Da mein Mann heute unterwegs sein wird, habe ich beschlossen, dass ich mir „frei“ nehme und einen gemütlichen Lesetag einlege. Momentan habe ich ein großes Bedürfnis nach Büchern, aber auch nach Wohlfühlfilmen und anderen entspannenden Tätigkeiten auf dem Sofa. Außerdem habe ich in der vergangenen Woche endlich meine Handarbeitssachen ausgebuddelt und die (ehemaligen) Wohnzimmervorhänge wieder in die Finger bekommen. Aus den Vorhängen werden in den nächsten Tagen Kissenbezüge und vielleicht reicht der Stoff noch für einen Bezug für unseren Hocker (der bislang in dem „katzenfreien“ Zimmer stand), damit Christie in Zukunft auf dem hellen Stoff keine Spuren hinterlassen kann. Ich denke, damit habe ich genügend gemütliche Tätigkeiten für den heutigen Tag, an denen ich euch teilhaben lassen kann. 😉
Erst einmal muss ich aber noch eine Runde einkaufen und kann bei der Gelegenheit gleich wieder ein paar Romane in den Bücherschrank nebenan stellen. Trotz gründlichem Ausmisten hat sich doch der eine oder andere Titel, den ich in den letzten Tagen ausgepackt habe, als nicht „regalwürdig“ herausgestellt. Bei manchen Büchern muss ich eben ein bisschen nachdenken, bevor ich sie wirklich aussortieren kann. Ein paar weitere Titel werden am Montag auch noch in die Bibliothek wandern … 😉 Jetzt flitze ich aber erst einmal los und melde mich dann nach dem Einkauf wieder.
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Update 10:15 Uhr
Bei wunderschönem blauem Himmel sind wir zu zweit einkaufen gegangen – und ich muss gestehen, dass ich sehr froh war, dass mein Mann sich mir noch angeschlossen hat, bevor er sich auf den Weg gemacht hat, denn wir haben doch einiges auf dem Einkaufszettel gehabt. Nach dem Umzug fehlen uns immer noch die „Standartvorräte“ und so reicht es nicht, wenn wir nur eben die frische Sachen vor dem Wochenende besorgen, sondern müssen für jedes geplante Essen sämtliche Vorräte neu besorgen.
Mir fällt immer wieder auf, wie viel weniger grün dieser Stadtteil ist als unser alter – und das nicht nur, weil wir keinen Garten und keinen Balkon mehr haben. Es fehlen der große Sportplatz am Ende der Straße mit all den alten Bäumen und die Friedhöfe mit den ebenfalls alten Bäumen. Theoretisch ist der große Fluss in der Nähe, aber ich habe noch keinen Fußweg ans Wasser gefunden und ich sehe es nicht ein mit der Bahn in die Innenstadt zu fahren, um ein begehbares Ufer zu finden. 😉
Jetzt ist es erst einmal Zeit fürs Frühstück und dabei werde ich einen Blick in „The Thirteenth Child“ werfen. Das Buch liegt schon so schrecklich lange auf dem SuB, aber da ich nun endlich die Fortsetzungen habe, kann ich endlich damit anfangen. Vorher muss ich nur Christie davon überzeugen, dass sie mir etwas Platz machen muss. 😉
Oh, und Natira schließt sich mir heute an, auch wenn sie noch keinen „Lesetag“-Post veröffentlich hat. Aber immerhin gibt es schon mal ein erstes Lebenszeichen auf ihrem Blog. 🙂
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Update 12:15 Uhr
Da ich nebenbei noch den FeedReader geleert habe, ging es nicht so gut mit dem Lesen voran. Aber ich mag die Geschichte jetzt schon sehr! Patricia C. Wrede stützt ihren Roman „The Thirteenth Child“ auf die allseits bekannte Tatsache, dass der siebte Sohn eines siebten Sohns natürlich ein geborener Magier sein wird. Niemand – wie die Protagonistin Eff betont – denkt anscheinend daran, dass in einer Familie mehr Kinder geboren werden müssen, damit es überhaupt zu einem siebten Sohn kommt. Vor allem die Töchter werden bei dieser Tatsache gern vergessen. Für Eff hingegen ist es von klein auf eine erschütternde Tatsache, dass ihr Zwillingsbruder Lan der siebte Sohn eines siebten Sohnes ist und dementsprechend jeder erwartet, dass er nicht nur als Magier großes leisten wird, sondern auch dass er Glück über sich und alle in seiner Umgebung bringen wird. Eff hingegen hätte – wie ihre Onkel und Tanten immer wieder betonen – schon bei der Geburt ertränkt werden sollen, denn als das dreizehnte Kind ihrer Familie ist sie dazu verdammt Unglück über all diejenigen zu bringen, die sich in ihrer Nähe aufhalten. So erwarten alle in ihrer Umgebung immer nur das Schlimmste von Eff und schon als kleines Kind wurde jede ihrer Handlungen so gedeutet, als ob sie absichtlich Böses tun würde (statt einfach nur aus Ungeschick ihre Milch zu verschütten oder sich vor lauter Angst vor ihren Cousins zu verstecken). Einzig Lan steht immer an ihrer Seite und beschützt sie vor allen anderen, wobei auch ihre Eltern eine Menge in Bewegung setzen, um Eff ein normales Leben zu ermöglichen.
Leider muss ich jetzt erst einmal eine Pause machen und die Katze füttern – und wenn ich das Lesen schon unterbreche, werde ich nach dem Füttern vermutlich einen Blick in die wiedergefundene Wollkiste werfen und schauen, ob ich passende Wolle finde, um mir – nach diesen Socken von Andrea – ein neues Sockenpaar zu machen.
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Update 16:00 Uhr
Inzwischen hat Christie in Ruhe gefressen (und kurz danach, während sie fürs Lüften in die hintere Hälfte der Wohnung gesperrt war, einen großen Pappenstapel umgerissen *seufz*) und schläft nun friedlich in einem Sonnenfleck im Wohnzimmer. Währenddessen habe ich eine Runde Wäsche angeworfen, einen kleinen Kuchen gebacken und meine Wolle gesichtet. Eigentlich war ich ja davon ausgegangen, dass ich gar keine Sockenwolle mehr im Haus habe, aber beim Einpacken der Umzugskartons habe ich noch einen Vorrat gefunden, den ich so gut Motten- und Katzensicher verstaut hatte, dass ich ihn selber vergessen hatte. Wenn ich jetzt noch irgendwie Platz in der Sockenschublade finden würde, müsste ich kein schlechtes Gewissen beim Stricken haben. 😉
Dummerweise habe ich meine guten Nadeln noch nicht wieder bei der Hand (um an den Karton zu kommen, brauche ich die Hebekraft meines Mannes) und so habe ich die ersten zehn Zentimeter mit einem Nadelspiel gestrickt, dass ich schon lange nicht mehr genutzt habe. Inzwischen weiß ich auch wieder warum, denn sie liegen nicht gut in der Hand und so kommt auch kein schönes Maschenbild zustande. Also habe ich alles wieder aufgeribbelt und fange das Ganze später noch einmal mit dünneren Nadeln. Die sind zwar auch nicht ideal, aber besser als die vorher ausprobierten. Jetzt ist es aber erst einmal Zeit für eine Tasse Milchkaffee und ein (oder zwei) Kuchenprobierstückchen. Dabei wird mir Eff dann wieder Gesellschaft leisten. 🙂
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Update 18:30 Uhr
Ich mag Patricia C. Wredes Romane wirklich unheimlich gern. In „The Thirteenth Child“ erinnert mich der Ton stellenweise an Laura Ingalls Wilder, wobei sich die Welt auf der einen Seite moderner anfühlt (weil Eff und ihre Familie anfangs weiter im Osten leben und selbst der Wilde Westen schon über eine Eisenbahn verfügt) und auf der anderen Seite ja noch die Magie und all die unglaublichen Tiere (Mammut, Wollnashorn, Dampfdrachen) existieren und der ganzen Geschichte einen besonderen Touch verleihen. Ich mag Effs Familie und ich mag ihre Erzählstimme. Und gerade weil es mir so leicht fallen würde, mich einfach in die Geschichte zu vertiefen und erst wieder rauszukommen, wenn ich die letzte Seite gelesen habe, habe ich kein Problem den Roman zur Seite zu legen, um ihn Stück für Stüc bewusst zu genießen. So schnell schreibt die Autorin schließlich nicht, da muss ich mir die letzten drei ungelesenen Titel in meinem Regal etwas einteilen. 😉
(Keine Ahnung, wieso meine Mutter meint,
ich sähe immer gleich aus. *g*)
Deshalb habe ich, als der Trockner sich meldete, erst einmal die Wäsche zusammengelegt und dabei „Mein Nachbar Totoro“ angemacht. Mein Mann mag den Film nicht so gern (zu viel quitschende Kinder), während ich ihn unbedingt mal wieder sehen wollte, nachdem ich gerade einen Artikel gelesen habe, der sich darum drehte, warum dieser Film so toll ist, obwohl bei seiner Handlung nicht einer der Punkte beachtet wurde, die beim Storytelling als obligatorisch gelten. Bis zum Ende des Films werde ich noch etwas stricken und danach ist es vermutlich auch schon Zeit zum Kochen. 🙂
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Update 23:00 Uhr
Heute gab es mein Standart-Strohwitwen-Essen – ich liebe dieses Ananas-Curry! – und vom Kochen abgesehen, habe ich die letzten Stunden mit Stricken, Lesen und Katze beschmusen verbracht. Sehr weit bin ich mit dem Socken noch nicht, aber ich denke, dass die beiden Farben das Muster schon herausbringen. Auch wenn man das auf dem Foto kaum sehen kann, so ist die orange Wolle meliert, was einen hübschen Effekt gibt – ich gebe allerdings zu, dass man dafür schon sehr genau hinsehen muss. *g* Bis mein Mann nach Hause kommt und mir von seinem Tag erzählen will, werde ich noch etwas lesen. Morgen wird mir dafür nicht so viel Zeit bleiben, da muss ich die letzte Stunde des heutigen Tages doch noch nutzen. Es war schön mal wieder einen Lesetag einlegen zu können, auch wenn es zwischendurch schon etwas in den Fingern gejuckt hat – ich hätte schließlich zumindest schon mal die Wand abkleben können, die ich nächste Woche streichen will. Aber es war auch notwendig mal wieder einen Tag einzulegen, an dem ich mich auf die Sachen konzentriere, die mir Freude bereiten. 😉