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Agatha Christie: Meine gute alte Zeit

„Meine gute alte Zeit“ ist Agatha Christies Autobiografie, die sie 1950 mit sechzig Jahren begann und die erst nach ihrem Tod (sie starb 1976) veröffentlicht wurden. Dieser über 500 Seiten dicke Band bietet einem einen Einblick in die Zeit, in der sie aufgewachsen ist, ihre Familienverhältnisse und ihre Persönlichkeit. Wobei von Anfang an auffällt mit wieviel Zurückhaltung die Autorin auf viele Momente in ihrem Leben eingeht.

Ein großer Schwerpunkt dieses Buches liegt auf ihrer Kindheit und Jugend und man erfährt fast schon ein bisschen zuviel darüber, dass sie ein schüchternes Kind war, dass ihre Mutter sehr eigenwillige Ansichten über Agathas Erziehung hatte und wie sehr sie sich als kleines Mädchen mit sich und ihrer eigenen Fantasie beschäftigen musste. Letzteres war ihrer Meinung nach der Grundstein für ihre Karriere als Schriftstellerin. Ich glaube, Agatha Christie hat es genossen mit sechzig Jahren auf ihre Kindheit zurückzublicken – und diese auch ein wenig zu verklären.

Andere Bereiche ihres Lebens, wie zum Beispiel ihr aufsehnerregendes Verschwinden im Jahr 1926 (kurz nach dem Tod der Mutter und nachdem ihr Mann sie um die Scheidung gebeten hatte), klammert sie hingegen vollständig aus ihrer Erzählung aus. Ich finde das zwar verständlich, aber auch schade, dass sie die Gelegenheit nicht genutzt hat, um ihre Seite dieser Ereignisse darzustellen. Sehr spannend fand ich die Zeit nach ihrer Scheidung, als sie auf Reisen ging und die Welt für sich entdeckte.

Agatha Christie war schon früher viel gereist, aber als alleinstehende Dame war das Ganze doch ein deutlich aufregenderes Unternehmen – vor allem, da sie keine Lust hatte sich von den englischen Siedlern betüddeln zu lassen. Ich fand es faszinierend wie neugierig und abenteuerlustig die Autorin auf die fremde Umgebung zuging, aber auch spannend, dass bei aller Offenheit und Toleranz immer wieder kleine Vorurteile oder ein Hauch von Überheblichkeit in ihren Schilderungen durchschimmerten. Dabei bin ich mir sicher, dass sie (vor allem für eine Frau ihrer Zeit) unglaublich vorurteilsfrei und fortschrittlich war, aber die viktorianisch geprägten Ansichten ihrer Mutter und Großmutter haben wohl ebenso Spuren hinterlassen wie das vorherrschende britische Kolonialdenken. 😉

Ihre Romane spielen in „Meine gute alte Zeit“ eine eher geringe Rolle, Agatha Christie erwähnt nur nebenbei, dass sie zu einer bestimmten Zeit an diesem oder jenen Roman gearbeitet hat, dass sie durch einen Bekannten zu einer Geschichte inspiriert wurde oder wie sehr ihr der Verdienst eines Romans geholfen hat, wenn sie aus irgendeinem Grund Geld benötigte. Ich muss zugeben, dass ich von sehr viele Eigenarten Agatha Christies mit einem Schmunzeln gelesen habe, weil mir immer wieder der Gedanke durch den Kopf schoss „Das kenne ich von mir!“ – leider haben diese Ähnlichkeiten nicht dazu geführt, dass ich eine erfolgreiche Schriftstellerin wurde. 😀

Auch wenn sich der Anfang etwas hinzieht, so fand ich „Meine gute alte Zeit“ hochinteressant – nicht nur als Autobiografie, sondern auch als Abbild eines Lebens vor den beiden Weltkriegen, einer Zeit, in der ein Gentleman oder eine Dame genau wussten, was sich gehört und was nicht, als man als junge Frau zwar mit einem Mann alleine Golfspielen, aber nicht in einem Hotel Tee trinken durfte, als es noch keine Flugzeuge gab und ein Mädchen eine Saison in London (wenn das Geld reichte, ansonsten ging es eben ins Ausland) erlebte, um in die Gesellschaft eingeführt zu werden … Mir hat das Lesen viel Spaß gemacht, ich habe ein paar neue Dinge über eine meiner Lieblingsautorinnen erfahren und wieder einiges über die Zeit zwischen 1890 und 1960 gelernt.

Dies und Das (9)

Schon wieder ein „Dies und Das“-Beitrag, aber dafür enthält der auch wieder ein paar Katzenfotos. Schließlich wurde mir gerade glaubhaft versichert, dass ich nicht zu viele Katzenbeiträge auf meinem „Buchblog“ veröffentliche. 😉

Baltimore

Für Baltimore steht jetzt auch ein OP-Termin fest: Am Donnerstag bekommt unser Kater ein paar Zähne gezogen. Drückt die Daumen, dass alles gut läuft und dass er keine Nachwirkungen zeigt. Und danach hätte ich auch gern eine kleine Pause von den TA-Besuchen … 😉

Mal sehen, ob Christie und Shandy von dem veränderten Baltimore wieder so irritiert sind, dass sie sich für den Rest des Tages auf das SuB-Regal flüchten. Der Anblick war schon niedlich!

Achja, Logan geht es übrigens wirklich wieder gut, auch wenn er auf dem Foto wie eine mies gelaunte Eule aussieht.

Glück gehabt

Letzte Woche habe ich großes Glück gehabt, nachdem mir ein scheußliches Missgeschick passiert ist. Ich hatte ja schon geschrieben, dass wir am Montag wieder beim Tierarzt waren, weil es Logan seit Sonntagmorgen nicht gut ging. Nachdem wir wieder zuhause waren und uns hingesetzt hatten, um etwas zu verschnaufen, meinte Shandy, dass er mal seinen Protest über die Unruhe im Haus ausdrücken musste.

Tja, und wenn Shandy unzufrieden mit seinem Leben ist, dann gibt es für ihn nur ein Mittel, um das zu zeigen: Er sprang auf meinen Schoß und pieselte mich an! Mein einziger Gedanke war natürlich nur noch „raus aus den Klamotten und ab in die Waschmaschine damit“ – und erst als die Maschine schon im Schleudergang war, fiel mir ein, dass ich in der Hosentasche noch meinen Pokéwalker hatte. Da mein Mann und ich schreckliche Spielkinder sind, tragen wir dieses kleine Gerät seit Ende März immer mit uns rum. Das ist nicht nur eine nette Ergänzung zu den Spielen „Pokémon SoulSilver“ (mein Spiel) und „Pokémon HeartGold (sein Spiel), sondern dient auch als Schrittzähler … *dumdidum*

Natürlich war ich mir sicher, dass das Gerät die Runde in der Waschmaschine nicht überlebt haben konnte, allerdings zeigte der Walker nach seiner Bergung immer noch ein Bild auf dem kleinen Bildschirm – nur reagierte er nicht mehr auf die Knopfbefehle … Also habe ich ihn aufgeschraubt, abgetrocknet und den Rest der Woche katzensicher verwahrt, in der Hoffnung, dass eine längere Trocknungsphase ihn noch retten kann. Und als ich ihn am Wochenende wieder mit einer Batterie gefüttert und zusammengeschraubt hatte, zeigte sich mir dieses Bild:

Der Walker funktioniert nicht nur wieder (beinah) einwandfrei, sondern hatte auch noch mein Pokémon und die erlaufenen Fortschritte gespeichert!

Christie und Bibliotheksbücher

Christie hatte es sich heute Mittag auf den Büchern von und über ihrer Namensgeberin gemütlich gemacht und das musste ich natürlich gleich fotografieren! Lange wird sie diesen Sitzplatz allerdings nicht genießen können, da ich die Titel diese Woche wieder in die Bibliothek bringen muss.

Apropo Bibliothek: Kann mir irgendjemand erklären, warum ich lauter Krimis vorgemerkt habe, für die ich doch gar keine Zeit habe? *g* Diese ganzen Empfehlungen auf den diversen Buchblogs sind gar nicht gut für meinen SuB! Und drei weitere Kriminalromane warten noch darauf, dass ich sie abhole …

Sonstiges

Der Garten ist für dieses Jahr im Prinzip erledigt, auch wenn ich an der einen oder anderen Stelle noch Unkraut ziehen könnte. Aber wenn es die nächsten Tage wirklich endlich richtig kaltes Wetter gibt, dann schiebe ich das wohl auf den Frühling. Die Blumenzwiebeln sind alle in der Erde und ich hoffe, dass ich im nächsten Jahr einen wunderschön bunten Garten zu sehen bekomme.

Ich freu mich auf jeden Fall darüber, dass ich in den nächsten Wochen nicht viel mehr machen muss, als ab und an ein paar Blätter vom Weg und dem Rasen zu beseitigen – und irgendwann vielleicht ein paar Mal am Tag Schnee zu fegen. Ich habe das im letzten Winter wirklich genossen! Bis dahin nutze ich die Zeit, die ich nicht draußen verbringen muss, wieder mehr zum Lesen und Bloggen.

Mit dem Lesen geht mein Tag auch weiter, gleich nachdem ich mir eine schöne Tasse „Heiße Schokolade (mit Marshmallows)“ gemacht habe …

Sorgenkater Logan – Entwarnung!

Der eine oder andere hatte ja schon mitbekommen, dass es dem Plüschkater in den letzten Tagen schlecht ging – heute scheint er aber über den Berg zu sein! 🙂

Nach der Zahn-OP am vergangenen Montag ging es Logan erstaunlich gut. Er hatte sich schnell wieder berappelt und benahm sich am Mittwoch schon wieder ganz normal. Und da wir nur dann wiederkommen sollten, wenn die Wunden Freitagabend immer noch gerötet aussehen, haben wir uns Samstag entspannt zurückgelehnt und uns gefreut, dass bei diesem Eingriff alles so gut abgelaufen ist.

Tja, und Sonntagmorgen saß mein Mann im Wohnzimmer als Logan vom Kratzbaum aus spucken musste. Sowas kann schon mal passieren, wenn die Katzen einen Haarballen anders nicht loswerden, also haben wir uns erst einmal keine Gedanken gemacht – abgesehen davon, dass ich mich nicht gerade freute, dass ich schon wieder diese Wand streichen durfte. Allerdings hat Logan den restlichen Sonntag weiter gespuckt und konnte sein Fressen nicht bei sich behalten.

Montagmorgen ging es also wieder zum Tierarzt – und der hatte uns erst einmal bestätigt, dass die Wunden im Maul wirklich gut verheilt waren und wir das wirklich richtig eingeschätzt hatten. Aber er konnte uns auch nicht sagen, warum es Logan so schlecht ging. Abtasten, Temperatur, Kreislauf – alles war vollkommen in Ordnung! Wenn der Kater allerdings bis zum Dienstag immer noch nichts gefressen hätte, sollten wir wiederkommen. Bis dahin hatte er zwar nichts mehr erbrochen, aber dafür auch keinen Bissen mehr zu sich genommen. Davon abgesehen hat er sich eigentlich ganz normal benommen und wirkte in keiner Weise krank.

Also habe ich Dienstagmorgen Logan wieder eingepackt und der Kater wurde noch einmal durchgescheckt und Blut abgenommen für ein großes Blutbild: Wieder war alles einwandfrei! Wobei es irgendwie nicht so toll ist zu hören, in welchem erstklassigen Zustand Logan ist, wenn man doch gerade miterlebt, dass er das Fressen total verweigert. Obwohl ich es normalerweise gar nicht mag, wenn ein TA meinen Kater vorsorglich mit Spritzen voll pumpt, ohne dass eine Diagnose vorliegt, gab es bei diesem Besuch noch einmal eine vorsorgliche Spritzenrunde und etwas gegen Übelkeit. Das schien erst einmal die beste Lösung zu sein – und es hat auch angeschlagen. Ich denke im Nachhinein, dass es das Mittel gegen Übelkeit war, das half, denn eine Stunde nach dem TA-Besuch hat Logan wieder am Futter genibbelt.

Obwohl er diese Futterportion nach gut drei Stunden wieder erbracht, war das schon ein Fortschritt – und seitdem geht es stetig aufwärts! Den TA-Termin gestern morgen konnte ich dann schon absagen, da Logan inzwischen etwas Huhn und Katzenmilch bei sich behalten hatte und gestern blieb auch das Dosenfutter wieder drin. Er musste zwar gestern noch etwas zum Fressen überredet werden, aber er behält alles bei sich, was er zu sich nimmt. Und heute Mittag hat er sich sehr gierig auf seine Portion gestützt und hätte am Liebsten den Napf gleich mitgefressen. Er scheint also wirklich wieder in Ordnung zu sein, auch wenn die Tage in den letzten zwei Wochen, in denen er nichts gefressen hat, deutliche Spuren hinterlassen haben.

Unser Plüschkater ist erkennbar dünner geworden und sobald ich sicher bin, dass sein Magen wieder vollkommen in Ordnung ist, muss ich ihn kräftig aufpäppeln, damit er wieder etwas auf die Rippen bekommt. Immerhin ist er nach den letzten Tage bereit sich in der Küche verwöhnen zu lassen, auch wenn der Rest der Band mitleiderregend vor der Tür bettelt. 😉

Bei soviel Sorgen um Logan wird Baltimore wohl erst nächste Woche operiert – und ich hoffe sehr, dass bei ihm alles problemlos über die Bühne geht!

Mir schlugen die letzten Tage auch auf den Magen und groß denkfähig war ich auch nicht mehr – vor allem, weil ich die letzten Nächte immer sehr lange aufgeblieben bin, um sicher zu gehen, dass Logan nicht wieder schlecht wird. Ich kann gut damit umgehen, wenn meine Katzen eine greifbare Erkrankung haben, aber so gar nicht zu wissen was los ist, macht mich wirklich fertig! Ich bin kaum noch aus dem Haus gegangen, wenn ich nicht gerade mal wieder auf dem Weg zum TA war – und der Garten ist auch liegengeblieben. So wartet da am Wochenende noch der Endspurt auf mich!

Und demnächst gibt es hoffentlich wieder weniger Katzenbeiträge und dafür mehr Rezensionen! 🙂

November-SuB

Der Oktober war mal wieder kein so guter Lesemonat für mich – auf der anderen Seite will ich mich auch nicht beschwere, weil ich einige Tage gar nicht zum Lesen kam, denn diese Zeit habe ich mit sehr nettem Besuch verbracht. So zeigt meine Liste für diesen Monat nur 8 gelesene Bücher, 9 gelesene Manga und 5 Hörbücher/-spiele mit insgesamt 10 CDs. Da die Gartensaison nun definitiv zuende geht, dürfte ich im November wieder mehr Zeit mit der Nase im Buch verbringen können. 🙂

A (4)
Sharon Ashwood: Hexenlicht
Robert Asprin: Des Dämons fette Beute
Robert Asprin: Ein Dämon schafft noch keine Ordnung
Jane Austen: Mansfield Park

B (8)
Sina Beerwald: Die Goldschmiedin
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Ruth Berger: Gretchen – Ein Frankfurter Kriminalfall
Jacques Bonnet: Meine vielseitigen Geliebten
Marie Brennan: Doppelgänger
Marie Brennan: Hexenkrieger
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud

C (7)
Jürgen Carl: Der Concierge
Novella Carpenter: Meine kleine Cityfarm
Jennifer Chiaverini: Der Weihnachtsquilt
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)
James Collins: Zauberberg für Anfänger
Colin Cotterill: Dr. Siri sieht Gespenster (Dr. Siri 2)
Colin Cotterill: Totentanz für Dr. Siri (Dr. Siri 3

D (5)
John Dickinson: Die Schlange am Rande der Welt
Joe Donnelly: Jack Flint und der Bann des Herzsteins
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften
Rebecca Drake: Still sollst du sterben

F (11)
Jennifer Fallon: Kind der Götter (Das Dämonenkind 2)
Jasper Fforde: Der Fall Jane Eyre
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Alex Finn: Beastly
Thomas Finn: Weißer Schrecken
Gayle Forman: Wenn ich bleibe
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Earlene Fowler: Tödliche Schatten
Peter Freund: Laura und das Siegel des Mondes
Luca di Fulvio: Die Rache des Dionysos

G (7)
Francois Gantheret: Das Gedächtnis des Wassers
Kami Garcia und Margaret Stohl: Sixteen Moons
Michele Giuttari: Rachefeuer
K. L. Going: Voll daneben
Thomas Görden: Der Mönch und die Jüdin
Ann Granger: Ein Mord von bessrer Qualität
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (4)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Frederik Hetmann: Zeitenwende
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung

I (2)
Greg Iles: Leises Gift
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

J (2)
P.D. James: Ein makelloser Tod
Alaya Johnson: Moonshine – Stadt der Dunkelheit

K (5)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Celine Kiernan: Schattenpfade
Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung

L (6)
Marc Levy: All die ungesagten Worte
Siri Lindberg: Nachtlilien
Michaela Link: Der Spiegel der Kaiserin
Malinda Lo: Ash
Jens Lossau/Jens Schumacher: Der Elbenschlächter
Sergej Lukianenko: Trix Solier

M (5)
Christoph Marzi: Lyra
Seanan McGuire: October Daye – Winterfluch
Richelle Mead: Dark Swan – Sturmtochter
Kai Meyer: Hex
Boris Meyn: Die Schattenflotte

N (3)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter
Elle Newmark: Der Granatapfeldieb

P (6)
Jackson Pearce: Drei Wünsche hast du frei
Bernd Perplies: Magierdämmerung 1 – Für die Krone
Renata Petry: Hilgensee
Tamora Pierce: Young Warriors – Stories of Strength
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)

Q (0)
–

R (14)
Irene Radford: Der letzte Kriegsmagier (Die Historie des Drachen-Nimbus 2)
Irene Radford: Der abtrünnige Drache (Die Historie des Drachen-Nimbus 3)
Jennifer Rardin: Man lebt nur ewig
Sarah Rayner: Das Licht des frühen Tages
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
John Maddox Roberts: Die Feinde des Imperators – Ein Krimi aus dem Alten Rom
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Brian Ruckley: Winterwende (Die Welt aus Blut und Eis 1)
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre

S (11)
Régis de Sá Moreira: Das geheime Leben der Bücher
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Emma Smith: Der Ruf der Ferne
Ernst Soler: Staub im Paradies
Veronica Stallwood: Böses Spiel in Oxford
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (11)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Heather Terrell: Die Chronik der Nephilim – Auf den Schwingen der Nacht
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 2 – Der Palast des Poseidon
Rob Thurman: Nachtgeister
P.J. Tracy: Der Köder
P.J. Tracy: Mortifer
Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage
Aino Trosell: Eine grenzenlose Liebe
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

W (4)
Winifred Watson: Miss Pettigrews großer Tag
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Gabriele Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Gabriella Wollenhaupt: Grappa und die keusche Braut

X (1)
Xinran: Gerettete Worte

Y (0)
–

116 Titel
(fett markierte Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind neu hinzugekommen)

Ende Oktober: Halloween und ein gruseliges Lesevorhaben

Halloween ist für mich immer ein zwiespältiges Ding. Auf der einen Seite finde ich es nett, auf der anderen Seite habe ich immer das Gefühl, dass es nicht in unseren Kulturkreis passt … Trotzdem haben wir ein paar Süßigkeiten gekauft, für den Fall, dass bei uns geklingt werden sollte. Was natürlich nicht passierte (ebensowenig wie letztes Jahr), obwohl wir so einige kostümierte Kinder in der Straße gesehen haben.

Nun, die Sachen werden sich auch noch zwei Wochen lang halten, falls dann Kinder klingeln sollten. Auch das ist im letzten Jahr hier nicht passiert, aber ich bin nun mal in einer Gegend aufgewachsen, in der das Martinssingen bis zum Teenageralter durchgezogen wurde und deshalb habe ich am 11.11. auch Süßigkeiten im Haus!

Tja, und wenn sich keine Kinder für diese Kalorienvorräte finden, dann muss sich wohl mein Mann erbarmen – und mir darf er auch was abgeben. 😉

An mir geht Halloween sonst immer vorbei, wenn ich mal davon absehe, dass sogar mir die Häufung schlechter amerikanischer Teenie- und Gruselfilme zu dem Thema im Fernsehen auffallen. Aber dieses Jahr gab es ein wirklich niedliches Spiel („Costume Quest“) zum Download für die PS3 – und so habe ich den Tag damit verbracht, Teile für Kostüme zu sammeln, gegen Monster zu kämpfen und natürlich Süßigkeiten zu sammeln. Sehr entspannend! 😀

Tja, und irgendwann im Laufe des Abends fiel mir dann auf, dass ich in nur noch zwei Monaten doch eine ganze Menge lesen möchte. Im Wohnzimmer gibt es an allen Ecken und Enden mehr oder weniger kleine Stapel mit Büchern, die ich in den nächsten Wochen lesen will oder muss.

Da gibt es einen Stapel mit Bibliotheksbüchern (die innerhalb der nächsten zwanzig Tage abgegeben werden müssen), zwei Stapel mit Büchern, die ich für laufende Challenges noch lesen will, einen Stapel mit Büchern, die ich ganz unbedingt bald gelesen haben will, weil ich mich schon lange darauf freue, den Stapel mit Romanen, die ich letztes Jahre zu Geburtstag und Weihnachten geschenkt bekommen habe (und die ich vor den nächsten Geburtstags- und Weihnachtsbuchgeschenken gelesen haben sollte) und dann hatte ich mir ja auch mal vorgenommen in diesem Jahr mal alle aktuellen Neuzugänge zu lesen, bevor die ersten 2011-Titel bei mir einziehen …

Wenn ich jetzt mal ignoriere, dass da noch ein paar Titel in der Bibliothek vorgemerkt sind und ich bestimmt bis zum 31. Dezember noch den einen oder anderen Neuzugang verzeichnen darf, dann muss ich, um mein Vorhaben durchzuführen, nur noch 74 Bücher lesen.

Das macht 1,2 Bücher pro Tag, was eigentlich machbar wäre … Eigentlich, denn dann gibt es ja doch immer mal wieder Tage, an denen nicht einmal ich lesen mag oder an denen ich lieber mal ein Hörbuch höre oder keine Zeit zum Lesen abknapsen kann oder an denen ich meine Nase lieber in einen Comic oder Manga stecke.

Nun, mal sehen, was ich nach diesen zwei Monaten von der vorgenommenen Menge geschafft habe. 😉

Dies und Das (8): Garten- und Shandyfotos

Garten

In den letzten Wochen war ich fast jeden Tag brav im Garten und habe versucht vor dem Winter noch das grauselige Unkraut in den Griff zu bekommen – außerdem warten da immer noch ganz viele Blumenzwiebeln darauf, in die Erde gesetzt zu werden. Spätestens Sonntag will ich damit fertig sein! Bei all der Arbeit gab es auch noch ein paar schöne Dinge im Garten zu entdecken – alles habe ich im Laufe des Jahres also noch nicht eingehen lassen. 😉 Leider sind die Fotos etwas unscharf, ich habe mit sehr kalten Fingern fotografiert und dabei auch noch mit den Kameraeinstellungen experimentiert …

Hier ein Blick ins Unkraut – das soll bis Sonntagmittag noch verschwinden. Mal gucken, ob ich in all dem Grün auch noch nützliche Pflanzen finde. Manche mussten inzwischen schon weichen, weil das die einzige Möglichkeit war, um das Unkraut mit Wurzeln auszuziehen.

Shandy

Von dem Besuch, der Anfang Oktober da war, haben unsere Katzen auch einen lila Kong mitgebracht bekommen. Shandy spielt in letzter Zeit besonders gern damit:

Sonstiges

Nachdem ich in der Rezension zu „Der Monstrumologe“ auch H.P. Lovecraft erwähnt hatte, fand ich es lustig, dass heute bei uns ein Päckchen für meinen Mann eintraf mit folgendem Absender:

Rick Yancey: Der Monstrumologe

Ich warne euch lieber gleich vor, denn diese Rezension könnte etwas unstrukturiert (und lang) werden. Es ist schon ein paar Tage her, dass ich das Buch gelesen habe, und trotzdem bin ich mir noch immer nicht so ganz sicher, was ich von „Der Monstrumologe“ wirklich halte. Normalerweise lasse ich dann einfach die Geschichte etwas sacken, während ich gar nicht oder ein anderes Genre lese, aber hier funktioniert das nicht so ganz. Also bekommt ihr jetzt einfach so meine Meinung, etwas ungeordnet, vielleicht auch etwas widersprüchlich, aber wer weiß, vielleicht hilft es euch, um ein Bild von diesem Buch zu bekommen.

Als ich den Roman im Lübbe-Programm sah, war ich fasziniert – wusste aber nicht so recht, was für eine Geschichte mich da erwarten würde. Die Hauptfigur ist Will Henry, ein Junge, der seit dem Tod seiner Eltern für den seltsamen Dr. Warthrop arbeitet. Der Doktor ist Monstrumologe und beschäftigt sich mit der Erforschung und Vernichtung von Monstern – was für Will Henry dazu führt, dass er trotz seiner gerade mal zwölf Jahre schon allerlei grauenhafte Dinge in seinem Leben gesehen hat. Ganz ehrlich, wenn ich in seinem Alter solch ein Leben geführt hätte, dann hätte ich nicht nur Angst davor, in das Keller-Labor meines Arbeitgebers zu gehen, sondern auch davor, überhaupt in der Nacht die Augen zuzumachen!

Als erstes ist mir bei dem Buch das Cover ins Auge gefallen – ich mag diesen Linolschnitt-Eindruck und der setzt sich auch bei den Illustrationen im Inneren des Buches fort. Sehr dunkle Bilder, die monströse Dinge zeigen, wie es sich für eine solch gruselige Geschichte gehört. Und obwohl das Alter von Will Henry und die liebevolle Aufmachung den Gedanken an ein Jugendbuch nahelegen (ein Blick auf die Amazon-Rezensionen zeigte mir, dass ich nicht allein mit der Vermutung war), würde ich sagen, dass die dort zu findende Altersempfehlung „ab 14 Jahren“ meiner Meinung nach deutlich zu tief gegriffen ist.

Auch wenn der durchschnittliche Teenager wohl etwas härter im Nehmen ist, als ich es in dem Alter war, so gibt es zu viele Szenen in der Geschichte, in denen Blut und Eingeweide spritzen, in denen Menschen mehr oder wenig kaltblütig ermordet werden, und Momente, in denen so ekelige Sachen beschrieben werden, dass ich das Buch für einen Augenblick aus der Hand legen musste. Dabei hatte ich nicht das Gefühl, dass Rick Yancey diese Dinge beschreibt, um ekelhaft zu sein, sondern deshalb, weil es eben genau so zu dieser Geschichte gehört – und das ist schon wieder ein Kompliment für den Autor, da ich doch nur zu gern unterstelle, dass jemand hofft, dass sich sein Buch über den Ekelfaktor verkauft, wenn die Handlung und die Charaktere schon nicht so gelungen sind.

Dabei zieht sich das erste Drittel der Geschichte schon etwas hin – ich habe für diesen Teil fünf Tage gebraucht, weil ich einfach nicht richtig reingekommen bin. Dabei ist die Grundsituation schon spannend: Ein Leichenräuber kommt eines Nachts zum Haus von Dr. Warthrop, weil er eine unheimliche Entdeckung gemacht hat. Er bringt dem Wissenschaftler eine Mädchenleiche, in die sich ein grauenhaftes Monster verbissen hat. Schnell steht für Dr. Warthrop fest, dass eine ganze Population dieser Viecher in der kleinen Stadt in Neuengland heimisch sein muss – und dass er zusammen mit Will Henry diese Monster beseitigen muss, bevor sie die Bevölkerung von New Jerusalem ausrotten. Neben der Suche nach dem Nest dieser Wesen beschäftigen sich der Wissenschaftler und sein Assistent mit der Frage, wie diese Antropophagen überhaupt nach Neuengland kommen konnten …

Mein Problem bei diesem Anfang war weniger die altmodische Sprache, an die hatte ich mich schnell gewöhnt – und dafür, dass die Geschichte 1888 spielen soll, ist die Ausdrucksweise des Autors leicht und flüssig zu lesen. Ich hatte ein Problem mit den Figuren, immer wieder fragte ich mich, warum Will Henry überhaupt nach dem Tod seiner Eltern zu Dr. Warthrop gezogen war, obwohl es andere Alternativen gegeben hätte. Ich fragte mich, warum der Wissenschaftler sich mit einem Kind als Assistenten abgibt, wenn dieser Junge doch vom Alter und den körperlichen Möglichkeiten her eigentlich denkbar ungeeignet für seine Aufgabe ist. Ich habe einfach keinen Zugang zu den beiden gefunden und dann wurde das Rätsel um die Antropophagen auch noch von detaillierten Beschreibungen der gefundenen Leichen überschattet. Okay, zum Teil ist das wirklich mein ganz persönliches Problem, weil ich neue Bücher gern beim Frühstück anfange – und da liest es sich etwas schlecht von blutigen Untersuchungen, Mädchenleichen und monströsen Fortpflanzungsdetails. 😉

Nach dem ersten Drittel zog die Geschichte dann an. Dr. Warthrop und Will Henry waren mir inzwischen vertraut und ich bekam eine Ahnung davon, was die beiden miteinander verband und wie sehr sie eigentlich aufeinander angewiesen waren. Außerdem gab es am Ende des ersten Drittels detaillierte Informationen über die Herkunft der Antropophagen und die Jagdvorbereitungen nahmen konkrete Züge an. Ab diesem Punkt hat mich das Buch wirklich gefesselt, es gab zwar immer noch genügend eklige Stellen, aber die Handlung wurde so spannend, dass ich darüber hinwegsehen konnte. Es waren einfach nur Dinge, die im Laufe der Geschichte passierten – und wenn das bedeutete, dass Will Henry knietief durch alte Leichen waten musste, dann war das eben so und wurde von mir einfach nur registriert, weil ich wissen wollte, was den Jungen am Ende seines Weges erwartet.

Mir fällt es sehr schwer, ein Urteil über dieses Buch zu fällen. Ich lese normalerweise keine üblichen Horrorromane, dafür mag ich aber gruselige Geschichten. Immer mal wieder war ich versucht „Der Monstrumologe“ mit H.P. Lovecraft (den ich übrigens wirklich gern lese) zu vergleichen, aber das trifft es auch nicht – abgesehen vielleicht von der Verbindung zu Neuengland und Will Henrys Perspektive, die mich an einige Lovecraftsche Erzähler erinnerte. Mich hat Rick Yancey letztendlich nicht mit den gruseligen Szenen oder der Jagd auf die Antropophagen gepackt – obwohl ich das vor allem am Ende auch spannend fand -, sondern mit der vielschichtigen Beziehung zwischen Dr. Warthrop und Will Henry.

Das bringt mich aber zu der Frage, für wen dieses Buch überhaupt geeignet ist. Wer auf hintergrundlose Splatterszenen steht oder keine Lust hat, sich in die etwas geschraubte Ausdrucksweise einzulesen, der wird mit „Der Monstrumologe“ auf keinen Fall glücklich. Wer keine Geduld hat, um die ersten 120 Seiten einfach durchzustehen, bevor die Handlung richtig Fahrt aufnimmt, der sollte wohl auch die Finger davon lassen … Wer hingegen Lust auf eine Geschichte hat, in der Horrorelemente mit einer leicht altmodischen Ausdrucksweise und einer komplexen Beziehung zwischen dem Wissenschaftler und seinem Assistenten gemischt wurden, und die sich angenehmerweise von dem Gros an Veröffentlichungen unterscheidet, der sollte gucken, dass er den Roman in einer Buchhandlung in die Finger bekommt und unbedingt einmal reinlesen!

Katzenjammer …

… gibt es heute Nachmittag zum Glück nicht! 🙂

Heute morgen um acht war ich mit Logan beim Tierarzt und habe ihm die Pfote gehalten, bis die Narkose endlich wirkte. Unser Plüschkerl hat sich ganz schön gegen das Einschlafen gewehrt, dabei herrschte dort wirklich eine entspannte Atmosphäre. Doch Logan wollte lieber durch den Behandlungsraum laufen, ein Versteck suchen oder auf den Arm genommen werden.

Zwei Stunden, nachdem ich ihn dort verlassen habe, kam dann schon (ach, wem mache ich was vor, ich habe in der Zeit fast minütlich auf die Uhr geguckt) der Anruf. Unser Kater hatte die OP gut überstanden, allerdings mussten ihm sieben Zähne gezogen werden! Nun, ich hatte dem Tierarzt ja gesagt, er solle lieber großzügiger sein, als dass ich Logan so etwas noch einmal antun muss.

Um 16 Uhr konnte ich ihn dann wieder abholen, habe noch Instruktionen für die nächsten Tage bekommen und die gute Nachricht, dass er nicht einmal zur Nachuntersuchung muss, wenn bis Freitag alles gut verheilt. Wenn ich Freitagabend noch eine Rötung an dem operierten Stellen feststelle, dann soll ich am Samstag wiederkommen – ansonsten wäre jetzt eigentlich alles in Ordnung! Mit dem Kater im Transportkorb, einer Rechnung (*seufz*), einem Medikamenteninstruktionszettel, Medikamenten, einer Notfallnummer für die nächsten 24 Stunden und Bonbons für mich (zum ersten Mal bekam ich beim Tierarzt „Nervennahrung“ zugesteckt *g*) ging es wieder nach Hause.

Logan ist noch sehr wackelig auf den Beinen – vor allem die Hinterbeine gehorchen ihm noch nicht, was ihn wirken lässt wie ein plüschiges Fohlen -, aber ansonsten sieht er ganz gut aus. Bei der OP hat er wohl eine Menge Blut geschluckt, denn das hat er mir gerade in den Flur gespuckt (davor war ich auch schon beim TA gewarnt worden) und jetzt hat er sich erst einmal unter dem Kratzbaum versteckt, wo er sich eigentlich immer recht sicher fühlt.

Die anderen Katzen sind natürlich irritiert von dem Wackelkater, aber sie lassen ihn in Ruhe und rennen eher bei seinen unbeholfenen Bewegungen davon, statt seine Situation auszunutzen.

Und zum Beweis, dass es ihm – angesichts der Umstände – gut geht, war ich noch so gemein und habe ihn gerade fotografiert:

Wenn es ihm im Laufe des Abends besser geht, gucke ich mal, ob er auf dem Sofa etwas kuscheln will, ansonsten darf er sich einfach verstecken, bis er sich wieder gut fühlt. Fressen darf er heute Abend auch schon, aber ich bezweifel, dass er auf das Angebot eingehen wird. Na, mal sehen, wie es in ein paar Stunden so mit ihm ist!

Sollte mit Logan am Ende der Woche alles wieder gut sein, dann mache ich für Baltimore einen Tierarzt-Termin aus. Ich finde es immer noch erschreckend, wie mies Logans Zähne waren, obwohl die alte Tierärztin meinte, dass eine Behandlung nicht nötig sei. Also geh ich jetzt mit den beiden Brüdern lieber sicher!

Der neue Tierarzt macht einen angenehmen Eindruck, sehr ruhig und geduldig. Sanft, aber bestimmt mit dem Kater – und ich finde es schön, wieviel Zeit man sich in der Praxis selbst bei einer „kleinen“ Untersuchung nimmt. Samstag durfte Logan in Ruhe den Raum erkunden, seine Mitarbeiterin hat in der Zwischenzeit soviel Daten wie möglich über Logan aufgenommen und als ich heute fragte, ob ich die Heilung bei Logan mit Traumeel unterstützen könnte, schien er erfreut zu sein, dass ich von mir aus auf den Gedanken mit der Homöopathie gekommen bin … Mal gucken, ob die kommenden Jahren diesen positiven ersten Eindruck bestätigen werden. 😀

BuchSaiten-Spezial-Paket

Katrin von den ersten Blog-Geburtstag gefeiert und zu diesem Anlass vier BuchSaiten-Spezial-Pakete verschenkt. Zu den glücklichen Gewinnern gehörte auch ich und so kam wenige Tagen später ein liebevoll gefülltes Päckchen bei mir an. Nun hätte ich einfach den Inhalt fotografieren und mit ein paar netten Dankesworten hier zeigen können, aber ich dachte mir, dass es für Katrin vielleicht nett wäre, wenn sie die so liebevoll ausgesuchten Dinge auch in Benutzung sehen könnte (und mir hat es Spaß gemacht die schönen Momente damit zu fotografieren!). So habe ich die letzten Tage (und das sogar schon zum zweiten Mal :D) zum Frühstück das ganz besondere BuchSaiten-Müsli genießen dürfen.

Dieses wirklich leckere Müsli esse sogar ich mit Joghurt – und ich liebe es, wenn ich dabei auf eine der Mandeln beiße!

All die anderen schönen Dinge mussten aber erst einmal noch etwas warten, bis ich sie nutzen konnte, denn ich hatte viel zu viel um die Ohren, um sie in Ruhe zu genießen. Nur den Brause-Lutscher mit Himbeer-Geschmack habe ich mir als Belohnung und Energiespender nach einigen Stunden Fleißarbeit am PC gegönnt.

Und auch hier kann ich nur sagen: Lecker! Außerdem kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern, wann ich vorher das letzte Mal einen Brause-Lutscher gegessen habe. Ich fürchte, das ist schon lange her …*g*

Nachdem es in den letzten Tagen ja doch etwas kälter geworden ist, kam mir nach einer anstrengenden Runde Gartenarbeit der duftige Badezusatz gerade recht. Ich gebe zu, dass ich seit den ersten Wochen in dieser Wohnung (als wir noch keinen Duschvorhang hatten) nicht mehr gebadet habe. Aber es war toll zu sehen, wie sich das Badewasser von einem Moment auf den anderen pink färbte und der Duft war auch wundervoll!

Nach dem Bad fühlte ich mich nur sauber, sondern wunderbar warm und entspannt und die schmerzenden Muskeln meckerten auch nicht mehr so laut.

Wer mich näher kennt weiß, dass ich ein Hot-Chocolate-Junkie bin – umso neugieriger war ich auf eine weitere Überraschung von Katrin: Den HotChocSpoon Dark!

Dieser Schokoblock wird in Milch aufgelöst und ich war sehr neugierig darauf, wie das Ergebnis wohl schmecken würde.

Während ich auf das Warmwerden der Milch wartete, habe ich noch etwas fotografiert – und musste nach diesem Foto ganz schnell den Apparat von mir werfen und die Milch vor dem Überkochen bewahren – typisch für mich!

Mit der heißen Schokolade und ein paar Blätterteigbrezeln ging es dann auf das Sofa, um zu lesen! Perfekter Genuss! 🙂

Apropo Lesen … ein BuchSaiten-Paket hatte natürlich auch das passende Geschenk für eine Leseratte dabei und so werde ich nun regelmäßig beim Lesen liebevoll beobachtet:

Ganz ehrlich, bei dem Buch ist es gar nicht so schlecht, dass ich beim Lesen nicht allein bin. 😉

Außerdem gab es noch ein Fortuna-Glückslicht, welches ich nicht einfach so abbrennen wollte. Doch auch mehrere Runden zwischen Umzugskartons, haben leider nicht dazu geführt, dass ich meinen wunderschönen Teelichthalter (nicht katzensicher, aber so schön) oder gar meine kleine Lieblingslaterne (katzensicher und schön) wiederfinden konnte. Also dachte ich mir, dass ich das Glücklicht zumindest mit etwas Glückstee kombinieren sollte.

Und für diejenigen, die neugierig darauf sind, was für eine Botschaft das Teelicht für mich bereithielt:

Damit habe ich fast all die tollten Sachen aus dem Päckchen genutzt und wirklich viel Freude damit gehabt. Und ich werde mich auch im nächsten Jahr jeden Monat von neuem an die schönen Momente mit den BuchSaiten-Überraschungen erinneren, wenn ich auf den Lesezeichen-Kalender zurückgreife. Natürlich habe ich absolut keine Ahnung, warum gerade ich einen mit Katzen bekommen habe … 😉

Liebe Katrin, ganz vielen Dank für die netten Worte, die liebevoll ausgesuchten Überraschungen und die schönen Momente, die du mir damit bereitet hast! Dabei ist es doch schon immer eine Freude, wenn ich wieder einen neuen Blogbeitrag von dir in meinem Feed-Reader entdecke. 🙂

Agnès Desarthe: Mein hungriges Herz

Wieder ein Buch, bei dem der Klappentext in mir andere Erwartungen geweckt hatte als letztendlich erfüllt wurden.

Der Verlagstext lautet:

Seit Myriam von ihrer Familie verstoßen wurde, sucht sie nach einem neuen Sinn in ihrem Leben. Nach Jahren zielloser Wanderschaft eröffnet sie in Paris ein kleines Lokal namens Chez moi. Das ungewöhnliche Restaurant wird schnell zum Lieblingstreffpunkt des Viertels, und Myriam findet in ihren Nachbarn und Gästen eine neue Familie. Doch kann man die Vergangenheit einfach so hinter sich lassen?

Den Anfang von „Mein hungriges Herz“ fand ich noch sehr reizvoll. Agnès Desarthe zeigt hier eine recht entschlossene Myriam, die einen Haufen Dokumente fälscht und Geschichten erzählt, um sich den Traum vom eigenen Restaurant erfüllen zu können. Mir hat es gefallen, wie sich die Frau provisorisch in ihrem Café „Chez moi“ eingerichtet hat, wie sie auf einer gepolsterten Bank schläft und sich in ihrem Spülbecken ein Bad gönnt, weil sie sich eine Wohnung neben dem Restaurant nicht leisten kann. In diesen Aktionen steckt so ein Wille zum Überleben, so ein Bedürfnis sich diesen einen Traum zu erfüllen, das fand ich schön!

Doch als das Café so langsam anläuft, wird die Geschichte für mich immer seltsamer. Myriam philosophiert über die verschiedenen Gäste, über ihre Geschäftsnachbarn und über ihre eigene Stellung in der Welt – und mit diesen Passagen hat es mir die Autorin sehr schwer gemacht bei der Stange zu bleiben. Für mich waren die Gedanken von Myriam oft nicht nachvollziehbar, zu abgehoben, zu pathetisch, zu … fremd. Und zwar auf eine Art und Weise, die ich nicht interessant, sondern ermüdend fand. Wieder einmal war es hier eine Nebenfigur, die dafür sorgte, dass ich weitergelesen habe.

Denn obwohl Myriams Restaurant gut besucht ist und die Leute ihr Essen und ihre Ideen lieben, bekommt sie ihre Finanzen und all die anderen Dinge, die zu beachten sind, nicht in den Griff. Was auch daran liegt, dass sie zum Beispiel zwei Studentinnen, die sie ins Herz geschlossen hat, die teuersten Gerichte vorsetzt, ohne dass die beiden angemessen dafür bezahlen müssen. Immerhin sind es auch diese beiden Mädchen, die ihr empfehlen Ben als Kellner anzustellen. Ihr Argument ist es, dass sich Myriam so mehr auf das Kochen konzentrieren kann, während sich Ben um die Gäste kümmern wird. Aber der junge Mann bedient nicht nur die hungrigen Besucher des „Chez moi“, sondern sortiert unauffällig auch Myriams Leben neu. Er sorgt dafür, dass dringende Rechnungen bezahlt werden, dass sich die Köchin nach dem richtigen Lieferanten umschaut und dass sich Myriam wieder mehr auf sich konzentrieren kann.

Denn Myriam wirkt – je erfolgreicher das Restaurant ist – immer verlorener. Als Leser weiß man zwar, dass es zu einem Bruch mit ihrer Familie kam, aber erst so nach und nach erfährt man, was wirklich passiert ist. Auch hier hatte ich das Gefühl, dass mir die Autorin nicht so ganz erklären kann, warum dieser eine Vorfall zu einer solchen Zerstörung von Myriams Persönlichkeit geführt hat. Einzig die Andeutungen, dass sie sich noch nie wie andere gefühlt hat und dass sie auch damals ihren Mann vor allem geheiratet hat, um ein beständiges und „normales“ Leben zu führen, hat mich etwas mit dieser Grundsituation versöhnt.

„Mein hungriges Herz“ gehört wieder einmal zu den Büchern, bei denen ich die Idee, die Figuren und die Sprach zwar würdigen kann, aber bei denen ich das Fazit ziehen muss: Für mich ist das nichts! Und das obwohl ich mich am Ende in die Geschichte eingefunden hatte und mich über den Schluss freuen konnte. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass Agnès Desarthe oder daran, dass ich eben auch mit einer bestimmten Form von „Frauenroman“ nichts anfangen kann, aber so ist es eben. Das wird mich allerdings nicht daran hindern, immer wieder zu solchen Büchern zu greifen, in der Hoffnung darin eine berührende und ungewöhnliche Geschichte zu entdecken.