Alle Artikel von Konstanze

Dies und Das (14)

Das blaue Sofa

Wenn ich mich vor dem Einschlafen über die Sendung „Das blaue Sofa“ aufrege, dann führt das dazu, dass ich die halbe Nacht von einem fiktiven Buch mit dem Titel „Eine Rechtskurve im Wald zu Zeiten des Mausklicks“ träume. Nicht sehr erholsam, und es hinterlässt ein verwirrendes Gefühl nach dem Aufwachen!

Abgesehen davon war das jetzt wohl wirklich mein letzter Versuch mit dem blauen Sofa. Ich kann weder den Moderator leiden noch die Art und Weise, wie die Sendung abläuft. Dieses Mal war der einzige Lichtblick Siegfried Lenz, und selbst der hätte wohl mehr Interessantes erzählen können, wenn der stumpfsinnige Herles ihn nicht ständig unterbrochen hätte oder ihm seine eigene Meinung hätte aufdrücken wollen.

Umzugskartons

Es ist ja nun wirklich kein Geheimnis, dass mein Mann und ich (naja, vor allem ich) seit zwei Jahren ein Zimmer voller Umzugskartons haben und dass sich an diesem Umstand so schnell vermutlich nichts ändern wird. Ab und an wird allerdings die Liste der vermissten Sachen so lang, dass sich ein Durchwühlen und Umschichten wieder lohnt. Also werden wir heute den Nachmittag zwischen Kartons verbringen und versuchen, alles auf der Liste wiederzufinden. Wenn das erledigt ist, dann müssen wir die Kartons (die zum Großteil mit meinen Büchern gefüllt sind) wieder vorsichtig aufeinanderschichten und hoffen, dass wir die das nächste Mal erst anfassen müssen, wenn es darum geht, den Inhalt in Regale zu räumen.

Award

Lisa von „Jahresendspurt“-Liste gepostet habe und insgesamt neun Bücher aus der Bibliothek darauf warten, von mir gelesen zu werden, war ich hingerissen, als mir mein Mann gestern von einem Stadtbummel „Last Window“ mitgebracht hat. Ich fürchte, das Lesen wird deshalb für ein paar Tage zurückstehen müssen.

Entschuldigt mich jetzt bitte, ich muss einen Fall lösen!

Jahresendspurt

Jeder, der in den letzten Wochen mal einen Blick auf meine Challenge-Seite geworfen hat, kann sehen, dass ich da noch ein bisschen was aufzuholen habe. Die einzige Challenge, bei der ich wirklich gut dabei bin, ist die „I’m in … Englisch 2011“-Challenge und mein Buch für den November werde ich mir am kommenden Wochenende vornehmen.

Aber meine beiden persönlichen Challenges benötigen dringend einen „Jahresendspurt“, damit ich die nicht mit ins Jahr 2012 mitnehmen muss. Also liste ich hier mal die Titel auf, die ich bis zum Jahresende noch schaffen will.

Von den Neuzugängen dieses Jahres müssen folgende Bücher noch gelesen werden:

  1. John Dickinson: Das Kind des Schicksals
  2. Chris Marten: Hydra
  3. Kerstin Pflieger: Die Alchemie der Unsterblichkeit
  4. Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 3 – Der gläserne Fluch
  5. Kiersten White: Flames’n’Roses 

(Die Titel, bei denen ich noch in der Zeit liege, zähle ich hier nicht auf.)

    Und für den vorgenommenen SuB-Serienabbau würden noch folgende Titel fehlen:

    1. Robert Asprin: Des Dämons fette Beute
    2. Robert Asprin: Ein Dämon muss die Schulbank drücken
    3. Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
    4. Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
    5. Marie Brennan: Doppelgänger
    6. Marie Brennan: Hexenkrieger
    7. Joe Donnelly: Jack Flint und der Bann des Herzsteins
    8. Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
    9. Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften
    10. Alan Dean Foster: Die Echsenwelt
    11. Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
    12. Alan Dean Foster: Patrimonium
    13. Alan Dean Foster: Quofum
    14. Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym
    15. Irene Radford: Der letzte Kriegsmagier (Die Historie des Drachen-Nimbus 2)
    16. Irene Radford: Der abtrünnige Drache (Die Historie des Drachen-Nimbus 3)
    17. Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
    18. Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
    19. Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)
    20. Darren Shan: Mitternachtszirkus – Willkommen in der Welt der Vampire
    21. Darren Shan: Mitternachtszirkus 2 – Die dunklen Geheimnisse der Vampire
    22. Darren Shan: Mitternachtszirkus 3 – Das Blut der Vampire

    Beim SuB-Abbau hat es sich ja schon etwas gerächt, dass ich in diesem Jahr so viele Blogger-Empfehlungen dank der örtlichen Bibliothek ausprobieren konnte. Theoretisch kann ich mein Vorhaben noch schaffen, ob das aber wirklich klappt, glaube ich noch nicht so ganz. Aber ich will es zumindest versuchen. Immerhin muss ich jetzt mal für Karis SuB-Losverfahren „Die Echsenwelt“ in Angriff nehmen. Ihr dürft mir gerne Glück wünschen, dass ich noch mehr Serienbände von meinem SuB weggelesen bekomme! 😉

    November-SuB

    Dafür, dass ich im Oktober Besuch und noch ein paar andere Ablenkungen hatte, kann ich mit 19 gelesenen Büchern ganz zufrieden sein. Allerdings gab es nur ein Hörspiel und weder einen Comic, noch einen Manga. Das wird sich aber hoffentlich jetzt im November wieder deutlich ändern! Außerdem muss ich mal etwas verschärfter an meiner zweiten persönlichen Challenge arbeiten …

    A (2)

    Robert Asprin: Des Dämons fette Beute
    Robert Asprin: Ein Dämon muss die Schulbank drücken

    B (8)
    Quentin Bates: In eisigem Wasser
    Sina Beerwald: Die Goldschmiedin

    Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
    Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)

    Jacques Bonnet: Meine vielseitigen Geliebten

    Marie Brennan: Doppelgänger
    Marie Brennan: Hexenkrieger

    Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud

    C (3)
    Jennifer Chiaverini: Der Weihnachtsquilt
    Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)
    James Collins: Zauberberg für Anfänger

    D (5)
    John Dickinson: Das Kind des Schicksals

    Joe Donnelly: Jack Flint und der Bann des Herzsteins
    Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
    Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften

    Rebecca Drake: Still sollst du sterben

    F (14)
    Melissa Fairchild: Weltenwanderer
    Jennifer Fallon: Kind der Götter (Das Dämonenkind 2)
    Jasper Fforde: Der Fall Jane Eyre
    Francecso de Fillipo: Gezeichnet
    Alex Finn: Beastly
    Gayle Forman: Wenn ich bleibe

    Alan Dean Foster: Echsenwelt
    Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
    Alan Dean Foster: Patrimonium
    Alan Dean Foster: Quofum
    Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym

    Earlene Fowler: Tödliche Schatten
    Peter Freund: Laura und das Siegel des Mondes
    Luca di Fulvio: Die Rache des Dionysos

    G (4)
    Francois Gantheret: Das Gedächtnis des Wassers
    Michele Giuttari: Rachefeuer
    Thomas Görden: Der Mönch und die Jüdin
    Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

    H (4)
    Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
    Brendan Halpin: I can see clearly now
    Frederik Hetmann: Zeitenwende
    Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung

    I (2)
    Greg Iles: Leises Gift
    John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

    J (1)
    P.D. James: Ein makelloser Tod

    K (5)
    Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
    Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
    Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
    Celine Kiernan: Schattenpfade
    Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung

    L (3)
    Marc Levy: All die ungesagten Worte
    Siri Lindberg: Nachtlilien
    Michaela Link: Der Spiegel der Kaiserin

    M (5)

    Chris Marten: Hydra

    Christoph Marzi: Lyra
    Richelle Mead: Dark Swan – Sturmtochter
    Kai Meyer: Hex
    Boris Meyn: Die Schattenflotte

    N (4)
    Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
    Jo Nesbo: Headhunter
    Rachel Neumeier: Der Greifenmagier – Herr der Winde
    Elle Newmark: Der Granatapfeldieb

    P (8)
    Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
    Bernd Perplies: Magierdämmerung – In den Abgrund
    Renata Petry: Hilgensee

    Kerstin Pflieger: Die Alchemie der Unsterblichkeit

    Tamora Pierce: Young Warriors – Stories of Strength
    Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
    Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)
    Ursula Poznanski: Saeculum

    Q (0)
    –

    R (14)

    Irene Radford: Der letzte Kriegsmagier (Die Historie des Drachen-Nimbus 2)
    Irene Radford: Der abtrünnige Drache (Die Historie des Drachen-Nimbus 3)

    Jennifer Rardin: Man lebt nur ewig
    Sarah Rayner: Das Licht des frühen Tages
    Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
    John Maddox Roberts: Die Feinde des Imperators – Ein Krimi aus dem Alten Rom
    Silvia Roth: Querschläger

    Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
    Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
    Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)

    Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
    Brian Ruckley: Winterwende (Die Welt aus Blut und Eis 1)
    Craig Russel: Lennox
    Craig Russel: Walküre

    S (10)
    Régis de Sá Moreira: Das geheime Leben der Bücher
    Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
    Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
    Alexander Schwarz: flip rouge

    Arthur Slade: Mission Clockwork

    Emma Smith: Der Ruf der Ferne
    Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
    Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
    Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
    Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

    T (10)
    Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
    Charles den Tex: Die Zelle
    Thomas Thiemeyer: Nebra
    Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 2 – Der Palast des Poseidon

    Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 3 – Der gläserne Fluch

    P.J. Tracy: Der Köder
    P.J. Tracy: Mortifer
    Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage
    Aino Trosell: Eine grenzenlose Liebe
    Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

    V (0)
    –

    W (4)
    Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan

    Kiersten White: Flames’n’Roses

    Gabriele Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
    Gabriella Wollenhaupt: Grappa und die keusche Braut

    X (1)
    Xinran: Gerettete Worte

    Y (0)
    –

    107 Titel zum Monatsanfang
    (fett markierte Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
    (kursive Titel sind neu hinzugekommen)
    (blau markierte Titel habe ich für Aktionen vorgesehen)
    (rot markierte Titel sind die, die ich für meine persönliche Challenge möglichst bald lesen sollte)
    (graublau markierte Titel habe ich auf der Liste für meine persönliche Serien-Challenge)

    Seanan McGuire: Winterfluch (October Daye 1)

    Wieder ist Kiya Schuld daran, dass ich zu einem Buch gegriffen habe. Denn ihr Beitrag zu „Rosemary and Rue“ sorgte dafür, dass ich auch endlich mal meine Ausgabe von „Winterfluch“ aus dem SuB zog. Den Roman hatte ich vor über 1 ½ Jahren beim read-a-thon gewonnen und obwohl ich Lust auf die Geschichte hatte, ging sie neben all den anderen Urban-Fantasy-Titeln, die irgendwie dringender zu lesen waren, etwas unter. Ich muss gestehen, dass ich inzwischen sogar vergessen hatte, wie das Buch überhaupt auf meinem SuB gelandet war. Umso schöner ist es, dass ich es jetzt endlich gelesen habe.

    „Winterfluch“ ist der erste Teil einer Reihe um October Daye, die in Deutschland leider nicht weiter fortgesetzt wird – allerdings gefallen mir die englischen Cover auch deutlich besser und preislich sind die auch wesentlich erschwinglicher. October (Toby) Daye ist ein Wechselbalg, die Tochter eines Menschenmannes und einer Fae-Braut, und bestreitet ihren Lebensunterhalt als Privatdetektivin. Dabei arbeitet sie auch regelmäßig für die übernatürliche Gemeinde von San Francisco, bis sie eines Tages (im Jahr 1995) bei einer Beschattung von einem mächtigen Fae verzaubert wird.

    Vierzehn Jahre vergehen bis Toby den Bann abschütteln kann und in der Zwischenzeit ist in der Welt eine Menge passiert, was die junge Frau nicht so schnell aufholen kann. Während sie sich vor ihren früheren Freunden versteckt und nichts mehr mit den anderen Wechselbälgern oder den Fae zu tun haben will, wird eine alte Bekannte von ihr angegriffen und ermordet. Abgesehen davon, dass Toby durch den Tod der Fürstin Winterrose erschüttert ist und sowieso alles in ihrer Macht stehende getan hätte, um die Hintergründe aufzudecken, zwingt sie auch noch der Todesfluch der Fae zum ermitteln. Denn wenn Toby nicht herausfindet, wer Winterrose umgebracht hat, wird auch sie sterben.

    Alles in allem ist die Grundidee von „Winterfluch“ nicht neu. Ich habe in den letzten Jahren so einige Romane mit ähnlichen Figuren und Handlungssträngen gelesen und auch Kiyas Verweis auf die Dresden-Files-Geschichten ist nicht von der Hand zu weisen. Außerdem hatte ich nach mehr als der Hälfte des Buches das Gefühl, dass Toby zwar ständig quer durch San Francisco fährt und Leute aufsucht, aber eigentlich nichts passiert. Dass sie dazu durch das etwas komplizierte Fae-Protokoll gezwungen wird, gibt allerdings eine recht gute Erklärung dafür ab.

    Außerdem bietet dies Seanan McGuire die Möglichkeit dem Leser eine ausführliche Einblick in ihre fantastische Welt zu geben. Weitere Probleme ergeben sich dadurch, dass October eigentlich eine besonders gute Privatdetektivin sein soll – so hat sie sich sogar die Ritterwürde verdient – sich aber nicht dementsprechend verhält, aber vielleicht ist das auch eine Folge der 14 – etwas fischigen – Jahre unter dem Bann. Ich bin mir sicher, dass ein solches Leben den Verstand deutlich beeinträchtigt. 😉

    Trotz all dieser Kritikpunkte hat mir der Roman gut gefallen. Ich mag die Komplexität von Seanan McGuires fantastischem San Francisco, die stimmige Umsetzung alter (irischer) Märchenelemente und die vielen kleinen Szenen, in denen einem die Charaktere nähere kommen. Dabei fällt mir mal wieder auf, wie oft ich beim Lesen eines Buches die Hauptfigur gern schütteln würde, damit sie etwas vernünftiger agiert (wobei ich Toby schon mochte), und wie oft mir vor allem die Nebenfiguren ans Herz wachsen und dafür sorgen, dass ich gern noch mehr Bände dieser Reihe lesen möchte.

    Auch hat es mir gefallen, dass die Autorin geradezu beiläufig auch andere Sagenelemente ins Spiel gebracht hat, so konzentriert sie sich zwar sehr auf die keltische Mythologie, lässt aber auch eine japanische Kitsune auftauchen. Und manche Szenen sind so anrührend geschrieben, dass ich am Ende sogar ein paar Tränen in den Augen hatte (und das lag bestimmt nicht daran, dass ich morgens um halb zwei etwas übermüdet war). Insgesamt gesehen ist „Winterfluch“ für mich auf jede Fall ein vielversprechender Serienauftakt, wenn auch mit der Hoffnung verbunden, dass die Autorin in Zukunft ein paar Längen weniger in ihre Geschichten einbaut.

    Und zuletzt gibt es für Kiya noch ein paar Zitate, damit sie die Übersetzung von Tobys Illusionszauber mal anschauen kann:

    „Frau Susi hat ein Boot, da kann sie überwintern. Doch warm ist’s darauf nicht, sie friert sich ab den – Hinterm Berg wohnen Zwerg’ in ihren Haus, aus die Maus.“ (S. 177/178 – der Zauber an der Mautstelle)

    „Herzkönigin gern Torte backt, am Sommertag und splitternackt.“ (S. 64 – der Zauber vor Winterroses Gebäude) „Herzbube stiehlt die Torte, packt sie ohne Worte.“ (S. 65 – der Zauber vor Winterroses Wohnung)

    Auf Englisch finde ich diese kleinen Sprüche dann doch netter …

    Oh, und wenn man bei „Winterfluch“ den englischen Originaltitel „Rosemary and Rue“ im Hinterkopf behält, dann schließt sich auf den letzten Seiten sehr schön der Bogen zwischen Titel und Handlung.

    SuB-Zuwachs im Oktober

    Immer wenn ich kurz vor dem Monatsende einen Blick auf meinen SuB werfe und denke, dass die „unter 100“ doch gar nicht mehr so fern sind, dann kommt der nächste Lesenachschub. So auch in diesem Monat und nachdem heute Mittag der Paketbote klingelte, habe ich folgende Neuzugänge zu verzeichnen:

    – Rachel Neumeier: Der Greifenmagier – Herr der Winde
    (Auch wenn ich in letzter Zeit wenige gute „klassische“ Fantasybücher in die Finger bekommen habe, kann ich doch nicht die Hände davon lassen.)

    – Quentin Bates: In eisigem Wasser
    (Kein isländischer Autor, aber ein Krimi, der auf Island spielt – gerade genau richtig für mich!)

    – Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym
    (Manche Reihen begleiten  mich einfach schon sehr lange …)

    – Ursula Poznanski: Saeculum
    (Nach „Erebos“ ein Pflichtwunsch – wie bei vielen anderen Lesern wohl auch.) 

    – Alan Bradley: Flavia de Luce – Halunken, Tod & Teufel
    (Bislang mag ich die Reihe sehr gern, also musste auch der dritte Band bei mir einziehen!)

    – Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
    (Märchenmotiven kann ich einfach nicht widerstehen …)

    Für die Ohren und weil das bei mir in der Vorweihnachtszeit schon fast Tradition ist:

    – Weihnachten mit Agatha Christie (mit Hercule Poirot und zwei Kurzgeschichten, die ich sehr mag)
    (Oft sind die Geschichten ja nicht gut umgesetzt oder die Aufnahmequalität ist zum Weinen oder … Aber bei den weihnachtlichen Veröffentlichungen muss ich trotzdem reinhören.)

    Und da dieses Mal bei meinen Manga-Zugängen nicht nur Serienfortsetzungen dabei waren, gibt es auch darauf noch einen Blick:

    Das hier ist zwar kein Neuzugang, aber immer ein Foto wert:

    Insgesamt landen fünf neue Bücher auf dem SuB (den Alan Dean Foster rechne ich mal nicht dazu, weil ich immer noch die vorhergehenden Bände lesen muss), die ich für meine persönliche Challenge bis zum 9. Dezember gelesen haben will.

    Wochenendkatzen – Fernsehen mit Logan

    Am Wochenende hat sich mein Mann damit die Zeit vertrieben, dass er eine japanische Serie geguckt hat. Das wurde ihm allerdings deutlich durch Logans Bedürfnis nach einem Sonnenbad erschwert:

    Nicht mal die Drohgebährden des „Roten Barons“ haben unseren Kater von seinem Sonnenplatz vertreiben können. Dabei hatte er seinen Hintern genau vor dem Empfänger des Fernsehers platziert:

    Und selbst liebevolle Aufforderungen doch endlich dort wegzugehen brachten nur folgendes Ergebnis:
    Meine Perspektive auf das Ganze sah so aus:
    Den Großteil des Tages wirkte es übrigens so, als ob Christie gemütlich mit mir in meinem Buch lesen würde, denn das hielt ich ihr die ganze Zeit vor die Nase.
    Und um den Beitrag nicht zu sprengen, gibt es später in der Woche noch eine Auswahl von Christie-Fotos.

    Kathryn Miller Haines: Miss Winters Hang zum Risiko

    Nachdem Irina sich aufgrund meiner Begeisterung die ersten beiden „Miss Winter“-Romane angeschafft hat, dachte ich, ich sollte doch auch mal auf meinem Blog was zu den Büchern schreiben. „Miss Winters Hang zum Risiko“ ist der Debütroman von Kathry Miller Haines – inzwischen sind auf Deutsch zwei weitere Romane rund um die Schauspielerin Rosie Winter erschienen. Die Geschichte spielt im Jahr 1942 in New York und die Auswirkungen des Kriegs sind inzwischen auch in Amerika tagtäglich spürbar.

    So hat sich Rosies (Ex-)Freund freiwillig zum Kriegsdienst gemeldet und das Durchsuchen der Vermissten- und Todesanzeigen in den Zeitungen gehört zum traurigen Alltag der Schauspielerin. Aber auch Lebensmittelrationen und die nächtliche Verdunklung der Stadt belasten die junge Frau. Zusätzlich stagniert Rosies Karriere am Broadway und so musste sie sich einen Nebenjob in einer Privatdetektei suchen. All das wäre gerade noch erträglich, wenn Rosie nicht nach den Weihnachtsfeiertagen die Leiche ihres Chefs Jim McCain im Büroschrank finden würde.

    Abgesehen davon, dass ihr in Zukunft der Verdienst fehlen wird, ist sie auch empört darüber, dass die Polizei den Fall als Selbstmord behandelt, obwohl alles dagegen spricht. Um Jim Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, beschließt Rosie die Ermittlungen selber in die Hand zu nehmen. Mit gesundem Menschenverstand, viel Charme und erstaunlich viel Skrupellosigkeit schnüffelt Rosie im Leben ihres ermordeten Chefs herum und oft genug rettet sie nur die Hilfe ihrer Freundinnen vor einer Katastrophe.

    Dabei stellt sich heraus, dass Jim McCains letzter Fall sogar in Rosies speziellem Wissensgebiet lag, denn der drehte sich um ein verschwundenes Manuskript des bekannten Autors Raymond Fielding. Nachdem Jim getötet wurde, sind erstaunlich viele Menschen an dem Manuskript interessiert. Nicht nur diverse Schauspieler und Regisseure wollen die Papiere in die Hände bekommen, sondern auch Jims Familie, Angestellte einer mysteriösen Regierungsstelle und Angehörige der New Yorker Unterwelt. Dabei sind nicht wenige von ihnen bereit für die verschwundenen Geschichte im Zweifelsfall auch über Leichen zu gehen.

    Mit Rosie Winter hat Kathryn Miller Haines eine sehr reizvolle Hauptfigur geschaffen. Die Schauspielerin bringt sich mit ihrem vorlauten Mundwerk nicht nur ständig selbst in Schwierigkeiten, sondern sie ist auch die perfekte Besetzung für eine Geschichte, die Anfang der 40er Jahre in New York spielt. Die Autorin zeigt in ihrem Roman eine Gesellschaft, die alles daransetzt den Krieg zu verdrängen und stattdessen versucht das Leben – trotz aller Einschränkungen – zu genießen. Dabei bilden Flüsterkneipen und Einblicke hinter die Kulissen des Broadways den perfekten Rahmen für eine stimmungsvolle Geschichte.

    Vor allem in diesem ersten Band haben mich viele Elemente an eine gute Screwball-Komödie erinnert, was einen schönen Ausgleich zu den eher desillusionierten Passagen bildet. Doch vor allem ist es Rosie Winter, die dafür sorgt, dass ich diese Serie mit so viel Vergnügen lese. Voller Unverfrorenheit erobert sie sich den Zugang zum Salon der einflussreichsten Familie der Stadt, tritt Mafiagrößen entgegen und trotzt der Regierung. Dabei lassen mich die Situationskomik und der wundervolle Wortwitz gern über die kleinen Logikbrüche in der Handlung und die (relative) Vorhersehbarkeit des Endes hinwegsehen.

    Die folgenden zwei Bände „Ein Schlachtplan für Miss Winter“ und „Miss Winter lässt nicht locker“ sind immer noch amüsant, aber nicht mehr ganz so heiter wie „Miss Winters Hang zum Risiko“ konzipiert. Das ist aber durchaus stimmig (und bietet immer noch eine unterhaltsame Geschichte), wenn man sich vor Augen hält, dass der Krieg weiter fortschreitet, Rosie immer mehr Kontakt zu Soldaten hat, sich weiterhin Sorgen um ihren Ex-Freund machen muss und das Leben immer größere Herausforderungen für sie bereithält.