Alle Artikel von Konstanze

3-Fragen-Stöckchen (Bumerang)

Nachdem mir Bibendum das 3-Fragen-Stöckchen zurückgeworfen hat, kommen hier meine Antworten auf die drei neuen Fragen. Und damit dieses Stöckchen nicht zum Ping-Pong-Ball wird, stelle ich keine weiteren Fragen. Wer aber Lust darauf hat, kann gerne diese drei Fragen (oder die meines ersten Stöckchens) in den Kommentaren beantworten. 🙂

Frage 1. Gibt es ein Buch, dass Dir als Kind immer wieder vorgelesen werden musste, weil Du selbst noch nicht lesen konntest, Du das Buch aber geliebt hast? Und wenn ja, welches war es?

Antwort:
An ein bestimmtes Buch, dass mir immer wieder vorgelesen werden musste, kann ich mich nicht erinnern. Allerdings hat meine Schwester mir manchmal vorgelesen, als wir noch ein Zimmer geteilt haben – und das gehört mit zu meinen schönsten Erinnerungen an unsere Kindheit. Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, dann war auch „Laura im großen Wald“ darunter und dieses Buch von Laura Ingalls Wilder mag ich immer noch gern (was ich von der Fernsehserie nicht behaupten kann 😉 ).

Frage 2. Was ist Deine Lieblingssorte Ben&Jerry’s Eis?

Antwort:
Da ich bis jetzt deutlich weniger davon verdrückt habe als du, fällt es mir schwer auf diese Frage eine Antwort zu geben. 😉 Als ich in Amerika war, war es viel zu kalt, um Eis zu essen und bis zum Umzug hatte ich keine Ben&Jerry’s-Quelle in der Nähe. Aber „Chocolate Macadamia“ war sehr lecker und „Caramel Chew Chew“ hört sich auch sehr gut an … Ich werde mich auf jeden Fall noch weiter durch das Sortiment probieren. 😉

3. Grundsatzfrage: Hund oder Katze? Und warum?

Antwort:
Was heißt hier „oder“? Ich mag Hunde, ich tobe gern mit ihnen rum und ich finde es großartig, dass sie mich dazu zwingen an die frische Luft zu gehen. 😉 Allerdings ist mein letzter Hund schon vor über neun Jahren gestorben, und da ich seitdem kein Leben geführt habe, in dem sich ein Hund wohlgefühlt hätte, habe ich darauf verzichtet wieder einen neuen zu suchen. Aber ich muss zugeben, dass ich es vermisse mit einem Hund meine Zeit zu verbringen und manchmal bricht bei mir eine regelrechte Hundesehnsucht durch.

Aber auch ohne die Katzen könnte ich mir ein Leben nicht vorstellen! Nach dem Kanarienvogel, den ich von meiner Schwester geerbt habe, war ein kleiner roter Kater mein erstes Haustier. Ohne ein paar Pfoten fehlt einfach etwas in der Wohnung, nichts ist schöner als einen schnurrender Kater auf dem Schoß zu haben, eine neugierige Katze zu beobachten oder zu sehen, wie sich so ein Tier zufrieden und entspannt räkelt.

Egal, ob Hund oder Katze, es macht mich glücklich meine Second-Hand-Tiere besser kennenzulernen und zu sehen, wie sie sich im Laufe der Jahre entwickeln und mein Leben bereichern. 🙂

Lynsay Sands: Vampire haben’s auch nicht leicht

Vampire haben’s nicht leicht – und mir fällt es überraschend schwer etwas zu diesem Buch zu sagen. Irgendwie bin ich heute fast in zu kritischer Stimmung für so einen Roman …

Nachdem in den ersten vier Romanen der Reihe die Kinder der Vampirin Marguerite Argeneau ihre Lebenspartner gefunden haben (wer dazu etwas mehr wissen will, kann gerne hier gucken), bekommt in „Vampire haben’s auch nicht leicht“ ein Cousin der Familie, Vincent, die Chance auf sein Glück. Vincent ist dem Leser der andern Bücher schon bekannt als amüsanter Schauspieler, der das Leben leicht nimmt, seine Cousins gern neckt und doch immer parat ist, wenn es darum geht jemandem zu helfen.

Doch nun benötigt Vincent Hilfe, denn in seine Produktionsfirma wird von einem Saboteur bedroht. Zum Glück gibt es eine Privatdetektivin, die Bastien Argeneau seinem Cousin empfehlen kann. Jackie arbeitet schon länger mit dem Geschäftsmann zusammen und kennt das Geheimnis der Vampire. Auch wenn sie selber extrem misstrauisch gegenüber den unnatürlichen Wesen ist, leistet sie als Ermittlerin gute Arbeit. Naja, so gute Arbeit leistet sie für Vincent nicht, denn der attraktive Vampir bringt die junge Dame schnell aus dem Gleichgewicht. Nur gut, dass ihr Partner Tiny mitgekommen ist und ihr hilft den Kopf nicht zu verlieren – und auch mal auf ihre Gefühle zu hören. 😉

Die Liebesgeschichte zwischen den beiden kommt einem recht bekannt vor, wenn man die anderen Romane schon gelesen hat. Im Prinzip geht Lynsay Sands doch immer nach dem gleichen System vor. Allerdings ist es sehr angenehm, dass Jackie schon über Vampire aufgeklärt wurde und recht abgeklärt an das Thema herangeht. Und es gelingt der Autorin in diesem Band deutlich besser den Krimianteil unterzubringen als bei ihren ersten Romanen! Auch wenn ich recht schnell wusste, wer hinter den Sabotageakten steckt, so brachte der Versuch den Täter zu fassen, doch etwas Spannung in den Roman.

Auch wenn ich so langsam das Gefühl habe, dass hier nur wenig Neues kommt (und es mich ärgert, dass schon wieder Marguerite Argeneau als Heiratsvermittlerin bemüht wurde), so konnten mich all die kleinen amüsanten Szenen wieder gut unterhalten, ich mochte die meisten Charaktere sehr gern – und vor allem die neu eingeführten Figuren könnten sich noch interessant weiterentwickeln. So richtig zufrieden bin ich mit „Vampire haben’s auch nicht leicht“ nicht, aber trotzdem hat das Buch für ein paar heitere und entspannende Stunden auf dem Sofa gesorgt – und bestimmt werde ich auch den für Dezember angekündigten Band wieder lesen. 😉

Überraschung am Morgen

Nachdem meine wunderbaren Schwiegereltern sich vor einer Stunde wieder auf den Heimweg gemacht haben, habe ich meinem Internetentzug ein Ende gemacht und ein bisschen auf anderen Seiten gestöbert. Total überraschend bin ich dabei auf Natiras Zeit über meinen ersten Award gestolpert. Ganz vielen lieben Dank dafür! 🙂

Ein „Making Smiles on Faces“-Award ist eine wirklich schöne Auszeichnung! 🙂

Und die möchte ich natürlich auch gleich weiterreichen:

An Seychella , dafür, dass sie mich (ohne es zu wissen) auf die Idee zu einem eigenen Blog gebracht hat.

An Soleil , für ihre vielen Kommentare, die mir gezeigt haben, dass mein Blog auch gelesen wird.

An Bibendum , als kleinen Ansporn, wieder mehr zu schreiben. 😉

Und an Frau Katz , die mich (als stumme Leserin) die letzten Tage mit ihrem Blog wunderbar unterhalten hat.

Oktober-SuB

Zum ersten Mal schaffe ich es die SuB-Liste des Monats nicht erst
am 7. einzustellen. 😉 Jetzt muss ich nur noch Zeit zum Lesen finden …

A (4)
Gilbert Adair: Mord auf fforkes Manor – Eine Art Kriminalroman
Robert Asprin: Des Dämons fette Beute
Robert Asprin: Ein Dämon schafft noch keine Ordnung
Robert Asprin: Als Dämon brauchst du nie Kredit

B (10)
Sina Beerwald: Die Goldschmiedin
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Alan Bennett: Die souveräne Leserin
Ruth Berger: Gretchen – Ein Frankfurter Kriminalfall
Dörthe Binkert: Weit übers Meer
Mechtild Borrmann: Mitten in der Stadt
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud
Simon Brett: Ein Toter kommt selten allein
Simone Buchholz: Revolverherz – Ein Hamburgkrimi

C (5)
Jennifer Chiaverini: Der Weihnachtsquilt
Stephen Cole: Aztec Code
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)
James Collins: Zauberberg für Anfänger
Bruce Coville: Die Einhorn-Chroniken 1 – Das Tor zwischen den Welten

D (6)
Jeffrey Deaver: Die Menschenleserin
Friedrich Dönhoff: Savoy Blues – Ein Fall für Sebastian Fink
Doris Dörrie: Kirschblüten Hanami
Joe Donnelly: Jack Flint und der Bann des Herzsteins
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Rebecca Drake: Still sollst du sterben

E (2)
Horst Eckert: Königsallee
Chris Ewan: Amsterdam

F (12)
Jennifer Fallon: Kind der Magie (Das Dämonenkind 1)
Jennifer Fallon: Kind der Götter (Das Dämonenkind 2)
Jasper Fforde: Der Fall Jane Eyre
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Thomas Finn: Die Wächter von Astaria 1 – Der letzte Paladin
Thomas Finn: Die Wächter von Astaria 2 – Die flüsternde Stadt
Fortunato: Die Spur der Drachen
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Rina Frank: Als Gott die Großmutter holte
Peter Freund: Laura und das Siegel des Mondes
Luca di Fulvio: Die Rache des Dionysos

G (4)
Francois Gantheret: Das Gedächtnis des Wassers
Michele Giuttari: Rachefeuer
Thomas Görden: Der Mönch und die Jüdin
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (6)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Frederik Hetmann: Zeitenwende
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung
Robin Hobb: Im Bann der Magie (Nevare 2)
Andreas Hoppert: Der Thule-Code
Rachel Hore: Der Garten der Erinnerung

I (1)
Greg Iles: Leises Gift

J (1)
P.D. James: Ein makelloser Tod

K (6)
Kari Kaci: Die Schwebebalken-Prinzessin
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Linda Kavanagh: Meinem Herzen so nah
Hans Werner Kettenbach: Das starke Geschlecht
Sophie Kinsella: Charleston Girl

L (2)
Marc Levy: All die ungesagten Worte
Michaela Link: Der Spiegel der Kaiserin

M (8)
Jenny Mai-Nuyen: Nijura – Das Erbe der Elfenkrone
James McGee: Die Totensammler
Kai Meyer: Hex
Kai Meyer: Die Sturmkönige 1 – Dschinnland
Kai Meyer: Die Sturmkönige 2 – Wunschkrieg
Kai Meyer: Die Sturmkönige 3 – Glutsand
Boris Meyn: Die Schattenflotte
Thomas B. Morgenstern: Der Milchkontrolleur

N (1)
Elle Newmark: Der Granatapfeldieb

P (4)
Renata Petry: Hilgensee
Tamora Pierce: Young Warriors – Stories of Strength
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)

R (9)
Irene Radford: Der letzte Kriegsmagier (Die Historie des Drachen-Nimbus 2)
Irene Radford: Der abtrünnige Drache (Die Historie des Drachen-Nimbus 3)
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
John Maddox Roberts: Die Feinde des Imperators – Ein Krimi aus dem Alten Rom
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Brian Ruckley: Winterwende (Die Welt aus Blut und Eis 1)

S (9)
Lynsay Sands: Vampire haben’s auch nicht leicht
Matthew Skelton: Cirrus Flux
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Ernst Soler: Staub im Paradies
Veronica Stallwood: Böses Spiel in Oxford
Helle Stangerup: Der Brautmaler
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (8)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Kerstin Tomiak: Drachenwind
Licia Troisi: Die Schattenkämpferin 1 – Das Erbe der Drachen
Licia Troisi: Die Schattenkämpferin 3 – Der Fluch des Assassinen
Aino Trosell: Eine grenzenlose Liebe
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

W (5)
Tanja Wekwerth: Mitternachtsmädchen
Valerie Wilson Wesley: Remember Cecilia Jones – Ein Fall für Tamara Hayle
Klaus Wolfertstetter: Mister Unsichtbar
Gabriele Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Cornell Woolrich: Der schwarze Engel

X (1)
Xinran: Die namenlosen Töchter

(fett markierte Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind neu hinzugekommen)

Eeva-Kaarina Aronen: Der Sommer vor meinem Fenster

Vielleicht hatte mich der Klappentext in die Irre geführt, der von einem Sommer erzählt, in dem eine Rundfunkjournalistin dramatische Ereignisse in ihrer Nachbarschaft beobachtet, aber „Der Sommer vor meinem Fenster“ gehörte zu den Romanen, durch die ich mich regelrecht durchquälen musste. Sprachlich schreibt Eeva-Kaarina Aronen sehr schön, ihre Ausdrucksweise kann man anfangs durchaus genießen, doch irgendwann kommt das Gefühl auf, dass die Autorin so gar nicht zu sagen hat. Oder sich zu sehr bemüht das Gesagte malerisch zu verpacken und dem Leser so die Lust am Text nimmt.

Kapitelweise stellt sie die verschiedenen Nachbarn ihrer Hauptfigur Hagar vor, die von der ihnen nachspionierenden Journalistin auch noch lauter Spitznamen verpasst bekommen haben. Bis ich die verschiedenen Beziehungen und Hintergründe verstanden hatte, hatte ich schon gar keine Lust mehr mich mit diesen Personen zu beschäftigen. Und während ich darauf wartete, dass endlich etwas großes passiert, schiebt Eeva-Kaarina Aronen einen Exkurs über die russisch-finnische Vergangenheit ein.

Dieser Part ist überaus faszinierend, mir waren vorher viele Verbindungen nicht bekannt und ich habe interessiert die Entstehung des russischen Kommunismus und seine Folgen für Finnland verfolgt – nur um dann wieder mit Hagar zusammen auf das Straßenfest der kleinen finnischen Gemeinde hinzuarbeiten. Endlich wird aus den vielen vielen Andeutungen, die seit Anfang des Buches gemacht wurden, ein konkretes Ereignis. Aber inzwischen hat die Autorin mich schon längst verloren. Hagar ist mir unsympathisch und die Vorgänge in ihrer Siedlung sind mir egal und die soooo lange aufgebaute Spannung endete für mich mit einem enttäuschenden kleinen „Puff“. Wenn ich wirklich einmal mehr über finnische und russische Geschichte lernen will, dann suche ich mir ein gutes Sachbuch. Von dieser Autorin hingegen werde ich wohl so schnell kein Buch mehr lesen, denn ich fühlte mich einfach nicht gut genug unterhalten, um die Durststrecken zwischen den interessanteren Teilen mühelos durchzuhalten …

Lynsay Sands: Ein Vampir zum Vernaschen

Da mir in den letzten Tagen der aktuelle Band der Reihe um die Ageneau-Vampire von Lynsay Sands in die Hände gefallen ist, möchte ich hier meinen bisherigen Lieblingsteil der Serie (und die damit zusammenhängenden Romane) ein wenig vorstellen.

„Ein Vampir zum Vernaschen“ ist im amerikanischen Original der dritte Band, auch wenn er vom Lyx-Verlag an zweite Stelle veröffentlicht wurde. Im ersten Teil („Eine Vampirin auf Abwegen“) bekommt Lissianna Argeneau von ihrer Mutter zum Geburtstag einen Psychiater „geschenkt“, der die junge Vampirin von ihrer Blutphobie heilen soll. Nach einige amüsanten Verwicklunge kommen sich der Arzt und seine Patientin näher …

Der zweite Teil („Verliebt in einen Vampir“) dreht sich um Lissiannas Bruder Etienne, der von einem Vampirjäger verletzt wurde und in der Leichenhalle der Pathologin Rachel landet. Im Laufe der Ereignisse wird die Ärztin so schwer verletzt, dass Etienne nichts anderes übrig bleibt als Rachel in eine Vampirin zu verwandeln – und natürlich entwickeln auch diese beiden eine Schwäche füreinander.

„Immer Ärger mit Vampiren“ ist der vierte Band und dreht sich um Etiennes und Lissiannas Bruder Bastien, der sich um die Hochzeit seines Bruders Lucern (ja, ich greife vorraus, aber bei diesen Romane ist ein Happy-End nun einmal vorhersehbar 😉 ) kümmern soll. Während Bastien sich als Trauzeuge um eine Menge lästiger Details kümmern darf, wird ihm auch noch die Cousine und Trauzeugin der Braut einquartiert. Nicht gerade eine leichte Situation für den Vampir, der vor seinem Gast Terri verbergen muss, was er in Wirklichkeit ist.

Amüsant sind all diese Romane, wenn auch nicht immer auf dem gleichen Niveau. Doch der Roman „Ein Vampir zum Vernaschen“ hat mich so richtig gut unterhalten. Der dritte Band der Reihe handelt von Lucern, der sein Geld als Autor von Vampir-Liebesromanen verdient. Wobei diese erfolgreichen Romane auf den Liebesgeschichten seiner Geschwister basieren. Da es ihm nicht möglich ist, seiner neuen Lektorin zu erklären, warum er keine Lesereise durchs Land machen kann (da für ihn als Vampir Probleme auftauchen, die sie wohl kaum verstehen könnte), sieht er sich bald von ihr zu einem Treffen mit Liebesroman-Autorinnen gedrängt.

Natürlich bekommt er von seiner Lektorin Kate C. Leever eine besonders intensive Betreuung, damit er schön brav die versprochenen Termine einhält – und sich eine Gelegenheit ergibt, damit sich diese beiden Figuren näher kommen können. In diesem Buch hat die Autorin auf Spannungselemente wie einen Vampirjäger verzichtet und genau genommen plätschert die Handlung vor sich hin, aber gerade das hat Lynsay Sands auch die Gelegenheit geboten wundervoll lustige Szenen einzubauen.

So vorhersehbar die Handlung ist und auch wenn die romantischen und erotischen Elemente ganz nett sind, so sehr habe ich vor allem die Szenen genossen, in denen Lucern hoffnungslos altmodisch dargestellt wird. Es rächt sich einfach, wenn man so viele Jahrzehnte keinen Kontakt zu normalen Menschen hat – und wenn man dann auch noch auf eine Gruppe von Liebesroman-Autorinnen trifft, die einen unter ihre Fittiche nehmen wollen, dann ergeben sich wunderbar komische Momente, die mir auch Mal die Lachtränen in die Augen getrieben haben. 🙂

Nachdem nun alle Geschwister ihre Partner gefunden haben, geht es im nächsten Roman („Vampire haben’s auch nicht leicht“) mit einem Cousin der Familie weiter – und ich vertraue darauf, dass der mir wieder anspruchslose, aber dafür unterhaltsame und heitere Lesestunden bescheren wird.

3-Fragen-Stöckchen

Soleil war so nett und hat mir vor ein paar Tagen mein erstes Stöckchen zugeworfen, das ich jetzt endlich mal beantworten will! Beim 3-Fragen-Stöckchen werden einem drei Fragen gestellt – und wenn diese beantwortet sind, kann man drei neue Fragen weiterreichen.

Frage 1: Warst Du schon einmal so versessen auf ein Buch, dass Du es auch gestohlen hättest (oder gar hast)? Welches war es – und hätte es sich gelohnt?

Ja, ich bin einmal sehr in Versuchung gekommen, ein Buch zu stehlen – und habe es jahrelang bereut, dass ich brav geblieben bin. 😀 „Die Nacht der leuchtenden Pantoffeln“ ist ein recht unbekannter Titel von Max Kruse, der wohl vor allem für seine Urmel-Geschichten bekannt wurde, und ich hatte das Buch als Kind aus der Bibliothek geliehen. Als ich irgendwann genug Geld beieinander hatte, um es zu kaufen, musste ich feststellen, dass es doch wirklich Bücher gibt, die man nicht mehr kaufen kann. Als Kind war das eine erschütternde Erkenntnis – und als der Titel dann auch recht bald aus Altersgründen aussortiert wurde und somit nicht mehr auszuleihen war, bekam ich das Buch nicht einmal mehr in meiner Bibliothek. Eine Neuveröffentlichung 1984 beim Loewe-Verlag ist leider an mir vorbeigegangen und so habe ich mir das Buch erst vor wenigen Jahren gebraucht teuer ersteigern können – und ein Diebstahl hätte sich somit nicht nur wegen des bezaubernden Inhalts, sondern auch in finanzieller Hinsicht wirklich gelohnt. 😉

Frage 2: Wir kennen sicher alle das Unverständnis darüber, viele Bücher zu besitzen und gar noch zu lesen. Gibt es eine oder mehrere Personen in Deinem Leben, die kaum oder gar nicht lesen? Wie setzt Du Dich mit ihnen auseinander? Gibt es vielleicht eine erwähnenswerte Anekdote?

Komischerweise gehören nur sehr wenige Leute, die nicht lesen, zu meinem Bekanntenkreis – und die wenigen Nichtleser werden in der Regel irgendwann doch bekehrt. Es gibt für jeden Menschen ein Buch, man muss es nur finden. 🙂 Die Person, die mir am nächsten steht und nur wenig liest, ist wohl mein Mann. Er ist ein sehr langsamer und intensiver Leser und kann sich nur auf ein Buch einlassen, wenn er den Kopf frei und Zeit hat, und dies ist leider nur sehr selten der Fall. Als wir noch eine Fernbeziehung führten und er jede Woche mehrere Stunden Zugfahrt vor sich hatte, hat er einige Bücher geschafft. Aber zur Zeit konzentriert er sich lieber auf Comics (was, wie ich gerade feststelle, von mir anscheinend nicht richtig als „lesen“ definiert wird), wo er sich auch noch an den Zeichnungen erfreuen kann. Trotzdem bekommt er von mir regelmäßig Bücher geschenkt – und ich muss dann damit leben, dass so ein Roman auch mal mehrere Jahre liegen bleibt, bevor er gelesen wird. Dafür kann ich mit ihm über jedes Buch reden, das mich gerade beschäftigt, und er hilft mir oft dabei, meine schwammigen Gefühle in eine greifbare Meinung umzuwandeln.

Frage 3: Welche Entwicklungsschritte wird das Buch (nicht der Inhalt) Deiner Meinung nach noch machen? Wie schätzt Du seine Zukunft ein?

Ich glaube nicht, dass es noch so viele Entwicklungen für Bücher gibt. Das e-book und die neuen Speicher- und Lesemedien laufen anscheinend sehr gut an und werden sich wohl auch weiter verkaufen. Und bestimmt wird in dem Bereich noch ein bisschen gebastelt und verbessert und irgendwann kann man das gesammelte Wissen der Welt in einem taschenbuchgroßen Gerät mit sich herumtragen …
Aber keine dieser neuen Entwicklungen kann das Gefühl ersetzen, das man hat, wenn man zum ersten Mal ein Buch aufschlägt. Wenn es nach Leim riecht, wenn man das Papier zwischen den Fingern spürt und wenn die Seiten noch leicht knistern, weil sie sich erst an das Umblättern gewöhnen müssen. Diese haptischen Eindrücke kann kein Lesegerät vermitteln und diese machen das althergebrachte Buch in meinen Augen unschlagbar und vor allem unverzichtbar. 🙂

Meine neuen Fragen:

1. Kann es passieren, dass du dich beim Lesen so über ein Buch aufregst, dass du lauthals schimpfst, ohne daran zu denken, dass dich vielleicht jemand hören könnte? Und wenn ja: Ist dir das schon mal in der Öffentlichkeit passiert? Oder kennt deine Umgebung das schon von dir und ignoriert dich dabei?

2. Gestern habe ich die Aufzeichnung der zweiten Sendung „Die Vorleser“ gesehen. In dieser hat Amelie Fried dem Zuschauern am Ende recht gönnerhaft das Recht auf Unterhaltungsliteratur (im Gegensatz zur anspruchsvollen Lektüre) zugebilligt, solange diese „gut“ ist. Dies bringt mich zu meiner zweiten Frage: Was bedeutet für dich „gute Unterhaltungsliteratur“?

3. Und daraus folgt gleich die dritte Frage: Gibt es ein Buch, von dem du niemals zugeben würdest, dass du es gelesen hast? Und wenn ja: Welche Gründe gibt es dafür, dass du zu dem Titel nicht stehen kannst?

Weiterreichen möchte ich das Stöckchen an Bibendum – und wenn Soleil mag, dann kann sie es gern noch einmal aufgreifen. 😉 Aus Mangel an weiteren Lesern meines Blogs (zumindest von denen ich weiß *g*) kann es natürlich auch jeder mitnehmen, der noch darüber stolpern sollte. 🙂

SuB-Zuwachs

Heute brachte der Paketbote eine schöne Mischung neuer Bücher. Überraschend viele Kinder- und Jugendbücher sind dabei, aber auch ein bisschen was „für’s Herz“ und ein Krimi gegen eine Überdosis „heile Welt“. 😉

  • Alfred Bekker: Die Drachen-Erde-Sage 3 – Drachenthron
  • Alan Bradley: Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet
  • Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud
  • Stephen Cole: Der Aztec Code
  • Bruce Coville: Die Einhorn-Chroniken 1 – Das Tor zwischen den Welten
  • Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord
  • Marc Levy: All die ungesagten Worte
  • Kai Meyer: Die Sturmkönige 3 – Glutsand
  • Lynsay Sands: Vampire haben’s auch nicht leicht
  • Matthew Skelton: Cirrus Flux
  • Kerstin Tomiak: Drachenwind
  • Tanja Wekwert: Mitternachtsmädchen

Renovierung Nummer 1

Die erste Renovierung, die für mich mit diesem Umzug verbunden ist, ist bewältigt! Nach fast einer Woche, in der ich von morgens bis abends auf der Leiter stand, um eine sehr hohe Altbauwohnung zu streichen, zu lackieren und danach gründlich zu putzen, ist die Wohnung so schön, dass ich fast wieder einziehen würde.

Doch von den makellosen und strahlend weiße Wände und den perfekt (na ja, soweit es dank der Spuren der diversen Vormieter möglich war) lackierten cremeweißen Türen werden nur meine Nachmieter profitieren, was mich nicht so ganz damit versöhnt, dass ich viele bange Stunden verbracht habe. Immerhin habe ich trotz extremer Höhenangst und der Tatsache, dass ich auf gar keinen Fall weiter als drei Stufen auf die Leiter krabbeln konnte, gute Arbeit geleistet und (abgesehen von den Decken, für die wir uns einen Maler geleistet haben) alles geschafft.

An den Moment, wo ich hysterisch zitternd versuchte die Fensterlaibung mit einem „Pinsel am Stiel“ zu lackieren, während ich zwischen Waschbecken und Toilette eingeklemmt zwischen Leiter und Stuhl balancierte, will ich mich nie wieder erinnern. Aber ich kann nicht oft genug verkünden: Das ist erledigt und ich muss mir über diesen Teil des Umzuges keine Gedanken mehr machen!

Da ich es die nächsten Wochen langsamer angehen lassen will und die neue Wohnung samt dem wild wuchernden Garten mir ja nicht wegläuft, werde ich wohl auch wieder die Zeit finden zu lesen und über die verschlungenen Bücher zu schreiben. 🙂

Nigel McCrery: Kaltes Gift

Mir ist es egal, ob ich einen gemütlichen Kriminalroman oder einen nervenaufreibenden Thriller lese, aber ich mag gern vorher wissen, worauf ich mich mit einem Buch einlasse. Bei „Kaltes Gift“ habe ich eine Geschichte im Stil der klassischen englischen Krimis erwartet und eigentlich auch bekommen. Allerdings hat der Autor zu Beginn zwei Szenen eingebaut, die mich schnell bereuen ließen, dass ich das Buch zum Frühstück begonnen hatte … Der Prolog zeigt dem Leser eine offensichtlich mit der Betreuung ihrer Enkel überforderte Großmutter, die mit der Gartenschere die Kinder verstümmelt. Eine Tat, die schockierend beschrieben wird! Und weiter geht es kurz darauf mit der eigentlichen Handlung – und dem qualvollen Gifttod einer älteren Dame.

Man erfährt schnell, dass die Mörderin Violet Chambers sich regelmäßig das Vertrauen alleinstehender Damen erschleicht und diese umbringt, nachdem sie genügend Wissen gesammelt hat, um ihr Leben übernehmen zu können. Während die Polizei nach dem Auffinden einer Leiche noch rätselt, wie es sein kann, dass Violet Chambers tot vor ihnen liegt und gleichzeitig quitschfidele Postkarten an die Nachbarn schreibt, geht es für den Leser weniger um das „Wie“, sondern um das „Warum“. Natürlich lebt die Mörderin davon, dass sie den Besitz der ermordeten Frauen übernimmt, doch muss noch deutlich mehr hinter ihren Taten stecken, als auf den ersten Blick ersichtlich ist.

Nigel McCrery nutzt zwei Perspektiven, um seine Geschichte zu erzählen. Auf der einen Seite die der Mörderin, die selbst nicht mehr über ihre Vergangenheit zu wissen scheint, als der Leser. Und andererseits der Polizist, der aufgrund einer extremen Synästhesie, die dafür sorgt, dass er Geräusche schmeckt, kaum arbeitsfähig ist. Detective Chief Inspector Lapslie wird für diesen Fall aus seiner Beurlaubung zurückgeholt und kann nur dank der Hilfe seiner neuen Mitarbeiterin (deren Stimme nach Zitrone schmeckt >g<) überhaupt die Ermittlungen aufnehmen.

Nicht so gut hat es mir gefallen, dass es innerhalb der Polizeibehörde zu Intrigen kommt. Und auch die beiden sehr grausamen Anfangsszenen hätten meiner Meinung nach nicht sein müssen, da die Geschichte in ihrer Ruhe und voller eindringlicher Bilder sonst sehr gut funktioniert. Aber dafür erzeugt der Autor eine faszinierende Stimmung, beschreibt Lasplies gestörte Sinneseindrücke sehr plastisch und lässt einen zusammen mit den Beteiligten Puzzelstückchen um Puzzelstückchen sammeln, bis sich ein erschreckendes Bild ergibt.