Da mehrere Leute gemeint hatten, sie hätten am heutigen Feiertag schon Zeit und Lust, starte ich jetzt schon mit dem ersten Herbstlesen-Tag. Wie immer bitte ich euch darum, dass ihr euch mit einem Link zu eurem jeweiligen Beitrag in den Kommentaren meldet, damit ich euch in die Liste der „Herbstlesenden“ eintragen kann.
Für mich beginnt der Tag relativ entspannt mit etwas Lesezeit. Ich habe in den vergangenen Wochen relativ viele Kurzgeschichten gelesen und das hat mir wieder Lust auf all die Anthologien gemacht, die ich noch im Regal stehen habe. Irgendwie ist das schon fast eine Tradition im Herbst geworden, dass ich dann wieder vermehrt Kurzgeschichten lese, um etwas Abwechslung in meine Lektüre zu bekommen. Außerdem habe ich am Montag in der Bahn ein eBook angefangen, das ich wohl heute weiterlesen werde. Bislang finde ich die Geschichte etwas beliebig und fühle mich ständig an andere Urban-Fantasy-Veröffentlichungen erinnert, aber das Ganze ist trotzdem nett genug zum Weiterlesen.
Update 9:45 Uhr
Ich finde es jedes Mal wieder erstaunlich, wie wenig ich am Morgen so auf die Reihe bekomme. Was natürlich auch daran liegt, dass ich kurz mal eben bei Twitter gucke und Kommentare schreibe, und daran, dass mein Mann mal eben seine neue CD einlegt (und Hardcore Punk nicht meine bevorzugte Musikrichtung neben dem Lesen ist). 😉
Auf jeden Fall habe ich in der Zwischenzeit „B is for Bigfoot“ aus der Anthologie „Brief Cases“ gelesen. Lustigerweise habe ich die Bigfoot-Geschichten von Jim Butcher schon sehr, sehr lange als eBooks, aber bislang hatte ich mir die immer für eine „besondere Gelegenheit“ aufgehoben. Da ich bei einer Anthologie die Geschichten aber immer schön der Reihe nach lese (ich denke mir ja immer, dass die Herausgeber sich schon was bei der Zusammenstellung der Kurzgeschichten was gedacht haben), wurde es jetzt endlich Zeit mehr über Harry Dresdens Zusammentreffen mit Bigfoot herauszufinden. Zu Beginn der Geschichte wird Harry von dem Bigfoot River Shoulders engagiert, um herauszufinden wer seinen Sohn Irwin regelmäßig verletzt. Da Irwin zusammen mit seiner menschlichen Mutter in Chicago lebt, ist es für River Shoulders nicht möglich selber aktiv zu werden (er würde in der Stadt eindeutig zu viel Aufmerksamkeit erregen *g*), weshalb der Bigfoot es so arrangiert hat, dass Harry als Hausmeister an Irwins Schule engagiert wird. Mir fällt immer wieder auf, wie sehr ich die Figuren mag, die Jim Butcher für seine Geschichten entwickelt, und hier kommt noch dazu, dass der Autor mit wenigen Worten eine Zusammenarbeit zwischen einigen Native Americans und den übernatürlichen Wesen in ihren Wäldern skizziert, die mich wirklich anspricht. Ansonsten bietet „B is for Bigfoot“ die übliche Mischung aus lustigen, nachdenklichen und fantastischen Elementen, die ich von Jim Butcher inzwischen erwarte. (Und die dafür sorgt, dass ich so langsam wirklich ungeduldig auf die Fortsetzung der Harry-Dresden-Romane warte. 😉 )
Update 12:30 Uhr
Nach dem letzten Update bin ich erst einmal in die Küche gewandert, um mich des Bergs mit dreckigem Geschirr anzunehmen, der sich gestern Abend angesammelt hatte. Da ich gestern zwei Saucen (einmal mit Fleisch für meinen Mann, einmal ohne für mich) gekocht hatte und das Ganze dann auch noch in zwei kleinen Auflaufformen in den Ofen kam, war da beim Kochen so einiges an Geschirr angefallen. Parallel dazu habe ich meinem Mann von meinen Problemen mit meinem aktuellen Buch erzählt – was bedeutete, dass ich ihm erst einmal von der Elemental-Assassin-Reihe von Jennifer Estep erzählen musst, um ihm dann zu erklären, welche Probleme ich mit „Trace of Magic“ von Diana Pharaoh Francis habe. Im Gegenzug bekam ich dann grob die Handlung der Manga-Reihe „Blade of the Immortal“ zusammengefasst, wo wir schon mal beim Thema „Rachegeschichten“ waren. 😉
Zum Frühstück habe ich dann noch etwas in „Trace of Magic“ weitergelesen, aber so richtig war ich nicht bei der Sache, weil ich im Kopf schon den Einkaufszettel für morgen durchging, weshalb ich ständig in die Küche wanderte, um zu schauen, ob wir bestimmte Zutaten im Haus haben. Jetzt drehe ich erst einmal eine Blogrunde und starte dann noch einmal einen Versuch mit „Trace of Magic“. Das Buch ist eigentlich nett, ich komme gut mit der Erzählweise der Autorin zurecht, ich mag die Beschreibungen der Stadt, in der die Geschichte spielt, und auch die Protagonistin finde ich nicht unsympathisch. Aber es gibt so viele Elemente in dem Roman, die mich an die Elemental-Assassin-Reihe erinnern, dass ich ständig das Gefühl habe, es gäbe Logikbrüche, weil das Gelesene nicht mit den Details aus den Romanen von Jennifer Estep übereinstimmen. Außerdem bin ich genervt davon, dass die Protagonistin sich wider besseres Wissen körperlich so sehr von dem Polizisten angezogen fühlt, mit dem sie zusammenarbeiten muss. Ich habe wirklich keine Geduld mehr für diese Art von „Liebesgeschichten“ in Urban-Fantasy-Veröffentlichungen.
Update 15:30 Uhr
Ich hänge weiterhin an „Trace of Magic“ und musste nach der obligatorischen Sexszene (die überraschenderweise schon in der ersten Hälfte des Romans vorkam) erst einmal eine Pause machen und auf Youtube zuschauen, wie „Cooking Tree“ eine Mango-Crepe-Torte bastelte. So entspannend! 🙂 Weiterhin mag ich schon herausfinden, was bei „Trace of Magic“ hinter der Entführung des Ex-Verlobten der Schwester der Protagonistin (deren Namen ich mir einfach nicht merken kann) steckt, und ich habe grundsätzlich eine Schwäche für „aufrechte Einzelkämpfer in einer korrupten Stadt“-Geschichten, aber die Sache mit dem Polizisten (der bekannterweise von einer der kriminellen Organisationen der Stadt bezahlt wird) geht mir so auf die Nerven. Ich wünschte, die Protagonistin Riley (ich habe jetzt doch mal nachgeschlagen) würde sich nun mal entscheiden, ob sie ihn sexy und vertrauenswürdig, sexy und dubios oder einfach nur dubios und gefährlich findet. Auf der anderen Seite würde vermutlich die Hälfte des Textes wegfallen, wenn dieser Teil der Handlung wegfallen würde. Argh! Ich brauche auf jeden Fall erst einmal wieder eine Pause von diesem Hin und Her und drehe deshalb jetzt erst einmal eine Blogrunde und wandere dann in die Küche, um den Teig fürs Abendessen anzusetzen. 😉
Update 18:45 Uhr
Ich habe heute Nachmittag noch weiter in „Trace of Magic“ gelesen, weil ich hoffte, ich würde den Beziehungskram mal hinter mich bringen und es gäbe wieder etwas mehr Handlung. Aber als mein Mann dann anfing Games-Videos zu schauen, habe ich erst einmal zu Animal Crossing gewechselt, weil meine Konzentration nicht für das Buch reichte, während nebenbei aus dem Fernseher eine enthusiastische Spielerezension zu hören war. 😉
So ganz mag ich den Roman noch nicht aufgeben, weil ich immer noch hoffe, dass Riley und der Polizist das Ganze endlich mal geklärt bekommen und dann die Handlung weitergeht. Den Anfang der Geschichte mochte ich nämlich – trotz all der Ähnlichkeit zur Elemental-Assassin-Reihe – wirklich gern. Momentan schwanke ich zwischen „gut, dass ich nicht deutlich mehr Geld für ein Taschenbuch ausgegeben habe“ und „wenn ich eine gedruckte Ausgabe hätte, könnte ich den nervigen Teil eben querlesen“. Ansonsten habe ich mir eben eine halbe Stunde Sofaschlaf gegönnt und werde nun erst einmal in die Küche wandern, um das Abendessen zu kochen.
Update 22:00 Uhr
Zum Abendessen haben wir heute eine Folge „Fastest Car“ gesehen. Ich finde das überraschend spannend, obwohl ich im Gegensatz zu meinem Mann relativ wenig Interesse an Autos habe. Aber das Prinzip, dass drei Personen mit selbstzusammengebastelten Autos (leider gab es in dieser Staffel noch keinen Hot Rod, aber dafür einige Wagen, die von außen wie absolute Schrottkarren aussahen) gegen eine Person mit einem „Supercar“, also einem mehrere 100.000 Dollar teurem Sportwagen, antreten, macht es interessant. In dieser Staffel sind auch ziemlich viele Fahrerinnen dabei, was mir auch gut gefällt, weil die in der Regel weniger Ego-Probleme haben als die Männer. Grundsätzlich fiebere ich eigentlich mit denjenigen mit, die jahrelang Arbeit in ihre Autos gesteckt haben, um aus Schrottteilen einen Sleeper (also ein Auto, das rennfähig ist, auch wenn es nicht so aussieht) zu bauen, aber manchmal sind auch die Supercar-Fahrer überraschend sympathisch. 😉
Da die Folge nach dem Essen noch nicht zuende war, habe ich noch zum Strickzeug gegriffen und am Ende meinen aktuellen Socken noch beim Lesen beendet. Bei „Trace of Magic“ haben die beiden Figuren immerhin endlich geklärt, dass sie ineinander verliebt sind – ich hoffe, dass das nun dafür sorgt, dass die Handlung endlich weitergeht. So lange werde ich aber nicht mehr aufbleiben und somit verabschiede ich mich für heute schon mal von euch. Ich fand diesen gemeinsamen Einstieg ins Herbstlesen sehr schön und habe mich gefreut, dass so viele dabei waren. 🙂
Habt einen guten Wochenausklang – bald ist schon wieder Wochenende und wer weiß, vielleicht lesen wir uns dann hier schon wieder.
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Heutige Mitleserin:

















