Alle Artikel von Konstanze

Elena Favilli und Francesca Cavallo: Good Night Stories for Rebel Girls – 100 außergewöhnliche Frauen

Um „Good Night Stories for Rebel Girls“ von Elena Favilli und Francesca Cavallo bin ich lange Zeit herumgeschlichen, weil ich befürchtete, dass ich nicht in die allgemeinen Lobpreisungen einstimmen können würde. Das Buch stellt 100 außergewöhnliche Frauen vor, wobei jeder einzelnen Person eine Doppelseite gewidmet ist. Diese Doppelseiten bestehen aus einer Dreiviertelseite mit Text (inklusive eines „Zitats“ oder einer hervorgehobenen Passage aus dem Text) und einer Illustration, die die betreffende Frau zeigen soll. Dabei wurden sehr viele unterschiedliche Künstlerinnen für diese Darstellungen engagiert, so dass der Betrachter in den Genuß sehr vieler unterschiedlicher – von abstrakten bis fotorealistischen – Stilrichtungen kommt. Nicht jedes dieser Porträts hat mir gefallen, aber ich mochte die Vielfalt, die man so als Leserin geboten bekam.

Ebenso groß ist auch die Bandbreite bei der Auswahl der vorgestellten Frauen, die aus den unterschiedlichsten Gebieten, Ländern und Zeiten stammten. So finden sich in „Good Night Stories for Rebel Girls“ Wissenschaftlerinnen, Aktivistinnen, Kriegerinnen, Künstlerinnen, Politikerinnen oder Sportlerinnen aus allen Teilen der Erde, ebenso wie historische oder gar legendäre Figuren, wobei es über letztere so gut wie keine Fakten zu erzählen gibt, sondern nur der Mythos beschrieben wird, der sich um diese Person rankt. Insgesamt überwiegt verständlicherweise die Zahl der Frauen, die in den letzten 150 Jahren lebten. Bei manchen Einträgen habe ich mich gefragt, ob die dargestellte Frau wirklich eine „Vorbildfunktion“ einnehmen kann, aber das hängt vermutlich davon ab, wie man ein Vorbild definiert, und wenn es nur darum geht, dass die jeweilige Person etwas Ungewöhnliches oder Wichtiges erreicht hat oder als eine der ersten Frauen eine bestimmte Position eingenommen hat, dann kann man wohl alle vorgestellten Personen dieser Kategorie zuordnen.

Mein größtes Problem mit dem Buch war die Frage, für welche Zielgruppe es eigentlich gedacht ist. Für erwachsene Leserinnen fand ich die Einträge oft zu unbefriedigend – gerade bei den Frauen, über die ich schon einiges wusste, war ich oft frustriert, weil aus meiner Sicht wichtige Elemente ausgelassen wurden. Welche Dinge wurden also bei Texten zu den Frauen ausgelassen, die ich vor dem Lesen des Buches noch nicht kannte? Außerdem fand ich die Texte unausgewogen, denn auf der einen Seite haben sich die Autorinnen um eine einfache Sprache bemüht, auf der anderen Seite Vokabular verwendet, das man einer jungen Leserin erst einmal ausführlich erklären müsste. Ich verstehe, dass es gerade bei den verschiedenen wissenschaftlichen Fachgebieten eine Herausforderung ist, eine vereinfachte Beschreibung dafür zu finden, aber bei anderen Passagen hatten die Autorinnen anscheinend keine Hemmungen, etwas wegzulassen oder um den betreffenden Punkt drumherum zu schreiben, um eine Information leicht verständlich darzustellen.

Trotz all meiner Kritikpunkte fand ich „Good Night Stories for Rebel Girls“ unterhaltsam zu lesen und wie immer, wenn ich über solch eine Ansammlung von Kurzporträts stolpere, hatte ich ständig das Bedürfnis, nach weiteren Details zu den verschiedensten Frauen zu suchen. Es empfiehlt sich also, neben dem Buch auch gleich einen Onlinezugang bei der Hand zu haben, damit die Liste der nachzuschlagenden Frauen nicht während des Lesens zu lang wird. Nur schade, dass es keine Literaturempfehlungen am Ende des Buches gab, auch wenn das für meinen Geldbeutel vermutlich ganz gut ist. Wer Inspirationen für weitere Recherchen über außergewöhnliche Frauen sucht, ist mit diesem Buch ebenso gut bedient, wie jemand, der eine abwechslungsreiche und interessante Lektüre für eine kurze Pause „zwischendurch“ sucht.

K. O’Neill: Princess Princess Ever After (Comic)

„Princess Princess Ever After“ von K. O’Neill ist ein zuckersüßer Comic über zwei Prinzessinnen, die sich gegenseitig „retten“, und mein größter Kritikpunkt an der Geschichte ist, dass sie mit gut fünfzig Seiten einfach viel zu kurz ist. 😉 Entstanden ist „Princess Princess Ever After“ aus einem Online-Comic und ich vermute, dass das der Grund ist, warum die einzelnen Episoden, die die beiden Prinzessinnen erleben, relativ kurz sind. Diese Kürze ändert aber nichts daran, dass K. O’Neill eine süße und amüsante Geschichte über zwei junge Frauen erzählt, die auf ihre ganz eigene Weise einen Weg in der Welt finden müssen und sich gegenseitig dabei unterstützen.

Zu Beginn des Comics lebte Sadie – wie es sich für eine Prinzessin in Nöten gehört – eingesperrt in einen Turm, wo sie von einem (ziemlich süßen) Drachen bewacht wird. Die blonde Prinzessin scheint anfangs nicht allzu entzückt davon zu sein, dass schon wieder jemand gekommen ist, um sie zu retten. Doch dem Enthusiasmus von Prinzessin Amira und ihrem Plätzchen-liebenden Einhorn kann auch Sadie nicht widerstehen, und so machen sich die beiden jungen Frauen wenig später gemeinsam auf den Weg, um Amiras Mission fortzuführen und Personen zu finden, die Hilfe benötigen könnten. Auf ihrer Reise stolpern die beiden über einen Oger, der ein Dorf zerstört, einen Prinzen in Schwierigkeiten und eine böse Zaubererin und werden in der Regel auf ganz eigene Art mit all diesen Herausforderungen fertig.

Ich fand es lustig zu verfolgen, wie Amira, die wild entschlossen ist zu beweisen, dass eine Prinzessin ebenso gut (wenn nicht besser) wie ein Prinz heroische Taten vollbringen kann, auf traditionelle Weise an ein Problem heranging. Sadie hingegen ist nicht nur sehr freundlich, sondern denkt auch außerhalb der gewohnten Bahnen und zeigt Amira so immer wieder, dass es mehrere Möglichkeiten gibt, um auf eine Herausforderung zu reagieren. Auf der anderen Seite hat Sadie keine besonders hohe Meinung von sich selbst, während Amira keinerlei Fehler an Sadie finden kann (wenn man von ihrer fehlenden Musikalität absieht). Auch Prinz Vladric findet durch die Bekanntschaft mit den beiden Prinzessinnen den Mut, sein Leben so zu führen, wie er es möchte, statt den Erwartungen der Gesellschaft (und seines Vaters) nachzugeben.

Im Laufe des Comics erfährt man auch ein wenig über die Gründe, die dazu geführt haben, dass Sadie so wenig Selbstvertrauen hat und dass Amira so wild entschlossen ist, ihren Weg in der Welt zu finden, ohne dass ein Prinz sie beschützt. Da ich diese beiden Charaktere so toll finde, ist es umso bedauerlicher, dass Prinz Vladric die ganze Zeit von Amira nur „Butthead“ genannt wird. Amira ist eindeutig der bessere „Prinz“ von den beiden, aber das ist für mich keine ausreichende Entschuldigung, um jemanden zu verspotten, der den gesellschaftlichen Erwartungen genauso wenig entspricht wie sie selber. Von diesem Punkt abgesehen beweist K. O’Neill bei den verschiedensten Themen ein wunderbares Fingerspitzengefühl, zum Beispiel wenn es um die Beziehung zwischen Sadie und Amira geht, um die Erwartungen der Gesellschaft an Prinzessinnen und Prinzen oder um die systematische Untergrabung von Sadies Selbstbewusstsein durch ein Familienmitglied.

Auch die Zeichnungen (inklusive Kolorierung) haben mir gut gefallen. K. O’Neills Stil ist einfach, aber ausdrucksstark, und die Atmosphäre der verschiedenen Szenen wird durch die – mal heitere, mal düstere – Farbgebung sehr schön betont. Ich mochte auch den Humor in der Geschichte und die unerwarteten Wendungen, die die Handlung immer wieder nahm. Am Ende finde ich es einerseits schade, dass es so lange gedauert hat, bis ich den Comic endlich gelesen habe, und freue mich anderseits darüber, dass es schon ein paar weitere Veröffentlichungen von K. O’Neill auf den Markt gibt, die natürlich prompt auf den Wunschzettel gewandert sind. Ich denke, als nächstes werde ich mir „The Tea Dragon Society“ gönnen – und sei es nur, weil ich den Titel so nett finde.

Camilla Läckberg: Die Eishexe

„Die Eishexe“ von Camilla Läckberg war eine spontane Ausleihe in der Bibliothek, und erst nachdem ich den Kriminalroman schon angefangen hatte, habe ich festgestellt, dass es schon der zehnte Teil rund um die Schriftstellerin Erika Falck und ihren Mann Hauptkommissar Patrik Hedström ist. Ich glaube, dass das dann auch der Hauptgrund dafür war, dass ich mich die ganzen 750 Seiten lang fragte, ob ich das Buch lieber abbrechen sollte oder nicht. Denn einerseits fühlte ich mich vollkommen erschlagen davon, dass ich allein auf den ersten zwölf Seiten schon über sechzehn Personen „kennengelernt“ habe und zum Großteil nicht zuordnen konnte (vermutlich weil mir das Vorwissen aus den ersten neun Bänden fehlte), andererseits schreibt Camilla Läckberg gut genug, dass ich schon wissen wollte, was hinter den beiden Kriminalfällen, die im Roman vorkamen, steckte.

Der aktuelle Fall dreht sich um das Verschwinden der vierjährigen Linnea Berg, die einen Tag, nachdem eine große Suchaktion nach dem Kind startete, ermordet im Wald gefunden wurde. Die Tat an sich ist schon schrecklich genug, doch die Tatsache, dass dieser Mord an ein Ereignis erinnert, das dreißig Jahre zuvor stattfand, macht den Fall besonders brisant. Damals hatten zwei dreizehnjährige Mädchen gestanden, dass sie die vierjährige Stella ermordet hatten. Besonders auffällig ist dabei, dass Stella vor dreißig Jahren auf dem gleichen Hof zuhause war wie Linnea heute, und dass die beiden Kinder an derselben Stelle ermordet aufgefunden wurden. Für den Leser bedeuten diese Parallelen, dass man die beiden Fälle bruchstückweise verfolgt. Der aktuelle Fall entwickelt sich langsam, während man die verschiedenen Beteiligten kennenlernt und die Ermittlungen Stück für Stück vorangehen. Der frühere Fall wird in kleinen Einschüben zwischen den aktuellen Ereignissen erzählt, so dass man auch da relativ gemächlich mehr über den Mord erfährt.

Diese zwei Fälle wären meiner Meinung nach schon genug Stoff für einen Kriminalroman, aber Camilla Läckberg hat noch eine weitere Geschichte in die Handlung eingeflochten, und so verfolgt man noch das Schicksal von Elin, die im Jahr 1671 zur Witwe wird und deshalb als Magd für ihre eher herzlose Schwester Britta auf dem Pfarrhof arbeiten muss. Dieser Handlungsstrang scheint erst einmal nichts mit den anderen beiden Ereignissen zu tun zu haben, auch wenn Elin ebenfalls eine junge Tochter hat. Mir persönlich wurde das Ganze etwas arg viel, vor allem, da die vielen Perspektivwechsel (nicht die Zeitwechsel!) ohne große Kennzeichnung vonstatten gingen, so dass ich mich vor allem am Anfang regelmäßig wunderte, wieso die Person, von der ich gerade las, jetzt in einem ganz anderen Umfeld und bei einem ganz anderen Thema war. Allerdings muss ich der Autorin zugutehalten, dass ihre Charakterisierungen recht prägnant sind, so dass ich trotz der Menge an Figuren in dem Roman immer relativ schnell wieder eine Vorstellung davon hatte, welcher Charakter nun in welchem Verhältnis zu den anderen stand und was die letzten Informationen waren, die ich zu dieser Person bekommen hatte.

Auch hat Camilla Läckberg es geschafft, in mir so viel Anteilnahme für die verschiedenen Charaktere zu wecken, dass mich diese bei der Stange gehalten haben, obwohl ich die Erzählweise mit den drei Handlungssträngen nicht mochte und auch sonst noch einige Kritikpunkte an „Die Eishexe“ gefunden habe. Mit all den vielen Figuren und ineinander verflochtenen Vorfällen hätte ich zum Beispiel auf die Einbindung eines Flüchtlingsheims inklusive Brandanschlägen und rassistischen Vorurteilen in die Geschichte gut verzichten können. Diese Elemente sind zwar leider sehr realistisch, sind aber in dem an sich schon überfrachteten Roman meinem Gefühl nach fehl am Platz gewesen. Auf der einen Seite hat die Autorin diesem Teil der Ermittlungen nicht genügend Raum zusprechen können, auf der anderen Seite haben diese Handlungselemente die überladende Geschichte noch unübersichtlicher gemacht.

Wenn ich dann überlege, dass ich trotz all dieser vielen verschiedenen Figuren und Fälle relativ früh schon wusste, in welche Richtung sich die verschiedenen Ermittlungen und Vorfälle auflösen würden, dann habe ich am Ende – trotz der gut geschriebenen Figuren – ein bisschen das Gefühl, ich hätte meine Zeit mit diesem Roman verschwendet. Aber ich denke auch, dass ich das Buch vielleicht anders beurteilen würde, wenn ich die Hauptfiguren, ihre Kollegen und Familienmitglieder schon neun Romane lang begleitet hätte. Dann würden mich all die vielen kleinen Szenen, die ich zwar als schön geschrieben, aber eher belanglos empfunden habe, vielleicht befriedigter zurücklassen, weil damit ein Handlungsstrang fortgesetzt würde, der schon vor einigen Büchern seinen Anfang genommen hat. Momentan weiß ich nicht so recht, ob ich noch einmal einen Kriminalroman von Camilla Läckberg lesen würde – wenn dem der Fall sein sollte, würde ich auf jeden Fall darauf achte, dass ich den ersten Band in die Finger bekomme und nicht so spät in eine Reihe einsteige.

Lese-Sonntag April 2019 (Ostersonntag)

Als erstes möchte ich euch einen schönen Ostersonntag wünschen! In den letzten Tagen habe ich mich etwas mit meinen Büchern eingegraben und das hat mir wirklich gut getan. Dass gerade Feiertage sind, spielt für mein Leben nur insofern eine Rolle, dass mein Mann nicht morgens zur Arbeit geht und wir deshalb nachmittags Zeit zum Brettspielen haben – was gut passt, denn mein Mann hat seit zwei Wochen ein neues Hellboy-Brettspiel, das er natürlich auch ausgiebig ausprobieren möchte. So wird der heutige Lese-Sonntag bei uns wie immer ablaufen. Ich starte langsam in den Tag, am frühen Nachmittag gibt es eine Brettspielrunde mit meinem Mann und ansonsten versuche ich viel Zeit mit Lesen zu verbringen. Ich bin gespannt, ob sich mir heute jemand anschließt oder ob ihr den Ostersonntag alle anderweitig verplant habt. 🙂

So ganz kann ich es übrigens immer noch nicht mit dem Parallellesen lassen, weshalb ich auch heute theoretisch mehrere Bücher zur Auswahl habe, um damit in den Tag zu starten. Allerdings sind die vor allem auf Englisch und mir ist gerade eher danach etwas auf Deutsch zu lesen, weshalb ich mit dem Gedanken spiele „Beklage deine Sünden“, den siebzehnten Kincaid-und-James-Krimi von Deborah Crombie, anzufangen. Das größte Problem bei dem Roman besteht darin, dass ich mich nicht mehr so gut an die Vorgänge im vorherigen Band erinnern kann und nach einem ersten Anlesen vor ein paar Tagen überhaupt nicht verstehe, wieso Kincaid sich so verhält, wie er es zu Beginn dieser Geschichte nun einmal tut. Jetzt muss ich mich also entscheiden, ob ich noch einen Blick in den vorhergehenden Band werfe oder ob ich einfach mit dieser Verwirrtheit leben, bis ich genug von der Handlung mitbkommen habe, um mich wieder zurecht zu finden.

Update 10:00 Uhr

Inzwischen habe ich wirklich den vorhergehenden Roman („Wer im Dunkeln bleibt“) rausgekramt und die letzten Kapitel noch einmal gelesen. Und nun glaube ich, dass ein Teil meiner Erinnerungsprobleme damit zusammenhängen, dass es im Hintergrund der Geschichte um Korruption innerhalb der Polizei geht. Das ist ein Thema, das ich in Kriminalromanen einfach nicht mehr sehen mag, außerdem führt es in dieser Reihe dazu, dass Duncan Kincaid seiner Frau Gemma James (die ebenfalls Polizistin ist) nicht mehr alles erzählen kann, obwohl ich es sonst immer so schön fand, dass die beiden immer offen miteinander umgingen und gemeinsam Probleme gelöst haben. Mal schauen, wie sich das weiter entwickelt, „Beklage deine Sünden“ fängt schon mal damit an, dass Kincaid über das seltsame Verhalten seines Vorgesetzten stolpert. Außerdem wurde eine junge Frau ermordet in einem Gemeinschaftsgarten in Notting Hill aufgefunden und Gemmas Freundin MacKenzie ist darüber ziemlich erschüttert. Die klassischen Kriminalfälle mag ich bei Deborah Crombie eigentlich immer, ich bin also gespannt, was hinter dem Mord steckt (und wer die Ermittlungen in dem Fall übernimmt). Jetzt aber wird es erst einmal Zeit fürs Frühstück!

Update 13:00 Uhr

Kriminalromane an Frühstücksbrötchen 😉

Mir fehlt immer noch ziemlich viel Vorwissen aus dem vorhergehenden Band, so gab es wohl in „Wer im Dunkeln bleibt“ einen Bombenanschlag, den ich vollkommen verdrängt hatte, ebenso wie den (vermeindlichen?) Selbstmord eines Mannes, der aus irgendeinem Grund für Duncan wichtig war. Trotzdem will ich den sechzehnten Teil nicht komplett noch einmal lesen (irgendwann lese ich mal alle siebzehn Romane am Stück, aber nicht in diesem Monat 😉 ) und deshalb habe ich zum Frühstück einfach mit „Beklage deine Sünden“ weitergemacht. Offizielle Ermittlungen gibt es immer noch nicht, aber während Duncan sich weiterhin mit den beängstigenden Angelegenheiten innerhalb der Polizei beschäftigt, hat Gemma inzwischen mehr über das ermordete Kindermädchen erfahren (und sich sehr über die bisher verantwortlichen Kollegen aufgeregt, die wohl bislang ziemlich bei der Ermittlung geschlampt haben). Außerdem ist mir aufgegangen, dass ich auch deshalb so sehr mit dem Roman schmolle, weil es zum ersten Mal keine gute Zusammenarbeit zwischen Duncan, Gemma und den ihnen untergebenen Ermittlern gibt, obwohl der freundschaftliche Umgang zwischen diesen Polizisten für mich auch einen großen Reiz der Romane ausmacht.

Außerdem habe ich mich etwas online rumgetrieben – schön, dass wir inzwischen zu viert sind an diesem Lese-Sonntag! 🙂 Jetzt wird es aber langsam Zeit den Abwasch der letzten 24 Stunden in Angriff zu nehmen, damit ich damit fertig bin, bevor wir gegen 14 Uhr anfangen wollen zu spielen.

Update 16:30 Uhr

Abe Sapien und Hellboy wurden vernichtend von den Froschmonstern geschlagen. *g*

Uff, das war eine anstrengende Runde mit dem „Hellboy“-Brettspiel! Mein Mann hat in den vergangenen zwei Wochen 1-Spieler-Runden ausprobiert und da schon gesagt, dass es überraschend herausfordernd ist, an alle Regeln zu denken, und natürlich hatten wir bei unserer ersten gemeinsamen Spielrunde prompt eine wichtige Regel vergessen. Deshalb haben wir heute noch einmal dasselbe Szenario versucht, wobei mein Mann Abe Sapien und ich Hellboy gespielt haben. Es ist wirklich spannend zu sehen, wie unterschiedlich dieses Szenario sich anfühlt, weil viele Entwicklungen durch gezogene Karten entstehen, die die „Handlung“ sehr stark beeinflussen können. Heute haben die Karten dazu geführt, dass wir ständig „Froschhaufen“ in unseren Gebieten hatten (was zu Abzügen bei der Treffsicherheit, Angriff und der Verteidigung führte) und die Würfel waren uns auch nicht gewogen. Ich glaube, wir haben noch nie so viele leere Würfelseiten und so viele Totenschädel innerhalb eines Spiels gesehen. Am Ende hatte mein Hellboy keine Chance mehr, sich zu verteidigen, während der Endgegner ein Froschmonster nach dem anderen herbeirief, und alleine war Abe dann auch nicht mehr in der Lage, mit den Gegnern fertig zu werden. *g*

Hellboy-Brettspiel inklusive geworfener Möbelstücke und überwältigender Gegnerschar 😉

Insgesamt finde ich das Spiel wirklich lustig, vor allem die verschiedenen Eigenheiten der Charaktere (Hellboy kann zum Beispiel Möbelstücke auf Gegner schleudern, wenn es Möbel im Raum gibt), aber bei den Regeln müssen wir noch ziemlich viel nachschlagen, um sicherzugehen, dass wir alles richtig machen. Dabei ist das Spiel nicht kompliziert, aber bestimmte Zustände oder Gegner sorgen eben für veränderte Umstände, die man bei jedem Zug bzw. Würfelwurf mit berücksichtigen muss.

Jetzt gibt es erst einmal Kuchen und eine Blogrunde für mich, bevor ich den Hefeteig für das Abendessen ansetze und dann weiterlese. 🙂

Update 20:00 Uhr

Birnen-Clafoutis – sehr lecker!

Uff, wann ist es denn so spät geworden? Oo Seit dem letzten Update habe ich zu meinem Stück Birnen-Clafoutis meine Blogrunde gedreht und mich dann weiter in meinem Buch vertieft. So langsam kommt Duncan auf den Gedanken, dass er vielleicht doch seine Frau und seine Kollegen einweihen sollte – Zeit wurde es! Da mir nur noch 150 Seiten bis zum Ende des Romans fehlen, werde ich das Buch heute Abend wohl noch auslesen. Zumindest haben mein Mann und ich keine gemeinsamen Aktivitäten (vom Abendessen abgesehen *g*) geplant. Ich muss zugeben, dass ich wirklich froh bin, dass er dank der Switch wieder Lust auf Videospiele hat, da mir das mehr Zeit zum Lesen bringt. 😉 Auch wenn das natürlich auch bedeutet, dass ich selber seit Tagen nicht gespielt habe (wenn ich vom üblichen „Blümchengießen“ bei Animal Crossing absehe). Bis das Abendesse, das gerade im Ofen ist und hoffentlich etwas wird (seit dem Umzug vor gut zwei Jahren hat der Ofen anscheinend eine Macke und das Backen ist frustrierenderweise zum Glücksspiel geworden), fertig ist, drehe ich noch eine kleine Blogrunde und schaue, wie es euch den späten Nachmittag über so ergangen ist. 🙂

Update 23:15 Uhr

Lauch-Käse.Rolle und Krautsalat zum Abendessen

Nach dem Abendessen habe ich heute noch eine Runde „Blümchen gegossen“ – wobei ich auf die Osteraktivitäten bei Animal Crossing verzichtet habe. Ich finde diese besonderen Ereignisse zwar immer nett, aber nach fast sechs Jahren mit dem Spiel habe ich auch all die außergewöhnlichen Items beisammen und muss mir dafür keine Zeit mehr nehmen. Außerdem habe ich „Beklage deine Sünden“ beendet und bin am Ende froh, dass diese etwas längere Hintergrundstory mit diesem Band beendet zu sein scheint. Jetzt bin ich nur gespannt, ob und wann Deborah Crombie den nächsten Kincaid-und-James-Kriminalroman veröffentlicht und ob sie damit wieder eine neue Richtung einschlägt. 😉

Jetzt werde ich noch eine kleine Blogrunde drehen und dann geht es für mich ins Bett. Schön, dass ihr heute dabei gewesen seid – ich hoffe, ihr hattet einen schönen Ostersonntag und könnt auch den morgigen Feiertag noch genießen! 🙂

Heutige Mitleserin:

Sunny
Natira
Ariana

Kelly McCullough: Magic, Madness, and Mischief

Nachdem ich in diesem Jahr endlich die Reihe rund um die „zerborstene Klinge“ beendet hatte, wurde es Zeit, zu einer anderen Art von Buch von Kelly McCullough zu greifen. „Magic, Madness, and Mischief“ ist eines der wenigen Jugendbücher des Autors und – wenn man nach seinen Tweets zu dem Roman gehen kann – in vielen Elementen (rund um das Thema psychische Probleme) sein persönlichstes Buch. Die Handlung dreht sich um den (fast) dreizehnjährigen Kalvan, dessen Träume zu Beginn der Geschichte seit einiger Zeit von Feuer bestimmt werden. Doch er träumt nicht nur von Feuer, sondern wacht auch mit Ruß- und Aschespuren an seinen Füßen auf, ohne dass er weiß, woher diese Spuren stammen könnten. Da seine Mutter psychisch nicht ganz stabil ist, ist Kalvan sich eine Zeit lang nicht sicher, ob er nicht einfach nur dieselben Symptome zeigt wie sie, denn eine andere Erklärung für all die Erlebnisse – inklusive eines zufällig beschworenen Hasen aus Feuer – wäre zu fantastisch, um real sein zu können.

Doch als Kalvan sich damit abfindet, dass er über Feuermagie verfügt, muss er lernen, diese Magie in den Griff zu bekommen. Feuer kann ein nützliches Werkzeug sein, wenn man es kontrolliert einsetzt, aber eben auch ein verherrendes Element, wenn es unkontrolliert freigelassen wird. Die Herausforderungen beim Umgang mit Magie, die alltäglichen Probleme, die Kalvan mit seinem Stiefvater hat, die Sorgen, die sich der Junge um seine Mutter macht, und die Entdeckung, dass der hiesige Winterkönig versucht, die Region rund um die Stadt St. Paul für immer unter seine Regentschaft zu bringen, sorgen für eine spannende Geschichte. Zu meiner eigenen Überraschung hat „Magic, Madness, and Mischief“ bei mir an einigen Stellen sogar ein „Diana-Wynne-Jones-Gefühl“ hervorgerufen, weil das Buch einen vergleichbaren Mix aus Humor, Alltäglichkeiten und Magie mit sich bringt wie die Romane der Autorin. Wobei der Stil von Kelly McCullough natürlich deutlich moderner ist, aber das ändert nichts daran, dass für mich auch diese Geschichte eine eindeutige Wohlfühllektüre war.

Ich mochte Kalvan sehr, weil dieser auf der einen Seite seit Jahren versucht, auf seine Mutter aufzupassen, und Angst davor hat, dass er dieselben psychischen Probleme wie sie entwickeln könnte, und auf der anderen Seite ein ganz normaler Junge ist, der auch mal eine Schulstunde schwänzt, um mit seinem besten Freund abzuhängen. Seine Freundschaft zu Dave, seine Leidenschaft fürs Theaterspielen und seine langsam wachsende Beziehung zu Sparx, dem Feuerhasen, machen Kalvan – auch wegen der Momente, in denen er Mist baut, Angst zeigt oder einfach nur ein frustrierter Jugendlicher ist – zu einem stimmigen und glaubwürdigen Charakter.

Die Geschichte umspannt mehrere Monate, was sich ebenfalls richtig anfühlt, weil Kalvan erst nach und nach über all die magischen Elemente in der Welt erfährt und Zeit benötigt, um mit seinem eigenen magischen Erbe umzugehen. Die Handlung über so einen langen Zeitraum zu erzählen, baut zwar kein Gefühl von Dringlichkeit auf, bietet Kelly McCullough aber einige Gelegenheiten für amüsante oder berührende Momente, die ich wirklich genossen habe, ebenso wie die bunte Mischung aus mythischen Figuren und eigenen Elementen, die die Magie in dieser Geschichte ausmacht. Am Ende bedauere ich nur eine Sache: Es dauert noch ein paar Monate, bis die Fortsetzung „Spirits, Spells, and Snarks“ als Taschenbuch erscheint. 😉

Diana Wynne Jones: The Time of the Ghost

Nachdem ich vor ein paar Tagen mit „Eight Days of Luke“ so viel Spaß hatte, dachte ich, dass es an der Zeit wäre, eine ganz andere Art von Roman von Diana Wynne Jones auszuprobieren. „The Time of the Ghost“ ist eine ziemlich unheimliche Geschichte, wenn man sie mit anderen Veröffentlichungen der Autorin vergleicht. Erzählt wird die Handlung aus der Perspektive des Geists eines Mädchens, der sich eines Tages auf einer Straße wiederfindet und nicht weiß, wie er dort hingekommen ist. So nach und nach erinnert sich dieser Geist daran, dass er eine von vier Schwestern ist, dass er in einer Schule lebt, die von seinem Vater geleitet wird, und dass irgendwas vollkommen verkehrt gelaufen ist. Doch was genau passiert ist, weiß dieser Geist nicht und macht sich deshalb daran, mehr über die Familie, die Schwestern und seine Lebensumstände herauszufinden. (Findet ihr es auch so verwirrend, dass Geister grammatisch immer männlich sind, obwohl dieser Geist ein Mädchen ist?)

Diana Wynne Jones nimmt sich viel Zeit, um den Geist und die Schwestern Charlotte (Cart), Selina (Sally), Imogen und Fenella Melford und ihre Lebenssituation vorzustellen. Dabei wird schnell deutlich, dass die vier Schwestern von ihren Eltern in jeder Hinsicht vernachlässigt werden und auf sich allein gestellt sind, was zu viel Reibung zwischen den vier Mädchen führt. Laut eigener Aussage hatte die Autorin bei der Darstellung der Lebensumstände der Schwestern auf ihre eigenen Kindheitserfahrungen zurückgegriffen, nur dass sie diese deutlich gemildert dargestellt hat, weil sie davon ausging, dass die von ihr beschriebene Familie den Lesern sonst zu unglaubwürdig vorkäme.

Auch ohne den Gedanken im Hinterkopf, dass die Situation der Melford-Schwestern auf Diana Wynne Jones‘ eigene Erlebnisse zurückgeht, sind diese Passagen nur schwer zu lesen. Auf der einen Seite ist es natürlich lustig zu sehen, was die Schwestern mit all ihrer Freiheit anstellen – hier und da gab es sogar Momente, die bei mir ein Pippi-Langstrumpf-Gefühl hervorriefen. Auf der anderen Seite lässt sich nicht übersehen, wie verzweifelt die vier Mädchen versuchen, die Aufmerksamkeit ihrer Eltern zu wecken, und wie ungesund dieses Leben (in physischer und psychischer Hinsicht) für die Schwestern ist. Dazu kommt noch die Existenz des Geistes, die eindeutig auf ein fürchterliches Ereignis hindeutet, auch wenn man als Leser in der ersten Hälfte der Geschichte absolut keine Vorstellung davon hat, was passiert sein könnte.

Gerade diese Ungewissheit lässt einen den Roman gespannt und voller Aufmerksamkeit lesen, weil man sich immer wieder fragt, welche der Figuren für den Zustand des Geistes verantwortlich sein könnte und welche der auf den ersten Blick relativ harmlos wirkenden Situationen zum Tod einer der vier Schwestern geführt haben könnte (oder führen wird). Denn auch wenn alle vier Schwestern zu Beginn der Geschichte vorkommen, so ist sich der Geist sicher, dass er eine von ihnen ist, und es gibt für den Leser keinen Grund, an dieser Gewissheit zu zweifeln. Trotz all der düsteren Elemente in „The Time of the Ghost“ gibt es natürlich auch so einige amüsante Szenen, wenn es um die Interaktion der vier Schwestern mit anderen Personen geht oder um ihre Bemühungen, mit dem Geist zu kommunizieren – ganz ohne Humor kommen Diana-Wynne-Jones-Romane einfach nicht aus..

Am Ende ist es der Zusammenhalt der vier Schwestern, der trotz aller Rivalität, Eifersucht und Einmischungen einer unheimlichen Macht dazu führt, dass man den Roman nach einem spannenden Ende (inklusive einem Blick in die Zukunft) mit einem hoffnungsvollen Gefühl aus den Händen legt. „The Time of the Ghost“ ist bislang wohl der Titel von Diana Wynne Jones, den ich am wenigsten als „Wohlfühlbuch“ bezeichnen würde, aber ich habe die unheimliche Atmosphäre der Geschichte sehr genossen, fand die Grundidee faszinierend und war so gespannt auf die Auflösung des Ganzen, dass ich den Roman nicht aus der Hand legen wollte.

Diana Wynne Jones: Eight Days of Luke

„Eight Days of Luke“ gehört zu den Büchern von Diana Wynne Jones, die ich noch nie zuvor gelesen hatte. Da es aber ein schmaler Band ist und mir in den letzten Tagen nach klassischer britischer Fantasykost war, schien die Geschichte genau die richtige Wahl für einen entspannten Urlaubstag zu sein. Die Handlung wird aus der Sicht von David erzählt, dessen Sommerferien zu Beginn des Romans gerade erst begonnen haben. Doch im Gegensatz zu seinen Mitschülern freut sich David nicht besonders auf die kommenden Wochen, da die Verwandten, bei denen er seit dem Tod seiner Eltern die Ferienzeit verbringt, nicht gerade begeistert von seiner Anwesenheit sind. Doch in diesen Sommerferien läuft es nicht wie gewohnt, und statt wochenlang Matheunterricht im Feriencamp von Mr. Scrum zu bekommen, löst David einige ungewöhnliche Ereignisse aus, als er seinen neuen Freund Luke kennenlernt.

Ich muss gestehen, dass ich eine Schwäche für diese Art von fantastischen Geschichten (für Kinder) habe. Diana Wynne Jones hat auch für „Eight Days of Luke“ wieder einen Protagonisten gewählt, dessen Ausgangssituation nicht gerade optimal ist, der aber versucht, das Beste aus einer Lage zu machen und sich mit den Gegebenheiten zu arrangieren. Als nun Luke in Davids Leben tritt, passieren lauter Dinge, die sein gewohntes Leben auf den Kopf stellen, die ihn in Gefahr bringen oder in denen er Aufgaben übernehmen muss, die ihm vorher nie in den Sinn gekommen sind. Dabei erklärt die Autorin keine Hintergründe, sondern man muss als Leser die verschiedenen Situationen hinnehmen oder sich seine eigenen Gedanken zu den Charakteren machen – was mich in diesem Fall an einigen Stellen fast ein bisschen überfordert hat, weil mein Wissen über nordische Götter nicht so leicht abrufbar ist, wie ich es gern gehabt hätte. 😉

Davids Erlebnisse mit Luke haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht, ebenso die Einmischung der diversen Götter in Davids Leben. Auch wenn ich so manche „Lektion“, die David aus den verschiedenen Ereignissen mitgenommen hat, etwas sehr offensichtlich fand, hat mich das beim Lesen nicht gestört, weil Diana Wynne Jones die Geschichte so liebevoll und kurzweilig erzählt hat. Ich habe „Eight Days of Luke“ allerdings als altmodischer empfunden als einige andere Romane der Autorin und würde die Geschichte deshalb nicht zu ihren besten Werken zählen. Aber wer amüsante britische Fantasybücher für Kinder mag und sich nicht an der etwas belehrenden und episodenhaften Erzählweise stört, wird mit dem Buch gewiss einige unterhaltsame Lesestunden verbringen können (und zwischendurch vielleicht sogar dazu animiert, sein Wissen über nordische Götter aufzufrischen, um die verschiedenen Figuren zuordnen zu können).

Was schön war (3)

Zu sehen, wie das kranke Kätzchen
einen Löffel Joghurt aufschleckt,
und dass es nach einer Woche krank sein
zwar noch nicht wieder gesund, aber doch fitter ist.

Die erste heiße Dusche
nach vier Tagen ohne warmes Wasser
und die „Dankeschön“-Blumen von der Nachbarin,
deren Wohnung ich während
der Woche voller Handwerker mitbetreut habe.

Ein Care-Paket
für meinen Mann und mich
voll mit lieben Worten,
Schokolade und Lesestoff.

Eine Woche mit Besuch,
gemütlichen gemeinsamen Stunden,
viel unterwegs sein,
leckerem Essen und den
ersten Roller-Derby-Spielen der Saison.

Neuzugänge Januar, Februar und März 2019

Das erste Quartal des Jahres ist vorbei und somit ist es wieder Zeit für meinen Neuzugangspost (für meine Statistik) – wenn euch ein bestimmter Titel besonders interessieren sollte, schreibt das gern in einem Kommentar, dann halte ich den fürs „zeitnahe Lesen und Rezensieren“ im Hinterkopf.

Im Januar gibt es bei mir normalerweise mehr Buchzugänge, weil ich bewusst etwas Geld zur Seite lege, damit ich nach Weihnachten noch die Bücher vom Wunschzettel kaufen kann, die ich ganz dringend haben will und die mir nicht von meinen Lieben geschenkt wurden. In diesem Jahr hingegen habe ich mich einfach nicht entscheiden können, welche Bücher die größte Priorität haben, und so hielten sich die Neuzugänge zum Jahresanfang eigentlich in Grenzen. 😉

1. Celine Kiernan: Geisterpfade
2. Celine Kiernan: Königspfade
Ich hatte vor einiger Zeit den Roman „Schattenpfade“ gelesen und gemocht, musste dann aber feststellen, dass es die beiden Fortsetzungen nur noch gebraucht zu sehr übertriebenen Preisen gab. Deshalb hatte ich die Reihe eigentlich für mich abgeschrieben. Ende Dezember bot dann jemand auf Twitter die Bände zu einem günstigen Preis an, und da habe ich dann spontan zugeschlagen.

3. Sarah Prineas: The Lost Books – The Scroll of Kings
Von Sarah Prineas mag ich die Reihe rund um den magischen Dieb sehr und als ich die Ankündigung für diesen Roman sah, wurde ich gleich neugierig. Angesichts des Hardcover-Preises wollte ich eigentlich warten, bis es eine Taschenbuchausgabe von dem Buch gibt, doch dann fand ich ein günstiges Angebot über ein erprobtes Modernes Antiquariat und konnte nicht länger widerstehen.

4. Ellen Oh und Elsie Chapman (Hrsg.): A Thousand Beginnings and Endings (Anthologie)
Eine Anthologie mit Kurzgeschichten, die auf asiatischen Mythen und Legenden basieren und zum Großteil von asiatischstämmigen Autorinnen geschrieben wurden. Ich fand, dass das interessant klang, und als das Buch dann auch noch deutlich im Preis fiel, habe ich es spontan bestellt. Günstige englische Bücher werden irgendwann noch mal dafür sorgen, dass meine Regale nicht ausreichen. *g*

5. Philip Mansel: Prince of Europe – The Life of Charles-Joseph de Ligne
Eine Biografie, die ich mir direkt bestellt hatte, nachdem ich „Congress of Secrets“ von Stephanie Burgis gelesen hatte und dort im Anhang diesen Titel bei den Literaturverweisen fand. Diese historische Figur finde ich immer besonders interessant, wenn ich sie in Romanen finde – jetzt kann ich endlich mal mehr über ihr Leben nachlesen. 🙂

6. Rhys Bowen: Royal Blood (Royal Spyness 4)
7. Rhys Bowen: Naughty in Nice (Royal Spyness 5)
Da ich in letzter Zeit immer wieder andere Ausgaben dieser Romane gesehen habe, habe ich das Gefühl, ich müsse mich ranhalten, damit ich die Krimis in zueinander passenden Veröffentlichungen bekomme. Also habe ich Anfang des Jahres noch einmal zwei Bände bestellt – und mir dann fest vorgenommen, dass ich erst einmal die drei Titel vom SuB lese, bevor ich weitere Fortsetzungen kaufe. *g*

***

Im Februar wurde es dann auch mal Zeit, dass ein paar meiner Vorbestellungen (aus dem Dezember mit Januar-Erscheinungstermin) eintrudelten:

8. Seanan McGuire: In an Absent Dream (Wayward Children 4)
Ein weiterer Band der Wayward-Children-Geschichten von Seanan McGuire. Wenn ich ihre Aussage auf Twitter richtig in Erinnerung habe, dann ist das hier wieder eine „Vorgeschichte“ – also etwas, das einer der Bewohnerinnen des Heims für „Wayward Children“ passiert ist, bevor sie in Eleanors Heim einzog. Die Wayward-Children-Titel sollen laut der Autorin immer abwechselnd eine Vorgeschichte und eine Fortsetzung erzählen, um den verschiedenen Figuren mehr Hintergründe zu verleihen und doch eine Weiterentwicklung des Ganzen zu ermöglichen. (Inzwischen habe ich die Geschichte gelesen und rezensiert und nun finde ich es wieder sehr schade, dass ich ein Jahr auf den nächsten Band warten muss …)

9. David Chandler: Den of Thieves (Ancient Blades 1)
10. David Chandler: A Thief in the Night (Ancient Blades 2)
11. David Chandler: Honor Among Thieves (Ancient Blades 3)
Es ist selten geworden, dass ich richtige Lust auf eine klassische High-Fantasy-Reihe hatte, aber nachdem ich vor einigen Jahren den ersten Band der Ancient-Blades-Reihe gelesen hatte, hatte ich mich immer wieder gefragt, wie die Geschichte wohl weiterging. Als ich dann vor kurzem alle drei Bände online für insgesamt 11,92 Euro auf Englisch fand, musste ich die Gelegenheit nutzen, um meine Neugier zu befriedigen.

12. Sayantani Dasgupta: The Serpent’s Secret (Kiranmala and the Kingdom Beyond 1)
Dieser Titel fiel mir schon ins Auge, als die allererste Ankündigung zu den „Rick Riordan präsentiert“-Veröffentlichungen durch meine US-Timeline geisterte. Da es bis zum Erscheinungstermin aber noch einige Monate dauerte, hatte ich das Buch so lange aus den Augen verloren, dass ich bei meiner Bestellung im Januar schon auf das Taschenbuch zurückgreifen konnte.

13. Kelly Meding: Stray Moon
Der zweite Teil der Stray-Novels – die Taschenbücher sind immer etwas später erschienen als die eBook-Ausgaben. Aber jetzt, da auch dieser Band erschienen ist, kann ich mir die beiden Bücher ja endlich mal am Stück vornehmen. 😉

14. Julie Murphy: Dumplin‘ – Go big or go home
15. Becky Albertalli: Leah on the Offbeat
Beide Bücher fallen in die Kategeorie „Romane, die ich schon länger auf der Merkliste hatte und die dann auf einmal deutlich günstiger zu bekommen waren“. Wobei ich zugeben muss, dass mir die Bücher erst nach dem Lesen dieses Beitrags über „Body Positive Fiction“ wieder so richtig in den Blick geraten sind und mir deshalb überhaupt die Preisreduzierung aufgefallen ist. 😉

16. Diana Wynne Jones: Eight Days of Luke
Ich arbeite weiter daran, meine DWJ-Sammlung zu vervollständigen – demnächst muss ich mal schauen, ob es (inzwischen?) weitere Titel in passendem Coverdesign gibt. 😉

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Als der März anfing, dachte ich noch, dass es ja gar nicht so viele Bücher werden können, die ich in diesem Monat geliefert bekommen werde. Aber da die Importe bei meinem Buchhändler manchmal schneller gehen als erwartet, haben sich die Lieferungen doch etwas geläppert. Außerdem hatte ich relativ wenig Zeit und Konzentration zum Lesen und dafür etwas Extrageld, was dann doch zur der einen oder anderen Backlist-Bestellung geführt hat. 😉

17. Cindy Pon: Sacrifice (Serpentine 2)
Den Titel hatte ich direkt nach dem Lesen von „Serpentine“ bestellt, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es mit Skybright und den anderen weitergeht, und weil ich diese historische „chinesische“ Welt mit all ihren Kreaturen so mochte.

18. Kelly McCullough: Magic, Madness, and Mischief
Noch eins dieser Bücher, das viel zu lange auf dem Merkzettel lag und um das ich immer etwas rumgeschlichen bin. Ich mag den Schreibstil des Autors, ich mochte den Klappentext, aber ich hatte das Gefühl, ich sollte erst einmal eine Reihe von Kelly McCullough beenden, bevor ich mit der nächsten anfange. Beendet habe ich die andere Reihe zwar noch nicht, aber immerhin schon alle noch ungelesenen Teile im Haus … *hüstel*

19. Seanan McGuire: This Ain’t Witchcraft (InCryptid 8)
Seanan McGuire – mehr muss ich dazu vermutlich gar nicht schreiben. Aber das hier ist der (vorerst?) letzte Band rund um Antimony Price, was bedeutet, dass ich mir die drei Romane rund um diese Figur endlich am Stück vornehmen kann. In einem Jahr geht die Serie dann weiter – aus der Perspektive von „Cousine“ Sarah. 😀

20. Mira Grant: Parasite (Parasitology 1)
21. Mira Grant: Symbiont (Parasitology 2)
Ich kann mir schon lange nicht mehr alle Titel leisten, die von Seanan McGuire/Mira Grant veröffentlicht werden. Aber zumindest die Bücher, die in finanzierbaren Ausgaben erscheinen, versuche ich mir nach und nach zu besorgen. Teil 3 der Trilogie ist auch bestellt, kam aber nicht mit den ersten beiden Bänden bei mir an. Um die Parasitology-Bücher bin ich besonders lange herumgeschlichen, weil Horror plus Parasiten bei mir einen Nerv trifft. Auf der anderen Seite schreibt die Frau so gut, dass ich wissen will, wie sie das Thema angeht.

22. Zen Cho: Sorcerer to the Crown
Noch ein Buch, das schon sehr, sehr lange auf dem Merkzettel stand. Da inzwischen ein zweiter Roman erschienen ist, der in dieser Welt spielt und dessen Inhaltsangabe gut klingt, wollte ich nicht länger aufs Lesen warten.

Ich bin gespannt, wie es im nächsten Quartal mit meinen Neuzugängen so wird. Etwas Geld für Backlist-Bestellungen habe ich noch gespart, auf der anderen Seite gibt es aktuell eigentlich keinen Titel, bei dem ich das Gefühl habe, ich müsste ihn jetzt sofort haben. Aber das kann sich ja auch schnell wieder ändern. 😉