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SuB-Zuwachs im April

Da das Buch schneller als von mir erwartet geliefert wurde, ist es genaugenommen ein März-SuB-Zuwachs und da ich es schon halb durchgelesen habe, wird es auch nicht lange zum SuB zählen, aber ich wollte es trotzdem hier vorstellen … 😉

Soman Chainani: The School of Good and Evil
[Auf vielen Blogs gesehen und als Kiya erwähnte, dass der zweite Teil in diesem Monat erscheint, konnte ich nicht mehr widerstehen.]

Elizabeth Peters: Im Schatten des Todes (Hörbuch)

Auch „Im Schatten des Todes“ von Elizabeth Peters (Pseudonym von Barbara Mertz) habe ich im Rahmen der Hörbuch-Challenge gehört und dabei das Wiedersehen mit langvertrauten Figuren genossen. Die Romane der Autorin rund um Amelia Peabody, ihre Familie und ihre Freunde haben ich vor lange Zeit für mich entdeckt und gerade die ersten Bände immer wieder gelesen, auch wenn ich die Reihe in den letzten Jahren etwas aus den Augen verloren habe. „Im Schatten des Todes“ ist der erste Band rund um Amelia Peabody und die Geschichte wurde für die Hörbuchumsetzung gekürzt, ohne dass ich das Gefühl hatte wirklich relevante Passagen zu verpassen.

Amelia (die ich übrigens auch schon länger als eine Kandidatin für mein Figurenkabinett im Hinterkopf habe) ist zu Beginn der Geschichte 32 Jahre alt. In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts ist sie damit definitiv eine alte Jungfer und nachdem ihr Vater stirbt und ihr sein – überraschend großes – Vermögen vermacht, beschließt sie, dass sie auf Reisen gehen möchte. Ihr Vater hat sich als Wissenschaftler mit diversen fremden Kulturen beschäftigt und auch ihre eigene Neigung zum Lernen immer gefördert. Amelias erstes Ziel soll Ägypten sein, da sie sich sehr für Archäologie interessiert. Bei einem Zwischenstop in Rom sammelt Amelia – die inzwischen ihre Reisebegleiterin aufgrund gesundheitlicher Probleme verloren hat – die junge Evelyn Barton-Forbes auf, eine von ihrer Familie verstoßene Adelige, mit der sie sich schnell anfreundet.

Endlich in Kairo angekommen erkundet Amelia nicht nur jede erreichbare Pyramide, sondern erlebt auch die eine oder andere ungewöhnliche Begebenheit. Außerdem lernen sie und Evelyn die Brüder Emerson kennen, zwei britische Archäologen, die auf dem Weg zu einer Ausgrabung sind. Und da Evelyn auf den ersten Blick Interesse an Walter Emerson entwickelt hat, sieht es Amelia als ihre Pflicht an für ein Wiedersehen zwischen den beiden zu sorgen – vor allem, da es ihr die Möglichkeit geben wird, einmal ihre Nase in eine Ausgrabung zu stecken.

Wie es sich für einen gemütlichen Kriminalroman gehört, setzt Elizabeth Peters bei ihrer Amelia-Peabody-Reihe vor allem auf die Gestaltung und Entwicklung der Figuren und so ist es kein Wunder, dass man als Hörer recht schnell dahinter kommt, welche Person und welche Motive hinter den seltsamen Vorfällen in Kairo und später an der Ausgrabungsstätte stecken. Aber das schadet nichts, da die verschiedenen Charaktere so angenehm individuell und liebenswert gestaltet wurde. Amelia ist eine energische Frau mit entschiedenen Ansichten, die ganz zufrieden damit ist eine „finanziell unabhängige alte Jungfer“ zu sein. Wenn sie das Gefühl hat, sie hätte Recht, dann setzt sie ihren Kopf gegen alle Widerstände durch. Evelyn hingegen ist deutlich sanfter und diplomatischer – was auch ganz gut ist, denn sonst wäre sie nicht in der Lage Amelia immer wieder in ihrem Tun zu zügeln oder daran zu hindern sich mit dem älteren Emerson anzulegen.

Ich mag die Figuren einfach, ich mag den Humor der Serie und ich finde die Details über die Ausgrabungen zu dieser Zeit wirklich interessant (wenn auch zum Teil erschütternd, wenn man bedenkt wie viel bei diesen oft wenig wissenschaftlichen Aktionen zerstört wurde), und dass die Autorin selber Archäologin ist, gibt diesen Passagen eine Authentizität, die ich sehr reizvoll finde. So habe ich auch beim Hören des Hörbuchs zum wiederholten Mal die Handlung genießen können, während die Sprecherin Dagmar Heller durch ihre Stimme und Betonung der ganzen Geschichte eine ungewohnten Nuance zufügte.

Grundsätzlich muss ich sagen, dass die Sprecherin ihre Sache sehr gut gemacht hat. Sie hat jeder Figur eine individuelle Note verliehen, ohne dabei zu übertreiben, und ihre Lesung schön facettenreich gehalten. Auch fand ich ihre Stimme passend für Amelia, aus deren Perspektive das Ganze erzählt wird, und die mit ihren über 30 Jahren auch eine „erwachsene“ und manchmal etwas herrisch wirkende Stimme benötigte. Die Tonqualität war auch gut, auf die Länge der Tracks habe ich dieses Mal nicht geachtet, weil ich das Hörbuch immer gleich mehrere Stunden am Stück gehört habe. Insgesamt war es sehr schön auf diese Weise ein Wiedersehen mit Amelia und den anderen genießen zu können.

Gelesen: Januar, Februar und März 2014

Frühere Statistiken sind unter „Diverses“ zu finden.

Bücher:

  1. Helmut Barz: Dophin Dance (Katharina Klein #3)
  2. Kate Brady: Puppengrab
  3. Jim Butcher: Codex Alera 1 – Die Elemente von Calderon
  4. Agatha Christie: While the Light Lasts
  5. Deborah Crombie: Wer Blut vergießt (Duncan Kincaid und Gemma James #15)
  6. Nicholas Drayson: Kleine Vogelkunde Ost-Afrikas
  7. Jennifer Estep: Spider’s Bite (Elemental Assassin #1)
  8. Jennifer Estep: Touch of Frost (Mythos Academy #1)
  9. Jennifer Estep: Kiss of Frost (Mythos Academy #2)
  10. Jennifer Estep: Dark Frost (Mythos Academy #3)
  11. Jennifer Estep: Crimson Frost (Mythos Academy #4)
  12. Jennifer Estep: Midnight Frost (Mythos Academy #5)
  13. Jennifer Estep: Killer Frost (Mythos Academy #6)
  14. Diana Pharaoh Francis: Shadow City (Horngate Witches #3)
  15. Diana Pharaoh Francis: Blood Winter (Horngate Witches #4)
  16. Inés Garland: Wie ein unsichtbares Band
  17. Frances Greenslade: Der Duft des Regens
  18. Rachel Hawkins: Hex Hall 3 – Dämonenbann
  19. Kate Kacvinsky: Dylan and Gray
  20. Stacia Kane: Unholy Ghosts (Downside Ghosts #1)
  21. Lisa Kleypas: Herbstfeuer (Mauerblümchen #2)
  22. Lisa Kleypas: Es begann in einer Winternacht (Mauerblümchen #3)
  23. Lisa Kleypas: Verbotene Früchte im Frühling (Mauerblümchen #4)
  24. Boris Koch: Die Drachenflüsterer-Saga
  25. Kelly McCullough: Die Klinge von Namara (Die Klinge von Namara #2)
  26. Seanan McGuire: Indexing
  27. Deon Meyer: Weißer Schatten
  28. Lisa O’Donnell: Bienensterben
  29. Bea Rauenthal: Dreikönigsmord (Zeitreisekrimi 1)
  30. Michael Robotham: Sag, es tut dir leid
  31. Maggie Stiefvater: Rot wie das Meer
  32. Elizabeth Strout: Mit Blick aufs Meer
  33. Thomas Thiemeyer: Die Chroniken der Weltensucher 2 – Der Palast des Poseidon
  34. Thomas Thiemeyer: Die Chroniken der Weltensucher 3 – Der gläserne Fluch
  35. Sina Trinkwalder: Wunder muss man selber machen
  36. Jacqueline West: Olive und das Haus der Schatten
  37. Jaqueline West: Olive und das Haus der Schatten – Im Bann der Magie
  38. Rosa Wolff: Arm aber bio – Das Kochbuch – feine Ökoküche für wenig Geld
  39. Diane Zahler: A True Princess
  40. Diane Zahler: Princess of the Wild Swans
  41. Gerstenbergs 50 Klassiker: Schriftstellerinnen – Von Madame de La Fayette bis Ingeborg Bachmann

Manga/Comics:

  • Deiner ist meiner ist deiner 2 (Manga)
  • Detektiv Conan 78 (Manga) 
  • Jim Henson’s Tale of Sand (Comic)
  • Pocha-Pocha Swimming Club 1 (Manga)
  • Pocha-Pocha Swimming Club 2 (Manga)
  • Ruinenmärchen (Manga)
  • Schwur der Zeit 2 (Manga)
  • Seiyuu! Say you! 1 (Manga)
  • Seiyuu! Say you! 2 (Manga)

Hörbuch/Hörspiel:

Angefangene und abgebrochene Bücher zähle ich in der Monatsstatistik nicht mit. Dafür kommen ab diesem Jahr auch die Titel auf die Liste, die ich innerhalb kurzer Zeit doppelt lese (oder höre).

April-SuB 2014

Im März hatte ich ein gutes Händchen bei meiner Buchauswahl und konnte mir auch – unter anderem Dank der freigeschaufelten Tage für die „7 Days – 7 Books“ – so einige Lesestunden gönnen. Auch mit den Hörbüchern geht es gut voran, da die mich in den Garten begleiten dürfen, während ich mich mit dem Roden der diversen alten Sträucher beschäftige. Insgesamt habe ich im März 17 Bücher, 1 Manga und 1 Comic gelesen und 4 Hörbücher gehört. Theoretisch hätte ich in den letzten drei Tagen noch etwas lesen können, aber neben der Arbeit habe ich stattdessen nur noch zum DS gegriffen. Beim Beitragschreiben machte sich das auch bemerkbar, obwohl das Rezensieren in diesem Monat eigentlich ganz gut klappte – nur bei den Sachbüchern muss ich endlich mal aktiver werden. Eins habe ich erst gar nicht rezensieren mögen, ein anderes liegt schon eine ganze Weile und ich muss mich endlich mal aufraffen. Immerhin ist der Leih-SuB schön geschrumpft – mal schauen, ob ich die restlichen Leihbücher im April gelesen bekomme.

Im April gibt es wieder eine 8 Tage dauernde „7 Days – 7 Books“-Aktion, die ich hoffentlich ausgiebig zum Lesen nutzen kann. Ansonsten habe ich den Leih-SuB – wie schon erwähnt – für den Monat im Hinterkopf (damit hätte ich dann auch das englische Buch des Monats erledigt) und ansonsten hoffe ich, dass es mit den Sachbüchern endlich voran geht. Fehlt noch das persönliche Vorhaben für den April und das bezieht sich ganz simpel wieder auf 5 Bücher vom SuB (der wurde ja etwas vernachlässigt im März).

A (2)
Ben Aaronovitch: Schwarzer Mond über Soho
Tim Akers: Das Herz von Veridon

B (12)
Quentin Bates: In eisigem Wasser
Quentin Bates: Kalter Trost
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Bettina Belitz: Dornenkuss
Jenna Black: Rosendorn
Michael Boccacino: Charlotte und die Geister von Darkling
P.J. Brackston: Es war einmal ein Mord
Alan Bradley: Flavia de Luce 5 – Schlussakkord für einen Mord
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud  
Brom: Krampus
Jim Butcher: Im Schatten des Fürsten (Codex Alera 2)

C (1)
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)

D (3)
John Dickinson: Das Kind des Schicksals
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften

E (0)

F (9)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Thomas Finn: Schwarze Tränen
Alex Finn: Beastly
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Alan Dean Foster: Quofum
Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym

G (1)
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (11)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Lotte und Søren Hammer: Das weiße Grab
Kim Harrison: Blutschwur (Rachel-Morgen-Serie)
Kim Harrison: Blutsbande (Rachel-Morgen-Serie)
Kim Harrison: Bluteid (Rachel-Morgen-Serie)
Kim Harrison: Blutdämon (Rachel-Morgen-Serie)
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung
Will Hill: Department 19 – Die Wiederkehr
Jim C. Hines: Die Buchmagier
Mark Hodder: Der wundersame Fall des Uhrwerkmannes
Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
Daniel Holbe: Giftspur

I (1)
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

J (0)

K (5)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Celine Kiernan: Schattenpfade
Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung

L (1)
Siri Lindberg: Nachtlilien

M (3)
Chris Marten: Hydra
Christoph Marzi: Lyra
Boris Meyn: Die Schattenflotte

N (2)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter
Garth Nix: Das Imperium der Prinzen

O (0)

P (3)
Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
Renata Petry: Hilgensee
Bernd Perplies: Magierdämmerung – In den Abgrund

Q (0)

R (10)
Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
Mike Resnick: Mallory und der Taschendrache
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre

S (8)
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (5)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

U (0)

V (1)
Uwe Voehl: Tod und Schinken

W (5)
Danny Wallace: Auf den ersten Blick
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Gabriella Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Gabriella Wollenhaupt: Grappa und die keusche Braut
Elizabeth Woods: Caras Schatten

X (2)
Xinran: Gerettete Wort
Xinran: Wolkentöchter

Y (1)
Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

Z (0)

Sonstige (0)

86 Titel auf dem SuB

Englischer SuB:

Amber Benson: Death’s Daughter (A Calliope Reaper-Jones-Novel)
Marie Brennan: A Natural History of Dragons
Sarah Rees Brennan: Unspoken
Julie Campbell: The Gatehouse Mystery (Trixie Belden #4)
Gail Carriger: Changeless (Parasol Protectorate #2)
Gail Carriger: Blameless (Parasol Protectorate #3)
Gail Carriger: Heartless (Parasol Protectorate #4)
Gail Carriger: Timeless (Parasol Protectorate #5)
Soman Chainani: The School of Good and Evil
Mira Grant: Feed
Tanya Huff: The Wild Ways
Lynn Kurland: Star of the Morning
Seanan McGuire: Chimes at Midnight (October Daye #7)
Seanan McGuire: Half-Off Ragnarok (InCryptid #3)
Shawn Thomas Odyssey: The Wizard of Dark Street
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Mastiff (The Legend of Beka Cooper #3)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)
Tamora Pierce: Battle Magic (Circle Reforge)
Julia Quinn: Dancing at Midnight
Julia Quinn: Splendid
Julia Quinn: Minx
Julia Quinn: Everything and the Moon
Julia Quinn: Brighter Than the Sun
Philip Reeve: Larklight

Sonstiges:
West Ward Weird
Home Improvement: Undead Edition
Carniepunk

27 Titel auf dem englischen SuB

(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)

Ian Rankin: Der diskrete Mr. Flint (Hörbuch)

„Der diskrete Mr. Flint“ ist ein Frühwerk des Autors Ian Rankin und die Romanvorlage (die wohl auch nicht so umfangreich ist, zumindest wird mir für die englische Ausgabe eine Seitezahl von 254 angezeigt) wurde für die Hörbuchausgabe gekürzt. Wobei ich nach dem Lesen einer ausführlichen Buchrezension den Verdacht habe, dass vor allem „Actionszenen“ weggefallen sind – auf jeden Fall hatte ich beim Hören nicht das Gefühl, dass ich irgendetwas verpassen oder nicht verstehen würde. Man muss aber schon etwas aufpassen, um nicht durcheinander zu kommen, wenn auf einmal wieder eine Person eine Rolle spielt, die eher am Anfang der Geschichte Erwähnung fand.

Aber ich nehme schon wieder Sachen voraus, also erst einmal ein paar Worte zum Inhalt des Hörbuchs. Die Geschichte dreht sich um Miles Flint, der als „Aufpasser“ beim MI5 in London arbeitet, und spielt in den 80er Jahre, zu einer Zeit als die Bomben der IRA eine regelmäßige Bedrohung darstellten. Miles Arbeit ist weder aufregend, noch besonders gefährlich. Er ist nur einer von vielen Agenten, die Tag für Tag verdächtige Personen beobachten, ihren Bewegungen analysieren und ihre Gespräche abhören. Doch dann läuft bei einer simplen Beobachtung etwas schief und Miles muss für den misslungenen Auftrag die Verantwortung übernehmen. In den folgenden Tagen fragt er sich ständig, wie so etwas passieren konnte und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln …

Ian Rankin orientiert sich mit „Der diskrete Mr. Flint“ an den eher ruhigen Spionagegeschichten, die – meinem Gefühl nach – eher vor als während des Kalten Krieges entstanden. Der zurückhaltende Miles muss sich aber nicht mit russischen Spionen auseinandersetzen, sondern vor allem mit seinen eigenen Kollegen vom MI5 und der Befürchtung, dass einer von ihnen ein Doppel- oder gar Dreifachagent sein könnte. Die Handlung wird aus mehreren Perspektiven erzählt, so dass man als Hörer schon früh weiß, dass noch mehr Personen in die Angelegenheit verwickelt sind als Miles absehen kann und dass einer von Miles‘ Kollegen geheime Botschaften mit einer unbekannten Person austauscht.

Mir hat die Geschichte sehr viel Spaß gemacht, ich fand sie kurzweilig und stellenweise von einem angenehm leisen Humor durchzogen. Ich habe eine Schwäche für eher ruhige und klassische Spionagegeschichte und Miles Flint ist mir als Protagonist wieder Willen schnell ans Herz gewachsen. Ein bisschen extrem fand ich seine Käfer-Hobby und nachdem die kriselnde Beziehung zu seiner Frau Sheila anfangs doch einigen Raum einnahm, hätte ich mir gewünscht, dass sie am Ende eine etwas entscheidendere Rolle gespielt hätte. Auch die Zeit, in der das Ganze spielt, hat Ian Rankin schön dargestellt. Auf der einen Seite gibt es da die Bomben und die Paranoia der Menschen (die natürlich bei den Agenten noch ausgeprägter ist als bei den normalen Bürgern) und auf der anderen Seite muss man sein Leben trotzdem weiterleben. Die Gesellschaftskritik – eigentlich vor allem eine Kritik an den beiden Seiten des Nordirland-Konflikt – wird von Ian Rankin nicht gerade dezent angebracht, aber passend innerhalb der Geschichte. Für diejenigen, die von Rankin die Rebus-Geschichten mögen, möchte ich noch anmerken, dass „Mr. Flint“ eigentlich nichts damit zu tun hat. Sowohl der Stil, als auch die Figurenzeichnungen sind vollkommen unterschiedlich – und sollte meiner Meinung nach auch nicht miteinander verglichen werden.

Gelesen wird das Hörbuch von Heikko Deutschmann, den ich als Sprecher sehr gerne mag. Auch bei „Der diskrete Mr. Flint“ hat er eine gute Arbeit abgeliefert, die einzelnen Figuren gut und individuell gesprochen (ich verkneife mir mal die übliche Anmerkung zum Thema Frauenstimmen :D), ohne dabei zu übertreiben. Über die Tonqualität kann ich mich auch nicht beschweren, sonstige Extras gab es nicht, allerdings waren die Tracks mit einer durchschnittlichen Länge um die 10 Minuten doch recht lang. Aufgefallen ist mir das aber erst, als ich nach drei Stunden Schmetterlingsflieder stutzen feststellte, dass ich keine 20 Tracks gehört hatte.

Seanan McGuire: Indexing

Wer in den letzten Tagen meine Beiträge zu den „7 Days – 7 Books“ gelesen hat, hat ja schon mitbekommen, dass ich von „Indexing“ von Seanan McGuire ganz hingerissen bin. Trotzdem wollte ich noch mal eine ausführlichere Rezension zu dem Titel schreiben, da mir das Buch so viel Spaß gemacht hat. Entstanden ist die Geschichte als Fortsetzungsroman für den Kindle, so dass die einzelnen Kapitel anfangs abgeschlossene Kurzgeschichten erzählen, während im Hintergrund eine komplexere Handlung ihren Anfang nimmt. Die Geschichte spielt in heutiger Zeit und dreht sich um ein Team, das die Aufgabe hat, Märchen daran zu hindern wahr zu werden.

Dieses Team besteht aus Henrietta „Henry“ Marchen, Sloane Winters, Jeffrey „Jeff“ Davis und Andrew „Andy“ Robinson. Jeder von ihnen hat eine Verbindung zur Märchenwelt und engagiert sich aus ganz persönlichen Gründen im Kampf gegen die Geschichten – Geschichten, die in der Realität lange nicht so schön und voller Happy Ends sind, wie es einem weisgemacht wird. So ist Henry ein inaktives Schneewittchen und muss sich schon ihr Leben lang davor fürchten, dass ihr Märchen seinen Anfang nimmt. Sloane hingegen ist eine böse Stiefschwester, die tagtäglich ihre natürlichen Impulse unterdrücken muss, um sich nicht in eine skrupellose Mörderin zu verwandeln, während Jeff ein „Schuhmacher“ ist.

Ich muss gestehen, dass Jeffs Rolle für mich am schwierigsten zu identifizieren war, spontan dachte ich bei seiner Beschreibung an ein potenzielles Heinzelmännchen – am Ende habe ich mir die Mühe gemacht und nach den passenden Informationen aus dem Aarne-Thompson-Index zu schauen, nach dem die Märchenfiguren katalogisiert werden. Innerhalb des Romans werden zwei „Märcheneigenschaften“ von Jeff genannt: 1. er hat das unstillbare Bedürfnis Schuhe anzufertigen und 2. er ist unsagbar ordentlich. Letztendlich steht er wohl für den braven Handwerker, der ja in vielen Märchen eine zwar namenlose, aber entscheidende Rolle spielt. Andy hingegen gehört nicht zu den Märchenwesen, er wurde in die ganze Angelegenheit hineingezogen, als sein Bruder bei einem Dornröschen-Vorfall starb.

Diese vier Ermittler bemerken schon zu Beginn des Romans eine ungewöhnliche Häufung von Vorfällen – vor allem aber gibt es unerklärlicherweise immer mehr Märchenfiguren, die sich als jemand anderes entpuppen, als sie anfangs zu sein scheinen. So stellt sich zum Beispiel eine als „Schneewittchen“ identifizierte junge Frau letztendlich als „Dornröschen“ heraus, was natürlich eine vollkommen andere Vorgehensweise erfordert hätte, um ihr Märchen daran zu hindern wahr zu werden. Während also auf der einen Seite die Gruppe rund um Henry gegen all die Geschichten angehen muss, die erzählt werden wollen, häufen sich auch die persönlichen Probleme der Protagonisten. Je mehr Stress sie haben, je mehr die Märchen nach Verwirklichung drängen, desto mehr müssen auch Henry, Sloane und Jeff aufpassen, dass sie nicht von ihrer Bestimmung eingeholt werden.

„Indexing“ bietet dem Leser keine heile Märchenwelt, sondern eine spannende Geschichte, die voll ist von den düsteren Seiten der diversen Märchen, sowie Leichen und … äh … ich bezeichne es mal als Tieropfer. Auch gibt es viele Disney-Anspielungen, denn – so wird immer wieder betont – wenn eine Märchenvariante erst einmal genügend oft als „richtig“ wahrgenommen wurde, dann ist sie es auch. Außerdem sind mir die Charaktere sehr schnell ans Herz gewachsen, sie sind oft ruppig und unhöflich, aber sie haben auch ihre liebenswerten Seiten und passen während eines Auftrags gut aufeinander auf. Je mehr Seanan-McGuire-Geschichten ich lese, desto mehr „typische Figurentypen“ fallen mir bei ihr zwar auf, aber da ich unter anderem eine Schwäche für ihre Variante einer mörderischen Gothic-Lolita habe, stört mich das nicht.

Neben dem (oft ganz schön schwarzen) Humor und dem kreativen Umgang mit klassischen Märchenmotiven sind es vor allem die überraschenden Einfälle, die dafür gesorgt haben, dass ich den Roman so genossen habe. Manche Wendung ist richtig, richtig böse, aber auf eine Art, die ich als sehr unterhaltsam empfand. Bei anderen habe ich mich einfach nur amüsiert, weil ich die Lösung, die Henry für ein Problem fand, so nie erwartet hätte. Insgesamt kann ich sagen, dass mir „Indexing“ einfach nur Spaß gemacht hat und jeden Pfennig Cent war. Wem die nicht gerade günstige Paperback-Ausgabe aber zu teuer ist, der kann – sofern das passende Lesegerät vorhanden ist – auch auf die Kindle-Ausgabe zurückgreifen, die gerade mal den halben Preis der Printausgabe kostet.

Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage (Hörbuch)

„Sieben verdammt lange Tage“ von Jonathan Tropper hockt schon sehr lange auf meinem SuB, aber so richtig habe ich mich nie in der Stimmung für das Buch gefühlt. Umso erfreuter habe ich zugegriffen, als mir Natira das Hörbuch als Leihgabe angeboten hat. Grundsätzlich mag ich diese Art von Familiengeschichten sehr – vielleicht, weil mir meine Familie im Vergleich den Foxmans gleich sehr viel normaler vorkommt. Aber nach dem Hören dieses Hörbuchs, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich eine Protagonistin benötige, um mich mich wohlzufühlen. Und sei es nur, weil ich dann nicht ständig mit dem fehlenden Sexleben der Hauptfigur und seinen Gedanken und Reaktionen auf jedes einigermaßen attraktive weibliche Wesen konfrontiert werde.

Aber vielleicht sollte ich erst einmal ein paar Worte zur Handlung verlieren. In „Sieben verdammt lange Tage“ dreht sich die Handlung um Judd, der vor ein paar Wochen herausgefunden hat, dass seine Frau Jen ihn mit seinem Chef betrügt. Pikanterweise hat er Jen prompt an ihrem Geburtstag mit ihrem Liebhaber in in ihrem Ehebett erwischt, als er sie früher von der Arbeit kam, um sie mit einer Torte zu überraschen. Die Torte mitsamt den brennenden Kerzen landete dann im Hintern des Chefs und das war es dann mit Judds Ehe. Kurz darauf stirbt Judds Vater, der schon längere Zeit krank war, und um den letzten Wunsch des Toten zu erfüllen, sollen Judd und seine drei Geschwister – wie es sich nach dem traditionellen jüdischen Glauben gehört – sieben Tage Schiwa sitzen.

Während dieser sieben Tage, in denen sich die Mitglieder der Familie Foxman kaum aus dem Weg gehen können, kommen viele Gefühle hoch, die seit Jahren von allen totgeschwiegen wurden, und alte und aktuelle Konflikte lassen sich nicht länger ignorieren. Während Judds ältere Schwester Wendy von ihrem vielbeschäftigen Ehemann Barry mit den drei kleinen Kindern ständig allein gelassen wird und ihrem Jugendfreund hinterhertrauert, wirft sein Bruder Paul ihm vor, dass er seinetwegen nicht aufs College gehen konnte. Außerdem ist Paul mit Judds Ex-Freundin Alice verheiratet und die beiden versuchen seit Jahren vergeblich Kinder zu bekommen, während Judds Frau Jen gerade festgestellt hat, dass sie schwanger ist. Einzig Phillip, der jüngste der Foxman-Geschwister, scheint unbelastet durchs Leben zu gehen, doch natürlich trügt der Anschein.

Wie schon erwähnt, mochte ich die Familienszenen in dieser Geschichte. Die Liebe zwischen den Geschwistern ist ebenso greifbar wie all die größeren und kleineren Verletzungen, die sie sich gegenseitig – mal mehr, mal weniger absichtlich – zugefügt haben. Auch das Verhältnis zu den Eltern ist nicht ganz ungetrübt und so langsam wird Judd und seinen Geschwistern klar, dass sie ihren Vater verloren haben und keine Gelegenheit mehr haben werden, um ihm näher zu kommen. Was ich nicht mochte – und ich muss zugeben, dass ich grundsätzlich ein Problem damit habe – ist die … ähm … sexuelle Bedürftigkeit von Judd. Seit der Trennung von Jen hat er mit keiner Frau mehr geschlafen (wobei im Laufe der Geschichte klar wird, dass der letzte Sex keine drei Monate her ist) und ist so „bedürftig“, dass er anscheinend an nichts anderen mehr denken kann. Ständig betrachtet und beurteilt er Busen, Beine und Hintern und das hinterlässt bei mir einen ziemlich fiesen Nachgeschmack …

Der Sprecher, Andreas Pietschmann, liefert solide Arbeit. Ich fand seine Lesung passend und unterhaltsam und er verlieh den einzelnen Charakteren einen ausreichenden Wiedererkennungswert. Dass die Frauenstimmen immer mal wieder etwas unnatürlich klangen, fällt nicht so schwer ins Gewicht, da er bei diesen Passagen nicht so extrem die Stimme verstellte wie manch anderer Sprecher – da kann ich das verzeihen. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich jetzt weder die Stimme von Andreas Pietschmann, noch seine Leistung so herausstechend fand, dass er für mich einen Wiedererkennungswert besitzt.

7 Days – 7 Books (Mini-Version): Fazit

Montag und damit zurück im Alltag, nachdem ich mir in der letzten Woche Donnerstag und Freitag etwas zum Lesen freigeschaufelt habe. Es ist vermutlich keine Überraschung, wenn ich sage, dass ich die Tage bevorzuge, an denen ich die Hälfte der Zeit mit einem Buch vor der Nase verbringen kann. 😉

Es hat Spaß gemacht die letzten vier Tage so intensiv zu lesen und dem Leih-SuB hat es auch gut getan. Vielleicht sollte ich mir den (zumindest zum Teil) auch für die längere „7 Days – 7 Books“-Aktion zu Ostern vornehmen. Die Kommentarrunden haben wieder einiges an Lesezeit gekostet, aber ich finde es spannend wie unterschiedlich wir alle lesen und welche Titel es auf den anderen Blogs so zu entdecken gibt. Aber vor allem finde ich es immer wieder erstaunlich wie viel Lesezeit doch zusammenkommt, wenn ich nicht ganz so viel Zeit online verbringe, wenn ich die Konsolen abends liegen lasse und mich auch sonst nicht so schnell vom Buch ablenken lasse. Trotzdem läuft es in der Regel darauf hinaus, dass ich spät am Abend, wenn alles ruhig ist, die meisten Seiten lese. 😉

Insgesamt habe ich folgende Bücher gelesen:

Donnerstag + Freitag:
Maggie Stiefvater: Rot wie das Meer (430 Seiten)
(Sympathische Protagonisten, gute Grundidee, sehr tolles und atmosphärisch beschriebenes Inselfeeling!)

Samstag:
Nicholas Drayson: Kleine Tierkunde Ost-Afrikas (288 Seiten)
(Ebenfalls sympathische Figuren, leiser Humor, gesellschaftskritische Untertöne, faszinierende Informationen und Anekdoten, die in die Handlung eingestreut werden, und die Tatsache, dass es einen kleinen Einblick in die indischstämmige Gesellschaft Ost-Afrikas bietet.)

Sonntag:
Jim Henson’s Tale of Sand (160 Seiten)
(Skurriler Comic mit guten Zeichnungen, schönem Panelaufbau und einigen bizarren Elementen nach einem unveröffentlichen Drehbuch von Jim Henson)
Lisa Kleypas: Herbstfeuer (320 Seiten)
(Eher unbeabsichtigter Re-Read. 😀 Unterhaltsamer Historical und so nett, dass ich gleich zum nächsten Band gegriffen habe.)
Lisa Kleypas: Es begann in einer Winternacht (234 von 352 Seiten gelesen)
(Ebenfalls unterhaltsam, aber die Zeit hat nicht gereicht, um es gestern vor Mitternach noch zu beenden.)

Donnerstag bis Sonntag:
Seanan McGuire: Indexing (Seite 32 bis 195 gelesen)
(So coole Urban-Fantasy-Geschichte mit einer erfrischend ungewöhnlichen Geschichte, tollen Charakteren und einem wunderbaren Humor! :D)

1435 Buchseiten plus 160 Comicseiten oder auch 3 1/2 + 3/4 Buch und ein Comic … oder so … Aber viel wichtiger als jede Zahl ist, dass ich – sollte ich heute Abend noch die letzten 60 Seiten von „Es begann in einer Winternacht“ gelesen bekommen – vier Bücher vom Leih-SuB streichen kann. Das ist deutlich mehr als ich gehofft hätte. 🙂

7 Days – 7 Books (Mini-Version): Tag 4

Und schon hat der letzte Tag dieser Aktion begonnen. Gestern habe ich „Kleine Tierkunde Ost-Afrikas“ gelesen. Auch wenn ich den Sprung von vier Jahren zwischen diesem Band und „Kleine Vogelkunde Ost-Afrikas“ nicht erwartet hatte und etwas irritiert war, dass die Geschichte so einen Neustart hinlegen musste, so fühlte ich mich mit Mr. Malik und den anderen Mitglieder der indischen Gemeinschaft in Nairobi wieder sehr wohl und habe die kleinen und größeren Erlebnisse, die ihnen hier passieren, sehr genossen. Außerdem habe ich am Samstag zwei weitere „Indexing“-Kapitel gelesen, so langsam werden die Geschehnisse im Hintergrund immer spannender, während die einzelnen Episoden weiterhin schön skurril, amüsant und auch immer wieder überraschend sind. Ach, ich mag diese Geschichte wirklich! Schade, dass ich nur noch 7 Kapitel vor mir habe – ich hätte nichts dagegen, wenn die Autorin noch mehr in dieser Richtung schreiben würde! 🙂

Heute Vormittag werde ich erst einmal zu dem „Jim Henson’s Tale of Sand“-Comic greifen und danach wohl noch ein neues Buch anfangen, aber da habe ich mich noch nicht genau entschieden. Ein englischer Titel würde mir gerade zu lange dauern – außerdem lese ich ja noch an „Indexing“ – und bei den deutschen Leihgaben schwanke ich im Moment zwischen einem Historical (Lisa Kleypas vielleicht?) und dem dritten Hex-Hall-Band. Aber vielleicht fische ich ja doch etwas vollkommen anderes aus dem Stapel. Erst einmal muss ich so langsam wach werden und dann sehe ich weiter … 😉

Update 11:15 Uhr

Gerade habe ich „Jim Henson’s Tale of Sand“ beendet und muss das Ganze noch etwas sacken lassen. Der Comic wurde von Ramón K. Pérez nach einem unveröffentlichen Drehbuch von Jim Henson gezeichnet. Insgesamt gibt es wenig Text in dem Band, dafür werden immer wieder Originalseiten des Drehbuchs in die Gestaltung eingebaut (diese Textelemente finde ich wirklich spannend zu lesen – da würde ich doch zu gern mal das ganze Skript in den Händen halten). Die Geschichte ist unglaublich bizarr. Ein Mann erreicht eine kleine Westernstadt in der Wüste, wo gerade eine rauschende Feier stattfindet, bekommt eine Karte in die Hand gedrückt und wird darüber informiert, dass er zehn Minuten Vorsprung bekommt. Er weiß genauso wenig wie die Leser, was es mit dieser ganzen Aktion auf sich hat, bekommt aber schnell mit, dass er mit Überschreiten seiner „Startlinie“ zum Gejagten wird. Doch statt einfach nur eine Menschenjagd durch die Wüste zu verfolgen, bekommt man als Leser diverse skurrile Situationen präsentiert, die dieser Mann erlebt. Pérez Zeichnungen passen wunderbar zu so einer bizarren und altmodisch anmutenden Handlung und auch wenn ich die eher zarten Farben etwas gewöhnungsbedürftig fand, unterstreichen sie die Atmosphäre des Comics gelungen. Von dem Panelaufbau bin ich geradezu hingerissen und das Charakterdesign ist toll. Auf jeden Fall muss ich jetzt dieses erste Lesen etwas sacken lassen, bevor ich mich noch einmal intensiver mit „Tale of Sand“ beschäftige – sehr cool, sehr skurril und definitiv eine Anschaffung wert!

Update 15:20 Uhr

Für meinen Geschmack hatte ich ein bisschen viel Auswahl für den Nachmittag. Inzwischen habe ich mich aber für „Herbstfeuer“ von Lisa Kleypas entschieden, nachdem ich Irinas begeisterte Rezension zu dem Titel noch einmal gelesen habe. Wenn mir die Geschichte nur halb so gut gefällt wie ihr, dann habe ich wohl ein paar nette Lesestunden vor mir. Auch wenn die neuen Nachbarn vor zwei Stunden wieder mal angefangen haben weitere Habseligkeiten in die Wohnung über uns zu schleppen. Ihr Kind ist inzwischen so quengelig, dass man das „Mama“-Gebrüll kaum noch überhören kann und ich hoffe sehr, dass es bald so müde ist, dass es oben wieder etwas ruhiger wird. Ich möchte niemals, dass irgendein Kind meinetwegen nur noch auf Zehenspitzen durch seine Wohnung schleicht (so bin ich nämlich aufgewachsen und das ist blöd!), aber trotzdem fällt es mir schwer diese lauten und ungewohnten Geräusche so weit auszublenden, dass ich in Ruhe arbeiten oder lesen kann. Tja, ich werde wohl in den nächsten Jahren damit leben müssen …

Update 16:00 Uhr

Ich möchte mich hiermit lauthals über Historical-Titel beschweren! 😀 Dass mir die Personennamen vertraut vorkamen, war ja klar, da ich schon was aus der Reihe gelesen habe. Dass ich aber erst mitten im Prolog merke, dass mir das ganze so vertraut vorkommt, weil ich genau diesen Band auch schon verschlungen habe, liegt ganz bestimmt nur an dem nichtssagenden Titel! 😉 Trotzdem bin ich inzwischen auf Seite 82 angekommen, weil die Geschichte so nett ist, dass ich sie nicht aus der Hand legen mag …

Update 19:15 Uhr

Ach ja, ich mag den Humor von Lisa Kleypas. 😀 Auch als Re-Read war „Herbstfeuer“ schön zu lesen und weil ich gerade so in Stimmung bin, greife ich nach dem Kochen wohl zu dem nächsten Band der Mauerblümchen-Reihe. „Es begann in einer Winternacht“ handelt von einem adeligen Lebemann, der finanziell am Ende ist, und einer schüchterne Dame, die alles tun würde, um ihrer Familie zu entfliehen. Doch, das klingt nett und ich hoffe, es ist ebenso amüsant wie „Herbstfeuer“. So wichtig mir eine stimmige Liebesgeschichte ist, so sehr glaube ich langsam, dass für mich der Humor bei diesen Historicals noch deutlich wichtiger ist. Ich mag Bücher, die amüsant sind, ohne zwanghaft lustig sein zu wollen. 🙂

Update 21:30 Uhr

Ich habe mir nach dem Abendessen dann doch noch ein Kapitel „Indexing“ gegönnt, damit ich da nicht wieder vor dem Schlafengehen weiterlese und dann nicht ins Bett gehen mag, weil ich doch eigentlich gern mehr lesen würde. Jetzt aber geht es wirklich mit „Es begann in einer Winternacht“ los – mal schauen, wie weit ich damit bis Mitternacht noch so komme (und ob das wieder ein typischer Sonntagnacht-komme-ich-nicht-früh-ins-Bett-Fall wird). Ich weiß gar nicht, warum ich Montagmorgens immer so müde bin und solche Probleme damit habe, dass ich wieder einen normalen Arbeitsrhythmus aufnehmen sollte … 😀

Update 23:55 Uhr

Kurz vor Mitternacht und somit Zeit für ein letztes Update. Bei „Es begann in einer Winternacht“ bin ich jetzt auf Seite 234 – ich mag die Protagonisten, auch wenn ich ständig das Gefühl habe, dass manche Elemente schon sehr ausgenudelt sind. Die stotternde Protagonistin, die von ihrer Familie schlecht behandelt wurde, ist nun wirklich nicht gerade neu. Aber ich mag Evie und es gibt genügend Szenen, die mich zum Kichern bringen, dass ich wirklich Spaß mit dem Buch habe. Auch wenn die „7 Days – 7 Books“ nun beendet sind, werde ich wohl noch ein paar Minuten lesen, bevor es ins Bett geht. Morgen gibt es dann noch ein Fazit und eine abschließende ausführliche Blogrunde. 🙂

Übersicht:

Tag 1:
Indexing (Kapitel 2, Seite 32-62)
Rot wie das Meer (Seite 181/430)

Tag 2:
Indexing (Kapitel 3, Seite 63-94)
Rot wie das Meer (Seite 430/430)

Tag 3:
Indexing (Kapitel 5, Seite 95-161)
Kleine Tierkunde Ost-Afrikas (beendet)
Rot wie das Meer (beendet)

Tag 4:
Indexing (Kapitel 6, Seite 161-195)
Es begann in einer Winternacht (Seite 234/352)
Herbstfeuer (beendet)
Jim Henson’s Tale of Sand (beendet)
Kleine Tierkunde Ost-Afrikas (beendet)
Rot wie das Meer (beendet)

7 Days – 7 Books (Mini-Version): Tag 3

Gerade mal zwei Tage gelesen und schon ist die Hälfte der „7 Days – 7 Books“-Mini-Version schon wieder rum. Gestern habe ich „Rot wie das Meer“ beendet (schön!) und ein weiteres Kapitel von „Indexing“ gelesen. Zum Hörbuch hören komme ich am Wochenende in der Regel nicht, also wird es für mich erst am Montag wieder mit „Sieben verdammt lange Tage“ weitergehen. Wenn mein Mann heute bei seiner Lieblingsfreizeitbeschäftigung (Playstation spielen 😉 ) nicht ganz so viel Lärm macht, werde ich den Nachmittag wohl mit einem Buch verbringen können, ansonsten lese ich vor allem heute Abend weiter. Als nächstes nehme ich mir „Kleine Tierkunde Ost-Afrikas“ vor (eine Leihgabe von Natira) und bin schon gespannt, wie es nach den Geschehnissen in „Kleine Vogelkunde Ost-Afrikas“ mit Mr. Malik, Harry Khan und Rose Mbikwa weitergeht. Aber vorher muss ich noch den Wochenendeinkauf und das Putzen des Treppenhauses hinter mich bringen. 😉

Update 16:00 Uhr

Irgendwie habe ich es mal wieder geschafft den Nachmittag online zu verdameln. Die erste Blogrunde ist gedreht (wobei ich bestimmt wieder irgendwelche aktuellen Beiträge oder Updates übersehen habe), Melli wird so langsam bei „Indexing“ schwach – ich kann eigentlich doch ganz zufrieden sein mit dem bisher erreichten. 😉 Jetzt aber genieße ich meinen obligatorischen Nachmittagstee und greife endlich zum Buch! 🙂

Update 21:30 Uhr

Wie so oft um diese Uhrzeit muss ich zugeben, dass ich nicht so viel gelesen habe, wie ich wollte. 😉 Dafür habe ich zwei Blogrunden gedreht (sorry, bei einem Blog kann man anscheinend nur mit einem Google+-Konto kommentieren, dafür melde ich mich da nicht an), mit meinem Mann geschwatzt, Nachrichten geschaut und weiter an meinem Socken gestrickt (morgen dürfte er fertig werden). Jetzt aber lege ich endlich mal das Netbook zur Seite und stürze mich ernsthaft auf mein Buch. Ich hatte eigentlich gehofft, dass ich es heute durchbekommen werde, stattdessen habe ich das Gefühl, dass ich gerade erst wieder bei Mr. Malik angekommen bin. Ein Teil von mir ist auch nach gut einem Drittel immer noch enttäuscht davon, dass es mit Mr. Malik und seiner Herzensdame seit dem letzten Buch nicht weiterging, aber das ändert nichts daran, dass ich grundsätzlich die Erzählweise und die Handlung mag. 🙂

Mein tägliches „Indexing“-Kapitel werde ich heute bestimmt auch noch lesen – auch wenn ich danach eigentlich immer viel zu gut gelaunt und aufgedreht bin, um ins Bett zu gehen.

Übersicht:

Tag 1:
Indexing (Kapitel 2, Seite 32-62)
Rot wie das Meer (Seite 181/430)

Tag 2:
Indexing (Kapitel 3, Seite 63-94)
Rot wie das Meer (Seite 430/430)

Tag 3:
Indexing (Kapitel 5, Seite 95-161)
Kleine Tierkunde Ost-Afrikas (beendet)
Rot wie das Meer (beendet)