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7 Days – 7 Books (Mini-Version): Tag 2

Auf geht es in den zweiten Tag der Mini-Version der „7 Days – 7 Books“ von Melli und Mandy. Gestern habe ich erst am Vormittag mein Hörbuch weitergehört – inzwischen müsste ich über die Hälfte von „Sieben verdammt lange Tage“ geschafft haben. Ich muss ja zugeben, dass ich nicht ganz so glücklich mit der Geschichte bin. Die Passagen, die das Zusammenspiel der verschiedenen Familienmitglieder beschreiben, mag ich. Die ganzen Stellen, in denen der Ich-Erzähler über Sex (nicht vorhandenen, vergangenen und den Sex anderer Leute), die Frauen in seiner Gegenwart und Vergangenheit und ähnliches sinniert, sind mir zu viel, zu pubertär und lassen den Protagonisten oft genug als notgeilen Idioten erscheinen. Was er vermutlich auch ist, denn nach ganzen drei Monaten Enthaltsamkeit, ist er anscheinend so bedürftig, dass er mit jedem einigermaßen willigem weiblichen Wesen ins Bett hüpfen würde. Demnächst muss ich noch mal den Roman lesen, der noch auf meinem SuB ruht, um herauszufinden, ob das Hörbuch durch die Kürzungen da so extrem wirkt oder ob die Geschichte wirklich nicht viel mehr parat hält.

Mit „Indexing“ von Seanan McGuire bin ich hingegen deutlich glücklicher. Davon habe ich in den letzten zwei Tagen jeweils ein Kapitel gelesen – da das Buch ursprünglich als Fortsetzungsgeschichte für den Kindle veröffentlicht wurde, kann man sich das ganz gut aufteilen. „Indexing“ ist ein Urban-Fantasy-Roman, in dem Märchenfiguren, die für eine streng geheime Regierungsstelle arbeiten, verhindern wollen, dass Märchen wahr werden. Denn Märchen wollen unbedingt erzählt werden – und enden selten so glücklich, wie es einem die Brüder Grimm weismachen wollten. So ist die Hauptfigur von „Indexing“ ein Schneewittchen, deren Mutter (die ein Dornröschen war) bei der Geburt ihrer Tochter verstarb – schließlich verlangt es so der Verlauf des Schneewittchen-Märchens. Die Geschichte dieses speziellen Schneewittchen ist noch nicht aktiv geworden, aber sie muss jeden Moment ihres Lebens befürchten, dass ihr eines Tages ein vergifteter Apfel, ein Glassarg oder ähnliches zum Verhängnis werden. Gemeinsam mit einer – inaktiven – bösen Stiefschwester, einer – aktiven, aber noch sehr neu in der Märchenwelt angekommenen – Rattenfängerin, einem – hm, auf Deutsch passt wohl am besten – Heinzelmännchen und einem Mann, der keine Märchenfigur ist, dessen Bruder aber im Rahmen eines Dornröschen-Vorfalls starb, geht sie gegen aufkeimende Märchenanfänge vor und versucht so die Menschheit vor den verhängnisvollen Auswirkungen dieser magischen Geschichten zu bewahren. Bislang sehr, sehr cool! 😀

Zu „Rot wie das Meer“ muss ich vermutlich gar nicht viel sagen, da das Buch ja wirklich viel besprochen wurde. Bislang gefällt es mir und ich freu mich schon aufs Weiterlesen am Nachmittag. Bis dahin muss ich aber natürlich noch ein paar Pflichten erledigen …

Update 15:15 Uhr

Da es heute bei uns ziemlich stürmt, ist meine Gartenrunde deutlich kürzer ausgefallen als geplant – trotzdem bin ich wieder ein Stückchen mit „Sieben verdammt lange Tage“ weitergekommen (inzwischen hatte der Protagonist endlich Sex, aber das scheint ihn auch nicht glücklich zu machen *gähn*). Außerdem bin ich etwas müde und möpig und habe mich deshalb heute Nachmittag schon ein bisschen auf dem Sofa eingerollt und gelesen. Bei „Rot wie das Meer“ bin ich inzwischen auf Seite 291 angekommen, eine ausführliche Blogrunde habe ich auch gedreht (dabei hilft es übrigens nicht, wenn der Kater sich bei der Captcha-Eingabe mal eben mit dem Hintern auf die Tastatur sinken lässt) und nun koche ich mir einen Milchkaffee und rolle mich dann wieder mit dem Buch auf dem Sofa ein. Wenn ich auch noch mein Strickzeug in Reichweite lege, muss ich erst wieder zum Kochen aufstehen und kann es mir für den Rest des Nachmittages gemütlich machen … 😉

Und nun auf in den „Rot wie das Meer“-Endspurt! 🙂

Update 17:30 Uhr

„Rot wie das Meer“ ist eindeutig eins von den Büchern, die nett und atmosphärisch anfangen und mit jeder Seite mehr Eindruck hinterlassen. Nur noch gut 40 Seiten zu lesen und da ich dabei nicht unterbrochen werden möchte, mache ich jetzt eine kleine Strickpause bis mein Mann von der Arbeit kommt … Ich freu mich jetzt schon sehr auf die letzten Kapitel des Romans, auch wenn ich keine Ahnung habe, ob die Geschichte „gut“ enden wird.

Update 23:45 Uhr

Noch ein kurzes Update bevor der Tag vorbei ist. Mit „Rot wie das Meer“ bin ich durch und muss das Ende noch etwas nachklingen lassen. Außerdem habe ich noch ein Kapitel von „Indexing“ gelesen – weiterhin finde ich die Geschichte ziemlich cool. 😀

Übersicht:

Tag 1:
Indexing (Kapitel 2, Seite 32-62)
Rot wie das Meer (Seite 181/430)

Tag 2:
Indexing (Kapitel 3, Seite 63-94)
Rot wie das Meer (Seite 430/430)

7 Days – 7 Books (Mini-Version): Tag 1

Heute beginnt also die Mini-Version der „7 Days – 7 Books“-Aktion von Melli und Mandy und geht bis einschließlich Sonntag. Eine feste Anzahl an Büchern möchte ich mir (auch) dieses Mal nicht vornehmen, dafür werde ich aber vor allem die Roman ins Auge fassen, die ich mir ausgeliehen habe. Der Leih-SuB wurde von mir schon viel zu lange nicht mehr durcheinander gebracht – es wird Zeit, dass er mal etwas schrumpft. Außerdem habe ich erst vor wenigen Tagen „Jim Henson’s Tale of Sand“ bekommen und würde da gern am Wochenende ein paar Stunden mit verbringen – oh, und gestern Abend habe ich das erste Kapitel von „Indexing“ von Seanan McGuire angefangen und hoffe, dass ich da vielleicht auch täglich ein Kapitel hinbekommen. Den ganzen Tag werde ich nicht lesen können, aber ich werde mir auf jeden Fall nachmittags und abends Zeit für die Bücher (und das Lesen und Kommentieren der anderen Beiträge) nehmen und in dem jeweiligen Tagespost etwas über meine Lesefortschritte berichten. Jetzt aber stehen erst einmal die lästigen Pflichten an, bevor ich zum Roman greifen darf … 
Update 17:15 Uhr
Nachdem ich meinen „Vormittagskram“ auf die Reihe gebracht habe, kann ich jetzt ernsthaft mit dem Lesen anfangen. Tee und Kekse stehen bereit und ich habe mir aus dem Leihstapel „Rot wie das Meer“ von Maggie Stiefvater rausgefischt. Das Buch wollte ich eigentlich schon im Herbst lesen, aber irgendwie kam immer etwas dazwischen und nun sitze ich hier bei blauem Himmel und Sonnenschein und hoffe, dass ich die Geschichte trotzdem genießen kann.
Der Vollständigkeit halber sollte ich noch erwähnen, dass ich heute Vormittag bei der Gartenarbeit gut zwei Stunden Hörbuch („Sieben verdammt lange Tage“) gehört und zum Frühstück das zweite Kapitel von „Indexing“ gelesen habe. Ganz ohne „Buchzeit“ war mein Tag bislang also nicht … und von nun an werde ich nur das Buch zur Seite legen, wenn ich meine Blogrunde drehe oder Abendessen koche. 😉
Update 23:30 Uhr
Wie es sich für einen „7 Days – 7 Books“-Tag gehört, habe ich so einige Zeit online verbracht, Beiträge gelesen und Kommentare verfasst. 😉 Sehr weit bin ich so mit „Rot wie das Meer“ nicht gekommen – ungefähr ein Viertel habe ich bislang geschafft und werde gleich noch ein paar Seiten lesen, bevor ich ins Bett gehe. Während mein Mann seinen „Godzilla“-Film guckt (den ersten „Godzilla“-Film, der mit Raymond Burr für den US-Markt „veramerikanisiert“ wurde), war meine Konzentration nicht ganz so groß, aber gleich habe ich noch ein halbes Stündchen in Ruhe für mich und da schaffe ich hoffentlich noch ein bisschen. So reizvoll ich „Rot wie das Meer“ finde mit sympathischen Protagonisten, einer tollen Atmosphäre und dieser Erbarmungslosigkeit, die mich an keltische Sagen erinnert, so juckt es mir auch in den Fingern noch ein Kapitel aus „Indexing“ zu lesen. Na, mal gucken, vielleicht bekomme ich beides noch auf die Reihe, bevor ich zu müde werde.
Übersicht:
Tag 1:
Indexing (Kapitel 2, Seite 32-62)
Rot wie das Meer (Seite 181/430)

Dies und Das (3): Bohren-Konzert

Nachdem meinem Mann und mir vor kurzem aufgefallen war, dass wir in all den Jahren unserer Beziehung noch nie gemeinsam bei einem Konzert waren, mussten wir das endlich mal ändern. Auf meine Musik hat er in der Regel keine Lust, während ich seine Musik zum Teil nur mit körperlichem Unwohlsein hören kann. Mit „Bohren und der Club of Gore“ fanden wir aber einen gemeinsamen Nenner – er mag die Band seit Jahren, ich entdecke diese ruhige, jazzartige, melancholische und beinahe meditative Musik gerade erst für mich.

Als wir aufbrachen, fiel mir erst einmal wieder auf, wie selten ich noch abends ausgehe. Ich bin so sehr aus der Übung, dass ich ganz nervös werde und natürlich viel zu früh starte. Und so war die Fahrt im Dunklen über die Autobahn auch erstaunlich anstrengend, obwohl mein Mann den perfekten Kartenleser abgab. 😉 Vor dem Veranstaltungsort – eine Halle, die von der Architektur her sehr an einen riesigen Übersee-Container erinnerte – angekommen, standen wir noch vor unserem Auto als wir schon von einem Passanten (gekleidet in ein „Gegen Nazis“-Shirt) gefragt wurden, ob er hier am richtigen Ort sei. Daraufhin entspann sich ein etwas seltsames, aber auch nettes Gespräch über den jeweiligen Herkunftsort (alle miteinander von weit weg zugereist :D), das Leben auf dem Land (keine Nachbarn, die sich bei Partys beschweren, dafür muss man sich nachts den Weg mit der Taschenlampe suchen) und ähnliche Sachen, bis der Typ seine Begleitung aus dem Auto holen ging.

Wir gingen dann schon mal ins Foyer und nicht nur anhand der Wartenden konnte man schon feststellen, dass die Örtlichkeit etwas alternativ und links angehaucht war (so seltsam es klingt, allein anhand des Geruchs beim Öffnen der Tür hätte ich das schon sagen können), auch wenn das Konzertpublikum an sich ein breites Spektrum bot. Kurz darauf wurde der Einlass schon freigegeben und wir suchten uns einen bequemen Sitz mit gutem Blick auf die Bühne. Sitz-Konzerte sind ja immer so eine Sache, aber in diesem Fall ist ein bequemer Stuhl wirklich angebracht, da die Musik tatsächlich sehr ruhig ist.

Kaum saßen wir, setzte sich neben uns ein Paar – Mitte bis Ende 50 – und erkundigte sich bei meinem Mann, was für Musik denn für den Abend zu erwarten sei, sie hätten von der Band noch nie was gehört … Und dann versuchte mein Mann Worte zu finden, um die sehr langen und hallenden Töne, den sehr speziellen Sound, die Atmosphäre und das Besondere an „Bohren und der Club of Gore“ zu beschreiben, während sich wenige Minuten später jemand aus der Reihe davor umdrehte, zustimmte oder ergänzte – und man doch das Gefühl hatte, dass das Paar sich noch keine Vorstellung von dem Ganzen machen konnte. Was eigentlich kein Wunder war.

Beim Reinkommen sah man schon die halbdunkle Bühne, auf der die Instrumente nur minimal beleuchtet waren. Als das Konzert dann anfing, verschwand auch dieses Licht, während die Musiker mit einer Taschenlampe in der Hand den Weg suchten – und viel heller wurde es das ganze Konzert über nicht. Winzig kleine farbige Strahler sorgte für genügend Licht, dass die Künstler ihre Instrumente spielen und bei Bedarf von einem Platz zum anderen wechseln konnten, während fast 1 1/2 Stunden lang der ganze Raum nur von der Musik erfüllt war. Es fällt mir wirklich schwer, die Musik zu beschreiben – Natira gegenüber habe ich sie vor kurzem als „Blaue Stunden“-Musik bezeichnet und beim Konzert gab es ein Stück, bei dem ich dachte, dass es perfekt wäre für einen dialog-armen französischen Film (gibt es dialog-arme französische Filme?), der in einem fahrenden Zug bei strömendem Novemberregen spielt. Die Stücke haben etwas Noir-Artiges, Melancholisches, aber auch beruhigend Meditatives, wenn man sich erst einmal darauf einlässt. Es ist spannend, wenn man so bewusst die einzelnen Töne wahrnehmen kann und trotzdem das Zusammenspiel der Instrumente so präsent ist.

Ich gehe sonst gern auf Konzerte, bei denen man rumspringt und tanzt und mitsingt und sich richtig auspowert, und das hier war genau das Gegenteil davon. Nach diesem Abend mit „Bohren und der Club of Gore“ hatte ich eher das Gefühl, ich hätte Energie getankt, wäre ein bisschen mehr bei mir angekommen und hätte Stress abladen können. Ein ziemlich schönes Gefühl war das und ist es immer noch – gerade weil es den anderen Zuschauern ebenso zu gehen schien und das Ganze so noch intensiver wirkte.

Celia L. Grace: Die Heilerin von Canterbury und die Bruderschaft des Todes (Hörbuch)

Da mich „Die Heilerin von Canterbury und das Buch des Hexers“ so gut unterhalten hatte und so schnell gehört war, habe ich den folgenden Teil, „Die Heilerin von Canterbury und die Bruderschaft des Todes“, gleich hinterhergeschoben. Dieses Mal dreht sich die Handlung um Spione und Intrigen, um Mönche und Königinnen – eine ganz nette Zusammenstellung, wie ich finde. Kathryn wird von dem Erzbischof von Canterbury mit einer ungewöhnlichen Aufgabe betraut, bei der sie sich intensiv mit den Vorgängen in einem Kloster auseinandersetzen muss. Dort verstarb vor einigen Tagen der älterer Mönch Bruder Adworth, was nicht weiter bemerkenswert gewesen wäre, wäre der alte Mann nicht der Beichtvater der Königinmutter Cecily von York gewesen.

Noch pikanter wird die Angelegenheit durch diverse „Wunder“, die der Verstorbene nach seinem Tod bewirkt haben soll. Um nun die Heiligsprechung von Roger Adworth in die Wege leiten zu können, müssen die Vorfälle genau untersucht werden – wobei Kathryn als „advocata diaboli“ fungiert. Sie findet nicht nur schnell heraus, dass der verstorbene Bruder getötet wurde, sondern auch, dass eine Verbindung zu der Ermordung eines Spions besteht, der sich mit Column, dem Beauftragten des Königs in Canterbury, hätte treffen sollen.

Auch für diese Hörbuchumsetzung wurde die Buchvorlage gekürzt wiedergegeben, und auch dieses Mal hatte ich nicht das Gefühl, dass ich für die Lösung des Kriminalfalls relevante Details verpassen würde. Deshalb vermutete ich anfangs, dass sich die Kürzungen vor allem auf die kleinen persönlichen Szenen beziehen, die dem Roman noch etwas mehr Atmosphäre verleihen und auf Details des Alltagslebens zu dieser Zeit eingehen. Allerdings habe ich in der Zwischenzeit herausbekommen, dass es in der Romanvorlage einen zweiten Handlungsstrang gibt, der sich um eine Rattenplage in Canterbury dreht. Das wäre bestimmt auch interessant gewesen, wenn man bedenkt, welche Risiken damit im 15. Jahrhundert verbunden waren.

Insgesamt fand ich das Hörbuch wieder sehr unterhaltsam, denn auch ohne die diversen Details und den zweiten Handlungsstrang bekommt man immer noch eine Menge Informationen über das Leben und den Alltag zu dieser Zeit in Canterbury, erhält einen Einblick in die internen Probleme der königlichen Familie und in die Schwierigkeiten, die entstehen, wenn man als normaler Bürger in die Angelegenheiten der Herrschenden hineingezogen wird. Diese Mischung aus historischen Details und sympathischen fiktiven Figuren hatte mir schon bei den Romanen gefallen, außerdem fühlen sich die Kriminalfälle stimmig an. Motive, Täter und Durchführung der Tat wirken auf mich nicht totkonstruiert, sondern passend für die Zeit und die technischen Mittel.

Wie schon bei „Das Buch des Hexers“ wurde auch dieses Hörbuch von Renate Kohn gesprochen, die ihre Sache wieder sehr gut gemacht hat. Auch mit der Tonqualität und der Trackeinteilung war ich zufrieden (auf die genaue Tracklänge habe ich dieses Mal nicht geachtet, weil ich beim Hören mit Gewächsen aus der Hölle kämpfte). Ach, einen Punkt hatte ich bei der letzten Rezension ganz unterschlagen: Die Übergänge zwischen den Tracks werden von mittelalterlicher Musik (mal rein instrumental, mal mit Gesang) begleitet, die ich zwar ganz nett finde, auf die man meinetwegen aber auch hätte verzichten können.

SuB-Zuwachs im März

Michael Boccacino: Charlotte und die Geister von Darkling
[Eine Gouvernante, zwei Schutzbefohlene und ein Haus voller schauriger Wesen, in dem der Tod keine Macht hat … – ich bin gespannt!]

Thomas Finn: Schwarze Tränen
[Bewährter Autor und interessante Grundidee mit Faust-Thema …]

Daniel Holbe: Giftspur
[Der erste „eigene“ Roman von Daniel Holbe – mal schauen, was er macht, wenn er keinen „Andreas Franz“ schreibt]

Jim Henson’s Tale of Sand
[Ein nicht verwirklichtes Drehbuchprojekt von Jim Henson bildet die Basis für diesen Comic und als jemand, der mit Jim Hensons Werken so viele tolle Erinnerungen verbindet, musste ich diesen Band haben. :)]

7 Days – 7 Books

Es ist wieder so weit und Melli und Mandy rufen erneut zu den „7 Days – 7 Books“ auf. Dieses Mal bieten die beiden sogar zwei Termine an. Einmal eine ganze Woche (plus Extra-Tag) rund um Ostern und dann eine Mini-Version, die in der nächsten Woche beginnt. Da ich die Osterfeiertage sowieso zwischen Büchern verbringen wollte, passt mir der Zeitpunkt schon mal sehr gut, und in der kommenden Woche bin ich vermutlich auch flexibel genug, um ein paar Lesestunden einrichten zu können.

Während der „7 Days – 7 Books“-Mini-Version werde ich mich vermutlich auf meine geliehenen Bücher konzentrieren. Denn eigentlich wollte ich in diesem Monat meinen Leih-SuB etwas abarbeiten, habe aber stattdessen mal wieder lauter andere Sachen gelesen, obwohl ich doch so schöne Titel ausgeliehen habe.
 
Was ich mir für die „7 Days – 7 Books“ im April vornehme, weiß ich noch nicht. Das werde ich dann kurzfristig entscheiden, je nachdem worauf ich Lust habe und welcher Buchstapel mir mal wieder über den Kopf wächst. 
Wer ebenfalls Lust hat sich an dieser Aktion zu beteiligen, kann sich entweder HIER (bei Mandy) oder HIER (bei Melli) anmelden. Ich freu mich jetzt schon auf das gemeinsame Lesen und den intensiven Austausch über die (täglichen) Blogbeiträge und Kommentare!

Celia L. Grace: Die Heilerin von Canterbury und das Buch des Hexers (Hörbuch)

Vor einigen Jahren habe ich gern historische Kriminalromane gelesen, darunter auch Bücher aus der Reihe „Die Heilerin von Canterbury“ von Celia L. Grace. Hinter dem Autorennamen „Celia L. Grace“ verbirgt sich der Historiker Paul Doherty, der unter weiteren Pseudonymen noch viele andere historische Romane geschrieben hat – ich muss aber zugeben, dass ich die weiteren Reihen nicht kenne. Die Hörbuchversion von „Die Heilerin von Canterbury und das Buch des Hexers“ wurde vom Eichborn Verlag deutlich gekürzt, was aber nicht dafür gesorgt hat, dass man der Handlung nicht mehr folgen kann. Alle Passagen rund um die Ermittlungen fügen sich gut zusammen, und wenn man nicht wüsste, dass der Autor gern kleine Alltagsszenen in die Geschichte einbaut, würde man vermutlich gar nichts vermissen.

In diesem Band der Reihe rund um die Heilerin von Canterbury muss sich Kathryn Swinbrooke mit der Ermordung des Magiers Tenebrae auseinandersetzen. Die verwitwete Ärztin wird inzwischen regelmäßig von der Ratsversammlung von Canterbury herangezogen, um gemeinsam mit Culumn, dem Sonderbeauftragten von König Edward IV., in Todesfällen zu ermitteln, die die Mächtigen des Landes in Unruhe versetzen. Der Rosenkrieg ist gerade mal ein Jahr her, und noch immer versucht England, mit den neuen – und noch unsicheren – Machtverhältnissen zurechtzukommen.

Der Tod Tenebraes und das Verschwinden seines magischen Buches alarmieren nicht nur die diversen Pilger, die den Magier aufsuchen wollten, sondern auch die Königin, die sich immer wieder ratsuchend an den Magier gewandt hatte. Denn Tenebrae war nicht nur für seine Magie berühmt, sondern auch für all die Geheimnisse, die er seinen Klienten entlockt und zu seinen Gunsten verwendet hatte. Dieses Wissen über die Schwachstellen und Verfehlungen seiner Kunden sammelte der unangenehme Mann in seinem schwarzen Buch und erpresste so Geld und Gefälligkeiten. Auch die Pilgergruppe, die den Mager am Vormittag seines Todes aufgesucht hatte, musste Tenebraes Wissen fürchten – und so steht für Kathryn und Culumn schnell fest, dass sich der Mörder unter ihnen befindet.

Was den Krimianteil angeht, so ist diese Geschichte jetzt nicht so wahnsinnig spannend. Aber ich fand es interessant, die verschiedenen Verhöre und Gespräch zu verfolgen und mir meine eigenen Gedanken zum Ablauf des Mordes zu machen. Noch reizvoller waren die vielen Szenen, in denen der Alltag in einer Stadt wie Canterbury rund um 1470 dargestellt wird. Auch wenn es davon in diesem Hörbuch deutlich weniger Momente gab als in den Romanen, hatte ich doch das Gefühl, dass mir hier auf beiläufige und wenig plakative Weise das ganz normale Leben nähergebracht wurde – und das nicht nur aus Kathryns Sicht, die als relativ gebildete Frau ein recht privilegiertes Leben führt.

Die Sprecherin Renate Kohn war mir vor diesem Hörbuch – wenn ich mich richtig erinnere – noch nicht untergekommen, aber sie hat mir gut gefallen. Ich mochte ihre Stimme, sie hat die verschiedenen Szenen lebendig, aber nie übertrieben gelesen und den verschiedenen Charakteren dezent Individualität verliehen. So hat ihre Leistung dazu geführt, dass ich mir die Geschichte sehr gern vorlesen ließ und mich schon auf das zweite Hörbuch rund um die Heilerin von Canterbury freue.

[Kulinarisches] Kraut’n’Cheese auf Kartoffelboden

Ich bin vor einigen Wochen über ein Rezept für eine „Sauerkraut-Quiche“ gestolpert und habe damit ein bisschen rumprobiert. Das Ergebnis war eine sehr leckere „Kraut’n’Cheese auf Kartoffelboden“-Version und ist eindeutig wert, geteilt zu werden!

Zutaten (für 4 Personen):

500 g Kartoffeln
1 1/2 TL Salz
1 1/2 EL Mehl
ca. 500 g Sauerkraut (Abtropfgewicht)
1 Lorbeerblatt
50 g Butter
50 g Mehl
400 ml Milch
200 g mittelalter Gouda
Panko
Salz, Pfeffer, Muskat, Petersilie

Das Sauerkraut abspülen, mit dem Lorbeerblatt in einen Topf geben, mit Wasser bedecken und zum Kochen bringen. 25 Minuten im geschlossenen Topf köcheln, dann abgießen und abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die Kartoffeln schälen, fein reiben und zusammen mit 1 1/2 TL Salz in ein Sieb geben und ca. 10 Minuten stehen lassen, um das Wasser aus den Kartoffeln zu ziehen. Währenddessen 50 g Butter, 50 g Mehl und 400 ml Milch abmessen, den Gouda reiben und die Auflaufform buttern. Den Backofen auf 190 Grad (Umluft) vorheizen.

Die Kartoffeln mit den Händen kräftig ausdrücken, gründlich mit den 1 1/2 EL Mehl mischen und die Masse gleichmäßig auf dem Boden der Auflaufform verteilen und festdrücken. Die 400 ml Milch in einem kleinen Topf erwärmen, dann die Butter bei mittlerer Hitze in einem größerem Topf schmelzen, die 50 g Mehl zugeben und zu einer homogenen, klümpchenfreien Masse verrühren, nach und nach die Milch zugeben und verrühren, bis die Sauce gründlich angedickt ist. Nun das Sauerkraut ausdrücken und zusammen mit dem geriebenen Gouda zur Sauce geben, das Ganze verrühren bis der Käse geschmolzen ist, und mit Salz, Pfeffer, Muskat und Petersilie abschmecken. Dann die Sauerkraut-Masse gleichmäßig auf dem Kartoffelboden verteilen, das Ganze mit Panko bestreuen und für 35 bis 40 Minuten im Ofen backen.

Baum- und Tonnen-Katzen

In den letzten Tagen habe ich die Katzen mal wieder erwischen können. Vor allem bei Shandy und Christie kommt das ja nicht ganz so häufig vor.

Shandy bei seinen intensiven Schmuseattacken zu erwischen ist fast unmöglich. Dafür habe ich ihn immerhin mal in einer der Schmusepausen aufs Foto bannen können.

Ich weiß gar nicht, ob ich unsere neue Kratztonne schon gezeigt hatte. Die Höhlen nutzen die vier so gut wie gar nicht, aber das war auch schon bei unserer alten Tonne so. Dafür lieben sie die Plattform und die Tatsache, dass sie so auf Augenhöhe mit dem Menschen auf dem Sofa sind. (Ich bin mir sicher, dass der Tierarzt inzwischen nicht mehr meinen würde, dass Christie zunehmen sollte … *seufz* Die Katze kennt bei ihrer Figur nur die Versionen klapperdürr oder supermollig.)

Zu schade, dass Logan nicht auch die Nächte auf dem Kratzturm verbringt – das würde mir tagsüber so einige Rückenschmerzen ersparen. 😉

Englischer SuB-Zuwachs im März

Da es mit meinen englischen Buchbestellungen doch schneller ging als erwartet, gibt es mal wieder einen SuB-Zuwachs-Post.

Jennifer Estep: Killer Frost (Mythos Academy #6)
[Abschlussband der Reihe.]

Seanan McGuire: Half-Off Ragnarok
[InCryptid #3 – Ich mag die Reihe einfach und freu mich schon auf den neuen Protagonisten!]

Seanan McGuire: Indexing
[Die Geschichte wurde ursprünglich in einzelnen Episoden für den Kindle veröffentlicht und ist seit Dezember als Sammelband zu bekommen. Urban Fantasy mit Märchenfiguren … :D]

Kein neuer Autor in diesem Monat, aber das liegt daran, dass ich gerade versuche bei einigen Autoren und Reihen auf den aktuellen Stand zu kommen. Da ich in diesem Monat mein vorgenommenes englisches Buch noch nicht gelesen habe, stehe ich wieder vor der schwierigen Wahl, was ich als nächstes englisches Buch in Angriff nehme. So oder so bleibe ich unter den 30 Büchern bei meinem englischen SuB, was mich wirklich freut.