Alle Artikel von Konstanze

Gemahlene Vanille?!

In meinem neuen Kochbuch „Suppenglück“ gibt es so einige Rezepte, für die gemahlene Vanille benötigt wird. Immer nur zwei Messerspitzen voll, aber ich denke schon, dass ich so eine individuelle Zutat nicht einfach weglassen sollte. Also habe ich nach Weihnachten meinem Mann gesagt, er solle beim Einkaufen die Augen danach aufhalten. Gefunden hat er keine, dafür brachte er mir dann eine Vanilleschote. Ich denke, dass ich damit unserer Linsensuppe heute Abend auch eine nette Note verleihen kann, aber es ist eben nicht genau das, was im Rezept angegeben wurde.

Also habe ich heute beim gemeinsamen Einkauf noch einmal die Augen aufgehalten und wirklich gemahlene Vanille gefunden! Eine Dose mit dem Konterfei eines bayrischen Sternekochs (der mir nicht erst seit der aktuellen McD-Werbung etwas auf die Nerven geht) und bei der ich für 15g fast 14 Euro hätte zahlen müssen!

Versteht mich nicht falsch, für gute Zutaten gebe ich auch gern etwas mehr Geld aus. Aber hier finde ich das Preis-/Mengenverhältnis doch etwas üppig – und um mal eben ein Rezept auszuprobieren, ist mir das eindeutig zu teuer! Auch wenn ich zugeben muss, dass ich allein aufgrund der Tatsache, dass ich überhaupt so eine Dose in dem wirklich großen Gewürzregal unseres Supermarktes gefunden habe, kurz in Versuchung geführt wurde.

Nun würde ich gern wissen, ob jemand von euch schon Erfahrungen mit gemahlener Vanille gemacht hat und mir vielleicht eine Marke (und Bezugsquelle) empfehlen kann. 🙂

Schatz, reichst du mir bitte mal den Ghoul?

Nachdem mein Mann zu Weihnachten das Brettspiel „Arkham Horror“ geschenkt bekomme hat, welches auf den Werken von H. P. Lovecraft basiert, haben wir gestern endlich Zeit gefunden, um es einmal auszuprobieren. Da wir beiden die Geschichten des Autors sehr mögen, waren wir wirklich neugierig – ich muss aber auch zugeben, dass ich vor dem komplexen Regelwerk etwas zurückschreckte. Trotzdem mussten wir das Spiel natürlich antesten und so wurde der Wohnzimmertisch mittags von mir komplett abgeräumt (bei der Gelegenheit habe ich dann auch meine Geschenke fotografiert und kurz darauf noch mein SuB-Regal umsortiert) und gegen 15 Uhr haben wir dann angefangen, das Spiel aufzubauen.

Anfangs ist es nicht gerade leicht, den entsprechenden Platz für die verschiedenen Kartenstapel, Kleinteile, Monster und sonstigen Elemente zu finden, aber irgendwie waren wir nach einer knappen Stunde soweit, dass wir nicht nur alles auf dem Tisch (und dem Beistellhocker) untergebracht und uns mit unseren Charakteren angefreundet hatten, sondern auch eine Vorstellung vom Spielablauf hatten. Ich muss allerdings zugeben, dass man beim ersten Durchlauf das Gefühl hat, dass man an so viele Sachen gleichzeitig denken und so viele Schritte in der richtigen Reihenfolge machen muss, dass dieser erste Durchlauf nicht nur ziemlich lange dauerte, sondern auch ganz schön anstrengend war.

Kurz darauf konnte man dann Gespräche in unserem Wohnzimmer verfolgen, die so nette Sätze beinhalteten wie „Schatz, reichst du mir bitte mal den Ghoul?“, „Ich habe vergessen, mir ein Gehirn zu geben!“, „Das kostet mich jetzt fünf Monster, oder?“, „Würfel mal für deinen Segen“, „Nicht schon wieder ein Kultist!“, „Murphy bringt mir zwei Würfel!“ oder „Hatten wir schon das mystische Ereignis?“ (für Kenner des Spiels: Das bezog sich auf die Mythoskarten!). Es hat wirklich viel Spaß gemacht, aber im Laufe der nächsten Stunden hatten wir wirklich das Gefühl, unsere Köpfe würden anfangen zu rauchen. Außerdem waren wir so ins Spiel vertieft, dass wir unsere Essenszeit total verpasst haben und erst das eintretende Schwindelgefühl hat dann dafür gesorgt, dass wir gegen 19:30 Uhr eine Pause gemacht haben.

Dabei musste mein Mann allerdings, während ich gekocht habe, im Wohnzimmer bleiben, damit die Katzen nicht die verlockenden Kleinteile in die Pfoten bekommen konnten. Ich fühlte mich im Laufe des Spiels ehrlich gesagt oft genug, als ob man mir ein „Fummelbrett“ (für die Nichtkatzenbesitzer: Bretter mit unterschiedlichen Öffnungen und Hindernissen, die mit Leckereien oder Spielzeug gefüllt werden, damit die Katzen beschäftigt sind) vorgesetzt hätte, während ich mit Gehirnen, Herzen, Hinweismarkern und ähnlichen Teilchen jonglierte. Nach ungefähr zwei Stunden Pause haben wir dann weitergespielt. Mein Mann meinte zu dem Zeitpunkt, dass es eigentlich in drei Runden vorbei sein könnte, aber dank einer glücklich gezogenen Karte verschwanden all die Monster vom Spielbrett und wir bekamen eine neue Chance gegen den Großen Alten …

Insgesamt haben wir fast genau sieben Stunden mit „Arkham Horror“ verbracht, bis wir siegreich aus der Schlacht gingen, und fielen dann mit dem Kopf voller Regeln, Monster und Hinweismarker erschöpft ins Bett. Es hat wirklich Spaß gemacht, auch wenn es höllisch lange dauerte. Morgen starten wir eine neue Runde – in der Hoffnung, dass wir dieses Mal nicht so häufig Regeln nachschlagen müssen und die Herausforderung etwas zügiger bewältigt bekommen. Und Anfang des nächsten Jahres werden wir wohl endlich den lang geplanten Beistelltisch besorgen, damit wir den auch beim Spielen benutzen können …

Nach Weihnachten …

Aus meinem Weihnachtspost und diversen Kommentaren konnte man ja schon herauslesen, dass unsere Feiertage sehr geruhsam und gemütlich verlaufen sind. Ich genieße die Zeit mit meinem Mann, dieses Gefühl von „Urlaub“ und dass ich gerade kaum am PC sitze, wo ich doch sonst einen Großteil meines Tages zu finden bin.

Trotzdem habe ich das Gefühl, ich sollte mal wieder ein „Lebenszeichen“ posten und außerdem mag ich ja auch zeigen, wie buchlastig meine Weihnachtsgeschenke in diesem Jahr waren. Ich muss aber auch zugeben, dass ich meinen Wunschzettel bewusst mit Büchern gefüllt hatte – und zum Glück gab es auch so einige Menschen, die mir meine Wünsche erfüllt haben.

So darf ich mich über Band 3-5 der Rachel-Morgan-Romane freuen (die ersten beiden Bücher habe ich vor über einem Jahr zum Geburtstag bekommen – wird Zeit, dass ich mal ein sehr langes Rachel-Morgan-Wochenende starte), außerdem gab es den letzten Band der Krimireihe von Deborah Crombie (eine der wenigen Autorinnen, deren Romane ich mit dem ersten Band für mich entdeckt habe und die ich nach all den Jahren immer noch mit viel Vergnügen lese) und „Der magische Dieb“, welcher mich schon mal bei einem Leserausch begleitet und sich so einen Platz auf meinem Wunschzettel ergattert hatte.

Dann gab es noch Lesefutter für die kommende English-Challenge – ich hoffe nur, dass ich die drei Bände auch wirklich auf drei Monate verteilt bekomme und so richtig auskosten kann. Denn ein erster Blick in „Sorcery and Cecelia“ hat mir schon so gut gefallen, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Aber bei einer an Jane Austen und Georgette Heyer angelehnten fantastischen Geschichte, die zur Hälfte von einer meiner Liebingsautorinnen (Patricia C. Wrede) geschrieben wurde, war ja auch zu erwarten, dass ich schnell davon gefesselt bin. Hach, ich freu mich so, dass diese drei Titel mir endlich gehören und dass mein Mann es sogar geschafft hat, drei zueinander passende Ausgaben zu finden! 🙂

Und drei „nichtbuchige“ Geschenke:
„Pocketknife“ von Kat Frankie – die Sängerin habe ich über TV Noir entdeckt und weil ich die Stimme wirklich faszinierend finde, wollte ich gern eine CD von ihr haben.
„Man From Another Time“ von Seasick Steve – der war mir in irgendeiner Sendung auf einem dritten Programm über den Weg gelaufen und mir hatte der Song gefallen, den ich da von ihm gehört habe.
Beide CDs sind sehr unterschiedlich, gefallen mir aber so gut, dass ich weitere Titel der beiden Interpreten auf meinen Wunschzettel gepackt habe. 😉 Und dann gab es mit „Stirb schön mit Shakespeare“ noch den fünften Teil der „van Dusen“-Hörspiele, womit ich diese tolle Krimi-Reihe (bis zum Januar) auf dem aktuellen Stand habe.

Zuletzt gab es noch ein Suppenkochbuch, welches mir vor einiger Zeit empfohlen wurde. Ich mag gerade im Winter „Löffelessen“ und beim ersten Durchblättern habe ich schon so einige Rezepte gefunden, die ich in nächster Zeit ausprobieren muss. Die Brokkolicremesuppe mit einem Topping aus leicht gesalzener Sahne und Zimtmandeln hat gestern schon mal sehr gut geschmeckt:

Einen Nachteil haben all die Buchgeschenke allerdings: Ich werde in den nächsten Tagen meinen SuB mal gründlich durchgucken und ausmisten müssen, damit ich die Bücher noch unterbekomme. Aber vielleicht ist es gar nicht schlecht, wenn ich ins kommende Jahr mit einem entschlackten SuB starte. 😉

Frohe Feiertage!

Auch wenn der erste Schnee in diesem Jahr (bei uns) nur kurz angehalten hat und schon längst wieder weggetaut ist, hoffe ich, dass ihr alle ein paar gemütliche und friedliche verbringen könnt. Egal, ob ihr inmitten einer trubeligen Familie, zu zweit, allein oder in der Gesellschaft eurer Haustiere seid:

Genießt das Weihnachtswochenende,
lasst euch beschenken, erholt euch vom Alltagstrubel
und habt eine schöne Zeit!

Wir sind in diesem Jahr mit allem früh dran gewesen. Am 14. Dezember haben wir die letzten Weihnachtspakete verschickt und am 23. Dezember haben wir die letzten Lebensmitteleinkäufe erledigt. Die Wohnung ist sauber und aufgeräumt, die Katzen sind extragründlich gebürstet, das Essen ist vorgekocht, der Tisch ist weihnachtlich geschmückt und die Geschenke liegen bereit. Jetzt bleibt und nur noch eins übrig: Entspannt miteinander auf dem Sofa sitzen und die kommenden Tage genießen.

Im Laufe des Abends werden wir in Ruhe die vielen Geschenke von unseren Lieben auspacken, uns an den vielen Grüßen erfreuen und zum Telefon greifen, um ein paar Worte mit  unseren Familien zu reden. Ich hoffe sehr, dass für euch die Feiertage ebenso stressfrei und schön verlaufen werden wie für uns!

I’m in English … reloaded! – noch eine Challenge für 2012

Ich muss gestehen, dass ich schon vor einigen Wochen beschlossen habe, dass ich die „English-Challenge“ im kommenden Jahr auf jeden Fall für mich weiterführen will. Um so größer war meine Freude, als Katrin und Nina sich nun dazu durchgerungen haben, die Challenge offiziell um ein Jahr zu verlängern.

Somit heißt es auch für das Jahr 2012 jeden Monat ein Buch auf Englisch zu lesen – oder sich ein Strafbuch einzuhandeln, wenn es mit dem Lesen nicht geklappt hat. Näheres zu den Regel kann man bei BuchSaiten oder Libromanie nachlesen (die Links führen direkt auf die Challengeposts). Wer ebenfalls Interesse an der Challenge hat, kann sich noch bis zum 15.01.2012 bei Katrin oder Nina dafür anmelden.

Bei mir hat es in diesem Jahr wirklich sehr gut mit dem monatlichen Buch auf Englisch geklappt. In der Regel habe ich mir dafür das erste Wochenende im Monat „reserviert“ und versucht die jeweilige Rezension bis zum letzten Tag des Monats auf die Reihe zu bekommen. So habe ich jeden Monat ein englisches Buch gelesen – und dank eines guten Händchens bei der Lektüre, musste ich mich in der Regel schon fast zügeln, um nicht gleich den nächsten Band auf Englisch anzufangen. Aber ich hatte da ja auch noch ein paar deutsche Titel auf dem SuB, die gelesen werden wollten. 😉

Mit der English-Challenge und der Themenchallenge von Neyasha bin ich dann für das kommende Jahr auch gut versorgt. Vor allem, da ich mir auch wieder persönliche Leseziele setzen werde …

Kiersten White: Flames’n’Roses

Es ist schon ein paar Tage her, dass ich „Flames’n’Roses“ gelesen habe und ich muss gestehen, dass der Roman durch den Abstand zwischen Lesen und Meinung niederschreiben ein paar „Minuspunkte“ bekommt. Denn so unterhaltsam die Lesezeit war, so sympathisch ich die Figuren fand und so wohl ich mich mit der Geschichte gefühlt habe, so hat die Handlung doch keinen tieferen Eindruck bei mir hinterlassen. Trotzdem werde ich das Buch behalten, eben weil es so nett war und weil ich einen schönen Nachmittag damit verbracht habe. Und wenn die Fortsetzung auf Deutsch erscheinen sollte, dann werde ich bestimmt auch wieder zugreifen.

Doch erst einmal kurz zum Inhalt von „Flames’n’Roses“: Die sechzehnjährige Evie lebt und arbeitet seit vielen Jahren für die IBKP (Internationale Behörde zur Kontrolle Paranormaler). Aufgrund ihrer einzigartigen Begabung, die es ihr ermöglich jegliche Tarnung übernatürlicher Wesen zu durchschauen, ist sie von ganz besonderem Nutzen für diese Behörde, die dazu da ist nichtmenschliche Geschöpfe wie Vampire, Werwölfe, Meerjungfrauen usw. zu fangen, bevor sie zu einer Gefahr für die Menschheit werden können. Nicht wenige dieser „Gefangenen“ bekommen später eine Aufgabe innerhalb der Behörde und tragen so wiederum ihren Teil dazu bei, dass die IBKP ihre Arbeit machen kann.

Für Evie ist es also ganz normal, dass der Umgang mit übernatürlichen Wesen ihren Alltag bestimmt. So ist ihre beste Freundin Alisha eine Meerjungfrau, während eine Werwölfin ihr Unterricht gibt und Feen dafür sorgen, dass sie zu ihren Einsätzen reisen kann. Umso mehr sehnt sich das Mädchen nach einem normalen Teenagerleben mit dem Besuch der Highschool, Verabredungen mit Freunden und Schulfesten. Dass ihre Vorstellung von einem „normalen“ Leben dabei etwas illusorisch ist, ist kein Wunder, wenn man bedenkt, dass Evie ihr Wissen über den menschlichen Alltag vor allem aus dem Fernsehen schöpft.

Für mich ist das auch eine stimmige Erklärung dafür, dass Evie häufiger deutlich jünger wirkt als sechzehn. Sie ist so behütet aufgewachsen und ihre Vorstellung von der Welt außerhalb der IBKP ist vor allem von der Soap-Opera „Easton Heights“ geprägt, dass sie in bestimmten Dingen einfach nicht wie ein normaler Teenager reagiert. Auf der anderen Seite hat sie sich ein paar Eigenheiten angewöhnt, die wohl in einer normalen Umgebung so nicht entstanden wären. So verwendet sie statt eines Fluches immer das Wort „Piep“ (etwas irritierend, wenn man das ständig in der wörtlichen Rede vorfindet, aber man gewöhnt sich daran), weil das zu einem Insider zwischen ihr und Alisha geworden ist.

Erst als ein Gestaltwandler in die Zentrale der IBKP eindringt, der ungefähr Evies Alter hat und anscheinend viele Jahre unerkannt in der normalen Welt lebte, und als es zu unerklärlichen Morden an übernatürlichen Wesen kommt, beginnt Evie über ihr Leben und ihre Tätigkeit für die IBKP nachzudenken. In Lend, dem Gestaltwandler, findet sie einen Freund – auch wenn sie sich anfangs seiner Motive nicht sicher sein kann – und gemeinsam wollen die beiden den Täter stoppen, der so viele auf dem Gewissen hat.

Der Krimianteil der Geschichte ist jetzt nicht gerade herausfordernd oder komplex gestaltet, aber für ein Jugendbuch finde ich den durchaus in Ordnung. Es ist auch in meinen Augen weniger wichtig, dass der Leser miträtseln kann, wer denn nun hinter den Morden steckt. Dafür dreht sich die Handlung eher um die Motive des Täters und um die Erkenntnisse, die Evie bei ihren Ermittlungen für sich gewinnt. Dass sich zwischen Lend und Evie eine kleine Liebesgeschichte entspinnt, ist natürlich vorhersagbar, aber auch in diesem Punkt hat die Autorin in meinen Augen ein gutes Händchen bewiesen. Die beiden Figuren sind für ihr Alter relativ jung und dementsprechend unschuldig ist auch ihre Beziehung. Ich fand die beiden sympathisch und ihre Annäherung war niedlich zu verfolgen.

Und dadurch, dass Kiersten White die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Evie erzählt, passt die von der Autorin verwendete lockere und umangssprachliche Ausdrucksweise innerhalb des Romans. Mir kam das Ganze auf jeden Fall nicht unangemessen oder zwanghaft auf „jugendlich“ getrimmt vor. Stattdessen fand ich Evies Ansichten oftmals zum Grinsen oder habe mich über einige ihrer – wenn auch stellenweise etwas kindischen – Einfälle amüsiert. Zuletzt kann ich noch sagen, dass mir auch das Urban-Fantasy-Setting der Autorin gefallen hat, ebenso wie die Einbringung vieler verschiedener Sagengestalten.

Insgesamt ist „Flames’n’Roses“ zwar keine unglaublich mitreißende und superspannende Geschichte, aber ein wirklich netter und unterhaltsamer Roman, bei dem mir die beiden Hauptfiguren wirklich sympathisch waren. Ich habe mich beim Lesen gut amüsiert, fand die eine oder andere Szene sogar bewegend und wenn ich irgendwann mal wieder ein vertrautes Buch für einen entspannten Nachmittag suche, dann wäre das hier nicht die schlechteste Wahl für einen Re-read.

Seanan McGuire: A Local Habitation (October Daye 2)

Seit den Ereignissen in „Winterfluch“ sind ein paar Monate vergangen und October (Toby) Daye scheint es inzwischen wieder ganz gut zu gehen. Schon auf den ersten Seiten erfährt man, dass sie als Privatdetektivin in den letzten Wochen gut zu tun hatte, dass sich der kleine Rosenkobold Spike gut bei ihr eingelebt hat und dass sie inzwischen eine Art Freundschaft mit der Luidaeg (im Deutschen wurde sie, wenn ich mich recht erinnere, als Meerhexe bezeichnet) geschlossen hat. Dann bekommt Toby von ihrem Lehnsherrn Sylvester den Auftrag nach Fremont zu fahren und nach seiner Nichte zu gucken, die sich schon länger nicht gemeldet hat. January und er haben regelmäßig Kontakt, auch wenn sie sich aus politischen Gründen nicht gegenseitig besuchen können.

Für Toby erscheint dieser Fahrt erst einmal nur etwas lästig, vor allem, weil sie Quentin (einen von Sylvesters Schützlingen) mitnehmen soll, damit der Junge etwas lernt. Doch kaum in Fremont angekommen, muss die junge Frau feststellen, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist und dass es Todesfälle gegeben hat. Und da weder January noch ihre Angestellten nicht bereit sind mit offenen Karten zu spielen, ist es an Toby mehr über das Ganze herauszufinden. Letztendlich stellt es sich als überaus passend heraus, dass Toby mit ihren besonderen Fähigkeiten (sie ist ein Wechselbalg, d.h. ihr Vater war ein Mensch, ihre Mutter eine Daoine Sidhe) nach Fremont geschickt wurde, denn ihre Erfahrungen als Ermittlerin sind ebenso gefragt wie ihr Gespür für Blut.

Auch in diesem zweiten October-Daye-Band scheint Toby sehr viel Wegstrecke für sehr wenige Informationen hinter sich bringen zu müssen. Doch dieses Mal fährt sie dafür nicht quer durch San Francisco, sondern läuft durch Januarys „Firmengelände“, da die Adelige nicht nur die Verantwortung für ein kleines und unabhängiges Gebiet zwischen zwei Feen-Herzogtümern hat, sondern auch ein erfolgreiches Unternehmen leitet. Trotzdem hatte ich auch dieses Mal (in der Regel) nicht das Gefühl, dass Seanan McGuire die Handlung dadurch künstlich in die Länge zieht, sondern dies als ein Mittel nutzt, um dem Leser die Umgebung und die vielen verschiedenen Figuren vorzustellen.

Außerdem macht Toby – meiner Ansicht nach – in diesem Band einen professionelleren Eindruck, während sie in „Winterfluch“ nicht wie eine erfolgreiche Privatdetektivin handelte. Viele Sachen, die für mich auf der Hand lagen, während Toby im Dunklen tappte, kann ich zu einem großen Teil auf ihre Unwissenheit bezüglich moderner Technik schieben. Die verlorenen Jahre hat sie in der Beziehung nicht einfach aufholen können, stattdessen hat sie sogar mit den eher altmodischen Geräten in ihrem Besitz Probleme bei der Bedienung. Was mich allerdings etwas stört, ist, dass die Luidaeg bei ihrem letzten Gespräch mit Toby einige „seltsame Äußerungen“ von sich gegeben hat, die ich ganz eindeutig als orakelige Warnung verstanden habe. Toby hingegen misst diesen Sätzen so gar keine Bedeutung bei, was ich doch etwas unbedacht finde, wenn man überlegt, dass die Meerhexe ein mächtiges und allwissendes Wesen mit besonderen Fähigkeiten ist.

Was den Kriminalfall angeht, finde ich wirklich, dass Seanan McGuire in „A Local Habitation“ bessere Arbeit geleistet hat als in „Winterfluch“. Zwar war die Identität wieder weit vor der Lösung offensichtlich, aber dafür gab es mehr Details bezüglich der Morde und der Motivationen der verschiedenen Charaktere, die nicht so klar auf der Hand lagen. Auch die Grundidee, die Handlung als einen Mord in einem „geschlossenen“ Raum anzulegen, hat mir gefallen, auch wenn die Autorin das noch besser hätte machen können. Die „Knoten“, die als Lebensraum der mit der realen Welt verbundenen Feengeschöpfe dienen, haben zwar ihre ganz eigenen Gesetze, sind für mich aber als Handlungsort auf Dauer nicht so reizvoll wie die normale Welt.

Insgesamt habe ich mich – trotz einer Länge im Mittelteil – auch von dem zweiten Band rund um October Daye gut unterhalten gefühlt. Die Reihe werde ich auf jeden Fall weiterverfolgen! Nicht nur, weil mir das Urban-Fantasy-Setting der Autorin gefällt, sondern auch weil ich so einige Charaktere ins Herz geschlossen habe und mehr über sie herausfinden will. Außerdem hoffe ich, dass Seanan McGuire es langfristig auf die Reihe bekommt, dass sie nicht nur gute Ansätze, unterhaltsame Dialoge und sympathische Figuren in ihren Romane nutzt, sondern beweist, dass sie auch den Krimiteil richtig gut hinbekommt.

Mit dem Lesen und Besprechen von „A Local Habitation“ habe ich übrigens die „English“-Challenge abgeschlossen! Wenn ich in diesem Jahr schon sonst nicht so erfolgreich war, so habe ich immerhin eine Herausforderung gemeistert! 😉

Von Liebe, Tod und Ehre – die Themen-Challenge

In diesem Jahr habe ich gemerkt, dass es mir sehr gut getan hat, dass ich mich bei der Entscheidung für oder gegen eine Challenge nicht von meiner spontanen Lust habe hinreißen lassen. So habe ich mit der English-Challenge eigentlich nur eine „offizielle“ Herausforderung in diesem Jahr angepackt. Dabei hat es mir sehr gefallen, dass es freigestellt war, welches Genre ich lese und wann ich meine Rezensionen dazu schreibe.

Mit Neyashas Themen-Challenge habe ich für das kommende Jahr eine neue Challenge gefunden, die mir ebensoviel Spielraum ermöglicht und die mich sehr reizt. Also halte ich ab dem kommenden Jahr während des Lesens die Augen auf nach „klassischen“ Themen in der Literatur.

Die Regeln für diese Challenge hat Neyasha so formuliert:
  • Vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012 sollen 10 der 20 aufgelisteten Themen abgedeckt werden – es sind also mindestens 10 Romane für diese Challenge zu lesen.
  • Es müssen keine Listen im Vorfeld erstellt werden – manche Themen findet man ja vielleicht sogar erst während des Lesens. Wer dennoch gern eine Liste erstellt, kann das natürlich gern machen, muss sich aber keinesfalls daran halten.
  • Jedes Genre ist erlaubt und es zählt jedes eigenständige Werk (Romane, Theaterstücke, Versepen, auch Hörbücher, ….), allerdings keine Kurzgeschichten und keine Gedichte.
  • Ihr könnt gern Bücher nehmen, die ihr auch für andere Challenges zählt und ihr müsst das Buch auch nicht zum ersten Mal lesen.
  • Verfasst bitte zu jedem gelesenen Buch eine Rezension und verlinkt mir diese hier in den Kommentaren. Ich werde zwar die teilnehmenden Blogs im Blick behalten, möchte aber natürlich nicht, dass mir jemand durch die Lappen geht. Ihr könnt mir die Rezensionen auch gesammelt am Ende des Jahres hier verlinken.
  • Es gibt einen Anmeldeschluss und zwar den 31.01.2012. Warum das? Ich möchte gern die Challengefortschritte der Teilnehmer während des Jahrs verfolgen können und möchte also nicht, dass jemand am Ende des Jahres ganz spontan die gelesenen Bücher nach geeigneten Themen durchsucht und quasi noch rückwirkend mitmacht. 😉

Zur Auswahl stehen dabei folgende Themen:

  1. Abenteuer
  2. Aufstieg/Fall
  3. Das Böse oder Pakt mit dem Bösen/Teufel
  4. Ehre
  5. Familie
  6. Feindschaft/Rivalität
  7. Freundschaft
  8. Identität/Identitätssuche
  9. Kindheit
  10. Krieg
  11. Liebe
  12. Rache
  13. Rätsel
  14. Reise
  15. Schicksal/Prophezeiung
  16. Schuld
  17. Selbstverwirklichung
  18. Suche
  19. Tod
  20. Utopie/Dystopie

Ich denke, dass das ohne Stress machbar sein wird und eine Menge Spaß bringt. 🙂

[BuchSaiten-Blogparade] Zum Jahresende 2011 …

Ganz dezent hat Katrin von den BuchSaiten (unter anderem per Twitter) darauf hingewiesen, dass nun schon zum dritten Mal die Möglichkeit besteht, an ihrer Blogparade zum Jahresende teilzunehmen. Und wenn ich dann zusätzlich auch noch direkt von ihr aufgefordert werden, dann bin ich natürlich auch so brav und beantworte die Fragen. Hätte ich eh gemacht, auch wenn mir noch einmal persönlich verboten wurde, Frage Nr. 1 mit „Ich lese keine Bücher, von denen ich mir nichts verspreche“ zu beantworten – was für eine Bevormundung! 😉 Komischerweise fällt mir die Frage mit der Autoren-Neuentdeckung immer besonders schwer, vielleicht weil ich zwar einige Bücher in diesem Jahr gemocht habe, aber die Autoren noch nicht als eine Neuentdeckung für mich bezeichnen würde. Den „Entdeckung“-Titel müssen sie sich etwas härter verdienen … Wobei es die 2012-Frage auch in sich hat und … ach, sich für eine Nennung zu entscheiden, ist einfach schwer!

In diesem Jahr gibt es sogar ein Logo für die Blogparade, welches man sich für seinen Beitrag mitnehmen kann. Und wer ebenfalls Lust zur Teilnahme hat, der kann auf den BuchSaiten einen Kommentar hinterlassen, wenn er auf diesen LINK klickt. Es bleibt auch noch genügend Zeit, denn Katrin lässt die Blogparade bis nach Silvester laufen – nur für den Fall, dass man am letzten Tag des Jahres noch ein absolut erwähnenswertes Buch liest. 😉 Nun aber zur Beantwortung der Fragen:

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat? (und Begründung)

Entgegen meiner flapsigen Bemerkung in der Einleitung lese ich eine Menge Bücher, von denen ich mir wenig verspreche. Bei „Deine Juliet – Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf“ dachte ich, dass das Hörbuch vielleicht ganz nett würde. Hoch waren meine Erwartungen auf jeden Fall nicht, auch wenn man mich mit der Grundvoraussetzung „Eine ehemalige Bibliothekarin, die über eine Autorin schreibt, die einen regen Briefaustausch mit einem Buchclub auf Guernsey beginnt“ schon locken kann. Die Geschichte hätte von langweilig bis ganz unterhaltsam alles werden können, ich war auf alles vorbereitet, nur nicht darauf, dass ich mich mit „Deine Juliet“ so wohl fühlen würde.

Ich habe „Deine Juliet“ in diesem Jahr zweimal gehört und mich auch bei der Wiederholung wieder von Neuem in die verschiedenen Charaktere verliebt, mit ihnen gelacht und geweint. Ich habe es genossen, dass jede Figur ihre ganz eigene Ausdrucksweise und – zum Teil sehr seltsame – Eigenheiten hat, welche von den (großartig ausgewählten) Sprechern wunderbar betont wurden. Der Spaß an der Geschichte und den Personen hat mich zwar nicht über die eine oder andere Schwachstelle hinwegsehen lassen, aber wen stört schon eine gewisse Vorhersehbarkeit in der Geschichte oder die Tatsache, dass all die verschiedenen Personen doch etwas zu „gut“ sind, wenn man sich so wunderbar amüsiert. Uff, ich glaube, ich muss doch noch mal eine Rezension zu dem Titel verfassen.

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat? (und Begründung)

Es gab so einige Titel in diesem Jahr, die mich enttäuscht haben, aber hier führe ich nur das aktuellste Beispiel auf. „Die Alchemie der Unsterblichkeit“ habe ich gerade erst beendet, also ist der Eindruck noch frisch. Richtig viel habe ich mir von dem Buch nicht versprochen, war aber aufgrund der diversen lobenden Meinungen sehr gespannt auf den Roman. Als Kiya, die in den letzten Monaten sehr treffende Empfehlungen für mich hatte, dann noch meinte, dass ihr die Geschichte gut gefallen hatte, habe ich in dieser Woche endlich den Titel aus dem SuB gezogen.

Ich kann nicht sagen, dass „Die Alchemie der Unsterblichkeit“ schlecht war, aber die Handlung hat mich nicht gepackt. Für meinen Geschmack gab es am Anfang zu viele Anspielungen auf „Sleepy Hollow“. Und so atmosphärisch der Film ist und so sehr ich Johnny Depp mag, mir wäre es lieber gewesen, wenn Kerstin Pflieger schon zu Beginn ihre Geschichte eigenständiger erzählt hatte. Auch hat mich der Krimianteil nicht so recht überzeugen können – wobei ich sogar damit leben konnte, dass Icherios arg unerfahren vorgeht. Aber so früh zu wissen, wer der Mörder ist, sorgt nicht gerade für Spannung, selbst wenn das Morden danach weitergeht. Letztendlich ist es wohl vor allem das Gefühl, dass die Autorin hier und da das Potenzial für eine deutlich bessere Geschichte zeigt, das bei mir zu so einer Frustration beim Lesen geführt hat.

Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?

Ich war kurz davor zu schreiben, dass mir hier beim besten Willen niemand einfällt, und dann habe ich einen Blick auf meine Leseliste für dieses Jahr geworfen. Danach lautet die Antwort: Eindeutig Carola Dunn mit ihrer „Miss Daisy“-Reihe! Die Bücher habe ich nur durch Zufall für mich entdeckt, weil mich Irina (Bücher über alles) fragte, ob ich die Serie kenne würde. Da das nicht der Fall war, mich aber die Beschreibungen neugierig gemacht hatten, habe ich mal in der Bibliothek gestöbert und bin sogar fündig geworden. So konnte ich innerhalb kürzester Zeit an die Bände 1-7 herankommen und habe jeden einzelnen davon mit Begeisterung verschlungen. Für mich bieten die Bücher genau die richtige Mischung aus einer „gemütlichen“ Kriminalgeschichte, realistischen und sympathischen Charakteren und einer atmosphärischen Darstellung der 20er Jahre in England.

Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?

Eine erstaunlich schwierige Frage für jemanden, der so selten auf Cover achtet. Aber bei „Saeculum“ freu ich mich gerade immer, wenn ich einen Blick auf das Cover erhasche. Schlicht und doch atmosphärisch, das hat was.

Welches Buch wollt ihr unbedingt im Jahr 2012 lesen und warum?

Nächstes Jahr will ich unbedingt „Bloodhound“ und „Mastiff“ von Tamora Pierce lesen. Nachdem mir der ersten Band der Beka-Cooper-Reihe sehr gut gefallen hatte (und die Schriftstellerin zu meinen liebsten Fantasy-Jugendbuch-Autorinnen gehört), ruht der zweite Teil „Bloodhound“ noch immer in einem Umzugskarton und wartet darauf, dass ich ihn beim nächsten Durchwühlen wiederfinde. Und jetzt, da „Mastiff“ endlich erschienen ist und hoffentlich in den nächsten Monaten bei mir landen wird, habe ich eine noch größere Motivation, das Buch zu suchen. Ich hoffe sehr, dass diese Trilogie rund um Beka Cooper so gut weitergeht, wie der erste Band anfing!

[Figurenkabinett] Amethyst Alexandra Augusta Araminta Adelaïde Aurelia Anne von Phantasmorania

Ich habe Amethyst Alexandra Augusta Araminta Adelaïde Aurelia Anne von Phantasmorania schon häufiger auf meinem Blog erwähnt, auch wenn die meisten von euch sie unter diesem Namen wohl nicht erkennen würden. Als ich die Prinzessin kennenlernte, war sie noch ein rosiges, blondgelocktes, blauäugiges und zuckersüßes Baby, doch dies sollte sich am Tag ihrer Taufe ändern. Denn natürlich hatten ihre Eltern zur Geburt ihrer siebten Tochter auch daran gedacht, dass so eine kleine Prinzessin Patentanten benötigt, die sie mit den nötigen Eigenschaften ausstatten, doch dass eine Fee ihre Tochter mit Gewöhnlichkeit beschenken würde, das kam unerwartet!

Für Amy – wie Amethyst nicht nur von ihren sechs Schwestern Diamant, Opal, Smaragd, Saphir, Kristall und Perle genannt wird –, war es allerdings das beste Geschenk, das ihr passieren konnte. Sie störte es nicht, dass sich schon seit frühester Kindheit Sommersprossen auf ihrer Nase tummelten, dass sich ihre goldblonden Locken zu mausbraunen Strähnen entwickelten und dass graue Augen nicht gerade das sind, was man bei einer Prinzessin erwartet. Überhaupt ist Amy klug genug, um zu sehen, dass so manche Sachen, die allgemein von Prinzessinnen erwartet werden, einfach nur dumm sind.

Stattdessen gefällt es ihr, draußen herumzustromern, und als sie alt genug ist, um einen Weg über die Mauer aus dem Schlossgarten zu finden, nutzt sie ihn, um durch den Wald zu streunern. Dabei findet sie sogar eine Möglichkeit, um sich ein robusteres Kleid zu besorgen, damit sie nicht immer ihre schöne Hofgarderobe dreckig und kaputt macht und dafür dann Rede und Antwort stehen muss. Allein dafür könnte ich Amy in mein Herz schließen! Doch als Amy alt genug ist, um verheiratet zu werden, beginnen für die Prinzessin die Schwierigkeiten. Egal, wie sehr die Maler ihr Abbild schönen, es interessiert sich einfach kein Prinz für eine so gewöhnliche Königstochter.

Ehrlich gesagt kann Amy darüber auch sehr froh sein, denn all die Prinzen sind doch recht langweilige und humorlose Gesellen, und bestimmt wäre es grauenhaft, mit ihnen verheiratet zu sein. Während ihre Eltern immer verzweifelter werden, weil sie ihre Tochter nicht an den Mann bringen können, läuft Amy davon. Und auf der Suche nach einer Unterkunft für die Wintermonate und einem Job, mit dem sie neue Kleidung finanzieren könnte, findet sie auf ihre ganz eigene praktische und vollkommen gewöhnliche Art letztendlich sogar den perfekten Mann für sich.

Ich glaube, dass ich nach dieser Beschreibung gar nicht mehr groß begründen muss, warum mir Amy so ans Herz gewachsen ist. Aber sie ist auf jeden Fall dafür verantwortlich, dass ich eine große Schwäche für Prinzessinnen wie z. B. Cimorene von Linderwall habe, die nicht dem Klischee entsprechen. Wer nun Lust hat, Amethyst Alexandra Augusta Araminta Adelaïde Aurelia Anne von Phantasmorania persönlich kennenzulernen, der sollte auf den diversen Gebrauchtmärkten oder Tauschplattformen die Augen nach folgendem Buch aufhalten:

„Die gewöhnliche Prinzessin“ von M. M. Kaye