Dank Feiertag (in Deutschland) gibt es heute also den dritten Herbstlesen-Tag in Folge. Gestern habe ich „Herbst im Mumintal“ von Tove Jansson beendet, ebenso wie „Die Stadt und das Mädchen“ von Jiro Taniguchi – was mich nun vor die Frage stellt, was ich als nächstes lesen soll.
Ich habe ein paar Bücher, die ich in zwei Wochen in die Bibliothek zurückbringen muss, weil ich sie nicht verlängern kann. Aber weder „Kulturgeschichte des Klimas“ von Wolfgang Behringer, noch „Der katholische Bulle“ von Adrian McKinty oder „Das rote Schaf der Familie“ von Susanne Klippenberger reizen mich spontan.
Vielleicht sollte ich zu einer meiner anderen Bibliotheksausleihen greifen oder mal den SuB genauer betrachten … Aber erst einmal heißt es richtig aufwachen, den FeedReader und das Mailfach leeren und danach sehe ich weiter.
Diejenigen, die heute wieder mit mir zusammen „Herbstlesen“, werden wie immer mit ihrem aktuellen Beitrag am Ende dieses Posts verlinkt.
Update 11:45 Uhr
Irgendwie komme ich heute wirklich nicht in die Gänge. Ich habe viel geglubscht und ab und an einen Kommentar geschrieben (wobei ich die über 100 Einträge in meinem FeedReader auch etwas abschreckend fand – bis ich feststellte, dass die Hälfte davon aus gestern geschriebenen Herbstlesen-Kommentaren bestand *g*) und letztendlich haben wir dann beschlossen, dass wir zum Frühstück weiter „Initial D“ schauen. „Initial D“ ist die Anime-Serie mit dem hässlichsten Charakterdesign, das ich je gesehen habe. Aber ich mag die Story (mit einigen Abstrichen, weil sie unbedingt unbeholfene Schulliebesgeschichten einbauen mussten), obwohl sie sich rund um illegale Straßenrennen dreht. Protagonist der Serie ist Takumi Fujiwara, dessen Vater einen Tofu-Shop betreibt, der vor allem davon lebt, dass sie die Hotels der Region beliefern. Dabei ist Takumi seit seinem dreizehnten Lebensjahr für die Lieferungen zuständig, was bedeutet, dass er Nacht für Nacht kurz vor vier Uhr morgens aufstehen und mit Papas Toyota Trueno über den Mount Akina zu den Hotels fahren muss. Da er natürlich keinen Führerschein hat, erzählt er jahrelang niemandem von seinen nächtlichen Touren durch die Berge. Für ihn ist Autofahren nur eine lästige Pflicht, und der einzige Grund, warum er in den vergangenen fünf Jahren immer besser wurde, liegt darin, dass er seine Arbeit so schnell wie möglich erledigen wollte, um vor der Schule noch etwas Schlaf zu bekommen.
Die Handlung der ersten Staffel beginnt kurz nachdem Takumi und sein bester Freund Itsuki ihre Führerscheine gemacht und einen Sommerferienjob bei einer örtlichen Tankstelle bekommen haben. Itsuki ist ganz begeistert von dem lokalen Streetracer-Team, den Akina Speedstars, und will den Sommer über genügend Geld sparen, um sich ein Auto leisten zu können. Takumi hingegen ist eher uninteressiert … an allem … und das ändert sich auch nicht, als die ersten Fahrer dahinterkommen, dass in den frühen Morgenstunden ein ungewöhnlich schneller Trueno auf den Bergstraßen des Akina unterwegs ist. So fährt Takumi seine ersten Rennen vor allem als Gefallen für seinen Freund Itsuki (und weil sein Vater ihm bei einem Sieg eine volle Tankfüllung versprochen hat, mit der er dann eine Tour zum See mit einer Mitschülerin machen kann). Ich mag vor allem den Anfang der Serie, wenn Takumi an allem total uninteressiert ist und erst zu den Rennen überredet werden muss. Und es gefällt mir, wie er dann langsam entdeckt, dass es ihm doch Spaß macht, sich weiterzuentwickeln und gegen Gegner zu fahren, die ihn herausfordern.
Wir haben schon vor ungefähr zwei Wochen mit der Serie wieder angefangen und sind inzwischen beim Anfang der zweiten Staffel. Da dreht sich die Handlung weniger darum, dass Takumi Interesse fürs Rennfahren entwickelt, als dass er bewusst daran arbeiten muss, seine Fähigkeiten zu verbessern, wenn er mit technisch ausgereifteren Fahrzeugen und professionelleren Fahrern mithalten will. So haben wir heute Vormittag sein Rennen gegen einen Wagen gesehen, der im Gegensatz zu seinem alten Trueno keinen Heckantrieb, sondern einen Vierrradantrieb (und die Ausstattung eines World Rallye Cars) hat. Und ja, so ein Rennen kann sich locker über mehrere Folgen hinziehen … 😉
Jetzt wird es aber erst einmal Zeit die Katze zu füttern und ein bisschen die Küche aufzuräumen, danach greife ich dann vielleicht doch endlich mal zum Buch. Zumindest fühle ich mich so langsam wach genug zum Lesen.
Update 15:45 Uhr
Eigentlich sollte ich wirklich zu einem Bibliotheksbuch greifen, aber so recht konnte ich mich dazu nicht aufraffen. Dabei habe ich die Bücher extra in Reichweite gelegt (und wenn wir in einigen Wochen die Heizperiode starten, muss ich mir etwas anderes überlegen):
Stattdessen habe ich mich, nachdem sich Christie zu unserer großen Freude über ihr neues Futter (Büffel und Pastinake Oo) hergemacht hat, vor dem SuB gestanden und versucht herauszufinden, auf welchen Roman ich gerade Lust habe. Auch da gibt es den einen oder anderen Titel, den ich eigentlich demnächst lesen wollte (zum Beispiel „Mrs. Alis unpassende Leidenschaft“, um zu schauen, ob die Geschichte was für meine Mutter wäre), aber so recht konnten mich die nicht locken. Also habe ich „Spindle’s End“ von Robin McKinley, „The Wizard of Dark Street“ von Shawn Thomas Odyssey und „Serpentine“ von Cindy Pon aus dem Regal gezupft und angelesen. „Spindle’s End“ wollte ich mal in einer Leserunde lesen, zu der es nicht gekommen ist. Grundsätzlich mag ich Robin McKinley als Autorin sehr gern, aber die Geschichte finde ich gerade nicht „modern“ genug für meine aktuelle Leselust. „Serpentine“ hatte ich mir gewünscht, weil ich neugierig auf das chinesische Fantasysetting war und der Anfang ist auch nicht schlecht, aber „The Wizard of Dark Street“ macht mich gerade mehr an. Den Roman hatte ich schon vor einiger Zeit bei Kiya entdeckt, aber beim ersten Anlesen war ich nicht in der richtigen Stimmung dafür. Heute hingegen scheint der perfekte Tag zu sein, um die Geschichte endlich zu genießen – auch wenn ich etwas von „Frankensteins Monster im Kampf gegen Ghidorah“ abgelenkt werde! 🙂
Update 21:30 Uhr
Seit dem letzten Update habe ich gelesen, mit dem 3DS gespielt und Abendessen gekocht und gegessen. Sehr fotogen ist das Essen nicht, da sich mein Mann Kartoffelbrei, Sauerkraut und Würstchen gewünscht hat, aber verflixt lecker (auch ohne Würstchen). Ich liebe Kartoffelbrei und esse jedes Mal viel zu viel davon – gut, dass es den bei uns so selten gibt.
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