbieten.

Dies und Das (15)

Irgendwie komme ich mir momentan wie das „Weiße Kaninchen“ vor – mir fehlt nur die Taschenuhr, und noch plappere ich nicht laut „Keine Zeit! Keine Zeit!“ vor mich hin, auch wenn ich mich so fühle. Im Moment gibt es so viele Sachen zu erledigen, an so vieles zu denken und so viele Dinge, die ich eigentlich vor dem Jahresende schaffen wollte, bei denen ich nun aber überlegen muss, welche davon ich ins kommende Jahr schieben kann.

Umso ungeduldiger werde ich natürlich, wenn ich dann auch noch beim Arzt eine geschlagene Stunde auf die Ausstellung eines simplen Rezeptes warten muss oder wenn man mich mitten in einem Gedankengang anruft (und meine Familie hat gerade ein erschreckend großes Kommunikationsbedürfnis, während ich das Telefon einfach nicht ignorieren kann) oder sonst etwas passiert, das meine mühsam zusammengekratzte Konzentration stört.

Leider führt das auch dazu, dass ich diverse angefangene Bücher und kaum weniger angefangene Blogtexte habe, die ich irgendwann in den letzten Tagen mittendrin abgebrochen habe, weil mir irgendetwas Wichtigeres in den Kopf gekommen ist.

Dass ich jeden zweiten Tag hoffnungslos verschlafe, hilft auch nicht gegen das „Keine Zeit“-Gefühl. Und nicht mal ein gemütlicher Arbeitsplatz samt heißem Tee und – theoretisch – entspannender Musik lässt mich meine Sachen in Ruhe zu Ende bringen. Aktuell hibbele ich zum Beispiel schon wieder rum, weil ich mir die Kopfhörer nicht aufsetzen will, solange der Paketbote noch nicht da war.

Oh, und abends habe ich das Gefühl, ich könnte mich nicht einfach gemütlich auf dem Sofa einrollen, weil ja noch die Nachbarn vorbeikommen könnten, für die schon wieder zwei große Pakete in unserem Wohnungsflur stehen (welche ehrlich gesagt den Weg ins Badezimmer ganz schön blockieren).

So geht es auf jeden Fall nicht weiter! Vielleicht sollte ich mir einfach ein Beispiel an den Katzen nehmen, denn deren Ruhe ist zur Zeit durch nichts zu stören:

Oh, und wer sich wundert, dass ich noch so spät auf den Paketboten warte: Geschrieben habe ich den Beitrag kurz nach 16 Uhr, dann klingelte der Paketbote und brachte weitere Pakete für den Nachbarn, dann fiel mir ein, dass ich noch Geschirr abwaschen muss, bevor ich abends kochen kann, und schon war das Freischalten dieses Beitrags vergessen.

Keine Zeit, keine Zeit, keine Zeit …

Dezember-SuB

Ui, der November war ein verflixt schlechter Lesemonat für mich. Irgendwie habe ich sehr viele Bücher angefangen, aber kaum welche beendet. Somit komme ich für den November auf 9 Bücher, 2 Hörbücher und 5 Manga. Meine persönliche Challenge werde ich wohl in diesem Jahr nicht schaffen, aber immerhin habe ich noch einen Monat, um etwas aufzuholen. Außerdem bin ich bei der English-Challenge gut dabei, nachdem ich gestern Abend kurz vor 23 Uhr doch noch mein November-Buch beendet habe. Unter 100 bin ich mit dem SuB immer noch nicht, aber vielleicht zum Jahresanfang (auch wenn sich der nächste SuB-Zuwachs schon angekündigt hat). Dafür habe ich zum ersten Mal, seitdem der Blog besteht, kein Buch bei A stehen, weil die beiden Asprin-Romane endlich gelesen sind.

A (0)
–

B (8)
Quentin Bates: In eisigem Wasser
Sina Beerwald: Die Goldschmiedin

Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)

Jacques Bonnet: Meine vielseitigen Geliebten

Marie Brennan: Doppelgänger
Marie Brennan: Hexenkrieger

Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud
Lene Rikke Bresson: Das Mädchen am Kreuz

C (4)
Janet Lee Carey: Drachenkuss
Jennifer Chiaverini: Der Weihnachtsquilt
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)
James Collins: Zauberberg für Anfänger
Deborah Crombie: Die stillen Wasser des Todes

D (5)
John Dickinson: Das Kind des Schicksals

Joe Donnelly: Jack Flint und der Bann des Herzsteins
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften

Rebecca Drake: Still sollst du sterben

F (14)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Jennifer Fallon: Kind der Götter (Das Dämonenkind 2)
Jasper Fforde: Der Fall Jane Eyre
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Alex Finn: Beastly
Gayle Forman: Wenn ich bleibe

Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Alan Dean Foster: Quofum
Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym

Earlene Fowler: Tödliche Schatten
Anthony Francis: Skindancer – Magisches Tattoo
Peter Freund: Laura und das Siegel des Mondes
Luca di Fulvio: Die Rache des Dionysos

G (4)
Yasmine Galenorn: Schwestern des Mondes 8 – Katzenjagd
Francois Gantheret: Das Gedächtnis des Wassers
Michele Giuttari: Rachefeuer
Thomas Görden: Der Mönch und die Jüdin
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (4)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Kim Harrison: Blutjagd
Kim Harrison: Blutlied
Kim Harrison: Blutpakt
Frederik Hetmann: Zeitenwende
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung

I (2)
Greg Iles: Leises Gift
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

J (1)
P.D. James: Ein makelloser Tod

K (5)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Celine Kiernan: Schattenpfade
Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung

L (3)
Marc Levy: All die ungesagten Worte
Siri Lindberg: Nachtlilien
Michaela Link: Der Spiegel der Kaiserin

M (5)

Chris Marten: Hydra

Christoph Marzi: Lyra
L.J. McDonald: Die Krieger der Königin 2 – Falkenherz
Richelle Mead: Dark Swan – Sturmtochter
Kai Meyer: Hex
Boris Meyn: Die Schattenflotte

N (4)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter
Rachel Neumeier: Der Greifenmagier – Herr der Winde
Elle Newmark: Der Granatapfeldieb

P (8)
Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
Bernd Perplies: Magierdämmerung – In den Abgrund
Renata Petry: Hilgensee

Kerstin Pflieger: Die Alchemie der Unsterblichkeit

Tamora Pierce: Young Warriors – Stories of Strength
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)
Ursula Poznanski: Saeculum 
Sarah Prineas: Der magische Dieb – Auf der Jagd nach dem Stein der Macht 

Q (0)
–

R (14)

Irene Radford: Der letzte Kriegsmagier (Die Historie des Drachen-Nimbus 2)
Irene Radford: Der abtrünnige Drache (Die Historie des Drachen-Nimbus 3)

Jennifer Rardin: Man lebt nur ewig
Sarah Rayner: Das Licht des frühen Tages
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
Mike Resnick: Mallory und die Nacht der Toten
Ransom Riggs: Die Insel der besonderen Kinder
John Maddox Roberts: Die Feinde des Imperators – Ein Krimi aus dem Alten Rom
Silvia Roth: Querschläger

Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)

Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Brian Ruckley: Winterwende (Die Welt aus Blut und Eis 1)
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre

S (10)
Régis de Sá Moreira: Das geheime Leben der Bücher
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge

Arthur Slade: Mission Clockwork

Emma Smith: Der Ruf der Ferne
D. E. Stevenson: Stich ins Wespennest
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (10)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 2 – Der Palast des Poseidon

Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 3 – Der gläserne Fluch

P.J. Tracy: Der Köder
P.J. Tracy: Mortifer
Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage
Aino Trosell: Eine grenzenlose Liebe
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

V (0)
Uwe Voehl: Blut und Rüben

W (4)
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan

Kiersten White: Flames’n’Roses

Gabriele Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Gabriella Wollenhaupt: Grappa und die keusche Braut
Wrede und Stevermer: Sorcery and Cecelia or The Entchanted Chocolate Pot
Wrede und Stevermer: The Grand Tour
Wrede und Stevermer: Mislaid Magician

X (1)
Xinran: Gerettete Worte
Xinran: Wolkentöchter

Y (0)
–

106 Titel zum Monatsanfang
(fett markierte Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind neu hinzugekommen)
(blau markierte Titel habe ich für Aktionen vorgesehen)
(rot markierte Titel sind die, die ich für meine persönliche Challenge möglichst bald lesen sollte)
(graublau markierte Titel habe ich auf der Liste für meine persönliche Serien-Challenge)

Verwöhntag für die Winterkatze …

… oder auch der runde Geburtstag.

Da ich der Meinung bin, dass man seine Geburtstage rundum genießen soll, habe ich den 25. November schon vor Jahren zu meinem persönlichen „Verwöhntag“ bestimmt. Das bedeutet auch, dass ich mir an dem Tag – wenn möglich – frei nehme und keine Besucher einlade, für die ich die Wohnung herrichten, kochen und ähnliches tun müsste.

Also habe ich den gestrigen Freitag mit gemütlichem Räkeln im Bett begonnen, bin erst vormittags ins Wohnzimmer gewandert und habe dort die Geschenke von meinem Mann und meinen Eltern ausgepackt. Dann habe ich mir ein Stück Napfkuchen zum Frühstück gegönnt und dabei die Briefe gelesen, die in den letzten Tagen schon eingetrudelt sind.

Zu sehen, wie viele Leute an einen denken, ist doch das Schönste an Geburtstagen. Wobei ich die beiliegenden kleinen und großen Geschenke und die Gutscheine, die mir brieflich oder mündlich (am Telefon) überreicht wurden, auch sehr genießen kann. 😉 Und da gestern auch regelmäßig das Telefon klingelte, der Mailaccount Posteingang meldete oder das Chatfenster sich regte, habe ich viel mit meinen Freunden und meiner Familie reden können, auch wenn keiner von ihnen direkt bei mir war.

Ein besonders süßes Geschenk geht auf meine phasenweise auftretende Krimileidenschaft ein. Die Krimi-Mints in der kleinen Dose sollen bestimmt gegen den Geruch von Blut und Verwesung helfen, der bei besonders bildhaften Beschreibungen aufkommt. ;D Während das Lesezeichen mit den Fingerabdrücken einem (laut Beschreibung auf der Hülle) eine Atempause an besonders spannenden Stellen verschaffen soll. Ich bin übrigens ganz verliebt in den kleinen Revolver am Ende des Bandes. Ich muss mir nur noch überlegen, wie ich die Katzen davon abhalten kann, mit dem mörderischen Ding zu spielen, wenn es in meinem aktuellen Krimi steckt.

Bücher gab es für mich dieses Mal erstaunlich wenig und vor allem keine für den SuB, da die heißersehnte Jane-Austen-Box direkt in den Bestand wandert, weil ich die Titel alle schon kenne. Aber ich freue mich total darüber, dass ich die Romane nun in zueinander passenden und – angeblich besonders gut übersetzten – Ausgaben habe!

Und die restlichen Geschenke werden mich in den kommenden Abenden über das unglaublich schlechte Fernsehprogramm hinwegtrösten. Ich habe eine absolute Schwäche für Ghibli-Filme, und als ich hörte, dass von ihnen die Geschichte rund um die Borger (ich habe die allerdings immer als Borgmännchen in Erinnerung, von einer Schallplatte, die mein Cousin als kleines Kind hatte – keine Ahnung, ob ich mich da täusche oder ob das damals wirklich anders übersetzt wurde) umgesetzt wird, musste ich die DVD doch ganz oben auf meinen Wunschzettel setzen. Auch die „Van Dusen“-Hörspiele liebe ich und bin froh, dass nach dem ersten Teil (im letzten Jahr zum Geburtstag) und Teil 2 (zu Weihnachten 2010) nun der dritte Teil bei mir eingezogen ist. Wer weiß, vielleicht klappt es ja mit dem folgenden Hörspiel zu Weihnachten, wenn ich ein paar dezente Hinweise bei meinem Mann hinterlasse. 😉

Besonders freue ich  mich aber über „Ōkamiden“! Wir haben vor einigen Jahren begeistert „Ōkami“ auf der Playstation gespielt und waren hingerissen von der ungewöhnlichen und wunderschönen Grafik und dem Spielprinzip. Als dann „Ōkamiden“ angekündigt wurde, war ich ganz heiß auf das Spiel, aber irgendwie hat es mit dem Kauf nie geklappt – und irgendwann gab es das Spiel online nur noch zu absoluten Mondpreisen und ich dachte schon, dass das nichts mehr werden würde. Mein (gemeiner) Mann hat mir dann in den letzten Wochen jegliche Hoffnung geraubt, indem er vorgab, dass er das Spiel nicht mehr hätte bekommen können. Zum Glück stellte sich gestern morgen heraus, dass er im örtlichen Elektronikmarkt das letzte Spiel zum offiziellen Verkaufspreis erwischen konnte. Im Moment versuche ich noch, mir „Ōkamiden“ etwas einzuteilen und die Grafik und die Geschichte bewusst zu genießen. Wenn ihr aber in den nächsten Tagen von mir keine Blogbeiträge, Kommentare oder sonstige Lebenszeichen bekommt, dann bin ich dem Spiel endgültig verfallen. 😉

Leider habe ich es nicht geschafft, ein einigermaßen appetitliches Tortenfoto zu machen, aber ich habe mir gestern die Freiheit genommen und das Milchprodukteverbot meiner Ärztin ignoriert und nachmittags ein großes Stück Marzipantorte genossen. Und da mein Mann nach all den Überstunden in den letzten Wochen auch etwas erholungsbedürftig war, haben wir den Abend kulinarisch mit einer Lieferpizza ausklingen lassen. 😀

Es war ein rundum schöner Tag, den ich wirklich genossen habe. Und dank des Wellness-Gutscheins und des gesponserten Kurztrips in den Süden werde ich noch mehr „Verwöhntage“ genießen dürfen. Vielen lieben Dank an alle, die so lieb an mich gedacht haben!

Sprachprobleme

Seitdem unser „alter“ Paketbote den Status „Bin jetzt Boss!“ hat, ist es wieder verflixt kompliziert geworden mit den diversen Paketlieferanten zu kommunizieren.

In der Zwischenzeit hatten wir hier unter anderem ein junges (vermutlich polnischstämmiges) Paar, wobei sie die kleinen Sachen verteilen durfte und er sich mit den schweren Paketen abschleppte. Während er zumindest einigermaßen Deutsch verstand, war es mir in den letzten Monaten zum Beispiel nicht möglich ihr verständlich zu machen, dass ich weder medizinische Sendungen mit speziellem Vermerk, noch Sachen, bei denen vorher Geld gezahlt werden muss, für die Nachbarn annehmen kann. Bei dem einen Stapel war mir der Zahlungsvermerk auf dem Päckchen erst aufgefallen, als ich dem Nachbarn seine Post übergeben habe – und so wird wohl irgendjemand sein Geld nicht bekommen haben oder das nette Paar musste den fehlenden Betrag erstatten.

Immerhin habe ich den beiden klar machen können, dass ich etwas Zeit brauche, um an die Sprechanlage zu kommen (besockte Füße, Laminat und Katzen sind Komponenten, die nicht in Eile kombiniert werden sollten 😉 ), dass man nicht alle Klingeln auf einmal drücken darf, weil dann die Sprechanlage nicht mehr geht, und dass ich gern die Post für die Nachbarn annehme, sie aber einen Zettel in dem jeweiligen Briefkasten hinterlassen müssen.

Mit den anderen Paketboten ist das etwas schwieriger, aber irgendwie bekommen wir es in der Regel hin. Ich muss ihnen allen zugestehen, dass sie sich wirklich Mühe geben, aber die Sprachprobleme sind ein Hindernis. Richtig schlimm ist es mit dem Herren, der in dieser Woche die Pakete austrägt. Bislang weiß ich nur, dass er weder Deutsch noch Englisch versteht, aber Russisch sprechen würde.

Inzwischen denke ich, ich sollte mir einen Zettel zulegen, in dem ich auf Russisch, Polnisch und Türkisch die wichtigsten „Paketboten“-Sätze schreibe.

So etwas wie:

1. Bitte haben Sie etwas Geduld, es dauert einen Moment bis ich an der Sprechanlage bin.
2. Wenn Sie mehr als eine Klingel betätigen, dann funktioniert die Sprechanlage nicht und es dauert noch länger bis ich an der Haustür bin.
3. Ich nehme gern die Sendungen für die Nachbarn an, …
4. … aber keine Sendungen, die mit bestimmten Vermerken gekennzeichnet sind.
5. Bitte denken Sie an die Benachrichtungskarte für den Nachbarn.

Blöderweise kenne ich niemanden, der mir die Sätze übersetzen könnte, und deshalb wird das Thema Pakete wohl auch in den kommenden Adventswochen zu einer täglichen Herausforderung zwischen mir und den Paketboten!

Stöckchen: Der große Märchen TAG

Katrin von den BuchSaiten hat mich mit einem Märchen-Stöckchen beworfen, welches ich gerne beantworte. Märchen mag ich sehr gern – trotzdem versuche ich mich bei der Beantwortung der Fragen so kurz zu fassen, dass der Beitrag lesbar bleibt. 😉

1. Welches ist dein Lieblingsmärchen und wieso?
Als Kind fand ich „Allerleihrauh“ ganz toll. Vielleicht, weil die Prinzessin in einer schlimmen Situation sitzt und erst einmal ihren Verstand einsetzt, dann davonläuft, als Küchenmagd ein Auskommen und später ihr Glück findet. Aber je älter ich werde, desto unbehaglicher wird mir bei dem Märchen. Das ungesunde Verhältnis des Königs zu seiner Tochter und der Fellmantel, für den so viele Tiere gefangen und verletzt wurden, sind dabei nur die größten Aspekte, die mir inzwischen zu denken geben.

Heute liegt mir eher das Kunstmärchen „Die gewöhnliche Prinzessin“ von M. M. Kaye. Ich finde die Hauptfigur so wunderbar, da diese Prinzessin lieber durch die Wälder streunert, als sich so zu benehmen, wie es von ihr erwartet wird. Außerdem ist sie gewitzt genug, um sich ein robustes Kleid zu besorgen, im Wald zu überleben und herauszufinden, wie man einen Job bekommt, um sich Schuhe kaufen zu können. Und sie hat einen untadeligen Geschmack bei der Wahl ihres Prinzen.

2. Vor welchem Märchen hast du dich am meisten gefürchtet?
Ich kann mich nicht erinnern, dass ich mich vor einem Märchen gefürchtet hätte. Aber da ich mit den „unbereinigten“ Märchensammlungen von den Brüdern Grimm aufgewachsen bin, gab es so einige Schlussszenen, die ich irgendwann nicht mehr gelesen habe. Ich würde die schrecklichen Enden für die Stiefmütter, bösen Schwestern und Hexen vermissen, wenn ich eine „harmlosere“ Variante in die Finger bekäme. Aber bei einem Re-read überspringe ich dann doch lieber die mit Nägeln gefüllten Fässer, die glühenden Eisenschuhe oder ähnliche Bestrafungen. 😉

3. Welche Märchenfigur wärst du gerne?
Morgiane, Sklavin des Ali Baba. Okay, es ist nicht gerade angenehm, eine Sklavin zu sein, aber die Frau ist eindeutig intelligenter als ihr Herr und seine gesamte Familie zusammen. Ihr ist es zu verdanken, dass Ali Baba alle Mordversuche der Räuber überleben konnte, auch wenn sie dafür recht skrupellos vorgehen musste … Auf jeden Fall scheint mir Morgiane vielschichtiger zu sein als ein Großteil der sonstigen Märchenfiguren.

4. Welchen Märchengegenstand würdest du gerne besitzen?
Das „Tischlein, deck dich“ wäre überaus praktisch – und ich gehe selbstverständlich davon aus, dass es auch Wunschgerichte servieren kann. Ich fände es fantastisch, wenn ich nie wieder über dem Einkaufszettel hängen und mich fragen müsste, was ich in den nächsten Tagen kochen soll. Und von dem gesparten Essensgeld könnte man so viele Bücher kaufen … *g*

5. Wenn du verzaubert würdest, welches Tier wärst du?
Ich gehe jetzt mal davon aus, dass auch Fabelwesen zu den Tieren zählen, und dann wäre ich eindeutig ein Drache. Wissbegierig, schatzhortend, rätselliebend, reizbar und schwer zu wecken, wenn ich mich erst einmal im Tiefschlaf befinde. Meine angreifbare Stelle verrate ich hier aber nicht! 😉

6. Welcher Märchenfilm gefällt dir am besten?
Spontan fällt mir da „Der Salzprinz“ ein. Ich sitze zwar auch seit meiner Kindheit jedes Jahr zur Weihnachtszeit vor dem Fernseher und schaue mir „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ an, aber „Der Salzprinz“ hat bei mir einen viel tieferen Eindruck hinterlassen. Vielleicht, weil Maruška in ihrer naiven, aber treuen Art begreift, dass das einfache Salz so kostbar ist. Schon als kleines Mädchen fand ich es faszinierend, wie viel Macht und Einfluss in der Vergangenheit mit dem Besitz von Salz einhergingen – und doch vergisst man das so schnell, wenn man mal eben ein Kilo davon im Supermarkt einkauft. 

7. Magst du Märchenparodien?
Das hängt davon ab, was für Parodien es sind. Bei Filmen bin ich in der Regel eher vom Ergebnis abgeschreckt (vor allem bei deutschen Produktionen). Aber es gibt einige wunderbar amüsante Bücher, die Märchen parodieren, und die kann ich dann auch genießen.

8. Magst du moderne oder neuerzählte Märchen?
Auch da hängt es wieder von der Machart ab. Die Neuerzählungen von Robin McKinley zum Beispiel mag ich sehr gern, auch Patricia C. Wredes fantastische Geschichten im Zauberwald mit all ihren Märchenelementen sind so schön zu lesen. Ich finde es spannend, wenn ein guter Autor Märchenelemente aufnimmt und eine neue Geschichte daraus spinnt, aber manchmal wirkt so ein Versuch auch zu gewollt und geht dann kräftig daneben.

9. Glaubst du an Märchenprinzen und für welchen würdest du dich entscheiden?
Gewöhnliche Märchenprinzen finde ich ziemlich langweilig. Ich habe mir noch nie vorstellen können, dass so ein hochherrschaftliches Kerlchen, das auf einem Pferdchen in mein Leben reitet, wirklich zu mir passen würde. Aber ein Prinz wie Ossin aus „Deerskin“ („Tochter des Schattens“) von Robin McKinley käme für mich schon in die engere Wahl. Er ist ein aufmerksamer und liebevoller Mann, der mit beiden Beinen auf dem Boden steht, Hunde liebt und keine Standesdünkel hat.

10. Muss für dich ein Märchen mit ‘Es war einmal’ anfangen?
Nö. Aber der „klassische“ Anfang schadet auch nicht … 😉

11. Woher kennst du Märchen? Kassetten? Bücher? Hat man dir vorgelesen?
Meine große Schwester behauptet, dass unsere Mutter uns vorgelesen hätte, als wir klein waren, aber ich kann mich nicht daran erinnern. Aber ich weiß noch, dass ich mich sehr früh durch die Märchen gelesen habe, die wir (in altdeutscher Schrift gedruckt) hatten. Wilhelm Hauff, Hans Christian Andersen und die Brüder Grimm haben an so manchem Abend dafür gesorgt, dass ich vor dem Schlafengehen noch ein paar märchenhafte Abenteuer erleben konnte.

12. Greifst du auch heute noch zu Märchenbüchern?
Ja, sehr gern. Ich lese zwar nicht mehr so oft Märchen wie noch vor einigen Jahren, aber ich greife immer wieder zu den Märchensammlungen in meinem Besitz. Ich entdecke auch gerne Märchen aus anderen Ländern und finde es immer wieder faszinierend, wie manche Geschichten weltweit erzählt werden, während andere Märchen sehr speziell sind und nur in bestimmten Kulturkreisen zu funktionieren scheinen.

13. Würdest du deinen Kindern Märchen vorlesen?
Wenn ich Kinder hätte, dann würde ich das auf jeden Fall tun. Unsere Katzen sind allerdings weniger daran interessiert. 😉 Dafür habe ich aber in der Vergangenheit diversen „Fremdkindern“ Märchen und andere Geschichten vorgelesen und das hat mir (und zum Glück auch den Kindern) immer viel Spaß gemacht.

14. Hältst du Märchen für wichtig?
Ich finde schon, dass man die klassischen Märchen seines Kulturkreises kennen sollte. Nicht nur, weil Märchen etwas Essentielles sind, sondern auch, weil sie – in meinen Augen – zu einem fundierten Allgemeinwissen gehören.

15. Warst du schon in einem Märchenpark?
Als Kind war ich in mindestens einem Märchenwald. Der war aber so einfach gemacht, dass mich die dargestellten Szenen und die blecherne Stimme, die aus einem Kasten heraus Märchenszenen blökte, nicht überzeugen konnten. Als ich dann noch wegen des heißen Wetters ohnmächtig wurde, hatte ich die Nase voll davon und wollte nur noch ein Eis haben.

16. Magst du die Disney-Märchen?
Das kann ich nicht so einfach beantworten. Als ich klein war, gab es jedes Jahr zu Weihnachten einen Disneyfilm im Kino, den ich zusammen mit meiner Schwester angeguckt habe. Ich hatte höllische Angst vor der bösen Fee in „Dornröschen“ und fand „Cinderella“ bezaubernd (diese kleine, süße dicke Maus! *g*). Ich würde weder „Das Dschungelbuch“ noch die „Aristocats“ als Märchen bezeichnen, aber auch diese Filme habe ich geliebt. Wer kann Thomas O’Malley sehen und nicht von ihm hingerissen sein?

Nach „Cap und Capper“ habe ich dann eine Pause von den Disney-Filmen gemacht, der Film war einfach zu traurig. Und erst als“Arielle“ erschien, bin ich wieder ins Kino gegangen. Aber da war der Disney-Zauber für mich schon etwas verflogen, es fehlte einfach der altmodische Charme, den die alten Filme hatten. Und egal, wie sehr sich die Disney-Filme technisch weiterentwickeln und wie sehr man mir von der Musik und den Charakteren vorschwärmt, mich können die neueren Filme nicht mehr begeistern. Inzwischen meide ich Disney-Filme eher …

17. Welches Märchenelement ist dir bei einem Märchen sehr wichtig (Rache/Wahre Liebe/Gerechtigkeit)?
Weder Rache noch „wahre Liebe“ (wahre Liebe gibt es in Märchen ja doch eher selten) sind mir da wichtig. Mir gefallen eher die Geschichten von Treue, von Ehre oder sogar von Aufoperfung. Ich kann ein Mädchen, das jahrelange schweigend leidet, um seine sieben Brüder von einem Zauber zu befreien, höher schätzen als eine Märchenfigur, die nach einem Tanz auf einem Ball glaubt, dass sie mit dem Mann (mit dem sie nicht einen Satz gewechselt hat) den Rest ihres Lebens verbringen kann.

18. Welches Märchen würdest du gerne von Disney verfilmt sehen?
Disney soll bloß die Finger von meinen Märchen lassen! 😉

19. Welches Märchen magst du nicht?
Das vom Fischer und seiner Frau. Wie kann ein so netter Mann mit so einer schrecklichen und gierigen Person verheiratet sein?! Lieber Fischer, nimm deinen Fisch, wünsch dir einen netten Platz, an dem du Ruhe vor deiner Frau hast, und lebe glücklich für den Rest deines Lebens!

20. Mit welchem Märchen verbindest du die schönsten Erinnerungen?
Mit der Märchen-Neuerzählung „Die Schöne und das Ungeheuer“ von Robin McKinley. Für mich war das damals die erste modernere Variante eines Märchens, und ich war hingerissen von den Charakteren, von Beauty, die alles andere als eine Schönheit ist, von dem Ungeheuer, das mit seinen Krallen versucht, vorsichtig Buchseiten umzublättern und doch immer die Ecken ankratzt, von den beiden liebevollen Schwestern, die alles daran setzen, damit die Jüngste eine schöne Kindheit hat, und all den anderen Details, die ein zwar schönes, aber doch recht einfaches Märchen für mich zu einer fesselnden Geschichte haben werden lassen.

21. Dein Lieblingsmärchenautor?
Da die Brüder Grimm weniger Autoren als Sammler waren und die alten Kunstmärchen mich zwar immer wieder unterhalten, aber nicht wirklich berühren können, bleibt mir nur eine Antwort auf diese Frage. Ich liebe die Märchen-Neuerzählungen von Robin McKinley. Ihre Allerleihrauh-Variante „Deerskin“  bringt mich jedes Mal wieder zum Weinen, weil sie so erschütternd, aber auch so schön ist, und dabei ist es fast zwanzig Jahre her, dass ich das Buch zum ersten Mal gelesen habe. „Die Schöne und das Ungeheuer“ kenne ich sogar noch länger (herrjeh, ist das wirklich schon 1984 erschienen?) und ich muss immer wieder über die kleine Brise schmunzeln, ich liebe es, gemeinsam mit Beauty das Schloss zu entdecken oder so nach und nach das Ungeheuer kennenzulernen. Und auch ihre zweite Variante der Geschichte, „Rose Daughter“, übt auf mich eine Faszination aus, die schon seit 1999 anhält …

Edit: Das kommt davon, wenn ich ein Stöckchen im abendlichen Halbschlaf beantwortet, dann vergesse ich prompt das Weiterwerfen. Um das noch schnell zu „berichtigen“, werfe ich das Stöckchen hiermit in die Luft und hoffe, dass es von  möglichst vielen beantwortet wird. 🙂

Seit einer Woche …

… lese ich „Libri Mortis – Flüsternde Schatten“ von Peter Schwindt. Lustigerweise hatte ich Natira den Autor empfohlen und die wiederum hat die Libri-Mortis-Trilogie an einem Wochenende verschlungen, so dass ich neugierig auf diese Reihe wurde. Nachdem eine Mini-Leserunde mit Katrin von den BuchSaiten leider nicht geklappt hat, habe ich also am letzten Montag endlich einen Blick in in den Roman geworfen.
Obwohl ich das Buch nicht uninteressant finde, komme ich nicht so recht voran. Ich kann mich gar nicht erinneren, wann ich das letzte Mal so lange für einen Roman gebraucht habe, obwohl ich ihn jeden Tag in die Hand nehme. Ich lese ein paar Seiten und dann reicht es mir auch schon wieder mit der sechzehnjährigen Rosalie und ihrer Geschichte. Dabei bin ich schon neugierig darauf, was es mit den Stimmen auf sich hat und welche Entdeckungen das Mädchen in den vergessenen Tunneln machen wird. Auch mag ich den Schreibstil des Autors. Trotzdem bin ich nach einer Woche gerade erst auf Seite 204 – ohne nebenbei noch etwas anderes zu lesen (obwohl ich zugeben muss, dass ich immer mal wieder mit anderen Büchern einen Versuch starte)!
Vielleicht liegt es an Rosalies Familienverhältnisse, denn die depremieren mich sehr. Rosalies Mutter liegt seit 16 Jahren im Koma, ihr Vater scheint vor allem für die Arbeit zu leben und ihre Großmutter hat eigene Sorgen. Oh, und natürlich streiten sich die beiden Erwachsenen darum, ob man Rosalies Mutter noch länger im Krankenhaus mit lebenserhaltenden Maßnahmen versorgen sollte oder nicht – und letztendlich wird das Mädchen wohl die Entscheidung treffen müssen.
Die anderen beiden Bände der Trilogie liegen auch schon hier, so viel Glück habe ich sonst bei Bibliotheksbüchern selten. Alle drei Teile muss ich am 02. Dezember wieder abgeben oder – wenn möglich – bis dahin verlängern, aber so recht kann ich mich nicht entscheiden. Ich bin zu neugierig, um den Roman einfach abzubrechen, aber auch nicht gefesselt genug, um ihn endlich zu beenden.
Ohje, ich glaube, ich koche mir noch eine Tasse Tee und arbeite mich wieder ein paar Seiten weiter durch Rosalies Geschichte …

Wochenend-Endspannung

In den letzten Wochen war ich ganz schön gestresst und eigentlich hatte ich gehofft, dass das Anfang bis Mitte November vorbei sein würde. Zwar habe ich zwar für die nächsten zwei Wochen recht wenige Termine, aber dafür will meine Konzentrationsfähigkeit nicht so mal eben wieder zurückkommen. Also versuche ich gerade die Wochenenden so erholsam wie möglich zu gestalten.

Das bedeutet, dass Wochenendeinkauf und Haushalt so schnell wie möglich am Vormittag erledigt werden  und ab dem Nachmittag geht es mit einem Buch aufs Sofa. So sah das am Samstag bei mir aus:

Eigentlich hatte ich mich zwar mit Katrin von den BuchSaiten zu einer Mini-Leserunde mit „Libri Mortis – Flüsternde Schatten“ verabredet, aber die musste kurzfristig abgesagt werden. So dachte ich, dass es eine gute Gelegenheit wäre endlich mit dem dritten Teil der „Magierdämmerung“ anzufangen. Aber letztendlich packte mich die Lust nicht. Ich fand den ersten Band toll, den zweiten sehr unterhaltsam, wenn die Handlung auch etwas im Kreis lief (was bei einem zweiten Teil einer Trilogie leider häufiger passiert), und hatte mich eigentlich auf den Abschluss der Reihe gefreut. Trotzdem habe ich dann lieber kurzfristig einen historischen Liebesroman dazwischen geschoben, weil es bei dem nicht so schlimm ist, wenn ich nach drei Seiten feststelle, dass ich nicht ganz so aufmerksam bei der Handlung dabei war.
Oh, und wenn ihr euch fragen solltet, was da auf dem Teller liegt: Wikinger-Röllchen. Von meinem Mann mit den Worten gekauft „Die sind so ekelhaft, die musst du probieren!“. Mit dem „ekelhaft“ hatte er recht, auf das Probieren hätte ich verzichten können! Vor allem die billige Marzipanhülle (unfassbar süß und sie knirschte zwischen den Zähnen!) war nur mit großen Schlucken sehr starken Tees erträglich – ich habe nach zwei Teströllchen aufgegeben und meinem Mann den Rest des Tellers überlassen.
Alles in allem war der Samstag eigentlich recht erholsam und deshalb dachte ich, dass ich am Sonntag (nach einem etwas geschäftigerem Vormittag) doch mit dem Programm weitermachen sollte. Doch statt einen neuen Versuch mit der „Magierdämmerung“ zu starten, habe ich lieber dazu gegriffen:
Als wir vor einer Woche unsere ganzen Kisten durchwühlt haben, bin ich auch auf ein paar restliche Wollknäuele gestoßen. So viel also zu meiner gerade ein paar Tage vorher getätigten Aussage, dass ich all meine Wolle aufgestrickt hätte. Aber beim Blick auf die Reste wurde mir auch klar, warum ich die verdrängt hatte. Die Farben entsprechen nicht meinem Geschmack, weil ich die Wolle für Auftragssocken besorgt hatte, es sich meine Auftraggeberin dann aber anders überlegt hatte. Trotzdem habe ich gestern mit dem Stricken angefangen, weil man Socken ja immer gebrauchen kann, weil ich es vermisst habe, etwas mit den Händen zu machen, weil dafür die Konzentration locker ausreicht und es eine so schöne Tätigkeit beim Hörbuchhören oder Gucken von seltsamen abendlichen Kochensendungen ist. Vielleicht finde ich ja so meine Konzentrationsfähigkeit wieder … 😉