Schlagwort: Lesetag

Herbstlesen im Oktober 2020 (Sa., 3. Oktober)

Heute ist der erste Tag des Herbstlesens und ich freue mich gerade sehr auf einen Oktober voller gemütlicher Wochenenden mit Büchern und Spielen und ähnlich angenehmen Dingen. 🙂 Das Einzige, was ich mir für die kommenden Wochen vorgenommen habe, ist ein Reread der October-Daye-Bücher, aber der muss warten, bis der erste Band auf Englisch bei mir eintrifft, weil ich die Reihe nicht auf Deutsch anfangen will. (Ich glaube, ich muss mal mein Regal durchwühlen und schauen, bei wie vielen Reihen ich nach dem ersten Band von der deutschen zur englischen Ausgabe gewechselt bin.) Für dieses Wochenende werde ich mich also auf die Bücher beschränken, die ich noch angefangen hier rumliegen habe: Die Anthologie „Shapers of Worlds“, das Sachbuch „The Ghosts of Eden Park“ von Karen Abbott, sowie „A Sprinkle of Socery“ von Michelle Harrison, „Arcanos Unraveled“ von Jonna Gjevre und „The Sufragette Scandal“ von Courtney Milan. Die meisten dieser Bücher habe ich bislang nur angelesen und mein größtes Problem wird heute vermutlich sein, dass ich mich erst einmal für eins davon entscheiden muss, bevor ich weiterlesen kann. 😉

Update 10:45 Uhr

Seit dem Schreiben dieses Beitrags habe ich gar nicht so viel auf die Reihe bekommen, da mein morgendliches Auflesen der nächtlichen Timeline dank Trumps Erkrankung erstaunlich lange gedauert hat. Zumindest waren die Amerikaner, denen ich auf Twitter folge, heute Nacht sehr, sehr kommunikativ und haben die im Stundentakt eintreffenden Nachrichten von weiteren Erkrankungen rund ums Weiße Haus eifrig kommentiert. Trotzdem bin ich inzwischen auf dem aktuellen Stand und habe außerdem meinen Haushaltskram auf die Reihe bekommen (der Wäschetrockner läuft noch) und eine kleine Morgenrunde „Animal Crossing“ gespielt. Mein Kürbisfeld entwickelt sich ziemlich gut und da mein Mann und ich uns austauschen können, haben wir auch schon so einige Anleitungen für Kürbisitems gesammelt. Ich bin wild entschlossen in den kommenden Wochen meine Insel mit Halloweensachen zu schmücken und freu mich total darauf die „Vorgärten“ meiner Nachbarn zu gestalten. 😉 Jetzt mache ich mir aber erst einmal Porridge zum Frühstück und lese dazu eine Kurzgeschichte und für später haben mein Mann und ich eine Runde mit unserem Godzilla-Brettspiel geplant.

Update 12:45 Uhr

Heutiges Frühstück: Porridge aus einer Flockenmischung mit gepoppten Amaranth, Zimt, Erdnussbutter und Bananenscheiben. 😉

Zum Frühstück habe ich die Kurzgeschichte „Pod Dreams of Tuckertown“ von Gareth L. Powell gelesen und fand sie ziemlich deprimierend. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht des achtzehnjährigen Pod, der alles verloren hat, als Außerirdische die Welt übernahmen und die Regeln für zwischenmenschliche Kontakte änderten. Ich muss zugeben, dass ich es spannend finde, dass man bei der Anthologie „Shapers of Worlds“ nie so recht weiß, was einen als nächtes erwartet. Aber ich bevorzuge am Ende doch die Geschichten, die einem Hoffnung machen oder einen zum Lächeln bringen. 😉

Was mich zu „A Sprinkle of Sorcery“ von Michelle Harrison bringt, denn obwohl der Anfang der Geschichte ziemlich deprimierend ist (die drei Widdershins-Schwestern und ihre Großmutter müssen sich mit Behördengewalt auseinandersetzen) und die jüngste Schwester Charlie von Wächtern entführt wird, freue ich mich schon auf all die schönen Szenen zwischen den Schwestern und den anderen Familienmitgliedern und all den Momenten, in denen man als Leser trotz der düsteren Atmosphäre schmunzeln muss. Bislang würde ich sagen, dass man „A Sprinkle of Sorcery“ ohne Vorwissen aus „A Pinch of Magic“ lesen kann, auf der anderen Seite kann man den ersten Band rund um die Widdershins-Schwestern natürlich deutlich mehr genießen, wenn man keinen der Hinweise, die in „A Sprinkle of Sorcery“ eingestreut sind, kennt. Insgesamt genieße ich mein Wiedersehen mit Betty und Fliss und den anderen, auf der anderen Seite kann ich das Buch auch gut weglegen, wenn ich eine etwas weniger düstere Atmosphäre haben mochte oder zu viel „Angst“ vor weiteren fürchterlichen Entwicklungen habe. *g*

Jetzt werde ich mein Lesen aber erst einmal unterbrechen, um die heute Vormittag gewaschene Wäsche zusammenzulegen und wegzuräumen und dann eine Brettspielrunde mit meinem Mann einzulegen. 🙂

Update 16:15 Uhr

Heute haben wir eine Runde mit dem Godzilla-Brettspiel gespielt, das mein Mann vor ein paar Wochen neu bekommen hat. Das war unser drittes Mal mit dem Spiel und das erste Mal, das wir – wie es sich gehört – mit verdeckten Karten gespielt haben. Zu meiner großen Überraschung habe ich (als hat Godzilla) sogar gegen Megalon gewonnen, nachdem wir die Stadt ziemlich platt gemacht haben. *g* Die Regeln sind eigentlich ziemlich einfach, aber es gibt immer wieder Sonderpunkte zu bedenken, die mit den verschiedenen Spielfiguren wechseln. Ich finde es sehr nett und habe kein Problem damit, dass wir das nun an den kommenden Samstagen so lange spielen werden, bis wir etwas regelfester sind. Ich muss aber auch zugeben, dass es wohl nicht mein Lieblingsspiel werden wird.

Nach dem Brettspiel wurde es Zeit für ein Stück „Geburtstagskuchen“ – genau genommen die traditionelle Birnen-Schokoladen-Sahnetorte, die sich mein Mann jedes Jahr wieder wünscht. Dazu gab es ein Video von John Oliver, das ich so depremierend fand, dass ich nun das dringende Bedürfnis nach „heiler Welt“ habe. Ich werde also nach einer Blog- und Kommentarrunde zu „Animal Crossing“ greifen, mit meinen Nachbarn schwatzen, den aktuellen Bastler suchen und etwas Zeit mit Tauchen verbringen. 😉

Update 18:45 Uhr

Eigentlich wollte ich vor einer Viertelstunde in die Küche flitzen, aber jetzt gibt es doch noch eben ein Update. In den vergangenen 1 1/2 Stunden habe ich nichts anderes gemacht als „Animal Crossing“ gespielt und mit meinem Mann geschwatzt. Ich finde es lustig, dass ich meine Kleidung im Spiel an mein persönliches Temperaturempfinden anpasse – heute musste es der warme Kuschelpulli mit einem Hauch von Halloween sein! 😉 Jetzt drehe ich noch eine winzige Blogrunde und dann wandere ich wirklich in die Küche und koche unser Abendessen!

Update 21:00 Uhr (letztes Update für heute)

Zum Abendessen gab es heute Reis mit Kichererbsen-Spinat-Tomaten-Curry und da ich heute mit einem anderen Topf kochen musste als sonst, weil mein alter Standardtopf kaputt gegangen ist, fehlte mir ein bisschen das Gefühl für Verhältnisse. So ist das Curry etwas wässriger geworden als geplant, aber geschmeckt hat es trotzdem. 😉

Weil euch das Cover von „A Sprinkle of Sorcery“ so gut gefallen hat, habe ich noch einmal „A Pinch of Magic“ daneben gelegt und fotografiert. Ich muss zugeben, dass das Cover auch der Grund war, wieso ich mir das Buch überhaupt näher angeschaut habe. Erst als ich es schon gekauft hatte, habe ich kapiert, dass ich die Autorin Michelle Harrison schon kannte und eine Reihe von ihr sehr gemocht hatte. 😉 Ein Foto von einer Kapitelüberschrift gibt es auch noch für euch, damit ihr euch das vorstellen könnt:

Das war das letzte Update für heute, da ich gleich noch eine Blog- und Kommentarrunde drehen will und schon gesehen habe, dass ihr in den letzten zwei Stunden sehr eifrig geschrieben habt. Ich gehe mal davon aus, dass ich vor 22 Uhr damit nicht fertig sein werde und was ich dann mache, weiß ich noch nicht. Aber ich kann euch ja in meinem morgigen Beitrag erzählen, wie mein Tag ausgeklungen ist. 😉

Es war auf jeden Fall sehr schön heute mit so vielen Leuten ins Herbstlesen zu starten und zu sehen, womit ihr euch den Tag vertreibt und womit ihr euch erholt habt. Ich freu mich schon sehr auf morgen und wünsche euch bis dahin eine angenehme Nacht! 🙂

P.S.: Diejenigen, deren Beiträge erkennbar fürs ganze Wochenende angelegt waren, werde ich schon in die Liste für morgen eintragen. Alle anderen müssen sich im Zweifelsfall morgen wieder in einem Kommentar melden und mir Bescheidsagen, dass ich ihren (heutigen oder neuen) Post noch eintragen muss. 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Lyne
Neyasha
JED
Anette
Kiya
Ariana
Sayuri
Natira

Lese-Sonntag im September 2020

Die vergangenen Wochen waren seltsam und ich habe das dringende Bedürfnis mich einen Tag lang mit all den Dingen zu beschäftigen, die mir gut tun. Umso passender ist es, dass heute wieder der dritte Sonntag im Monat ist und ich diesen Tag wieder fest als Lese-Sonntag in meinem Kalender eingeplant habe. In der vergangenen Woche hat es weder mit dem Lesen, noch mit dem Rezensieren geklappt (dabei habe ich noch zwei Bücher, die ich im August gelesen habe, über die ich noch was schreiben wollte). Dafür habe ich in den letzten Tagen etwas intensiver „Animal Crossing“ gespielt (ich hatte viele Regentage im Spiel und suche noch immer einen – nur bei Regen fangbaren – Quastenflosser, um ein Modell daraus bauen zu können,) und eine Weltkarte gepuzzelt (und dabei mein Geografiewissen etwas erweitert). Mal schauen, wie der heutige Sonntag so verläuft, der einzige „feste“ Tagespunkt ist die Brettspielverabredung mit meinem Mann, ansonsten schaue ich mal, worauf ich so Lust habe …

Update 10:15 Uhr

Uff, der Vormittag war bislang etwas trubeliger als erwartet. Nachdem ich diesen Beitrag veröffentlicht hatte, habe ich meine Mailfacher kontrolliert und gleich drei Arbeitsmails vorgefunden, die eine Reaktion auf meine Mail von gestern Abend waren. (Eigentlich hatte ich gehofft, ich hätte den Sonntag frei, wenn ich Samstag alles erledigt bekomme. *g*) Also habe ich mich erst einmal damit beschäftigt und bin dann kurz bei „Animal Crossing“ rein, um den heutigen Rübenpreis herauszufinden – was wiederum dazu geführt hat, dass das Rübenkartell meine Insel stürmte, um sich für eine Woche voller Spekulationen einzudecken. 😉

Später gehe ich noch einmal in Ruhe ins Spiel, aber jetzt muss ich erst einmal das Nachthemd gegen „richtige“ Kleidung wechseln, mir etwas zu Trinken besorgen und das Geschirr von gestern Abend abwaschen …

Update 13:15 Uhr

Ich weiß nicht so recht, wo meine Pläne für einen entspannten Vormittag geblieben sind. *g* Nach dem Anziehen habe ich mir Musik auf die Ohren gesetzt und mich auf die Küche gestürzt, außerdem habe ich eine Ladung Wäsche angeworfen (die inzwischen schon in den Trockner gewandert ist). Als die Küche wieder sauber und ordentlich war, habe ich die in der Woche gepuzzelte Weltkarte weggeräumt, damit wir ein paar Päckchen fertig machen konnten, die Montag zur Post gebracht werden müssen. Außerdem habe ich zwischendurch Kommentare geschrieben, weitere Arbeitsmails beantwortet und mich kurz auf Twitter mit einer Freundin ausgetauscht. Danach war ich kurz davor meine kleine Sportrunde zu schmeißen und direkt zum Frühstück überzugehen, aber da mein Körper gerade sehr muckt, war ich dann doch brav und habe noch eine Runde mit Dehn- und Entspannungsübungen eingelegt. Heute habe ich ein neues Video dafür ausprobiert und festgestellt, dass meine Knie aktuell wieder nicht in den Vierfüßlerstand wollen – was mich etwas ärgert, denn Ende August ging es denen eigentlich wieder so gut, dass das relativ problemlos möglich war. Aber nun gut, ich kann es nicht ändern, nur wieder von vorn mit meinen Übungen anfangen, bis sich die Knie wieder erholt haben. Jetzt gibt es auf jeden Fall erst einmal Frühstück und danch wird es höchste Zeit für unsere Brettspielrunde! 🙂

Update 17:15 Uhr

Meine Frühstückspause dauerte dann doch noch etwas länger als geplant, da mein Mann dann noch das 24-Stunden-Rennen von Le Mans zuende schauen wollte. Ich habe in der Zeit dann die Kurzgeschichte „Vision Quest“ von Edward Willett gelesen, die in der von dem Autor herausgegebenen Anthologie „Shapers of Worlds“ erschienen ist. Ich habe von dem Autor vorher noch nichts gelesen, aber diese Geschichte hat mir sowohl inhaltlich, als auch vom Erzählton her sehr gut gefallen. Ich hoffe, dass ich jetzt mal wieder mehr Anthologien lese, davon haben sich in den vergangenen Monaten nämlich so einige auf meinem eReader angesammelt.

Dann ging es wirklich endlich mit „Obsession“ los und die heutige Runde war überraschend herausfordernd (für uns beide sehr viele Züge, über die wir sehr gut nachdenken mussten,) und ich hatte erschreckend häufig Pech beim Kartenziehen, wenn es um das „Einladen neuer Gäste“ ging. Spaß hat es aber trotzdem gemacht und nachdem wir nun an zwei Wochenenden unsere Erinnerungen an die Regeln und Spielmechaniken aufgefrischt haben, freue ich mich darauf, dass wir demnächst die neue Erweiterung „Upstairs, Downstairs“ in Angriff nehmen können. Jetzt lege ich ein bisschen meine Füße hoch und schaue, wie es euch so ergangen ist, und wenn ich danach noch etwas Zeit bis zum Kochen habe, dann schaue ich mal, ob ich doch noch ein paar Seiten lesen werde.

Update 18:45 Uhr

In der Zwischenzeit habe ich doch wirklich noch ein paar Seiten gelesen. *g* Erst hatte ich gehofft, ich käme wieder in die Tove-Jansson-Biografie rein, die ich im August angefangen hatte, aber da muss ich die schon gelesenen Kapitel wohl noch einmal querlesen, damit ich all die Personen, die in ihrem Leben eine Rolle spielten, wieder zugeordnet bekomme. Ich finde es eh ein bisschen schwierig, weil ich so wenige finnische Künstler.innen kenne und deshalb immer darauf angewiesen bin, dass mir die Autorin erklärt, über wen sie da gerade schrieb und in welchem Verhältnis die Person zu Tove Jansson stand. *g* Also habe ich es mir einfach gemacht und zu „They Do It with Mirrors“ von Agatha Christie gegriffen. Das ist eine der Geschichte, die ich schon häufiger auf Deutsch, aber noch nie auf Englisch gelesen habe, und ich muss zugeben, dass es nicht gerade einer meiner liebsten Agatha-Christie-Fälle ist. Ich finde, dass hier die Lösung ziemlich auf der Hand liegt und es gibt ein paar Charaktere, die mir sehr unsympathisch sind. Auf der anderen Seite mag ich es, dass man in diesem Buch so viel über Miss Marple und ihre Jugend erfährt – allein die Wahl ihrer Freundinnen als Teenagerin und wie und wieso sich diese Freundschaften über all die Zeit erhalten haben, sagt ja schon sehr viel über diese Figur aus … 🙂 Jetzt geht es für mich aber erst einmal wieder in die Küche, damit das Abendessen heute nicht so spät stattfindet.

Update 21:45 Uhr

Den Abend habe ich mit Suppe kochen (und natürlich essen 😉 ) verbracht, wobei es zur Paprika-Linsen-Suppe eine Folge „Top Chef“ auf Netflix gab. So ganz kann uns dieser Kochwettbewerb zwar nicht überzeugen, aber um sich etwas beschallen zu lassen, reicht die Sendung.

Und weil die Top-Chef-Folge länger dauerte als wir benötigten, um unsere Suppe zu essen, habe ich dann noch zum Strickzeug gegriffen. Ich weiß nicht mehr, wie viele Socken ich in den vergangenen Monaten gestrickt und wieder aufgeribbelt habe, aber ich bin dieses Mal fest entschlossen die für mich perfekte Socke zu finden. Ich glaube, so langsam komme ich der Sache näher – mal schauen, ob ich dieses Mal mit dem Fersensitz zufrieden bin, an dem ich jetzt schon eine Weile herumknobel. 😉

Zum Abschluss gab es dann noch etwas Schokolade als Nachtisch (jemand – dezenter Blick Richtung Natira – hat mich vor kurzem dazu gebracht Kaffee-Sahne-Schokolade zu kaufen, die ich nur in Norddeutschland kriege, und nun genieße ich sie sehr bewusst an den Tagen, an denen ich Schokohunger habe *g*) und dazu habe ich all die Dinge auf meiner Insel erledigt, für die ich heute keine Ruhe hatte, die ich aber gern täglich erledige. Wenn ich jetzt so auf die Uhr schaue, dann werde ich vor dem Schlafengehen vermutlich nur noch Zeit für eine Blog- und Kommentarrunde haben und dann war es das heute auch schon wieder für mich.

Es war schön heute wieder gemeinsam mit euch den Lese-Sonntag zu verbringen! 🙂 Ich wünsche euch einen angenehmen Start in die Woche – möge sie für uns alle nicht allzu viele unangenehme Nachrichten und stattdessen genügend Auszeiten zum Erholen mit sich bringen!

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Heutige Mitleserinnen:

Natira
Ariana
Kiya
Anette
Neyasha

Herbstlesen im Oktober 2020

Ich habe ein bisschen überlegt, ob ich es wagen soll, das Herbstlesen schon jetzt anzukündigen, da ich nicht vollkommen sicher bin, ob ich in den kommenden Wochen nicht noch einmal zu meinen Eltern muss. Aber da es im Moment so ausschaut, als ob meine Mutter noch eine Weile nicht wieder zurück nach Hause kommt und mein Vater aktuell ganz gut allein zurechtkommt, gehe ich mal davon aus, dass ich im Oktober ganz normal Zeit für das Herbstlesen haben werde. Dringend nötig habe ich es auf jeden Fall, mich auf einen Monat voller gemütlicher Lese-Wochenenden zu freuen!

Wie immer geht es beim Herbstlesen weniger darum, möglichst viele Stunden mit Lesen zu verbringen, als sich bewusst für die Dinge, die einem Freude bereiten, gemütliche Auszeiten zu gönnen und diese dann über den Blog mit anderen zu teilen. Da ich normalerweise recht lange Beiträge pro Tag zusammenbekomme, gibt es von mir wieder einen Beitrag pro Herbstlesen-Tag (also je einen Post an jedem Samstag und an jedem Sonntag im Oktober). Wer sich mir anschließt, muss natürlich nicht so viel bloggen, wie ich es tue – es reicht auch ein Sammelbeitrag pro Wochenende oder Ähnliches. Wichtig ist mir nur, dass ihr an den Tagen, an denen ihr euch mir anschließt, einen Kommentar mit Link unter meinem Beitrag hinterlasst, damit ich euch verlinken kann. Der Austausch mit den anderen „Herbstlesern“ ist schließlich immer einer der nettesten Aspekte dieser Aktion, und wenn es einen zentralen Ort gibt, an dem alle Links gesammelt werden, geht das am besten.

Für meinen Herbstlesen-Oktober habe ich mir neben dem Reread der October-Daye-Reihe wieder einige Brettspielstunden mit meinem Mann vorgenommen. Wir haben so viele Brettspiele, die wir im Sommer nicht spielen konnten, dass wir damit vermutlich an den Wochenenden ganz gut beschäftigt sein werden. Außerdem knoble ich gerade an der „perfekten“ Sockenform für mich und werde vermutlich (wie schon in den vergangenen Monaten) sehr viel Zeit mit Sockenstricken und – aufribbeln beschäftigt sein. *g*

In diesem Jahr geht es mit dem Herbstlesen 2020 wieder am 3. Oktober los (der diesmal auf einen Samstag fällt), und der letzte Herbstlesen-Tag wird der 31. Oktober sein (der ebenfalls ein Samstag ist). Ich würde mich freuen, wenn ihr euch mir wieder anschließen mögt, und bin schon neugierig darauf, womit ihr euch die Wochenenden im Oktober „schön und erholsam“ gestaltet.

Lese-Sonntag im August 2020

Aufgrund von technischen Problemen scheint mein Blog gerade unter den Beiträgen keine Kommentare anzuzeigen, allerdings kann ich die Kommentare im Dashboard lesen und beantworten. Ich weiß nicht, wie viel Sinn unter diesen Umständen ein Lese-Sonntag macht, aber immerhin kann ich hier eventuelle Mitleser.innen verlinken und wir können uns auf deren Blogs dann in den Kommentaren austauschen …

Der dritte Sonntag im August und somit Lese-Sonntag und das bei frühmorgendlichen Temperaturen von 28 Grad in der Wohnung … Weshalb ich davon ausgehe, dass bei mir nicht viel gelesen wird, weil ich einfach viel zu müde und unkonzentriert dafür bin. Im gesamten Monat bin ich bis jetzt gerade mal auf 462 gelesene Seiten gekommen und 176 Seiten davon gehörten zu einem Manga. *g* Stattdessen werde ich den Tag mit Videospielen („Animal Crossing – New Horizons“ und „Final Fantasy XII – The Zodiac Age“), Hörbuch oder Musik hören, Mittagsschlaf (hoffentlich klappt das heute!) und Serien oder Filme gucken verbringen. In den Tag gestartet bin ich bei Sonnenaufgang, damit ich die vordere Hälfte der Wohnung verdunkeln konnte, und dann habe ich mich ein paar Minuten an mein aktuelles Puzzle gesetzt. Selbst frühmorgens ist es in der Wohnung in den vergangenen Tagen so warm gewesen, dass ich nur einige Minuten puzzeln kann. Aber immerhin habe ich so länger etwas von diesem Puzzle, das ich vor zwei Wochen angefangen habe und bei dem ich schon „sehr weit“ gekommen bin … 😉

… und ich habe ein leichtes Platzproblem, so dass all die Teile, von denen ich genau weiß, dass ich sie fast anlegen kann, mitten im Puzzle liegen. 😉

Update 11:00 Uhr

Nach dem letzten Update habe ich noch ein bisschen rumprobiert, um herauszufinden, woran das Problem mit den Kommentaren liegen könnte. Ich habe einige Sachen ausschließen können, aber keine Ursache gefunden, die in meiner Hand liegt. So etwas treibt mich in den Wahnsinn und meine Zündschnur ist dank des aktuellen Wetters eh ziemlich kurz …

Nachdem mein Mann aufgestanden war, haben wir noch ein bisschen gemeinsam gepuzzelt (am oberen Rand haben wir so einige Baumstämme anlegen können :D) und gegen neun Uhr ging es dann zu „Animal Crossing“. Sonntag ist ja immer der Tag, an dem wir uns mit mehreren anderen Leuten austauschen, um den günstigsten Rübenpreis für den Einkauf nutzen zu können. Außerdem habe ich mir ein paar Komplimente von meinen Nachbarn anhören dürfen – das finde ich immer ganz besonders nett. 😉 Bevor es noch heißer in der Wohnugn wird, sollte ich aber jetzt endlich das Geschirr vom Abendessen abwaschen …

Update 13:30 Uhr

In der Zwischenzeit habe ich das Geschirr abgewaschen, so noch ein bisschen im Haushalt rumgewuselt und habe mir mein Frühstück gemacht. Beim Essen habe ich sogar ein bisschen gelesen, wenn auch vor allem, weil mein Mann gerade einen Film schaut und ich so nicht selber etwas gucken konnte. Immerhin habe ich so zwei weitere Kapitel in „Alfie Bloom and the Talisman Thief“ von Gabrielle Kent gelesen. Ich mag auch den zweiten Teil der Alfie-Bloom-Reihe sehr und bin sehr froh, dass die Geschichte es auch verträgt, wenn ich sie mal für eine Woche zur Seite lege. Ich glaube, ich habe noch nie zuvor so lange für gerade mal 140 Roman-Seiten benötigt und dabei habe ich die Hälfte noch vor mir. *g* Bevor ich mir meine nächste Tätigkeit suche, flitze ich erst einmal bei Natira vorbei, die heute auch mitliest und dann gönne ich mir einen Mittagsschlaf (was auch den Vorteil hat, dass mein Mann dann wohl seinen Film beendet hat, wenn ich wieder aufwache). 😉

Update 16:15 Uhr

Ich habe bis ungefähr 15 Uhr geschlafen und hätte ehrlich gesagt noch mehr Schlaf gebrauchen können, da das Einschlafen heute ziemlich lange dauerte. Da ich aber aus Erfahrung weiß, dass ich nachts (noch mehr) Schlafprobleme habe, wenn ich gerade zu weit in den Nachmittag meinen „Mittagsschlaf“ halte, bin ich lieber aufgestanden. Mein Mann war noch mit seinem Film beschäftigt, also habe ich mir Kopfhörer aufgesetzt und etwas bei Youtube gestöbert. Ich schaue gerade überraschend gern alte (und aktuelle, aber davon gibt es nicht so viel,) Reden von Obama – irgendwie habe ich ein sehr großes und so gar nicht überraschendes Bedürfnis mal einen intelligenten und humanen Politiker reden zu hören. Etwas, was mir in den vergangenen Jahren immer seltener untergekommen ist. Ich habe das Gefühl, dass die (erschreckend wenigen) vernünftigen Politiker, die noch aktiv sind oder gerade in der Politik Fuß fassen, recht wenig Öffentlichkeit bekommen … Jetzt aber zieht es mich erst einmal nach Ivalice, wo ich ein paar Monster jagen und eine königliche Grabstätte plündern werde. 😉

Update 19:00 Uhr

Meine Monsterjagd habe ich geschafft (genau genommen habe ich mir einen „MOB“ vorgenommen, bei dem ich ohne Walkthrough nie herausfinde, wie ich das Monster aus der Reserve locken kann, um es zu besiegen), aber zur königlichen Grabstätte bin ich noch nicht gekommen. Vielleicht schaue ich mich da später am Abend noch um … *g* Da ich bei dem Wetter definitiv keine Lust aufs Kochen habe und wir seit Wochen indisches Essen bestellen wollen, hatten wir für heute Lieferessen geplant.

Dummerweise haben wir es (schon wieder) geschafft unsere Pläne so zu machen, dass das indische Restaurant, bei dem wir bestellen wollten, nicht lieferte. Sie haben heute den gesamten Tag geöffnet, aber geliefert wird nicht. Ich wünschte, die Lieferzeiten wären auf der Homepage und dem Flyer besser ersichtlich, dann hätten wir nicht auf mittelgute Lieferpizza zurückgreifen müssen, obwohl ich von drei verschiedenen Sorten Naan träumte. Immerhin war die Pizza heute nicht so schlecht belegt und gebacken und sogar warm, als sie ankam – das war beim letzten Mal definitiv nicht der Fall. Zum Essen gab es die letzte Folge der aktuellen Staffel von „Somebody Feed Phil“ (dieses Mal in Montreal), die für meinen Geschmack ein bisschen zu viel Sterneessen und zu wenig Streetfood beinhaltete. Aber grundsätzlich mögen wir beide die Serie sehr und denken jedes Mal, dass wir uns doch eine kulinarische Weltreise gönnen sollten (also gleich nach dem Lottogewinn 😉 ). Wir heben uns die einzelnen Folgen immer sehr auf und diese aktuelle Staffel hatte nur fünf Folgen, so dass wir uns die in den letzten Wochen als „Sonntagsentspannung“ aufgehoben hatten.

Update 21:30 Uhr

Die Zeit seit dem Essen ging mit online rumsurfen und unterhalten drauf (anscheinend sind die aktuellen Kommentare meines Blogs über den Feedreader zu lesen, auch wenn sie weder abonnierbar, noch auf dem Blog selber sicht bar sind) und dann habe ich noch ein bisschen das Feuerwerk in „Animal Crossing“ genossen, das es an jedem Sonntagabend im August gibt. Außerdem wollte ich noch ein bisschen Tauchen – das finde ich besonders hübsch, wenn das Meer vom Feuerwerk erhellt wird.

Da ich ziemlich müde bin, war es das hier auch für mich. Es war nett mit Natira den Tag zu verbringen, auch wenn ich wirklich gern wüsste, wie ich morgen die Kommentarprobleme in Angriff nehmen kann … Aber immerhin haben wir es heute hinbekommen (wenn auch über drei Ecken, wie Natira es so passend auf ihrem Blog beschrieb), dass wir uns hier etwas austauschen konnten und das war sehr schön! 🙂 Ich hoffe sehr, dass die kommende Woche für uns alle etwas kühler und erholsamer wird und so langsam mal der Strom an schlechten Nachrichten (aus aller Welt) etwas abreißt!

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Heutige Mitleserin:

Natira

Lese-Sonntag im Juni 2020

In den vergangenen zwei (Urlaubs-)Wochen bin ich überraschend viel zum Lesen gekommen, allerdings habe ich dafür alles andere vernachlässigt. Wenn mein Mann ab Dienstag wieder zur Arbeit geht, muss ich mal schauen, dass ich meinen normalen Arbeits- und Haushalts-Rhythmus wiederfinde. Doch der heutige Lese-Sonntag läuft noch unter „Urlaub“ und das bedeutet, dass ich vermutlich einige Zeit mit Spielen („Animal Crossing – New Horizons“ und „Gloomhaven“) verbringen werde. Außerdem lese ich gerade „Poltergeist“ von Kat Richards – das ist die Fortsetzung von „Greywalker“ – und überlege, ob ich eine der drei Anthologien („Apocalyptic“, „Galactic Stew“ und „My Battery Is Low And It Is Getting Dark“) anfange, die ich vor kurzem durch eine Kickstarter-Kampagne bekommen habe. Mal schauen, womit ich in den Tag starte … 🙂

Update 11:30 Uhr (uff, über eine Stunde für die paar Zeilen, weil ich immer unterbrochen wurde und es dann noch Probleme beim Bildhochladen gibt)

Seit dem Aufwachen bin ich etwas in der Wohnung rumgewuselt, habe die nächtliche Timeline aufgelesen und eine gute Stunde „Animal Crossing“ gespielt (und aktuell habe ich meine Insel wieder geöffnet, damit meine Rüben-Spekulanten-Gruppe bei mir Rüben kaufen kann 😉 ). Außerdem habe ich online Handtücher gekauft, da ich beim Durchsortieren in den letzten Tagen gesehen habe, das ich eigentlich nur noch zwei habe, die nicht von jahrzehntelanger Nutzung löchrig und mürbe sind. Wenn es einen dementsprechenden Laden hier im Viertel gäbe, hätte ich vor Ort gekauft, so aber verzichte ich lieber auf ca. zwei Stunden im öffentlichen Nahverkehr und habe dafür online geschaut, ob ich welche finde, die meinen Vorstellungen entsprechen und hoffe, dass ich am Ende mit der Qualität zufrieden sein werde. Auf jeden Fall kann ich nun in den nächsten Wochen die alten Handtücher zu Putzlappen verarbeiten …

So gegen 14 Uhr wollen wir eine Runde „Gloomhaven“ spielen – drückt uns die Daumen, dass der Tinkerer von meinem Mann heute sein Lebensziel erreicht und dann in Rente gehen kann! -, bis es soweit ist, werde ich aber erst einmal zum Buch (und vielleicht sogar Frühstück greifen).

Update 17:00 Uhr

Uff, das war eine anstrengende, aber auch überaus erfolgreiche Gloomhaven-Runde! Bei einem Boss-Gegner mit 48 Lebenspunkten und vier Stellen im Feld, von denen aus bei jeder Runde ein neuer Dämon auftauchte, hatte ich recht wenig Hoffnungen für unser kleines Team. Außerdem durfte ich dieses Mal keine Schätze/Beute mitnehmen, was für eine Schurkin nicht gerade die ideale Voraussetzung für so ein Gebiet ist – vor allem, wenn absehbar ist, dass man viele Gegner besiegt, die natürlich alle bei ihrem Tod Münzen abwerfen. 😉 Aber wir haben uns wirklich gut geschlagen und am Ende hat meine Schurkin alles gegeben, um den Boss mit einem gewaltigen Streich zu überwältigen! Dazu kam noch Zugglück bei den Angriffskarten und somit zog mein letzter Angriff unserem Gegner acht Lebenspunkte ab, was mehr als genug war, um ihn zu besiegen. *g* Der Tinkerer geht nun in Rente und ich werde sehen, wie es sich beim nächsten Mal spielt, wenn meine Schurkin von einem Beast Tyrant begleitet wird. Jetzt drehe ich erst einmal eine Blogrunde und dann lese ich endlich die letzten dreißig Seiten in „Poltergeist“, bevor ich zum Kochen in die Küche wandern muss.

Update 20:30 Uhr

„Poltergeist“ hat mir wirklich gut gefallen, die Geschichte beinhaltete – wie schon in „Greywalker“ relativ wenig Action, aber dafür informative und spannende Passagen rund um das „Grey“ und viele andere Themen wie historische Verbrechen in Seattle. Ich mag den Erzählstil, ich mag die Protagonistin und ich finde es schön, dass ich noch so einige Bände in der Reihe vor mir habe. Während wir darauf warteten, dass das Essen fertig wird, ging es dann erst einmal kurz auf meine Insel, um den zweiten Bastler des Tages zu suchen und auf der Insel von meinem Mann Blumen zu gießen. Das tägliche Gießen ist zwar nicht mehr so wichtig, aber wenn man Blumen züchten will, dann sorgt das Gießen durch Inselfremde dafür, dass mehr Blumen sprießen. 😉

Die nächste Stunde werde ich wohl auch mit „Animal Crossing“ verbringen, da ich noch zwei Spiel-Verabredungen habe. Ich hoffe nur, die überlappen sich nicht, aber eigentlich müsste das klappen! *g* Ansonsten habe ich gerade „The Jumbies“ aus dem Regal geholt, da ich nicht nur die Geschichte noch einmal lesen wollte, bevor ich die beiden Fortsetzungen vom SuB ziehe, sondern auch das Gefühl habe, dass das Wetter in den nächsten Tagen so heiß wird, dass es zur Handlung passt …

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Heutige Mitleserinnen:

Natira
Sayuri

Lese-Sonntag im Mai 2020

Die vergangenen zwei Monate waren wirklich seltsam, aber ich habe das Gefühl, dass so langsam das Leben mit den Umständen die das Corona-Virus mit sich bringt zu einer Art Normalität wird. Vielleicht trügt mich dieser Eindruck aber auch und ich habe ihn nur, weil mein Mann in der vergangenen Woche wieder jeden Tag (wenn auch zum Glück verkürzt) bei der Arbeit war, was mir so etwas wie einen berechenbaren Tagesrhythmus zurückgegeben hat. Das hat nicht nur dazu geführt, dass ich insgesamt mehr auf die Reihe bekommen habe, sondern auch dazu, dass ich mal wieder mehr gelesen habe. Wir haben in den letzten Wochen sogar wieder angefangen „Gloomhaven“ zu spielen, was in den vergangenen Monaten viel zu kurz gekommen ist.

Für heute habe ich sehr viele entspannende Sachen geplant. Mein Stapel mit den angefangenen Büchern ist nicht gerade klein (wobei ich vermutlich vor allem bei „Imaginary Numbers“ bleiben werde), ich habe ein neues Puzzle im Haus (all die Leute, die Bilder von ihren Puzzlen gepostet haben, haben mich zu einem spontanen Kauf bewegt), vielleicht legen wir wieder eine Gloomhaven-Runde ein und außerdem gibt es natürlich noch „Animal Crossing New Horizons“ und meinen aktuellen Socken, der weitergestrickt werden will. Doch bevor ich mich für eine Tätigkeit davon entscheide, wasche ich das Geschirr von gestern Abend ab und backe einen Kuchen für heute Nachmittag.

Update 11:00 Uhr

Der Vormittag ist doch recht schnell vergangen. *g* Der Kuchen für heute Nachmittag ist fertig (plus einem Extra-Kuchen zum Einfrieren) und die Küche ist wieder aufgeräumt und frei von dreckigem Geschirr. Außerdem habe ich eine schnelle Runde über meine Insel bei „Animal Crossing New Horizons“ gedreht, um nach meinem heutigen Rübenpreis zu fragen, und dann die Insel eines Mitglieds unseres „Rüben-Kartells“ besucht, um dort die wöchentliche Rübenladung zum besten Preis zu besorgen. 😉 Eine richtige Spielrunde werde ich vermutlich heute Nachmittag einlegen, wenn ich meinen täglichen Durchhänger habe und zu müde zu allem anderen bin. Ansonsten habe ich ein kleines bisschen Zeit mit meinem neuen Puzzle verbracht, das mir wirklich viel Spaß macht. Die Qualität ist super, das Motiv hat viele Details und die Teile haben total außergewöhnliche Formen, was mich zwischen Verzweifelung (wenn ich mal wieder nur anlegen, aber nichts verbinden kann, weil keine „Nasen“ an einem Teil sind) und Euphorie (wenn ich mal wieder sehr skurrile Teile miteinander kombinieren konnte) schwanken lässt. Jetzt drehe ich erst einmal eine kleine Blog- und Kommentarrunde und mache mir dann mein Frühstück.

Update 14:00 Uhr

Auf dem Weg zur Küche gab es einen winzigen Umweg über den Tisch, auf dem das Puzzle liegt, und nachdem auch noch mein Mann sich dazugesellt hat, haben wir riesige Fortschritte gemacht. Wenn ich überlege, dass ich gestern Abend gerade mal den Rand und einen Teil des großen Schriftzugs fertig hatte, dann ging das doch heute Vormittag überraschend schnell. Allerdings haben wir die leichten Teile jetzt auch erledigt und nun geht es bald an die sehr monoton gelblichen Schaufensterbereiche. *g* Mein Frühstück habe ich also gerade erst gegessen und dabei immerhin „Imaginary Numbers“ von Seanan McGuire wieder in die Hand genommen.

„Imaginary Numbers“ ist der aktuellste Teil der „InCryptid“-Serie und der erste Band, dessen Protagonistin Sarah ist. Nachdem ich im Januar erst einmal den Reread des sechsten Band der Reihe abgebrochen hatte, habe ich in den vergangenen Wochen die Romane rund um Antimony (also Band 6, 7 und 8) gelesen. Danach wollte ich eigentlich aufhören, weil Sarahs Geschichte in zwei Teilen erzählt wird, von denen der nächste erst im kommenden Jahr veröffentlicht wird, aber da ich so große Lust auf die Reihe hatte, wäre es ja blöd gewesen, wenn ich das Buch trotzdem ein Jahr auf dem SuB hätte liegenlassen. Sarah ist die erste nicht-menschliche Protagonistin (genauer gesagt ist sie eine Cuckoo – eine Art telepathische Wespe in menschlich-wirkender Gestalt 😉 ) und so bekommt man beim Lesen relativ viele „Beobachtungen“, die auf Sarahs Telepathie beruhen. Sie sieht also nicht, wie sich Gestik und Mimik ihres Gegenüber ändert, aber sie spürt die Emotionen der anderen Person anhand des Gedankenbilds. Sarah hat die vergangenen fünf Jahre Zuhause bei ihrer Familie verbracht, nachdem sie ihre Fähigkeiten (um das Leben ihre Cousine Verity, die Antimonys Schwester ist, zu retten) extremst überanstrengt hatte. Der Beginn von „Imaginary Numbers“ beschreibt Sarahs Abschied am Flughafen von ihrer Adoptivmutter, denn Sarah wird sich zum ersten Mal seit ihrem Zusammenbruch allein auf den Weg machen, um Kontakt mit ihrer Schwester Evie aufzunehmen, die vielleicht jemanden kennen könnte, der Sarah bei ihrer weiteren Heilung helfen könnte. Dummerweise gab es schon einen Zustammenstoß mit einer weiteren Cuckoo als Sarah in Portland landete und um zu verhindern, dass diese auf die Spur von Sarahs Familie kommt, muss sie einige Umwege auf sich nehmen, um Kontakt mit ihrer Schwester aufnehmen zu können.

Update 17:30 Uhr

Tststs, eigentlich hatte ich mir den „Update-Wecker“ schon für 17 Uhr gestellt, aber ich musste dann nur noch eben mit meinen Nachbarn reden. 😉 Nach dem letzten Update habe ich erst einmal bis ca. 16 Uhr gelesen. Sarah hat inzwischen ihre Cousinen (unter anderem Antimony) getroffen und hatte auf dem Weg nach Hause eine Autounfall, der eher nach einem Anschlag aussieht. Sie und ihr Cousin Artie sind beide verletzt, wenn auch anscheinend nicht zu schwer (was meiner Theorie nach mit Fähigkeiten zusammenhängt, die Sarah in den letzten Jahren neu entwickelt hat, ohne dass sie sich dessen bewusst ist). Außerdem könnte es sein, dass Sarah nach dem Unfall eine Cuckoo-Präsenz im umliegenden Wald gespürt hat, was recht seltsam wäre, da Cuckoos sehr territorial sind und normalerweise keine anderen Mitglieder ihrer Spezies in ihrem Gebiet dulden. Ich muss zugeben, dass ich die Cuckoo-Kurzgeschichten (die unter anderem auf der Homepage von Seanan McGuire zu finden sind) normalerweise nicht so gern mag, aber hier bin ich wirklich neugierig, was es mit Sarah und den feindlichen Cuckoos auf sich hat.

Trotzdem gabe ich, nachdem wir unseren Kuchen gegessen hatten, erst einmal zur Switch gegriffen und „Animal Crossing New Horizons“ angeworfen. Ungefähr eine Stunde habe ich gebraucht, um Bäume zu schütteln, Steine zu hauen, ein paar Insekten zu fangen, die wild wuchernden Blümchen auszurupfen, mit allen Nachbarn zu reden und meinen Mann auf seiner Insel zu besuchen, um von einer seiner Nachbarinnen eine Bastel-Anleitung zu bekommen. Außerdem habe ich Ali auf meinen Campingplat eingeladen, damit ich ihr einen Gefallen tun kann. Die Camper bringen nicht nur Bastel-Anleitungen, wenn sie etwas gemacht bekommen haben wollen, das man selbst noch nicht gelernt hat, sondern Ali soll auch Birte ersetzen, die morgen wegziehen wird (auch wenn sie das selber noch nicht weiß). 😉

Update 21:30 Uhr (letztes Update für heute)

Seit dem letzten Update ist hier nicht viel passiert. Ich habe eine Blog- und Kommentarrunde gedreht, die eine Weile dauerte, etwas Zeit auf Twitter verbracht und dann ging es auch schon ans Kochen. Das hat heute etwas länger gedauert als erwartet (anderer Reis als sonst) und mir genügend „zehn Minuten, bis ich das nächste Mal nach dem Essen (Zucchini-Rosmarin-Reis-Pfanne) schauen muss“-Pausen gegönnt, um gemeinsam mit meinem Mann noch eine Zeitlang zu Puzzeln. Jetzt haben wir eigentlich nur noch die Bereiche übrig, bei denen man mit Geduld und nach Formen schauend vorgehen muss. Ich denke, dass ich das morgen neben Arbeit und Haushalt erledigt bekomme. 😉 Nach diesem Update drehe ich nur noch eine Blog- und Kommentarrunde und fahre dann den Laptop runter und lese bis zum Schlafengehen.

Es war heute wieder sehr nett mit euch – schön, dass ihr beim Lese-Sonntag dabei gewesen seid! 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Ariana
Natira
Lyne
Sayuri
JED

Lese-Sonntag im März 2020

Es fühlt sich wieder ein bisschen seltsam an, dass heute schon der dritte Sonntag im März sein soll – aber sowas passiert eben, wenn der Monat an einem Wochenende beginnt. 😉 Nachdem ich in den letzten Tagen versucht habe all den Kram aufzuholen, den ich die ersten beiden Märzwochen wegen einer heftigen Erkältung nicht auf die Reihe bekommen habe, bin ich heute ehrlich gesagt ziemlich müde, obwohl ich meine gestrige Außer-Haus-Verabredung schon (wegen der Warnungen vor Öffentlichen Verkehrsmitteln) abgesagt und einen recht entspannten Samstagnachmittag hatte. Aber grundsätzlich sollte mich die Müdigkeit ja nicht an einem gemütlichen Lese-Sonntag hindern – es könnte nur sein, dass ich zwischendurch für eine Runde Sofaschlaf verschwinde. Ansonsten starte ich jetzt erst einmal mit einer Haushaltsrunde in den Tag und schaue dann, welches meiner angefangenen Bücher mich locken kann. Zu meinem aktuellen Sachbuch („Der Kalte Krieg“ von Odd Arne Westad) werde ich heute wohl nicht greifen, da ich mich darauf ziemlich konzentrieren muss. Aber ich habe noch einen angefangenen Krimi von Charlotte MacLeod („Jodeln und Juwelen“ – und nein, ich weiß nicht, was sich der Verlag bei dem Titel gedacht hat und warum man nicht näher beim englischen Titel „The Gladstone Bag“ gelieben ist) und den Urban-Fantasy-Roman „Storm Cursed“ von Patricia Briggs habe ich ebenfalls noch angelesen hier liegen.

Update 10:15 Uhr

In den vergangenen 2 1/2 Stunden habe ich nicht nur den Abwasch erledigt und meine nächtliche Timeline aufgelesen, sondern auch einen Spaziergang gemacht. Als ich meinen Mann fragte, ob er mit mir rausgehen würde, fing er erst einmal an zu lachen, weil ich prompt an dem Wochenende, an dem ich meine Samstagsverabredung in Mainz abgesagt habe, Spazierengehen wollte. Ein für mich sehr untypisches Verhalten, wie ihr alle inzwischen wissen solltet. 😉 Aber die Sonne scheint so schön und meine Krankenkasse zahlt seit ein paar Monaten mein hochdosiertes Vitamin D nicht mehr, weshalb ich kein Rezept mehr dafür bekomme und so dachte ich mir, ich sollte die menschenleeren Sonntagmorgen-Straßen nutzen, um noch etwas Sonne zu tanken.

Wir sind wirklich kaum einer Menschenseele begegnet und die wenigen Personen auf der Straße (und beim Bäcker) haben alle recht gut Abstand zueinander gehalten (und mich sehr alarmiert angeschaut, als ich dann doch mal husten musste). Jetzt überlege ich, ob ich mir erst einmal Frühstück mache oder ob ich vorher noch eine Runde lese.

Update 13:30 Uhr

Das mit dem Lesen hat bislang noch nicht geklappt, denn erst habe ich mich noch mit Kommentareschreiben abgelenkt und dann falterte mir die Nachricht ins Postfach, dass Bernadette Banner ein neues Video veröffentlicht hat. Seitdem ich die Youtuberin vor über einem Jahr für mich entdeckt habe, freue ich mich ungemein über jedes neue Video und finde es überraschend erholsam ihr dabei zuzuschauen, wie sie historisch(angelehnte) Kleidung per Hand näht. Dass ich dabei eine Menge übers Handnähen und die Konstruktion von Kleidung lerne, ist ein netter Nebeneffekt, aber vor allem höre und schaue ich ihr gern zu und finde es irgendwie befriedigend ein Projekt von der Planung bis zu Fertigstellung zu verfolgen. Da mein Frühstück nicht für ein 40-Minuten-Video reicht, habe ich dann noch zum Strickzeug gegriffen und meinen zweiten Socken angefangen – wobei ich da gerade mit dem Schaft experimentiere, weil ich den beim ersten Socken zwar an der Wade angenehm finde, aber über dem Knöchel zu weit … Na, ich werde sehen, ob ich das besser angepasst bekomme. Jetzt drehe ich erst einmal eine kurze Kommentarrunde (inzwischen sind wir ja doch einige Leute, die heute den Lese-Sonntag genießen) und dann greife ich wirklich zum Buch! *g*

Update 17:00 Uhr

Ich habe es dann doch wirklich endlich geschafft einige Zeit zu lesen und mag mein Buch weiterhin sehr gern. Die Mercy-Thompson-Reihe unterscheidet sich jetzt nicht soooo sehr von anderen Gestaltwandler-Urban-Fantasy-Reihen, obwohl wenn der Romance-Anteil nicht so extrem ist wie bei einigen anderen Serien, aber ich mag den Erzählstil total gern, ich mag den Humor, ich mag die Charaktere und ich mag die immer wieder auftauchenden Überraschungen, die die fantastische Welt inzwischen deutlich erweitert haben. Oh, und ich mag die neue Rolle, die die Werwölfe in ihrem Gebiet inzwischen einnehmen und die dazu führt, dass sie im Prinzip für alle übernatürlichen Dinge verantwortlich sind (oder gemacht werden). Diese neue Rolle ist der Grund, wieso Mercy in den ersten Kapiteln einen Goblin jagt, der vor dem (menschlichen) Gesetzt auf der Flucht ist, zwanzig Mini-Zombie-Ziegen einfangen musste und einen Verbrechenstatort im Haus einer Hexe aufsuchen musste. Obwohl es unübersehbar ist, dass da wieder etwas großes und böses auf Mercy und das Rudel zukommt, kichere ich ständig vor mich hin und fühle mich beim Lesen einfach nur wohl. 🙂

Eine Pause habe ich dann nur eingelegt, weil die Lust auf Kaffee (für die kommenden Wochen habe ich beschlossen, dass ich meine „kein Milchkaffee mehr Zuhause“-Regel aufhebe) und Kuchen zu groß wurde. Neben dem Kuchen habe ich mich wieder mit „Social Media“ beschäftigt, denn – und das finde ich das Schönste an der aktuellen Situation – in meinem Freundeskreis ist es gerade üblich sich täglich zu vergewissern, dass alles in Ordnung ist, dass die anderen versorgt sind, und zu fragen, wie es denn mit der Versorgung und der Situation bei der Arbeit aussieht. Ich weiß, dass viele Menschen die Gefahren, die vom Corona-Virus ausgehen, noch gar nicht richtig einschätzen, weil es eben eine unvorstellbare Sache ist, aber es fühlt sich gut an, dass meine Freunde (und sogar diejenigen in meiner Familie, mit denen ich in den letzten Tagen geredet habe) sich anscheinend an die empfohlenen Verhaltensweisen halten, vorsichtig, aber nicht panisch reagieren und immer wieder Kontakt suchen, um – zumindest aus der Ferne – etwas auf die anderen aufzupassen. 🙂

Update 21:15 Uhr

Nach dem letzten Update habe ich mich noch ewas online rumgetrieben, „Animal Crossing – New Leaf“ gespielt – zum letzten Mal an einem Lese-Sonntag! – und bin dann in die Küche gewandert, um zu kochen. Zum Essen gab es wenig dekorativen Weißkohl-Eintopf, die Pause zwischen dem letzten Kohl-Eintopf und heute war lang genug, dass er uns wieder schmeckte, aber solangsam wird es Zeit, dass die ersten Frühlingsgemüse-Sorten aus der Region geerntet werden können. (Von unserem Gemüselieferanten gab es heute eine große Ankündigung auf der Homepage, dass er weiter liefern wird – was auch ohne Menschenkontakt organisiert werden kann – und nun überlege ich, ob ich selbst ohne wirklichen Bedarf in der kommenden Woche, eine Solidaritätslieferung mit haltbarem Kram bestelle. *g*)

Zum Essen haben wir „Shin Godzilla“ angefangen und es ist erschreckend wie viele Sätze da vorkommen, die auch auf die aktuelle Situation angewandt werden können, und wie viele Szenen es gibt, in denen (am Anfang des Films) Wirtschaft und Politik die verantwortungslosesten Entscheidungen treffen, weil man ja niemanden vor den Kopf stoßen will und irgendwie glaubt, dass schon alles gut wird, wenn man stillhält … Wenn ich mich richtig erinnere, dann war das auch Natiras erste (und bislang einziger?) Godzilla-Film, nachdem wir den zusammen bei der Deutschlandpremiere auf dem japanischen Filmfest gesehen haben. Oh, und so ein großartiger Ren Osugi als Premierminister – so traurig, dass dieser Schauspieler vor zwei Jahren gestorben ist … Wir werden den Rest des Abends mit diesem Film verbringen, auch wenn ich nebenbei noch eine Kommentarrunde drehen werde, und deshalb war das für heute auch mein letztes Update. Es war schön, dass ihr heute alle dabei gewesen seid, auch wenn die aktuellen Nachrichten uns alle etwas abgelenkt haben. 😉

Passt bitte in den kommenden Wochen alle gut auf euch und eure Lieben auf und wenn jemandem die Decke auf dem Kopf fällt, dann können wir uns gern online treffen und austauschen! (Oder auf einer – fast – verlassenen Insel für diejenigen, die wie ich ab dem kommenden Freitag ihre Zuflucht in „Animal Crossing – New Horizons“ suchen werfen.) 🙂

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Heutige Mitleserin:

Natira
Neyasha
Sunny
animasoul
JED
Sayuri

Deborah-Crombie-Lesetag (9) – Nur wenn du mir vertraust

*seufz* Da sind wir also beim „Hazel“-Roman angekommen … Es ist lustig, dass ich die ganze Serie so gut in Erinnerung hatte und trotzdem jahrelang zwei Ausnahmen erwähnen musste, wenn ich über diese Kriminalromane sprach. Die eine Ausnahme haben wir mit „Von fremder Hand“ schon hinter uns gebracht, die andere ist „Nur wenn du mir vertraust“. Hazel ist eine der Figuren, die ich auf Anhieb mochte und die es in den vorhergehenden Romanen so stimmig gemacht hat, dass Gemma trotz der Tatsache, dass sie eine alleinerziehende Mutter mit einem zeitlich und psychisch sehr anspruchsvollen Job, alles so gut auf die Reihe bekam. Ich weiß nur noch wenige Details zur Handlung in diesem Roman, aber über die Entwicklung, die Hazel hier nimmt, bin ich bis heute verärgert (was natürlich auch damit zusammenhängt, dass die Figur weiterhin als Gemmas Freundin eine Rolle haben wird und mich so immer wieder daran erinnert, dass ich mich hier über sie geärgert habe). Ich bin gespannt, wie ich die Geschichte nach so vielen Jahren beim Lesen empfinde und ob ich vielleicht dieses Mal gnädiger mit Hazel umgehen werde. Wie immer gilt, dass dieser Beitrag voller Spoiler sein wird – wobei sich diese Warnung vermutlich nach acht gemeinsam gelesenen Bänden erübrigt. 😉

Update 12:00 Uhr

Diese Traumverbindung, die ganz am Anfang des Romans angedeutet wird, macht mich ja schon misstrauisch. Es ist lustig zu sehen, auf welche Elemente ich mit deutlicher Ablehnung reagiere – das sind Sachen, die mir sonst gar nicht so extrem auffallen, weil ich einfach drüberweglese statt darüber nachzudenken, dass ich es hier erwähnen könnte. Was Hazels Verhalten angeht, das dazu geführt hat, dass ich diesen Roman so viele Jahre lang nicht noch einmal gelesen habe (mein Buch sieht aus wie neu und lässt sich nicht entspannt aufblättern, weil die Bindung so selten beansprucht wurde *g*), so verzeihe ich ihr mehrere Sachen nicht. 1. gibt sie Gemma das Gefühl, dass sie sich um sie sorgt und deshalb diesen Kurzurlaub vorgeschlagen hat, während sie 2. Gemma eigentlich als Alibi verwendet, um sich mit einem Mann zu treffen, ohne dass ihr Ehemann Tim es erfährt, und 3. dass sie Tim, der bislang – also wenn man von seinem Verhalten in diesem Buch absieht – immer nur als liebenswerter, verständnisvoller und warmherziger Mann dargestellt wurde, so hintergeht. Ich kann verstehen, dass es da eine alte Liebesgeschichte gibt und dass die Versuchung groß ist, aber wenn Hazel schon diesen alten Gefühlen nachgibt, dann würde ich mir wünschen, dass sie mit offenen Karten spielt – statt Tim zu hintergehen und Gemma zu benutzen. Ich glaube, ich kann es Deborah Crombie einfach nicht verzeihen, dass sie mehrere Bücher lang Hazel (und Tim) aufgebaut hat, um das Bild, dass man sich von ihnen gemacht hat, in „Nur wenn du mir vertraust“ einzureißen – und dann in den kommenden Bänden daran zu arbeiten, dieses Bild wieder zu restaurieren, was aber natürlich nur dazu führt, dass es einem leichter fällt die Sprünge zu sehen als das ursprüngliche Muster.

Update 15:00 Uhr

Nach dem letzten Update habe ich erst einmal meiner Unruhe nachgegeben und meinen restlichen Haushaltskram erledigt. Nachdem das Bad nun geputzt, das Geschirr abgewaschen und die Kochwäsche angeworfen wurde, lauft es auch etwas besser – wenn auch nicht gerade flüssig – mit dem Lesen. Ich finde es interessant, wie viele Charaktere ich auf Anhieb erst einmal nicht leiden kann, obwohl man als Leser noch nicht so viel über sie erfährt. Donald, der recht egozentrisch zu sein scheint und deshalb das Gefühl zu haben scheint, dass er andere Menschen ausnutzen darf. Heather, die aus irgendeinem Grund sauer auf Hazel zu sein scheint. Hazel, deren Verhalten gegenüber Gemma mich in den Wahnsinn treibt, weil sie Gemma nicht nur zu ihrem Wochenende mit Donald mitnimmt, sondern auch weil sie ihr nichts von ihrer Familie oder Vergangenheit erzählt hat, was Gemma in die unangenehme Situation bringt, dass alle davon ausgehen, dass sie mehr über Hazel weiß, als sie tut. Oh, und Alison, deren Motive ich zwar teilweise nachvollziehen kann, deren Gedanken ich trotzdem nicht gern verfolge. Und was soll diese „Tim will nichts von meiner Kindheit wissen“-Aussage von Hazel? Ich glaube, ich bin grundsätzlich in Nörgelstimmung, wenn es um dieses Buch geht, denn ich frage mich sogar bei den „Rückblicken“ wieso jemand einen Stall – trotz regelmäßiger Einschneigefahr im Winter – so baut, dass jemand eine Stunde durch den Schnee schaufeln muss, um die Tiere zu erreichen. Das finde ich unstimmig, da Tiere einfach zu kostbar (sind und) waren, um ihren Tod zu riskieren, weil niemand sie im Winter versorgen kann. Ach ja, ich bin übrigens gerade beim Mord angekommen und gespannt wie Duncans in Aussicht stehende Ankunft auf die Atmosphäre vor Ort auswirkt. Aber bevor ich weiterlese, werde ich erst einmal zwei Riegel Zartbitterschokolade in Milch versenken und es mir damit gut gehen lassen. 😉

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Update Mittwoch, der 11.03.2020

Leider doch kein gemeinsames Lesen heute (vielleicht bekommen wir das ja am kommenden Mittwoch wieder auf die Reihe), dafür ein Update, in dem ich meine Gedanken zu den Kapiteln 9 bis 11 zusammenfasse, damit Sayuri und ich uns auch ohne gemeinsame Lesezeit austauschen können. Ich fürchte, ich bin weiterhin einfach unzufrieden mit allen Beteiligten. Hazel, weil sie mit Donald geschlafen hat, obwohl sie schon beschlossen hatte, dass sie ihre Ehe mit Tim nicht aufs Spiel setzen und Donald abweisen will. Duncan, weil gerade wieder etwas Wichtiges mit Kit los ist und er Gemma nichts davon erzählt (weil er ihren Urlaub nicht stören will … pfffff …) und all die anderen Figuren, weil sie alle vor sich hinbrüten und keiner mit irgendjemandem redet. Callum, weil er Alison das angetan hat – auch wenn es vielleicht notwendig war, damit sie sich keine weiteren Illusionen mehr macht. Gemma, weil sie das Gefühl hat, sie müsse von der Polizei eine Sonderstellung bekommen, weil sie eine Kollegin ist – obwohl sie doch oft genug auf der anderen Seite stand und dann ebensowenig erfreut war, wenn sich jemand in ihre Ermittlungen einmischen wollte.

Ich bin so grumpig, dass es mich nicht mal interessiert, warum John sich ständig aus dem Haus schleicht. Einzig das Verhältnis zwischen Louise und Callum finde ich interessant, ich hätte nicht gedacht, dass er so etwas wie eine Zuflucht für sie darstellt, auch wenn ihr dann aufgeht, dass sie ihn eigentlich kaum kennt. Immerhin muss ich anerkennen, dass sich die ganze Geschichte gut lesen lässt, obwohl ich weiterhin der Meinung bin, dass die Handlung nicht gut geschrieben ist und dass Hazel und Tim vollkommen „out of character“ dargestellt werden. Oh, und ich erinnere mich an so gut wie gar nichts mehr und habe dieses Mal relativ wenig Lust mitzuermitteln, weshalb ich momentan davon ausgehe, dass die Auflösung eine ziemliche Überraschung für mich sein wird. *g*

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Update 29.03. – ich muss zugeben, dass ich diesen Text vor gut einer Woche vorgeschrieben hatte, nachdem ich die Kapitel 12 bis 14 gelesen hatte, und nun musste ich selber erst einmal schauen, welche Meinung ich vor einigen Tagen zu diesem Teil der Geschichte hatte. 😉

Uhhhh, ich bin so frustriert mit diesem Buch und den Charakteren! Sorry, für diese Wiederholungen, aber das ist alles, was mir gerade beim Lesen durch den Kopf geht. Duncan, der doch als Ermittler so aufmerksam ist und ein gutes Gespür für Menschen beweist, ist nicht mal in der Lage festzustellen, dass sein Sohn sich Sorgen macht, weil die Großmutter das Sorgerecht einklagen will und weil Gemma und Hazel nun in einen Mordfall verwickelt sind – und dass auch noch in Schottland, so dass Kit sich nicht persönlich davon überzeugen kann, dass es den beiden Frauen, die ihm am Herzen liegen, gut geht. Mal abgesehen davon, dass Kit seit dem Tod seiner Mutter Angst davor hat, dass Menschen aus seinem Leben verschwinden könnten, ohne dass er sie beschützen oder zumindest von ihnen verabschieden kann!

Tim, der in den vorhergehenden Bänden eher eine farblose, aber sympathische Randfigur war, dreht inzwischen richtig am Rad, weshalb ich von dieser Figur total enttäuscht bin. Er ist so wütend über Hazels Benehmen (was ich auch nur teilweise verständlich finde), dass er nicht nur gegenüber Duncan ein unmögliches Verhalten an den Tag legt, sondern auch anscheinend kein Problem damit hat, dass er seine eigene Tochter ängstigt. Bei jemandem, der seinen Lebensunterhalt als Therapeut verdient, erwarte ich keinen Heiligenschein im Privatleben, aber ein kleines Bisschen Rücksicht gegenüber einem Kleinkind! Boah, das macht mich so wütend – und sorgt natürlich dafür, dass ich weiterhin mit allen beteiligten Figuren sehr ungnädig bin.

Was mich zu Gemma bringt, die sich weiterhin nicht wie eine erfahrene Polizistin verhält, sondern wie ein emotionales Schäfchen, dass auf der einen Seite die Ermittler bedrängt, weil sie unbedingt weiterhin zu Hazel will, und auf der anderen Seite darauf wartet, dass endlich Duncan kommt und alles in die Hand nimmt. Naja, ein bisschen ermittelt sie selber natürlich auch auf eigene Faust, aber in erster Linie, weil sie nicht in der Pension mit ihren Freunden zusammensitzen will, die sie nun als Verdächtige ansehen muss. Übrigens den Freunden, die sie gerade mal gut 36 Stunden kennt und denen sie bislang nicht besonders nahe gekommen ist!

Und dann trifft Duncan ein und sie streiten sich, weil Gemma zu recht sauer ist, weil ihr Liebster sie über die ganze Sache mit Kit im unklaren gelassen hat. Dummerweise glaube ich nicht, dass die Erkenntnis, die er daraus gewinnt, wirklich anhaltende Früchte trägt – wir werden sehen, schließlich muss es ja irgendeinen Grund geben, dass ich immer dachte, dass die beiden eigentlich eine gute Beziehung führen. 😉

Update 02.04. – Kapitel 15 bis 17

An allen Ecken und Enden Drama und ich bin nicht daran interessiert. Das große Geheimnis rund um Johns heimliche Unternehmungen interessiert mich überhaupt nicht – vor allem, da ich davon ausgehe, dass es am Ende nichts groß mit dem Mord an Donald zu tun haben wird. Der kleine Martin hat Dreck am Stecken, aber auch das fühlt sich so gar nicht relevant an … und immer wieder Gemma, die wie eine hilflose Glucke versucht alle zu beschützen, obwohl das so gar nicht zu ihrem sonst so professionellen Auftreten passt und obwohl sie mit den meisten Personen bislang gerade mal ein paar Sätze gewechselt hat. Während Deborah Crombie sonst so gut darin ist kleine Szenen einzuflechten, die selbst die kleinste Nebenfigur zu einem Charakter machen, der einem ans Herz wächst, gibt es hier selbst bei den relevanten Figuren so gar keine Momente, die dafür sorgen, dass ich mich für sie interessiere. Es ist schon irgendwie faszinierend, wie viel bei dieser Geschichte schief gelaufen ist … Das Einzige, was gerade eine vage Neugier in mir weckt, ist die Frage, was Callum wohl weiß, dass ihn jemand ermorden wollte. Allerdings gibt mir diese Entwicklung auch das Gefühl, dass Deborah Crombie selber nicht wusste, wie sie ihre seltsam Geschichte auflösen sollte und nun auf einen Zeugen, dem nicht bewusst ist, dass er den Mörder überführen könnte, zurückgreifen musste. Oh, und obwohl ich vor lauter „ich rege mich über das Verhalten der Charaktere auf“-Ablenkung nicht so richtig aufgepasst habe, denke ich, dass eigentlich nur eine Person die Gelegenheit und die Mittel gehabt hätte beide Taten zu begehen …

Nur noch vier Kapitel – ein Ende ist in Sicht und ich hoffe sehr, dass die kommenden Bände sich so gut lesen lassen, wie ich sie in Erinnerung hatte, während ich kurz davor bin „Nur wenn du mir vertraust“ aus dem Regal zu werfen, weil ich den Teil vermutlich nie wieder lesen werde. 😉

Update 07.04. (Kapitel 18 bis Ende)

Und dann entpuppt sich die einzige Person, die Zugang zu allen „Tatwaffen“ hatte, als Mörderin. Überraschung! Oder auch nicht … Das Motiv ist peinlich, die Auflösung nur durch zwei Männer möglich, die beide aus seltsamen Gründen, den Mund nicht aufgemacht haben … was ist nur in die Autorin gefahren, dass sie dachte, dass das eine erzählenswerte Handlung wäre? Immerhin fühlten sich Gemma und Duncan in den letzten vier Kapiteln fast wieder normal an und die Tatsache, dass Nathan mal wieder kurz vorkam und Kits Leben in die richtige Richtung rücken konnte, hat mich auch gefreut. Außerdem bin ich dieses Mal erst recht spät auf die Auflösung gekommen (unter anderem, weil ich mich nicht intensiver mit der Handlung beschäftigen wollte *g*). Alles in allem bin ich froh, dass wir diesen Roman hinter uns gebracht haben! Wieso hat Deborah Crombie eigentlich nie eine zweite Reihe rund um Nathan angefangen? Die hätte wirklich gut werden können. 😉

Lese-Sonntag im Februar 2020

Schon der zweite Lese-Sonntag in diesem Jahr und ich freu mich sehr darauf, mich heute mit einem Buch einrollen zu können. Nachdem ich am Mittwoch von meiner Leseflaute und Charlotte MacLeod erzählt hatte, kann ich heute berichten, dass ich in der vergangenen Woche gleich fünf Bände der „Sarah Kelling und Max Bittersohn“-Reihe und sechs Kapitel des Deborah-Crombie-Romans „Der Rache kaltes Schwert“ gelesen habe und noch nicht weiß, ob ich heute mit Krimis weitermache, denn so langsam überkommt mich dann doch das Bedürfnis nach Abwechslung. Wie ihr seht bin ich noch etwas unentschlossen und weiß noch nicht so recht, womit ich in den Tag starten mag. Immerhin kann ich noch vermelden, dass ich am Donnerstag meine Buchstapel endlich aufgeräumt habe und somit den üblichen Lese-Sonntags-Schnappschüssen nichts im Weg steht. 😉 Vorher räume ich aber die Küche auf, damit ich dann auch wirklich für den Rest des Tages auf dem Sofa entspannen kann …

Update 10:00 Uhr

Natürlich habe ich nach dem Veröffentlichen dieses Beitrags erst einmal eine Zeitlang gebraucht, bis ich mich aufraffen konnte, aber inzwischen ist die Küche aufgeräumt, das Geschirr abgewaschen und das Essen für heute Abend soweit fertig, dass ich es nur aufwärmen und abschmecken muss. Außerdem habe ich mir einen Pfefferminztee gekocht und zwei Bücher angelesen, bei denen ich heute wohl bleiben werde. 🙂 „Wundersmith“ ist die Fortsetzung von „Nevermoor – The Trials of Morrigan Crow“, das ich Ende des vergangenen Jahres gelesen und wirklich geliebt hatte. Auch dieses Buch beginnt schon mal vielversprechend: Morrigan besucht gemeinsam mit ihrem Mentor Jupiter North einen Engel. Dabei lernt sie nicht nur wie gefährlich der Gesang eines Engels ist (er ist so schön, dass alles andere daneben bedeutungslos wird und der Zuhörer den Rest seines Lebens damit verbringt, dass er sich nach diesem Gesang sehnt – im Prinzip sind die Folgen wie beim Konsum einer sofort süchtig machenden Droge, nur dass keinerlei Entzug dafür bekannt ist), sondern auch, dass Engel selten ein „engelhaftes“ Verhalten an den Tag legen …

Und da ich wissen wollte, ob ich wirklich genug von den Sarah-Kelling-und-Max-Bittersohn-Romanen habe, habe ich noch „Ein schlichter alter Mann“ angelesen und mich so über Cousine Mabels Brief an Tante Appie amüsiert, in der Mabel mit gewohnt boshafter Zunge über die Pläne ihrer Verwandschaft – in diesem Fall Tante Emmas Vorhaben für wohltätige Zwecke eine Operettenaufführung auf die Beine zu stellen – schreibt, dass ich in dem Buch heute wohl auch noch weiterlesen werde. So müde, wie ich heute bin, ist es ganz gut, wenn ich eine Geschichte bei der Hand habe, bei der ich ein bisschen weniger aufpassen muss als bei Morrigans Abenteuern in Nevermoor.

Update 13:15 Uhr

Hach, ich bin gerade wirklich glücklich mit Morrigan Crow und ihren Erlebnissen in Nevermoor – wobei glücklich vielleicht nicht der richtige Ausdruck ist, den natürlich befindet sich Morrigan mal wieder in einer unangenehmen Lage. Der erste Band drehte sich vor allem darum, dass sich Morrigan einen Platz in der Wundrous Society erkämpfen musste (um ihren Aufenthalt in der Stadt Nevermoor und somit ihr Überleben zu sichern), dabei wusste sie bis zum Schluss nicht, was ihre besondere Begabung wäre, die ihr Mentor auf den ersten Blick erkannt, ihr aber aus guten Gründen nie verraten hat. Inzwischen weiß Morrigan welche Begabung das ist und die wenigen anderen Personen, die ebenfalls davon wissen, fürchten sie deswegen. Natürlich sorgt das dafür, dass die anderen Mitglieder von Unit 919 (ihr Jahrgang an neuen Wundrous-Society-Mitgliedern) nichts mit ihr zu tun haben wollen – abgsehen von ihrem besten Freund, dem Drachenreiter Hawthorne.

Außerdem traut die für ihre Ausbildung verantwortliche Person Morrigan nicht über den Weg, was dazu führt, dass diese zu Beginn des Schuljahrs nur eine einzige Klasse belegen darf – und die dreht sich vor allem darum, dass Personen mit Morrigans Fähigkeiten in der Vergangenheit zu Katastrophen geführt haben und dass Morrigan (wenn man ihrem Professor glauben darf) dank ihrer Fähigkeit eine durch und durch böse Person sein muss … So schrecklich das alles klingt und so sehr ich bis zum Ende des Buches mit Morrigan mitleiden werde, so gibt es doch so viele wunderbare, amüsante, überraschende, magische Wohlfühlmomente und Charaktere, dass mir das Lesen einfach durchgehend Freude bereitet. Von den wunderbaren Personen, die in dem Hotel arbeiten, in dem Morrigan lebt, über ihre Conductor Cheery (und ihre Ansichten über die Einrichtung eines Unterrichts-Eisenbahnwagons und Qualität von Keksen) bis zu all die großartigen kleinen und großen magischen Elementen in dem Buch – ich genieße jede einzelne Szene und jeden einzelnen Moment.

Update 15:45 Uhr

Uff, die „kurze“ Kommentarrunde, die ich nach dem letzten Update eingelegt habe, hat prompt eine ganze Stunde gedauert, danach habe ich mich aber wieder „Wundersmith – The Calling of Morrigan Crow“ von Jessica Townsend gewidmet (der halbe Tag ist vorbei und ich habe jetzt erst gemerkt, dass ich den Titel hier noch nicht einmal ausgeschrieben hatte *g*). So langsam spitzen sich Morrigans Probleme zu: Ihr Mentor Jupiter North ist kaum Zuhause, weil er dringende Aufträge für die diversen Gesellschaften zu erledigen hat (genauer gesagt sucht er nach verschwundenen Personen), ihre Unterrichtstage sind weiterhin schrecklich und die gerade aufkeimende Freundschaft mit den anderen acht Schülerin von Unit 919 wird durch einen (natürlich unbekannten) Erpresser deutlich getrübt.

Ich mag an der Geschichte, dass man zwar die ganze Zeit mit Morrigan mitleidet, aber trotzdem all die schönen Elemente genießen kann und sich sicher ist, dass es am Ende (wenn auch wohl noch nicht zum Ende dieses Bandes) irgendwie alles gut werden wird für die Zwölfjährige. Immerhin hat sie trotz aller Herausforderungen im Personal des Hotels Deucalion eine Art Ersatzfamilie und den einen oder anderen guten Freund gewonnen und – so abwesend auch auch immer sein mag – Jupiter North glaubt an Morrigan, ihren Charakter und ihre Fähigkeiten! Da mein Mann sich einen Godzilla-Film („Godzilla – Der Urgigant: Die Mutation des Grauens bedroht die Welt …“ *g*) angemacht hat und mir zwischendurch der Magen knurrte, mache ich mir jetzt erst einen Milchreis und schaue dann, was ich als nächstes tun werde. Zum Lesen werde ich während des Films vermutlich nicht kommen, weil der Ton auf Deutsch ist (es gibt, wenn ich das richtig mitbekommen habe, leider keine japanische DVD mit englischen Untertiteln) und mich das zu sehr ablenken würde.

Update 19:00 Uhr

Dafür, dass seit dem letzten Update nicht viel passiert ist, habe ich eine Menge Fotos gemacht. 😉

Nach dem (Zimt-)Milchreis habe ich mir heute Nachmittag die Switch geschnappt, mit der ich in den letzten Wochen kaum gespielt habe. Ein Grund ist, dass mein Mann sehr viel Zeit mit dem Gerät verbringt (genau genommen hat er inzwischen mehr Spielstunden mit meiner Switch verbracht als ich), ein anderer Grund ist, dass ich so sehr auf das neue „Animal Crossing“ wartet, dass ich kein neues Spiel anfangen mag. Stattdessen habe ich die „Cat Quest II“-Demo ausprobiert, was allerdings nur wenige Minuten gedauert hat. Da mein Mann meinte, dass sein Film nur noch eine halbe Stunde ging, habe ich ihn darum gebeten mich dann zu wecken und mich für eine Runde Sofaschlaf hingelegt. Das Wecken erfolgte dann, als er auch noch alle Extras auf seiner DVD geschaut hatte – was bedeutet, dass ich fast zwei Stunden geschlafen habe. Hoffentlich bringt mich das heute Nacht nicht wieder um meinen Schlaf … Ich dreh jetzt eine Blogrunde und dann ist es auch schon Zeit in die Küche zu wandern und das Essen aufzuwärmen.

Update 22:00 Uhr

Das ist für heute das letzte Update, da ich nicht mehr so lange aufbleiben will. Zum Abendessen (Steckrübensuppe) gab es heute bei uns die aktuelle Folge von „The Great Pottery Throw Down“ – wir schauen die britische Sendung rund um eine Gruppe von Töpfern, die in verschiedenen Herausforderungen gegeneinander antreten über Youtube – und heute ging es darum klassisch-griechisch anmutende Skulpturen nach einem Model anzufertigen. Ich mag die Sendung sehr, weil es immer interessant und überraschend lustig ist, wobei heute eine Kandidatin rausflog, die bislang immer für sehr viel komische Momente gesorgt hat und bei der ich es wirklich schade fand. Allerdings hat ihre Leistung wirklich nicht für ein Weiterkommen gereicht und ich muss der Sendung insgesamt zugestehen, dass ich die Entscheidungen der Juroren eigentlich immer nachvollziehbar finde.

Danach gab es eine Runde „Animal Crossing“ – inklusive einer neuen Nachbarin – und ich muss zugeben, dass ich nach mehr als 6 1/2 Jahren, in denen ich täglich meinen Pflichten als Bürgermeisterin nachgekommen bin, wirklich reif bin für eine Auszeit auf einer Insel. 😉 (Oder auch: Noch 33 Tage bis „Animal Crossing – New Horizons“ und ja, ich zähle die Tage …) Ansonsten habe ich die kommende Woche durchgeplant (und hoffe, dass ich meine To-do-Liste auch wirklich abgearbeitet bekomme) und werde mich nun noch ein bisschen mit „Wundersmith“ einrollen. Ich hoffe, ihr hattet einen schönen und erholsamen Tag – es war wieder sehr nett mit euch gemeinsam den Sonntag zu verbringen!

 

Heutige Mitleserinnen:

Natira
Neyasha
Sunny
JED

Lese-Sonntag im Januar 2020

Kaum zu glauben, dass das Jahr schon wieder fast drei Wochen alt ist und bei uns theoretisch seit einer Woche wieder Alltag herrschen sollte. Eigentlich wollte ich die erste Arbeitswoche meines Mannes nutzen, um meinen normalen Tagesrhythmus aufzunehmen, aber so ganz klappte das nicht. Immerhin habe ich trotz des einen oder anderen überraschend stressigen Tages in der vergangenen Woche einen Museumsbesuch untergebracht und gestern hatten wir wieder eine sehr schöne und lustige Frühstücksverabredung mit der ehemaligen Nachbarin. Gelesen habe ich in den letzten Wochen weniger als erwartet, aber insgesamt sind natürlich immer noch eine Menge Seiten zusammengekommen (ebenso wie einige fertiggestellte Blogbeiträge, die ich inzwischen bis Mitte Februar vorausgeplant habe *g*).

Heute beginne ich auf jeden Fall „Magic For Nothing“ von Seanan McGuire, da ich meine Erinnerung auffrischen will, bevor ich zu den beiden weiteren Bänden rund um Antimony Price greife, die auf noch auf meinem SuB ruhen. Große Pläne gibt es ansonsten nicht für den Tag, auch wenn mein Mann schon angekündigt hat, dass er seinen „Japanische Monsterfilme“-Marathon mit einem weiteren Film fortsetzen wird (alle geplanten 36 Filme hatte er natürlich nicht während seiner zwei Wochen Urlaub geschafft) und ich dann wohl zum Nähzeug greifen werde. Aber erst einmal starte ich in den Tag mit einer Kurzgeschichte aus meiner aktuellen Anthologie (immer noch „Hex Life“) und etwas Haushaltskram.

Update 9:45 11:45 Uhr

Wenn man sich während des Update-Schreibens ablenken lässt und vergisst den Beitrag zu aktualisieren, dann gibt es eben nur ein Update am Vormittag … Ich habe den Morgen damit verbracht ein bisschen durch die Wohnung zu wuseln und den Abwasch zu erledigen. Als ich damit dann soweit war, habe ich mich mit meinem Tee auf dem Sofa eingerollt und zu meiner Kurzgeschichte gegriffen. „The Deer Wife“ von Jennifer McMahon wird aus der Sicht von Jules erzählt, die sich schon vor Jahren in die Hexe, die tief im Wald lebt, verliebt hat. Sie weiß nicht, ob die Hexe sie verzaubert hat oder ob die namenlose Frau die Antwort auf eine Frage war, die sie sich selbst nicht zu stellen traute, aber sie kann nicht von ihr lassen. Doch ewig kann dieses Leben zwischen Familie und Wald nicht weitergehen und so fällt Jules am Ende eine Entscheidung, die sie nicht wird rückgängig machen können. Ich mochte es, wie Jules an ihre gemeinsame Zeit mit ihrer Liebsten dachte, wie sie sich daran erinnert, was ihr die Hexe des Waldes alles in den vergangenen Jahren beigebracht hat. Ich mochte es weniger, wie Jules vor einigen Wahrheiten die Augen verschließt oder Charaktereigenschaften ihrer Freundin hinnimmt, weil sie so von dieser Frau fasziniert ist. Insgesamt würde ich aber sagen, dass die Geschichte nicht lange bei mir hängenbleiben wird, weil sie nicht mehr als „nett“ war.

Nach dem Lesen meiner Kurzgeschichte, etwas Online-Rumtreiben und etwas Schwatzen mit meinem Mann wurde es auch schon Zeit fürs Frühstück, wozu ich „Magic for Nothing“ angefangen habe. Der Roman ist für mich ein „ich mochte es, aber“-Buch, weil ich beim ersten Lesen mit meinen eigenen Erwartungen zu kämpfen hatte und deshalb die Geschichte nicht so genießen konnte, wie ich es normalerweise tue. So ist dieser Reread nicht nur dazu da, um meine Erinnerungen wieder aufzufrischen, bevor ich die weiteren beiden Bände lese, sondern auch um zu schauen, wie mir die Handlung gefällt, nachdem ich weiß, was genau mich erwartet. Ich finde es selber merkwürdig, wie wenig ich mich mit dem Covenant of St. George beschäftigen mag, obwohl dieser von Anfang an eine so große Rolle in den InCryptid-Romanen spielte … Bevor ich wieder zum Buch greife, drehe ich aber erst einmal eine Kommentarrunde. 🙂

Update 15:00 Uhr

Ich hatte ganz vergessen wie lange es dauert, bis Antimony (Annie) sich wirklich im Covenant einschleicht, und wie viel „Vorgeplänkel“ von Seanan McGuire davor gesetzt wurde. Eigentlich genieße ich mein Wiedersehen mit all den Familienmitgliedern der Price-Familie und die Anspielungen auf vorhergehende Romane der Reihe. Aber auf der anderen Seite hätte ich gern den Teil in England schon hinter mich gebracht, um mit Annie die Leute die Schausteller kennenzulernen, denen sie sich später in der Geschichte anschließt. Ich fürchte, es lag nicht nur an meiner Stimmung beim ersten Mal, dass das Tempo in „Magic for Nothing“ nicht ganz meinem Geschmack entspricht – ich freu mich trotzdem weiterhin auf die beiden noch ungelesenen Bände, in denen Annie die Protagonistin ist. *g*

Um kurz nach 13 Uhr hat mein Mann dann mit seinem Film angefangen. „Destroy all Monsters“ ist der zwanzigste Monsterfilm von Toho und sollte auch der Abschied der Firma von den Monster-Kinofilmen sein, weil man 1968 der Meinung war, dass dank des Fernsehens solche Filme auf der großen Leinwand keinen Erfolg mehr haben könnten. Die Handlung ist nicht gerade ausgereift: Außerirdische bringen all die japanischen Monster unter ihre Kontrolle und wollen so die Menschheit dazu bringen sich ihnen zu ergeben. Grundsätzlich ging es Toho wohl darum all die Monster der vorherigen Filme noch einmal auf die Leinwand zu bringen (selbst wenn einige der Anzüge schon in so schlechtem Zustand waren, dass man die dementsprechenden Monster nur aus größerer Entfernung filmen konnte *g*). Wer mehr Details zu diesem Machwerk lesen möchte, kann sich gern den Wikipedia-Eintrag zu „Frankenstein und die Monster aus dem All“ anschauen – immer wieder faszinierend, was die deutschen Filmverleih-Firmen sich damals für Titel ausgedacht haben! Obwohl ich den Großteil der Zeit auf meine Näharbeit geschaut habe und mein Mann mit japanischer Tonspur und englischen Untertiteln den Film schaute, konnte ich der Handlung locker folgen, wenn ich nur alle paar Minuten mal einen Blick auf den Bildschirm warf. 😉

Update 18:30 Uhr

Da ich noch Lust hatte weiter zu nähen, habe ich heute Nachmittag noch etwas Musik gehört, bis mein Taschentuch fertig umsäumt war. Danach habe ich spontan zu meinem aktuellen „Unterwegsbuch“ gegriffen und es weitergelesen, während ich Kekse geknabbert habe. Mein „Unterwegsbuch“ ist der zweite Band der Innkeeper Chronicles von Ilona Andrews (ihr erinnert euch vielleicht daran, dass ich den Auftaktband im Dezember gelesen habe) und wenn Dienstag wieder einige Zeit unterwegs sein werde, werde ich vermutlich den dritten Teil der Serie anfangen – so viele Seiten habe ich in „Sweep in Peace“ nicht mehr vor mir. Auf jeden Fall ist „Sweep in Peace“ gerade genau die richtige Art leichte Unterhaltung (soweit man das sagen kann, wenn es um Friedensverhandlungen geht, diverse Morde schon passiert sind und überhaupt sehr viele Personen gerade sehr verzweifelt sind) für mich und unterhält mich besser als „Magic for Nothing“. Auch wenn ich genau weiß, dass letzteres nur wegen des verflixten Covenant so ein Problem für mich darstellt und mir die Geschichte wieder deutlich mehr Freude bereitet, sobald ich den hinter mich bringe – was ich nicht tun werde, wenn ich zwischendurch 1 – 50 ander Bücher lese. 😉 Bis ich in die Küche wandern muss, um das heutige Abendessen in den Ofen zu werfen, werde ich vermutlich nur noch eine Kommentarrunde auf die Reihe bekommen. Mal schauen, womit ihr den Nachmittag so verbracht habt. 🙂

Update 21:30 Uhr

Mein Buch habe ich sogar noch vor dem Kochen beenden können und zum Essen (Ofengemüse mit Feta) gab es nur noch eine Folge „Zumbo’s Just Desserts“ – wir sind bei der zweiten Staffel gerade beim Halbfinale und obwohl ich die beiden Finalisten mag, muss ich sagen, dass ich diese Staffel nicht so interessant und unterhaltsam fand wie die erste. Die Kandidaten waren weniger sympathisch und es gab deutlich weniger Details zum Thema Dessert-Herstellung als in den Folgen vom vergangenen Jahr. Aber die Sendung ist immer noch unterhaltsam genug, dass wir jeden Abend eine Folge davon zum Essen schauen. 😉 Da sich so langsam die kurze Nacht bemerkbar macht, werde ich nur noch meine heutige Runde Animal Crossing beenden und eine Blogrunde drehen und dann ins Bett fallen. Ich hoffe, ihr hattet heute alle einen schönen Tag und startet morgen gut in die neue Woche! 🙂

 

Heutige Teilnehmerinnen:

Ariana
Natira
Neyasha
JED
Sunny