Als erstes möchte ich euch einen schönen Ostersonntag wünschen! In den letzten Tagen habe ich mich etwas mit meinen Büchern eingegraben und das hat mir wirklich gut getan. Dass gerade Feiertage sind, spielt für mein Leben nur insofern eine Rolle, dass mein Mann nicht morgens zur Arbeit geht und wir deshalb nachmittags Zeit zum Brettspielen haben – was gut passt, denn mein Mann hat seit zwei Wochen ein neues Hellboy-Brettspiel, das er natürlich auch ausgiebig ausprobieren möchte. So wird der heutige Lese-Sonntag bei uns wie immer ablaufen. Ich starte langsam in den Tag, am frühen Nachmittag gibt es eine Brettspielrunde mit meinem Mann und ansonsten versuche ich viel Zeit mit Lesen zu verbringen. Ich bin gespannt, ob sich mir heute jemand anschließt oder ob ihr den Ostersonntag alle anderweitig verplant habt. 🙂
So ganz kann ich es übrigens immer noch nicht mit dem Parallellesen lassen, weshalb ich auch heute theoretisch mehrere Bücher zur Auswahl habe, um damit in den Tag zu starten. Allerdings sind die vor allem auf Englisch und mir ist gerade eher danach etwas auf Deutsch zu lesen, weshalb ich mit dem Gedanken spiele „Beklage deine Sünden“, den siebzehnten Kincaid-und-James-Krimi von Deborah Crombie, anzufangen. Das größte Problem bei dem Roman besteht darin, dass ich mich nicht mehr so gut an die Vorgänge im vorherigen Band erinnern kann und nach einem ersten Anlesen vor ein paar Tagen überhaupt nicht verstehe, wieso Kincaid sich so verhält, wie er es zu Beginn dieser Geschichte nun einmal tut. Jetzt muss ich mich also entscheiden, ob ich noch einen Blick in den vorhergehenden Band werfe oder ob ich einfach mit dieser Verwirrtheit leben, bis ich genug von der Handlung mitbkommen habe, um mich wieder zurecht zu finden.
Update 10:00 Uhr
Inzwischen habe ich wirklich den vorhergehenden Roman („Wer im Dunkeln bleibt“) rausgekramt und die letzten Kapitel noch einmal gelesen. Und nun glaube ich, dass ein Teil meiner Erinnerungsprobleme damit zusammenhängen, dass es im Hintergrund der Geschichte um Korruption innerhalb der Polizei geht. Das ist ein Thema, das ich in Kriminalromanen einfach nicht mehr sehen mag, außerdem führt es in dieser Reihe dazu, dass Duncan Kincaid seiner Frau Gemma James (die ebenfalls Polizistin ist) nicht mehr alles erzählen kann, obwohl ich es sonst immer so schön fand, dass die beiden immer offen miteinander umgingen und gemeinsam Probleme gelöst haben. Mal schauen, wie sich das weiter entwickelt, „Beklage deine Sünden“ fängt schon mal damit an, dass Kincaid über das seltsame Verhalten seines Vorgesetzten stolpert. Außerdem wurde eine junge Frau ermordet in einem Gemeinschaftsgarten in Notting Hill aufgefunden und Gemmas Freundin MacKenzie ist darüber ziemlich erschüttert. Die klassischen Kriminalfälle mag ich bei Deborah Crombie eigentlich immer, ich bin also gespannt, was hinter dem Mord steckt (und wer die Ermittlungen in dem Fall übernimmt). Jetzt aber wird es erst einmal Zeit fürs Frühstück!
Update 13:00 Uhr
Mir fehlt immer noch ziemlich viel Vorwissen aus dem vorhergehenden Band, so gab es wohl in „Wer im Dunkeln bleibt“ einen Bombenanschlag, den ich vollkommen verdrängt hatte, ebenso wie den (vermeindlichen?) Selbstmord eines Mannes, der aus irgendeinem Grund für Duncan wichtig war. Trotzdem will ich den sechzehnten Teil nicht komplett noch einmal lesen (irgendwann lese ich mal alle siebzehn Romane am Stück, aber nicht in diesem Monat 😉 ) und deshalb habe ich zum Frühstück einfach mit „Beklage deine Sünden“ weitergemacht. Offizielle Ermittlungen gibt es immer noch nicht, aber während Duncan sich weiterhin mit den beängstigenden Angelegenheiten innerhalb der Polizei beschäftigt, hat Gemma inzwischen mehr über das ermordete Kindermädchen erfahren (und sich sehr über die bisher verantwortlichen Kollegen aufgeregt, die wohl bislang ziemlich bei der Ermittlung geschlampt haben). Außerdem ist mir aufgegangen, dass ich auch deshalb so sehr mit dem Roman schmolle, weil es zum ersten Mal keine gute Zusammenarbeit zwischen Duncan, Gemma und den ihnen untergebenen Ermittlern gibt, obwohl der freundschaftliche Umgang zwischen diesen Polizisten für mich auch einen großen Reiz der Romane ausmacht.
Außerdem habe ich mich etwas online rumgetrieben – schön, dass wir inzwischen zu viert sind an diesem Lese-Sonntag! 🙂 Jetzt wird es aber langsam Zeit den Abwasch der letzten 24 Stunden in Angriff zu nehmen, damit ich damit fertig bin, bevor wir gegen 14 Uhr anfangen wollen zu spielen.
Update 16:30 Uhr
Uff, das war eine anstrengende Runde mit dem „Hellboy“-Brettspiel! Mein Mann hat in den vergangenen zwei Wochen 1-Spieler-Runden ausprobiert und da schon gesagt, dass es überraschend herausfordernd ist, an alle Regeln zu denken, und natürlich hatten wir bei unserer ersten gemeinsamen Spielrunde prompt eine wichtige Regel vergessen. Deshalb haben wir heute noch einmal dasselbe Szenario versucht, wobei mein Mann Abe Sapien und ich Hellboy gespielt haben. Es ist wirklich spannend zu sehen, wie unterschiedlich dieses Szenario sich anfühlt, weil viele Entwicklungen durch gezogene Karten entstehen, die die „Handlung“ sehr stark beeinflussen können. Heute haben die Karten dazu geführt, dass wir ständig „Froschhaufen“ in unseren Gebieten hatten (was zu Abzügen bei der Treffsicherheit, Angriff und der Verteidigung führte) und die Würfel waren uns auch nicht gewogen. Ich glaube, wir haben noch nie so viele leere Würfelseiten und so viele Totenschädel innerhalb eines Spiels gesehen. Am Ende hatte mein Hellboy keine Chance mehr, sich zu verteidigen, während der Endgegner ein Froschmonster nach dem anderen herbeirief, und alleine war Abe dann auch nicht mehr in der Lage, mit den Gegnern fertig zu werden. *g*
Insgesamt finde ich das Spiel wirklich lustig, vor allem die verschiedenen Eigenheiten der Charaktere (Hellboy kann zum Beispiel Möbelstücke auf Gegner schleudern, wenn es Möbel im Raum gibt), aber bei den Regeln müssen wir noch ziemlich viel nachschlagen, um sicherzugehen, dass wir alles richtig machen. Dabei ist das Spiel nicht kompliziert, aber bestimmte Zustände oder Gegner sorgen eben für veränderte Umstände, die man bei jedem Zug bzw. Würfelwurf mit berücksichtigen muss.
Jetzt gibt es erst einmal Kuchen und eine Blogrunde für mich, bevor ich den Hefeteig für das Abendessen ansetze und dann weiterlese. 🙂
Update 20:00 Uhr
Uff, wann ist es denn so spät geworden? Oo Seit dem letzten Update habe ich zu meinem Stück Birnen-Clafoutis meine Blogrunde gedreht und mich dann weiter in meinem Buch vertieft. So langsam kommt Duncan auf den Gedanken, dass er vielleicht doch seine Frau und seine Kollegen einweihen sollte – Zeit wurde es! Da mir nur noch 150 Seiten bis zum Ende des Romans fehlen, werde ich das Buch heute Abend wohl noch auslesen. Zumindest haben mein Mann und ich keine gemeinsamen Aktivitäten (vom Abendessen abgesehen *g*) geplant. Ich muss zugeben, dass ich wirklich froh bin, dass er dank der Switch wieder Lust auf Videospiele hat, da mir das mehr Zeit zum Lesen bringt. 😉 Auch wenn das natürlich auch bedeutet, dass ich selber seit Tagen nicht gespielt habe (wenn ich vom üblichen „Blümchengießen“ bei Animal Crossing absehe). Bis das Abendesse, das gerade im Ofen ist und hoffentlich etwas wird (seit dem Umzug vor gut zwei Jahren hat der Ofen anscheinend eine Macke und das Backen ist frustrierenderweise zum Glücksspiel geworden), fertig ist, drehe ich noch eine kleine Blogrunde und schaue, wie es euch den späten Nachmittag über so ergangen ist. 🙂
Update 23:15 Uhr
Nach dem Abendessen habe ich heute noch eine Runde „Blümchen gegossen“ – wobei ich auf die Osteraktivitäten bei Animal Crossing verzichtet habe. Ich finde diese besonderen Ereignisse zwar immer nett, aber nach fast sechs Jahren mit dem Spiel habe ich auch all die außergewöhnlichen Items beisammen und muss mir dafür keine Zeit mehr nehmen. Außerdem habe ich „Beklage deine Sünden“ beendet und bin am Ende froh, dass diese etwas längere Hintergrundstory mit diesem Band beendet zu sein scheint. Jetzt bin ich nur gespannt, ob und wann Deborah Crombie den nächsten Kincaid-und-James-Kriminalroman veröffentlicht und ob sie damit wieder eine neue Richtung einschlägt. 😉
Jetzt werde ich noch eine kleine Blogrunde drehen und dann geht es für mich ins Bett. Schön, dass ihr heute dabei gewesen seid – ich hoffe, ihr hattet einen schönen Ostersonntag und könnt auch den morgigen Feiertag noch genießen! 🙂
Heutige Mitleserin:
















